März/April 2005

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3 Inches Of Blood
Advance And Vanquish
Roadrunner Records
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Heilige Fresse ist das Teil so geil: Wären nicht Can Pipes und Jamie Hooper als Sänger angegeben, hätte ich glatt auf Robbie Halford und Udo Dirkschneider getippt. Dazu Songmaterial, das auch „British Steel“, „Screaming for Vengeance“, „Restless And Wild“ und „Metal Heart“ zur Ehre gereicht hätte, und fertig ist eine Höchstnote. Jeder, der Heavy (nicht Schlager !) Metal mag, muss reinhören und zuschlagen!
Christian Kissel


Alogia
Secret Spheres Of Art
Locomotive/Alive
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Gut, dass im Info steht, dass es sich hier um die bekannteste serbische Power-Progressive-Metal-Band handelt. Ich hätte auf eine italienische Combo aus dem Zweitligamittelfeld getippt, die gerne die Klasse von Rhapsody, Domine und Konsorten hätte. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass die Mucke nicht mal schlecht ist, aus der großen Masse aber nicht herauszustechen vermag.
Peter Hanf


Anger
The Bliss
Armageddon Music/Soulfood
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Als Support für Acts wie Clawfinger, Monster Magnet und Metallica konnten Anger in den letzten Jahren jede Menge Live-Erfahrungen sammeln und ihren Sound auch hörbar verfeinern. Mit „The Bliss“ legt der Fünfer aus Portugal jetzt seine erste Arbeit für Armagedon-Music vor und hat den Härtefaktor hörbar nach oben korrigiert. Die Jungs agieren an der Grenze zwischen Nu-Metal und diversen Hardcore-Derivaten, überzeugen mit erstklassiger Gitarrenarbeit, Trommelfell-Attacken und glauben an die Kraft rockwärts gerichteter Vocalarbeit. Empfehlung!
Frank Zöllner


Archetype
Dawning
Limb / SPV
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Endlich eine Wiederveröffentlichung, die Sinn macht, da dieses Meisterwerk des US-Metals die Wenigsten kennen bzw. besitzen dürften. Neben den 11 Tracks gibt es als Bonus noch „Visionary“ und „Hands Of Time“ in den Versionen der 98’er Mini-CD. Wer auf Bands wie Jag Panzer, Fates Warning, (alte) Queensryche oder Crimson Glory steht, muss hier zuschlagen.
Christian Kissel


ARKANGEL
Hope You Die By Overdose
I Scream Records/Cargo
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Eine Empfehlung für alle Freunde guten Metalcore's ist die neue Scheibe der Belgier ARKANGEL . Songs wie "Hope You Die By Overdose" gewinnen ganz klar durch die Qualitäten von Frontshouter Baldurs toughem Stimmorgan.
Conny A. Rettler


Astral Doors
Evil Is Forever
Locomotive/Alive
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War beim Vorgänger „Of The Son And The Father“ eine Reminiszenz an Rainbow, Black Sabbath und (teilweise) Deep Purple auszumachen, so standen diesmal die ersten Dio-Alben Pate; für viele das beste Material des Ausnahmesängers. Manch einer mag das, nicht ganz zu Unrecht, zwar wenig originell nennen, das Ergebnis ist auf jeden Fall ein herausragendes Hardrock / Metal-Scheibchen.
Christian Kissel


Beyond Twilight
Section X
Massacre/Soulfood
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„Section X“ knüpft an den gnadenlos guten Vorgänger „The Devil’s Hall Of Fame“ an, obwohl dessen Klasse nicht erreicht wird.  Melancholischer und darker Rock/Metal mit epischer Breite. Besonders gut gefallen haben mir  „Shadow Self“ und das verwoben mysteriöse „The Dark Side“. Ein ebenso stimmiger wie düsterer Soundtrack, der den Hörer schonungslos mit den Gefühlswelten von Mastermind Finn Zierler konfrontiert.
Rainer Guérich


The Black Maria
Lead Us To Reason
Victory Records/Soulfood
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Eigentlich sollte man die Vergangenheit ja ruhen lassen, aber speziell im Fall der Newcomer-Band The Black Maria lohnt ein kurzer Blick auf die musikalische Vita der Akteure, bei der Namen wie Grade oder Zyon And New Day Rising auftauchen. Chris, Kyle, Mike, Alan und Derek sind also alles andere als Neulinge. Die Jungs haben profunde Kenntnisse in Sachen Crossover&Nu-Metal und bringen sie auch mit reichlich Riff-Attacken, Brummel-Bass und Hi-Speed-Drums unter die Leute. Reinchecken in das Teil, das ganz auf puristischen Handmaking-Rock setzt, lohnt sich also auf jeden Fall ...
Jörg Eifel


Botanica
vs The Truth Fish
Rent A Dog/Alive
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Szene-Magazine wie der New Yorker oder Trifecta Newsletter feierten Botanica bereits vor Jahren als „die heißeste Band Manhattans“ und lobten ihren „perfekten Soundtrack für den Morgen danach“. Die jetzt vorliegende Rille entstand im brütend heißen Sommer 2003 während einer Tourpause in einem alten Weltkriegsbunker in der Nähe von Gelsenkirchen. Dort ließ Produzent Ulli Poesselt die Truppe um Mastermind, Keyboarder&Sänger Paul Wallfisch drei Tage vor sich hinwerkeln. Ergebnis ist feinster, keyboardlastiger Krachstoff mit bedrohlichen Mutationen aus Punk, Art-Rock und Düstermucke. Kantig-untergeschrammelt, mit majestätisch-lärmenden Gitarren und kratzigen Rhythmen, aber immer total melodieverliebt. Pflichtstoff für alle Tagträumer!
David Comtesse


Terry Bozzio
Prime Cuts
Magna Carta/Rough Trade
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Gute Song-Sammlung von Schlagzeuger Terry Bozzio, der sich hier im Zusammenspiel mit den unterschiedlichsten Magna-Carta-Künstlern zeigt. Bis auf den genialen Opener „Sick Jazz Surgery“  (sehr avantgardistische, bedrohliche Jazz-Rock-Fusion mit Glockenspiel u.a.) waren allerdings schon sämtliche Tracks auf den Alben von Bozzo Levin Stevens, Jordan Rudess und Explorers Club vertreten. Aber als Einblick in das Bozzio-Schaffen trotzdem sehr empfehlenswert.
Rainer Guérich


Butterside Down
Fishing In A Goldfish Bowl
Redwinetunes/Rough Trade
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Keine Butter, sondern kalorienfreie Margarine! Butterside Down-Sänger Michael Kröger ist mit seinem nöligen Gesang wohl im Stimmbruch stecken geblieben. Leichtes Alternative-Geschrammel, gepaart mit kleiner Songwriterkunst. Glatter Fehlschuss!
Rainer Guérich


Circle II Circle
The Middle Of Nowhere
AFM/Soulfood
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Was für ein starker CD-Beginn für das neue Album von Zak Stevens & Konsorten: Das hymnische „In This LIfe“ setzt ganz auf prickelnde Atmo, über den Zak’s Gesang sanft schwebt und den Hörer auf das vorbereitet, was dann zielsicher umgesetzt wird: schneidiger Hardrock, variantenreich vorgetragen und erdverbunden in Szene gesetzt. Ausfälle gibt es auf dieser Scheibe so gut wie keine, antesten solltet ihr unbedingt „Open Season“  und „Psycho Motor“. Fettes Teil!
David Comtesse


