MĂ€rz/April 2011

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@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

206
Republik der Heiserkeit
ZickZack/Indigo
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Mitunter radikale TextentwĂŒrfe destillieren die Leipziger auf ihrem DebĂŒt „Republik der Heiserkeit“ und berĂŒhren damit genau den Zeitgeist einer ganzen Generation. Die Drei um SĂ€nger, Texter und Gitarrist Timm Völker haben einiges zu erzĂ€hlen und treffen in den 14 Tracks genau ins Schwarze. Die Mischung aus Alternative, Garage, College-Rock und Popanleihen passt genau und macht Lust auf mehr. Dazu gibt es jede Menge harte Gitarrenlicks, rhythmische Basslicks und vitale Drumarbeit mit Erdverbundenheit. Ein DebĂŒt wie aus einem Guss.
Frank Zöllner

AARON’S AGONY
Lost Inside Myself
Antstreet Records/New Music
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Der  italienische FĂŒnfer  Aaron’s Agony hat sich im Jahre 2008 aus den Resten der Band „The Choice“ gegrĂŒndet. Im „Westlink Studio“ in Cascina/Pisa ging es dann unter Aufsicht von Producer Alessandro Paolucci (u.a. Vanilla Sky, Shandon, Raw Power) an die Einspielung der 12 Songs des vorliegenden Erstlingswerks. Ergebnis ist eine vielschichtige EMO/Sreamo-Scheibe, bei der die Band ihr innerstes Seelenleben in musikalische Bahnen lenkt. Erfreulich, dass neben allem beinhartem Riffing auch auf ohrgĂ€ngige MelodiefĂŒhrung geachtet wurde. Hört euch hierzu mal den Titel „Acta Est Fabula“ an.
Rainer Guérich

BENIGHTED
Asylum Cave
Season Of Mist
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Seit mehr als 10 Jahren sind Benightes in der franzöischen Death Metal-Szene aktiv. Nun steht ihr bereits sechster Longplayer „Asylum Cave“ ins Haus, der eine Menge an geballter Durchschlagskraft, Deathgrind und knĂŒppeligen Thrash-Passagen zu bieten hat. Death & Grind-Fans bekommen auf Songs wie „Asylum Cave“ (mit interessantem Intro ĂŒbrigens) und „Let The Blood Spill Between My Broken Teeth“ genau die blutrĂŒnstige Kost, die sie wollen.
Jörg Eifel

BERNARD ALLISON GROUP
Live At The Jazzhaus
Jazzhaus Records/in-akustik
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Ein echtes Leckerli fĂŒr alle Bluesrock-Freunde kommt hier in Form eines Live-Doppeldeckers. Bernard Allison, der die Bluesszene schon seit mehr als 2 Jahrzehneten mit seinen genialen Gitarrenriffs beglĂŒckt und schon Mitte der 1990iger Jahre zu Recht als Erneuerer des Blues gefeiert wurde, absolvierte im November 2010 im Freiburger Jazzhaus ein famoses Konzert, das nun auf 2 CDs (bzw. auch als DVD) veröffentlicht wird. Und Bernard Allison war zusammen mit seiner Band um George Moye (bass), Erick Ballard (drums), Jose Ned James (sax, perc.) und Toby Lee Marshall (keys) in wirklich bestechender Form. Wogende Hammonds, beherzte BlĂ€serriffs, funky Grooves und die genialen  Bluesgitarren-Riffs vom Meister persönlich gab’ es wĂ€hrend des Konzerts zuhauf. Dazu noch die unverkennbare Blues-Röhre, die nicht nur Songs wie „I Wouldn’t Treat A Dog“ oder das wunderbar deepe „So Devine“ zu etwas ganz Besonderem macht. Das hat Klasse, der Sohn von Luther Allison ist in der Form seines Lebens!
Rainer Guérich

ROBIN BECK
The Great Escape
Fastball/Sony Music
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Robin Beck legt mit "The Great Escape" ein ebenso rockbetontes wie melodiöses neues Album vor. Die SĂ€ngerin kann auf den 11 Songs durch die Bank ĂŒberzeugen, wobei ihre Stimme ĂŒber die Jahre nichts von ihrem Charisma eingebĂŒĂŸt hat. Ein ganz besonderer Höhepunkt auf der Platte ist zudem das Duett "That All Depends (On What You Do Tonight)" mit dem einstigen Deep Purple & Rainbow-SĂ€nger Joe Lynn Turner. Geht runter wie Öl!
David Comtesse

BENEDICTUM
Dominion
Frontiers/Soulfood
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Alle Achtung, die Benedictum SĂ€ngerin Veronica Freeman hat wohl die tougheste Frauenstimme, die ich in dem Bereich gehört gehabt. Hat wohl mit Rasierklingen gegurgelt. Jedenfalls rotzt und röhrt sie ihren Gesang mit voller Inbrunst und ungewohnter weiblicher Tonlage ins Mikro, was schon mal großen Respekt verdient. Im Hördurchlauf kickt sie damit den schneidigen, mit thrashigen Parts  untermauerten Heavy Metal von Benedictum ganz schön nach vorne. Man höre sich hierzu nur einmal das  fette  „At The Gates“ an.  Highlight der Scheibe ist fĂŒr mich das darke „Prodigal Son“, eine Devil-Hymne!
Olaf Rominski

BONSAI KITTEN
Done With Hell
Wolverine Records/Soulfood
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Psychobilly, gemixt mit Punk, Rock, und Surfsound im Gewand japanischer Mangas ist das AushĂ€ngeschild der Berliner SĂ€ngerin Tiger Lilly Marleen und ihren Bonsai Kitten. Ihr Sound geht in die Ohren und bedarf nicht selten wie in „Please, Mister Jailer“ der Repeattaste. Dabei ist es vor allem der gekonnte Mix aus hart zupackenden Rock- und Punk-AttitĂŒden, die als Antagonisten zu dem weichen Westcoast-Sound, den Gitarrentremoli und den Beach- und Surf-Wellenbrechern funktionieren.
Enzo Bach

