März/April 2008

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@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

 

 

 

ABSTRACT RAPTURE
Democadencia
Maddening/Alive
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Einen verdammt fetten und hiebigen Thrash-Metal servieren uns die Luxemburger Abstract Rapure auf ihrer aktuellen Rille „Democadencia“, wobei kaum Zeit zum Luft holen bleibt. Vom Start weg wütet sich die Band mit aller Gewalt und haßerfüllten Shouts durch die 11 Tracks.
Bernd Oppau


ANCARA
Beyond The Dark
Metal Heaven/Soulfood
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Bereits seit den 80ern in der Metal-Szene von Finnland unterwegs, haben Ancara anscheinend erst nach diversen Line-up-Wechseln zu ihrem richtigen Sound gefunden und präsentieren mit „Beyond The Dark“ ihren 3. Longdreher. Ihr Sound ist dabei eine Mischung aus „altmodischem“ Hardrock mit einem kräftigen Schluck aus der Metal-Pulle. Eigentlich genau das Richtige, denn Ancara verzichten dabei komplett auf infernalische Growl-Vocals oder brutale Speed-Attacken. Statt dessen leben ihre Songs von „unkaputtbarem“ Old Skool Rock, wuchtig-rockender Gitarrenarbeit, groovenden Melodielines und einem wohldosierten Vocaleinsatz.
Frank Zöllner


ATROCITY
Werk 80 II
Napalm Rec./SPV
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Atrocity haben hier den zweiten Teil ihrer „Werk 80“ Reihe aufgenommen. Die Megahits der 80iger Jahre  im mystischen und metallastigen Gewand. Zu hören gibt es Neuarrangements von Smashern wie „People Are People“, „Smalltown Boy“ , „Relax“, „The Sun Always Shines On TV“ u.v.a. Das Coverartwork ist wie immer hocherotisch und klasse!
David Comtesse


AUDREY HORNE
Le Fol
Indie Rec./Soulfood
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Mit einer etwa halbjährigen Verspätung erscheint das zweite Album der Norweger Audrey Horne auch in Old Germany. 12 Songs haben King, Ice Dale, Toschie, Herbrand und Kjetil im Gepäck, die das Herz jeden Hardrockers erfreuen. Titel wie „Last Chance For A Serenade“ und „Jaws“ sind gespickt mit kraftvollen Gitarrenriffs und exzellenter Melodieführung, die den Hördurchlauf zu einer wahren Freude machen. In Audrey Horne steckt wirklich eine Menge Potential, ihr müsst euch diese Scheibe nun nur noch einverleiben. Da vergebe ich gerne fünf verdiente Punkte und freue mich auf eine Tour der Band.
Tim Beldow


AYREON
01011001
Insideout/SPV
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Arjen Anthony Lucassen, der Meister des progressiven Rockoper-Genres mit einem neuen Meisterwerk. "01011001“ handelt von der fortschreitenden Abhängigkeit des Menschen von der Technologie und dem damit verbundenen Verlust menschlicher Gefühle. Opulent umgesetzt wird das Ganze natürlich mit einer tollen Mischung aus Progrock, Folk, symphonischen Elementen und den bekannten Trademarks. Zu den zahlreichen Sängern/innen zählen u.a. Hansi Kürsch, Simone Simons, Jorn Lande, Anneke van Giersbergen u.v.a. Da bleiben keinerlei Wünsche offen, zulegen das Teil, aber schnell!
David Comtesse


BERSERKER
Schattenwelten
KB-Records/New Music
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Die Berserker kommen aus Berlin und haben in ihrem musikalischen Sound dem Onkelz-Erbe eine noch brutalere und metallastigere Komponente zugefügt. Ihre Texte sind direkt, schonungslos und polarisieren ganz bewusst. Die CD beginnt mit dem mitreißenden und eingängigen Opener „Was uns bewegt“, der das Berserker-Credo zielgenau trifft. Drückend und anklagend kommt „Diktator“ aus den Boxen, überboten noch von „Direkt ins Herz“, einer schonungslosen Abrechnung mit falscher Moral. Klasse sind auch die Hertha BSC-Fanhymne und die Kärbholz-Coverversion „Das Feuer in mir“.
Rainer Guérich


BLACK COMEDY
Instigator
Sesaon Of Mist
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Mit ihrem technisch versierten Modern Metal haben sich die Norweger von Black Comedy in der Szene einen Namen gemacht. Wichtige Einflüsse der Band sind sicherlich Gruppen wie Fear Factory und In Flames, wobei man schon einen eigenen musikalischen Weg geht. Die CD ist gespickt mit wuchtigen Gitarrenriffs, fräsenden Moshs, Synthieeinschüben und kickenden Drums. „War Incognito“, der dritte Song des Albums, bringt das Ganze recht gut auf den Punkt.
Conny A. Rettler


