April/Mai 2003

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ACHTLOS
Nicht viel
STF Records/M-System
(Online-Shop:
WWW.M-SYSTEM.DE)
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ACHTLOS kommen aus dem Ruhrpott und machen ungeschliffene,  ehrliche Rockmusik mit deutschen Texten. 12 Tracks lang knockt die Botschaft aggressiv, emotionsgeladen und mit aller Deutlichkeit aus den Boxen. ACHTLOS treiben den Hörer durch ein Wechselbad der Gefühle, regen zum Überdenken", "Lautstarkem Leben" an. "Nicht viel?" In einer Welt, wo viele Leute der Konfrontation aus dem Weg gehen, ist  die Mucke von ACHTLOS wichtiger denn je!
Rainer Guérich



ANYONE'S DAUGHTER
Requested Document Live 1980-1983 Vol.2
Tempus Fugit/SPV
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Wer in den 80ern zwischen Ostermärschen, Anti-Atomkraftdemos und Sitting-In's auch gerne mal 'ne Scheibe aufgelegt hat und dabei nicht unbedingt der Neuen Deutschen Welle zum "Opfer" fallen wollte, hat sein Heil vielleicht bei deutschen Bombast-Rock-Bands Marke Triumvirat, Novalis oder Eloy gesucht. Oder vielleicht doch dem Sphärenklang der Stuttgarter Band Anyone's Daughter gelauscht, deren liebevoll aufgemachte Live-Dokumente mit der vorliegenden Rille bereits in die 2. Runde gehen. Ganz nach dem Konzept des Vorgängers wurden sämtliche Live-Tracks digital überarbeitet, so dass man sich auf neueste Soundqualität freuen darf, ohne dass dabei die Live-Atmosphäre und das Feeling der 80er Jahre verloren gehen. Für alle Fans anspruchsvollen Symphonik-Rocks ist die Scheibe bestens zu empfehlen!
Bernd Oppau



BISS
Joker In The Deck
Point Music
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Wer nach dem Ausstieg von Sänger Fernando Garcia (Ex-Victory) schon das Ende von Biss gesehen hat, muss sich nun eines Besseren belehren lassen. Auf vorliegendem Zweitling  wird der Hardrock sogar noch etwas erdiger rübergebracht. Höhepunkte sind "Dogfighter", "Primal Scream" sowie der Titeltrack, aber auch das restliche Material kann sich hören lassen. Daher bleibe ich, wie beim Vorgänger, bei 4 Punkten.
Christian Kissel



CHILDREN OF BODOM
Hate Crew Deathroll
Spinefarm Records / Motor Music
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Knapp 40 Minuten und 9 Songs dauert das neueste Werk der Kinder Bodoms. Wobei hier wieder der Misch aus Death- und Power-Metal sowie klassischem Metal und Hardrock sich zu einem großen Ganzen zusammensetzt und eigentlich viele ansprechen müsste. Musikalisch ist also alles auf die breite Masse ausgelegt, höchstens der heisere bzw. derbe Gesang könnte hier Probleme machen. Ein wichtiges Werk, welches beweist, dass harte Musik trotz aller Aggression hohe Musikalität in sich vereinen kann. Da dies leider nicht bei allen Gruppen dieses Bereichs der Fall ist (Ausnahmen wie In Flames, alte Amorphis oder frühe Sentenced bestätigen diese Regel) soll diese rühmliche Ausnahme mit 5 Punkten belohnt werden.
Christian Kissel



THE CLASH
The Ultimate Collection
Sony
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Eine Doppel-Best Of der britischen Punk-Pioniere mit den beiden Frontmännern Mick Jones und dem kürzlich verstorbenen Joe Strummer. Da kam in den Jahren einiges an erstklassigem Material zusammen. 41 Tracks bietet die Doppel-CD, die die ruhmreiche Bandhistory noch einmal beeindruckend Revue passieren lässt.
Yasmin Schmidt



