MĂ€rz/April 2012

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

THE 4 EVAS
Break Out
Finest Noise Records/Radar
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Ein weiterer Newcomer aus der riesigen Talentschmiede Kaliforniens, der mit seinem Mix aus Alternative-Crossover-Gitarrenpop neue Wege aufzeichnen möchte. TatsĂ€chlich bringen The 4 Evas jede Menge Energie und Enthusiasmus mit, ohne aber wirklich ĂŒberzeugen zu können.  „Break Out“ hĂ€lt zwar einige gute Songs bereit, aber vieles klingt doch zu vorhersehbar und macht auf Dauer keine Laune. Da besteht durchaus noch Entwicklungsbedarf!
Frank Zöllner

ALIAS EYE
In Between
QuiXote Music/Progrock
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Allzu viele gute Progrock-Bands kommen nicht aus Deutschland. Zur Progelite zĂ€hlt aber zweifellos der Mannheimer FĂŒnfer Alias Eye. Die Band zeigt auf ihrem bereits vierten Album, dass sie ein ausgeprĂ€gtes GespĂŒr fĂŒr Dramaturgie, ausgefeilte Arrangements und Stilvielfalt hat. Ein weiterer Pluspunkt ist das geschulte Stimmorgan von SĂ€nger Philip Griffiths, der problemlos noch so schwere Klippe meistert. Mitunter findet man im Alias Eye Sound auch schwermetallische Riffs, etwa in  „Break What We Know“, live on stage bestimmt ein Bringer, der das Publikum wach kickt. Daumen hoch fĂŒr Alias Eye, Proggies zugreifen!
Rainer Guérich

BEGGAR’S BRIDE
From The Wardrobe Of My Soul
A-Minor Records/in-akustik
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Beggar’s Bride, die Band um Mastermind und Gitarrist Holggy Begg, legt mit „From The Wardrobe Of My Soul“ ihr fĂŒnftes und bisher anspruchsvollstes Werk vor. Roter Faden des komplexen Konzeptalbums  ist die Story um die menschliche und musikalische Entwicklung des RocksĂ€ngers „Sugar“, der stimmlich von Michael Voss verkörpert wird. Musikalisch umgesetzt im schon Beggar’s Bride-typischen spannungsgeladenen, „warmen“ Rocksound mit einer Menge hochkarĂ€tiger GĂ€ste, u.a. Deep Purple Keyboarder Don Airey, Saxophonist Molly Duncan, Drummer Marc Schulman und Gary Barden . Als Reinhörempfehlung bietet sich „My Heart In (Your) Hands“, die Ballade mit SĂ€ngerin Sass Jordan an. Empfehlung!
Rainer Guérich

BEYOND THE BRIDGE
The Old Man And The Spirit
Frontiers/Soulfood
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Es ist schon ĂŒberraschend, welch ausgefeiltes Prog-Metal-Konzeptalbum die aus deutschen Landen stammenden Beyond The Bridge hier vorlegen. Dramaturgischer, spannungsvoller Aufbau, orchestrale Parts, eingĂ€ngige Melodien, Tempowechsel, epische Chöre u.v.m. Insbesondere die stimmliche Leistung von Herbie Langhans und Dilenya Mar trĂ€gt zum durchwegs positiven Eindruck bei, den der Hördurchlauf bei mir hinterlĂ€sst. Als Anspieltipp unbedingt das wunderbare und ganz auf Dilenya zugeschnittene „World Of Wonders“ nehmen.
David Comtesse

BLACK MAGIC SIX
Brutal Blues
Big Money Rec./Cargo Records
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Jetzt nur nichts falsch verstehen! „Brutal Blues“ hat so wenig mit Blues zu tun wie eine Scheibe von Howard Carpendale. Die Finnen rocken auf ihrer neuesten Scheibe voll das Haus! Schon nach den ersten Akkorden wird klar, warum J-Tan (vocals & guitars) und Lew Siffer (drums) zu den „am hĂ€rtesten arbeitenden Bands“ Finnlands gehören. Gut 250 Gigs in 21 LĂ€ndern gingen in den letzten 5 Jahren auf das Konto der Breitband-Rocker, die ihren dĂŒster-morbiden Metal mit enormem Spannungspotential aus den Amplifiern prĂŒgeln. Straight, unverwĂ€ssert, mit reichlich Riffing, aber Gottlob ohne Growl-Vocals arbeiten sich Black Magic Six durch ihren sĂŒchtig machenden Garagen-Rock-Punk.
Frank Zöllner

BLACK RAINBOWS
Supermothafuzzalicious!!
Heavy Psych/Code 7
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Wow! Was fĂŒr eine mĂ€chtige, energetische und schweißtreibende Heavy Psych-Stonerrock-Platte. Die Black Rainbows kommen aus Italien und servieren hier bereits ihr drittes Opus. Die Gitarren sind tiefer gestimmt, tĂŒrmen sich teils Meterhoch, doch Frontmann Gabriele Fiori hat keine Probleme, sich gegen diesen ungezĂŒgelten Lavastrom zu behaupten. Als Warm-Up Vorschlag empfehle ich euch unbedingt mal in das mĂ€chtig gringende und mit spacigen Elementen bespickte „Mastermind“ hineinzuhören.
Bernd Oppau