BLACK LIPS
Good Bad Not Evil
PIAS/Rough Trade
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Braucht die Welt ein weiteres Garagen-Feeling-Alternative-Rock-Album von irgendwelchen durchgeknallten Typen aus dem tiefsten Atlanta? Die Frage muss wohl jeder für sich selber beantworten und dabei vielleicht durch den Kauf der Scheibe den Jungs von Black Lips finanziell unter die Arme greifen. Für eine Debütscheibe haben Black Lips zumindest einige verrückt-ausgefallene Ideen. Ihr unprätentiös wirkender Mix aus Psychedelic, Punk, Rock und College-Sound wird recht wirkungsvoll mit Folk, Country & Pop-Elementen unterfüttert. Also sind wir gnädig und hören zu, was die Jungs zu sagen haben.
Jörg Eifel


BURN
Global Warning
Formula One/Rough Trade
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Wenn sich eine Band nach dem Deep Purple-Hit „Burn“ nennt, kann eigentlich keine schlechte Hardock-Mucke dabei herauskommen. So geschehen bei der Band um Gitarrist Phil Hammond, die nach zwei Alben Anfang der 90iger Jahre hier einen gelungenen Neuanfang wagt. Frontmann Jeff Ogden verfügt über ein prächtiges Stimmorgan, wobei er schon gleich im Opener „Shadow Of The Satellites“ seine Klasse zeigt. Empfehlung!
Rainer Guérich


CREMATORY
Pray
Massacre Records
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Deutschlands Vorzeige Gothic-Metaller haben ein neues Album am Start. Bewährtes, wie das Vocals-Splitting zwischen Growls und cleanem Gesang wurde natürlich beibehalten. Ansonsten gibt es einige Hochkaräter zu hören wie beispielsweise „When Darkness Falls“ und „Sleeping Solution“.
Bernd Oppau


DARK FORTRESS
Eidolon
Century Media/EMI
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Aggressiven Doom&Dark-Metal bieten Dark Fortress auf ihrem brandneuen Release und zeigen erneut, dass sich ihre Songs aus den tiefsten Höllenschlünden nur für ausgewiesene Doom-Apostel eignen. Jedem anderen rollen sich die Fußnägel, wenn Morean seine ultra-deepen Growl-Vocals zum Einsatz bringt, begleitet von bösartigen Drumattacken, peitschenden Riffs und schepperndem Noise. Hier stellt sich in einigen finsteren Songs tatsächlich die Frage: Krach oder Musik? Die Antwort überlassen wir nur zu gerne den Fans.
Frank Zöllner


DEKADENT
Deliverance Of The Fall
Pentacle/Alive
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Ein klasse Album, welches die slowenische Band Dekadent hier vorlegt. Romantischer Black Metal, der teilweise auch an Pink Floyd in ihrer Pulse-Phase erinnert. Der CD wurde erfreulicherweise auch noch eine DVD beigelegt, was den passenden optischen Rahmen zu der von Artur Felicijan erzählten Geschichte liefert.
David Comtesse


DISTRUST
No Good Deep Shall Go Unpunished
Locomotive Records
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Seit Frontmann Shawn Hutchins seine Distrust aus der Taufe gehoben hat, sind auch schon wieder fast 14 Jahre ins Land gegangen. Eine Zeit, die der Düster-Knabe nicht für diverse Line-Up Wechsel genutzt hat, sondern auch so manches US-Metalfestival aufgemischt hat. Mit der vorliegenden Kraftrille begibt sich Shawn und seine Truppe  in die Untiefen des Doom-Metal und knallt den Fans einen steinharten und mörderischen Meuchelcore um die Ohren. Mit High-Speed-Trommelfeuer, frostigem Gesang und Stakkato-Riffs stürzen sich Distrust kopfüber in die Verdammnis.
Jörg Eifel


DRACONIAN
Turning Season Within
Napalm Rec./SPV
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Mit einem sehr dynamischen und sehr facettenreichen neuen Album melden sich die Schweden von Draconian zurück. „Turning  Season Within“ bezieht sich natürlich auf die Stärken der Band, setzt aber auch ganz bewusst auf den verstärkten Einsatz von harten Gitarrenparts, die mit voller Wucht aus den Boxen schlagen. Das Wechselspiel zwischen den Growls von Anders und dem engelsgleichen Gesang von Lisa Johansson ist betörend und weiß zu gefallen. Anspieltipps des gelungenen Albums sind Stücke wie „Seasons Apart“ und „Not Breathing“. Für alle Gothic-Metal-Fans dürfte sich der Kauf also lohnen!
Conny A. Rettler


