MĂ€rz/April 2009

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@ schlecht

 

 

 

16
Bridges To Burn
OBSCURA
Cosmogenesis Relapse/Rough Trade
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In Japan waren die Sludge-Metaller "16" recht erfolgreich. Nun melden sie sich nach fast 6jĂ€hriger Pause mit dem neuen Album "Bridges To Burn" zurĂŒck. Ein alles niederdrĂŒckender Dampfwalzensound fĂŒr Fans von Bands wie Melvins, Unsane, Eyehategod, Crowbar u.a. - Technisch versiert prĂ€sentiert sich der Vierer OBSCURA auf „Cosmogenesis“. Die Band, die sich aus Mitgliedern von Gruppen wie Necrophagist und Pestilence rekrutiert hat, fusioniert modernen Metal mit progressiven EinflĂŒssen.
Bernd Oppau

2ND DISTRICT
Poverty Makes Angry
People Like You/SPV
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 Manchmal hat es ja auch was Gutes, wenn sich eine oder zwei Bands auflösen und daraus dann eine neue Formation entsteht. Wie etwa im Fall von 2nd District, einer Punk&Rock-Truppe aus dem Ruhrgebiet, die nach der 7‘‘ Single jetzt endlich einen Longplayer nachschiebt. Ihr Sound ist straight, tough und unverwĂ€ssert und hĂ€mmert dir von Anfang an die Fontanelle auf. Locker finden sich Anleihen der Sex Pistols, Dead Boys oder Slaughter & The Dogs in ihren Power-Songs, die die Fahne des Rock-Punk hochhalten. So jagt man die Skalen rauf und runter, lĂ€sst die VerstĂ€rker Überstunden machen und gibt sich auch keine Sekunde mit dem Erreichten zufrieden! Echt geiler Kampfstoff!
Jörg Eifel

A DAY To REMEMBER
Homesick
Victory/Soulfood
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Mit einer neuen CD melden sich die 5 Jungs von A Day To Remember zurĂŒck. Im MĂ€rz wird die Band auch hierzulande unterwegs sein. Auf „Homesick“ gibt’s vorher noch die ganze Wagenladung an ohrgĂ€ngigem Pop-Hardcore, den man von der Gruppe gewohnt ist. Als Anspieltipps empfehlen sich gleich der Opener „The Downfall Of Us All“ und der etwas langsamere Smasher „My Life For Hire“.
Yasmin Schmidt

ANGELIKA EXPRESS
Goldener Trash
Peng Musik/Cargo
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Mit dem aufrĂŒttelnden Opener "Was wollt Ihr alle" und ihrer neuen Scheibe "Goldener Trash" meldet sich das Kölner Power-Pop-Punk-Wave-Trio Angelika Express eindrucksvoll in der Szene zurĂŒck. So intelligent, kompromisslos kraftvoll und nach vorne treibend kann deutschsprachige Musik klingen. Unbedingt antesten mĂŒsst ihr auch Nummern wie "Dich gibt's nicht" und "Du trinkst zuviel". Gelungene und absolut empfehlenswerte Rille!
Duklas Frisch

THE ANSWER
Everyday Demons
Steamhammer/SPV
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„Everyday Demons“ haben die irischen Hardrocker The Answer ihr zweites Album genannt und stehen musikalisch in der besten Tradition von Bands wie Led Zeppelin, Free oder Black Crowes. Unverkennbare Trademarks im The Answer-Sound sind die tolle Gesangsar beit von SĂ€nger Cormac Neeson und die griffigen Gitarrenlines von Paul Mahon, aber auch die Rhythmusfraktion mit Micky Waters (bass) und James Heatley (drums) sorgt fĂŒr pushenden Druck. Als Anspieltipp empfehle ich das in bester Led Zep-Tradition rockende „Too Far Gone“, welches sich im regelrechten Gitarrengewitter entlĂ€dt.
David Comtesse

ARISE AND RUIN
Night Storms The Hailfire
Victory/Soulfood
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KnĂŒppelattacke von Arise And Ruin in ziemlich ĂŒbler SoundqualitĂ€t. Wer sich allerdings regelmĂ€ĂŸig mit wĂŒstem Hardcore-Thrash die Birne wegfrĂ€st, fĂŒr den ist die Scheibe wahrscheinlich wie ein befreiender Kopfschuss. Ich find’s nur degeneriert und grottig.
Minky Stein

 

AVIAN
Ashes And Madness
Silverwolf Productions/SPV
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Metal-Freaks dĂŒrfte der Name Yan Leviathan aus diversen Metal-Projekten kein Unbekannter sein. Hier ist er mit seiner 2002 gegrĂŒndeten Formation Avian am Start und zieht sein zweites Melodic-Power-Album aus dem Hut. Als SĂ€nger fungiert dabei Ex-Pyramaze Lanze King und den Bass ĂŒbernahm das ehemalige Megadeath-Mitglied David Ellefson. Eine Scheibe, die nicht nur durch Geschwindigkeitsbolzerei auffĂ€llt, sondern viel Wert auf stimmliche Ausgewogenheit und wohldosierte Stop- and Go-Parts legt.
Frank Zöllner

BIBLE OF THE DEVIL
Freedom Metal
Cruz del Sur/Alive
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Die aus Chicago stammenden Bible Of The Devil kommen auf dieser Scheibe ganz schön in Fahrt. Auf dem Spielplan steht schweißtreibender Rock’n’ Roll mit energetischen Gitarrenriffs und den bestens aufgelegten Vocals von Frontmann Mark Hoffman. Schon der Opener „Hijack The Night“ schlĂ€gt voll auf die 12 und gibt die Marschrichtung des Vierers vor. Der Old School Rock von Bible Of The Devil erinnert mitunter an Bands wie Thin Lizzy und Motörhead, weshalb Fans dieser Bands sich diese CD unbedingt einmal zu GemĂŒte fĂŒhren sollten. Im MĂ€rz kommen die Jungs ĂŒbrigens auf Europa-Tour.
Tim Beldow

