MĂ€rz/April 2010

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

ADRENALINE 101
Twelve Step Program
STF Records/CMS
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FĂŒr mich fĂ€ngt das DebĂŒt der Schweizer Hardliner eigentlich erst mit Song Nr 2 „Flush Nights“ an. Den Opener „Seek The Lane“ kann man getrost in die Tonne treten. Dann aber zeigen die Eidgenossen, was sie drauf haben und bearbeiten die gute alte Hardrock-Klaviatur nach allen Regeln der Kunst. Eine krasse Mucke kommt hier aus dem Land der Banken und geheimen Daten-CD‘s. EinprĂ€gsame Gitarrenhooks und griffige Kopfnicker-Beats kombinieren sich zu einer sehr lĂ€ssigen Rock-Melange mit hohem Wiedererkennungswert.
Frank Zöllner

ASTEROID
Fuzzorama/Rough Trade
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Großartiger Psychedelic-Rock des schwedischen Trios Asteroid, das sich auf seinem zweiten Album deutlich von den 70iger Jahren inspirieren ließ. Als Anspieltipps empfehlen sich der Opener "Garden" und das ebenso mĂ€chtige wie flirrende "Karma". Kommt gut!
Tim Beldow

BACIO DI TOSCA
HĂ€lfte des Lebens
Caput-Medusae/Broken Silence
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Auch das dritte Album von Dörthe Flemming ist wieder ein musikalischer Abstieg in die Untiefen und dunklen Gefilde des Dark Wave. Wie bereits auf ihren VorgĂ€ngeralben arbeitet die ausgebildete Mezzosopranistin nicht nur mit wechselnden Gastmusikern, sondern bedient sich auch, was die textliche Seite ihrer ausgefallenen Songs angeht, am Material von Hölderlin, Heine und Hesse. Ob es den Herren gefallen hĂ€tte, ihre Lyrik in diesem musikalischen Rahmen zu hören, sei einmal dahingestellt. Musik, die wegen ihres depressiven Charakters und ihrer Kopflastigkeit nur in sparsamen Dosen zu genießen ist.
Yasmin Schmidt

THE BANDGEEK MAFIA
No Disguise
Long Beach Rec./Broken Silence
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Seit 2007 mischen die Jungs der Bandgeek Mafia mit ihrem Mix aus gesunder HĂ€rte und Fingerschnipp-Rhythmen die deutsche Ska-Punk-Szene krĂ€ftig auf. Mit einem offenen Bekenntnis fĂŒr Krachorgien, Growl-Vocals und speedigen Gitarrenlicks stellt das Quintett aus Trier nun seinen 2. Longdreher vor . In den 10 neuen Songs ist der Weg frei fĂŒr breitkrempigen Power-Punk mit Sogwirkung, Thrash-TrĂŒmmer und lyrische IntensitĂ€t. Gekonnt eingestreute Ska-Grooves und Brass-BlĂ€ser runden das Ganze ab.
Jörg Eifel

BIG BALL
Hotter Than Hell
AFM Records/Soulfood
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Die Band um den ehemaligen Debauchery SĂ€nger und Bassisten Thomas Gurrath wandelt auf „Hotter Than Hell“ in den Fußstapfen der  ĂŒbergroßen AC/DC und erweist auch Bon Scott die nötige Referenz. Wenn hier auch auf den 13 Songs nicht das Rad neu erfunden wird, macht die Mucke ĂŒber weite Strecken großen Spaß und sollte zumindest der gehypten Veröffentlichung von Airbourne ebenbĂŒrtig sein. Als Anspieltipp empfehle ich gleich den Opener „Double Demon“.
David Comtesse

BOILER
Alles und nichts
Moving Target/Radar
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Mit brachialer Urgewalt und deutschsprachgen Texten schreiten BOILER auf ihrem Player „Alles und nichts“ voran. Irgendwo in der Schnittmenge zwischen Punk, Hardcore, Metal und Heavyrock frĂ€sen sich ihre schonungslos direkten Lieder (u.a. „BĂŒrotrieb“, „Luftliebe“ und „Zombietown“) tief in die Gehirnrinde. Diesen Boiler sollte man mit maximaler LautstĂ€rke genießen.
Jörg Eifel

BEAUTY OF GEMINA
At The End Of The Sea
Danse Macabre/Alive
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Drittes Album der Gothic/Dark Wave-Formation The Beauty Of Gemina mit ihrem charismatischen SĂ€nger Michael Sele. Die hypnotischen und emotional verwobenen Arrangements wissen zu gefallen, wobei mitunter auch schon mal eine rockige Gangart eingeschlagen wird. Seles Stimme erinnert mich vom Gesang her auf StĂŒcken wie „In Silence“ und „A Fortune Tellers Dream“ an David Bowie, was mir sehr gut gefĂ€llt.
Rainer Guérich

BLACK CANDY STORE
Back To The Wall
7hard/H’Art
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Der Vierer Black Candy Store hat seine Homebase im SĂŒden Frankreichs und wurde  von SĂ€nger Arno und Gitarrist Julien im Oktober 2008 gegrĂŒndet. Die beiden Masterminds spielen allerdings schon zusammen, seit sie 16 Jahre alt sind. Dass der Seattle-Sound sie einst beeinflusst hat, kann man an den grungigen Melodien teilweise noch feststellen. Ansonsten ĂŒberzeugt die Band aber durch krĂ€ftigen Modern-Rock mit erstklassigen Gesangslinien, die teils an Linkin Park erinnern („Someday“). Zudem wird der kompositorische Aufbau auch schon mal durch den Einbau akustscher Gitarrenlinien gekonnt aufgelockert. In der Nummer „Swine Sweed“ ist den Franzosen das Wechselspiel zwischen Melodie und HĂ€rte besonders gut geglĂŒckt.
Rainer Guérich