Cloudscape
Cloudscape
AOR Heaven/Soulfood
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Der Schwedenfünfer um Sänger Micael Andersson bietet guten Symphonic-Metal, leicht progressiv, straight marschierend und mit melodischem (cleanen) Gesang.  Macht vom Start weg („As The Light Leads The Way“) gute Laune, wobei ich der Band kleinere Fehltritte wie „Aqua 275“ und „Witching Hour“ gerne verzeihe.
Rainer Guérich


Clutch
Blast Tyrant
DRT/Soulfood
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„Blast Tyrant“ ist bereits das 6.Album der US-Rocker, denen nicht wenige Kritiker eine gewisse Affinität zu Klassikern wie Led Zeppelin oder Frank Zappa attestieren. Fest steht, dass der 4er um Gitarrist&Frontshouter Neil Fallon einen 70er Jahre geprägten Hardrock serviert, der mit ungeschliffener Spielwut und beseelten Gitarrenlicks aus dem Amplifier kommt. Eigentlich gefällt mit beim ersten Querhören fast jeder Song auf Anhieb, denn hier wird handgemachte Rockmusik  rau und ehrlich präsentiert. Kein nerviges Growl-Geplärre, sondern erstklassige Rockvocals. Dazu ein bisschen Blues&Folk-Feeling und fertig ist eine Rockscheibe, wie man sie nicht alle Tage zu hören bekommt.
David Comtesse


Conic
Searching For A Parallel
Consolidate Rec./Rough Trade
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Von ihrem College-Rock-Image haben sich Conic auf ihrem zweiten Album weitgehend abgenabelt. Die Songs auf „Searching For A Parallel“ klingen nun weitaus rockiger und unberechenbarer, wobei die Vocal-Harmonien und die gelegentlich spürbare Pop-Atmosphäre natürlich nach wie vor gut ins Ohr gehen. Anspieltipps: „It’s All Over“ und „Taste Again“.
Yasmin Schmidt


Darkseed
Ultimate Darkness
Massacre/Soulfood
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Eine gute Vorstellung der deutschen Gothic/Electro-Metaller , bei denen sich hymnischer Gesang mit elektronischer Härte und wuchtigem Gitarrenriffing verbinden. „My Birden“ hat mit seinen Deutschzitaten Single-Potential, bei „Ultimate Darkness“ und „The Dark One“ geht’s mit brachialer Härte ans Eingemachte. Viele Facetten, ein emotionaler Striptease, der zupackt.
Tim Beldow


Dark Tranquility
Character
Century Media
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Im Laufe ihrer mittlerweile 16 Jahre dauernden Karriere (zu Beginn noch unter anderem Namen) haben die Schweden Dark Tranquility schon so manches Kleinod veröffentlicht, aber mit „Character“ ist ihnen ihr bisheriges Masterpiece gelungen. Die Mischung aus Death-Metal (teilweise Grunzgesang), Thrash (geile Riffs) sowie melodischen Elementen (Soli) sollte die Band in Sphären von In Flames oder Soilwork heraufheben, ohne den Vorwurf des Plagiats zu rechtfertigen. Bin mal gespannt, wie die Jungs auf der Tour mit Kreator ankommen werden, mit diesem Album denke ich aber schon sehr gut.
Christian Kissel


Deine Lakaien
April Skies
Capitol/EMI
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Drei Jahre Zeit haben sich die Herren Horn und Veljanov gelassen, um nun ihre Fangemeinde mit einem ungewöhnlich starken und emotional vielschichtigen Album zu überraschen. Angefangen von der Single „Over And Done“ (trippig, dark, schön) über die Streicher-infizierte Ballade „Slowly Comes My Night“ bis zum richtig rockenden „Midnight Sun“ passt auf dieser Scheibe einfach alles magisch zusammen. Selten wurden die bittersüßen Darkmomente von Deine Lakaien so kunstvoll und abwechslungsreich verpackt.
Rainer Guérich


Disengage
Application For An Afterlife
Swell Creek Records/Soulfood
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Energetischer Post Modern Sleazy Hardrock ist das Aushängeschild von Disengage aus Cleveland, Ohio. Der Vierer macht in Songs wie „Pharmacyland“ und „University Of Texas Militia“ schön fiebrigen Druck, beherrscht aber auch das Einmaleins spannungsgeladener Atmo, wie wir sie auf „Give Thanks“ geboten bekommen. Diese Nummer besticht zunächst durch ihr dicht motorisches Gitarrengeflecht, aus dem es dann so manchen Up- und Down-Kick gibt. Sehr schön! Als weitere Highlights möchte ich „In Touch“ und den weitumspannenden Slowburner „Cover The Globe“ nennen. Empfehlenswertes Teil!
Rainer Guérich


Domain
Last Days Of Utopia
Limb Music/SPV
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Sehr aufwändig und anspruchsvoll inszeniertes Konzeptalbum von Domain, das auf der von Sänger Carsten Schulz geschriebenen futuristischen Geschichte von Utopia basiert. Produktionstechnisch sehr versiert kann der Hörer das tragische Schicksal des Titelhelden nachempfinden, der nach Zerstörung des Paradieses schließlich als einziger Überlebender auf dem Meer treibt („Underneath The Blue“, „Left Alone“). Bis dahin gilt es allerdings die gesamte epische Melodic Metal-Bandbreite in all ihren Schattierungen zu überstehen.
Yasmin Schmidt


DOWNFALL
My Last Prayer
Nibelung Records
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Gothic Metal aus Finnland mit schönen Gitarrenriffs und der bestens passenden Stimme von Jani Peippo.  Die Scheibe hat ihre stärksten Momente in Songs wie "Sweetest Wrath", "Hateshades" und "My Last Prayer“. Genre-Freunde sollten ruhig mal reinhören...
Olaf Rominski 


Draconian
Arcane Rain Fell
Napalm / SPV
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Die Schweden haben ihren Sound etwas geändert, weg vom Gothic hin zu mehr Doom. Diese härtere Ausrichtung ist musikalisch durchaus vorteilhaft, allerdings bremst das verstärkte Grunzen bei gleichzeitigem Wegfall der weiblichen Vocals von Lisa Johansson das Vergnügen nachhaltig. Ein zwiespältiges Vergnügen, deshalb neutrale Wertung.
Peter Hanf


Eaten By Sheiks
Our Last First Records
Marvin Rec./SPV
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Ihre Live-Qualitäten haben Eaten By Sheiks als Support von Bands wie Guano Apes, Tito & Tarantula und Die Happy bereits zur Genüge gezeigt. Grund genug, um sich auf ihrem fünften Album keinerlei Beschränkungen in Sachen kantig-rockigem Alternative aufzuerlegen. Die Band verbindet quer-disharmonische Harmonien sehr charmant und fesselnd mit ohrgängigem Potential, wobei als Anspieltipps insbesondere „Melt Me Down“ und „Shake Off“ genannt werden sollen.
Yasmin Schmidt