THE BLUESTATION
Over The Top
Shotgun/Bellaphon
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Ungeschminkt, rough und authentisch klingt der Sound von „The Bluestation“, dem Trio aus Helsinki. Die dreiköpfige Band schluckt nicht nur viel Bier, sondern lĂ€sst auf der BĂŒhne eine Menge ungezĂŒgelter Energie zwischen Bluesrock, Stonerrock und Rock’n’Roll auf ihre Fangemeinde los. Klar, dass ihre Aufnahme ohne schnöde Overdubs auskommt. Tracks wie „Bigger Than Jesus“ oder „Love Stranger“ marschieren mit ungezĂŒgelter Gitarrenenergie nach vorne und Fronter Jack F. Knight frĂ€st sein Credo mit ganzer Inbrunst ins Mikro. Ein starkes Album  von einer glaubwĂŒrdigen Band, die wie der Teufel rockt.
Rainer Guérich

THE BURNING
Rewakening
Massacre Records
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Zweites Langeisen der dĂ€nischen Thrash/Death Metaler  The Burning, die auf der letztjĂ€hrigen Danish Dynamite Tour mit Illdisposed die Fangemeinde begeistern konnten. Ein Dutzend Songs hĂ€lt der Diskus bereit. Der Vierer um Fronter Johnny Haven setzt auf markterschĂŒtternde Bass- und Gitarrentunes, deepe Growls und volle AggressivitĂ€t. Hier gibt es keine faulen Kompromisse, straiight in die Fresse lautet das Motto auf „Rewakening“.
Jörg Eifel

CANTATA SANGUI
On Rituals And Correspondence In Constructed Realities
Season Of Mist
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Cantata Sangui legen mit ihrer Scheibe "On Rituals And Correspondence In Constructed Realities" eine ebenso progressives wie darkes Meisterwerk vor, das im Spannungsfeld zwischen Doom, Gothic und Black Metal agert. Der Auftakt "In Half-light" sorgt fĂŒr die richtige Einstimmung, dann offenbart die fĂŒnfköpfige Band um Frontfrau Anna PienimĂ€ki ihre wahre Klasse. Lyrisch, gitarresk, pulsierend, treibend, dark und packend strömt der Bandsound aus den Boxen. Tolle Scheibe, der man sich als Hörer voll und ganz hingeben muss.
Olaf Rominski

CHAIN REACTION
Vicious Circle
Kolony Records/Rough Trade
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Die polnischen Thrash Metaller Chain Reaction veröffentlichen ĂŒber das italienische Label Kolony Records ihre neue Scheibe „Vicious Circle“. Verdammt fettes Teil, denn der drĂŒckende Sound, den der FĂŒnfer um Frontmann Barton auf den 11 Tracks in Szene setzt, blĂ€st ganz schön gegen den Nacken. Dennoch versteht es die Band in ihren von Gruppen wie Pantera oder Machine Head beeinflussten Soundkomos auch harmoniegetrĂ€nkte Riffs und Vocals zu platzieren. Als Anspieltipps sind deswegen das tempovariierende „Worlds Of War“ und das hymnisch nach vorne preschende „Values“ ganz gut geeignet.
Conny A. Rettler

CHEAP TRICK
Budokan!
Sony Music
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Mit ihrem melodischen Poprock spielten sich Cheap Trick in den 70er Jahren in die Herzen der Fans. Am erfolgreichsten war allerdings ihre LP „Live At Budokan“ aus dem Jahre 1978 inklusive des Klassikers „I Want You To Want Me“. Über Sony Music erscheint nun eine aufwĂ€ndige und edel aufgemachte „30th Anniversary  Deluxe Collection“, die gleich 3 CDs plus DVD beinhaltet. CD 1 beinhaltet das komplette, digital ĂŒberarbeitete Konzert von 1978, CD 2+ CD3 servieren dem Fan Konzerte, die Cheap Trick 1998 in Budokan gaben.   Auf der DVD kann man sich das 78er Konzert inklusive 2 Livetakes von 2008 aus Budokan auch noch anschauen. Die volle Packung Cheap Trick!
David Comtesse

 

CHAOSWAVE
Dead Eye Dreaming
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ANDROMEDA
The Immunity Zone
Silverwolf Productions/SPV
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Seit 2003 ist die italienische Metal-Combo CHAOSWAVE um den dĂ€nischen BandgrĂŒnder Henrik ‚Guf‘ Rangstrup jetzt bereits in Sachen knallhartem Thrash unterwegs. Auch bei ihrem brandneuen Dreher setzt die hierzulande noch recht unbekannte Band auf einen immer wieder zu beobachtenden Trend, cleane Vocals von adretten, jungen Damen ĂŒbernehmen zu lassen. Hier wird eine gute Stunde lang geschrubbt, was das Zeug hĂ€lt. Auf Dauer schon etwas eintönig...  - Eine neue Scheibe legen auch die deutschen Schwermetaller ANDROMEDA vor.  Das Material auf „The Immunity Zone“ gefĂ€llt durch seine ausgeklĂŒgelte Melange aus Progressiv-Anleihen und beinhartem Metalsound.
Frank Zöllner

THE COLD EXISTENCE
Sombre Gates
Kolony Records/Rough Trade
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Zweites Album der schwedischen Black/Death-Metaller The Cold Existence. Zu CD-Beginn gibt’s mit „Oracle“ noch ein atmosphĂ€risches Intro, dann werden die Höllenhunde von der Leine gelassen. Fronter Jan Sallander gurrt und growlt, die Gitarrensalven werden im Hochgeschwindigkeitstempo losgeschrubbt. FĂŒr Fans von Bands wie Behemoth und Nile sicherlich eine Offenbarung.
Jörg Eifel

COPPELIUS
Tumult
F.A.M.E./edel
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Zweite Veröffentlichung von Coppelius, dem abgefahrenen Kammercore-Ensemble, das mit Instrumenten wie Klarinette, Cello und Kontrabass mĂ€chtige Klangwucht erzeugt. In Verbindung mit den deutschsprachigen Texten erzeugt die Band so eine ganz eigene Dark-Romantik mit Wiedererkennungswert. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie "Habgier" und "Komposition". Die beiden Coppelius-Coverversionen "Rightful King" (von den Inchtabokatables featuring Eric Fish von Subway to Sally) und "Charlotte the Harlot" (von Iron Maiden) wurden auf der CD auch noch  zu neuem Leben erweckt.
Yasmin Schmidt

