Juni/Juli 2002

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ARC ANGEL -CANNATA
Tamorok
Atenzia Records/Alive
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Immer noch ist Jeff Cannata die treibende Kraft hinter den Progrockern von Arc Angel. Von ihrem Kreativ-Image aus den 80ern haben Arc Angel bis heute nichts eingebüßt. Auf"Tamorok" arbeitet Mastermind Jeff Cannata mit einer eingängigen Mixtur aus melodieverliebtem Rock, starken Pop-Elementen und allerlei Rhythmuselementen aus dem Mittleren Osten. Alles musikalische Mitbringsel, die Jeff auf seinen Reisen durch Ägypten und die Türkei gesammelt hat.
Tim Beldow


ATTAQUE 77
Caña!
Wolverine/SPV
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Erstmals auf dem deutschen Markt erhältlich ist eine CD der argentinischen Punkheroen Attaque 77. "Caña!" (bedeutet übersetzt soviel wie "hart, kraftvoll, stark") ist gewissermaßen eine Art Best Of aus den Jahren 1992-2000 und deckt das große Emospektrum der in ihrer Heimat mit mehrfachem Edelmetall ausgezeichneten Gruppe prächtig ab. 18 Tracks sind auf der CD zu finden, alle in Spanisch gesungen. Doch die Botschaft ist auch ohne große Sprachkenntnisse leicht verständlich: macht Party, mit mächtig druckvollem Punkrock, 'ner Prise Ska, wuchtigen Gitarren und zügellos nach vorne bretterndem Gesang. Anspieltipps: "Santiago" und "El Perro".
Rainer Guérich


BOIKOT
De Espaldas Al Mundo
Locomotive Music
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Na, mal Lust in echten Hardrock made in Spain reinzuschnuppern? Falls ja, ist die neue Scheibe der spanischen "Nationalhelden" von Boikot genau richtig für euch! Die vier Jungs von der iberischen Halbinsel schaffen es nicht nur, ihre Songs samt und sonders in spanischer Sprache an den Mann (die Frau) zu bringen; es gelingt dem dynamischen Vierer doch tatsächlich auch, spanische Folklore-Elemente und dubbige Ska-Rhythmen in ihren speedigen Punkrock-Sound zu integrieren.
David Comtesse


JERRY CANTRELL
Degradation Trip
Roadrunner
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Jahrelang war Jerry Cantrell das kreative Rückrat der US-Grunge-Vorzeigeband Alice in Chains. Seit dem vorläufigen Ende von Alice In Chains arbeitet Jerry auf eigene Rechnung und legt mit "Degradation Trip" ein New-Rock-Album vor, das keine Fragen offen lässt. Der Gitarrist & Sänger serviert uns eine energetische Mischung aus rauem & stacheligem Rock, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt. Dass dabei neben verzerrten Stromgitarren und rougher Rock-Lyrik auch die Akustik-Klampfe bedient wird, lockert das Werk nicht nur auf, sondern öffnet neue Perspektiven in Richtung Folk und Alternative-Sound.
David Comtesse


DREAM EVIL
Dragonslayer
Century Media   
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Wer wie ich der Meinung ist, dass Hammerfall nach ihrem fabelhaften Debüt nun seit 5 Jahren nichts Anständiges mehr geleistet haben, hat nun eine gute Alternative bekommen. Denn der klassische, europäische Metal  wird hier mit der amerikanischen Ausrichtung gekonnt verschmolzen, was das Material des Fünfers sowohl für Undergroundler als auch die breite Masse durchaus interessant und hörbar macht. Zwar sind gegen Ende einige Schwächen auszumachen, ein gelungener Einstand ist aber fraglos zu attestieren. Knappe 5 Punkte für einen Newcomer, der mit bekannten Namen gespickt ist. Vielleicht eine neue Super-Gruppe ...?!
Christian Kissel


EKTOMORF
I Scream Up To The Sky
Silverdust/SPV
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Der ungarische Vierer um die Gebrüder Zóltan serviert auf seinem bereits vierten Album die volle Ladung Wut/Energie. In Szene gesetzt mit Punk, Thrash , Scratchings und Elementen der Roma-Musik geht es zuckend, schreiend und höllisch intensiv durch bedrohlich wirkende Schluchten. Zwischen aller brutalen Boshaftigkeit und Schlagwerk-Dauerfeuer lässt das abwechslungsreiche Songwriting aber auch durchaus Erholungspausen zu. Hört euch mal als Anspieltipp das höllisch-intensive Beatles-Cover "A Hard Days' Night" an. Da mag man sogar die Pilzköpfe!
Olaf Rominski