BLACK SPACE RIDERS
Light Is The New Black
Brainstorm/Rough Trade
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Die Black Space Riders legen hier ihr zweites Album vor, dass sie noch abwechslungsreicher und hypnotischer gestaltet haben. Im Spannungsfeld zwischen Progressive, Stoner, Space und Doom zieht die Band so manchen Trumpf aus dem Ärmel, der sticht. Anspieltipp: „Sun vs. Moon“.
Tim Beldow

BLIND GUARDIAN
Memories Of A Time To Come
EMI
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Blind Guardian feiern ihren 25. Band-Geburtstag zĂŒnftig mit einer Triple-CD-Werkschau in opulenter Digipack-Verpackung. Auf den ersten beiden Silberscheiben finden sich 16 Bandklassiker, die teils remixt, teils neu eingespielt wurden. CD 3 schließlich dĂŒrfte fĂŒr die Fans besonders interessant sein, hier gibt’s noch mal 15 Demoversionen, u.a. von „Majesty“, „Run For The Night“ und „Time What  Is Time“.
David Comtesse

DANNY BRYANT’S REDEYEBAND
Night Life
Jazzhaus Records/in-akustik
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Bluesrock kommt live immer am besten! Dies zeigt sich wieder einmal sehr deutlich auf diesem vorzĂŒglichen Livemitschnitt des englischen Bluesrock-Gitarristen Danny Bryant, der 2011 im niederlĂ€ndischen Rosmalen aufgezeichnet wurde. Fast 70 Minuten lang gibt es einen beherzten, flammenden und authentischen Bluesrock zu hören, der keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Jam-Feeling pur verbreitet das ĂŒber zwölfminĂŒtige SchlussstĂŒck „Always With Me“. Bluesrock-Freunde, unbedingt zugreifen!
Jörg Eifel

BULLFROG
Second Wind
Sreena/Broken Silence
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BULLFROG sind eine Krautrock-Band aus deutschen Landen, die vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat. Die Band um Drummer Ali Halmatoglu und Bassist Robert Wimmer veröffentlcihte im Jahre 1980 mit „Second Wind“ ihr beachtenswertes drittes Werk. Die Mischung aus KeyboardgetrĂ€nktem Rock, melodiösen Elementen und ohrgĂ€ngigem Refrains hat was. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich das smashige „G-Twon Madness“ und das mit tollem Keyboard-Intro eingeleitete „Don’t Think Of Tomorrow“.
Rainer Guérich

BURN
Black Magnolia
Blind Records/Zebralution
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Die aus MĂŒnster stammenden Gothic-Rocker haben ihr Zweitwerk am Start. Unverkennbares Trademark ist natĂŒrlich der Gesang von SĂ€nger Felix Friberg, der zuweilen an Robert Smith erinnert. TempomĂ€ĂŸig sind die 10 Tracks sehr variabel gestrickt. Unbedingt mal in Songs wie „The Negative“ und „Kaleidoscope Skies“ hineinhören.
Conny A. Rettler

CIRQUE ROYAL
We Come In Peace
Intono Records/Rough Trade
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Die vier Konstanzer haben mit der vorliegenden Scheibe ein DebĂŒt im GepĂ€ck, das es in sich hat und die Jungs gleich ganz nach vorne katapultiert. Gitarren orientierter Garagenrock mit betonten Akustik-Phasen und jeder Menge Retro steht auf dem Spielplan und lĂ€sst Cirque Royal in den 10 Tracks verdammt gut aussehen. Ihre Übungskeller-Zeiten hat die Truppe schon lange hinter sich gelassen und serviert uns einen gut abgehangenen und inspirierten Mix aus Crossover, College-Sound und oldschooligem Rock. Die Devise heißt straight ahead und zeigt einmal mehr, dass auch am Bodensee die Rockszene nicht im Dornröschenschlaf liegt.
Frank Zöllner

THE CONVOIS
Ocean‘s Tales
Antstreet Rec./New Music Distrib.
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Knallharten und ultraschnell gespielten Metalcore serviert uns die Combo aus Trier auf ihrem ersten Silberling und zeigt, was eine ausgiebige Live-Erfahrung so alles wert ist. The Convois haben ihre ersten musikalischen Sporen u.a. als Support fĂŒr Szene-GrĂ¶ĂŸen wie Escape The Fate, Waterdown und Vanilla Sky verdient. Diese Credibility ließen die Core-Knaben in „Ocean‘s Tales“ restlos einfließen. Ergebnis ist ein ganz heißes Metal-Statement .
Frank Zöllner