CLOUDBERRY
Elijah
Cloudberry/Alive
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Als Frontmann&Bassist des Frankfurter Pop-Punk-Trios "Strange" konnte Marco Pleil bei Festivals wie Rock am Ring oder dem Strange Noise Festival einschlägige Stage-Erfahrungen sammeln, die ihm bei der Arbeit an seiner ersten Soloscheibe "Elijah" jetzt von großem Nutzen waren. Marco aka Cloudberry wirkt nicht nur musikalisch gereifter und sehr experimentierfreudig, er hat auch sein Soundgerüst hin zu einer stärkeren Elektro-Komponente verschoben, was den Songs noch mehr Dynamik verleiht. Hier entfaltet der Multiinstrumentalist einen fesselnden musikalischen Dialog zwischen emotionalem Tiefgang, harten Rocklicks und eingängigem Elektropop. Dabei klingen die Songs durchaus tanzbar und dürften ihren Weg in das feste Programm von so manchem DJ finden.
Frank Zöllner



DAWN OF RELIC
Lovecraftian Dark
Season Of Mist
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Finnlands Düsterfürsten waren mal wieder im Studio und legen mit "Lovecraftian Dark" nicht nur ein musikalisches Bekenntnis für den amerikanischen Horror-Schriftsteller H.P.Lovecraft ab, sondern zelebrieren in den14 Tracks eine einzigartige Mixtur quer durch die Darkmetal-Szene. Dabei verstehen es Dawn Of Relic in einem gekonnten Stilspagat Bereiche wie Melodic, Dark, Speed oder Blackmetal ohne größere Schwierigkeiten miteinander zu verbinden und so eine dynamische und energiereiche Mischung aus den Verstärkern zu knüppeln. Da wird die Metalszene aufhorchen, denn der Sechser um Frontshouter Mika Tönning verleiht sogar melodischen Passagen einen saftigen Asskick!
Frank Zöllner



DOT DE PROJECT
Rock Groove & The World
Housemaster Rec./M-System
(Online-Shop:
WWW.M-SYSTEM.DE)
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Diese Band nur auf das New Rock-Metal Genre zu begrenzen, wäre ziemlich ungerecht! Schließlich vollführt das Quartett um Gitarrist Dirk Edelhoff auf "Rock Groove & The World" so manche ungewohnte Stilfusion, die auf Seiten des Hörers zu vielen Überraschungserlebnissen führt. So gibt es neben saftig bretzelnden Gitarrenwänden, Samplingsplittern, folkigen Elementen und Didgeridoo-Sounds viele ungewohnte Fusionen zu bestaunen. Ein dickes Lob hat sich auch Sänger Stefan Jelner verdient, der nicht nur stimmlich eine enorme Bandbreite zeigt, sondern auch brisante Eisen wie den Irak-Krieg ("Crusade") mit echter Credibility anpackt. Genau die richtige CD für alle, denen die sonstigen 0815-Veröffentlichungen im Nu Metal zu langweilig sind. Bei dieser Aufnahme werdet ihr bei jedem Hördurchlauf noch neue Feinheiten entdecken können!
Rainer Guérich



DRAGONFORCE
Valley Of The Damned
Noise / SPV
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Mit Dragonforce meldet sich seit langer Zeit wieder eine Band aus England zurück, welche internationales Top-Format aufweisen kann. Lästerer werden anmerken, dass die Musik, melodiöser Speed-Metal, gerade angesagt ist und die Band nur auf schnellen Erfolg aus ist. Aber mit so einem Album sei ein Erfolg auch gegönnt. Abgesehen von der wunderschönen Halbballade "Starfire" gehen die Songs schön nach vorne los. Neben dem Titelstück sind es besonders "Black Fire" und "Disciples Of Babylon", denen ihr ein Ohr schenken solltet.
Christian Kissel



THE EIGHTIES MATCHBOX B-LINE DISASTER
Horse Of The Dog
Universal
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Fast alle englischen Szene-Blätter, von NME bis Kerrang, sind sich in der Kritik der Band aus Brighton einig: Hier betreten fünf junge Musiker die Bühne, um dem geneigten Hörer die letzten 20 Jahre Rockgeschichte gepflegt um die Ohren zu hauen. "Horte Of The Dog" nennen die Fünf ihr 26 minütiges Debüt, bei dem zwischen Psychedelic, Surfsound, Desert &Hardrock, Punk und Nu-Metal  wirklich quer durch den Parcours gewildert wird. So entsteht ein Soundmix, der eigentlich mit nichts zu vergleichen ist, und bei dem man nach jedem Track eigentlich auf alles gefasst sein muss. Einzige Konstante hierbei ist die Empfehlung, die Songs auf jeden Fall mit voll aufgedrehtem Verstärker zu hören.
David Comtesse