BURN
The Truth
Blind Records/Intergroove
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Mit ĂŒber 200 Live-Gigs in den letzten Jahren haben die vier MĂŒnsteraner die obligate Ochsentour durch die Clubs hinter sich gebracht und legen mit „The Truth“  nun ihr DebĂŒt vor. Dabei hat sich die Truppe um Frontmann Felix Friberg einem Mix aus gefĂ€lligen Rockrhythmen, Alternative-Anleihen und Wave-Reminiszenzen verschrieben. Packende Reime und eine erfrischend freie Instrumentierung zeichnen die elf Songs aus, wobei die Jungs die Sache ruhig noch etwas hĂ€rter angehen könnten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Frank Zöllner

CAGE THE ELEPHANT
Thank You Happy Birthday
Relentless/EMI
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In den Staaten haben die Jungs bereits mit ihrem selbstbetitelten DebĂŒt fĂŒr mĂ€chtig GesprĂ€chsstoff in der Szene gesorgt, und die Fans sahen dem neuen Dreher mit großen Erwartungen entgegen. Jetzt ist es auch fĂŒr Europa soweit und Cage The Elephant legen mit „Thank You Happy Birthday“ 12 neue Songs vor, von denen es die erste Singleauskopplung „Shake Me Down“ bereits auf Platz 3 der US-Billboard Modern Rock Charts geschafft hat. Aber auch die ĂŒbrigen Tracks haben jede Menge Pulver auf der Pfanne und decken gekonnt das gesamte Spektrum zwischen Indie, College, Garagen und Alternative-Rock ab.
Frank Zöllner

CASHLESS
From Sparks To Fire
My Redemption Records/Cargo
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Obwohl der bajuwarische FĂŒnfer bereits zwei Alben abgeliefert hat, scheint es so, dass sie erst mit ihrer neuen Scheibe so richtig aufdrehen. Wie der Albumtitel schon erahnen lĂ€sst, ist bei Cashless der „Funke“ ĂŒbergesprungen und die Jungs ziehen einen straighten College und Alternative-Rock vom Leder, dass es nur so kracht. Hier sitzt jeder Akkord und die Jungs legen die Rock-Messlatte fĂŒr nachfolgende Werke verdammt hoch. Ob ungestĂŒmer Old School-Rock, Akustik-Klampfe, Punk oder Grunge-Anleihen -  Cashless lassen nichts aus, nehmen die ZĂŒgel fest in die Hand und fusionieren modernes Stakkato-Riffing mit gnadenlos guter Vocalarbeit.
David Comtesse

CELLOPHANE SUCKERS
One In A Zoo
High Noon Records/Cargo
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Die Cellophane Suckers sind ein FĂŒnfer aus Köln und bestehen bereits seit 1993. Auf ihrem neuen Album "One In A Zoo" gibt es jede Menge Sixties Flair, aber auch turmhohen Psychdelicrock ("Hypnotized & Paralyzed"). Nicht schlecht, durchaus eine Empfehlung wert!
David Comtesse

CENTRAL PARK
Reflected
Rockville/Soulfood
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Wer auch nur etwas fĂŒr einen intelligenten und spannungsvoll aufgebauten Progrock ĂŒbrig hat, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Mit neuer SĂ€ngerin und ebenso durchdachten wie komplexen Arrangements haben Central Park mit „Reflected“ ein kleines Meisterwerk geschaffen, das musikalisch die unterschiedlichsten Klangaromen verströmt. WĂŒtend zappende Improvisationsmuster in ELP/Crimson-Manier stehen selbstbewusst neben melodischem Wohlklang, unberechenbaren Klangmustern und progressiven Parts. Highlights der Platte sind auf jeden Fall der geniale Opener „GunsRus“ und das theatralisch-trippige „Free Fall“, das auf unterschiedlichen ZĂŒndungsstufen funktioniert. Und die neu zur Band gestoßene Frontfrau Jannine unterstreicht auf dem dreigeteilten, fast 22minĂŒtigen „Vision Of Cassandra“ ihr außergewöhnliches Gesangstalent. Pflichtscheibe!
Rainer Guérich

CRYPTEX
Good Morning, How Did You Live?
SAOL/H‘Art
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Prog-Rock, Folk, 70er Jahre Reminiszenzen, Old-School-Rock und jede Menge handgemachte Musik gibt’s  auf dem Erstlingswerk von Cryptex zu hören. Tracks wie „Dance Of The Strange Folk“ und „Bagheera“ lassen die Luft flirren. Die Jungs haben‘s drauf und verstehen es modernes Equipment mit „alten“ Rocktugenden zu versöhnen. Dabei muss natĂŒrlich die obligate Akustik-Klampfe ebenso ran wie die besĂ€nftigende Ballade.
David Comtesse

FIREFORCE
March On
7Hard/NMD
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Keine Unbekannten in der Metalszene sind die belgischen Fireforce, die sich um ehemalige Bandmitglieder von „Double Diamond“ formiert haben. Ihr Erstlingswerk trĂ€gt den Titel „March On“ und serviert ein Dutzend Melodic Metal Kracher. Höhepunkte der Scheibe sind fĂŒr mich der Titel „Firestorm“, bei dem die sinnlosen Bomberangriffe im Zweiten Weltkrieg musikalisch aufgearbeitet wurden und „Born To Play Metal“,  welches das Credo der Band glaubwĂŒrdig transportiert. Empfehlenswerter Pure Metal!
Rainer Guérich

DANA FUCHS
Love To Beg
Ruf Records/in-akustik
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Rough, rockig und bluesig gibt sich Dana Fuchs auf ihrem zweiten Album „Love To Beg“, das sie mit Gitarrist Jon Diamond und einer Vielzahl Gastmusiker eingespielt hat. Mitunter erinnert der Gesang von Dana an die unvergessene Janis Joplin. Mit „I’ve Been Loving You Too Long“ findet sich zudem eine Coverversion von Danas LieblingssĂ€nger Otis Redding auf der CD. Wer auf emotionalen und authentischen Bluesrock mit Soul-Komponente steht, liegt hier richtig!
Jörg Eifel

DIKTA
Get It Together
Smarten-Up/Rough Trade
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Aus Island kamen schon viele gute KĂŒnstler und Bands. Bei dem Alternative Rock-Quartett Dikta verhĂ€lt es sich nicht anders. Die Band um den erstklassigen SĂ€nger Haukur hat ein tolles GespĂŒr fĂŒr melancholische Stimmungen, Dramaturgie und leidenschaftlichen Songaufbau. Da ist klar, dass der Funke schon direkt beim Opener „Warnings“ ĂŒberspringt. Einer meine Lieblinge auf dem Album ist das tempovariierende „Start To Finish“ mit seinen hymnischen Gesangslinien, in die man sich fallen lassen kann. Ganz großes Kino!
Rainer Guérich