EVENFALL
Cumbersome
Century Media
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Ausnahmsweise kein Power-Metal aus Italien, diesmal heißt die musikalische Ausrichtung Gothic-Rock. Ähnlich, wie Theatre Of Tragedy bei ihren letzten Aufnahmen, steht auch hier eine "moderne" Ausrichtung im Vordergrund, was die wenigen guten Ansätze mehr zerstört als unterstützt. Die Songs sind ganz nett, der Gesang von Roberta Staccuneddu gut, aber das Gegrunze von Ansgar Zöschg häufig deplatziert. Insgesamt gesehen leider nur eine Durchschnittsplatte daher 3 Punkte. Anspieltipp ist das (metallisch gespielte) Heroes Del Silencio-Cover "Entre Dos Tierras", bei dem Buddy Lackey bzw. Devon Graves (Ex-Psychotic Waltz / Dead Soul Tribes) als Gastsänger zu hören sind.
Christian Kissel


EVERON
Bridge
Mascot Records/Zomba
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Die Alben der deutschen Melodic-Rocker von Everon haben sich in der Vergangenheit immer wieder durch eine harmonische Mixtur aus harten Metalriffs und emotional einfühlsamen Balladen ausgezeichnet. Auch ihr neuester Output "Brigde" macht hier keine Ausnahme und kombiniert die typischen Everon-Elemente auf sehr unspektakuläre Art und Weise miteinander. Darüber hinaus scheinen Oliver, Ulli, Shymy und Christian in ihren 12 brandneuen Songs die Akustikgitarre neu für sich entdeckt zu haben. Ein Umstand, der ihren Sound eigentlich immer weiter vom typischen Metal-Genre entfernt, was mir persönlich allerdings sehr gut gefällt.
Frank Zöllner


FROM PUNK TO SKA 2
V.A.
Wolverine/SPV
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Absolute Pflichtscheibe für alle Punk'n'Ska-Heads ist diese Doppel-CD, die insgesamt 52 (!!!) Bands auffährt. Schließlich sind die Wucherungen des Ska ziemlich vielfältig: Ska-Punk, Melodic-Ska-HC, Happy-Ska etc. Doch nicht nur bekannten Bands wurde auf dieser Doppel-CD eine Chance gegeben, am besten checkt ihr das Ganze einfach mal ab. Mit dabei sind u.a. Busters, Benuts, Hammerhai, Human Hamster Hybrids, Terrorgruppe, Mumpitz, Wobblers, Skunk, Sailors und Skafield. Wir verlosen 4 der schicken  CDs. Schickt bis zum 31.08.02 eine Postkarte an: inHard, Stichwort: Ska-Punk, Bei Fußenkreuz 11, 66806 Ensdorf. Viel Glück!
Tim Beldow


FRONTLINE
Against The World
Point Music
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Richtig schöner Melodicrock ist leider ziemlich selten geworden. Um so mehr freut mich dieses Scheibchen von Frontline. Keine Ansammlung von Balladenhülsen, sondern eine Scheibe mit ruhigen Passagen, die langsam anschwellen, mit intelligent arrangierten Melodienläufen, die über eine epische Schönheit verfügen, mit kraftvollen Gitarrenläufen, die einen bei der Autofahrt das Gaspedal durchtreten lassen. Kongenial ergänzt von der hymnischen Stimme von Sänger Stephan Kämmerer, der mit Saft, Kraft oder einfach Emo pur zu Werke geht. Unbedingt anchecken solltet ihr das von einem sphärischen Intro eingeleitete Titelstück und den Smasher "Lightning Eyes".
Rainer Guérich


FURILLO
Break The Game
Wolverine/SPV
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Allzu viele Ska-Bands aus Dänemark hatte ich bisher noch nicht auf dem Tisch. Die mit 7 Mann besetzten Furillo intonieren auf ihrem Erstlingswerk  jedenfalls den Ska in allen erdenklichen Lebenslagen. Sie greifen dabei auf eine Menge verschiedenster Stilistika zurück: Punk, Rock, Rock'n'Roll, sogar Swing mischt sich in die munter fetten Bläsersounds, die von der Rhythmuscombo immer wieder angetrieben werden. Ein quicklebendiger Soundcocktail, der nicht nur ins Tanzbein fährt (man höre "Shiny Things"), sondern euch bass- und gitarrenstark auch schon mal an die Wand blasen kann ("Friday Night"). Fettes Teil!
Rainer Guérich