EVERGREY
Recreation Day
Inside Out / SPV
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Die Schweden haben einen großen Teil der Gothic-Elemente auf ihrer 4. CD über Bord geworfen und sich dadurch etwas von ihren Anfängen gelöst. Eine gute Entscheidung, da die Stücke jetzt insgesamt noch metallischer klingen, die progressiven Schmankerln aber noch vorhanden sind und noch besser zur Geltung kommen. Daher ist der Einstieg mit "The Great Deceiver", "End Of Your Days", "As I Lie Here Bleeding",  dem Titeltrack und "Visions" schon verdammt Höchstnotenverdächtig. Da es aber so leider nicht weitergeht, und der Rest etwas abfällt, bleibt es bei "nur" 5 Punkten und der Feststellung, dass ich die "neuen" Evergrey genauso gut finde wie die "alten".
Christian Kissel



GOLDEN DAWN
Masquerade
Napalm Records/SPV
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Bereits seit '92 in der Metal-Szene aktiv, hatte das als Soloprojekt von Stefan Traummüller gestartete Konzept "Golden Dawn" bereits mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, vor allem mit Unstimmigkeiten und finanziellen Problemen der verschiedenen Labels. Jetzt endlich hat Stefan, musikalisch verstärkt durch 2 Gitarristen, eine neue Heimat bei Napalm Records gefunden. Hier konnte sein brandneues Album "Masquerade" den letzten Schliff bekommen und steht seit Anfang des Jahres in den CD-Regalen. Auf den zehn Songs arbeitet Stefan nicht nur mit einer experimentellen Mischung aus Elektro-Sound, hartem Deathmetal und Speed-Einlagen, auch die Vocal-Beiträge verschiedener Session-Sänger sowie das ultraharte Drumming von Moritz Neuner machen "Masquerade" zu einem echten Muss für jeden Metalfan.
Frank Zöllner



GOTHMINISTER
Gothic Electronics Anthems
Tra Rec./Soulfood
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Mit einer Mischung aus Industrial, Gothic-Rock und beatigen Floor-Rhythmen geht die norwegische Formation Gothminister an den Start und lässt dabei Genres wie Metal und Dance noch enger zusammenwachsen. Für manchen Puristen ist dieser Umstand natürlich fast Blasphemie, aber wer sich hin und wieder musikalisch gerne überraschen lässt, ist bei der Debütrille der Nordlichter genau richtig. Ihr dunkler und unterkühlter Gothicsound kombiniert schnelle Drum'n'Bass-Sequenzen mit pulsierenden Vibes. Das macht Lust darauf, die Flächen zu stürmen und so richtig geil abzutanzen!
Tim Beldow
 


GURD
Encounter
Diehard/SMIS
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In Sachen kompromisslosem Metal sind die 4 Eidgenossen (mit dem neuen Bassisten Franky) bereits seit einigen Jahren eine feine Adresse. Die CD zielt hart, dreckig, schnell und direkt in die Magengegend. Gurd lassen ein rockiges Statement nach dem anderen vom Stapel und sparen dabei auch nicht mit bitterbösen & kraftstotzenden Lyrics. Zwar wird auch ihr 6. Release nicht die Rockwelt revolutionieren, aber ihr Sound steht für Kontinuität und eingängigen Metalrock. Und das ist verdammt mehr als man von vielen anderen Bands heutzutage sagen kann!
Olaf Rominski
 


HEADLONG
Modern Sadness
Wolverine /Soulfood
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Headlong kommen aus dem Pott und sind aus den DAISIES hervorgegangen. Musikalisch hauen sie dem Hörer auf "Modern Sadness" hymnischen Rock mit gelegentlichem Emo-Punk-Anstrich um die Ohren, der mit "Free To Be" sogar eine richtig kleine Hymne bereithält. Zu den weiteren Höhepunkten zählen "Saints" und das pfeilschnelle "New Horizon", das straight nach vorne geht. Co-produziert wurde die Platte übrigens von Flo V. Schwarz (Pyogenesis).
Enzo Bach



