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SOLAR PLEXUS
Jetzt bist du mein - Strafe muss sein!

SOLAR PLEXUS legen mit „Strafe muss sein“ ein tolles Erstlingswerk vor, auf dem sich neue deutsche HĂ€rte mit Elektrometal und stilistischer Offenheit paart. inHard unterhielt sich mit Gitarrist ULLI...

inHard: Was könnt Ihr mir ĂŒber die bisherige Bandgeschichte von Solar Plexus erzĂ€hlen? Wann habt ihr die Band gegrĂŒndet bzw. habt ihr schon immer in dieser Bandbesetzung gespielt?

ULLI: UrsprĂŒnglich war Solar Plexus nur als Projekt gedacht, um mal etwas Neues zu probieren. Wir wollten einfach feststellen, ob wir als Metal-Musiker in der Lage sind, auch elektronische Musik zu machen. Das Ganze hat dann aber so gut funktioniert, dass wir beschlossen haben unsere bisherigen Bands aufzugeben und uns voll und ganz unserer neuen Band zu widmen. Das Datum der BandgrĂŒndung weiß ich zwar nicht mehr so genau, aber es war etwa November 2003, als wir angefangen haben. Richtig ernsthaft arbeiten wir seit dem Sommer 2004 an Solar Plexus.

inHard: Wie habt ihr denn dann eure DebĂŒt-CD „Strafe muss sein“ in Angriff genommen?

ULLI: Ich habe schon an einer ganzen Reihe von CD Produktionen mitgewirkt. Da war es immer so, dass Songs geschrieben und geprobt wurden, bis genug Material vorhanden war, um damit ins Studio zu gehen. Der große Nachteil bei dieser Verfahrensweise ist, dass man bis zum Studiotermin nie die Möglichkeit hat, die eigenen Songs in Ruhe zu hören und kritisch zu beĂ€ugen, weil man ja immer selber mitspielt. So kann es natĂŒrlich passieren, dass das Endergebnis sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig lĂ€sst. Wir haben uns ein eigenes Studio eingerichtet und hatten das große GlĂŒck, dass Frank (Synthesizer, Programming) nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern auch ein Ă€ußerst begabter Produzent ist. So konnten wir in aller Ruhe unsere Songs oder auch teilweise nur Songfragmente aufnehmen, sie auf uns wirken lassen, Ă€ndern, wegschmeißen oder was auch immer damit tun, bis alles richtig gepasst hat. Witzig ist, dass wir an „Sweet Home“ so lange herumgeschnitzt haben, dass ich diesen Song erst knapp neun Monate nach der Entstehung das erste Mal komplett durchgespielt habe, obwohl er schon auf der Platte war...

inHard: Ist euch die Auswahl der passenden Songs fĂŒr das Album schwer gefallen?

ULLI: Insgesamt haben wir in eineinhalb Jahren 35 Songs aufgenommen. Daraus eine endgĂŒltige Auswahl fĂŒr das Album zu treffen, war wirklich problematisch. Bei manchen Songs war von vorne herein klar, dass sie auf die Scheibe kommen. Andere Songs brauchten aber etwas lĂ€nger, um ins Ohr zu gehen, da gab es natĂŒrlich etliche Diskussionen. Ich denke aber, dass wir die besten StĂŒcke ausgewĂ€hlt haben. 

inHard: Es ist ungewöhnlich, dass ihr euren harten Elektrometal mit deutschsprachigen Texten mitunter auch mit Blasinstrumenten (Klarinette, Oboe) und lieblichen Frauenvocals kombiniert. Woher rĂŒhrt diese stilistische Offenheit?

ULLI: Susanne (Blasinstrumente, Gesang) ist eine wirklich gute Musikerin. Warum sollten wir ihr Potential nicht nutzen? Eine wichtige Rolle spielt natĂŒrlich auch der Gedanke, dass wir uns von anderen Bands unterscheiden wollen. Ich will damit nicht sagen, dass wir besser sind als andere Gruppen. Ich will nur, was andere auch wollen, nĂ€mlich dass uns jemand zuhört. Bei der Menge an wirklich guten Bands ist das gar nicht so einfach...

inHard: Wer ist bei euch denn bandintern fĂŒr die Texte verantwortlich, wodurch lasst ihr euch inspirieren?