THE FULLBLISS
The Temple Is Haunted
Ulftone/edel contraire
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Zeitlupenhaften Lavarock und düsteren Motorpsycho-Sound hat David Judson mit zwei Kollegen unter dem Namen JUD bereits zur Genüge abgerissen. Doch die Düsternis und Melancholie nahm ihn soweit gefangen, dass er eine neue Band gründen musste, um sich von diesem Bann zu befreien. Natürlich sind auch bei The Fullbliss viele Psychedelic-Gitarrenwände wiederzufinden, aber es gibt auch frische Rock-&Pop-Elemente, die die scheinbare Ausweglosigkeit früherer Songs wegwischen.
Frank Zöllner


GALLERY
Universe
Element Records/Bellaphon
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Bin mir noch nicht ganz sicher, ob Gallery mit ihrer neuen Scheibe "Universe" (Element Rec./Bellaphon) nun ein Konzeptalbum vorgelegt haben oder nicht! Zumindest haben die meisten Songs Themen wie Leben im Weltraum, Zeitreisen oder den Sinn des Lebens zum Inhalt. Eine gewisse Affinität zu SF und allem, was damit zusammenhängt, konnte man Gallery ja schon immer nachsagen. Wie dem auch sei, Andreas, Roland und Patrick sind in den 13 neuen Songs ziemlich spacig und schaffen einen sphärischen Weltraum-Sound mit ziemlich irdischen und erdverbundenen Gitarrenwänden und Drumfahrten. So wird man bei "Universe" von einem Extrem ins andere katapultiert.
Frank Zöllner


GROBSCHNITT
The History Of Solar Music 1+2
Beide CDs Wolkenreise/Fenn Music
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Grobschnitt sind mit Sicherheit eine der improvisationsstärksten Bands, die die deutsche Rockszene hervorgebracht hat. Es gab in den rund 20 Jahren ihres Bestehens wohl kaum ein Konzert, bei dem nicht die "Solar Music", jenes denkwürdige Spacerock-Stück ihres zweiten Albums "Ballermann" (1974), auf der Bühne gespielt wurde. Über 1 Stunde konnte die freie und unberechenbare Performance dieses Titels dauern, je nachdem, wie die Band gerade aufgelegt war. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass EROC, Trommler und maßgeblicher Mastermind von Grobschnitt, sein Privatarchiv nach Livemitschnitten von eben dieser Nummer durchforstet hat. Nachzuhören auf den beiden Doppel-CDs "The History Of Solar Music 1 +2" (ein dritter Teil folgt), bei denen insbesondere der 73er Mitschnitt aus Osterholz-Scharmbeck (auf History 2) eine echte Offenbarung ist. Satte 140 Minuten dauert jeder History-Doppeldecker schon alleine für sich. Also genügend Treibstoff, um in digital entstaubter Klangqualität eine Reise ins unermessliche Reich guter Rockmusik aus deutschen Landen zwischen 1973-1982 zu wagen.
Tim Beldow


KEN HENSLEY
Running Blind
Mystic Records/Sony
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Einige Fans werden den Namen Ken Hensley noch aus alten Uriah Heep-Tagen kennen. Seit seinem Weggang von Uriah Heep Anfang '81 liefert der "Alt-Rocker" in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Soloscheiben ab. Leider auch diese, bei der einschläfernde Keyboard-Lines, uninspirierte Gitarrenlicks und ein Melodien-Repertoire aus der Mottenkiste den Ton angeben.
Conny A. Rettler

 


HIGH ON FIRE
Surrounded By Thieves
Relapse
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Die dreiköpfige Blackmetal-Combo High On Fire aus dem Sonnenstaat Kalifornien war in unseren Gefilden bisher nur einer verschworenen Gemeinschaft bekannt. Soundmäßig unterhält uns ihr neuer Dreher "Surrounded By Thieves" mit einem Mix aus derb sägenden Riffattacken, stakkato-artigen Drumeinlagen und einem aggressiven Growl-Gesang, der alle Dämonen der Hölle beschwört.
Frank Zöllner


IRON SAVIOUR
Condition Red
Sanctuary
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Ein ordentliches Brett bekommt der Banger von den Hamburgern vor die Latz geknallt. Gut waren die "Eisernen Retter" auch schon auf den Vorgängern, aber diesmal stimmt endlich alles. Der Vorwurf "nur Gamma Ray bzw. Helloween für Arme zu sein" kann lässig abgelegt werden, ja Helloween könnten gar froh sein, noch einmal ein solches Album hinzubekommen. Neben den obligatorischen 5 Punkten nur noch den Rat, möglichst schnell  zuzuschlagen, da die Erstauflage mit 2 Bonustracks ausgestattet ist.
Christian Kissel