CRIMSON DEATH
Fleshdance
7Hard/New Music Distribution
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Die vier Todesmetaller von Crimson Death kommen aus dem Schwabenland und prĂ€sentieren mit „Fleshdance“ eine schön abgehangene Death Metal-Rille. Auf den 10 Tracks ĂŒberzeugen die Bandmitglieder, die grĂ¶ĂŸtenteils aus dem aufgelösten Viking/ Pagan-Projekt „Hagalaz“ hervor gegangen sind, mit kĂŒnstlerischer EigenstĂ€ndigkeit. Brachiale Riffs, roher Gesang und knĂŒppelnde Death Metal-Parts vernachlĂ€ssigen glĂŒcklicherweise nicht die melodische Komponente, was „Fleshdance“ zu einer Kaufempfehlung fĂŒr jeden Death Metal-JĂŒnger macht.
Conny A. Rettler

THE DEAD NOTES
Entertainment Is The Purpose
My Redemption Records/Cargo
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Die Jungs aus dem niederbayerischen Arnstorf halten auch auf ihrem brandneuen Dreher ihrem Lieblingsthema die Treue und knallen uns einen speedig-straighten Old School-Hardrock um die Ohren. Dabei versteht es der FĂŒnfer moderne Crossover-Granaten mit traditionellen Linien elegant zu fusionieren, um so einen riff-orientierten Karacho-Sound aus den Amplifiern zu schießen. Rhythmus-Schwerstarbeit, melodische Refrains und rotzige Vocals huldigen einem ehrlich-erdigen Rock, der dir ein Grinsen ins Gesicht zaubert.
Frank Zöllner

DEEP ROOTS OF THE RAMONES
Various Artists
Sireena/Broken Silence
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Ein empfehlenswerter Sampler, der verdeutlicht, wo die eigentlichen Inspirationsquellen der New Yorker Punkrocker The Ramones herstammen. Die Band, die sich 1974 im New Yorker Stadtteil Queens grĂŒndete, hatte schon immer ein starkes Faible fĂŒr den 50er Rock'n'Roll und den Beat & Garagensound der 60er Jahre. Nachzuhören auf den 13 Tracks dieser CD mit Acts wie The Troggs, Carl Perkins, The Teen Kings feat. Roy Orbison, Link Wray u.v.a. Dazu gibt's noch 2 Bonustracks, u.a. „Street Fighting Man“, eine gelungene Ramones-Version des Stones-Klassikers, eingespielt mit Walter Lure.
Olaf Rominski

DRUDKH
Eternal Turn Of The Wheel
Season Of Mist
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Die ukrainischen Blackmetaller setzen auf ihrem neuesten Streich ganz auf AtmosphĂ€re. So hört man  auf der CD auch schon mal WindgerĂ€usche, niederprasselnden Regen oder auch mĂ€chtiges Donnergrollen. Genau die richtige Einstimmung, um den Hörer mit mĂ€chtigem Riffing, Double-Bass-Attacken und der Mikroarbeit des Fronters auf den 5 weitgesponnenen Tracks in die AbgrĂŒnde der Schattenwelt zu ziehen. Eine Scheibe, an dem die Black Metal-Fraktion ihre Freude haben wird.
Olaf Rominski

EXILIA
Decode
Golden Core Records/ZYX
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Diesen Monat starten die Italiener voll durch und legen mit „Decode” ihren brandneuen Silberdreher vor. Mit Frontfrau Masha Mismane am Mikro haben die Schwermetaller einen Dampfhammer mit 12 Speed-Granaten im GepĂ€ck, der keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Wie bereits auf dem VorgĂ€nger „Unleashed“ legt die Truppe aus Milan dabei einen spannenden und durchaus eingĂ€ngigen Soundmix vor, der mit starken Gitarrendialogen und klanggewordenen LĂ€rmattacken in den Ohren hĂ€ngen bleibt. Kernig zupackend und mit coolem Underground-Style zeigen sich Exilia von ihrer Schokoladenseite und fusionieren ultraharten Speed & Core-Metal mit einzigartiger Frauenpower.
Jörg Eifel

FRANTIC FLINTSTONES
Freaked Out & Psyched Out
Drunkabilly/Cargo Records
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Zusammen mit den Meteors undDemented Are Go gehören Frantic Flintstones zu den DienstĂ€ltesten Psychobilly-Bands. Mit insgesamt 27 Alben können die Jungs um Frontmann Chuck Harvey auf eine beachtliche Discografie verweisen. Jetzt steht ihr neuester Dreher am Start und wartet wie gewohnt mit einer schweißtreibenden Mixtur aus Rockabilly und Punk auf. Dazu gesellen sich lĂ€rmender Riff-Rock, der die Saiten tanzen lĂ€sst, Western-Swing, versoffen-kaputte Beats und jede Menge speediges Psycho-Feeling. Die Jungs haben‘s immer noch voll drauf.
Enzo Bach