Elvira Madigan
Angelis Deamonae
Black Lodge/Rough Trade
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Der Schwede Marcus H Madigan aka Elvira Madigan schafft es hier, ein sehr blutiges, metal-symphonisches Coveralbum seiner Lieblingskünstler in Szene zu setzen. Songs von Chris De Burgh („The Leader“, „The Vision“), Maurice Jarre („Jacob’s Ladder“) und Tori Amos („Lieee“) werden durch den Bloody Fleischwolf bis zur Unkenntlichkeit gedreht und  neu zusammengesetzt. So entwickeln sie im HM Kontext mit  fiebrigen, zähen und thrashigen Gitarren, Keys und Growls ein ganz neues Eigenleben. Für Fürsten der Dunkelheit ein besonderes Erlebnis.
Bernd Oppau


Eternal Reign
Forbidden Path
Limb Music/SPV
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Ordentlich zur Sache geht’s auf dem zweiten Album der norddeutschen Metaller Eternal Reign. „Forbidden Path“ zeichnet sich durch ohrgängige Shouts und kraftvolle Gitarrenriffs aus, zwischendurch wird aber auch schon  mal etwas Tempo rausgenommen, damit sich ein Song richtig schön entwickeln kann („The Final Call“ als Intro zu „Edge Of The World“). Mit „Ten Seconds In“ gibt’s zudem auch noch eine gelungene Coverversion von Breaker.
Bernd Oppau


Everest
Demons For Company
Like The Mountain/Alive
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Fünf Freunde machen Musik, verschreiben sich einer Mischung aus Rock, Alternative und Punk und waren im vergangenen Jahr der absolute Live-Knaller. Mit „Demons For Company“ liegt der erste Dreher der Jungs vor und stellt mal wieder unter Beweis, dass man nicht unbedingt über den großen Teich schielen muss, um neue, geile Rockbands zu entdecken. Da kann man beruhigt im „Ländle“ bleiben und sich an dem Powersound von Everest erfreuen. Ohne zu übertreiben gelingt dem Fünfer eine fließende Symbiose aus Harmonie und Geschmetter, wobei erstklassige Riffs, blitzsaubere Vocals und schwungvolle Melodien ihr Mega-Einstieg in die „Oberliga“ sein dürften.
Jörg Eifel


Feeder
Pushing The Senses
Echo/PIAS
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Falls es sie je gab, sind die alten „Punk-Zeiten“ von  Feeder vorbei. Anno 2005 stehen Feeder für harmonieverwöhnten und zum Teil überzuckerten American Crossover Rock-Pop. Das reicht gerade noch zum entspannten Abend auf der Couch oder auch für romantischere Momente. Von einer musikalischen Neubestimmung in Sachen Rock mit Ecken und Kanten kann keine Rede sein.
Jörg Eifel


Firewind
Forged By Fire
Century Media
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Mit dem dritten Firewind-Album will es Bandleader und „Hans Dampf in allen Gassen” Gus G (Nightrage, Mystic Prophecy, Ex-Dream Evil) nun endgültig wissen. So ist ab sofort Chitral „Chity“ Somapala, der beispielsweise schon Avalon’s „Eurasia“ oder Moonlight Agony’s “Echoes Of A Nightmare” einsang, für den Gesang zuständig. Seine Stimme passt auch besser zur insgesamt härteren Ausrichtung des neuen Materials als die des (ebenfalls guten) Vorgängers Stephen Fredrik. Anspieltipps sind der Opener „Kill To Live“, „The Forgotten Memory“, “Hate World Hero” sowie als Gegenpol die Abschlussballade „Land Of Eternity“.
Christian Kissel


Fish By Force
Anapher
Braindrain/CodeXPress
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Fish By Force sind ein brandneuer Export aus dem sonst verträumten Saarland für die Metal&Core-Szene der übrigen Republik. Thilo (drums), Jörg (bass) und Matthias (keys) bezeichnen sich selbst gerne als „Alternative Rock unter Gitarrenphobie“, was den Kern ihrer Soundmessage eigentlich ganz gut trifft. Die Drei lassen vom Start weg nichts anbrennen und ziehen einen derb-rohen Crossover-Mix vom Leder, dass einem Angst und Bange wird. Dass neben unbändiger Power, Saiten-Geschepper und spröden Noise-Sequenzen auch noch Platz ist für ein melancholisch-abrockendes 13Minuten Werk wie „Seconds“, zeigt den musikalischen Feinschliff von Fish By Force.
David Comtesse


Flesh Made Sin
Dawn Of The Stillborn
Karmageddon
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Ein ansprechender Erstling der Holländer, die auf 80er Jahre Thrash stehen und das auch überzeugend rüberbringen. Zwar sind mitunter kleinere Mängel im Songwriting auszumachen, dieses wird aber durch die mitreißende Wirkung locker wettgemacht. Wer an Kreator, Destruction, Occult, Slayer und anderen Göttergaben interessiert ist, sollte auch mal „Crowned In Torment“, den Titeltrack oder „Ritual For The Dead“ anchecken.
Christian Kissel


Fozzy
All That Remains
Steamhammer / SPV
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Gänzlich ohne Covers kommt das dritte Album der Band um Wrestlingstar Chris Jericho aus. Allerdings ist die Qualität der 10 Tracks sehr unterschiedlich. Im Groben gesagt treffen Nu-Metal-Riffs und Strophen auf Ozzy-mäßige Refrains. Während „Wanderlust“ oder „All That Remains“ recht gut sind, stehen dem Belanglosigkeiten bzw. Ärgernisse wie „The Test“ oder „Born Of Anger“ gegenüber. Das selbst gesteckte Ziel, den Jugendlichen alte Metal-Helden wie Dio, Wasp, Accept etc. näher  zubringen, wurde weit verfehlt.
Peter Hanf


Freezeebee
Rockmachine
Triple-Eggs/Alive
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Auf ihrem dritten Album „Rockmachine“ variieren die Frankfurter Freezeebee ihren riffigen und tiefgetunten Alternative-Rock mit doomigen Zitaten. Besonders schön zu hören in dem tempovariierenden, urgewaltigen „Time To Say Goodbye“ oder dem aggressiv-hiebigen, trunken wankenden „Alcoholix“. Hier wird rougher Sound mit der ganzen Bandbreite emotionaler Vocalarbeit in allen Härtegraden glaubhaft und ehrlich rüber gebracht.
Rainer Guérich


Fu Manchu
Start The Machine
DRT/Soulfood
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Gut drei Jahre brauchten die Headbanger aus Kalifornien, um die vorliegende Rille unter Dach und Fach zu bringen. Eine verdammt lange Zeit für alle Fans, allerdings werden diese schon beim ersten Reinskippen in die Kraftrille für die Wartezeit voll entschädigt. Auch 14 Jahre nach ihrer Gründung haben die Jungs immer noch die alte Power und legen 12 heiße Rock&Grunge-Songs vor, die wirklich keine Wünsche offen lassen. Harte&schnelle Gitarrenlicks, aufgemotzt mit reichlich Psychedelic-Anleihen, schweren Drumphasen und einer urbanen Schnelligkeit, die sich auch in einer kratzig-lärmenden Vocal-Arbeit widerspiegelt.
David Comtesse


