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PRESENCE OF MIND
Unser Songwriting ist melodiöser und variabler geworden

Mit neuer Gitarristin und neuen Ideen stellen PRESENCE OF MIND ihr zweites Album „To Set Out On The Light“ vor. inHard sprach mit Sängerin SARAH über das neue Meisterwerk.

Sarah: Nach der Tour zu unserem letzten Album „Finding Home“ (2005) haben wir uns ungefähr 2 Monate Zeit genommen, um die Songs fĂĽr diese Platte zu schreiben. Wir waren dann anschlieĂźend ziemlich lange im Proberaum und sind dann zu unserer Plattenfirma, um unsere neuen Songs vorzustellen. Am 27. Dezember 2005  haben wir dann auch schon angefangen, die einzelnen Tracks aufzunehmen, wobei wir das allerdings in verschiedenen Etappen gemacht haben. Unterm Strich haben wir fĂĽr „To Set Out On The Light“ etwa anderthalb Monate im Studio verbracht.

InHard: Ihr habt zwischen den einzelnen Aufnahmesessions also „Verschnaufpausen“ eingelegt, damit die einzelnen Songs mit dem nötigen zeitlichen Abstand vielleicht auch ein stückweit reifen konnten?

Sarah: Ja, genau. NatĂĽrlich hatten wir auch beruflich noch einiges am Laufen. So ist unsere Gitarristin beispielsweise Erzieherin. Tja, und meine Zwillingsschwester Sina und ich hatten parallel zu den Studioaufnahmen auch noch Abi-Stress...

InHard: Wart ihr denn auch in der gleichen Abi-Klasse (bzw. Kursen)?

Sarah (lacht): Nein, wir waren in verschiedenen Klassen und auch auf unterschiedlichen Gymnasien.

InHard: Welche Leistungskurse hattest du denn?

Sarah: Ich war auf einem Fachgymnasium fĂĽr  medizinische Sachen und hatte als LKs „Deutsch“ und „Ernährung“.

InHard: Keine „Musik“?

Sarah: Nee, das gab’s bei uns nicht, nicht mal als Nebenfach, ebenso wie Kunst. Leider.

InHard: Und was kann man dann mit dem Fach „Ernährung“ später studieren?

Sarah: Im Prinzip alles, auch Medizin. Aber ich mache jetzt eine Ausbildung als Ergo-Therapeutin.

InHard: Vorwitzig wie ich bin interessiert mich natĂĽrlich noch deine Abi-Abschlussnote?

Sarah (lacht): Durch die Zeit im Studio ist mein Durchschnitt schon etwas schlechter geworden, war wohl so um 2,9...

InHard: Zurück zur Musik: Im Vergleich zum Vorgänger „Finding Home“ kommt es mir so vor, dass ihr die Härte zugunsten der melodiösen Arrangements etwas zurück genommen habt...

Sarah: Die letzten Kritiken, die ich gelesen habe, haben eigentlich das Gegenteil behauptet. Aber ich habe auch das Gefühl, dass auf unserer neuen Platte der eigentliche Song wesentlich deutlicher im Vordergrund steht. Es gibt vielleicht nicht mehr die extremen Kontraste, und es klingt auch etwas leiser. Vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, dass wir mit Sabrina eine neue und wesentlich bessere Gitarristin im Bandgefüge haben. Das hat das Songwriting schon eine Spur melodiöser und variabler gemacht. Außerdem sind wir als Band natürlich auch gereift.

InHard: Du singst auf dem Album auch einzelne Parts ohne instrumentale Begleitung, was auf „Finding Home“ nicht der Fall war...

Sarah: Das mit dem Gesang lief diesmal eh’ ein bisschen anders. Ursprünglich wollte die Produzentin der ersten Platte wieder bei dem Gesang mitarbeiten, was dann aber nicht geklappt hat. Und dann hab’ ich das Gesangliche ohne Coaching alleine gemacht. Also Backings, Ideen und solche Dinge. Das war für mich ideal, da ich so ganz viele eigene Sachen einbringen und auch zusätzliche Erfahrungen sammeln konnte, die mich als Sängerin weiter gebracht haben.

InHard: Eine ganz ungewöhnliche Idee ist auf „No Need To Entertain“ die Hinzunahme eines Kinderchors, wenn ich richtig gehört habe?

Sarah (lacht): Ja, das ist tatsächlich ein Kinderchor. Und zwar hat die Tochter der Chefin unserer Plattenfirma dafür ihre Schulkameraden ins Studio mitgebracht. Das war ganz cool: Sie sind gekommen, ich hab’ ihnen dann 20 Minuten erklärt, wie sie den Refrain singen müssen. Und danach ging es nach einigem Üben zur Aufnahme. Das war richtig süß...

InHard: Ihr habt mittlerweile sogar schon in Kroatien und Bosnien gespielt?

Sarah (lacht): Ja, das waren schon aufregende Erfahrungen, dort zu spielen. Die Leute dort sind sehr offen, was Rockmusik angeht. Und unsere Konzerte sind super gelaufen.

InHard: Und wie habt ihr den Kontakt dorthin bekommen?

Sarah: Wir haben speziell für diese Länder einen Booker, der selbst Kroate ist. Und dann hat sich das so ergeben.

InHard: Kriegt ihr denn auch sonstiges Feedback aus dem Ausland?

Sarah: Ja, jede Menge. Neben englischsprachigen Reviews erhalten wir auch schon hin und wieder fremdsprachige Kritiken, die wir gar nicht lesen können. Das ist schon lustig, macht dich als Künstler aber schon ein wenig stolz.

InHard: Eine Review in chinesischer oder japanischer Sprache könnte man sich fast schon eingerahmt an die Wand hängen!

Sarah (lacht): Ja...

InHard: Hast du denn ein bestimmtes LieblingsstĂĽck auf dem Album?

Sarah: „My Favorite Mistake“ gefällt mir sehr gut. Aber wahrscheinlich nur deshalb, weil ich an diesem Stück am längsten gearbeitet habe. Da sind sehr viele Effekte und Dinge drauf, die man aber nur unterschwellig hört, eigentlich nur, wenn man bei der Produktion dabei war. Viele Rückwärtssachen, Fade In’s, kleine Details usw. Da steckt sehr viel Herzblut von mir drin. Wir waren diesmal auch beim Mixen der CD dabei, wodurch wir viele Entscheidungen mitbestimmen konnten. Wir haben bei diesem Album zum ersten Mal das Gefühl, dass wir uns mit dem Ergebnis wirklich hundertprozentig identifizieren können.

Rainer Guérich
CD: To Set Out On The Light
(STF Records/M-System)

www.presenceofmind.de
 

 

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