EMIL BULLS
The Black Path
Drakkar/Sony BMG
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Keine Frage: Mit „The Black Path“ haben die Emil Bulls ihr bisher härtestes Album aufgenommen und nun an den Start gebracht. Produktionstechnisch sicherte man sich die versierte Hilfe von Benny Richter, der in der Vergangenheit auch schon Bands wie Caliban und Krypteria zu sattem Sound verholfen hat. Ergebnis sind vier bärenstarke Tracks mit brachialen Riffs und ohrgängigen Melodien. Ein ebenso wütender wie emotionaler Seelenstriptease von einer Band, die musikalisch noch eine richtige Message loszuwerden hat. Zieht euch nur Tracks wie „To End All Wars“ und „All In Tune With The Universe“ rein.
Jörg Eifel


EMINENCE
The God Of All Mistakes
Locomotive
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Sehr fettes Teil, das die brasilianischen Eminence hier eingespielt haben. Der Vierer um Fronter Wallace Parreiras knüppelt gut nach vorne („Devil’s Boulevard“), hat aber auch ein feines Näschen für Melodieführung und atmosphärische Intros. Der Wechsel zwischen cleanem und düsteren Gesang gefällt mir auf dem hiebigen „Day 7“ sehr gut. Energetische Ströme auf den Punkt gebracht!
Rainer Guérich


ESOTERICA
The Fool
Bieler Bros/Rough Trade
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Die Briten von Esoterica sind ein unbedingtes Muss für alle Fans von A Perfect Circle. Bombastischer, klarer Sound, starke Riffs und der exzellente Gesang des Esoterica-Frontmanns überzeugen auf der ganzen Spur. Das Album steckt voller Hits, u.a. Songs wie "Exposed" und "Valium".
Yasmin Schmidt


FACE DOWN HERO
Where All This Anger Grows
Yonah/Alive
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Noch härter und düsterer als auf ihrem Debüt geben sich Face Down Hero auf ihrer zweiten Scheibe „Where All This Anger Grows“. Tonnenschweres Gitarrenriffing vermischt sich mit thrashigen Parts und der hasserfüllten Stimme des Frontkämpfers Kali Naumann. Hier gibt’s voll was auf die Glocke und dass nicht nur im Opener „Bursting Evolution“.
Conny A. Rettler


FIDGET
Ashes & Dust
Redfield/Cargo
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Locker-flockig aus dem Bauch heraus, so klingt Deutschlands Alternative-Vorzeigeband Fidget auf ihrem brandneuen Dreher und mixt eine Prise ungestümen Punk und eine Ecke Garagenfeeling in ihren Sound. Das Düsseldorfer Quintett kann seit den wenigen Jahren ihres Bestehens bereits auf eine beachtliche Credibility zurückblicken. Vor allem ihre Live-Präsenz hat sie zu wahren Lieblingen der Fans werden lassen. Fidget verstehen es nämlich wie nur wenige Bands die Leute mit einem dynamisch-powernden Rockmix schon nach wenigen Akkorden in ihren Bann zu ziehen. Auch „Ashes&Dust“ atmet etwas von dieser ungefilterten und wilden Live-Atmosphäre und macht Lust auf Mehr von diesem gegen den Strich gebürsteten Fidget-Sound.
Jörg Eifel


FIREWIND
The Premonition
Century Media/EMI
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Seit ihrem Erstlingswerk "Between Heaven And Hell" (2002) haben die griechischen Melodic-Metaller Firewind eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Mittlerweile ist die Band um Gitarrist Gus G. (Ex-Dream Evil, Arch Enemy) in Japan eine feste Größe und hat auch hierzulande schon eine respektable Fanbase. Die dürfte nach Veröffentlichung von „The Premonition“ noch größer werden. Majestätische Riffs und catchy Metal Hooks im Übermaß, über denen die Stimme von Fronter Apollo Papathanasio thront. Unbedingt reinhören in Songs wie „Head Up High“ und „Mercenary Man“. Ein bockstarker Metalblast!
Rainer Guérich


FIVE FIFTEEN
Alcohol
Sweden Rock/Point Music
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Auch auf ihrem neunten Studioalbum bleiben die schwedischen Hardrocker ihrem modifizierten Old Fashioned-Stil treu. Zum Glück, denn die Tracks auf „Alcohol“ stehen im besten Saft der 80er Jahre. Die Mischung aus Hammonds, der charismatischen Stimme von Frontmann Mika Jarvinen und weiblichen Backing-Vocals gefällt mir auf dem Stück „Delirium“ besonders gut. Viel Atmosphäre und hintersinnigen Humor gibt’s auch auf dem fast sechsminütigen Titelstück. Klasse!
David Comtesse