CORPUS CHRISTI
The Darker Shades Of White
Victory/Soulfood
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Dieser Bandname wĂŒrde Papst Benedikt vollkommen zu Recht nicht gefallen. Das ist einfach geschmacklos, speziell in Verbindung mit dem KnĂŒppel-Inferno an (Melodic, wo?) Metal-Core. Das Hören der Songs grenzt an Selbstgeißelung und bereitet einfach nur Schmerzen im Mittelohr. Eigentlich will ich fĂŒr diese elende Leistung gar keinen Punkt vergeben.
Minky Stein

CRIMINAL
White Hell
Massacre Records
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Criminal kommen aus Chile und hauen uns auf ihrem sechsten Album „White Hell“ die volle Wagenladung hasserfĂŒllten Thrash Metal um die Ohren. Fronter Anton Reisenegger grunzt sich die Seele aus dem Leib und Rodrigo Contreras steuert hiebige und teils verfrickelte Gitarrenparts zu dem eruptiven Soundcocktail bei.  Bei Granaten wie „It Came From The North“ und „Cloven Hoof“ bleibt kaum Zeit zum Luft holen. Thrash Metal-Freunde erhalten beim Kauf der CD im Package auch noch eine Bonus-DVD mit sage und schreibe 3 Liveshows (2 x Live in Chile plus „Up Ground The Ground Festival“).
Conny A. Rettler

DEEP TRIP
Deep Trip
Deaf Sheperd/Indigo
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Wie klingt es, wenn die aggressive Wucht von Rockmusik auf ein klassisches Instrumentarium aus Geige, Cello und Kontrabass trifft? Die Antwort hierzu gibt die Schweizer Formation Deep Trip um SÀnger und Gitarrist Claudio Moser. Entstanden ist ein variantenreiches, emotionales, aber auch kraftstrotzendes musikalisches Opus, bei dem das klassische Instrumentarium in einen völlig neuen Soundkontext gebracht wird.
Bernd Oppau

DEFEATER
Travels
Bridge 9/Soufood
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Defeater aus Boston, Massachusetts sind eine Combo, die in ihrer grundlegenden musikalischen Herangehensweise an typische 90er Jahre Hardore-Formationen erinnert. Entstanden ist im Fall von "Travels", ihrer DebĂŒtrille, ein reinrassiges Hardcore-Album mit zahlreichen Ecken und Kanten. Etwas erschlagend wirken dabei die pumpenden UpTempo-Passagen, wĂ€hrend derer man an so mancher Stelle fast schon meinen könnte, Defeater wĂŒrden vollends die Kontrolle verlieren. Selten bedĂ€chtig agierend, kann man bereits in diesem frĂŒhen Stadium sagen, es hier mit einer exzellent aufspielenden Formation zu tun zu haben. Mit "Travels" lĂ€sst die Band aus Boston jedenfalls nichts anbrennen und macht gespannt auf das, was da in Zukunft noch alles passieren wird.
Enzo Bach

DOMAIN
The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow
Limb Music/SPV
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Ein anspruchsvolles und durchdachtes Konzeptalbum, das die Mannen um Axel Ritt hier vorlegen. „The Chronicles...“ basiert auf der Literaturvorlage „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang von Goethe und wurde zu einem packenden Metal-Opus transformiert. Im Hochgeschwindigkeitstempo startet der Opener „Picture The Beauty“, der den musikalischen NĂ€hrboden fĂŒr die hymnische Stimme von SĂ€nger Nicolaj Ruhnow bereitet.  Klasse sind auch die Kompositionen, bei denen die Temposchraube etwas herunter gedreht wird. Man höre hierzu „Angel Above“.
David Comtesse

DREAMING DEAD
Within One
Ibex Moon
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Eine der wenigen Thrash&Death-Metal Bands mit einer Frontfrau am Micro ist Dreaming Dead, die aus dem fernen Los Angeles ihren krachenden Power-Kraftstoff unters Volk bringen. Schon seit einigen Jahren in der hartumkĂ€mpften Szene recht erfolgreich, hat sich die Truppe um BandgrĂŒnderin Elizabeth Schall zu einer festen Institution in der amerikanischen Metal-Szene entwickelt. Mit „Within One“ steht ihr neuester Dreher am Start und hat wieder die obligate Mixtur aus brutalen Stakkato-Riffs, aggressivem Drumming und ultrabösen Doompassagen im GepĂ€ck. Hier wird mit Leib und Seele gerockt, dass die Bude wackelt und in Songs wie „Shadows In The Dark“ oder „Manslaughter“ allen dĂŒsteren Seelen aus dem Herzen gesprochen.
Frank Zöllner

EAT THE GUN
Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion
Limited Access/Intergroove
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Auf Trio-GrĂ¶ĂŸe zurecht geschrumpft, prĂ€sentieren die MĂŒnsteraner EAT THE GUN ihre neue Kraftpille. Die Konzentration auf die klassische Rock’n’ Roll Besetzung mit Gitarre, Bass und Drums hat dem Gruppensound hörbar gut getan. Die 11 Songs, die von Claus Grabke (u.a. Thumb, Alternative Allstars) co-produziert wurden, rocken wie die Hölle und verlangen den StimmbĂ€ndern von Mikromann Hendrik „Deuce“ ÜcĂŒncĂŒ so ziemlich alles ab. Monster Heavy-Rock, der mit hymnischen Chorlines straight marschiert und mit den Gastauftritten von Henning Wehland (H-Blockx) und Ingo Knollmann (Donots) auf dem StĂŒck „Wiser“ auch noch einen ganz besonderen Moment hat.
David Comtesse

ELECTRIC 69
Electric 69
Go Down Records/Radar Music
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FĂŒnf Jungs aus dem Norden Italiens mit ihrer packenden zweiten Scheibe, auf der sie sich natĂŒrlich ganz und gar dem Rock'n'Roll verschrieben haben. The Who meets Hellacopters und Grand Funk Railroad, abgeschmeckt mit einer Rhodes-Orgel. Auf der letztjĂ€hrigen Popkomm beeindruckten sie mit ihrer energetischen Show jedenfalls das Publikum.
Jörg Eifel