FROZEN RAIN
Ahead Of Time
Avenue Of Allies/H‘ART
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Vier Jahre sind seit dem selbstbetitelten DebĂŒt des belgischen Songwriters und Multi-Instrumentalisten Kurt Vereecke und seiner Formation Frozen Rain vergangen. Jetzt sind die Jungs zurĂŒck und knallen uns ein in Granit gemeißeltes Artefakt um die Ohren, das alle AOR & Melodic-Rock-Fans aufhorchen lĂ€sst. Im Vordergrund steht dabei ein eingĂ€ngiger und harter Gitarrenrock klassischer Machart, der einen emotionsgeladenen und herrlich satten Sound transportiert. Dazu gibt’s unverkennbaren Bombast-Einschlag, starke Riffs und vor Harmonie triefende Vocals.
David Comtesse

JEFF HEALEY BAND
Original Album Classics
Arista/Sony Music
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Leider viel zu frĂŒh verstarb im Jahre 2008 der kanadische Bluesgitarrist und SĂ€nger Jeff Healey. Diese 3 CD-Box versammelt nun seine ersten drei Alben „See The Light“ (1988), „Hell To Pay“ (1990) und „Feel This“ (1992): wahre Klassiker des Bluesrocks! Wie bei der „Original Album Classics“-Reihe ĂŒblich, erscheinen alle 3 CDs als Vinyl-Replikas in Cardbox mit entsprechendem Artwork.  Remasterter Sound ist selbstverstĂ€ndlich!
Tim Beldow

JIMI HENDRIX EXPERIENCE
Smash Hits
MEAT LOAF
All Time Best
Sony Music
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Zwei Tipps aus der zitronengelben Reclam Musik Edition fĂŒr alle Freunde guten Rocks. Mit der 12 Tracks-Kopplung „Smash Hits“ hat man alle  großen Hits von JIMI HENDRIX auf einer CD. Songs wie „Purple Haze“, „Fire“, „Hey Joe“ und „Foxey Lady“ haben gleich mehrere Generationen von Hörern und Musikern beeinflusst. - Immer noch gut hörbar sind auch die Highlights aus dem Schaffen von Fleischklops MEAT LOAF. „All Time Best“ serviert besten Rock-Bombast-Rock mit großer Stimme, inkl. „Dead Ringer For Love“ und „Modern Girl“. Bleibt noch zu erwĂ€hnen, dass sich auch ein Blick in das aufschlussreiche Booklet lohnt...
Rainer Guérich

HOPELEZZ
Black Souls Arrive
7Hard/New Music Distribution
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Nach einem atmosphĂ€rischen Intro  wird schnell klar, wohin die musikalische Reise bei Hopelezz geht. Der FĂŒnfer aus Wuppertal hat sich einem mit Thrash-Parts und  modernen EinflĂŒssen auftrumpfenden Death Metal verschrieben, der nicht alleine nur auf Grunzgesang setzt, sondern bei dem auch schon mal cleane Vocals konterkarrierend eingeworfen werden. Man höre hierzu nur mal das ungestĂŒm nach vorne kickende „Devils Ride“. Eine abgehangene und doch variable Modern Death Metal-Scheibe!
Olaf Rominski

HOT TUNA
Original Album Classics
RCA/Sony Music
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Eine Entdeckung fĂŒr alle Bluesrock-Freunde ist diese 5 CD-Box der amerikanischen Band Hot Tuna (dt. „Heißer Thunfisch“). Die Formation wurde ursprĂŒnglich von den beiden Jefferson Airplane-Musikern Jack Cassidy (bass) und Jorma Kaukonen (guitar) als Side-Project gegrĂŒndet und veröffentlichte in den 1970er Jahren einige entdeckenswerte Alben. Das DebĂŒt „Hot Tuna: Live“ wurde 1971 im Berkeleyer New Orleans House mit Harper Will Scarlett mitgeschnitten. Ebenfalls in der Box sind das dritte Album „Burgers“ (1972), „The Phosphorescenet Rat“ (1974), „America’s Choice“ (1975) und „Hoppkorv“ (1976). - Wer auch nur etwas fĂŒr ausdrucksstarken akustisch-elektrischen Country-Rockblues ĂŒbrig hat, unbedingt besorgen!
Rainer Guérich

ICE BLUE ORCHESTRA
Between Destinations
Lars-Tongues-Music.de
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Klassik meets Jazz und Progrock: Das aus MĂŒnchen stammenden Ice Blue Orchestra legt sein zweites Album „Between Destinations“ vor, in das die drei Bandmitglieder Reiner Winters (Piano, Synthesizer), H.H. Babe (Bass, Glockenspiel) und Holger Röder (Cymbals & Drums, Gongs) eine Menge Herzblut gesteckt haben. Angefangen von dem liebevoll gestalteten Artwork der CD bis hin zu den durchdachten Kompositionen, die musikalisch an den kreativen Geist der frĂŒhen 70iger Jahre erinnern. Insbesondere die sechsgĂ€ngige „Between Destinations“-Suite nimmt eine ganz besondere Stellung auf der CD ein und erinnert mich an die frĂŒhen ELP. Ein Album, bei dem es viel rhythmisches FeingefĂŒhl zu entdecken gibt und das allen Klassik und Progrock-Freunden wĂ€rmstens empfohlen werden kann.
Rainer Guérich