JETHRO TULL
Living In The Past (LIVE)
Eagle/edel
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Ian Anderson & Mannen liefern  35 Jahre nach der Gründung von Jethro Tull ihr neuestes Live-Destillat ab. Natürlich werden eingefleischte Fans wohl kaum einen Track auf dem Dreher finden, den sie nicht schon auf irgendeinem der vielen Alben zuhause haben, aber immer noch geht eine kaum zu beschreibende Faszination von den folkigen Flötenklängen, den harten Gitarrenlicks und Ian Andersons geheimnisvollen Vocals aus. Zu loben ist vor allem die doch sehr intime Live-Atmosphäre, die Versionen von Klassikern wie "Aqualung", "Living in the Past" und "Locomotive Breath" zu einem echten Erlebnis macht.
David Comtesse


KING'S EVIL
Deletion Of Humanoise
Spinefarm/Indigo
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Zur großen Überraschung kommt der neueste Metal-Import mal nicht aus den dunklen Wäldern Skandinaviens zu uns, sondern aus Japan, dem Land der aufgehenenden Sonne. Hier haben die beiden Brüder Masamichi und Wataru Yamada bereits 1989 den Grundstein für ihre ultraharte Thrashmetal-Combo gelegt. King's Evil sehen sich in der Tradition von Bands wie Metallica, Pantera, Megadeath oder Sepultura, obwohl mich ihr kompromissloser Höllen-Sound eher an die früher Kreator erinnert.
Conny A. Rettler


LAMBRETTA
Lambretta
Universal
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Das schwedische Quintett Lambretta hat bereits mit seinem '99er Debüt "Breakfast" in allen skandinavischen Ländern so richtig abgeräumt. Als nächstes Ziel hat die Pop-Rock-Combo mit Frontfrau Linda Sundblad jetzt erst einmal Good Ol'Germany angepeilt und stellt mit der selbstbetitelten Scheibe ihr neuestes Werk vor. Die Mischung geht gleich ins Ohr und hält sowohl wirklich harte Rockgranaten als auch Ausflüge in ruhige Folkgefilde bereit. Charakteristisch ist hierbei die Stimme von Shouterin Linda, die den Songs den richtigen Schuss Sex-Appeal verleiht.
David Comtesse


LAST TRIBE
Witch Dance
Frontiers/Point Music
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Magnus, Rickard, Dick und Jaime wollen mit der vorliegenden Scheibe ihren Vorgänger "The Ritual" toppen, der in allen großen Metal-Magazinen durchweg nur beste Kritiken eingespielt hat. Keine leichte Aufgabe für die vier Schweden, aber Songwriter&Mastermind Magnus Karlsson hat die neue Scheibe mit den typischen Last Tribe-Arrangements gelungen in Szene gesetzt. Der melodische Hardrock mit progressiven Elementen schafft problemlos den Sprung in die Gehörgänge!
David Comtesse


LOST IN TEARS
Dialogue With Mirror And God
Locomotive/Point
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Was mir bei "Dialogue With Mirror And God", der neuen CD von Lost in Tears von Anfang an gefällt, ist der Umstand, dass sie es verstehen, düstere Gothic-Elemente an leichte und eingängige Rockstrukturen zu koppeln. Sicher findet man auch den einen oder anderen Growl-Gesang auf der Scheibe, aber Lost In Tears kommen auch bestens ohne diese Stimmbandfolter aus. 
Jörg Eifel


MACTÄTUS
Suicide
Napalm/SPV
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Die Blackmetal-Szene wäre um einiges ärmer ohne die Speed-Jünger von Mactätus, die mit "Suicide" eine ultimative Hammerscheibe vorlegen. Aufgenommen in den legendären Abyss-Studios unter der Regie von Peter Tägtren bleibt in den 10 Songs keine Sekunde lang Zeit, Luft zu holen. Hier wird geprügelt, gebrettert und gegrowlt, was die Stimmbänder und Gitarrensaiten hergeben. Nach gut 40min Spielzeit ist selbst der hartgesottenste Fan am Ende seiner Kräfte. "Suicide" ist mit Abstand eines der härtesten Alben der Saison: deep, dark and heavy!
Conny A. Rettler