EMERGENCY GATE
ReWake
Silverwolf/SPV
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Wer auf hiebigen Modern Metal steht, sollte sich die neue Scheibe von den deutschen Emergency Gate einmal zu GemĂŒte fĂŒhren. Insbesondere der Neuzugang am Mikro (Ex-Suidakra-Fronter Matthias Kupka) bringt das Emergency Gate-Flagschiff mit seinen Growls ins richtig tiefe Fahrwasser. Auf dem Spielplan stehen packende Nummern wie „Double Suicide“ und „Slave“, die sich durch intelligenten Songaufbau und druckvoller Gitarrenkomponente auszeichnen. Klasse ist auch das mit einem mystischen Intro beginnende „...Of Stars And The Drifting“. „ReWake“ ist ein echter WachrĂŒttler.
Olaf Rominski

ENSOPH
Rex Mundi X-Ile
Cruz del Sur/Alive
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Die italienischen Ensoph sind bereits bei ihrem vierten Longplayer angekommen. Auf dem Programm steht ihr gewohnt hiebiger und dennoch sehr versiert gespielter Dark Heavy Metal, der auch FreirĂ€ume fĂŒr Melodien und AtmosphĂ€re zulĂ€sst. Unbedingt reinhören in Nummern wie „Evil Has Found A Servant“ und „Shame On You!“.
Bernd Oppau

THE ETERNAL
Kartika
Firebox Records/SPV
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Gleich mit  einer Doppel-CD knĂŒpfen die Australier THE ETERNAL an ihr VorgĂ€ngeralbum "Sleep Of Reason" an. "Kartika" heißt es und wird von den Fans in ihrem Heimatland schon sehnsĂŒchtig erwartet. In Europa hingegen sind die Jungs noch relativ unbekannt. Dieser Umstand dĂŒrfte sich nun Ă€ndern, seit das finnische Label Firefox die Jungs unter seine Fittiche genommen hat. Nach wie vor bleibt die Band der DĂŒstermucke treu, gemixt mit anspruchsvollem Gothicmetal und einer soliden Handarbeit. Die neue Rille rockt gewaltig und zeigt die Jungs auch auf ihrer Bonus-CD mit gewöhnungsbedĂŒrftigen Remixen von ihrer „Schokoladenseite“!
Frank Zöllner

DAVE EVANS
Judgement Day
STF Records/CMS
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Dave Evans war GrĂŒndungsmitglied bei AC/DC und spĂ€ter bei den australischen Hardrockern Rabbit involviert. 2006 erschien "Sinner", ein vielbeachtetes Album unter eigenem Namen, dem nun mit "Judgement Day" eine kraftvolle Rock-Pille in bestem AC/DC-Style folgt. Unwiderstehlich und mit bĂ€rbeißiger Reibeisenstimme wird die CD mit dem Rock-Shuffle "We Don't Dance To Your Song" eröffnet, bei "Little Headbanger" tritt Dave Evans und Gefolgschaft ordentlich aufs Gaspedal. Besondererr Reinhörtipp ist die mit Inbrunst vorgetragene Version des Burdon/Animal-Klassikers "House Of The Rising Sun".
David Comtesse

FACE DOWN HERO
Of Storytellers And Gunfellas
Yonah Records/Alive
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Jedes Jahr ein neues Album  heißt das Credo der deutschen Thrash-Metaller Face Down Hero, die uns mit „Of Storytellers And Gunfellas“ ihren dritten Streich servieren. Die Band setzt sich kritisch mit Themengebieten wie Missbrauch von Waffen, Sinnlosigkeit des Kriegs u.a. auseinander. Musikalisch verpackt in einen beklemmenden, aber auch melodischen Sound voller Emotionen, Gitarrengewitter und klanglicher Wendungen. Zweifellos das reifste und bis dato anspruchsvollste Werk der noch jungen Bandgeschichte von Face Down Hero. Anspieltipp: „Modern Prophets And Saints“.
Tim Beldow

F5
The Reckoning
Silverwolf/SPV
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Obwohl F5 eigentlich das Ă€ltere Projekt des ehemaligen Megadeth-Bassers Dave Ellefson darstellt und die Scheibe in den Staaten bereits seit 2007 auf dem Markt ist, ging in Europa zunĂ€chst das Temple Of Brutality-DebĂŒt "Lethal Agenda" vor. GlĂŒcklicherweise hat sich nun mit Silverwolf Productions endlich ein Label gefunden, das "The Reckoning" hierzulande veröffentlicht. Dave ist bei beiden Bands der federfĂŒhrende Songwriter und zeigt dabei sehr unterschiedliche Facetten seines Könnens. Mit dem derben Thrash von Temple Of Brutality hat F5 nichts am Hut. Hier liegt das Augenmerk deutlich auf den Melodien und die gibt es zuhauf. Man mag insgesamt vielleicht den großen Aha-Effekt vermissen, denn bis auf den Titeltrack gibt es kaum einen Song mit Hit-Potential. Trotzdem bieten die Jungs solide Metal-Kost der gehobenen Klasse.
David Comtesse

HERMAN FRANK
Loyal To None
Metal Heaven/Soulfood
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Herman Frank, Gitarrist und GrĂŒndungsmitglied von Accept, legt mit „Loyal To None“ sein erstes Soloalbum vor. Schon gleich der Opener „Moon II“ rockt pfeilschnell nach vorne und bildet den idealen NĂ€hrboden fĂŒr die groovig-kernigen Shouts von Frontmann Jiotis Parachidis (Human Fortress, Victory). Komplettiert wird die Crew um Herman Frank von Basser Peter Pichl (Running Wild) und Stefan Schwarzmann (Helloween, Krokus), den Mann hinter der Schießbude. Straight Ahead-Heavy Rock, der sich durch mitreißendes Tempo, ins Ohr gehende Vocallinien und exzellente Gitarrenriffs auszeichnet.
David Comtesse

FUTILE
Argonaut
STF Records/CMS
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Futile sind eine hörenswerte Progrock-Band aus Deutschland, in deren Sound neben atmosphÀrisch progressiven Parts auch Metallriffs Einzug halten. SÀnger und Gitarrist Oliver Reinecke steuert zum spannungsgeladenen Sound vorwiegend cleanen Gesang bei. Reinhörtipps sind das Art-Rockige "Sirens" und das durch gekonnte Tempiwechsel brillierende "A Liar's Confession".
Tim Beldow