ANDY BRINGS
Rock 'n' Roll
Omium/Alive
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Der ehemalige Sodom-Gitarrist und Traceelords-Frontmann Andy Brings legt hier ein Ă€ußerst unterhaltsames und vielschichtiges Soloalbum vor. "Rock 'n' Roll" wurde von Andy quasi als "musikalisches Tagebuch voller Herzblut" konzipiert. Ein amĂŒsanter und augenzwinkernder Spaß zwischen krawalligem Rock bis punkigen Momenten. Anspieltipps sind Songs wie "Schlaflos" und "Lass das Licht noch an".
Bernd Oppau

DANTES DREAM
Episodes
Kick The Flame/Radar
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Als Support haben Dantes Dream schon fĂŒr Bands wie Madsen und Revolverheld gespielt. Jetzt veröffentlichen sie ihr Erstlingswerk „Episodes“. Den Auftakt macht das mit Frösche quaken naturverbudne Intro, dann zeigen die Jungs auf „Supernova“, warum sie wĂ€hrend ihren Konzerten zurecht von den Fans gefeiert werden. Langsam sich aufbauende Melodiebögen, die urplötzlich explodieern und nach vorne rocken, dann wieder einen Wonnegang zurĂŒckschalten. Rockige Urgewalt trifft melodische Finessse und die hymnische Gesangskraft des Dantes Dreams SĂ€ngers. Das kann einen mitunter so richtig schön mitreißen! Doch das sind nur einige Facetten des emotionalen Indierocks, den der  Vierer zu bieten hat. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

DEAD BY GUN
Pulse
Hype Records/Alive
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Dead By Gun sind eine bemerkenswerte Punk'n'Roll-Band aus dem finnischen Pargas. In ihrem Kick-Ass-Sound verbinden sich raue Energie, punkige Urgewalt und Street Rock zu einer einzigartigen Mixtur, die in die Beine geht. Ihre neue Scheibe hat die Band in den legendÀren Polar Studios eingespielt, in dem auch schon Led Zeppelin gastierten.
David Comtesse

DEXTER JONES CIRCUS ORCHESTRA
If Light Can't Save Us I Know Darkness
Fuzzorama Records/Rough Trade
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Das schwedische Dexter Jones Circus Orchestra serviert uns auf seiner neuen Scheibe "If Light Can't Save Us I Know Darkness“ Jamrock, der mit Stonerrock, Blues, Retrorock und großer Stimme gewĂŒrzt wird. Nicht zu Unrecht wird die Band bereits mit GrĂ¶ĂŸen wie Blue Oyster Cult und Jefferson Airplane verglichen.
David Comtesse

DIVIDED MULTITUDE
Guardian Angel
Silverwolf/Intergroove
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Progmetal-Freunde können sich diesen Monat ĂŒber den dritten Streich des norwegischen FĂŒnfers Divided Multitude freuen. Ihr Sound zeichnet sich durch intelligente Arrangements und insbesondere durch die superben/hymnischen Gesangslinien des Fronters Sindre Antonsen aus. Gekonnte Tempobreaks, Keys und fette Grooves machen beim Hördurchlauf einfach Spaß, wobei ich  euch als Anspieltipp mal das durchdachte „Senses“ empfehlen möchte.
Conny A. Rettler

EDGE OF FOREVER
Another Paradise
7Hard/H’Art
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Ein empfehlenswertes Melodic Rock-Scheibchen aus Italien. Edge Of Forever ist die Hauptband von Alessandro Del Vecchio (vocals, keyboards), der auch bei Brunorock involviert ist. „Another Paradise“ ist bereits die dritte Edge Of Forever-Veröffentlichung und besticht durch vielschichtigen Songaufbau und ohrgĂ€ngige Melodien. Man höre hierzu nur den tollen Opener „Distant Voices“, der absolutes Hitpotential hat. Weitere Reinhörtipps sind das progressiv angehauchte TitelstĂŒck und das zupackende „My Revenge“.  Da auch die Gesangspassagen zu ĂŒberzeugen wissen, fĂŒnf verdiente Sterne!
Tim Beldow

EGOTRIP
Egotrip
7Music-7Hard/H’Art
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Über die Jahre haben sich bei Toto, dem Schlagzeuger der Punkband Nevermind, einige Songideen angesammelt, die im Rahmen der normalen BandaktivitĂ€ten, schlecht umgesetzt hĂ€tten werden können. Dazu kam auch noch eine schmerzliche Trennungsgeschichte, die auch noch einer Aufarbeitung bedarf. Als Ergebnis  stellt Toto nun sein SolodebĂŒt „Egotrip“ vor. Ehrlicher und authentischer Pop-Punkrock mit emotionalem Tiefgang, berĂŒhrenden deutschen Texten, aber auch der nötigen, zupackenden Gangart. Anspieltipps sind das tempovariierende, kraftstrotzende „Egotrip“ und das besinnlichere „Sowieso“.
Rainer Guérich

ELÄKELÄISET
Humppabingo
Nordic Notes/Broken Silence
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Die verrĂŒckten Humppa-Könige aus Finnland legen hier eine prall gefĂŒllte Best Of-Doppel-CD mit 48 Tracks vor. Gewissermaßen die Essenz und das Beste, was die Band, die Coverversionen zuhauf in ihrem eigenen Stil seit 1993 verhumppelt hat. Empfehlenswert!
David Comtesse

