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COR
Wir machen unsere Musik unabhÀngig von Trends

Der Bandname ist bei COR Programm. Ohne irgendwelchen Genre-Trends nachzuhechten, kocht der Vierer auf seiner neuen Platte „Tsunami“ ein verdammt heißes SĂŒppchen. Direkte und kritische Texte treffen auf die Urgewalt eines musikalischen Zentrums, welches die Band selbst als Trashrock bezeichnet. inHard hatte die Gelegenheit zu einem Interview mit SĂ€nger FRIEDEMANN ...

inHard: Seit wann gibt es COR, bzw. wie sieht euer aktuelles Band-Line-Up aus? Ich hab’ dazu leider keine Informationen im Booklet gefunden!

Friedemann: COR gibt‘s seit Mitte 2002 in folgender, unverĂ€nderter, Besetzung: Friedemann (Gesang), Jo (Schlagzeug), Matze (Bass) und  Pilse (Gitarre). Wir selber definieren unseren Sound als Trashrock, was nicht viel mehr bedeutet, als dass wir Elemente aus HC, Punk, Metal und Rock’n’Roll vermischen und daraus unseren eigenen Stil bauen! Es geht uns darum, unsere Musik unabhĂ€ngig von Trends zu machen, uns auf keine aktuelle Modewelle einzulassen! Das sind Dinge, die schnell wieder verschwinden. Was ewig bleibt, ist Musik mit Herz und Seele! 

inHard: Wie ist euer energetischer HC/ Punk‘n‘Roll mit den aussagekrĂ€ftigen und markigen Vocals entstanden?

Friedemann: Wir haben innerhalb der Band einen sehr breit gefĂ€cherten Musikgeschmack, der von Punkrock ĂŒber Metal bis hin zu Blues und Ska reicht! Es gibt so viel gute handgemachte Musik, da wĂ€re es dumm, nicht ĂŒber den Tellerrand hinaus zu sehen/ hören und eingeschrĂ€nkt im eigenen Saft zu schmoren! Außerdem hat man viel mehr EinflĂŒsse und EindrĂŒcke, die man in die eigene  Musik einbringen kann. Dass wir unsere Musik zum Tansportieren einer Botschaft nutzen, war seit BandgrĂŒndung klar! Ich mache meine Texte, um den Zuhörern meine Sicht der Dinge zu erklĂ€ren, um DenkanstĂ¶ĂŸe zu geben. Das Liebste ist es mir, wenn die Leute dann nach den Konzerten mit mir ĂŒber Inhalte diskutieren, ihre Meinung zu bestimmten Sachen sagen! Das hilft, meinen Horizont zu erweitern! Gedankenloses Konsumieren ist mir ein Graus!  

inHard: Stimmt es, dass die Produktion auf Mallorca statt fand?

Friedemann: Schon die letzte Scheibe „Freistil Kampfstil Lebensstil“ haben wir bei Madze Preis im Sonic Temple auf Mallorca aufgenommen. Es war ein sehr angenehmes, erfolgreiches Arbeiten. Auf Mallorca ist es billiger als in Deutschland: Man macht in herrlicher Natur nebenbei Urlaub und befindet sich in den HĂ€nden eines Technikers, der sein Handwerk perfekt versteht! Außerdem erfolgt die komplette Produktion analog, d.h. ohne jede Computertechnik! So weiß der Hörer, dass die Band wirklich alles selbst spielt und nicht (wie allgemein ĂŒblich) spielerische MĂ€ngel durch Studiotechnik ausgleicht! Außerdem ist der gute alte Analogsound viel wĂ€rmer und rotziger als ein Digitalsound! Passt also zu unserer Musik!

inHard: Was gibt’s denn ĂŒber die Entsehung der Songs zu erzĂ€hlen?

Friedemann: COR Tracks entstehen nach einem einfachen Schema: Ich habe immer jede Menge Texte auf Lager, und die Musikabteilung bastelt an Ideen und stellt sie mir dann vor! So sehen wir dann, was zusammenpasst, verĂ€ndern und feilen an den Ideen, bis wir einen fertigen Song haben! Diesen spielen wir dann (mit den anderen) Probe fĂŒr Probe und das, was uns dann nicht nach kurzer Zeit auf den Sack geht, nehmen wir fĂŒr eine neue Produktion! So kommt wirklich nur das Material auf unsere Scheiben, auf das wir dann auch live Lust haben!

inHard: Habt ihr euer Album „Tsunami“ betitelt, weil das auch ganz gut die Urgewalt eurer Musik widerspiegelt, die sich wie eine gigantische Welle ĂŒber den Hörer ergießt?

Friedemann: Das war auf jeden Fall ein Gedanke! Ein anderer bezieht sich auf den Text zum Song „Tsunami“, den ich unter dem Eindruck der Tsunami Katastrophe in Asien schrieb! Im Angesicht des Elends der armen Bevölkerung, die durch diesen Vorfall um ihr letztes , spĂ€rliches Hab und Gut gebracht wurde, fragte ich mich, warum es immer die Ärmsten der Armen trifft?! Warum nicht die reichen Staaten, die durch ihre verschwenderische, unbedachte Lebensweise der Natur viel grĂ¶ĂŸere und heftigere SchĂ€den zufĂŒgen? Warum rĂ€cht sich die Natur nicht dort? Unter dem Einfluss dieser Gedanken entstanden dann auch viele der Songs, das Cover und im Endeffekt auch der Titel der Platte.

inHard: Hast du einen speziellen Lieblingstitel auf der Scheibe?

Friedemann: Mein persönlicher Favorit ist „Penner ist tot!“  Zum einen, weil es nicht unbedingt ein COR typischer Song ist, zum anderen, weil ich sehr zufrieden mit dem Text bin! Dieses Thema, die brutale Ermordung eines sogenannten „Penners“ durch eine Horde Kinder und Jugendlicher, ist sehr schwer umsetzbar. Um so glĂŒcklicher bin ich ĂŒber diesen Song, den ich als wĂŒrdiges VermĂ€chtnis fĂŒr Johann Barbies (das Opfer) betrachte. Vielleicht regt dieser Song zum Denken an und macht somit einen sinnlosen Tod nicht völlig sinnlos.

inHard: Welche Musik hört ihr, wenn ihr nicht gerade auf der BĂŒhne steht?

Friedemann: Zwei Platten haben wir immer dabei: „Cowboys From Hell“ und „Vulgar Display Of Power“ von Pantera! Die kompletteste, heftigste und genialste Band, die es unserer Meinung nach je gegeben hat! Dazu viel R’N’R ( Chuck Berry, MC 5, Motörhead), Blues ( B.B.King, J.L.Hooker), HC ( Sheer Terror, Slapshot), Punk ( VKJ, Chaos Z ) und Metal ( Crowbar, Saint Vitus), um nur eine Auswahl zu nennen! Es gibt so viele coole Bands!

inHard: Zum Abschluss bitte noch einen kurzen Ausblick auf eure nÀchsten AktivitÀten mit COR...

Friedemann: Touren, touren, Platte machen, touren, touren, DVD machen , touren, touren Platte machen etc. - Man muss die TSUNAMI Scheibe hören UND dann COR live sehen, um zu begreifen, warum die Platte nicht anders als TSUNAMI heißen kann!

Rainer Guérich
CD: Tsunami (RĂŒgencore/Rough Trade)

www.ruegencore.de
 

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