GAZPACHO
Tick Tock
HWT Records/Sony Music
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Die norwegischen Gazpacho veröffentlichen mit „Tick Tock“ ihr viertes Album, auf dem sie dem geneigten Hörer ein ganz besonderes Erlebnis verschaffen. Das Sextett, dessen musikalischer Stil von der Kritik bereits nicht untreffend als „atmosphĂ€rischer Neo-Progressive Folk World Rock“ bezeichnet wurde, lĂ€sst in seinen facttenreichen Progrock auch arabische Sounds und WĂŒsten-Feeling einfließen. Dazu gibt es den ausdrucksstarken und variablen Gesang von Frontmann Jan-Henrik Ohme. Unbedingt reinhören in den mĂ€chtigen Opener „Desert Flight“ und „Winter Is Never“.
David Comtesse

GENESIS
Trespass
Nursery Cryme
Foxtrot
Selling England By The Pound
Virgin/EMI
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Die GENESIS-Fangemeinde kann aufatmen. Nachdem die „grĂŒne“ Re-Release-Box mit den Peter Gabriel Jahren 1970 bis 1975 nach kĂŒrzester Zeit ausverkauft war, sind die ersten 4 Genesis-Werke mit Hybrid-SACD plus DVD nun auch als separate Editionen im Handel (ĂŒber Virgin/EMI) erhĂ€ltlich. Das klangliche Ergebnis des remasterten Stereo- sowie 5.1.-Sounds  ist wirklich erstaunlich, wenn man sich hierzu die ursprĂŒnglich veröffentlichten CD-Ausgaben anhört. Eine gute Idee war es auch, den einzelnen CDs noch eine Bonus-DVD mit zusĂ€tzlichem visuellen Part und Interviewmaterial beizufĂŒgen. - Den Auftakt des Veröffentlichungsreigens macht „Trespass“ aus dem Jahre 1970. Es ist das erste Progrock-Album von Genesis und ĂŒberzeugt mit epischen und GĂ€nsehauterzeugenden Kompositionen. Besonders interessant sind hier Tracks wie das abwechslungsreiche „Looking For Someone“ und das mit Orgel und Flöten verzierte „Stagnation“. - Bereits ein Jahr spĂ€ter veröffentlichten Genesis mit „Nursery Cryme“ ihre nĂ€chste LP, die ganz auf dĂŒstere Grundstimmung und komplexe Arrangements setzte. Herausragend auf der Scheibe ist natĂŒrlich das superlange „The Musical Box“, ein Klassiker. - Weiter geht’s mit dem Album „Foxtrot“, welches 1972 erstmals veröffentlicht wurde. SchlĂŒsselstĂŒck ist hier natĂŒrlich die fast 23minĂŒtige Version des Bombast-Proggers „Supper’s Ready“. Die DVD fĂ€hrt auf der Neuedition noch zusĂ€tzliches Material aus dem Piper Club in Rom und aus BrĂŒssel (Rock Of The 70’s) auf, welches von 1972 stammt. - Last but not least erscheint auch noch „Selling England By The Pound“ (1973) in der rundumerneuerten Fassung. Herausragend auf dieser LP sind StĂŒcke wie „Firth Of Fifth“ und „The Cinema Show“.
David Comtesse

ITCHY POOPZKID
Dead Serious
Where Are My Records/Universal
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Jetzt steht bereits das 3. Album der deutschen Punkhoffnung in den Regalen und liefert uns eine erstaunliche Bandbreite aus flotten BasslĂ€ufen, Highspeed-Wahnsinn und einer selten gehörten Liebe fĂŒr Melodien, lĂ€ssige Grooves und gefĂ€llige PianolĂ€ufe. Die Jungs haben unĂŒberhörbar einen Reifeprozess hinter sich, der nicht nur das Songwriting umfasst. Die Buben von Itchy Poopzkid, die trotz allem immer noch die deutsche Gruppe mit dem bescheuertsten Bandnamen bleiben, denken aber auch an die feinen Details.
Jörg Eifel

JOHNNIE ROOK
Rabatz
RĂŒgencore/Rough Trade
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Bei der Berliner Band um SĂ€ngerin Franziska schlĂ€gt das Herz am richtigen Fleck. Das fĂŒnfköpfige Quintett Johnnie Rook legt mit „Rabatz“ eine verdammt kickende und amtliche Punk’n’Roll-Scheibe vor, die es so rchtig krachen lĂ€sst. Die meisten Songs sind in englischer Sprache, wobei es auch einige deutschsprachige Titel gibt. Als ReinhörvorschlĂ€ge empfehlen sich Nummern wie „Herz statt Faust“ und „Back To The Shadows“.
Jörg Eifel

KOMMANDO KAP HOORN
Die Zukunft der Tiefe
Impact Records/Broken Silence
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Kommando Kap Hoorn kommen aus Bremen und sind aus der VorgĂ€ngerband "Free Range Timebomb" hervorgegangen. Musikalisch bietet die Band absolut packenden Deutschpunk mit politischer Message, ins Ohr gehenden Melodien und rasantem Tempo. Highlights der Scheibe sind StĂŒcke wie "Sturm", "Zahltag" und "Raubtier Mensch".
Jörg Eifel

THE LAST VEGAS
The Last Vegas
Last Vegas/Cargo Records
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SpĂ€testens nach dem 3. Song „Loose Lips“ ihrer DebĂŒtrille wird klar, warum sich die Jungs von Mötley CrĂŒe die Dienste von The Last Vegas fĂŒr ihre bevorstehende US-Tour gesichert haben. Der FĂŒnfer aus Chicago hat den US-Talent-Wettbewerb Make Rock History sozusagen im Handschlag gewonnen, und als Hauptgewinn gab‘s einen Auftritt im Vorprogramm von Mötley CrĂŒe. Der Rest ist bekannt. Jetzt liegt mit dem selbstbetitelten Dreher ein knackiger Longplayer vor, der mit handgemachtem und blueslastigem Rock aufwartet. Hier wird nichts glattgebĂŒgelt oder unter den Tisch gekehrt. 13mal servieren uns The Last Vegas die ultimative Rock-Dröhnung mit einem gehörigen Spaßfaktor, der unter die Haut geht.
Jörg Eifel