Good Witch Of The South
Nuclear
Swell Creek Records/Soulfood
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Das hat Eier! Der Fünfer um Schmetter-Nucleus Siggy Rock vollführt hier die Hybrid-Fusion aus dreckigem Riffing, genialem Songwriting und brachialer Härte. Während man im Stonerrock-Bereich noch auf kleiner Flamme kocht, wird hier der Schweißbrenner zum Erhitzen  des Soundeintopfs eingesetzt. „Nous Avons L’Ascendant“, „Porno Club“ und „Nuclear“ geben uns den Glauben an orgiastischen Rockstoff zurück, und der Scherben-Klassiker „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ kommt in der quasi „Live-Version“ sehr authentisch rüber. Produziert wurde die CD übrigens von Claus Grabke (Thumb, Alternative Allstars).
Rainer Guérich


High On Fire
Blessed Black Wings
Relapse Records
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High On Fire stehen ganz in der Tradition großer Metal-Bands wie Motörhead, Slayer und Venom. In  ihrem höllischen Sound aus nervösen Gitarrengewittern, speedigem Psycho-Rock und unerbittlichen Monster-Growls zeigen sich die Core-Knaben voll in ihrem Element. Aber Vorsicht! Songs wie „The Face Of Oblivion“ und „Anointing Of Seer“ sind nix für Weicheier und prügeln dir den Verstand aus dem Schädel. Hier werden die Gitarrensaiten malträtiert, dass es eine wahre Freude ist und auch die Drumfelle bekommen ihr Fett weg. Und die Growl-Vocals öffnen dir das Tor zur Hölle!
Conny A. Rettler


Homeslice
What Is Wrong With You
Consolidate Rec./Rough Trade
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Ein variantenreiches Alternative-Album haben Homeslice eingespielt. Die Band setzt auf musikalische Gegensätze, was den Hördurchlauf spannend gestaltet. So nimmt sich der instrumental-akustische Opener „Almost“ alle Zeit der Welt, um sich in seiner ganzen Schönheit zu entwickeln. Bei „Staying Home“ geht’s mit bratzelndem Riffing vehement nach vorne, was aber nur eine weitere Facette von Homeslice ist. Die Band versteht es ausgezeichnet, die Emotions-Gangschaltung zu bedienen...
Yasmin Schmidt


Glenn Hughes
Soul Mover
Frontiers/Soulfood
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Wieder mal ‘ne klasse Scheibe von „The Voice Of Rock“, die keine Wünsche offen lässt. Auf „Soul Mover“ kombiniert Glenn Hughes auf einfache und geniale Weise guten Old School-Rock mit harten Metal-Phasen und jeder Menge Balladenfeeling. Hierfür hat sich „The Voice“ mal wieder mit erstklassigen Studiomusikern umgeben, die diesmal noch von den beiden Red Hot Chili Peppers-Mitgliedern Dave Navarro und Chad Smith an Gitarre und Drums unterstützt werden. Vom ersten Akkord an ein reinrassiges Rockalbum!
Frank Zöllner


Ivanhoe
Walk In Mindfields
Massacre/Soulfood
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Etwas zwiespältiger Comeback-Versuch von Ivanhoe mit neuem Sänger Mischa Mang, der die von Ex-Sänger Andy B.Franck geöffnete Lücke leider nicht mal ansatzweise schließen kann. Handwerklich ist die Scheibe ja recht ordentlich gemacht, aber dieser Sänger, nö - das geht gar nicht. Vielleicht findet sich ja doch noch ein passenderer Mikro-Schwinger?
Bernd Oppau


Jadis
More than meets the Eye
Inside Out / SPV
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Das Debüt von 1992 wird zurecht als Klassiker des Progrock-Genre gehandelt, denn auch ich, stolzer Besitzer der Erstauflage, lege es immer wieder gerne auf. Nun wurde es, sogar um eine 13 Track-Bonus-CD erweitert, wieder neu aufgelegt und ist auch heute noch eine Höchstnote wert. Für Fans von Rush, Marillion, Arena, Threshold und ähnlichen Klängen ein Pflichtkauf.
Christian Kissel


JELLY PLANET
Yellow Sunshine Explosion
Pirate Records/Sony
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Auf dem zweiten Album von Jelly Planet vermengen sich Psychedelic-Anleihen mit beatlesken Melodien und Rock. Reichhaltiges Instrumentarium wie Sitar, Flöte und Mellotron halten den Hördurchlauf jederzeit spannend und bergen eine Menge Entdeckungs-Potential.
Yasmin Schmidt


Judasville
Welcome To Judasville
I Scream Records/Cargo
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Eine Scheibe für alle Freunde guten Punk’n’Roll’s. Judasville geben euch in ihren 11 Tracks einen kräftigen Tritt in den Arsch  und setzen neben rasantem Tempo auf eine Menge ohrgängiger Melodien. Das macht nicht nur auf Tracks wie „Excuse Me“ und „Midnight Hour“ eine Menge Spaß!
Enzo Bach


Khali
Khali
Limb / SPV
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Warum Lorenzo Deko mit der 2000er Besetzung seiner Band Time Machine eine neue Band gründet und Musik im Stile Time Machines macht, ist nicht gerade offensichtlich. Ich habe auf dem 51-minütigen Longplayer keine 3 Töne ausmachen können, die nicht auch unter dem Banner der Hauptband möglich gewesen wären. Doch davon abgesehen ist den Italienern ein gutes Werk gelungen, das mit dem 9-minütigen „Wind Of Ages Pt1“ einen herausragenden Track zu bieten hat. Da auch das restliche Material nicht unter Durchschnitt abfällt, sind 4 Punkte angebracht.
Christian Kissel


KILL YOUR IDOLS
From Companionship to Competition
Sideonedummy Records/Cargo
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Die legendäre New Yorker Hardcore Band lässt sich nicht verbiegen und bleibt sich auch auf ihrem neuen Album treu. Mit den Neuzugängen an Bass (Mike DeLorenzo, Ex-Milhouse) und Schlagzeug (Vinnie Value, Ex-Warzone) gelingt ein ebenso kraftvoller wie wütender Rundumschlag, wie ihn Hardcore-Fans mögen.
Enzo Bach


Kino
Picture
Insideout/SPV
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Leider nicht der große Knaller, was It Bites Keyboarder John Beck hier abliefert. Trotz großem Line-Up (u.a. John Mitchell von Arena, Pete Trewavas von Marillion) blitzt das Können der Beteiligten nur selten auf („Letting Go“ „People“), ansonsten gibt es nicht wirklich viele Höhepunkte. Als Proggie muss man diese Scheibe nicht wirklich haben.
Yasmin Schmidt


Koma
Sinonimo De Ofender
Locomotive/Alive
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Die spanischen Spaßprügler waren nach ihrem fulminanten Doppel-Live-Album mal wieder im Studio und stellen mit „Sinonimo De Ofender“ ihren neuesten Dreher vor. Wie nicht anders zu erwarten, serviert uns der Vierer einen energiegeladenen Mix aus straightem Hardrock und Ausflüge in Core&Speed-Gefilde. Die schwer geschmiedeten Gitarrenriffs stehen dabei klar im Vordergrund und liefern sich unerbittliche Gefechte mit düsteren Growl-Attacken. Dass Koma dabei in ihrer Heimatsprache singen, bereichert die Scheibe um einen weiteren Aspekt.
Jörg Eifel


Korpiklaani
Voice Of Wilderness
Napalm / SPV
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Ein cooles Teil ist das Zweitwerk der Finnen geworden, die geschickt Folk, Humpa und Metal miteinander verbinden. Als Vergleich gebe ich eine härtere Version der Folk-Zeit von Skyclad, mit härterem, dunklerem Gesang. Gefällt mir wesentlich besser als die überbewerteten Finntroll.
Christian Kissel


