Mit STONEBLIND stellen wir euch an dieser Stelle eine hoffnungsvolle, junge Band vor, die mit “Memorybox” ihren Erstling vorlegt. Ausgestattet mit dem Harmonieverständnis ihrer großen Vorbilder Third Eye Blind und Creed, hat der Vierer einen eigenständigen Sound entwickelt. inHard sprach mit Stoneblind-Gitarrist André.

inHard: Seit wann gibt es Stoneblind?

André: Als Band existieren wir seit Dezember 1999, wobei Daniel (drums) und ich zur Ursprungsbesetzung gehören. Im April 2000 stieß dann Sänger Emilio und im  Oktober letzten Jahres Bassist Thorsten zu uns. Zuvor hatten wir mit einigen anderen Bassisten herumprobiert, aber das passte einfach nicht.

inHard: Ihr kommt aus der Frankfurter Gegend?

André: Na, sagen wir mal eher aus dem Großraum Frankfurt, besser aus dem Rhein-Main-Gebiet. Zwischen den Wohnorten der einzelnen Bandmitglieder besteht schon ‘ne gewisse Entfernung... In Frankfurt hatten wir auch unseren ersten Liveauftritt!

inHard: Und nun habt ihr euer erstes Album “Memorybox” am Start. 14 tempovariierende Songs mit einer Menge grungiger Melodien, exzellenten Gitarrenriffs, variablem Rockgefühl und einer Leadstimme, die über einen extrem hohen Wiedererkennungswert verfügt. Kompliment!

André: Danke, dass dir die Platte so gut gefällt!  Wir haben an den Melodien und an den Songs von “Memorybox” auch ein Jahr hart gearbeitet. Uns war vor allem wichtig, dass die einzelnen Nummern ein Höchtmaß an Gefühl transportieren und so den Hörer direkt erreichen. Das ist enorm wichtig, insbesondere beim ersten Album. Da darfst du dir keinerlei Fehler leisten! Wir haben uns alle vier hundertprozentig eingebracht, wobei jeder von uns mit dem Ergebnis absolut zufrieden ist.

inHard: Auch wenn ich mich wiederhole: Der Gesang und die Gitarrenhooks kicken...

André: Ich denke, man hört ganz einfach, dass bei uns die Chemie stimmt. Obwohl ich als Gitarrist für einen Großteil der Kompositionen verantwortlich war, konnte sich trotzdem jeder mit seinen Ideen einbringen. Beispielsweise fange ich im Proberaum mit einem Gitarrenriff an, der Schlagzeuger ist mit seinem Kit sofort dabei und dann die Stimme - das passt einfach! Dieses blinde Zusammenspiel bei Stoneblind ist einfach unsere Stärke und ein sehr großer Pluspunkt.

inHard: Auffällig ist bei euren Songs auch das große Harmonieverständnis, das den Hörer sofort in eure CD einsteigen lässt. Man muss die Tracks auf “Memorybox” nicht mehrmals hören, um mit ihnen warm zu werden...

André: Das deutest du sehr richtig. Tatsächlich sind wir als Band schon sehr hinter den Harmonien her, obwohl wir aus verschiedenen Bereichen kommen. Unser Schlagzeuger und ich stammen ursprünglich aus dem Alternative-/Hardcorebereich, und unser Sänger Emilio kommt eher aus dem Modern Soul. Emilio hat den Rock  gewissermaßen rein zufällig für sich entdeckt. Und das hat dann dazu geführt, dass unser Sound so deutlich von Melodien geprägt wird.

inHard: Habt ihr euren Sound denn mit dem Einstieg von Emilio verändert bzw. seiner Stimme in irgendeiner Form angepasst?

André: Ich würde eher sagen, dass wir unseren Stil positiv erweitert haben. Unser Sound klang vorher mehr depressiv und melancholisch, was jetzt deutlich stimmungsvoller klingt. Obwohl sich auf der Platte aber auch noch 4 Songs finden, die aus der Phase vor Emilio stammen. Im Großen und Ganzen haben wir aber unsere stilistische Ausrichtung beibehalten. Wer unsere alten Demos kennt, dem wird auch unser neues Material gefallen.

inHard: Welche Aktivitäten stehen denn mit Stoneblind in den nächsten Wochen noch an?

André: Unsere Promotion gibt jetzt zur bevorstehenden Tour im September/Oktober kräftig Gas. Wir werden insgesamt 35 Auftritte in Deutschland und Österreich absolvieren, und dann sind wir natürlich sehr froh darüber, dass wir mit Indigo einen sehr rührigen Vertrieb gefunden haben...

Rainer Guérich