THE LEECHES
Eat The Leeches
Tre Accordi Records/Radar-Music
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Zumindest in ihrer norditalienischen Heimat genießen The Leeches im Underground so etwas wie einen Kultstatus. Mit ihrem 4. Release wollen die PunkjĂŒnger auch in deutschen Landen so richtig loslegen. Allerdings wirkt ihr knĂŒppelharter und Gitarrenlastiger Krachstoff auf die Dauer doch etwas eintönig und vermisst jegliche Innovation. Hier wird eine PrĂŒgelpackung aufgemacht, nervös-rockig, roh und spröde und viel zu vorhersehbar. Also nix Neues vom italienischen Nachbarn und selbst fĂŒr eingefleischte Punkfans bĂ€rig ĂŒbersteuert und ohne spitze Soundsplitter oder Sogwirkung.
Frank Zöllner

LAYLA MILOU
The Pink Parade
7Hard/H’Art
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Mit „The Pink Parade“ stellt die aus Nordrhein-Westfalen stammende Layla Milou ihr ebenso freches wie unbeschwert melodisches DebĂŒtalbum vor. Musikalisch verzaubert das auch noch verdammt hĂŒbsch aussehende Girl den Hörer mit packenden Pop-Punk-Melodien und ihrem keck-fordernden Gesang. „Smooth Operator“ ist eine verdammt hymnische Mitgehnummer, die auf der BĂŒhne sicherlich jeden zum Mitsingen animiert. „Happy“ wird von einem beherzten Gitarrenbrett angetrieben und zeigt, zu welcher emotionalen Gesangsleistung Layla fĂ€hig ist, wenn sie ihren GefĂŒhlen freien Lauf lĂ€sst. Eine der hĂ€rtesten Nummern des Albums ist sicherlich „We Rock The House“, ein fettes und mĂ€chtiges Rockbrett, das ordentlich Druck nach vorne macht.  Doch Laylas Stimme funktioniert auch in langsameren Nummern wie in dem Midtempo-Stomper „LA“, einer ganz persönlichen LiebeserklĂ€rung an die USA.
Rainer Guérich

LETZTE INSTANZ
Schuldig
Drakkar/Sony BMG
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Nach dem Akustikalbum „Das weiße Lied“ legen Letzte Instanz nun ein neues Album vor. Das Ergebnis sollte die Fans zufrieden stellen, denn es gibt einige gute Nummern auf der Scheibe zu hören, etwa „Flucht ins GlĂŒck“, „Eisherz“ und „Finsternis“. Die Ausgestaltung der musikalischen Arrangements lĂ€sst keine WĂŒnsche offen.
Jörg Eifel

 

NAPALM DEATH
Tiem Waits For No Slave
Century Media/EMI
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Seit 27 Jahren sind Napalm Death eine feste Institution im Reich des Grindcore und zeigen auch auf ihrem 13-ten Studioalbum keinerlei ErmĂŒdungserscheinungen. Das volle Brett: aggressiv, mĂ€chtig und ungezĂŒgelt nach vorne preschend. Schon "Strong-Arm" und "Diktat", die beiden ersten StĂŒcke des Longplayers, zeigen mit ihrer Vehemenz und HĂ€rte die Marschrichtung an. Definitiv keine Scheibe fĂŒr Weicheier!
Olaf Rominski

NASHVILLE PUSSY
From Hell To Texas
Steamhammer/SPV
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Seit mehr als 10 Jahren steht Blaine Cartwright (vocals, guitar) und seine Band fĂŒr einen nach vorne marschierenden Rock’n’Roll mit Reibeisenstimme, der keine Fragen/WĂŒnsche offen lĂ€sst und es so richtig knacken lĂ€sst. Klar, dass auch die neue Pussy-Pille „From Hell To Texas“ ordentlich Kraft aus den Rillen schwitzt und mit gehörigem Texas-Feeling daherkommt. Da galoppiert schon mal eine Horde Pferde durch die Lautsprecherlandschaft, bevor in „Drunk Driving Man“ beherzt abgerockt wird. Cartwright nennt die Scheibe deshalb auch „das Southern-Album, das Alice Cooper nie gemacht hat.“
Rainer Guérich

PENDRAGON
Pure
Insideout/SPV
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Seit mehr als 30 Jahren sind Pendragon eine feste GrĂ¶ĂŸe innerhalb der Progressive-Rock-Szene. Auch ihr neues Album „Pure“, das in der Special Edition mit Bonus-DVD erscheint, kann ĂŒber weite Strecken ĂŒberzeugen. Mittleweile hat sich die Band auch moderneren Sounds und Alternative Rock-Anleihen geöffnet, was dem positiven Gesamteindruck der CD in keinster Weise geschadet hat. Anspieltipp ist das dreigeteilte „Comatose“.
Bernd Oppau

PLACES OF POWER
Now Is The Hour
Frontiers/Soulfood
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Wow! Bei PLACES OF POWER hat man den Eindruck, Foreigner wĂ€ren mit ihrer QualitĂ€t der Achtziger Jahre zurĂŒckgekehrt. TatsĂ€chlich ist SĂ€nger Philip Bardowell der Klasse von Lou Gramm aus jener Zeit ebenbĂŒrtig, wobei die Ähnlichkeit der Stimme schon frappierend ist. Mir ist das jedenfalls egal, denn die 12 StĂŒcke auf „Now Is The Hour“ sind allererste Sahne. Mit seinem kongenialen musikalischen Partner Bruce Turgon  schrieb Bardowell Melodicrock-Hymnen fĂŒr die Ewigkeit. Unbedingt reinhören in Smasher wie „I Live For You“ und in die knackige Up-Tempo-Nummer „Desires Of Our Hearts“.
Rainer Guérich

POLAR BEAR CLUB
Sometimes Things Just Disappear
Bridge 9/Soulfood
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Polar Bear Club kommen aus dem amerikanischen Syracuse und sind das neueste Signing bei Bridge 9 Records. Musikalisch zwischen Bands wie Hot Water Music und Rise Against anzusiedeln, bietet die Band kraftvollen und emotionalen Indierock und Melodiccore.
Jörg Eifel