KREATOR
Enemy of God
Steamhammer/SPV
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Bestens in Form präsentieren sich Kreator auf ihrem neuen Album, bei dem die Thrasher erstmals von Neuzugang Sami Yli-Sirniö (ex-Waltari/In-Rags) unterstützt werden. Druckvoller und brachialer Hi-Speed-Thrash, der sich in die Ohrgänge pumpt. Klasse Teil!
Olaf Rominski


Lanfear
Another Golden Rage
Massacre/Soulfood
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Ein ziemlich druckvolles und schneidiges Werk der deutschen  Power Metaller. „Another Golden Rage“ verbindet die sirenenhaften Shouts von Sänger Tobias Althammer gekonnt mit einer Wagenladung thrashig-hiebiger Riffs, gelegentlichhen Electronics  melodischen Refrains und astrein druckvollem Sound. Warm-Up-Vorschlag: „The Unrestrained“.
David Comtesse

 


Mahavatar
Go With The No!
Cruz Del Sur/Alive
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Eigentlich verbergen sich hinter Mahavatar nur die jamaikanische Gitarristin Karla Williams und die israelische Sängerin Lizza Hayson, die sich für ihr Erstlingswerk drei Sessionmusiker ins Studio geladen haben. Die zwei Damen sind sehr open minded eingestellt, so dass sich in ihrem Sound Hardcore-Elemente genauso wie Alternative, Punk, Industrial und eine gehörige Portion Rock’n’Roll wiederfinden. Zusammengehalten und mit dem richtigen Schmiss auf den Weg gebracht wird das Ganze durch die aggressiv-wütende Stimme Lizzas. Ein echter Hurricane!
Bernd Oppau


Masterplan
Aeronautics
AFM/Soulfood
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Die Messlatte lag nach dem furiosen Start sehr hoch, doch das Dreamteam schafft es dank seiner Klasse und Erfahrung die Erwartungen zu erfüllen. Leider werden sie aber nicht übertroffen, der einzige Wermutstropfen einer starken, aber halt nicht überragenden CD. Dafür wurde teilweise zu sehr auf Nummer sicher gegangen. Reinhören kann man jedoch in jeden Song, weshalb ich knappe 5 Punkte vergebe.
Christian Kissel


MENNEN
Freakazoid
Escapi/Soulfood
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Leckeren melodischen Hardrock bieten Mennen aus Holland auf dieser CD. Die Band um den ausdrucksstarken Namensgeber und Sänger Joss Mennen gibt es seit etwa 10 Jahren und hat auch schon bekannte Bands wie  Dio, Whitesnake und Gotthard supportet. Musikalisch gehen sie etwa in die gleiche Richtung, man höre sich hierzu "Bob" und "Secrets And Lies" an.
Bernd Oppau


Midnattsol
Where Twilight Dwells
Napalm / SPV
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Sehr empfehlenswert ist das Debüt von Midnattsol, der Band um Carmen Elise Espanaes, die viel vom Talent ihrer Schwester (Liv Kristine Ex-Theatre Of Tragedy, Leaves Eyes) in der Stimme hat. Die Musik würde ich als eine elektrische Bandversion von Blackmore’s Night beschreiben. Besonders bei akustischer Begleitung wie „Unpayable Silence“ ist dieser Vergleich zutreffend. Weiterer Anspieltipp ist das mit vielen Gitarrentrillern unterlegte „Enlightenment“.
Peter Hanf


Nightrage
Desscent Into Chaos
Century Media
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Wie schon beim Erstling kann die schwedisch/griechische Combo mit ihrem melodischen Death-Metal überzeugen. Nackenbrecher wie „Being Nothing“, „Poems“ oder „Frozen“ sind einfach zu gut und werden die Band weit nach oben bringen. Ein fettes Teil!
Peter Hanf


Nine Inch Nails
The Downward Spiral Deluxe Edition
Interscope/Universal
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Ein Nachzügler der edel aufgemachten Doppeldecker-Deluxe-Reihe von Universal. Neben der im 5.1. Surround Sound remixten und remasterten Originalscheibe der Nine Inch Nails stellt insbesondere die Bonus-CD mit ihren raren B-Sides, Demos (u.a. „Ruiner“, „Liar“) und non-Album-Tracks einen wichtigen Kaufanreiz dar. Läuft auf allen CD- und SACD-Playern!
Yasmin Schmidt


Oceans Of  Sadness
… Send In The Clowns
Apache Productions
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Man nehme viel Death- und etwas Black-Metal, mische das Ganze mit klassischem Metal und fertig ist ein zwar schwer zu konsumierendes, aber außergewöhnliches Menü. Die 6 Chefköche von Oceans Of  Sadness haben zwar noch keine Sterneauszeichnung verdient, aber weniger als 4 Punkte sollen es auf keinen Fall sein. Toleranz ist hier allerdings gefragt, reine Schubladendenker werden hier nicht weiterkommen.  Ein insgesamt guter Einstand für das neue belgische Apache-Label.
Peter Hanf


Order Of The Ebon Hand
XV: The Devil
Season Of Mist
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Meine Fresse, die Griechen fahren auf diesem Scheibchen größtenteils einen monströsen Black Metal auf, bei dem sich Hyperspeed-Riffing und Slow-Grabesgesang auf zwei Geschwindigkeitsebenen kreuzen. Hat seine besten Momente in „Gateway To Silence“ und „The Visitors“.
Bernd Oppau

 

 


The Presidents Of The United States Of America
Love Everybody
Pusa Records/Alive
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Keine Ahnung, ob es die Tausenden von Fanbriefen waren, die die Jungs nach ihrem Split 1997 jetzt wieder zusammenbrachten oder einfach nur die verlockende Aussicht, mal wieder ein cooles Album einzuspielen. Fest steht jedenfalls, dass Jason, Dave und Chris wieder im Studio waren und mit „Love Everybody“ ihrem Seattle-beeinflussten Crossover-Sound auf 14 neuen Tracks eine Fortsetzung liefern. The Presidents haben es immer noch voll drauf und als Einstieg darf ich allen Fans oder Bald-Fans das speedige „Highway Forever“ ans Herz legen. Hier zieht der Dreier voll vom Leder und lässt einen auch sonst kaum zur Ruhe kommen. Es stimmt alles! Melodie-Konzept, Texte, Vocal-Arbeit und die puristische Instrumentierung mit jeder Menge bratender Gitarren!
Frank Zöllner


Remember Twilight
Zerrissen
Rabazco/Soulfood
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Ein bemerkenswertes Album, das Remember Twilight hier vorlegen.  Die Band macht dunkel-aggressive Hardmucke, die sich mit aussagekräftigen, deutschen Texten und kammermusikalischen Instrumenten wie Oboe und Streichern paart. Dadurch erhält der „Kammermusik-Core“, wie ihn die Bandmitglieder selbst bezeichnen, einen melancholisch-folkigen Anstrich. Die scheinbaren Gegensätze harmonieren äußerst gut, nicht nur auf Tracks wie „Tränen der Nacht“ und dem hiebigen Opener „Der Wahnsinn lebt“. Remember Twilight sind mit ihrer einzigartigen Stilmixtur eine echte Bereicherung der tristen Rocklandschaft und regen den Hörer ganz nebenbei auch zum Nachdenken an. Veränderung geschieht im Kopf!
Rainer Guérich