FUGO
Avant 93:43
Engineer-Records/Radar
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Das aus dem schweizerischen Aarau stammende Trio Fugo legt  mit „Avant 93:43“ ein 3CD Konzeptalbum vor, bei dem es um die ĂŒbergeordnete Thematik „Zeit“ geht. Eine tolle Idee, die schon mit der graphischen Aufmachung der 3CDs im jeweiligen Pappschuber fĂŒr Aufsehen sorgt. Musikalisch serviert die Band einen atmosphĂ€rischen, kraftvollen und variantenreichen Noiserock, der quasi live im Studio aufgenommen wurde und vom  Hörer grĂ¶ĂŸtmögliche Aufmerksamkeit verlangt. Vom wuchtigen Hardcore-Brett („1.3.“) ĂŒber mehrstimmig enervierende Rockparts („2.2.“) bis hin zum schillernd schwelenden Alternativerock („1.4.“) spannt die Band ihr waberndes Spinnennetz, in dem man 93:43 aufregende Minuten verleben kann.
Rainer Guérich

GEIST
Feuerengel
Fatianol Records/Rough Trade
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Die Kölner GEIST legen mit ihrem zweiten Album "Feuerengel" eine echte Granate in Sachen deutschsprachiger Rockmusik vor. 11 Titel finden sich auf der Scheibe, die unbarmherzig, aber sehr melodisch, packend und atmosphÀrisch aus den Boxen kommen. Highlights des Silberlings sind das mit einer Akustikgitarre beginnende "Schwerelos", das sich rasant steigert und das gnadenlos rockende "Schweig mich tot".
Bernd Oppau

GIFT DWARF
Gift Dwarf
SAOL/H'Art
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Gift Dwarf heißt die neue Band von Comedy-Urgestein Gerd Knebel (Badesalz, Flatsch), der sich hierfĂŒr mit seinem alten Kumpel Olaf Mill (u.a. Flatsch) und Uwe Lulis (Grave Digger, Rebellion) zusammen getan hat. Ergebnis ist ein humorig-zynischer Metal mit deutschen und englischsprachigen Texten. Anspieltipps sind StĂŒcke wie "Ipott", "Amtssprache" und "Metal BĂŒrohengst".
Olaf Rominski

GOOD CHARLOTTE
Greatest Hits
Legacy/Sony Music
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Seit dem Jahre 2000 bĂŒrgen GOOD CHARLOTTE, der Vierer  um die beiden ZwillingsbrĂŒder Joel und Benji Madden, fĂŒr besten Pop-Punkrock. Wer noch nicht alles von der Band hat, erhĂ€lt mit der Kopplung "Greatest Hits" nun alle Smasher auf einer CD. NatĂŒrlich inkl. "Lifestyles Of The Rich And Famous" und "Keep Your Hands Of My Girl".
Enzo Bach

JO HARTMANN
Helden-TrÀumer-Idioten
www.johartmann.de
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Die Jungs aus dem Ruhrpott haben sich mit zahlreichen Gigs durch Kneipen und Clubs, bei Stadtfesten und Festivals eine schon beachtlich große Fangemeinde erarbeitet. Und lĂ€ngst ist ihr straighter und ehrlicher Rocksound ĂŒber die Grenzen der Stadt Bochum bekannt. Nun steht der Release der neuesten Scheibe des Rock-FĂŒnfers um SĂ€nger Jo Hartmann ins Haus. Harte Gitarrenlicks, erdige Drumarbeit und ein emotional mitreißender Gesang zeichnen die 12  Songs aus. Dazu gibt’s reichlich Lagerfeuerromantik, Akustikklampfe und entspannten Bottle-Sound, so dass fĂŒr jeden wirklich etwas dabei ist.
Frank Zöllner

ITCHY POOPZKID
Lights Out London
Findaway Records/Alive
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Die schwĂ€bischen Punkrocker Itchy Poopzkid melden sich mit ihrem vierten Album "Lights Out London" lautstark zurĂŒck. Direkt vom Opener "Why Still Bother" an gibt das Trio ordentlich Gas und kann den Hörer mit intensiven und kraftvollen OhrwĂŒrmern begeistern. Als weitere Warm-Up-VorschlĂ€ge empfehle ich Nummern wie "Down Down Down" und "The Enemy". Eine starke Scheibe von den Itchies!
Conny A. Rettler

IVAN IVANOVICH & THE KREML KRAUTS
Peregar
Sumo Rex/Broken Silence
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Wer auf Hi-Speed-Ska mit jeder Menge Punk-AttitĂŒden, Akkordeon, Brass-Section und russischer Folklore abfĂ€hrt, wird die brandneue Scheibe der Trierer Vorzeige-Russen vom Fleck weg lieben. Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts heißt die kunterbunte Truppe aus dem rheinlandpfĂ€lzischen StĂ€dtchen, die sich eine Mischung aus Kolchosen-Rock, Taiga-Punk und einer gesunden Portion Respektlosigkeit aufs Banner gepinselt hat. Und damit macht die Combo bei jedem Live-Gig so richtig Druck. Im Nu sitzt niemand mehr auf seinem Platz, und alles tanzt zu den wilden und ausgelassenen Ska und Polka-Rhythmen.
Frank Zöllner

JAZZKAMIKAZE
Supersonic Revolutions
Sevenseas Music/Broken Silence
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Eine hochinteressante und empfehlenswerte Scheibe kommt diesen Monat von den dĂ€nischen Prog-Jazz-Rockern JAZZKAMIKAZE, die auf ihrem dritten Album  erstmals mit Gesangslinien arbeiten. Die ersten beiden Alben kenne ich leider nicht, aber was das Quintet um Pianist Morten Schantz, der auch fĂŒr die Vocals verantwortlich ist, auf den 12 Songs abliefert, hat schon echte Klasse. Jazzige Saxophonlinien  verbinden sich mit proggigen Arrangements und ohrgĂ€ngigen Melodien zu einem echten Ohrenschmaus. Als Anspieltipps gleich den Opener „Bring Back Spring“ und das tempo-verschleppte und flirrend-rockige „Mystery Maze“ nehmen. Schön!
Rainer Guérich