 

PURE REASON REVOLUTION
Armor Vincitomnia
Superball Music/SPV
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Das englische Quintett Pure Reason Revolution verbindet auf „Armor Vincitomnia“ mehrstimmigen Gesang mit kraftvollen Gitarrenlinien, wummernder Elektronikkomponente sowie Space- und Progrock-Flair. Abwechslung lautet das Motto, und so spannt der FĂŒnfer seinen musikalischen Bogen vom elektronisch bleependen Opener „Les Malheurs“ ĂŒber das rockige „Victorious Cupid“ bis hin zum dreigeteilten, gesanglich fein abgestuften Prog-Oeuvre „Keep Me Sane..., Apogee, Requiem For The Lovers“. Eine CD fĂŒr den reifen Prog-Hörer, der ĂŒber den stilistischen Tellerrand blicken kann.
Bernd Oppau

QUENTIN LAGONZA
Quentin Lagonza 
FinestNoise/Radar Music
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Quentin Lagonza ist ein Vierer aus Luxemburg, der den Geist der 60er/70er Jahre mit dicken GartenschlĂ€uchen aufgesogen zu haben scheint. Dazu gibt es eine ordentliche Packung an allerlei noisigen Riffs, Stonerrock, WahWah Riffs und breiten GitarrenwĂ€nden. Als Reinhörtipp empfiehlt sich das hochverdichtete "Time's Running Fast". Der elegische, aber BandprĂ€gende Gesang von Frontmann Joe Ries ist etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, ich finde ihn fĂŒr die brodelnde Lagonza-Klangsuppe aber sehr passend.
Rainer Guérich

MARC REECE
Let It Burn
INAK/in-akustik
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Gitarrist und SĂ€nger Marc Reece hat mit GrĂ¶ĂŸen wie Alvin Lee, Pat Travers und Wishbone Ash auf der BĂŒhne gestanden. Zusammen mit seinem klassisch besetzten Rocktrio favorisiert er auf seinem neuen Album „Let It Burn“ knackigen und tempovariierenden Rock mit unverkennbarem Hendrix- und Stevie Ray Vaughan-Einschlag.  Das TitelstĂŒck, gleichzeitig  Opener, rockt straight nach vorne und bringt ordentlich Dampf in die Bude. „Long Way“ und „Can’t Handle It“ bieten astreinen Bluesrock. Und das fast 9minĂŒtige Instrumental „Crossing The Zeppelin“ zeigt, welche Klasse Reece & Co. haben.
David Comtesse

THE RIFLES
Great Escape
ADA Global/Rough Trade
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Ihr DebĂŒtalbum liegt gerade mal zwei Jahre zurĂŒck, trotzdem haben sich The Rifles nicht nur in der englischen Arbeiterklasse bereits so etwas wie einen Kultstatus erarbeitet. Was vielleicht mit daran liegt, dass den Jungs keine Kaschemme und kein Hinterzimmer zu abgelegen ist, um ihre Songs zum Besten zu geben. Mit „Great Escape“ liegt nun ihr zweiter Dreher vor und zeigt die Underdogs mit reichlich Fetzgitarren, wilden und lautstarken Shoutervocals und ohne glatte GefĂ€lligkeit und Konfektionskost. Da wird kein Akkord glattgebĂŒgelt und keine Massenware geboten, hier heißt es elfmal das pralle Leben, voll die Schmerzgrenze und bis zum Ende durchhalten. Typisch The Rifles halt!
Jörg Eifel

RUSTED CHAINS
In Nights Of Nemesis
7hard/H’Art
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Rusted Chains sind der deutschen Underground-Szene entsprungen und legen mit "In Nights Of Nemesis" eine gelungene Scheiblette vor. Trotz aller BrachialitĂ€t agiert ihr Sound sehr abwechslungsreich und mixt Deathmetal mit Thrash- und Hardcore-EinflĂŒssen. Als Reinhörempfehlung ihres ebenso leidenschaftlichen wie kompromisslosen Sounds empfiehlt sich das StrĂŒck "Devil In God's Hospital". Der weitere Werdegang der Band darf mit Spannung verfolgt werden.
Conny A. Rettler

SAD BUT TRUE
Face It
FinestNoise/Radar Music
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Wie Quentin Lagonza kommen auch Sad But True aus Luxemburg. Allerdings favorisiert die fĂŒnfköpfige Band einen nach vorne preschenden Punkrock-Style, in den sich auch schon mal Ska-Fragmente wie beim Opener  "Leaf" verirren. Was Sad But True aber von anderen Punkbands abhebt, ist ihre MultilingualitĂ€t. Die Songs werden mal in Englisch, Französisch, Spanisch, Luxemburgisch und in Deutsch intoniert. Das hat man auch nicht alle Tage, daher ein Pflichtkauf fĂŒr alle Punkrock-Freunde!
Rainer Guérich

SILVERLANE
My Inner Demon
Drakkar/Sony BMG
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DebĂŒt-Scheiblette der Band von Subway To Sally Drummer Simon Michael. Musikalisch wird kraftvoller, teils bombastischer Melodic Power Metal geboten, bei der natĂŒrlich auch die DĂŒster-AtmosphĂ€re nicht zu kurz kommt. Silverlane SĂ€nger Ecki Singer, der gerade mal 23 Lenze zĂ€hlt, macht seine Sache am Mikro auch sehr ordentlich. Eine respektable Leistung!
Tim Beldow

STOMPER 98
Tage deiner Jugend
DSS/Cargo
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Stomper 98 sind zweifellos einer der multikulturellsten Oi!-Punkbands, die es in Deutschland gibt. Mit „Tage deiner Jugend“ servieren sie uns hier ein opulent aufgemotztes Doppel-Digipack-Album, auf dem es eine Vielzahl von neuen StĂŒcken und Coverversionen, aber auch ein Medley von 10 StĂŒcken der ersten Stomper 98-Scheiben gibt.
Jörg Eifel