JONAS & THE MASSIVE ATTRACTION
Big Slice
Big Slice Rec./H’Art
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Kanadischer Hardrock mit starkem SĂ€nger. DafĂŒr stehen Jonas & The Massive Attraction, die in ihrer Heimat schon mĂ€chtig abgerĂ€umt haben. Schon die erste Single „Big Slice“ stieg auf Platz 7 der Rockcharts, noch vor Ozzy Osbourne und Kings Of Leon. Ein Grund dafĂŒr ist sicherlich die ebenso hymnisch-sonore wie toughe Stimme von SĂ€nger Jonas Tomalty, der das Maximum aus dem Songmaterial herauskitzelt. Mal in die wonnig-rockende Uptempo-Nummer „More Than A Moment“ hineinhören!
David Comtesse

KOMMANDO KAP HOORN
Im Sog der Finsternis
Impact Records/Broken Silence
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Ihr DebĂŒt „Die Zukunft der Tiefe“ (2009) gab dem Deutsch-Punk neue Impulse. Gut drei Jahre spĂ€ter liegt der neue Dreher der Bremer DĂŒster-Punks vor und flext dir die SchĂ€deldecke schon gleich mit dem Opener auf. Ohne Kompromisse und absolut Balladenfrei haut dir das Kommando Kap Hoorn sein persönliches Rock-Evangelium um die Ohren. Hymnisch und bombastisch, mit starken Riffs und Songtexten zum Mitsingen, Punk-artigen WutausbrĂŒchen, rabenschwarzer Stimmung und sozialkritischem Touch.
Enzo Bach

LAST CHANCE TO DIE
Suicide Party
District 763 Rec./New Music Distr.
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Die Marschrichtung ist vom ersten Riff an klar! Hier werden die Drumfelle geprĂŒgelt, die Gitarrensaiten maltrĂ€tiert und ins Mikro gegrowlt, bis der Notarzt kommt. Dabei ist der Bandname Last Chance To Die eigentlich schon Programm genug . So machen die Jungs auf ihren 10 Speed-Granaten auch keine Gefangenen und ziehen ein ultraderbes GeknĂŒppel aus dem VerstĂ€rker. Beinharter Metalcore im DĂŒstergewand ist angesagt, wenn Markus und seine Truppe zur Tat schreiten...
Jörg Eifel

ERJA LYYTINEN
Songs From The Road
Ruf Records/in-akustik
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Ein Live-CD/DVD-Package der finnischen BluessĂ€ngern & Slidegitarristin Erja Lyytinen, mitgeschnitten im November 2011 im Savoy Theater in Helsinki. Festgehalten in bester AufnahmequalitĂ€t lĂ€uft Erja zusammen mit ihrer Band um Davide Floreno (g), Roger Inniss (b) und Miri Miettinen (dr) zu absoluter Hochform an. GegenĂŒber den Studioversionen haben die BĂŒhneninterpretationen noch mehr Verve und zeigen mit welchem Herzblut Erja zuwerke geht. Die 80minĂŒtige Bonus-DVD bietet neben 2 Extratracks auch noch ein Interview.
David Comtesse

MEGAHERZ
GötterdÀmmerung
Golden Core Records/ZYX
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Album Nr. 7 steht in den Startlöchern und zeigt die Jungs von Megaherz mit Frontmann Lex Wohnhaas in gewohnt hartem Industrial-Gewand. Dabei setzt die Combo vermehrt auf melodisches Tracking als noch auf ihren VorgĂ€ngeralben und scheint endlich eine neue Linie fĂŒr sich gefunden zu haben. Aber keine Angst, Megaherz wissen immer noch, was eine kurze Rechte ist und knallen dir ihren NDH-Sound um die Ohren, dass es nur so raucht. Zu schnellen Gitarrenriffs und ultraharten Drums gesellt sich ein ĂŒberaus hörbarer Gothic & Dark-Sound, der mit der dĂŒsteren Vocalarbeit von Micro-Man Lex auch knallharte Themen anspricht.
Frank Zöllner

MIND THE GAEP
Get Ready For Tonight
MTG Records/Audiomagnet
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UnverwĂ€sserter Straightrock, der in den richtigen Momenten auf Akustikklampfe und Blues-Harp zurĂŒckgreifen kann, servieren uns die vier Jungs aus Frankfurt/Main. Nach 125 Live-Gigs (seit ihrer GrĂŒndung 2006) und der EP „Rock‘n‘Roll Decadence“ war die Zeit ĂŒberreif fĂŒr ihre erste Longscheibe. Die dreht sich jetzt in meinem Player und schon geht die Sonne auf. Die Jungs haben‘s drauf und zelebrieren einen schnellen Southern-Rock-Metal-Blues zum Niederknien. Mind The Gaep zĂŒnden ein Gitarrenfeuerwerk nach dem anderen und reißen dabei alle Genrebegrenzungen einfach nieder.
Jörg Eifel