MEDICATION
Prince Valium
Locomotive/Point
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Brodelnd, tempovariierend und voller guter Shouts kommt das Erstlingswerk unserer Titelhelden Medication daher. "Prince Valium" ist vom Songwriting und der musikalischen Ausrichtung alles andere als einschläfernd. Eigentlich ist man sich bei der L.A.-Band um Sänger Whit Crane (Ugly Kid Joe, Life Of Agony) und Gitarrist Logan Mader (Machine Head, Soulfly) nie ganz sicher, welche Wendung eine Nummer nehmen wird und wo der Zug hingehen wird. Die CD ist gespickt mit überraschenden Momenten. Der Vierer, der im Studio von Drummer Josh Freese unterstützt wurde, heizt das Feuer mit mächtigen Gitarrenwänden an, spielt aber auch gerne mit diffizilen Emo-Feldern, die der charismatischen Stimme von Whit ein weites Betätigungsfeld eröffnen. Als Anspieltipp empfehle ich euch hierzu einmal den Song "Walk Away". Elektrisierend, wie Wasserlassen am Elektrozaun!
Bernd Oppau


MESH STL
Lowercase
Zomba
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Bei den 5 US-Boys fallen einem sofort Begriffe wie Alternative, College-Sound oder Nu-Metal ein. Ein Sound-Almanach, der auf "Lowercase" voll zutrifft, aber trotzdem ist da in ihren Songs mehr, als nur hartes Geballere und heiße Gitarrenriffs. Der Fünfer aus Louisiana legt sehr viel Sorgfalt auf das Schreiben seiner Songs, die von alltäglichen Lebenssituationen handeln und Emotionen wie Wut, Traurigkeit, Erleuchtung, Liebe oder Aggressionen freisetzen. Und genau hier, in der ausgefallenen Songauswahl, liegt ihre Stärke gegenüber anderen Bands des Genre, hier sammeln MESH StL ihre Pluspunkte.
Frank Zöllner


MISTER KITE
All In Time
Lion Music/Rising Sun
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Aus Schweden kommt diese talentierte Band, die sich im Bereich Prog-Rock einordnen lässt und dort durchaus Akzente setzt. Besonders beim in 4 Abschnitte unterteilten "The Diary Of A Stranger" weiß die Band zu gefallen. Aber auch die restlichen Tracks dieses vielversprechenden Debüts sind alle überdurchschnittlich, weshalb ich gerne 4 Punkte herausrücke. Wer mit Bands wie Enchant, Transatlantic, Spocks's Beard oder auch Threshold etwas anfangen kann, ist hier gut beraten.
Christian Kissel


MY DYING BRIDE
The Voice Of The Wretched
Peaceville
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Ein geiles Teil, auf das bestimmt nicht wenige Fans gewartet haben, ist mir hier mit einer Live-Einspielung von My Dying Bride in den Player geflattert. Die Jungs scheinen live noch härter und unerbittlicher loszulegen als auf ihren Studioscheiben. Jedenfalls hat man diesen Eindruck, wenn man die ersten Tracks von "The Voice Of The Wretched" in den Gehörgängen hat nachklingen lassen. Düster, morbide und mit dem Flair einer Beerdigung bei Mitternacht knallen einem My Dying Bride ihre harten Metal-Statements um die Ohren.
David Comtesse


OZZY OSBOURNE
*Blizzard Of Ozz
*Diary Of A Madman
*No More Tears
*Tribute
alle Epic/Sony
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Digital remastered, mit neuen Linernotes und Bonustracks versehen, hat Sony 4 CDs des Ex-Black Sabbath-Sängers neu aufgelegt. Den Anfang macht "Blizzard Of Ozz" aus dem Jahre 1980. Ozzys Solodebüt beinhaltet nicht nur Klassiker wie "Mr. Crowley" und "Crazy Train", sondern auch den Bonustrack "You Lookin' At Me Lookin' At You". Mit einem Zusatzstück kann auch das ein Jahr später erschienene "Diary Of A Madman" aufwarten: dem live mitgeschnittenen "I Don't Know". Mit dem jungen Zakk Wilde präsentierte sich Ozzy 1991 auf "No More Tears". Als Bonus sind hier die beiden Stücke "Don't Blame Me" und "Party With The Animals" zu nennen. Zu guter Letzt gibt's mit "Tribute" auch noch Liveaufnahmen von Ozzys US-Konzerten aus dem Jahre1981, das 5 Jahre nach dem Tode seines Gitarrenfavoriten Randy Rhoads als Ehrerweisung erschien.
Tim Beldow


PENNILESS
Anola
Ulftone/edel contraire
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In ihrer finnischen Heimat genießen Lasse, Ossi, Pekka, Kimmo und Mikko aka Penniless schon so etwas wie Kultstatus. Mit "Anola" liegt ihr fünftes Album vom vergangenen Jahr auch endlich in deutschen CD-Regalen. Ihr abgedrehter Mix aus straighten Rock-Gitarren, College-Sound und Alternative hat den Jungs in der Vergangenheit bei ungezählten Events schon so manchen Live-Gig mit Szene-Größen eingebracht, etwa im Vorpogramm der US-Band Mucky Pup, mit der sie in nur 2 Monaten 50 Shows in 12 Ländern absolvierten. "Anola" ist kraftvoller Power-Pop, mit einem gegen den Strich gebürsteten Sound, der dir mitunter ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Frank Zöllner