STRAIGHT FRANK
And We Walked By With...
Bodog Music/Soulfood
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Feines DebĂŒt-Scheibchen der schwedischen Band Straight Frank um ihren genialen LeadsĂ€nger Tobias Gustavsson, der in seiner Jugend die Musik von Bands wie Whitesnake und Queens Of The Stone Age in sich aufgesogen hat. Zusammen mit seiner Band, zu der noch Gitarrist Jonny Wemmenstedt, Bassist Henrik Edenhed und Drummer Kasper Lindgren zĂ€hlen, hat er nun diese fabelhafte CD eingespielt. Es gibt wogenden Hardrock mit Sahnevocals und groovige Gitarrenlicks (Opener), tempovariierende Balladen fĂŒr die Ewigkeit („We All Die Young“), treibende Rocker („Someone Like You“) u.v.m. Anhören!
Tim Beldow

TALL STORIES
Skyscraper
Frontiers/Soulfood
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Der ehemalige Journey- und Tyketto-SĂ€nger Steve Augeri hat seine eigene Band Tall Stories wieder reaktiviert, nachdem bereits 1991 ein DebĂŒtalbum veröffentlicht wurde. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Vom klassischen Hardrock ĂŒber Blues bis hin zu akustischen Phasen reicht das stilistische Spektrum. Unbedingt reinhören solltet ihr in Songs wie „All Of The World“ und den ohrgĂ€ngigen Opener „Tomorrow“.
David Comtesse

TEMPLETON PEK
No Association
Long Beach Records/Rough Trade
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Die aus Birmingham stammende Band legt mit der vorliegenden Scheibe ihre neueste Arbeit vor und begeistert in den zwölf Songs auf breiter Front. Dabei versteht sich der britische Dreier selbstverstĂ€ndlich auf gesteigertes Tempo, die wahren StĂ€rken offenbaren Templeton Pek jedoch immer dann, wenn es auch ruhig und melodischer zugehen darf. Da wird auch mal die Geige ausgepackt, was aber der grundlegenden AtmosphĂ€re von „No Association“ nur zutrĂ€glich ist. In der Folge beweist das Trio dann jedoch, dass man auch mit drei Akkorden auskommen und das Gaspedal auch ruhig mal krĂ€ftig durchtreten kann. Ob im Hochgeschwindigkeits-Bereich oder auf balladesken Pfaden, mit "No Association" stellt sich eine Band vor, die hoffentlich auch in hiesigen Breiten bald Fuß wird fassen können.
David Comtesse

THIN LIZZY
Still Dangerous
Thin Lizzy Prod./Rough Trade
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FĂŒr Thin Lizzy-Fans mit Sicherheit unverzichtbar ist dieser zehngĂ€ngige Livemitschnitt, der 1977 im Tower Theatre in Philadelphia mitgeschnitten wurde und bis dato unveröffentlicht blieb. Dies hat sich nun zum GlĂŒck geĂ€ndert, denn die damals mitgeschnittenen Aufnahmen sind wirklich hörenswert. Thin Lizzy spielten dort anlĂ€sslich der „Still Dangerous“-Tour in der klassischen Besetzung mit Lynott, Downey, Gorham und Robertson. Zu den Höhepunkten des Konzerts zĂ€hlen Liveversionen von Songs wie „Soldier Of Fortune“ und „Baby Drives Me Crazy“.
Bernd Oppau

THORN.ELEVEN
Circles
Muscon/Intergroove
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Mit einem neuen Album und einem neuen Drummer melden sich Thorn.Eleven in der Rockszene zurĂŒck. Ergebnis sind ein Dutzend Songs mit jeder Menge eingĂ€ngiger Melodien und einprĂ€gsamen Gitarrenriffs, aber auch der gewohnten EigenstĂ€ndigkeit im Dunstkreis des Alternative-Rocks  mit Nu Metal-Einschlag. Man muss die CD allerdings schon ein paarmal richtig durchhören, um die gesamte GenialitĂ€t des Songwritings erfassen zu können.
Tim Beldow

VISION DIVINE
9 Degrees West Of The Moon
Frontiers/Soulfood
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Mit neuem SĂ€nger Fabio Lione (GrĂŒndungsmitglied bei Labyrinth) geht die Progressiv Metal-Band von Olaf Thorsen in eine neue Runde. „9 Degrees West Of The Moon“ besticht nicht nur durch das tolle Coverartwork, sondern vor allem durch die durchdachten Arrangements und die catchy Riffs, von denen es eine Vielzahl zu bestaunen gibt. Einfach die CD einlegen, mal das trippelige Synthie-Intro ĂŒber sich ergehen lassen und das knapp neunminĂŒtige Opus „Letter To My Child Never Born“ auf sich wirken lassen. Ein ebenso majestĂ€tisches wie hymnisches HörvergnĂŒgen.
Rainer Guérich

STEVEN WILSON
Insurgentes
Kscope/SPV
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Erster Alleingang des Porcupine Tree und No-Man Masterminds Steven Wilson, der hier erneut seinen Genius unter Beweis stellt. Auf „Insurgentes“ zeigt Wilson ein exzellentes GepĂŒr fĂŒr epische Meisterwerke und große balladeske Momente. Als Anspieltipps empfehlen sich Tracks wie „Veneno Para Las Hadas“ und „Twilight Coda“.
David Comtesse

WISHBONE ASH
Argus “Then Again” Live
Talking Elephant/Fenn Music
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AnlĂ€sslich ihres 40jĂ€hrigen BandjubilĂ€ums haben sich die legendĂ€ren Wishbone Ash dazu entschlossen, die Songs ihres 72er Albums „Argus“ komplett live neu einzuspielen. Das Ergebnis kann sich hören lassen und beinhaltet tolle Versionen von „Time Was“, „The King Will Come“ und „Warrior“.
David Comtesse

 

THE ZERO POINT
Shameless Selfpromotion
Impact Records/Broken Silence
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Auf eine 30jĂ€hrige Bandgeschichte mit gelegentlichen Unterbrechungen können die dĂ€nischen Punkrocker The Zero Point verweisen. Ihre Mischung aus Streetpunk, Oi! und melodiösen Punkriffs hat auch anno 2009 nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren, was ihre neue CD "Shameless Selfpromotion" beweist. Eine ĂŒberzeugende Visitenkarte in Sachen amtlichem Punkstoff!
Jörg Eifel  

 

 

 

 

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