THE MACHINE
Drie
Elektrohasch/Sonic Rendezvous
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Das niederlĂ€ndische Power Trio The Machine serviert uns auf seinem dritten Album „Drie“ variablen und herrlich erfrischenden  Psychedelicrock im Stile von Bands wie Colour Haze und Kyuss. In SonglĂ€ngen von bis zu 18 Minuten loten die Bandmitglieder alle möglichen Gitarrenriffs und fuzzigen Sounds aus, dass es eine wahre Freude ist. Zum Reinhören empfiehlt sich das StĂŒck „Sunbow“ mit seiner erstklassigen Jam-AtmosphĂ€re.
David Comtesse

MIZZLE
Sixpack
FNR/Radar
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Kleine und feine Melodien, ausgefuchstes Handwerk und die richtige Mischung aus Alternative, Pop, Rock und Songwriting macht das Solo-Projekt von Bassist und SĂ€nger Casper van Beugen aus. Wie nicht anders zu erwarten ist auch „Sixpack“ konsequent gegen den Strom gebĂŒrstet und wartet an der Schnittstelle von melodischer Folk-Leichtigkeit und ruppiger Rocksuppe mit allerlei untrendigen Spielereien auf. Die Jungs liefern einen handgemachten und ursprĂŒnglichen Song nach dem anderen ab, dass es eine wahre Freude ist.
Frank Zöllner

MONO INC.
Viva Hades
No Cut/Alive
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Die vier Hamburger Gothic Rocker  Mono Inc. veröffentlichen ihr fĂŒnftes Album „Viva Hades“ und zeigen, dass sie sich kĂŒnstlerisch sehr wohl weiterentwickelt haben. Allen voran wĂ€re da natĂŒrlich der Clubhit „Symphony Of Pain“ zu nennen und das hymnische „A Love That Never Dies“. Mono Inc. setzen auf Abwechslung, unterlegen StĂŒcke wie „Potter’s Field“ mit Streichern oder streuen auch schon mal Piano und Flötentöne ein. Eine ziemlich gute Balance zwischen GefĂŒhl und HĂ€rte.
Yasmin Schmidt

MR. BIG
What If...
Frontiers/Soulfood
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Schon eine kleine Sensation: 10 Jahre nach dem letzten Studioalbum haben  Mr. Big zusammen mit Paul Gilbert wieder eine neue Scheibe eingespielt. Musikalisch herausgekommen ist dabei zwar keine Überflieger, aber 11 Melodic Rock-Songs, die die Fangemeinde durchaus zufrieden stellen könnten. Mal das vorwĂ€rtsrockende und mit frickeligen Gitarrenparts unterfĂŒtterte „Still Ain’t Enough For Me“ anchecken!
David Comtesse

MANI NEUMEIER & KAWABATA MAKOTO
Samurai Blues
Bureau B/Indigo
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Guru Guru Drummer Mani Neumeier im musikalischen Clinch mit Acid Mothers Temple-Gitarrist Kawabata Makato. Ergebnis ist eine suchterzeugende, schwindelerregende, bombastische, psychedelisch-wabernde, improvisativ-explosierende Scheibe, von der ich nur mal das  ĂŒber 15minĂŒtige „Mushi“ als Reinhörtipp empfehlen möchte. Psych-Krautrock vom Feinsten!
Rainer Guérich

OCTOPUS
An Ocean Of Rocks
Rubber Angel
Sireena/Broken Silence
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Zwei SchĂ€tzchen aus der Krautrock-Kiste werden von der Frankfurter Rockgruppe Octopus wiederveröffentlicht. Die Band war bekannt fĂŒr ihre ausschweifenden Instrumnetalpassagen, flirrenden Moog-Sounds und kompositorische Vielfalt. „An Ocean Of Rocks“ wurde 1978 erstmals veröffentlicht und handelt von mystischen Meeresgeschichten. FĂŒr den typischen Bandsound sorgte insbesondere auch die Stimme von SĂ€ngerin Jennifer Hensel.  - „Rubber Angel“ erschien 1980 und wurde mit dem neuen Gitarristen Winfried Kowallik (als Ersatz fĂŒr Pit Hensel) eingespielt. Songs wie „Too Hard To Love You“ und „Black Points“ können als Anspieltipps empfohlen werden. FĂŒr Krautrock-Fans sind diese beiden CDs ein Muss!
Bernd Oppau

OF LEGENDS
Stranded
Season Of Mist
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Pure Metal hat sich Luc Dubuc von „The Secret Handshake“ auf seinem Sideproject „Of Legends“ aufs Banner gepinselt. Alle 12 Kompositionen stammen aus der Feder Dubucs, wobei er auch so gut wie alle Instrumente selbst eingespielt hat. Songs wie „Death Eyes“ und „Off Guard“ bearbeiten  die Nackenmuskulatur unerbittlich und Luc gibt am Mikro wirklich das Allerletzte. Grooviger Extreme Metal voll auf die Zwölf!
Olaf Rominski

ONSLAUGHT
Sounds Of Violence
AFM Records/Soulfood
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Die englischen Thrash Metal Heroen ONSLAUGHT legen ihr fĂŒnftes Langeisen vor. Auf dem Spielplan stehen 11 Tracks alter Schule, aggressiv und mit unbarmherziger Gewalt eingespielt. Also genau so wie es sein soll! Klarer Fall, dass es sich bei solch einem Engagement Phil Campbell (Motörhead) und Tom Angelripper (Sodom) nicht nehmen ließen, auf dem Titel "Bomber" mitzuwirken.
Jörg Eifel

RUSSKAJA
Russian Voodoo
Hoanzl/Indigo
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Russkaja haben‘s wirklich drauf und servieren uns auf „Russian Voodoo“ eine abgedrehte Mixtur aus Pogo-Punk, Rock, Polka und Kasatschok. Dieses Gemisch schlĂ€gt wirkungsvoll aufs Tanzbein und setzt im Gehirn Endorphine frei, auch wenn der Wodka den grauen Zellen schon arg zugesetzt hat.Die Bandmitglieder von Russkaja kommen aus Russland, der Ukraine, Ungarn und Bulgarien. BandgrĂŒnder und Mastermind Georgii A. Makazaria setzt gekonnt auf einen schweißtreibenden Highspeed-Brass mit Party-Mucke und ruppiger LĂ€rmbolzen-Polka.
Jörg Eifel