THE FLESHTONES
Take A Good Look
Yeproc/Cargo
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Entspannter Old School Rock mit Anleihen aus den 60ern und urigem Garagenfeeling geben The Fleshtones auf ihrem 3. Album für Yep Roc Records zum Besten. Sie stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie auch 3 Jahrzehnte nach ihrer Gründung immer noch für hart abrockende Gitarrenstatements gut sind. Die 12 Songs wirken wie aus einem Guss und sind der Bringer auf jeder Bottlefete, ob zum Abtanzen oder einfach nur zum entspannten Fingerschnippen: The Fleshtones beherrschen ihr Handwerk famos und das gestaltet den Hördurchlauf zu einer sehr reizvollen Angelegenheit.
Yasmin Schmidt


FREEZEEBEE
Guitars Of Doom
Triple-Eggs/Radar Music
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Nach ihren letzten Alben "Bitter Sweet" und "Next Generation" legen Freezeebee aus Frankfurt ihr neues Album vor. In einer heißen Fusion aus Funk, Rock, Metal und doomigen Klängen entwickelt ihr eigenständiger Sound ein ganz spezielles Feeling, das die Bauchgegend mit tiefergetunten Gitarrensalven stimuliert. Als Anspieltipps empfehlen sich das tanzbare "All Around" und das funkige "Even Higher".
Yasmin Schmidt


IAN GILLAN
Live In Anaheim
edel
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Was soll man an dieser Stelle über eine Legende des Rock‘n‘Roll wie Ian Gillan großartig schreiben, was nicht längst schon irgendwo niedergeschrieben wurde? Fest steht, dass die Stimme von Deep Purple zu den einflussreichsten und vielschichtigsten des Genre zählt. Wer Gillan einmal live erlebt hat, wird dies bis zu seinem Lebensende nicht mehr vergessen. Die vorliegende Doppelrille wurde am 14. September 2006 im kalifornischen Anaheim mitgeschnitten und zeigt den Frontshouter und Mikrofonzauberer in Bestform. Auf 20 Songs verteilt zelebriert Mr. Gillan den Old School-Rock in allen Spielarten und mit einer Inbrust, dass sich eine ganze Generation sogenannter „Rock‘n‘Roller“ eine dicke Scheibe davon abschneiden könnte. Hier stimmt einfach alles: Ob straighter Rockfetzer, Ballade oder bluesige Groove-Nummer, vom ersten Akkord an springt der Live-Funke über, und man verflucht, dass man damals nicht live dabei war.
David Comtesse


GOB SQUAD
Watch The Cripple Dance
Mascot Records
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Ein neues Album der dänischen Punkrocker Gob Squad, die ihre Homebase in Aarhus haben. Songs wie "Unconscious Souls" und "Stop Pretending" marschieren gut nach vorne und gehen ungezügelt ins Ohr und in die Beine.
Enzo Bach


HER WHISPER
The Great Unifier
STF Records/M-System
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Die schwedischen Dark Symphonic Metaller Her Whisper können mich auf ihrem zweiten Album „The Great Unifier“ überzeugen. Auf 11 Songs erzählt die Band ein spannend inszeniertes Metal-Abenteuer, bei dem der Hörer alle Höhen und Tiefen durchlebt. Angefangen von dem starken und hymnischen Opener „The Shape Of Things To Come“ über „Path Of The Redeemer“ bis „Their Finest Hour“. Gemischt und gemastert wurde die Platte von keinem Geringeren als Fredrik Groth (The Storyteller) und Mike Wead (King Diamond) hat im Studio auch noch Schützenhilfe gegeben. Das sind mir 5 Punkte wert!
Tim Beldow


ILLECTRONIC ROCK
Angel Suicide
Blacksolaris Rec./Discomania
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Illectronic Rock spielen in der Besetzung Robert Schwarze (vocals), Stefan Appel (guitars), Marco Kempf (bass) und Jens Baar (drums). Musikalisch bieten sie auf ihrem Erstlingswerk "Angel Suicide" einen  vielschichtigen Mix aus hartem Rock,  Metal und elektronischer Komponente. Die Songs handeln von der ganzen Palette menschlicher Gefühlswelten. Aufgenommen wurde die Scheibe in den Frankfurter Black Solaris Studios, als Produzent fungierte Uwe Lulis. Anspieltipp ist neben dem Titelstück die Nummer "Between Heaven And Here".
Fabian Hauck