ULLI: Die Texte schreibe ich. Inspiriert werde ich hauptsĂ€chlich von unserem SĂ€nger Rico, zu dem ich ein ganz besonderes VertrauensverhĂ€ltnis habe. Der Mann muss schließlich fĂŒr den Scheiß gerade stehen, den ich verbreche. Du musst dir das so vorstellen. Wir reden stundenlang ĂŒber irgendein Thema und die Essenz ist dann ein Songtext fĂŒr Solar Plexus. So entstanden zum Beispiel „Money“, „ Wenn wir uns lieben“ oder auch „Gold“. Es gibt natĂŒrlich auch noch andere wichtige Inspirationsquellen wie Sex, Kannibalismus, Vampire und Ă€hnliches, die immer mal wieder gut fĂŒr einen Text sind.

inHard: Wie entsteht ein Solar Plexus-Song im Studio? Vielleicht könnt ihr mir mal eure Vorgehensweise beim Komponieren erlÀutern...

ULLI: Frank nimmt pausenlos irgendwelche Sachen auf und spielt sie uns vor. Manchmal sind diese Rohlinge so gut, dass mir die Kinnlade runterfĂ€llt.  Dann werden erst ein paar Gitarrenriffs und Melodien aufgenommen und die grobe Richtung festgelegt. Wenn dann klar ist, wie der Song werden soll, machen wir endgĂŒltige Gitarrenaufnahmen; Susanne spielt ihre Spuren ein und Rico hĂ€mmert den Gesang darauf. Am Schluss arrangieren wir das Ganze dann noch einmal und fĂŒgen hier und da noch etwas Tannenbaumschmuck ein. So lĂ€uft es eigentlich meistens. Fakt ist, dass wir alle unsere Songs gemeinsam machen und jeder das beitrĂ€gt, was er am besten kann. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut ich das finde.

inHard: Meine LieblingsstĂŒcke auf der Scheibe sind „Sweet Home“ und „Strafe muss sein“. Habt ihr auch spezielle Favoriten auf der CD?

ULLI: Der bandinterne Lieblingssong von diesem Album ist das TitelstĂŒck „Strafe muss sein“. Franks Lieblingssong ist „Keine Zeit“, und ich glaube zu wissen, dass „Sweet Home“ Ricos LieblingsstĂŒck ist. Mein Favorit ist „ Negativ“, aber die anderen finde ich auch geil. Der momentane Lieblingssong der Band heißt „Fleisch“ und wird auf unserer nĂ€chsten Scheibe erscheinen, die „Niemandsland“ heißen wird.

inHard: Welche Musik hört ihr denn sonst noch so in eurer Freizeit?

ULLI: Eine wirkliche Lieblingsband hat, glaube ich, nur unser Dirk. Der ist nĂ€mlich eisenharter Depeche Mode Fan. Wir anderen sind da eher flexibel und hören alles, was gut ist. Angefangen von Red Hot Chili Peppers bis hin zu Luciano Pavarotti. Ich bin zur Zeit sehr begeistert von Jack Johnson, den ich wunderbar finde.

inHard: Was steht mit Solar Plexus denn in naher Zukunft noch so alles an?

ULLI: Wir haben jede Menge gewollten Stress. Einerseits sind wir dabei, eine Tour zu planen, andererseits sind wir voll damit beschĂ€ftigt, neue Songs fĂŒr die „ Niemandsland“ CD aufzunehmen. Als nĂ€chstes werden wir aber erst mal ein oder zwei Videos drehen. Besucht uns doch mal auf unserer HP ( www.solar-plexus.de). Hier gibt es eine Auswahl von Songs zum freien Download, die es nicht auf die CD geschafft haben. Außerdem gibt es bald eine neue „Tagebuch“-Rubrik, die tĂ€glich weitergeschrieben wird...

Rainer Guérich
CD: Strafe muss sein
(STF Records/M-System)
www.solar-plexus.de

 

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