SCHEEPERS
Scheepers
Frontiers/Soulfood
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Die Idee zu dieser Soloplatte hatte Primal Fear-SĂ€nger Ralf Scheepers wohl schon lĂ€nger. Nun hat er sie endlich fertig gestellt und kann tatsĂ€chlich neue Facetten seines ausdrucksstarken und variablen Gesangs zeigen, sich gewissermaßen von den oft zitierten „Juas Priest“-Vergleichen freischwimmen. Ob nun im straight nach vorne marschierenden Hardrock-Stomper in bester Deep Purple-Machart („Remission Of Sin“), in majestĂ€tischem Metal mit Symphonic Touch („The Fall“) oder wonniger Epic-Breitseite mit atmosphĂ€rischem Intro und Spoken Words-Zugabe - Ralf Scheepers zeigt hier wirklich ganz neue StimmqualitĂ€ten, sehr zu empfehlen!
David Comtesse

SEVEN THORNS
Return To The Past
Nightmare Records
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Die dĂ€nischen Power Metaller von Seven Thorns servieren mit „Return To The Past“ eine Power Metal-Scheibe, die insbesondere auch Gamma Ray und Malmsteen-AnhĂ€ngern gefallen dĂŒrfte. Die 9 Tracks strotzen nur so vor Kraft und Spielfreude, wobei sich insbesondere SĂ€nger Erik „EZ“ Blomkvist eine besondere Belobigung verdient hat. Als Anspieltipp empfehle ich gleich den dramaturgisch intelligent in Szene gesetzten Opener „Liberty“, der durch seine intuitive Balance zwischen Melodie und HĂ€rte glĂ€nzen kann.
David Comtesse

SHAKRA
Back On Track
AFM Records/Soulfood
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Frisch und kraftvoll prÀsentieren sich die schweizerischen Hardrocker von Shakra auf ihrer neuen Scheibe "Back On Track". John Prakesh, der neue Mann am Mikro, macht seine Sache sehr gut und trÀgt zum positiven Gesamteindruck bei. Highlights der Scheibe sind gleich zu Anfang der riffbetonte Opener "B True B You" und das packende "Crazy", auf dem der neue SÀnger seine Klasse unterstreicht.
David Comtesse

SLAG IN CULLET
Splinter
R.D.S./Cargo
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Einen richtigen Kracher legt das Baseler Alternative-Rock Trio Slag In Cullet hier vor. „Splinter“ ist das zweite Album der Band um Andy Röösli (voc., guit., p), Raphaela Dieu (bass) und David Burger (drums) und kann noch mehr als der VorgĂ€nger „Time To Explode“ begeistern. Die Band, die ĂŒber eine Menge Liveerfahrung verfĂŒgt, hat in die 11 Tracks eine Menge Energie gepumpt, was beim Hören von Songs wie „Tasteless Shade“ und „Run Away“ auch  ohrenfĂ€llig wird. Eine Empfehlung wert!
Jörg Eifel

STARPOST
Opticks
Starpost Music/H’Art
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Starpost aus NĂŒrnberg legen mit „Opticks“ ein höchst interessantes Album vor. Ihr melancholischer Alternative Pop Rock mit gelegentlich deutlicher Elektronikkomponente (u.a. in „Glass Prism“ entwickelt beim Hördurchlauf ein waberndes Eigenleben, in das man sich gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig prima hineinfallen lassen kann. Hat manchmal auch was von Sigur RĂČs und der Magie von Radiohead. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

STRATOVARIUS
Elysium
Earmusic/edel
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Die finnischen Melodic Metaller bĂŒrgen fĂŒr QualitĂ€t, natĂŒrlich auch auf ihrem neuen Werk „Elysium“, das vom Bandgitarristen Matias Kupiainen produziert wurde. Das TitelstĂŒck dauert hammerlange 18 Minuten; ansonsten weiß die kraftvolle und vor melodischer Finesse blitzende Scheibe auch zu ĂŒberzeugen. Pflichtkauf fĂŒr die Stratovarius-Fangemeinde!
David Comtesse

SYNCLAIR
Synclair
7Hard/NMD
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Eine wirklich großartige Rockscheibe haben Synclair mit ihrem selbstbetitelten Erstlingswerk eingespielt. Der Spirit der 1970er Jahre ist allgegenwĂ€rtig, denn die fĂŒnfköpfige Band um die beiden Masterminds George von Staden (keyboards, spacekeys) und Ulli Pllua (drums) hat die 8 StĂŒcke quasi in Live-AtmosphĂ€re im Studio eingespielt. Löblich ist auch der astreine Gesang von Richard Krenmaier (Ex-Stygma IV). Als Anspieltipps unbedingt in den starken Opener „No Forgiveness“ und in „Got It All“ hineinhören. Spacerock-Freunde und Fans von Bands wie Black Sabbath, Pink Floyd und Rush sollten sich die Scheibe unbedingt einverleiben.
Tim Beldow

TALISMANSTONE
Sunya
Graveyard Confess./New Music
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Talismanstone sind ein aus Italien stammendes Psychedelicrock-Trio, das in seinen vielschichtigen Sound auch Dark Metal-Elemente, Industrial, Post Punk, Sitar und Tablas einbaut. Die Stimme von Frontmann Andrea Gauliani klingt mal morbide („Kali Yuga“), kann inmitten fiebrigen Noiserocks („The Sun Is Fading Now“) aber auch ein sehr melodisches Timbre annehmen. Eine Scheibe, die den Hörer durch die verschiedensten emotionalen Stimmungen fĂŒhrt. Nicht schlecht!
Rainer Guérich

TANGENT PLANE
Project Elimi
7Hard/NMD
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Nachdem die deutschen Progressive Metaller im Jahre 2008 mit ihrem  in Eigenregie veröffentlichten Erstlingswerk „Among Grey Masks“ fĂŒr  erste Aufmerksamkeit in der Szene sorgten, starten sie nun mit ihrem neuen Label „7Hard“ voll durch. „Project Elimi“ erscheint als erster Teil einer Trilogie und lĂ€sst in Sachen Produktion, Konzeption und musikalischer Finesse keine WĂŒnsche offen.  Schon der dark-melodische Opener „One Month In Real Time“ setzt mit seinen beherzten Gitarrenriffs, progressiven KeyboardschĂŒben und der charismatischen Stimme von Frontmann Jan Michaelis fĂŒr das erste Ausrufezeichen. Tangent Plane haben ein ausgezeichnetes GespĂŒr fĂŒr dramaturgische Momente, Tempowechsel und melodische Akzente. Ganz so wie man sich das wĂŒnscht. Weitere Highlights der Scheibe sind das hymnische „Borrow Me Your Dullness“ und das ganz auf Melancholie und AtmosphĂ€re setzende „Deadborn“, bei dem die wunderbar darke Stimme von SĂ€nger Jan auch von Stringparts und Akustikmomenten konterkarriert wird. Starke Scheibe!
Rainer Guérich