ELECTRIC ORANGE
Krautrock From Hell
Sulatron Records/Cargo
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Nach drei Jahren legt die Aachener Kultband um Dave Schmidt aka Sula Bassana mal wieder ein neues Werk vor, das alle Psychedelic- und Krautrock-Freunde begeistern dĂŒrfte. „Krautrock From Hell“ beginnt mit dem eruptiven und schwelenden Opener „Bandwurm“ (tolles Intro ĂŒbrigens) und hat in dem fast 11minĂŒtigen „Chorg (Cpt. Gyrok’s“) seinen ersten Höhepunkt. Psychedelische Klangmalereinen, improvisativ motorische Schlenker und eine Menge Bewusstseinserweiternde AtmosphĂ€re gibt es auch auf den beiden Schlussmonstern „Neuronomicon“ (25:01min) und „Wurmloch“ (15:38min). Ganz stark!
Tim Beldow

ELEKTROBOYS
Berlin
Elektroboys ET TontrÀger
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Mit der vorliegenden Rille gehen bereits vier TontrĂ€ger auf das Konto der drei Herren im edlen Zwirn (siehe CD-Cover). Dabei stehen wieder einmal harte Gitarrenlicks, knallige Drums und voll reinhauende Punkrock-Rhythmen im Vordergrund. Elektroboys schĂŒtteln eine prall gefĂŒllte Schatztruhe bester Punk-AttitĂŒde aus dem Handgelenk und hauen uns den tĂ€glichen Wahnsinn rechts und links um die Ohren. Ob ĂŒber die Lust auf Italien referiert wird, ĂŒber neue KĂŒchen, den Friseursalon um die Ecke oder den Metzger, der seine Frau umgebracht hat. Die Elektroboys verknĂŒpfen deutschsprachigen Brachial-Gesang mit Street-Punk erster KajĂŒte zu einer mitreißenden Mixtur.
Frank Zöllner

GAVIN PORTLAND
IV: Hand In Hand With Traitors, Back To Back With Whores
We Deliver The Guts/Cargo
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Wie gewohnt auch zum Auftakt dieses neuen Jahres kommt wieder geballter Kraftstoff aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Island. Keine Ahnung, ob die zurĂŒckliegende Finanzkrise, die ja Island ganz besonders gebeutelt hat, die Jungs von Gavin Portland aggressiver und straighter klingen lĂ€sst. Fest steht, dass Frontröhre Kolli und seine Jungs einen Gang hoch geschaltet haben und einen stahlharten DĂŒsterrock aus den VerstĂ€rkern ziehen, dass einem Angst und Bange wird. Wie Gavin Portland in einem Interview erzĂ€hlte, sind ihre Texte direkter und hĂ€rter geworden und man wolle einfach „mehr Arsch treten“. Und das wird schon nach den ersten Akkorden von „Pig Iron“ mehr als klar. Die 4 Jungs aus Reykjavik tanzen mit dem Death-Teufel um die Wette!
Frank Zöllner

GENITORTURERS
Blackheart Revolution
Season Of Mist
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Die Genitorturers aus Florida mit ihrem vierten Longplayer, der Industrial-Metal, Glam und Hardcore-Punk zu einer ganz eigenen Mixtur verbindet. Manchmal klingt das Ganze wie eine abgefahrene Mutation aus Marilyn Manson und White Zombie.  Einige Songs sind aber richtig gut. Beispielsweise „Loud“ mit seinen ausgeprĂ€gten Gitarrensoli und seinem pumpenden Drumbeats, ĂŒber die Frontmann GEN seinen leicht mitsingbaren Gesangsrefrain legt.
David Comtesse

GIANT
Promise Land
Frontiers Records/Soulfood
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Von den hochklassigen Melodicrockern GIANT gab es in den letzten 2 Jahrzehnten gerade Mal drei Alben. Nun erscheint endlich  Album No.4, fĂŒr das sich Mike Brignardello und David Huff mit dem exzellenten SĂ€nger Terry Brock (Seventh Key) und Winger-Gitarrist John Roth zusammen getan haben. Herausgekommen ist eine durch die Bank ĂŒberzeugende Scheibe mit allerfeinstem Rock. Angefangen vom grandiosen Opener „Believer“ (ein echter Smasher in Foreigner-Tradition!) ĂŒber dem wonnig wogenden „Never Surrender“ bis hin zum erdigen Rockstomper „Prisoner Of Love“. Klasse Stoff fĂŒr alle Rocker!
Rainer Guérich

ZICCO GONZALES
Schnee von Gestern
Gunn Records/Bellaphon
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Vor knapp einem Jahr hat sich der Vierer um Zicco Gonzales, JĂ€ger A., Tobi S. und Marqui erst gegrĂŒndet und erinnert doch an die gute alte Ärzte-Zeit. Bela B. hat die Jungs um SĂ€nger Zicco deutlich beeinflusst. So gibt es ehrlichen und punkig angehauchten Deutschrock mit der nötigen Portion Gesellschaftskritik.
Duklas Frisch

HAKEN
Aquarius
Laser Edge Records/Alive
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Virtuoser und gekonnt eingespielter Progressive Rock legen die aus London stammenden Haken mit dieser CD vor. Die Band, die mit Frontmann Ross Jennings einen exzellenten SĂ€nger in ihren Reihen hat, wurde von der Kritik zurecht mit Bands wie IQ und Dream Theater verglichen. 5 fette verdiente Punkte und gerne mehr davon.
Tim Beldow