POWERAGE
Roadfever
Alive
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Deutschlands Biker-Band Nr. 1 kann in diesem Jahr auf eine 18jährige Bandgeschichte mit phantastischen Livegigs (über 600) zurückblicken. Dabei liegt die Stärke von Powerage nicht nur in heißen Eigenkompositionen, sondern auch in Coverbearbeitungen zeitloser Rockklassiker. Und so steht auch die Live-Scheibe "Roadfever" ganz im Zeichen 100mal gehörter Rocksongs. Doch dank der besonderen Bearbeitung der Jungs aus Bayern klingen Tracks wie etwa "Whatever You Want" (Status Quo), "Jukebox Hero" (Foreigner) und "Purple Rain" (Prince) dann doch fetziger und oftmals ehrlicher als die Originale.
Frank Zöllner


POWERGOD
Evilution Part III / Nemesis
Massacre
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Nach dem Erfolg der Cover-Scheibe "Bleed For The Godz" nun also wieder ein Album mit eigenem Material der Ruhrpottler. Darauf wird das, beileibe nicht schlechte, Material der ersten beiden "Evilution"-Longplayer locker überboten und eine gesunde Mischung aus Power-Metal meets Speed- und Thrashmetal lädt zum wilden Bangen ein. Wer auf Kultcombos der Marke Toxik oder Laaz Rockit steht, sollte hier unbedingt mal reinhören. Mit diesem Album kann und wird das Trio verdientermaßen einen großen Schritt nach vorne machen, dicke 5 Punkte dafür.
Christian Kissel


PYOGENESIS
She Makes Me Wish I Had A Gun
Hamburg Records
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3 1/2 Jahre sind eine lange Zeit, vor allem in der Musikbranche. Viel zu schnell gerät man dabei in Vergessenheit.  Doch das ist nicht ganz richtig! Wer die Live-Szene aufmerksam beobachtet hat, konnte die Jungs in den letzten Jahren fast auf allen angesagten Festivals entdecken, insgesamt so an die 180mal! Eine reife Leistung, und dann dazwischen  noch neue Songs für ein Album zu schreiben, ist schon bemerkenswert. Tatsächlich macht der Longplayer richtig gute Laune beim Hören. Der Sound ist für Pyogenesis typisch und arbeitet mit hammerharten Gitarrenriffs und heißen Rockphasen. Dazwischen gibt's auch schon mal schmusigen Pop-Appeal und fette Punk-Attacken.
Conny A. Rettler


REDONDO BEAT
Les Enfants Garagesques
Soul Sale/Cargo
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Wer kennt noch Mucus2? Bitte Handzeichen! Oooh... wirklich niemand mehr? Dabei hatte die Band um Mastermind Sad Rockets Ende der '90er einige ganz erstaunliche und experimentierfreudige Aufnahmen vorgelegt. Wie dem auch sei, einstiger Drumer bei Mucus2 war Redondo Beat, der seit dem Split der Band im Jahr 2000 an seiner Solo-Karriere strickt. Nun hat er mit seinem alten Kindergarten-Freund Killerpreach und dem Drummer Curly Royal genau die richtigen Protagonisten gefunden, die seinen Sound aus Sixties-Trash, Rock'n'Roll, Garagenfeeling, Punk und Soul unterstützen. Und so fällt auch ihr Longplayer-Debüt "Les Enfants Garagesques" ziemlich trashig, verrückt, ungeschliffen, kantig und bis in die Haarspitzen rockig aus. Es lebe die musikalische Kreativität!
Tim Beldow


REO SPEEDWAGON
Hits
Epic/Sony
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Eine digital remasterte Hit-Kopplung der Heavy-Power-Popper Reo Speedwagon. Die CD-Auswahl beinhaltet 14 ihrer größten Hits, manchmal etwas zu schwülstig, aber "Can't Fight This Feeling" und "Keep On Loving You" lässt sich durchaus auch heute noch mit einem gewissen zeitlichen Abstand gut hören.
David Comtesse

 

 