TEN
Stormwarning
Frontiers/Soulfood
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Die Hardrocker um SĂ€nger Gary Hughes bĂŒrgen fĂŒr exzellente QualitĂ€t. Da macht auch das bereits neunte Album „Stormwarning“ keine Ausnahme, das von der epischen Nummer „Endless Symphony“ eröffnet wird. Danach wird’s richtig gut: „Centre Of My Universe“ agiert im mittleren Tempo-Bereich und ist ganz auf die unverkennbaren Vocals von Gary Hughes zugeschnitten, die den prĂ€chtigen Kontrast zu den schneidigen Gitarrenriffs  (u.a. von Neil Fraser) bilden. Nicht minder schlecht ist das sich anschließende „Book Of Secrets“ und das bluesig angehauchte „Book Of Secrets“. Kurz: Hier erwartet den Freund melodischer Hardrockkost ein Festschmaus!
Rainer Guérich

TOMMY GUN
Always True
Wolverine Records/Soulfood
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Die Truppe um FrontsĂ€nger Stefan zieht auf ihrem DebĂŒt einen speedigen Punkrock-Mix aus den Konvertern, dass es nur so kracht. Die Jungs haben schon mit Bands wie Mad Sin, The Generators und Radio Dead Ones auf der BĂŒhne gestanden, wobei im April sogar noch ein Gig mit Pennywise auf dem Programm steht. Highlights der Scheibe sind StĂŒcke wie „Carry Me Through“, „Farewell“ und „Brutal, Rough & Dirty“.
Enzo Bach

TON
Diskussionen mit dem Eisberg
TontrÀger/Alive
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Der Vierer um SĂ€nger Tobias Röger setzt auf „Diskussionen mit dem Eisberg“ ganz auf elegischen Gesang und melancholische AtmosphĂ€re. Die deutschsprachigen Texte agieren vor einem stilistischen Umfeld aus Indierock und Gitarrenpop. Wer’s mag...
Jörg Eifel

VERSUS YOU/WHITE FLAG
Levitate The Listener
Long Beach/Broken Silence
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Wer sich auf eine Zeitreise in Sachen Punk begeben will, dem darf ich die vorliegende Rille als bevorzugtes Kreativ-Vehikel empfehlen. Denn auf „Levitate The Listener“ treffen zwei Generationen des Punk aufeinander. Da wĂ€ren zum einen die Luxemburger Newcomer Versus You, die in der luxemburgisch-französisch-deutschen Grenzregion schon fĂŒr mĂ€chtig Dampf gesorgt haben. Und zum zweiten treffen wir auf die L.A.-Punklegende White Flag, die mit ihrer 28jĂ€hrigen Bandgeschichte zu den „Oldtimern“ der Szene gehören. Also freut euch auf ĂŒber 40 knallige Minuten abgedrehter Punk-Action.
Enzo Bach

VOODOO CIRCLE
Broken Heart Syndrome
AFM Records/Soulfood
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Ein echtes Highlight fĂŒr alle Hardrock-Fans ist die neue Einspielung von Alex Beyrodt’s „Voodoo Circle“ geworden. Der Gitarrist hat vier Haudegen alter Schule um sich geschart und eine Scheibe in bester Rainbow und Deep Purple-Tradition eingespielt. Möglich gemacht hat dies vor allem SĂ€nger David Readman (Pink Cream 69), der sich stimmlich auf Nummern wie dem wunderbar wogenden, Hammond-infizierten „Devil’s Daughter“ und dem hymnschen „This Could Be Paradise“ förmlich ĂŒbertrifft. Aber auch Bassist Mat Sinner, Keyboarder Jimmy Kresic und Drummer Markus Kullmann stellen ihr Talent zweckdienlich in den Dienst der Sache. Old School-Vintage Hardrock der höchsten GĂŒteklasse, sehr zu empfehlen!
Rainer Guérich

NEUE CDs

 â€žKarma“ (Gan Shin Records/Rough Trade) heißt das neue Album der J-Rocker MUCC, das wieder einmal beweist, warum die Band in der japanischen Szene so hohes Ansehen genießt. Die Gruppe hat sich mittlerweile auch elektronischen KlĂ€ngen geöffnet, wie man auf dem StĂŒck „Falling Down“ unschwer hören kann. ZusĂ€tzlich kann die neue Scheibe auch mit einer 50minĂŒtigen Bonus-DVD aufwarten, wo es u.a. Ausschnitte zu den Aufnahmen von „Kharma“ und ein Live Shooting zu sehen gibt. +++ CHILDREN OF BODOM veröffentlichen mit „Relentless Reckless Forever“ (Spinefarm Records) ihr heiß ersehntes neues Album. Highlight der Scheibe ist zweifellos die Singleauskopplung „Was It Worth It“ (nicht umsonst auch das LieblingsstĂŒck von SĂ€nger Alexi Laiho); ansonsten gibt es die gewohnt gute COB-Mixtur aus eindringlichen Melodien, Keyboard-Hooks und energetischem Melodic Death Metal. +++ Irgendwo in der musikalischen Schnittmenge zwischen Porcupine Tree und Katatonia agieren die NĂŒrnberger EARTH FLIGHT auf ihrer neuen CD „Blue Hour Confessions“ (Recent Records/Alive). Die Songs verfĂŒgen ĂŒber einen vielschichtigen und spannungsvollen rhythmischen Aufbau, verströmen psychedelisches Flair und offenbaren aber auch kraftvolle Rockparts. Man höre sich hierzu nur das StĂŒck „Other Side Of The Rings“ an.