HEART
The Essential Heart
Sony Music
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In den Siebziger Jahren feierten die beiden Schwestern Nancy und Ann Wilson mit ihrer Band Heart ihre größten Erfolge. Mehr als 25 Millionen verkaufter Alben und zahlreiche Top 10 Hits (u.a. "Barracuda", "Crazy On You") konnten die Kandier auf ihrer Habenseite verbuchen. Da nicht jeder die Alben von Heart im Plattenschrank stehen hat, scheint diese Doppel-CD mit ihren besten 37 Songs sinnvoll. Neben dem digital remasterten Sound lohnt sich auch ein Blick in die aufschlussreichen Linernotes des Booklets.
Tim Beldow



HELL IS FOR HEROES
The Neon Handshake
Capitol/EMI
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Das renommierte englische Rockmagazin "Kerrang!" hat die Jungs von Hell Is For Heroes nach nur 2 Songs zum Rock-Newcomer des Jahres gewählt. Eine Auszeichnung, die der Fünfer nun mit der vorliegenden Full-Length-CD unter Beweis stellen muss. Tatsächlich bieten Frontsänger Justin Schlosberg einen rockigen Sound, den man heute gerne leichtfertig mit der Bezeichnung Nu-Metal umschreibt. Aber dies alleine wäre viel zu kurz gegriffen, denn die Band überzeugt auch mit balladesken Tönen und rockigen Gitarrenlicks. Dazwischen sind auch deutlich Anleihen aus Punk, New Wave, College-Sound und Brit-Pop hörbar. Unbedingt anchecken solltet ihr Songs wie "Five Kids Go", "Night Vision", "Three Of Clubs" und "You Drove Me To It". Diese Band ist der absolute Hit. Besorgt euch unbedingt die Scheibe, bevor sie euch jemand anderes vor der Nase wegschnappt!
David Comtesse



HESS
Just Another Day
Frontiers/Point
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Eine ziemliche Enttäuschung ist dieser Alleingang von Harry Hess, bekannt von Harem Scarem. "Just Another Day" bietet schwülstigen Schmusepop ohne Biss und ist ziemlich überflüssig. Lediglich der Harem Scarem Track "Sentimental Blvd" sorgt für einen kleinen Höhepunkt.
David Comtesse



INSANIA
Never 2L84H8
STF Records/M-System
(Online-Shop:
WWW.M-SYSTEM.DE)
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Freunde von melodischem Power Metal werden das bereits fünfte Album von Insania sicherlich schnell ins Herz schließen. Die Band, die bereits seit 1988 besteht, überzeugt auf den 9 Tracks mit progressiven Momenten, Tempo-Variation und einem sicheren Gespür für exzellente Melodien. Besonders interessant sind die vierteilige "Spirit Suite" und das über 7-minütige "Greed", das schleppend beginnt und sich dann langsam, aber gewaltig zu voller Emphasis steigert. Schön, dass es Bands wie Insania noch gibt, dicke Kaufempfehlung!
Rainer Guérich



INSANIA STOCKHOLM
Fantasy / A New Dimension
No Fashion Records / Zomba
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Auch auf dem mittlerweile 3. Longplayer der schwedischen Melodic-Speeder hat sich nichts verändert. Weiterhin wird der zum Scheitern verurteilte Versuch gemacht, die beiden Keeper-Alben von Helloween zu erreichen bzw. sogar zu übertreffen. Wer also diesen Zeiten nachtrauert, ist gut bedient, alle anderen werden den Stempel des billigen Plagiats auspacken. Mit (knappen) 4 Punkten lege ich mich dann genau in deren Schnittmenge...
Christian Kissel



JANIS JOPLIN
The Ultimate Collection
Sony
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Im Januar diesen Jahres hätte Janis Joplin ihren 60. Geburtstag gefeiert. Grund genug, das Schaffenswerk der Blues- und Rockröhre mit einer Ultimate-Collection zu ehren. Der Doppel-Diskus bietet nicht nur die Highlights ihrer regulären Alben, sondern wurde erfreulicherweise auch mit Singles, Live-Mitschnitten und Outtakes ergänzt. Interessant ist auch der Bonustrack "Mercedes Benz" in der Dancefloor-Mix-Fassung.
Yasmin Schmidt



