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BERSERKER
Nicht nur Amis können brutale Mucke machen...

BERSERKER aus Berlin legen mit „Schattenwelten“ ihr großartiges, neues Album vor. GemĂ€ĂŸ dem Bandcredo „Stay Brutal“ gibt’s musikalisch ordentlich was auf die Fresse...

Zu Beginn wĂ€re es prima, wenn ihr ein wenig Licht in das Line-Up von Berserker bringen könntet. Wer ist bandintern fĂŒr was zustĂ€ndig?

Wir spielen sozusagen in einer "klassischen" Rockbesetzung , die so aussieht: Schröder - Gesang, Rhythmusgitarre, Matze - Solo Gitarre, Andi - Bass und Costa - Schlagzeug.

Was könnt ihr mir ĂŒber eure bisherige Bandgeschichte erzĂ€hlen? Seit wann gibt es die Berserker?

Die Idee dazu entstand Mitte 1999. Wir wollten eine Band grĂŒnden, um unsere Musikleidenschaft zu verwirklichen. Anfang 2000 wurde sie in die Tat umgesetzt. Am Anfang noch zu dritt ohne Matze. Nach einem knappen Jahr stand das erste Konzert an, bei dem Matze als Gast anwesend war. Nach dem Gig sprach er uns an und von da an waren wir komplett! Ca. nach einem Jahr entschlossen wir uns, eine Demo CD aufzunehmen, die wir "Zeichen der Zeit" nannten. Dadurch wurden wir etwas bekannter und bekamen immer mehr Live Auftritte, die uns auch aus Berlin raus fĂŒhrten. Im Jahr 2003 spielten wir die Demo CD "Wortlose Gedanken" ein. Die Live PrĂ€senz nahm immer mehr zu, sowie die Nachfrage an uns. So beschlossen wir fĂŒr 2006 keine Demo mehr aufzunehmen, sondern unser erstes Studio Album "Kein Blick zurĂŒck" in Eigenregie zu produzieren. Die Resonanz, die wir dadurch bekamen,  stellte all unsere Erwartungen in den Schatten. Wir erspielten uns mit immer mehr Live Auftritten Sympathien und die Hörerzahl wuchs stĂ€ndig. Durch dieses Album wurde auch das Label KB-Records auf uns aufmerksam, mit dem wir unsere vierte CD "Schattenwelten" veröffentlichten. Unser Ruf eilt uns voraus und macht uns zu dem, was wir sind: Live, geradeaus und direkt in die Fresse!

Was könnt ihr mir ĂŒber eure neue Scheibe "Schattenwelten" denn so alles erzĂ€hlen?

Es ist unser persönlichstes Werk bisher, das steht fest. Jedes Lied beschreibt unsere GefĂŒhle oder unsere Erlebnisse im Jahr 2007. Ob Trauer, Ängste, Wut oder Hass, von jedem ist etwas dabei. Wir können keine "heile Welt“ Lieder singen, wenn es sie nicht gibt! NatĂŒrlich feiern wir auch privat und auf Konzerten, aber Sauflieder gibt es schon genug momentan. Vielleicht ja auf der nĂ€chsten CD, wer weiß, was kommt... Wer zwischen den Zeilen hört, erkennt aus welchem Holz wir geschnitzt sind.

GegenĂŒber dem VorgĂ€nger "Kein Blick zurĂŒck" (2006) habt ihr diesmal noch grĂ¶ĂŸeren Wert auf die druckvolle Produktion der CD gelegt. Welche Erinnerung habt ihr denn an die Einspielung der Songs im Studio?

Wir haben eigentlich gar nichts viel anders gemacht als beim VorgĂ€nger. Wir haben uns nochmal weiterentwickelt, und so protzt die Scheibe vor Energie! Es macht immer eine Menge Spaß im Studio, und wir haben uns diesmal einfach keinen Druck gemacht. Die Songs standen, ein paar kamen im Studio dazu, und somit gingen wir sehr locker damit um. Mit viel Alkohol und wer Matze kennt, mit viel Scheiße und Spaß im Kopf, spielten wir die Songs in knapp 8 Tagen komplett ein. Wir leben halt unsere Lieder und singen nicht nur irgendwas Ausgedachtes vor uns hin wie andere Bands! Den Druck hat dann Schmidti vom Death Tone Studio noch beim Mastern rausgeholt! GrĂŒĂŸe und besten Dank von hier aus an dich Schmidti und an Pascal fĂŒr die geile Zusammenarbeit!!!