DAVID LEE ROTH
Diamond Dave
Detonator
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Obwohl David Lee Roth mit 49 Jahren frisurmäßig schon etwas in die Jahre gekommen ist, lässt er‘s auf seinem neuen Album (nach 5 Jahren CD-Pause) richtig krachen. Unterstützt wird er u.a. von Omar Hakim und der legendären Albino-Legende Edgar Winter (Saxophon). Nicht nur für Van Halen Fans ein Must-Buy!
Olaf Rominski


RPWL
World Through My Eyes
Inside Out/SPV
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Nachdem ich bereits die ersten drei Alben der deutschen Progressive-Rocker RPWL mit Höchstwertungen bedacht habe,  geht’s auch auf dem neuen Album in dieser Richtung weiter. Die Jungs sind einfach gut und: sie steigern sich und überraschen selbst einen alten Fan wie mich. Der mit Sitar eröffnete Opener „Sleep“ ist einfach klasse und kombiniert Yogi Langs „Roger Waters“ Stimme mit indisch influenzierten Progstoff. Ohne jede Hektik entwickeln Songs wie „Everything Was Not enough“ (8:42min.) und das Titelstück (Rekordlänge 10:04min) ihr melodisches Eigenleben. Und auf dem  fünfeinhalbminütigen „Short-Track“ (ha,ha) „Roses“ übernimmt Gastsänger Ray Wilson dann auch mal kurzerhand das Mikro. Eine solche Adelung haben RPWL gar nicht nötig, schließllich sind sie Deutschlands Progrock-Könige!
Rainer Guérich


SALTATIO MORTIS
Manufactum-Live auf dem Mittelaltermarkt
Napalm Records/SPV
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Mit ihrer gelungenen Mischung aus Dudelsäcken und Trommeln sind Saltatio Mortis inzwischen aus der Mittelalter-Musikszene nicht mehr wegzudenken. Auf dieser 23 gängigen Live-CD gibt's nun eine ebenso magische wie fesselnde Kostprobe ihrer Bühnenqualitäten zu hören. Unbedingt antesten: "Palästinalied" und "Cantiga Alhambra".
Olaf Rominski


Sandalinas
Living On The Edge
Massacre/Soulfood
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Erfreulich unspanisch klingen die Spanier Sandalinas auf ihrem Erstlingswerk. „Living On The Edge“ setzt auf klassischen Hardrock, was zwar nicht originell klingt, beim Rezensenten aber gute Laune verbreitet. Eine Scheiblette für den Auto-CD-Player und einer Vollgas-Fahrt (vielleicht mit allseits beliebter Lichthupe?, hä, hä!) auf der Überholspur  der Autobahn. Kick-Hardrock mit exzellentem Shouting und schnörkellosem Drive.
David Comtesse


Julian Sas
Twilight Skies Of Life
Corazong Records
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Ein Festopus für alle Freunde guten Gitarren-Blues-Rocks! Julian Sas und seine eingespielte Band schwitzen schön rollenden Blues-Stoff aus den Saiten, veredelt von Julians klasse Stimmorgan. Wabernde Hammonds und geile Gitarrenlicks munden auf „Helping Hand“ und „Think About It“ ganz besonders. Von dem balladesken „That’s Enough For Me“ (eine der wenigen Ausfälle auf der Platte) gibt’s auch noch eine kürzere Radioversion am CD-Ende. Das hätte man sich sparen können!
Rainer Guérich


Seven Mary Three
Dis/Location
DRT/Soulfood
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Auch ihr neuester Release ist ein leicht konsumierbarer Crossover-Stil zwischen College, Grunge und Nu-Metal. Für handgemachte Rockmucke stehen Seven Mary Three bereits seit ihren Gründungstagen im fernen Jahr 1992. Seit dieser Zeit präsentieren sie in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ausgelassene und lebensbejahende Rockscheiben für ihre ständig wachsende Fangemeinde. So kommt es, dass ihre Songs immer wie aus einem Guss klingen und vom ersten Akkord an voll in den Gehörgängen hängenbleiben.
Frank Zöllner


The Shanes
Pölka
Sumorex/Broken Silence
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Seit fast 15 Jahren servieren The Shanes ihrer Hörerschaft eine ungebremste, vor Spielfreude überschäumende Stilmixtur, die sie selbst als Hardpolka bezeichnen. Die 7köpfige Band aus Trier weiß genau, wie man einen Konzertsaal zündet, das Tempo anheizt und die Leute zum Tanzen bringt. Ihr fünftes Album „Pölka“ steht ganz in dieser Tradition. Eröffnet wird die Platte vom wieselflinken, hypnotisch-marschierenden „Outbreak Of Polka“, dem sich das Banjo-trächtige, fast countryeske „Godfather Of Polka“ anschließt. Wunderbar! Ebenso wie das bittersüße „The Dark Side Of My Soul“ und das fordernd-marschierende „Satisfying You“. „Passant Par Paris“ gefällt durch das frankophile Flair, das von Rockgitarren durchzogen wird und den Hörer anschließend mit dem instrumentalen „El Paso De Los Dias“ sehr charmant in die staubige Wüste Mexikos führt. Daneben gibt es auf der CD natürlich eine Menge Rock, Polka & Folk-Gewächse zu hören, die kompositorisch sehr intelligent aufgebaut sind und dem Hörer beide Ohren, Bauch und Beine abverlangen. „Pölka“ ist genau die musikalische Frischzellenkur, die das ansonsten doch recht behäbige Folkrock- und Polka-Genre gebraucht hat. „Pölka“ hören macht „Bölka“ Laune!
Rainer Guérich


Spawn
Human Toxin
Morbid Records/Soulfood
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Hervorgegangen aus der Berliner Underground-Band „Mortal Viruz“ haben sich Spawn seit ihrer Gründung 1999 in der deutschen Metal-Szene bereits einen guten Namen erspielt. Live-Gigs zusammen mit Krisiun, Damnation, Cryptopsy und Haemorrhage brachten nicht nur jede Menge On-Stage-Erfahrungen, sondern ließen ihren unerbittlichen Deathmetal-Sound auch lebendiger klingen. In „Human Toxin“ haben Spawn genügend Energie gepackt, dass es dir in deiner Bude den Gips von den Wänden haut. Der Fünfer bringt dich mit reichlich Darkness und morbidem Friedhofs-Charme nicht nur in Songs wie „Wages Of Eternal Death“ einmal mehr um den Schlaf.
Frank Zöllner


Spock’s Beard
Octane
Insideout/SPV
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„Gib den Fans, was sie wollen“, eine Devise, die auf dem neuen Spock’s Beard-Opus konsequent umgesetzt wird. Schöne Soli, progressives Herz, Saft und Kraft, bizarre Rhythmen, manchmal verquer, aber ohren-schneidend und mit verborgener Doppeltür. Schlüsselstücke und faszinierend aufgebaut sind „I Wouldn’t Let It Go“ und das organisch zisetierte „NWC“. Genaues Hinhören wird belohnt, „Octane“ entfaltet seine ganze Schönheit nicht beim ersten Hördurchlauf.
Rainer Guérich