KAMELOT
Epica
Noise / Sanctuary / SPV
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Kamelot bleiben weiterhin eine Band mit 5-Punkte-Alben bei mir. So auch bei ihrem neusten Streich, einem Konzeptalbum, welches von Goethes Faust beeinflusst ist. Der bandeigene Stil mit seinen Trademarks ist geblieben und gleichzeitig wieder verfeinert worden, womit vom bisher reifsten Album gesprochen werden kann. Bin mal gespannt, in welche Regionen sich die norwegisch/amerikanische Freundschaft noch steigern kann....
Christian Kissel



KING CRIMSON
The Power To Believe
Sanctuary / Zomba
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Erstaunlich, wie es Robert Fripp immer wieder schafft, seine Band zu verändern und neu zu definieren, ohne dass es den Hauch von kommerziellem Ausverkauf hat oder als musikalische Offenbarung gegenüber der Vergangenheit gedeutet werden kann. Herausragend ist hierbei natürlich der in 4 Parts unterteilte Titelsong, aber auch das restliche Songmaterial darf hier nicht unerwähnt bleiben. Wer sich einen Mix aus Rock, Metal, Jazz, (wenig) Pop und Weltmusik vorstellen kann, liegt hier nicht falsch.
Christian Kissel



LANFEAR
The Art Effect
Massacre
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Jau, das ist POWER-Metal, wie er sein sollte. Wer auf Gruppen wie Metal Church, Brainstorm oder (alte) Vicious Rumors steht, ist mit den Heilbronnern bestens bedient. Hart und herzlich wird sich durch Tracks wie "Stigmatized", Conscience Inc. oder den Knaller "Fortune Lies Within" gespielt, dass es eine Freude ist. Mit dieser CD, die mir 5 Punkte wert ist, sollte ein großer Sprung für diesen mehr als hoffnungsvollen Act drin sein.
Christian Kissel



LORDI
Get Heavy
Drakkar / BMG
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Dass die Finnen die neueste Überraschung im Heavy-Bereich sein sollten, ist zwar richtig, aber auch etwas übertrieben. Denn sowohl optisch (Kiss, Gwar, Slipknot u. a.) als auch musikalisch (Kiss, Alice Cooper, Accept) gibt es klare Vorbilder zu erkennen. Die Musik ist traditioneller Metal und, trotz der tiefen Stimme, sehr melodiös. So werden wohl "Get Heavy", "Devil Is A Loser", "Would You Love A Monsterman" und das als Ballade gedachte "Icon Of Dominance" als Untergroundhits in diversen Metaldiscos gefeiert werden.
Christian Kissel



MOLLY HATCHET
Locked And Loaded
SPV
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In Deutschland (soll) dieses Live-Doppel-Album aufgezeichnet worden sein, allerdings hört sich manches nach Studiobearbeitung an. Ob das jetzt Betrug ist oder das "bestmöglichste Resultat erzielt werden sollte", muss  jeder für sich selbst entscheiden. Festzuhalten bleibt, dass die Songs der Southern Rock-Legende einen Hörgenuss darstellen. Warum aber noch ein Stones-Cover draufgepackt werden musste, würde ich gerne erfahren, genug eigenes Material ist auf jeden Fall vorhanden.
Christian Kissel



MOONSORROW
Kivenkantaja
Spikefarm/Universal
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MOONSORROW machen auf ihrem neuen Album dort weiter, wo sie auf dem hervorragenden Vorgänger "Voimasta Ja Kunniasta" aufgehört haben. Sie bieten besten Pagan Folk Metal mit einem Hang zu epischen Stücken und mit großem Fun-Faktor. Die stimmigen Riffs und atmosphärischen Melodien verbinden sich auf einzigartige Weise mit dem variablen Frontgesang. Die Finnen haben's einfach drauf!
Bernd Oppau



NO TURNING BACK
Revenge Is A Right
Gangstyle Records
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Diese Holländer haben sich dem Sound von Old-School-Core-Bands wie Madball oder Raw Deal verschrieben. Schnell, hart und kompromisslos rockt es bis in die Knochen. So könnte man den Sound von No Turning Back beschreiben, die ihr ganzes Potential eigentlich erst on Stage zum Einsatz bringen. Eine Studio-Konserve ist hier nur ein billiger Ersatz ihrer speedigen Bühnenshow. Aber "Revenge Is A Right" schafft es zumindest in einigen Songs die Urban-Power der Jungs rüberzubringen!
Enzo Bach