INDIGO DYING
Indigo Dying
LANA LANE
Red Planet Boulevard
Frontiers Records/Soulfood
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Die Chilenin Gisa Vatcky konnte Fabrizio Grossi für sein Melodicrock-Projekt Indigo Dying als Frontfrau gewinnen. Ihr Gesang geht sehr gut ins Ohr und passt zu den teils bombastisch inszenierten Kompositionen. Als Gäste sind übrigens auch noch Michael Kiske („Breathe In Water“) und Mark Boals („Superman“, „Far Enough“) mit an Bord. - Bleiben wir beim Female Rock: Auch LANA LANE legt mit „Red Planet Boulevard“ nach ihrem hochgelobten 2005er Album „Lady Macbeth“ ein neues Werk vor. Für Bombastrock-Freunde sind Titel wie „The Frozen Sea“ und „Capture The Sun“ ein sicheres Muss!
David Comtesse


KLONE
ALL SEEING EVE
Season Of Mist
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Seit ihrer Gründung im Jahre 1999 haben die französischen KLONE ihren eigenen Sound im Kosmos harter Musik gefunden. Ungewöhnlich in ihrer Besetzung ist die Hinzunahme eines Saxophonisten, was jedoch den eigenwilligen Ensemblesound sehr bereichert. Die Gestaltungsmöglichkeiten auf der musikalischen Klaviatur von Klone sind vielfältig und reichen von Metal, Stoner, Grunge, Psychedelic Rock bis hin zu atonalen Soundclustern. Homogen zusammengeschweißt wird der Kraftsud durch den variantenreichen und hymnischen Gesang von Fronter Yann Ligner. Anspieltipp ist das wuchtige „Promises“.
Conny A. Rettler


MASTERSTROKE
Sleep
Dynamic Arts Records
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Masterstroke kommen aus Finnland und sind ein hoffnungsvoller Zugang im Bereich des Melodic/Power Metal. „Sleep“ ist nach dem Debüt „Apocalypse“ aus dem Jahre 2006 bereits ihr zweites Album. Ihr größten Trümpfe sind zweifellos die  exzellente Gitarrenarbeit und die Stimme ihres Sängers Niko, die durchaus zu begeistern weiß. Die Balance zwischen Melodie und Härte ist sehr schön ausbalanciert und sollte von euch mal auf „Killing Creatures“, dem zweiten Stück der Scheibe, angetestet werden.  Den Namen Masterstroke sollte man sich unbedingt auf den CD-Einkaufszettel schreiben!
Yasmin Schmidt


METALIUM
Incubus-Chapter Seven
Massacre/Soulfood
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Keine Frage, Metalium bürgen schon seit Jahren für Qualität im Reiche des Heavy Metal. Nun steht ihr neuestes Werk „Incubus-Chapter Seven“ ins Haus, welches die Fangemeinde in Verzückung bringen dürfte. 10 Tracks und kein Ausfall. Es gibt epische Momente, straighte Knochenbrecher, balladeske Phasen und noch viel mehr. Einen Anspieltipp zu nennen, ist ziemlich schwer, mir persönlich haben „Resurrection“ und „Take Me Higher“ sehr gut gefallen, obwohl es wie gesagt im Hördurchlauf keinen qualitativen Abfall gibt. Dafür sind die Jungs von Metalium einfach viel zu gut!
David Comtesse


MOTORBAIKS
Sold Your Soul
Motorbaiks
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Die Jungs von Motorbaiks stehen für einen straighten, unverwässerten und ehrlichen Rocksound der alten Schule. Von der Band um den Ex-Transit-Gitarristen René Baiker war natürlich auch nichts anderes zu erwarten. Für ihre brandneue Scheibe haben Motorbaiks mal wieder tief in die gute, alte Rockkiste gegriffen und knallen dir eine speedige Mischung zum gepflegten Abmoshen um die Ohren. Dass dabei auch einige Transit-Klassiker zum Einsatz kommen, ist Ehrensache. Man bekommt richtig Lust, die Jungs irgendwann zwischen Juni und August diesen Jahres bei einem Freiluft-Act live zu erleben.
Frank Zöllner


NAZARETH
The Newz
edel records
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Die Rock-Urgesteine von Nazareth können es auch nach 40 Jahren nicht lassen, und das ist auch gut so! Mit „The Newz“ haben sie ein Album am Start, das vor cool groovendem Rock’n’ Roll nur so überschäumt. Schon gleich der Opener „Goin’ Loco“ lässt es gewaltig knacken. Von dieser charmanten Heavyness können sich einige Jungspunde eine dicke Scheibe abschneiden. Ebenso wie von dem Gitarren und Bass-kickenden „Liar“, das das Tempo gekonnt variiert und  den Genius der Nazareth-Bandmitglieder unterstreicht. Einen Abzug gibt es wegen der Pseudo-Chartnummer „Day At The Beach“.
Rainer Guérich