Sturmgeist
Meister Mephisto
Season Of Mist
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„Meister Mephisto“ ist das erste Soloalbum von Cornelius von Jackhelln, dem Gründungsmitglied von Solefald. Bei den Lyrics ließ er sich u.a. von Goethe („Erlkönig“, „Rattenfänger“, „Walpurgisnacht), aber auch vom Schwarzwald („Master Hunter“) und der Invasion im Irak („Shock & Awe“) inspirieren. Musikalisch umgesetzt im aggressiven Viking Black Metal-Stil.
Bernd Oppau


Supreme Majesty
Elements Of Creation
Massacre/Soulfood
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Spitzen-Scheibe der Schweden, die sich wirklich noch steigern können. Wunderbare Vocallines meets epischen Melodic Metal. Anspieltipp geb’ ich bewusst keinen, die 10 Songs sind alle Klasse!
David Comtesse


Thunder
The Magnificent Seventh!
Frontiers/Soulfood
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Solides Album, das Thunder hier vorlegen. Die 11 Tracks pendeln zwischen Balladenfeeling („Amy’s On The Run“), Midtempobereich  („I Love You More Than Rock’n’Roll“) und Vorwärtsrock („The Pride“). Danny Bowes soulfuler Gesang ist über jeden Zweifel erhaben.
David Comtesse

 


Time Machine
Evil
Limb / SPV
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Wieder einmal müssen wir uns bei dem italienischen Wanderzirkus mit einem “nur” guten Album begnügen. Grund dafür ist, dass die Keyboards immer noch viel zu dominant gegenüber den Gitarren sind. Wenn an diesem Manko gebessert wird, steht einer höheren Punktzahl auch nichts im Wege. Besonders Prog-Metal-Fans sollten unbedingt mal reinhören, aber auch tolerantere Hardrock- bzw. Metal-Fans dürften nichts verkehrt machen.
Christian Kissel


Tishamingo
Wear Tear
Magnatude/Rough Trade
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Eine Scheibe für alle Southern Rock-Freunde, die einem gewissen Jam-Charme und souliger Stimme nicht abgeneigt sind. Die Band kommt aus dem nördlichen Florida und hat in Songs wie „Hillbilly Wine“ und dem Lynyrd Skynyrd Remake „Poison Whiskey“ wirklich schöne Momente.
Rainer Guérich


Tristania
Ashes
Steamhammer / SPV
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Das 99er Album „Beyond The Veil“ ist ein Klassiker des Gothic-Bereichs, mit „World Of Glass“ wurde 2001 ein mutiger Schritt aus dem Einheitsbrei des expandierenden Genres gewagt, „Ashes“ ist da schon fast als Bankrotterklärung zu sehen. Zuviel künstlich auf hart getrimmtes Gegrunze, dabei verfügt man mit Vibeke Stene doch über eine erstklassige Sängerin. Da verwundert es nicht, dass nur das von ihr gesungene ( und röchelfreie) „Cure“ der einzige Song ist, der mir zusagt. Eine enttäuschende CD...
Peter Hanf


Trivium
Ascendancy
Roadrunner
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„Ascendancy“ ist der 2. Longplayer der Thrash-Combo um Gitarrist und Frontshouter Matt Heafy, die hier ihren Ruf als brettharte Metaler untermauern. Die Jungs kommen aus Orlando, Florida und haben sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 eine recht beachtliche Credibility erarbeitet. Ihr steinharter Höllensound unterscheidet sich von der textlichen Seite erheblich von der üblicher Genre-Bands. Ein Umstand, der sich schon in ihrem Bandnamen Trivium niederschlägt, dem lateinischen Wort für die sprachlichen Fächer Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Also darf man sich bei den 12 Songs auf eine gelungene Mischung aus coolem Metal-Thrash mit reichlich Saitenpower freuen, die darüber hinaus auch die inhaltliche Seite nicht vergisst.
Conny A. Rettler


Joe Lynn Turner
The Usual Suspects
Frontiers/Soulful
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Beim Kauf einer Joe Lynn Turner-Scheibe kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Der ehemalige Deep Purple und Rainbow-Sänger ist ein Garant für exzellente Hardrock-Mucke. Mit vorzüglicher Side-Crew (u.a. Rainbow’s John O’Reilly & Paul Morris, Karl Cochran) geht es auch auf dem neuen Album richtig beherzt zur Sache. „Jack Knife“ hätte auch auf jedem Deep Purple einen Ehrenplatz bekommen, „Ball And Chain“ ist ein richtiger Einheizer. Und dass Joe Lynn Turner immer noch einer der besten Sänger des Genres ist, unterstreicht das wunderbare „Really Loved“ mehr als deutlich. Hier gibt das betont zurückhaltende Instrumentarium einer großen Stimme den idealen Freiraum zum Atmen. Klasse!
Rainer Guérich


Twyster
Xplode
Massacre/Soulfood
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Twyster mit ihrer Sängerin Coco klingen wie die härtere Doro-Variante. Wer darauf steht, kann nicht nur bei „Dying Eyes“ den Kopf kreisen lassen.
Olaf Rominski


Umprey’s McGee
Anchor Drops
Insideout/SPV
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Ein schräges und vertracktes Jam-Rock Album bieten uns die aus Chicago stammenden Umprey’s McGee an. „Anchor Drops“ ist somit etwas für Individualisten, die sich noch an Überraschungsmomenten, zappaesken Melodien und einer Band freuen können, die hier (genau wie auf der Bühne) wirklich alles gibt. Die Jungs haben Spaß an dem, was sie tun, und das merkt man!
Yasmin Schmidt


Ya-Hoo
The Trouble With Girls And How To Get Into It
Badland/CodeXPress
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Ohne Umschweife kommt der Vierer aus München auf dieser Platte auf den Punkt. „Straight Ahead“ ist das Motto der Songs, die im weiten Spannungsfeld zwischen Thrash, Pop, Punk und Rock agieren. Die Nummern gehen einfach ins Ohr, wobei Vergleiche mit No Fun It All nicht zu hoch gegriffen sind. „"The Trouble With Girls And How To Get Into It" verführt nicht nur bei “F.y.w.g.t.b.” und “Face Of The Year“ den Finger gen Repeattaste zu führen. Ein Album, das mit jedem Hördurchlauf mehr an Klasse gewinnt.
Enzo Bach


Zeraphine
Blind Camera
Drakkar/BMG
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Eigentlich ziemlich gefälliger Gothic-Alternative, den Zeraphine hier bieten. Was allerdings besonders negativ auffällt, ist die schlechte englische Aussprache des Sängers. Bei den 5 in deutscher Sprache gesungenen Songs (u.a. „Die Macht in Dir“, „Kaltes Herz“) ist dieses Manko nicht spürbar, richtige Freude kommt allerdings auch nicht auf. So lala...
Bernd Oppau


THE BLUE BLOODS kommen aus Boston und bieten uns auf „Death Of A Salesman“ (I Scream/Cargo) richtig schönen Straßenköter-Punkrock vermischt mit Old School Hardcore. Temposchnell lässt die Band es nicht nur auf Tracks wie „Lots Of Luck“ und „Testimony“ richtig knacken. Da bleibt kaum Zeit zum Luft holen! @@@@ Ebenfalls in Boston zuhause sind THE DUCKY BOYS, die ganz im Stile von Social Distortion und Rancid agieren. „Three Chords And The Truth“ (I Scream/Cargo) ist Punk’n’Roll mit ohrgängigem Gesang und einer Menge Ass-Kicks. @@@@@  „The Bangles Go Punkrock“, so könnte man das Drei-Girl Trio (plus Quotenmann) THE LULABELLES soundmäßig beschreiben. Leider klingt ihr Soundeintopf auf „As The World Turns“ (I Scream/Cargo) mit dem nicht wirklich aussagekräftigen Girliegesang recht dürftig. Und „Manic Monday“ klingt im Original von den Bangles um Weltklassen besser! (RG) @@