POISONBLACK
Escapexstacy
Century Media/SPV
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Ville Laihiala, bekannt als Frontmann bei Sentenced, ist der eigentliche Kopf hinter dieser Gothic-Metal-Band. Hier betätigt er sich allerdings als Gitarrist, und das noch nicht mal so schlecht. Prägend ist allerdings der Gesang von J.P. Leppäluoto, der einigen Insidern von seiner Arbeit mit Charon bekannt sein dürfte. Doch auch nach mehreren Durchläufen haben sich keine Songs herauskristallisieren können, die als herausragende Höhepunkte gewertet werden können. Das zeugt zwar von einer gewissen Homogenität des Materials, verhindert aber eine Wertung im hohen Bereich. So bleiben 4 Punkte für ein gutes Album eines (leider) überlaufenen Genres. Ob das reicht, wird die Zukunft zeigen...
Christian Kissel



PRAYING MANTIS
The Journey Goes on
Frontiers/Point
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Praying Mantis sind auch 22 Jahre nach ihrem legendären Debüt immer noch voll auf der Höhe ihres Könnens. Die Engländer bieten auf ihrem neuen Album bombastischen Hardrock mit präzisen Riffs, hymnischen Shouts und exzellenten Solis. Das macht einfach Freude und Lust auf mehr. Unbedingt anchecken solltet ihr Tracks wie "The Escape" und "Silent War".
Bernd Oppau



RACER X
Getting Heavier
Mascot Records/Zomba
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Zeitlich passend zum 18-jährigen Bandjubiläum legen die US-Veteranen von Racer X ihre neueste Arbeit vor und versprechen im CD-Titel "noch härter zu werden"! Nach fast 2 Dekaden wechselvoller Rockgeschichte mag dies fast unmöglich sein, zumindest was den Sound der Band angeht, von anderen Körperteilen ganz zu schweigen, denn wir alle wissen ja, wie aufreibend und schlauchend so ein Rockerleben sein kann. Trotzdem legen Paul Gilbert und Co. 12 brandneue Tracks vor, an denen sich so manche Möchtegern-Rockband einiges abschneiden könnte. Wie immer stehen erstklassige Melodien, verbunden mit kompromissloser Instrumentierung und einem straighten Rocksound im Vordergrund der Produktion. Ein Album, das einfach gute Laune macht.
Conny A. Rettler
 


RACHEL STAMP
Oceans Of Venus
Pure Stirling/Sony
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Ganz gezielt setzen Rachel Stamp auf die Verkaufswirkung von Sex&Rock'n'Roll und brennen auf ihrem 2. Album "Oceans Of Venus" ein Glam-Rock-infiziertes Feuerwerk aus dirty Gitarrenlicks, ekstatischen Rocklines und prickelnder Erotik ab. Dabei stehen musikalische Rhythmen à la Mark Bolan, Adam Ant oder Patti Smith im Vordergrund und werden mit trashigen Lines, metallischen Sounds und Pop-Elementen fusioniert. Der Vierer um den androgynen Frontmann David Ryder Prangley weiß ganz genau, wie er die musikalische Botschaft  an den Mann (die Frau) bringt...
Bernd Oppau



SNOWDOGS
Deep Cuts, Fast Remedies
Victory Records
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Die drei Finnen starten voll durch! Bereits ihr Debüt "Animal Farm" ('01) wurde von der einschlägigen Presse euphorisch gefeiert und der Metal Hammer kürte die Gebrüder Mat&Villie Leppanen und Benjy Reid zur "Hottest Band Of The Month"! Jetzt waren Snowdogs mal wieder im Studio und haben neuen Kampfstoff eingespielt, der die musikalische Weiterentwicklung der Band sehr deutlich macht. Ihre Melodien sind runder, ihre Arrangements in sich schlüssiger und irgendwie klingt alles bodenständiger und geordneter! Besonderer Anspieltip ist dabei das geniale Paul Simon-Cover "Boy In The Bubble"!
Enzo Bach