NIGHTMARE ON ANTSTREET!
V.A.
Antstreet Records/RadarMusic
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Toller Sampler des Punkrocklabels Antstreet Records mit 25 vielversprechenden Bands, die für Stimmung in der Bude sorgen. Eine Entdeckung wert sind Gruppen wie Small Sate, Garretti, Project 54 und Skin Of Tears.
Bernd Oppau



NOOPINION
Allegro
Modern Noise/Cargo
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In der Punk- und Hardcore-Szene zählen Noopinion wohl zu den fleißigsten Touring-Bands. Bereits zweimal hat man schon in China und den USA gespielt, der Vierer fühlt sich auf der Bühne halt am wohlsten. Mit "Allegro" steht nun der vierte Longplayer am Start, der schon beim Opener "Reaching Out" das Gaspedal ordentlich durchtritt. Die Mischung aus energetischem High Speed Riffing, packenden Vocals und catchy Melodielinien geht verdammt gut in die Ohren und in die Beinmuskulatur. Muss man gehört haben!
Enzo Bach


PARADOX
Electrify
AFM Records/Soulfood
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Charly Steinhauer und seine Mannen melden sich an dieser Stelle mit einem klasse Metal-Album in der Szene zurück. Auf dem Spielplan des neuen Meisterwerkes steht ein straff in Szene gesetzter Speed-Metal, der mich schon beim ersten Hördurchlauf vollkommen in Beschlag genommen hat. Den Auftakt macht der scheidigeund durchdachte Opener "Second Over Third By Force", der zu den Höhepunkten auf der CD zählt. Doch auch der restliche Teil der Kompositionen geht kompromisslos und straight zur Sache, da bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen! So ist's richtig, davon bitte mehr!
David Comtesse


POWERWORLD
Powerworld
Metal Heaven/Soulfood
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Die Bandmitglieder von PowerWorld haben ihre Erfahrungen u.a. bei Bands wie Freedom Call, At Vance und Jaded Heart gesammelt. Mit dem selbstbetitelten Erstlingswerk setzt man  nun auf eine wohlschmeckende Mischung aus ohrgängigen Melodien, Progressive Rock und kraftvollen Gitarrenparts. Eine Entdeckung ist der erst 23jährige Frontsänger Steffen Brunner, der mit seinem  klaren, kraftvollen Sirenen-Shoots für echte Aha-Erlebnisse sorgt. Ich empfehle euch diesbezüglich mal in das Stück „Creatures“ hereinzuhören, verneige mich und gebe gutgelaunte 5 Punkte für diese Leistung...
Tim Beldow


DIE RADIERER
Der andalusische Bär
ZickZack Records/Indigo
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Unterwegs in Sachen Post-Punk legt die Limburger Formation Die Radierer ihr neuestes Album vor und zeigt, dass in Old Germany immer noch Platz für eine verrückt-abgedrehte Neo-Pop-Post-Punk-Band ist. Mit stark verändertem Line-Up und einer Menge neuer Ideen für ihre wie immer teils hochpolitischen, teils nur verrückten Songs, fragen Die Radierer nach dem Sinn des Lebens. Da wird einem Sextouristen der Spiegel vorgehalten, die ewige Gier nach Geld kritisiert, vom Pommesbudenmädchen von gegenüber erzählt oder dem schnellsten Leichenwagen der Stadt ein Loblied gesungen. Die Radierer haben alles im Angebot von sozialkritisch bis absolut sinnfrei!
Jörg Eifel


RANDOM HERO
Past Is Prologue
Antstreet Records/RadarMusic
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Random Hero kommen aus Erlangen und transportieren mit ihrer im Jahre 2005 gegründeten Band Random Hero eine Menge Spaß. Stilistisch irgendwo in der Schnittmenge zwischen Pop-Punk, Emo und Rock, setzen ihre Songs auf ausgefeilte Melodieführung oder hauen auf die Fresse. Das Stück "That Day In November" featured zudem Sibbi von Itchy Poopzkid.
Bernd Oppau