NEU auf Victory Records (Soulfood): Die Kanadier COMEBACK KID servieren uns auf „Wake The Dead“ kraftvoll energetischen Hardcore, der mit dem momentan angesagten Trend „MetalCore“ gottlob nichts zu tun hat.  Straight Ahead Hardcore, bei dem ihr unbedingt in den Titeltrack reinskippen sollt. @@@@
NEU auf Erache Records (SPV): Verdammt heftigen Death Metal fahren EXMORTEM um Bollerkommando-Führer Reno Kiilerich auf der CD „Nihilistic Contentment“ auf. Für Freunde des Extreme-Metals sicherlich empfehlenswert! @@@  Weitaus melodischer knüppeln sich die Polen LOST SOUL durch ihr neungängiges Blutmenü „Chaostream“. Fiebrige Gitarrenfront meets Ultra-Growls von Vocalmonster Jacek Grecki. Anspieltipp: „Word Of Sin“. @@@@ Und noch ‘ne Portion melodischer geht’s auf dem Zweitlingswerk  der Chicagoer USURPER zu, die mit „Cryptobeat“ eine dynamisch-markige Death-Thrash-Metal Granate vom Stapel lassen. Für die amtliche Produktion war kein Geringerer als Neil Kernon (u.a. Judas Priest, Cannibal Corpse) verantwortlich! @@@@@


Re-Issues auf Inside-Out/SPV: Erstmals erhältlich in deutschen Landen ist „Timeloss“, das 2002er Erstlingswerk der Schweden PAATOS. Die Band mit der grandiosen Sängerin (klingt wie Björk) bietet weitausufernden Progrock, der sich in den Gehörgängen festsaugt. Als Bonustrack wurde der Edition noch der Videoclip „Hypnotique“ draufgepackt. @@@@@ Mehr als eine Neuauflage ist „Actual Fantasy“, das dritte Album von AYREON, in der Revisited-Edition. Arjen Lucassen hat sämtliche Songs mit Drummer Ed Warby und Bassist Peter Vink komplett neu eingespielt. Auf der beigelegten Bonus-DVD kann man den Hörcheck zur 96er Version machen und sich gleichzeitig die Video-Doku zur Entstehung des Albums anschauen. Sehr fett! @@@@@@ Ebenfalls neu aufgelegt ist auch „The Final Experiment“ von AYREON in der 10th Anniversary Edition. Die Doppel-CD bietet die komplette Originalaufnahme (CD1) plus 9 halbakustisch aufgenommene Stücke (CD2). @@@@@


UNHEILIG-Gastspiel (Fantasion/Soulfood): Überfällige Live-Doppel-CD, die die Live-Magie der Unheilig-Konzerte bestens eingefangen hat. Dunkel, charismatisch und fesselnd sind Songs wie „Zauberer“, „Willst du mich“ und „Schutzengel“. Wie bei einem guten Konzert üblich, gibt‘s auf der zweiten CD auch noch 6 Zugaben. (DF) @@@@@


Ausgesprochen experimentierfreudig gibt sich Dream Theater Sänger JAMES LABRIE auf seinem dritten Alleingang „Elements Of Persuasion“ (Insideout/SPV). Neben James’ charismatischer Stimme ist die Scheibe mit allerhand Scratches, Samples und natürlich einer gehörigen Portion Prog bestückt. Macht Spaß! (DC) @@@@@ „A Night To Remember“ (Insideout/SPV) ist das prall gefüllte Doppel-Livealbum von EVERGREY, die hier ihren sagenhaften Auftritt im schwedischen Göteborg konserviert haben. Unbedingt anhören: „Harmless Wishes“ und „End Of Your Days“ (TB) @@@@@

 
Auf „Evoke BKM Etah 41“ (Betonkopf/Soulfood) präsentieren Wumpscut einen tri(e)bigen Soundmix für die Floors. Wie nicht anders zu erwarten setzt Rudy R. voll auf die Power&Darkness ungeschliffener Gothic-Akkorde, die gezielt und äußert gekonnt mit digitalen Pulsgebern aus Tekk, House und Ambient verbunden werden. So entsteht ein Soundsystem, das zwischen kompromisslos pumpend und sphärisch entrückt fast die gesamten Gewichtsklassen moderner Floorfighter repräsentiert. (JE) @@@@


„Metamorpheus“ (Insideout/SPV) ist das betont melancholisch gehaltene neue Konzeptalbum von STEVE HACKETT & THE UNDERWORLD ORCHESTRA. Der kammermusikalisch gehaltene Rahmen mit Hacketts akustischem Gitarrengespiel dümpelt allerdings ohne wirkliche Höhepunkte an einem vorüber. Muss man nicht haben. (DC) @@


Auf „Sis Masis“ (Nois-O-Lution/Indigo) entflammen HARMFUL einen variantenreichen Alternative-Rock, immer schön noisy, psychedelic und mit ohrgängigen Melodien bestückt. Highlights der Platte sind das mit Gitarrenwänden spielende „Chance“ und das emotional-dunkel schimmernde „Day By Day“. Wer kraftvollen, sich langsam entfaltenden Noisy-Rock intelligenter Machart schätzt, liegt hier richtig. (BO)@@@@@


NEU auf Frontiers Records (Soulfood): Monster Melodic Metal bezeichnen STARBREAKER den Stil auf ihrem selbstbetitelten Album. Die Band um Sänger Tony Harnell (TNT) baut aber nicht nur auf Härte, wie das hymnische „Lies“ mit Kicking-Parts beweist. (BO) @@@@ HEADRUSH sind die neue Band von Labyrinth Sänger Roberto Tiranti und Gitarrist Alex De Rosso (Ex-Dokken). Musikalisch bieten die Beiden mit Bassist und Drummer verstärkt melodiösen Hardrock, der leider nicht immer so gut klingt wie auf „Fooling Myself Again“ und „Catch 22“. (JE) @@@ Vergessen kann man „High Tension Wire“ von FINAL FRONTIER. Blutleerer Soft Melodic-Rock, der auf die Tränendrüse drücken will und dabei peinlich wirkt. Absoluter Ausfall! (JE) @


SIDDHARTA kommen aus Slowenien  und haben ein erfreulich stiloffenes Klangbewusstsein. Das drückt sich auf ihrem dritten Album „Rh-“ (Ministry Of Sound/edel) in einem äußerst spannenden und mitreißenden Songaufbau auf. Ein ganz eigener Gesangsstil bzw. ohrgängige Refrains treffen auf zupackende Gitarren, folkloristische Einflüsse und Hardrocksound. Eine Scheibe mit eine Menge guter Songs, wie z.B. „Insane“. (JE) @@@@@


Fiesen True-Black-Thrash-Metal bieten ANCIENT auf „Det Glemte Riket“ (Sleazy Rider Records). Auf dem Titelstück geht es kurzzeitig sogar mal richtig melodisch zu. (BO) @@@


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