SOLEFALD
In Harmonia Universali
Century Media/SPV
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Die beiden Norweger Cornelius und Lazare aka Solefald gehören zweifellos zur Black Metal-Fraktion, auch wenn man das ihrem neuesten Release nicht auf den ersten Blick anhört. Ein Umstand, der auf ihre Stiloffenheit und Experimentierfreudigkeit zurückzuführen ist, die sich auf "In Harmonia Universali" besonders stark entfaltet. Immer stärker arbeiten die beiden Multiinstrumentalisten mit so ungewöhnlicher Instrumentierung wie Hammond B3-Orgel, Saxophon, Flamencogitarren und Konzert-Piano. So schaffen sie einen Sound, der zwischen Gothic, Bombast, Dark&Speed-Metal keine Fragen offen lässt. Auch wenn ihre mystischen Gesänge und Männerchöre an manchen Stellen recht gewöhnungsbedürftig sind, kann man in dieses Teil durchaus mal reinhören.
Conny A. Rettler



STYX
Cyclorama
Sanctuary/Zomba
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Es mag bestimmt nicht wenige Leute geben, die nach dem erstaunlichen '99er-Konzert-Comeback in Neubesetzung auf diese s Album gewartet haben. Immerhin mussten nochmal gut drei Jahre vergehen, bevor man sich im Studio einfand. Was nun ihre neue Scheibe "Cyclorama" angeht, so ist zu sagen, dass die Jungs immer dann besonders gut sind, wenn die Akustik-Gitarre zum Einsatz kommt und Balladenfeeling groß geschrieben wird. Wollen es Styx allerdings rockig angehen, bleiben die Versuche immer irgendwie im Bombast-Sumpf der 70er und 80er Jahre stecken. Man verliert sich in schon hundertmal gehörten Riffattacken und dem nervigen mehrstimmigen Harmoniegesang. Im Grunde aber keine schlechte Platte, die man gut "quer hören" kann!
Frank Zöllner



SUGARCULT
Start Static
Epitaph/Zomba
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Tim Pagnotta, Marko 72, Airin und Ben Davis aka Sugarcult sind die absoluten Frontschweine, die sich am wohlsten auf Tour und on Stage fühlen, um immer auf Tuchfühlung mit ihren Fans zu gehen. Dies beweisen ihre über 200 Gigs in über 40 Staaten bis ihr Debütalbum "Start Static" endlich an den Start gehen konnte. Reichlich Live-Erfahrung als Support für Bands wie Rancid, Blink 182, The Hives und Unwritten Law haben den Sound von Sugarcult geprägt, eine Mischung zwischen Punk, Rock, Nu-Metal und College-Sound. Ihre harten Gitarrenlicks, Drum-Grooves und furiosen Tempi-Wechsel bringen einfach Fun in die gute Stube.
Enzo Bach



SUNBURN
Beauty?
Zero2Records/Alive
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Kraft, Energie, Gefühl und Leidenschaft: Unsere Titelhelden von SUNBURN legen mit "Beauty?" ein äußerst vielseitiges Album vor. Mächtig geiles Songwriting, hymnischer Gesang und die doppelt besetzte Gitarrenfraktion sorgen für den unverwechselbaren, eigenständigen Sunburn-Sound. Zumal auch an der Temposchraube gekonnt gedreht wird, was nicht nur der ersten Single "If I Die" von der Atmosphäre her sehr gut bekommt. Natürlich geht's aber auch beherzt und mächtig zur Sache, was die Riffattacken in "Only My Life" und "One Man Show" nachhaltig beweisen. Variantenreicher New-Alternative-Noise-Rock für alle Lebenslagen, kommt verdammt gut!
Rainer Guérich



TERRA SANTA
Indomable
Locomotive/Alive
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Aus der spanischen Heavy Metal-Szene sind die vier Recken schon lange nicht mehr wegzudenken. Der unkomplizierte und eingängig rockige Gitarrensound von Terra Santa gewinnt von Jahr zu Jahr mehr Fans. So ist es kaum verwunderlich, dass Terra Santa mit "Indomable" bereits ihren 4. Longplayer vorlegen. Stage-Erfahrung haben die Jungs bereits zur Genüge gesammelt, u.a. als Support für Grave Digger und Skyclad. Musikalisch bietet die Band einen eigenen Sound aus Prog-Elementen, knackiger Riff-Arbeit und den in ihrer Heimatsprache gesungenen Texten. 
David Comtesse