SEVEN TEARS
In Every Frozen Tear
Frontiers Records/Soulfood
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Die Jungs von Seven Tears sind sozusagen kaum den „Windeln entwachsen“, schon unterschreiben die Fünf einen Deal bei Frontiers Records und servieren uns ihre brandneue Silberrille. Dabei setzt Mikroman Zoran Djorem und seine Truppe auf einen dynamischen Power-Medolic-Rock mit reichlich Progressive-Anleihen. Die richtige Dosis Bombast-Rock, jede Menge Saitendrescherei und eine angenehme Vocalarbeit machen „In Every Frozen Tear“ zu einem eingängigen Album. Zwar nicht unbedingt an jeder Stelle der Scheibe eine wirkliche Offenbarung, aber immerhin solide Hausmannskost.
Frank Zöllner


SLEEP STATION
The Pride Of Chester James
Eyeball Records
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Mit SLEEP STATION hat David Debiak, der Sänger von „New London Fire“ ein Soloprojekt am Start. Musikalisch gibt es auf den Songs der CD eine Mischung aus melodischem Rock und unüberhörbaren Pop-Appeal. Gelegentliche Ausflüge in Country-Gefilde lockern die Scheibe zusätzlich auf.
Yasmin Schmidt


GWEN STACY
The Life I Know
Ferret/Soulfood
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Gwen Stacy kommen aus Indianapolis und servieren uns hier fiesen Extrem-Hardcore, der zum Glück mit cleanen Vocals aufgelockert wird. So bleibt das ganze mehr oder weniger erträglich.
Tim Beldow



STEREOSIDE
So Long
Bieler Bros./Rough Trade
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Kräftigen und eingängigen Hardrock bieten Stereoside auf ihrem Debüt „So Long“. Streckenweise (u.a. beim Opener „Too High“) erinnert ihr Sound an Größen wie Nickelback, hat aber durchaus eigenes Potential, was an der charismatischen Stimme von Sänger Jeff Shields liegt. Unbedingt reinhören in Songs wie „Sinner“ und „Always Remember“.
Tim Beldow


STORMWARRIOR
Heading Northe
Dockyard/Soulfood
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Die Hamburger Schwermetaller sehen sich selber in der Tradition von Bands wie Helloween oder Running Wild. So ist auch ihr Sound ein ultraschnelles Metalgefräse mit Gothic-Geschmacksverstärker. Hier macht ihr 3. Release „Heading Northe“ keine Ausnahme und kombiniert wahnsinnige Geschwindigkeitsausbrüche an einen deepen Melodie-Core. Dazu gibt‘s Kreissägen-Gitarren, Speed-Drumming und einen coolen Gesang. Fertig ist elfmal die komplette Vollbedienung in Sachen Old School Metal.
Frank Zöllner


THE TANGENT
Not As Good As The Book
Insideout/SPV
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Progrock-Freunde können sich diesen Monat über das neue Album von The Tangent freuen, das gleich als Doppel-CD daherkommt. Der erste CD ist dem Progrock der 70er Jahre verschrieben und weist 7 Titel auf, die teilweise bis zu 10 Minuten Länge haben. Auf Diskus No. 2 wird das Ganze noch etwas etwas epischer, denn hier lässt sich die Band  in Längen über 22 Minuten aus. Wer auch nur ein bisschen etwas übrig hat für Bands wie Yes, King Crimson, Pink Floyd und frühe Genesis wird diesen Doppeldecker mit Sicherheit in Ehren halten. Das gibt von meiner Seite fünf Punkte für eine tolle Leistung.
Tim Beldow


TEMPESTT
Bring ‘Em On
Metal Heaven/Soulfood
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„Bring ‘Em On“ ist der musikalische Einstand der brasilianischen Melodic/Progressive Metaller Tempestt, die mich auf dieser Scheiblette in weiten Teilen  überzeugen können. Frontmann BJ verfügt über ein sehr ausgeprägtes und variantenreiches Stimmorgan, das zu den technisch versierten Giatrrenriffs und den progressiven Schüben/ Soundlandschaften sehr gut passt. Eine gute Kostprobe hierzu bietet das Titelstück. Erwähnenswert ist auch der Gastauftritt von Jeff Scott Soto, der in dem epischen „Insanity Desire“ den zweiten Stimmpart übernimmt. Mit Soto sind Tempestt übrigens derzeit auf Tour...
Bernd Oppau


THIS IS HELL
Misfortunes
Trustkill/SPV
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Ihre Sporen haben sich THIS IS HELL bereits bei unzähligen Livegigs als Support für Acts wie Deftones, Thrice oder Atreyu verdient. Mit „Misfortunes“ liegt nun endlich auch ihre brandneue Rille in deutschen Regalen. Ihr speediger Mix aus Metal, Core, Grunge und Punkanleihen ist ein echter Brüller und hebt dir vom ersten Riff an die Schädeldecke hoch. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt und das mit jeder Menge Ultra-Gefräse, knüppelharten Drums und brutalen Growl-Vocals. Ein Highspeed-Wahnsinn, jenseits der Schmerzgrenze.
Jörg Eifel