„Haie im Flipperpelz“ (Soulfood) heißt die vierte CD von MONSTERS OF LIEDERMACHING. NatĂŒrlich ist die vierte CD der Band, die fĂŒr ihren einzigartigen Unplugged-Style bekannt ist, auch wieder ein Livemitschnitt. Denn live kommen die Monsters am besten rĂŒber. Auf der BĂŒhne entfalten ihre witzigen Geschichten ĂŒber atomfreie Kraftwerke, geschenkte GĂ€ule, Vampirfreundinnen und geknackte Jackpots ihre ganz besondere Wirkung. Zuhören, mitsingen und abfeiern! +++ Seit 25 Jahren gibt es nun schon die MĂŒnchener Progfolk-Formation LUKAS TOWER BAND (LTB), die sich vorwiegend auf regionaler Ebene eine treue Fangemeinde erarbeiten konnte. Dabei hĂ€tte die Gruppe um die beiden BandgrĂŒnder Wolfgang Fastenmeier (guitars, percussion) und Fredy Orendt (keyboards) durchaus grĂ¶ĂŸere Beachtung verdient. Vielleicht Ă€ndert sich das ja mit dem Release der neuen CD „Albedo“ (Transformer Records), welche man stilistisch als „Prog Folk“ bezeichnen könnte, vergleichbar mit Gruppen wie Pentangle und Steeleye Span. Insbesondere der folkige Gesang von Frontfrau Angela Maier passt zu den keltischen und angelsĂ€chsischen Songs ĂŒber Galgenvögel, StraßenrĂ€uber, dionysische KĂ€mpfe und ĂŒbernatĂŒrliche Erscheinungen sehr gut. +++ Von den norwegischen Rockern MADRUGADA erscheint unter dem Titel „The Best Of“ (EMI) eine Doppel-CD mit insgesamt 28 Tracks. Die Band, deren Gitarrist Robert Buras tragischerweise im Jahre 2007 verstarb, unterstreicht auf dieser Retrospektive nochmal ihre kĂŒnstlerische Vielfalt. Von rockig, melancholisch bis poppig reicht das Spektrum. Und mit „All This Wanting To Be Free“ findet sich auch noch ein exklusiver Song, der Robert Buras gewidmet ist.

Rockfans, die mal was anderes in ihren CD-Player einlegen möchten, sollten vielleicht mal in das mittlerweile fĂŒnfte Album der Anzinger Band GSINDL hineinhören. Auf „Unsdochwurschd“ (Donnerwetter/ Cargo) erwartet euch schubladenfreier Rock in bayerischer Sprache, groovig, augenzwinkernd und mit fetzigen BlĂ€serlinien intoniert. Als Anspieltipps empfehlen sich der rasante Ska-Schlenker „Wer wia wos?“ und „die kreisende Straight-Ahead Nummer „SchabĂ€zi“ +++ ABRAHAM kommen aus Lausanne und geben auf ihrem Silberling „An Eye On The Universe“ (Pelagic Records) eine Mischung aus Post Hardcore und Sludge zum Besten. Geht oftmals in Richtung Cult Of Luna. +++ „Exit Eden“ (Pelagic Records) heißt das Erstlingswerk der Berliner EARTHSHIP, hinter denen sich The Ocean Drummer Jan Oberg verbirgt. Als klangliche Fixpunkte können Bands wie Crowbar, Baroness und Mastodon dienen. +++ Das aus Birminham stammende Punkrock-Trio TEMPLETON PEK veröffentlicht mit „Scratches & Scars“ (Long Beach/Broken Silence) sein mit Spannung erwartetes zweites Album. Auf dem Spielplan stehen 12 abwechslungsreiche und emotional geladene Nummern, die sich in den GehörgĂ€ngen festkrallen. Ein besonderer Anspieltipp ist das hypnotische „Flow“. +++ Es ist schön zu beobachten, wie sich die aus Hannover stammenden TREIBHAUS kĂŒnstlerisch weiterentwickelt haben. So können die 13 Tracks auf ihrem vierten Album „Alphatier“ (Danse Macabre/Alive) wirklich ĂŒberzeugen. Muskulöser Electro-Metal mit aussagekrĂ€ftigen deutschen Texten und einem krĂ€ftigen Schluck aus der Pulle „NDH“. Als Anspieltipps empfehle ich euch „Tanz der Teufel“ und „Die Pest“.

„Got Change For A Million“  (Repertoire Records) war MITCH RYDER’s Meisterwerk aus dem Jahre 1981, das er seinerzeit in Deutschland mit seiner Band um die beiden Gitarristen Joe Gutc und Rick Schein aufnahm. Auf dem Re-Release des Klassikers findet sich nicht nur ein vorbildlich entstaubter Sound, sondern auf ein mit Liner Notes ergĂ€nztes Booklet inkl. Interview mit Mitch Ryder. +++ Glamrock meets Pop-Hype der 70er Jahre lautet das Motto der im liebevollen Digipack wiederveröffentlichten Split-CD THE SWEET AND THE PIPKINS (Repertoire Records). The Sweet prĂ€sentieren 12 rare Hits, inkl. Titeln wie „The Lollipop Man“ und „All You Ever Get From Me“. - The Pipkins haben Songs wie „Gimme Dat Ding“ und „Yakety Yak“ im GepĂ€ck. +++ Die norwegischen DEATHTRACK servieren uns auf ihrem selbstbetitelten Album (Halfstone Records) eine ansprechende Mischung aus Metal, Punk und Rock’n’Roll. Schon gleich der Opener „Friday Night’s“ macht tierisch Spaß und gibt die Marschrichtung vor. Der Vierer um SĂ€nger und Gitarrist Harry Hellriffer klingt mitunter wie eine brandheiße Fusion aus Alabama Thunderpussy und Motörhead. Macht Spaß! +++ Die slowenischen Black Metaller von APERION legen mit „Act Of Hybris“ (G/Rough Trade) ein empfehlenswertes Scheibchen vor. Die im Gothic Metal verwurzelte Band arbeitet mit symphonischen Elementen und setzt  auf KlangatmosphĂ€re, wobei in ihrem Sound auch Streichinstrumente und sogar ein Didgeridoo vorkommen können. GrĂ¶ĂŸter Pluspunkt ist aber die bezaubernde Frontfrau Zala Hodnik, die den Songs mit ihrer unvergleichlichen Stimme das gewisse Etwas verleiht. +++ Die dĂ€nischen SUPERCHARGER bĂŒrgen auf „That’s How We Roll“ (VME/Soulfood) fĂŒr arschkickenden Rotz-Rock mit enormer Durchschlagskraft. Die sechsköpfige Band, die fĂŒr ihre energetischen Liveshows bekannt ist, lassen es auf den 12 Songs so richtig krachen. Anspieltipps sind Songs wie „Heart On Overdrive“ und „Rulers Of The Day“. +++ Aus Polen kommen PATHFINDER, die auf ihrem Player „Beyond The Space, Beyond The Time“ (Sonic Attack/ Soulfood) fĂŒr einen epischen und symphonischen Metal stehen. Wer auf Bands wie Blind Guardian und Stratovarius abfĂ€hrt, liegt hier richtig!