HARDPACK
Vol. 1 - Shut Up And Listen
7Hard/H’Art
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„Hardpack“ ist der Start einer neuen Compilation-Reihe, auf der hoffnungsvolle Top-Newcomer aus dem Rock- und Metalbereich einer breiten Hörerschaft zugĂ€nglich gemacht werden sollen. Getreu dem Motto „Shut Up And Listen!“ kann sich der CD-KĂ€ufer von den QualitĂ€ten des Rocknachwuchses ĂŒberzeugen. Das stilistische Repertoire ist breit gefĂ€chert und reicht von Darkmetal (Sulphur), Powermetal (Feline Melinda) ĂŒber Punk’n’Roll (Corpse Express), Thrash Metal (Syrus, Bodybag) bis hin zu marschierendem Heavyrock (BRT.). Abgerundet wird die Kopplung mit 3 Bonustracks von  den etablierten Acts des 7Hard-Labels: A Sound Mind, Edge Of Forever und Brunorock. Besonderer Clou der CD ist nicht nur ein 10 EURO Einkaufsgutschein, sondern auch noch ein beigelegter Stimmzettel, auf  dem jeder KĂ€ufer seinen persönlichen Favoriten wĂ€hlen kann. Dem Voting-Gewinner winkt ein Plattenvertrag bei 7Hard; unter den Teilnehmern wird zusĂ€tzlich noch eine Fernandez E-Gitarre verlost ( www.7hard.com ).
David Comtesse

HASSLIEBE
Niemandsland
SĂŒdpolrecords/Alive
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Als Vorprogramm von Life Of Agony, Rise Against oder den Toten Hosen haben sich die drei Schwaben ihre ersten Live-Sporen verdient. Nun schicken sie ihren DebĂŒtsilberling ins Rennen. Ihr krachender Power-Metal mit jeder Menge Punk-AttitĂŒden ist mitnichten ein Griff in die Mottenkiste, sondern rĂ€umt von Anfang an so richtig die GehörgĂ€nge auf. Dazu kombinierten Frontshouter Daniel Frisch mit seiner Crew ĂŒberaus hörbare deutsche Texte mit starken Inhalten. Fetzgitarren, harte Drumeinlagen, brutale Sounds, dazwischen Akustikklampfe und Songs zum Mitsingen. Ein wahrer GlĂŒcksgriff!
Frank Zöllner

JIMI HENDRIX
Valleys Of Neptune
Legacy/Sony Music
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Mit „Valleys Of Neptune“ gelangen jetzt doch noch tatsĂ€chlich unveröffentlichte Studioaufnahmen von Jimi Hendrix ans Tageslicht, die zwischen den Jahren 1968 bis 1970 entstanden.  Jimis langjĂ€hriger Freund und Toningenieur Eddie Kramer sorgte fĂŒr das sorgfĂ€ltige Mastering und somit fĂŒr die ausgezeichnete KlangqualitĂ€t der 12 Hendrix-Perlen. Highlights sind zweifellos das vor IntensitĂ€t lodernde Cream-Cover „Sunshine Of Your Love“, das es auf eine LĂ€nge von fast 7 Minuten bringt. Weitere Highlights sind das TitelstĂŒck „Valley Of Neptune“ und das bluesige Elmore James-Cover „Bleeding Heart“.
Tim Beldow

HIGHWAY CHILD
Sanctuary Home
Eletrohasch/Sonic Rendezvous
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Auch die zweite CD der dĂ€nischen Band Highway Child ist in den spĂ€ten 60er/Anfang 70er Jahre verwurzelt. Flirrende Vocalharmonien, fuzzige Gitarren, Psychedelic-Elemente und fuzziger Sound muten wie eine Zeitreise in die gute alte Zeit an. Das hat Klasse, was wohl auch Baby Woodrose-SĂ€nger Lorenzo Woodrose meinte, der auf „Turn Me On“ am Mikro zu hören ist.
David Comtesse

BRIAN HOWE
Circus Bar
Frontiers Records/Soulfood
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Als einstiger SĂ€nger von Bad Company dĂŒrfte Brian Howe wohl jedem Rockfan bekannt sein. Doch auch unter eigenem Namen kann der Brite einiges auf die Beine stellen, was seine zweite Solo-CD „Circus Bar“ beweist. 13 emotionale und kraftvolle Nummern stehen auf dem Programm. Mitunter schwelgt Brian Howe schon mal gerne in balladesken Momenten wie beispielsweise in „I’m Surrounded“. Gegen CD-Ende gibt’s mit „Holy Water“ auch noch eine sehr gefĂŒhlvolle Coverversion des Bad Company-Hits. Unterm Strich eine ausgewogene Mischung zwischen ruhigeren Nummern und Losrockern.
David Comtesse

IMPERIUM DEKADENZ
Procella Vadens
Season Of Mist
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Das deutsche Underground-Black Metal-Duo um Vespasian und Frontarbeiter Horaz legt mit „Procella vadens“ sein drittes Album vor. Das Ergebnis kann sich fĂŒr Genre-VerhĂ€ltnisse hören lassen. Darkness trifft auf spinnenartig gewobene GitarrenwĂ€nde, epische Strukturen und fragile Akustikzutaten, die beispielsweise beim Intro und auf „A Million Moons“ zu hören sind. Als Anspieltipp empfehle ich „Lacrimae Mundi“ .
Olaf Rominski

KEEL
Streets Of Rock’n’Roll
Frontiers Records/Soulfood
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Die Hardrock-Heroen um Ron Keel melden sich hier mit einem gelungenen Comeback-Album zurĂŒck. Ron’s Stimme weiß noch immer zu ĂŒberzeugen und auch die neue Sidecrew bringt das Hardrock-Schiff auf den richtigen Kurs. Songs wie „Hit The Ground Running“ und „Come Hell Or High Water“ rocken schön nach vorne und leben vom begeisternd auftrumpfenden Spiel der beiden Leadgitarristen Bryan Jay und Marc Ferrari. FĂŒr die saubere und druckvolle Produktion sorgte kein Geringerer als Produzent Pat Regan (u.a. Deep Purple, Warrant). Daumen hoch fĂŒr die furiose RĂŒckkehr von Keel!
Bernd Oppau