SENTENCED
The Cold White Light
Century Media
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Nach dem eher düster gehaltenen "Frozen"-Album gibt es auf dem neuen Album der Finnen wieder richtig einen auf die Glocke. Die Mischung aus Metal, Goth-Rock, Melodie und Heavyness stimmt wieder wie auf dem legendären "Amok"-Rundling. Die harten Gitarrenriffs, teilweise zweistimmige Soli, der ausdrucksstarke Gesang von Ville Laihala (welcher die Band vor einem Abrutschen in HIM-Gefilde bewahrt) sowie die ureigene Melancholie begeistern mich auch beim 50sten Hören immer wieder aufs Neue. Anspieltipps kann ich mir sparen, jeder Song wird eure schwarzen Seelen begeistern. Da bleibt nur die Höchstnote als Konsequenz übrig.
Christian Kissel


SICK SPEED
The Way I Am
Sonic Rendezvous/Soulfood
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Wer auf gut gespielten, melodisch-eingängigen und speedigen Stoner-Rock der alten Schule abfährt, wird sich bei der neuen Scheibe von Sick Speed absolut wohlfühlen. Mastermind hinter der handverlesenen Allstar-Combo ist niemand Geringerer als Rich Ward, der auch bei Stuck Mojo alle Fäden zieht. Ergebnis ist ein rundum gelungenes Metal-Album, das vor allem durch seine glasklare Linie und seine Offenheit für neue Stile überzeugt. So schaffen es Sick Speed völlig problemlos, moderne Industrial- und Rap-Elemente in ihre Songs zu integrieren, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Nur an ganz wenigen Stellen, wenn man zum 100-sten Mal den gleichen Gitarrenakkord zu hören glaubt, schwächelt die Scheibe etwas.
Conny A. Rettler


KELLY SIMONZ'S BLIND FAITH
Sign Of The Times
Lion Music/Rising Sun
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Respekt vor der Leistung, die der gute Kelly da vollbracht hat. Denn der Japaner ist verantwortlich für alle Instrumente, Gesang sowie Lieder, Texte und Aufnahmen und Abmischen. Daran erkannt man das Potenzial dieses Ausnahmemusikers. Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte, denn 5 Instrumentals bei 12 Songs (davon "Blind Faith" in Studio- und Liveversion") sind des Guten zuviel. Daher sollte bei dem nächsten Album mehr auf "echte" Songs geachtet werden, dann bekommt der hörenswerte Power-Metal auch mehr als 4 Punkte.
Christian Kissel


SKYCLAD
No Daylights Nor Heeltaps
Demolition Records
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Auch nach dem Ausstieg von Sänger und Bandgründer Martin Walkyier ist mit den sympathischen Briten noch zu rechnen. Auf der vorliegenden Doppel-CD ist, neben der im letzen Jahr eingespielten EP, vor allem der Augenschein auf die Neueinspielungen von Klassiker wie "Spinning Jenny", "History Lessons" und "Land Of The Rising Slums" zu legen. Diese kommen in teilweise akustischen Versionen und natürlich jetzt mit dem Gesang von Kevin Ridley daher und überzeugen genauso wie auf den alten Alben mit Martin. Daher wären alles andere als 5 dicke Punkte eine Beleidigung dieser innovativen Band.
Christian Kissel


SLOPE
Music Is My Heroine
CD über:
www.slopemusic.com
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Wer auf 'ne Hardmucke irgendwo zwischen Hardcore, Metal, Death und Doom abfährt, könnte bei dem deutschen Vierer Slope eine neue Heimat finden. Die Jungs haben seit ihrer Bandgründung im Sommer 2000 in erster Linie durch über 30 Livegigs von sich reden gemacht und dabei mit Bands wie Harmful, Rinderwahnsinn und Undertow auf der Bühne gestanden. Slope sind keine Weicheier und brettern dir einen harten Metal-Core um die Ohren, dass dir Hören und Sehen vergeht. "Music Is My Heroine" steht in der Tradition ihrer Live-Gigs und versucht in den leider nur 7 Songs deinen Schädel weichzukochen. Mir jedenfalls hat ihr unerbittlicher Core gefallen, der ständig zwischen alternativen Gitarrengewittern, Death und Nu-Metal pendelt.
Jörg Eifel


SOULFLY
3
Roadrunner
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Mit "3" legen die Metaller um  Max Cavalera  nicht nur eine brandneue Powerrille vor, sondern stellen sozusagen die Weichen für ihre weitere musikalische Zukunft. Den Jungs ist ein wirklich hartes und unerbittliches Metal-Album gelungen, dass trotz seiner ultraharten Passagen vor allem durch sein ausgefallenes Songwriting und die geniale Instrumentierung beeindruckt. Die Songs umgibt ein Flair der Einzigartigkeit, was sich nicht zuletzt in dem 8minütigen "Tree Of Pain" und in "9-11-01" , einer Minute des Schweigens zum Gedenken an den schrecklichen Anschlag auf das World Trade-Center in NY, zeigt.
Yasmin Schmidt