DARIO MOLLO & ERIC MARTIN
The Third Cage
Frontiers/Soulfood
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Auf die dritte Zusammenarbeit von dem italienischen Gitarristen Dario Mollo und Ex-Black Sabbath-SĂ€nger Tony Martin mussten die Fans schlappe 10 Jahre warten. Ergebnis ist ein ĂŒber weite Strecken hochklassiger Hardrock alter Schule, der voll und ganz von der Sahnestimme Martins lebt. Überzeugend sind beispielsweise der Opener „Wicked World“, „Blind Fury“ und das knackige „One Of The Few“. Die gelegentlich eingestreuten modernen Stilelemente („Cirque Du Freak“, Intro zu „Still In LOve With You“) hĂ€tte man sich besser sparen sollen. Dennoch eine Scheibe, die man jedem Hardrocker bedenkenlos empfehlen kann.
Rainer Guérich

MOTORPSYCHO
The Death Defying Unicorn
Stcikman/Soulfood
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Anspruchsvolle und komplexe Psychedelic-Prog-Rockoper im Doppel-CD Format, die Motorpsycho zusammen mit dem Trondheim Jazz Orchestra einspielten. Ein aufwĂŒhlendes und durchdachtes Meisterwerk mit ungeahnten klanglichen Wendungen, instrumentaler Finesse und teils epischer Breite. SĂ€nger Brent Saether agiert in der ungewohnten Soundkulisse ganz bravourös. Als Anspieltipp unbedingt das großartige „The Hollow Lands“ nehmen.
Rainer  GuĂ©rich

MR. ANDERSON
Mexican Standoff
7Hard/New Music Distribution
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In den vergangenen 7 Jahren waren Mr. Anderson fester Bestandteil innerhalb der Punk- und Skateboard-Szene. Großartige Shows, legendĂ€re Parties und eine Menge Spaß, dafĂŒr waren Mr. Anderson all die Jahre die Garanten. Doch nun hat die Band schweren Herzens ihre Auflösung bekannt gegeben. Davor gibt’s allerdings noch die 12gĂ€ngige CD „Mexican Standoff“, mit der der Abschied gebĂŒhrend gefeiert wird. Produziert wurde die gelungene Rille ĂŒbrigens von Johannes Makowski (Abandon Hope) und Claus Grapke (Thumb, Alternative Allstars).
Jörg Eifel

MYTHOS
Quasar
Sireena Rec./Broken Silence
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Das wurde aber auch mal Zeit, dass das legendĂ€re Mythos Album aus dem Jahre 1980 endlich mal auf CD wiederveröffentlicht wird. Variantenreicher Synthierock in der Schnittmenge zwischen Tangerine Dream und Klaus Schulze. Highlight ist der instrumentale Opener „Quasar“ mit Flöte und unglaublich drivig em Synthiesound- einfach irre!
Rainer Guérich

NOTEINGANG
Gegen die Zeit
7Hard/New Music Distribution
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Lange Zeit war die deutsche Punkrock-Combo Noteingang als Trio unterwegs. Mittlerweile hat man einen zweiten Gitarristen mit ins Boot geholt, was der musikalischen Ausrichtung, der stilistischen Breite und der noch mĂ€chtigeren LiveprĂ€senz durchaus gut getan hat. Die Band, die ihren musikalischen Stil selbst als „LariFari Arschlochpop“ bezeichnet, nimmt auf ihrem neuen Dreher „Gegen die Zeit“ selbstverstĂ€ndlich kein Blatt vor den Mund und serviert eine unterhaltende Punkrockplatte, in die auch Melodycore-Anleihen und Ska-Elemente („Nur ein Traum“) Einzug halten. Als Anspieltipp direkt aus dem prallen Leben empfehle ich euch mal den „Soundtrack unserer Liebe“.
Rainer Guérich

ONE MAN’s TRASH
HiStory
JSR/H’Art
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Ja, diese Stimme kennt man: Ex-Survivor SĂ€nger Jimi Jamision meldet sich mit dem Projekt One Man’s Trash, das er mit dem Songwriter und Produzenten Fred Zahl ins Leben gerufen hat, zurĂŒck. Ergebnis ist ein hitverdĂ€chtiger, tempovariierender und knackiger Melodicrock, der nicht nur auf der Singleauskopplung „The Restless Kind“ Spaß macht. Jimi hat’s einfach drauf!
David Comtesse

THE PORTERS
Rum, Bum & Violina
Cargo Records
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FĂŒr ihre neueste Einspielung haben sich die fĂŒnf DĂŒsseldorfer mĂ€chtig ins Zeug gelegt und eine energetische Rock-Pop-Punk-Folk-Scheibe eingespielt. Das musikalische Spektrum der Porters reicht mittlerweile von Folk ĂŒber Country, Polka, Akustik-Nummer und irischer Volksweise bis hin zu Western-Saloon-Feeling. Da kommt gleich gute Laune auf und macht Lust auf mehr. Eine ĂŒberaus stimmige Aufnahme, die keinen Moment langweilig ist. Anspieltipp ist das ohrgĂ€ngige Queen-Cover „39“  mit seiner gelungenen Fiddle, Banjo und Desert-AtmosphĂ€re.
Frank Zöllner