KEEL
The Right To Rock
Frontiers Records/Soulfoof
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Nachdem Keel gerade ihr Comebackalbum am Start haben, erscheint  ihr legendĂ€res zweites Studioalbum von 1985 als 25th Anniversary Edition. Produziert hatte die Rille seinerzeit  Gene Simmons (Kiss). Empfehlenswert sind auch die beiden Bonustracks, die der Silberling vorzuweisen hat: „Easier Said Than Done“ (Remix) und eine neu aufgenommene Version des Klassikers „The Right To Rock“.
Bernd Oppau

KEN
Yes We
Strange Ways/Indigo
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Aydo Abay ist alles andere als ein Allerweltsmusiker der deutschen Rock-Szene. Bereits mit seiner Alternative-Band Blackmail hat der Tausendsassa Geschichte geschrieben und mit insgesamt sechs Alben fĂŒr frischen Wind in der Szene gesorgt. Mit Ken erweckt der unstete Musiker ein „altes“ Kreativ-Projekt erneut zum Leben und lĂ€sst es dabei zwischen Pop, Spacerock, Elektro und Postpunk so richtig krachen. Gespielt wird alles, was erlaubt ist und was so richtig Freude macht.
Frank Zöllner

BRUCE KULICK
BK3
Frontiers Records/Soulfood
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Ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Album, das der ehemalige Kiss und Union-Gitarrist Bruce Kulick mit „BK3“ vorlegt. Den Kauf der CD lohnt alleine die Vielzahl der hochkarĂ€tigen GĂ€ste wie beispielsweise Gene Simmons, Steve Lukather, Doug Fieger, Tobias Sammet u.v.a. FĂŒr alle Hardrock-Fans sicherlich eine Empfehlung wert...
David Comtesse

LAUTSTARK
Spurlos aufgetaucht
7usMusic/H’Art
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Ja, es gibt sie noch, die vielversprechenden und hoffnungsvollen Bands aus deutschen Landen. Lautstark bestehen seit 2005 aus dem eingeschworenen Trio um Robin (Bass, Gesang), Jens (Gitarre, Gesang) und Daniel (Schlagzeug). NatĂŒrlich ist der Bandname auf dem Erstlingswerk der Jungs Programm: Lautstark servieren einen fetten und ohrgĂ€ngigen Soundmix aus Melodie, Punk und Rock, ĂŒber den sie ihre emotionsgeladenen Texte in deutscher Sprache legen. Als Anspieltipps empfehlen sich StĂŒcke wie der kraftvolle Opener „Ich trĂ€ume“ und  das tempovariierende „Egal“. Eine Band, die man im Auge behalten sollte...
Jörg Eifel

LUXUSLÄRM
So laut ich kann
Opposition Music/Intergroove
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Empfehlenswerter deutschsprachiger Rock kommt aus Iserlohn in Form des FĂŒnfers LuxuslĂ€rm, die mit ihrer Frontfrau Janine Meyer eine charismatische SĂ€ngerin vorzuweisen haben. StĂ€rke der Band sind die ehrlichen und glaubwĂŒrdigen Texte, die ĂŒber die Liebe und das Leben und menschliche Moralvorstellungen handeln. Anspieltipps sind Songs wie „Sag’ es wie es ist“ und  „Wirf den 1.Stein“. Beachtliche Leistung!
Yasmin Schmidt

MCRACKINS
It Ain’t Over Easy
Wolverine Rec./Soulfood
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Die amerikanischen Pop-Punker Mcrackins bestehen als Band schon seit 16 Jahren. Mit „It Ain’t Over Easy“ schicken sie nun ihren 14. Longplayer ins Rennen. Den Hörer erwartet rasantes Tempo, hymnische Refrains und Mitsingnummern bis zum Abwinken. Party ohne Ende! Gleich das StĂŒck „Fairy Tale“ anchecken!
Enzo Bach

THE MURDER OF MY SWEET
Divanity
Frontiers Records/Soulfood
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Aus Schweden kommt der FĂŒnfer um die charismatische Frontfrau Angelica Rylin, der von der musikalischen Ausrichtung schon ein wenig an Within Temptation erinnert. Musikalisch erwartet den Hörer eine Mischung aus symphonischen Klangzutaten, Gothic-Appeal, Elektronikkomponente und ins Ohr gehenden Rockmelodien. The Murder Of My Sweet wissen auf den insgesamt 12 Tracks durchaus zu ĂŒberzeugen, grandios ist auch das episch-verwobene und vom Songaufbau Ă€ußerst dramatisch gehaltene SchlussstĂŒck „Death Of A Movie Star“. Hier kann SĂ€ngerin Angelica ihre ganze Klasse noch einmal voll ausspielen.
David Comtesse

ORDEN OGAN
Easton Hope
AFM Records/Soulfood
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Heiß in der Szene gehandelt werden Orden Ogan, die bereits als  legitime Nachfolger von Blind Guardian gefeiert werden. TatsĂ€chlich ist der Band mit „Easton Hope“ ein großer Wurf gelungen, der symphonische Elemente, Chöre, fette Gitarrenriffs, Melodic Powerund Doublebass-Gewitter zu einer unvergleichlichen musikalischen Mixtur verbindet. Die Vocalshouts sind ĂŒber jeden Zweifel erhaben und als GĂ€ste können zudem noch Majk Moti (Ex-Running Wild) und Thomen Stauch (Ex-Blind Guardian) begrĂŒĂŸt werden. Als Anspieltipps empfehle ich das wunderbare „All These Dark Years“ und „We Are Pirates“.
David Comtesse

