DOMAIN legen mit „The Sixth Dimension“ ein hochkarĂ€tiges Melodic Metal-Album vor, dessen Hördurchlauf vom Anfang bis zum Ende einfach nur Spaß macht. inHard sprach mit Gitarrist und SĂ€nger AXEL RITT...

 

inHard: Herzlichen GlĂŒckwunsch zu eurem neuen Album. Ihr habt da eine echt schöne Melodic Power Metal-Scheibe eingespielt, die straight nach vorne geht, aber auch gekonnt das Tempo variiert und Spannungsbögen aufbaut!

Axel Ritt: Danke, wir sind auch sehr zufrieden mit dem Album und haben uns große MĂŒhe gegeben. Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Produktion gelegt, um den Sound so dynamisch wie möglich zu gestalten und so den einzelnen Songs möglichst viele Spannungsbögen  zu geben.

inHard: Soweit ich das richtig gelesen habe, gab es VerÀnderungen in eurem Band-Line-Up?

Axel Ritt: Ja, das ist richtig. Neu an Bord sind Stefan Köllner an den Drums und Sandro Lo Giudice am Bass.

inHard: Gab es bestimmte GrĂŒnde fĂŒr diesen Besetzungswechsel?

Axel Ritt: Nein, wir hatten jetzt keinen Streit oder so. Das hat mit den alten Bandmitgliedern einfach nicht mehr geklappt, weil die ganze Sache fĂŒr sie zu zeitintensiv wurde. Und wir wollen uns schon richtig in die Sache reinknien, auch mit Touren und so.

inHard: Waren denn die beiden NeuzugÀnge Stefan und Sandro auch schon in den Entstehungsprozess des neuen Albums integriert?

Axel Ritt: Ja, voll und ganz. 7 Monate haben wir in unserem Studio an den Arrangements gefeilt, wobei die Grundideen hauptsĂ€chlich von Carsten (Gesang) und mir stammen. Ausgearbeitet haben wir die einzelnen StĂŒcke dann zusammen, so dass jeder von uns FĂŒnf seinen Beitrag leisten konnte.

inHard: Die Platte trĂ€gt den bedeutungsschwangeren Titel „The Sixth Dimension“.  Wollt ihr den Hörer mit eurem Melodic-Metal in selbige kicken, oder was steckt dahinter?

Axel Ritt (lacht): Nein, so kompliziert ist das gar nicht. Wir haben das Album „The Sixth Dimension“ genannt, weil es sich schlicht und ergreifend einfach um unser sechstes Album handelt. Das ist alles! Außerdem sind Carsten und ich große Star Trek-Fans, was sich in diesem Titel auch widerspiegelt.

inHard: Wie findest du denn die neuen „Enterprise“-Folgen, die derzeit im Fernsehen laufen?

Axel Ritt: Die finde ich Ă€ußerst schwach im Vergleich zu den VorgĂ€ngern. Ich sehe sie mir zwar an, aber mir haben bisher höchstens 1 bs 2 Folgen wirklich gefallen...

inHard: ZurĂŒck zu eurem neuen Album. Mir ist aufgefallen, dass einige StĂŒcke einen progressiven Touch haben. Ich denke da beispielsweise an „Burning Red“...

Axel Ritt: Ja, das stimmt. Ich hab’ fĂŒr progressive, trippige Melodiebögen schon ein Faible. Das bereichert die Songs schon enorm.

inHard: Was hörst du derzeit eigentlich sonst noch fĂŒr Musik?

Axel Ritt: Och, ich habe mir schon ewig keine Platte mehr gekauft, weil ich finde, dass es derzeit keine wirklich interessanten Bands und Veröffentlichungen gibt. (lacht) Das letzte Album, das ich mir gekauft habe, war glaube ich von AC/DC. Aber das ist schon lange her. Meistens höre ich bei mir zu Hause russische Komponisten wie Tchaikowsky, Strawinsky usw. Das gefÀllt mir noch am besten.

inHard: Da wĂŒrde es sich ja geradezu anbieten, dass du mit Domain vielleicht mal eine Platte mit einem Orchester machst. Jedenfalls, wenn euer Geldbeutel dick genug ist... (lacht)

Axel Ritt: Mir schwebt solch ein Vorhaben tatsĂ€chlich schon seit lĂ€ngerer Zeit vor. Es kann gut sein, dass wir auf dem nĂ€chsten Domain-Album etwas in dieser Richtung probieren werden. Aber dafĂŒr muss ich erst noch ein Orchester finden, das nicht zu kostspielig ist und mit dem man gut zusammenarbeiten kann.

inHard: Hast du denn ein StĂŒck auf der Platte, das dir besonders gut gefĂ€llt?

Axel Ritt: Ja, das ist „Talk To The Wind“. Mit 6:34 Minuten ist es das lĂ€ngste StĂŒck auf der CD und vom Songaufbau her Ă€ußerst dynamisch, mit zahlreichen Spannungsbögen.

inHard: Kannst du mir noch etwas zu dem Bonustrack „Rats In The Cellar“ erzĂ€hlen? Das StĂŒck kommt mir irgendwie bekannt vor!

Axel Ritt: Ja, das ist ein altes Aerosmith-StĂŒck, das auf dem ‘76er Album „Rocks“ zu finden ist. Wir haben es Arrangement-mĂ€ĂŸig unserem Sound angepasst, und ich mag es sehr gern.

inHard: Steht schon fest, wann ihr mit der Platte auf Tour gehen werdet?

Axel Ritt: Noch nicht, wir sind momentan noch in den Verhandlungen. Wahrscheinlich wird das Ganze erst Ende diesen Jahres konkrete Formen annehmen...

Rainer Guérich