PRIMAL FEAR
Unbreakable
Frontiers Records/Soulfood
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Mit „Unbreakable“ legen Primal Fear ihr lange erwartetes neuntes Album vor. Fans der Band werden keinesfalls enttĂ€uscht sein, denn die Songs der Scheibe gehen knackig und speedig nach vorne. Überhaupt verfĂŒgen Primal Fear derzeit ĂŒber die schlagkrĂ€ftigste Besetzung aller Zeiten. Ralf Scheepers am Mikro ist ein echte Bank, dazu gibt es noch Erik Martensson und Oliver Hartmann als GastsĂ€nger. FĂŒr Primal Fear-AnhĂ€nger also  eine sichere Kaufempfehlung!
Tim Beldow

RAUSCHENBERGER
Alles fließt
Very Us Records/edel
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Indie-angehauchter Deutsch-Rock mit reichlich Akustik-Klampfe serviert uns Daniel Rauschenberger auf seinem DebĂŒt „Alles fließt“. Vom  ersten Akkord zeigt er, dass intelligente Songtexte und rhythmisch-melodischer Sound kein Wiederspruch sein mĂŒssen. Abseits eingefahrener Hörgewohnheiten und Genrebegrenzungen ist dem Singer/Songwriter und Gitarristen aus Hannover ein kurzweiliges Album gelungen, das die Kunst des dosierten Gasgebens mit schlagfertiger Poesie und vorwĂ€rtstreibenden Melodien genial verbindet. SpontaneitĂ€t und Ideenwitz, inspiriert von den AbsurditĂ€ten des tĂ€glichen Lebens.
Jörg Eifel

SEGARD
Segard
Recent Records/Alive
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Kommt die deutsche Antwort auf Creed oder Nickelback aus NĂŒrnberg? Das jedenfalls will uns das Presse-Info versprechen. Segard sind ein Neuzugang in der deutschen Rock & Metal Szene, die auf ihrem selbstbetitelten DebĂŒt eine Wagenladung GitarrenwĂ€nde und tiefer gelegte Drumgewitter transportieren. Eine knackig-kompakte Powermucke kommt aus den Boxen, kombiniert mit wohltönender Vocalarbeit und Texten ĂŒber Liebe, Leben, Beziehungen, Trennungen und den Rest des ĂŒblichen Wahnsinns. Das Ganze wird in deutscher Sprache prĂ€sentiert und ist durchaus Ohrkompatibel, aber zum schnellen Verzehr bestimmt.
David Comtesse

SHEARWATER
Animal Joy
Sub Pop/Cargo Records
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Die vorliegende Scheibe ist bereits die 7. Arbeit der aus Austin/Texas stammenden Indie-Band, die sich, so scheint es mir jedenfalls, mit jeder Veröffentlichung kĂŒnstlerisch steigert. LĂ€ngst haben Shearwater die ĂŒblichen Indie-Rock-Gefilde hinter sich gelassen, um einen fast episch zu nennenden und ĂŒberaus mitreißenden Sound zu entwickeln. Auf fast geniale Weise gelingt Jonathan Meiburg und seiner Truppe eine Kombination aus Folk-Rock, rohem Powerstoff und kraftstrotzendem Crossover. Dabei immer im Mittelpunkt steht die unnachahmliche Stimmgewalt von Mr. Meiburg, der allen Songs einen unnachahmlichen Wiedererkennungswert verabreicht. „Animal Joy“ ist eine Scheibe voller Urgewalt und Dramatik, dabei hochprĂ€zise, kreativ und waghalsig. Empfehlung!
Frank Zöllner

SINWELL
II
7Hard/New Music Distribution
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Knapp vier 4 Jahre haben sich Sinwell fĂŒr ihr zweites Album Zeit gelassen, das klassischen Rocksound amerikanischer PrĂ€gung mit erstklassiger Produktion und exzellenten Vocals verbindet. Auch von der textlichen Seite sind die Tracks Ă€ußerst anspruchsvoll, was beispielsweise „Killing Fields“ (hier geht es um den Terror der Roten Khmer in Kambodscha) und die erste Single „Peruvian Girl“ (handelt von der Geschichte eines Inka-MĂ€dchens, das vor 500 Jahren den Andengöttern geopfert wurde) beweisen. Als ganz besonderer Anspieltipp empfiehlt sich „A Game“, das mit einem echten Killerrefrain, famosen Gitarrenriffs und monoton hĂ€mmerndem Drumgroove zu begeistern weiß.
Rainer Guérich

DIE SPEZIALISTEN
Medizin
G/Rough Trade
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Auch der dritte Longdreher der deutschen Nachwuchs-Punker  bietet die geballte Ladung Punk&Fun. Leicht nachzusingende Melodien mit Texten, die man verstehen kann, sind das Markenzeichen der drei Spezialisten, die auch diesmal wieder genau die richtige „Medizin“ im GepĂ€ck haben. Dazu gibt‘s brachiale Gitarrenarbeit, Drum-Klangfelder zum Abheben und ein verrĂŒckt-abgedrehtes Song-Panoptikum feinster PrĂ€gung. Lebensnaher Power-Punk-Pop zum WohlfĂŒhlen.
Enzo Bach