PAINTED AIR
Come On 69
Green Cookie/Cargo
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Painted Air wurden in St. Pauli gegrĂŒndet und haben als Frontmann einen waschechten DĂ€nen. Musikalisch erwartet den Hörer vorwiegend ein rougher und fuzziger Garage-Punk-Sound, der auf den etwas zurĂŒckhaltenderen StĂŒcken der Platte (u.a. “Restless Hedonist” , “Night Lies”) seine besten Momente hat. Hier setzt die Band ganz auf emotionale Sixties-AtmosphĂ€re und wabernden Orgelsound. Und das macht die Scheibe, bei der es textlich um die Außenseiter und Ausgestoßenen des Hamburger Kiez geht, zu einer hörenswerten Angelegenheit.
Rainer Guérich

P.O.BOX
In Between The Lines
Long Beach Rec./Broken Silence
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Der Sechser P.O. Box kommt aus dem französischen Nancy und serviert hier eine packende Mischung aus Offbeat, Ska und Punkrock. Beachtenswert neben aller Tanzbarkeit des Songmaterials sind aber auch die Lyrics, die sich mit ihrer politischen und sozialen Message von vergleichbaren Bands wohltuend abheben.
Enzo Bach

SCORPIONS
Original Album Classics
Columbia/Sony Music
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In den 70iger Jahren machten die Scorpions noch richtig guten Hardrock, wovon man sich auf dieser 3 CD-Box mit den drei Alben „In Trance“ (1975), „Virgin Killer“ (1976) und „Taken By Force“ (1977) ausfĂŒhrlich ĂŒberzeugen kann. Fern der spĂ€teren Balladenkost eine gelungene Sache. Die einzelnen CDs wurden klanglich auf den neuesten Stand gebracht und  kommen in einzelnen Cardboard-Sleeves und zusĂ€tzlicher Schuberbox.
David Comtesse

SHYLOCK
Rockbuster
Metal Heaven/Soulfood
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Auch die fĂŒnfte Scheibe der bajuwarischen Hardliner steht ganz im Zeichen fetziger Brettergitarren und krachiger Drumfahrten. 10 Jahre sind seit ihrem Erstling vergangen. Seitdem haben sich Shylock zur verdienten Hardrock-Band heraufgearbeitet. Neben zahlreichen Live-Gigs werden die Jungs immer wieder gerne als druckvoller Support fĂŒr Acts wie U.D.O. oder Primal Fear gebucht. Ihr neuester Output zeigt die Jungs als Meister der scharfkantigen Fraktion. Dazu wird die richtige Mischung Balladenfeeling und kerniger Blues‘n‘ Boogie gestreut und fertig ist die Rockscheibe fĂŒr die nĂ€chste Fete.
Frank Zöllner

SLAG IN CULLET
Time To Explode
Headroom Records/Sony Music
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Verflucht durchgeknallten Alternative-Sound ziehen die drei Schweizer auf ihrem DebĂŒt aus den Amplifiern und bieten fĂŒr jeden Gehörgang die entsprechende Beschallung. „Time To Explode“ hat in ihrer Heimat bereits fĂŒr reichlich Aufregung gesorgt und mit Indeep-Bassline, cool abgehangenen Rhymes und gemeinem Hardcore die Szene durchgerockt. Jetzt dĂŒrfen auch die deutschen Fans die einfallsreichen College& Garagen-Eskapaden von Slag in Cullet nĂ€her kennen lernen, denn ihre Scheibe geht dieser Tage auch bei uns an den Start. Man darf gespannt sein, wie ihr knĂŒppelharter Loop‘n‘Groove-Sound mit gelegentlichem Akustik-Feeling und lautstarken Shoutervocals ankommt.
Jörg Eifel

SPIT LIKE THIS
We Won‘t Hurt You
GMR Music/Sony Music
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Ihr Sound erinnert an Bands von T-Rex bis Alice Cooper. Als Support fĂŒr Twisted Sister und The Misfits war der Vierer auch schon unterwegs. Vorliegende Scheibe ist ein Re-Release eines limitieren Albums aus 2008 und endlich auch in deutschen LĂ€den erhĂ€ltlich. In den 14 Tracks wird gerockt, was das Zeug hĂ€lt und die Glam&Punk-Fahne hochgehalten. Eigentlich GegensĂ€tze, aber Spit Like This bringen alles unter einen Hut. Nach reichlich getunten Gitarrenlicks, harter Bassarbeit und großartigen VocaleinsĂ€tzen erwartet den Fan mit „Sweet Transvestite“ noch eine musikalische Verbeugung vor der Rocky Horror Picture Show.
David Comtesse

RICK SPRINGFIELD
From The Vault
Frontiers Records/Soulfood
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Eine ziemlich ĂŒberflĂŒssige Werkschau obskurer Demos von Rick Springfield, die zusammen mit seinem einstigen Gitarristen Jeff Silverman irgendwann in den 80er Jahren entstanden. Teilweise ist der tanzbare Rock/Pop-Sound gar nicht mal so schlecht, aber das Ganze kommt glatte 2 Jahrzehnte zu spĂ€t...
Bernd Oppau

TAKING DAWN
Time To Burn
Roadrunner
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Eine regelrechte Rockgranate feuern die Jungs aus Los Angeles auf ihrem DebĂŒtalbum ab. Rasante Gitarrensoli, wuchtige Metalzutaten und ein fein abgeschmeckter Old School-Appeal. Dazu noch das ĂŒber jeden Zweifel erhaben Frontshouting von LeadsĂ€nger Chris Babbitt. Verdiente 5 Punkte mit meiner Empfehlung, gleich den Opener „Time To Burn“ anzuchecken!
Tim Beldow