TODAY IS THE DAY
Axis Of Eden
Supernova/Cargo
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Mit ihrer Mischung aus Hardcore, Noise und psychedelischen Fragmenten haben Today Is The Day die letzten 15 Jahre viele Fans begeistern können. Mit „Axis Of Eden“ gibt es nun ein neues Album der Band von Steve Austin, das zahlreiche Höhepunkte hat. Beispielsweise auf großartigen Nummern wie „Broken Promises And Dead Dreams“ und dem hochkarätigen Titelstück „Axis Of Eden“.
Jörg Eifel
 


TOTAL CHAOS
Avoid All Sides
People Like You/SPV
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Auch nach 18 Jahren Bandgeschichte hat die Truppe aus Pomona Valley/Ca. nichts von ihrer Übungskeller-Atmosphäre verloren und knallt uns einen rockig-punkigen Sound vor die Füße, dass es nur so raucht. Hart, schnell, unverbraucht, politisch unkorrekt und immer wieder voll in die Magengegend zielend, lassen Total Chaos einem keine Minute Zeit zum Verschnaufen. Wuchtige Blockakkorde und würzige Dissonanzen stehen im ständigen Kampf mit malträtierten Gitarrensaiten und gequälten Drumfellen. Hier darf nach Herzenslust abgerockt werden, wobei so mancher Punker an die gute alte Zeit erinnert wird.
Enzo Bach


THE TRADITIONALS
Generation Of Today
Impact/Broken Silence
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Wer auf Oi! bzw. Streetpunk steht, wird an dieser Scheiblette seine Freude haben. The Traditionals aus dem amerikanischen Pittsburgh wissen, wie der Bandname schon sagt, ganz genau, wo die Wurzeln klassischen Hardcores liegen. Highlights der Platte sind Stücke wie „Last Opportunities“, „Generation Of Today“ und „Spirit Of Oi!“.
Enzo Bach
 


ÜBERMUTTER
Unheil
Roadrunner
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Wer bei dem Namen Luci Van Org immer noch an den Gassenhauer „Weil ich ein Mädchen bin“ denkt, der wird bei der aktuellen Rille von Übermutter rückwärts aus den Latschen kippen. Knallharten Industrial-Metal, angereichert mit einer Prise Dark&Gothic und einer verrückt-abgedrehten Textur, laut Info irgendwo zwischen Brecht und Reiser, haut dir die neue Formation von Frau van Org um die Ohren. Dabei überraschen Übermutter mit allerlei ungewöhnlichen Songideen im Verbund mit wuchtigem Metalsound, der sich wohltuend vom sonstigen Veröffentlichungs-Einerlei deutscher Stahlfürsten unterscheidet.
Frank Zöllner


UNINVITED GUEST
Malice In Wonderland
Maddening/Alive
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Für Gothic-Freunde lohnt sich ein Reinhören in die Scheibe der Briten Univited Guest, deren Debüt „Faith In Oblivion“ 2005 in ihrer Heimat von der Kritikergemeinde begeistert gefeiert wurde. Prägend für den Sound der Band ist der ausdrucksstarke Gesang von Mikro-Mann Dean Hathaway, der zum musikalischen Background aus Gothic, Industrial und symphonischen Rock-Parts sehr gut passt. Als Anspieltipps empfehle ich euch das beschwingt-abgedrehte „Strange Gothic Romance“ und das elektronisch influenzierte „Abigail“. Es gibt viele Facetten auf „Malice In Wonderland“ zu entdecken.
Conny A. Rettler


WHITE LION
Return Of The Pride
Frontiers/Soulfood
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Wer hätte das wohl gedacht? Nach 16 Jahren veröffentlichen White Lion mit „Return Of The Pride“ wieder ein neues Studioalbum. „Die Songs auf der Scheibe sind klassischer Rock in seiner reinsten Form und repräsentieren die Erfahrungen, die wir über all die Jahre hinweg gesammelt haben“, berichtet Sänger Mike Tramp. Das Ergebnis weiß zu überzeugen und wird von dem fast neunminütigen „Sangre De Cristo“ eröffnet. Der Fünfer schöpft aus dem Vollen und lässt auch bei Songs wie „Live Your Life“ und „Set Me Free“ nichts anbrennen. Für den Hardrock-Fan ist diese Scheibe ein Must-Buy!
David Comtesse
 

 

 

 

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