RON SPIELMAN TRIO
Electric Tales
Grundsound/Indigo
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Hammer-CD von SĂ€nger, Songwriter & Gitarrist Ron Spielman, der mit seinem Trio ein Dutzend betörende, elektrisch bratende und groovende Songs im Spannungsfeld zwischen Blues, Rock und Jazz eingespielt hat. Mit Wucht und Charisma strömen die Songs aus den Lautsprechern und zaubern einem einen ein LĂ€cheln ins Gesicht. Man höre nur „Loving’s Not Easy“ mit senem warmen Wurlitzer-Lauf, Wah Wah-Gitarre und einer Stimme, die einen packt. Eine Premium-CD fĂŒr alle Freunde guter Musik!
Rainer Guérich

THE SPIRIT OF SIREENA
Vol. 6
Sireena/Broken Silence
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Krautrock- und Psychedelicrock-Freunde sind bei Sireena Records, dem rĂŒhrigen Label aus LĂŒbeck an der richtigen Adresse. Die Plattenfirma ist bekannt fĂŒr ihre liebevoll aufgemachten Re-Releases ruhmreicher KĂŒnstler & Bands, aber auch brandaktuelle Veröffentlichungen sind fester Bestandteil des Lieferprogramms. Wer sich Appetit holen möchte, was derzeit bei Sireena gerade so angesagt ist, sollte sich unbedingt Vol.6 der „The Spirit Of Sireena“-Reihe besorgen. Mit dabei sind diesmal Bands wie Octopus, Franz K, Atomic Rooster, Snowball, Kraan, Taras Bulbas, Grobschnitt u.v.a.
Rainer Guérich

STEAMING SATELLITES
The Mustache Mozart Affaire
Instrument Village/Broken Silence
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Gar nicht mal so verkehrt ist der psychedelisch wabernde Psychedelic Indie-Rock, den die Österreicher Steaming Satellites hier vorlegen.  Zwischen den Tracks schafft es die Gruppe, die als wichtige EinflĂŒsse Flaming Lips und Kings Of Leon angibt, eine geradezu andĂ€chtige Stimmung zu erzeugen, kann aber wie in „Thought Transference“ Drum’n’Bass-artig auch mĂ€chtig nach vorne stĂŒrmen.
Conny A. Rettler

STURCH
Long Way From Nowhere
Swell Creek Records/Soulfood
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Die Ochsentour durch unzĂ€hlige Clubs und Kneipen haben die Jungs aus dem Hohen Norden geformt. Allein 2009 haben Sturch nach ihrem zweiten Dreher „The Green Album“ als Support fĂŒr Bands wie Emil Bulls, Life Of Agony und Soil ĂŒber 250 Livegigs abgerissen. Jetzt steht ihr neuester Silberling am Start und zeigt die Jungs musikalisch gereifter und ausbalancierter. Weniger dĂŒster und mit mehr Liebe zur Melodie ziehen Sturch einen straighten Alternative & Crossver -Rock vom Stapel, dass es eine wahre Freude ist. Grooves wie aus dem Handgelenk geschĂŒttelt, abrotzende Riffattacke und modern-nervöser Garagenstyle machen „Long Way From Nowhere“ zu einem vorwĂ€rts treibenden Rockstatement der großen GefĂŒhle.
Jörg Eifel

VANBARGEN
Get Wild N’Dance
7Hard/New Music Distribution
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In klassischer Rock’n’Roll Dreier-Besetzung haben Vanbargen um ihren Namensgebenden Fronter Florian van Bargen (auch Bass) ihre erste Full Length-CD eingespielt. Vom hiebigen Opener „Get Wild“ an sorgt das Trio mit seinem Hi-Energy Power-Rock fĂŒr mĂ€chtig Druck, wobei nur gelegentlich das Tempo etwas runter gefahren wird. Die Band hat ihr Rockherz am rechten Fleck, was die schwelende, fast schon ins Alternative-Rock driftende Nummer „Green Fairy“ unter Beweis stellt. Nicht schlecht!
Rainer Guérich

ZDOB SI ZDUB
Basta Mafia!
Asphalt Tango Records/Indigo
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Wer den „Eurovision Song Contest“ aufmerksam verfolgt, dem sind Zdob si Zdub schon zweimal in den Jahren 2005 und 2011 begegnet. Nun steht der neunte Release an, auf dem die Formation aus Chisinau mal wieder so ziemlich alles verwurstelt hat: FolkeinflĂŒsse, Ska Punk, Elektronik und Rock sind der NĂ€hrboden fĂŒr die politisch engagierten Texte, die beispielsweise auf dem gelungenen Titeltrack den gegenwĂ€rtigen Status Quo von Moldawien kritisch hinterfragen.
Conny A. Rettler 

 

 

 

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