THARSYS
Under Her Dead Hands
BROKEN MARBLE
Stabbing My Heart
Yonah Records/Alive
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2 Bands aus dem Hause Yonah Records: THARSYS haben im Laufe ihrer 15jĂ€hrigen Bandgeschichte ihren Sound mit Melodien aus Gothic- und Doom-Metal verfeinert. Ihre Songs handeln von Themen wie Gott, Tod, Trennung und EnttĂ€uschung. Keine Musik fĂŒr Schöngeister! - BROKEN MARBLE servieren uns auf ihrem Album "Stabbing My Heart" gut gemachten, wenn auch nicht neuen Crossover-metal. Ihr Bandsound wird deutlich von der Stimme von SĂ€ngerin Ina Zeplin geprĂ€gt und auch von Electro- und HipHop-Anleihen beeinflusst.
Yasmin Schmidt

TIMESWORD
Chains Of Sin
7hard/H’Art
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Ein ganz heißes Progmetal-Schwert aus Italien bohrt sich hier in unsere Ohrmuskulatur. Timesword, der FĂŒnfer um Gitarrist und Mastermind Dan Logoluso, begeistert nicht nur durch wunderbare Gitarrenarbeit, eingestreute Keyboardriffs und atmosphĂ€rische Tempowechsel, sondern auch durch den herausragenden Gesang von Frontmann Mark Pastorino, der den ausgeklĂŒgelten Bandsound  in ungeahnte Höhen bringt. Man höre hierzu nur den Opener „A Thousand Year Kingdom“. Highlight der CD ist das fast 20minĂŒtige „Real Mistery“, ein episches Meisterwerk, das jedem Proggie gefallen dĂŒrfte.
Rainer Guérich

TREAT
Coup De Grace
Frontiers/Soulfood
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Da lacht das Herz eines jeden Melodic Rock-AnhĂ€ngers! Die legendĂ€ren Schweden Treat melden sich nach 18 Jahren mit einem echten Granatenalbum zurĂŒck. Und sie haben Robert Ernlund als SĂ€nger mit an Bord, was die 14 Tracks des Albums Klassikerstatus verleiht. Variantenreicher Hardrock, starighte Gangart, verschachtelter Songaufbau, eingestreute Chöre, AtmosphĂ€re, Dramaturgie - alles da! Man höre hierzu das gnadenlos geniale „Skies Of Mongolia“. No filler, only killer, Heavyrotation in meinem CD-Player. Volle Punktzahl!
Rainer Guérich

VLAD IN TEARS
Underskin
Hellfest Records/Rough Trade
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Das neueste Destillat der Gothicrock-Szene kommt mal nicht aus den nordischen LĂ€ndern, sondern aus dem SĂŒden, genauer gesagt aus dem Herzen von Italien. Irgendwo zwischen Rom und Neapel haben sich Vlad In Tears zusammengefunden, um nach Erfolgen in heimatlichen Gefilden nun auch den Rest von Europa zu erobern. Nun steht dieser Tage ihr neuester Release „Underskin“ auch in deutschen CD-LĂ€den und serviert uns eine obskure Mixtur aus halbwegs straightem Gitarrenfeeling, zuviel Drum-Computern und einem zuckersĂŒĂŸ-sehnsĂŒchtigen HarmoniebedĂŒrfnis. So klingt kein Gothicrock, sondern weichgespĂŒlter Mainstream-Poprock mit hohem Nerv-Faktor.
Frank Zöllner

WAYWARD
Headlines
7Hard/H’Art
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In mehr als 20 Jahren haben Wayward alle Höhen und Tiefen des deutschen Rock-Undergrounds durchlebt. Ihr Longplayer DebĂŒt „Creation“ (1999) wurde zwar von der Kritik gelobt, brachte die Band, die zusĂ€tzlich mit Besetzungswechseln zu kĂ€mpfen hatte, nur schwer voran. Nun schickt das Sextett um SĂ€nger Mark Tobler endlich den Zweitling â€žHeadlines“ ins Rennen und weiß durchaus zu gefallen: kraftvoller und melodischer Hardrock, der auf StĂŒcken wie „Human Rights“ auch einen dĂŒsteren, sehr komplexen Songaufbau offenbart. Selbst in progressive Gefilde („Lost Forever“) wagt man sich vor. Nicht schlecht!
Bernd Oppau

WIG WAM
Non Stop Rock’n’Roll
Frontiers Records/Soulfood
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Glamrock-Freunde werden sich ĂŒber das neue Langeisen der norwegischen Wig Wam sicherlich freuen. Eine ganze Wagenladung Partyrock  lĂ€sst der Vierer auf den Hörer los und folgt damit bedingungslos dem CD-Titel: „Non Stop Rock’n’Roll“. Einfach ‘ne Scheibe, um gut drauf zu kommen, vielleicht auch genau richtig fĂŒr den Autoplayer. Songs wie der Opener „Do Ya Wanna Taste It“ und „Wild One“ rocken richtig schön nach vorne.
Rainer Guérich

WILD CHAMPAGNE
Fire And Water
STF Records/M-System
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Lars Fischer, Dietmar LĂŒbben und Frank Barth sind zusammen Wild Champagne. Ihr angedoomter Prog-Metal geht vom ersten Song an keine Kompromisse ein. Die Gitarrensaiten machen Überstunden und die Drums bekommen so richtig was auf die Ohren. Die Jungs kennen keine Genrebegrenzung und agieren wohltuend stiloffen zwischen Metal, Rock, Death und Speed. Genau hier liegt die StĂ€rke der elf Songs, die nie wie von der Stange klingen, sondern mit einer eleganten Mixtur aus harter Instrumentierung und gelungener Vocalarbeit begeistern. Klar, dass auch die richtige Dosis Balladenfeeling nicht fehlen darf.
Yasmin Schmidt