Im mitreißenden und packenden Opener "Was uns bewegt" stimmt ihr den  Hörer (sicher auch bei euren Konzerten) auf das Berserker-Credo bestens ein. Ist es richtig, dass euer Bandmotto "Stay Brutal" bzw. "Stay Berserker" lautet?

Ja, unser Motto lautet "Stay Brutal". Das heißt nicht, dass wir damit Gewalt propagieren wollen. Jeder Mensch sollte fĂŒr sich so bleiben, wie er ist und seinen eigenen Weg gehen. Der Slogan stammt ursprĂŒnglich aus der Hardcore Szene aus New York. Doch nicht nur die Amis können "brutale" Mucke machen. Auf einem unserer ersten Konzerte sagte ein MĂ€del nach unserem Gig zu unserem Schlagzeuger:"Normalerweise höre ich nicht solche Musik wie eure, aber ihr kommt so brutal rĂŒber, dass ich wie gefesselt in einem Bann war von euch"! Von da an, war der Slogan wie fĂŒr uns gemacht! Komm einfach mal zu einem unserer Konzerte, sieh uns an, lausche unseren KlĂ€ngen und du weißt, warum das unser Motto ist...  „Stay Berserker“ können sich die Leute selber aussuchen, wenn ihnen unsere Mucke gefĂ€llt.

Wie entsteht ein Berserker-Song? Vielleicht könnt ihr mir die Herangehensweise an einem Beispiel erklÀren?

Die Songs entstehen jeden Tag im Kopf. Sie sind schon da, denn man sieht sie jeden Tag auf der Straße vor sich. Wir greifen die EindrĂŒcke jeder fĂŒr sich auf und fĂŒgen die gebĂŒndelten Gedanken in einem Song zusammen. Im Normalfall entsteht zuerst die Musik. Es gibt Ideen und Riffs, die zusammengefĂŒgt werden, bis der Song im GrundgerĂŒst steht. Dann kommt der Text hinzu, der je nachdem wie die Musik von uns gefĂŒhlt wird, melancholisch, aggressiv oder auch fröhlich werden kann. Dann wird der Song ausgefeilt, bis er komplett steht.

Wer ist bei euch bandintern fĂŒr die Texte zustĂ€ndig?

Jeder eigentlich. Wenn einen von uns was bewegt oder er ein Erlebnis auf diese Art verarbeiten möchte, schreibt er es auf und wir machen einen Text daraus. Da wir alle fast Ă€hnlich denken, fĂŒhlen und handeln, entsteht ein gewisses Extra und verdammt viel Ehrlichkeit in unseren Texten!

Was hat euch dazu bewogen, die KĂ€rbholz-Nummer "Das Feuer in mir" zu  covern und eurer Böhsen Onkelz-Hymne "Auf Wiedersehen" ein klangliches Update zu verpassen?

Der Text und die Musik könnten auch von uns stammen. Deshalb haben wir bei den Jungs angefragt, ob wir ihn covern dĂŒrfen. Mit dem Song "Auf Wiedersehen" wollten wir nur unseren Abschied von der Band ausdrĂŒcken, die uns seit 1988 begleitet und "erwachsen" gemacht hat. Live gespielt haben wir die Nummer schon seit 2005 auf unseren Konzerten. Deshalb wollten wir das StĂŒck neu vertonen, um einen Strich unter die Legende zu setzen.

Ihr scheint ja recht Fußball-begeistert zu sein: Mit "Hertha BSC" habt ihr der Fußballmacht an der Spree eine ganz spezielle Fanhymne gewidmet. Vielleicht könnt ihr mir hierĂŒber ein paar Infos geben?

Nun ja, geplant war es eigentlich nicht ihn auf Platte zu bringen, aber wir haben uns dann doch dazu entschlossen. Wir rennen nun schon teilweise seit 1987 zu unserer Dame Hertha, da konnten wir unser internes 20jÀhriges JubilÀum nicht einfach so unter den Tisch kehren. Womit wir nicht gerechnet haben ist, dass der Song zur "offiziellen" Stadion Hymne genommen wird. Wir sind sehr stolz drauf, dass er im Stadion gespielt wird. Ist ja immerhin die Hauptstadt und nicht irgendein Verein.

Rainer Guérich
CD: Schattenwelten
(KB-Records/New Music)

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