Aus Schweden kommen die BILLION DOLLAR BABIES, die sich auf ihrem Longplayer „Die 4 Diamonds“ (Modern Noise/Rough Trade) deutlich von Bands wie Kiss und Mötley CrĂŒe beeinflusst zeigen. Ihre Songs gehen gut ins Ohr und verbinden Heavy Rock mit einer dicken Scheibe „Glam“. Reinhörtipp ist das riffbetonete „Restless Minds“. +++ Ziemlich genial ist die CD „SIN-ATRA (Armoury Records/edel) . Darauf erweisen KĂŒnstler wie Devin Townshend, Glenn Hughes, Eric Martin, Joey Belladonna, Dee Snider und Jani Lane dem großen Frank Sinatra ihre ganz persönliche Heavy Metal-Referenz. UnterstĂŒtzt werden alle Beteiligten durch die hochkarĂ€tige Band um Gitarrist Bob Kulick (Kiss/Meat Loaf). Highlights der Scheibe sind die Neuinterpretationen von „New York, New York“ (feat. Devin Townsend) und „Strangers In The Night“ (feat. Joey Belladonna). +++ Gleich zwei CDs erscheinen von PLACEBO: Mit „Live At La Cigale“ (Hut/EMI) erscheint der ganz famose Livemitschnitt aus dem Pariser „La Cigale“ vom 6.02.2006 endlich auch als Einzel-CD. Auf dem Programm des denkwĂŒrdigen Konzerts standen Songs wie „Meds“, „Follow The Cops Back Home“ und „The Bitter End“. Sollte man unbedingt in seiner Sammlung haben! - „B Sides 1996-2006“ (Hut/EMI) beinhaltet insgesamt 28 rare B -Seiten-Titel, die es auf eine Gesamtspielzeit von 100 min. bringen. Hier gibt es manche RaritĂ€ten zu entdecken, beispielsweise „Hare Krishna“ oder eine Demoversion von „Flesh Mechanic“. Eine wahre Fundgrube fĂŒr alle Placebo-Fans und solche, die es noch werden wollen! +++ Von den schottischen Psychedelic-Rockern PRIMAL SCREAM erscheint ihr legendĂ€res „Screamadelica“-Album (Sony Music) aus dem Jahre 1991 in einer aufwĂ€ndigen 20th Anniversary 2 CD-Deluxe-Edition. Die Platte, die Crossover-Elemente wie Psychedelic, Rock, SitarklĂ€nge und Samples genial verband, wurde von der Band und Kevin Shields (My Bloody Valentine) sorgfĂ€ltig remastered. Auf der zweiten CD finden sich zusĂ€tzlich noch vier Titel der raren „Dixie Narco“-EP. +++ Von EMERSON, LAKE & PALMER, der Supergroup des Progressive Rock, wird unter dem Titel „The Essential“ (Sony Music) ein respektiver Schaffens-Querschnitt veröffentlicht. Unter den 26 Tracks, die auf 2 CDs verteilt wurden, finden sich neben Klassikern wie „Lucky Man“ und „Tarkus“ auch tolle Interpretationen von Titeln wie „Peter Gunn“ und „C’est la vie“. +++ Das rĂŒhrige Sireena-Label veröffentlicht gleich zwei empfehlenswerte Kompilationen: „The Spirit Of Sireena Vol.5 “ (Sireena/ Broken Silence) bietet mit seinen 15 Interpreten einen guten Überblick ĂŒber das derzeitge Repertoire. NatĂŒrlich finden sich auch ziemlich viele Krautrockbands im Tracklisting, beispielsweise Grobschnitt, Effendi’s Garden, Mythen in TĂŒten, Sameti, Steinwolke u.v.a. - „Jazzkraut “ (Sireena/Broken Silence) ist eine liebevoll aufgemachte Kompilation, die Perlen der deutschen Jazz & Krautrock-Szene zu Tage fördert. Zu den Highlights zĂ€hlen insbesondere Embryo („Secret“), Annexus Quam („Osmose II“), Munju („Ixthuluh“) und Kraan („Rund um die Uhr“).

Der Extreme und Van Halen SĂ€nger Gary Cherone hat zusammen mit seinem Bruder Marc die neue Rockband HURTSMILE ins Leben gerufen, von der nun das selbstbetitelte Erstlingswerk (Frontiers/Soulfood) veröffentlicht wird. Ergebnis ist ein vielschichtiger und variantenreicher Hardrock, der einer breiten Hörerschaft gefallen dĂŒrfte. +++ Schon sehr lange im Rock-GeschĂ€ft ist JOHN WAITE, der mit „Rough & Tumble“ (Frontiers/ Soulfood) sein bereits elftes Album prĂ€sentiert. Melodischer Rock mit Waites unverkennbaren Stimme. Das TitelstĂŒck ist eine der stĂ€rksten Nummern des Albums. +++ Hymnischen Darkrock/Metal bieten REST IN SILENCE auf „Mourning After Tomorrow“ (Antstreet Records/New Music). SĂ€nger Mario Andrijasevic hat ein ganz eigenes Stimmtimbre, das zu den Texten ĂŒber Liebe, Hoffnung und Tod sehr gut passt. Die deutlich spĂŒrbare Synthiekomponente verleiht den Songs einen zusĂ€tzlichen epischen Glanz. +++ Die vier Punkrocker von F.I. geben sich auf ihrem Player „Puzzle“ (Antstreet Records/New Music) sehr Genre-untypisch. In ihren Sound mischen sich auch DeathMetal-Fragmente, straighter Hardrock und melodiöse Gitarrengewitter. Roter Faden sind aber die mitsingbaren mehrstimmigen Vocals, die die ganze Sache dann wieder rund machen. 

 

 

 

 

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