KURZ & KNAPP

Neu auf Rising Records (PHD): THE ARGENT DAWN kommen aus dem SĂŒdwesten von England und veröffentlichen mit „A Blank Eternity“ ihr DebĂŒtalbum. Der Todesblei-FĂŒnfer ließ sich soundmĂ€ĂŸig von Bands wie Decapitated, Bloodbath und Aborted beeinflussen, ohne dabei eine eigene Handschrift zu verleugnen. Nicht schlecht. - SARAH JEZEBEL DEVA dĂŒrfte euch sicherlich als Cradle Of Filth SĂ€ngerin bekannt sein. Nun veröffentlicht sie mit „A Sign Of Sublime“ ihren ersten musikalischen Alleingang with friendly help from Dave Pybus (Cradle Of Filth) und Max Blumos (Trigger The Bloodshed). - Neues gibt es auch von der Thrash-Kapelle SWORN AMONGST, deren neues Machwerk auf den Namen „Severance“ hört. FĂŒr Freunde eines groove-orientierten American Thrash Metal! - Wer auf Extreme-Metal steht, ist bei den italienischen EMBRYO an der richtigen Adresse. Ihr neues Werk „No God Slave“ ist richtig schön böse, aber hört selbst...

BLACK THOUGHTS BLEEDING sind noch eine recht junge Band aus deutschen Landen, konnten mit ihrem Modern Metal aber schon die Kritiker begeistern. So verglich „Rock Hard“ die Gruppe bereits mit „Heaven Shall Burn“. Auf ihrem DebĂŒt „Stomachion“ (Silverwolf/Intergroove) trifft aggressive Energie auf ein zorniges GebrĂ€u aus Metalcore, Thrash, tiefe Growls und markige Riffs. -

Das erste offizielle Bootleg der legendĂ€ren Hardrocker URIAH HEEP erscheint unter dem Titel „Live At Sweden Rock Festival 2009“ (ear Music/edel). Die KlangqualitĂ€t ist spitze, was natĂŒrlich auch fĂŒr den Liveauftritt in Schweden gilt. Inklusive tollen Liveversionen von StĂŒcken wie „Sunrise“ und „Lady In Black“.

Mit „Punk Chartbusters Vol.6“ (Wolverine Records/Soulfood) wird die erfolgreiche Reihe von Punkcoverversionen bekannter Hits fortgesetzt. 48 Bands intonieren auf 2 CDs Hits von Marc Cohn („Walking In Memphis“), Kraftwerk („Das Model“), Michael Jackson („Earth Song“) u.v.a. Ein Heidenspaß!

Aus Brasilien kommen AURAS, die mit „New Generation“ (Frontiers Records/Soulfood) ihr DebĂŒtalbum vorstellen. Die Balance zwischen ruhigeren StĂŒcken und zupackendem Melodicrock ist ganz gut gelungen, wobei SĂ€nger Gui Oliver mit der etwas gewöhnungsbedĂŒrftigen Stimme dann im Hördurchlauf doch zu gefallen weiß. Wer auf Gruppen wie Journey steht, sollte also ruhig einmal hineinhören. - Die schwedischen Sleazerocker CRAZY LIXX haben mit „New Religion“ (Frontiers Records/Soulfood) ihr neues Album fertig gestellt.  Als Produzent fungierte wieder Chris Laney, der den Nummern ein knackiges Outfit verpasste. Angefangen vom munter nach vorne rockenden Opener „Rock And A Hard Place“, dem wogenden „My Medicine (R.O.C.K.)“, dem Slide-Gitarren getrĂ€nkten „Desert Bloom“ bis hin zum smashigen „She’s Mine“ bleiben kaum WĂŒnsche offen. Selbst eine herzerwĂ€rmende Up-Tempo-Ballade wie „What Of Our Love“ ist auf der CD vertreten.

Von den schwedischen Progressive Death Metallern OPETH erscheint das fĂŒnfte Album „Blackwater Park“ (Music For Nations/Sony Music) als luxuriöse Legacy-Edition mit CD und DVD. Das von Steven Wilson (Porcupine Tree) produzierte Album bescherte Opeth im Jahre 2001 den Durchbruch in der Metal-Szene.  Der remasterten Neuausgabe wurde mit „The Lepper Affinity“ noch ein unveröffentlichtes LivestĂŒck hinzugefĂŒgt. Die DVD beinhaltet neben einer Doku ĂŒber die Entstehung der Scheibe auch noch Interviewmaterial und diverse Clips.

Nachdem das DebĂŒtalbum von SNOWBALL erst kĂŒrzlich re-released wurde, folgt mit „Cold Heat“ (Sireena Records/Broken Silence) nun auch die zweite Scheibe der legendĂ€ren Funkrock-Band aus dem Jahre 1979 auf CD. Die 8 Songs, die in der Besetzung Eddie Taylor (voc.), Frank Diez (guit.), GĂŒnter Gebauer (bass), Kristian Schultze (keys) und Curt Cress (drums) eingespielt wurden, wissen auch nach mehr als 30 Jahren noch zu gefallen. Grooviger und instrumental ausladender Funkrock, der nach wie vor gute Laune verbreitet. -  INTERZONE veröffentlichten Anfang der 80iger Jahre zwei Alben, die von der Kritik zurecht gelobt wurden. Ihr deutschsprachiger Rhythm & Blues mit leichtem NDW-Touch hatte schon das gewisse Etwas. Hört euch hierzu mal das TitelstĂŒck ihres remasterten Zweitlings „Aus Liebe“ (Sireena Records/Broken Silence) aus dem Jahre 1982 an. - THE SPIRIT OF SIREENA VOL.4“ (Sireena Records/Broken Silence) heißt eine liebevoll aufgemachte Doppel-CD, die zum 10jĂ€hrigen Bestehen des Sireena-Labels erscheint. Darauf zu finden sind natĂŒrlich auch eine Menge Krautrockbands wie Grobschnitt, Shaa Khan und Nektar.

 

 

 

 

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