TERROR
Lowest Of The Low
Bridge Nine Records
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Zwei ausgedehnte US-Tourneen zusammen mit Bands wie Eighteen Visions, Throwdown und  Blood For Blood haben den Coreknaben um Frontshouter Scott Vogel hörbar gut getan. Irgendwie ist es den Jungs gelungen, eine unbändige Liveatmosphäre und wilde Stage-Orgien auf ihre brandneuen Songs zu übertragen und dir so die volle Power zu liefern. So ist 9mal erstklassiger Hardcore angesagt, der einem wohlige Schauer über den Rücken laufen lässt und die Bauchdecke zum Vibrieren bringt, aber bereits nach knapp 16min schon zu Ende ist! Da kann man nur hoffen, dass die Jungs bald neuen Stoff nachliefern!
Conny A Rettler



THEORY OF A DEADMAN
Theory Of A Deadman
Roadrunner
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Manchmal kann einen schon der Verdacht beschleichen, dass immer nur der Müll den kürzesten Weg über den Großen Teich findet, und die wirklich guten Deals vergebens auf eine Veröffentlichung in der übrigen Welt warten. Nur so ist es zu verstehen, dass sich der Debütdreher von Theory Of A Deadman bereits seit Monaten in den US-Charts tummelt und bei uns erst jetzt in den CD-Regalen auftaucht. Tyler, Dave , Dean und Tim haben sich einen rockigen Mix zwischen Nu-Metal, Alternative und harten Gitarrenlicks aufs Banner gepinselt und ziehen dabei einen straighten Rocksound vom Leder, der in Teilen auch richtig melodieverliebt sein kann.
David Comtesse



GEORGE THOROGOOD & THE DESTROYERS
Ride Till I Die
Eagle/edel
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Unglaublich, aber wahr! George Thorogood und seine Destroyers feiern dieser Tage ihr 25jähriges Bühnenjubiläum und legen gleich auch ein Blues&Rock-Album erster Güteklasse vor. Die Zeit, als George und seine Crew ihr Geld als Support für Acts wie die Stones, ZZ-Top oder die Allman Brothers verdienten, ist schon lange vorbei. Längst füllen die Herren mit ihrem bluesinfizierten Rhythm'n'Blues mühelos alleine die Hallen. "Ride Til I Die" scheint so etwas wie ein Motto der Truppe um den 50jährigen Sänger&Gitarristen zu sein, denn George denkt noch lange nicht ans aufhören. Warum auch, schon beim Opener "Greedy Man" ist klar, hier sind Jungs am Werk, die ihre Blues-Rock-Mucke nicht nur runternudeln, sondern mit Leib und Seele bei der Sache sind. Danach schließen sich in lockerer Folge 12 Rock, Boogie Woogie&R'n'B-Grananten an, die auf jeder Fete für gute Laune sorgen werden!
David Comtesse



A TRIBUTE TO RAMONES
We're A Happy Family
Columbia/Sony
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Auch wer kein ausgewiesener Fan der Ramones ist, kann diesen Dreher getrost in den Player legen und sich auf 50 Minuten erstklassige Rock- & Punk-Songs freuen. Über die Ur-Punker noch irgendwelche Statements abzuliefern, wäre reine Zeitverschwendung, schließlich zählt die 1974 gegründete Formation bis heute zu den Wegbereitern der Punkbewegung. Es gibt nicht wenige Bands, die ihre musikalischen Wurzeln und Inspiration auf diese Band zurückführen. Dafür spricht nicht zuletzt das hochklassig besetzte Line-Up dieses Tribut-Albums, bei denen Gruppen wie Metallica, Red Hot Chili Peppers, Garbage, Green Day, Rancid, Offspring u.v.a. ihren Helden huldigen.
Frank Zöllner



VENEREA
Out In The Red
People Like You/SPV
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Die Schweden sind weiterhin im Vormarsch, auch und vor allem in der angesagten Nu-Metal-Szene. Venerea, seit '91 im Geschäft, damals noch unter dem Namen Venereal Disease, legten 1997 mit "Both Ends Burning" eines der härtesten Skatecore-Alben überhaupt vor. "Out In The Red" ist ein  adäquater Nachfolger. Die Jungs bretzeln uns in den 12 Songs einen abgefuckten Speedsound um die Ohren, dass einem Hören und Sehen vergeht. Das Teil geht in die Vollen, hat jede Menge Drive und ist die richtige Hintergrundbeschallung für jede Halfpipe.
Enzo Bach


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