THORIUM
Unleashing The Demons
Diehard
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Da haben die Jungs von Thorium ein ultimatives Powerpaket zusammengeschnürt, das euch gleich mit dem ersten Gitarrengewitter die Schädeldecke auffräst. 11mal gibt es einen extrem harten, speedigen und apokalyptischen Black&Death-Metal, der selbst für hartgesottene Fans keine Fragen offen lässt. Hier sind wahre Höllenhunde am Werk, die alles niedermachen, was sich ihnen in den Weg stellt. Wer es schafft, die 36min ihrer brandneuen Rille "Unleashing The Demons" in einem Rutsch durchzuhören, braucht seinen Mut wahrscheinlich nie anders unter Beweis zu stellen.
Conny A. Rettler


ANDY TIMMONS
That Was Then, This Is Now
Zomba
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Ein japanisches Rockmagazin schrieb seinen Namen unlängst in die Liste der 20 weltbesten Gitarristen. Tatsächlich gehört der US-Amerikaner Andy Timmons bereits seit vielen Jahren zu den begehrtesten Studio- & Session-Gitarristen der Szene. Im Laufe seiner Karriere hat Andy schon mit Künstlern wie Eric Johnson, Steve Morse, Steve Vai und Alive Cooper auf der Bühne gestanden oder im Studio bei Platteneinspielungen assistiert. Mit "That Was Then, This Is Now" gibt es jetzt so etwas wie eine "Best of Compi seiner "X-tacy"-Alben. Da bleibt nicht wenigen Nachwuchs-Riffern der Mund offen, wenn Andy zwischen Rock, Fusion, Pop, Folk, Soul und elektronischem Gefrickel die Saiten zum Glühen bringt...
David Comtesse


TRIBE AFTER TRIBE
Enchanted Entrance
Dream Chatcher/Zomba
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Lange 5 Jahre ist es her, als die Band um Mastermind Robbi Robb durch deutsche Clubs zog, um das Album "Pearls befor Swine" vorzustellen und ein total gefesseltes Publikum zurückzulassen. Etwas enttäuschend war der erste Durchlauf das Albums schon, nach mehrmaligem Hören lassen sich dann doch einige Highlights     ausmachen. "Eloise" dürfte von der Eingängigkeit her als Anspieltipp durchgehen, das restliche Material lebt dagegen eher von Atmosphäre sowie dem Gesang von Robbi Robb. Zwar nur 4 Punkte, das liegt aber daran, dass die beiden Vorgänger doch stärker ausgefallen sind. Trotzdem unbedingt diese äußerst symphatische Band anchecken.
Christian Kissel


UNDERTOW
Unit E
Silverdust/SPV
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Nach 3-jähriger Albenpause gibt es endlich wieder CD-Nachschub von den deutschen Undertow. Das Trio, das in seinen fiebrig-markigen Sound Doom-, Alternative- und Nu Metal-Elemente packt und seine Instrumente immer auf "e" stimmt (daher "Unit E"), pulverisiert und fräst das Knochenmark. Und Shouter Joachim Baschin findet mit seiner hymnischen, manchmal growlenden  Stimme ein weites Betätigungsfeld. Tierische Power, sowohl im unterdrehten als auch im hochmotorigen Drehbereich. Der schiere Wahnsinn!
Rainer Guérich


UNLEASHED
Hell's Unleashed
Century Media/SPV
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Die vorliegende Rille ist die erste Studioaufnahme der vier Schweden seit "Warrior" von 1997. Die Nordmänner zeigen, dass sie nicht umsonst zu den besten Deathmetal-Bands Europas zählen. Ihre Mischung aus ohrwurmlastigen Mitgröhlnummern, harten Stampfern und aggressivem Fight-Rock knallt einem vom ersten Song an sofort in den Schädel. "Hell's Unleashed" - der Titel ist Programm!
Conny A. Rettler

 


EDGAR WINTER
The Best Of
Epic/Sony
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Klasse Zusammenstellung aus der Blütezeit von Edgar Winter in den 70igern. Zwar könnte die Soundqualität manchmal etwas besser sein, aber Klassiker wie "Frankenstein" und "Tobacco Road" nochmal zu hören, macht echt Spaß. Inklusive der 2 Livetracks "Turn On Your Lovelight" und "Harlem Shuffle".
Tim Beldow

 

 


WOHLSTANDSKINDER
Baby, Blau!
Vitaminepillen Records/Zomba
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Die Punkrocker aus dem Kölner Umland, die immer so klingen wie Pure auf Extacy, legen mit "Baby, Blau" ihren 5. Longplayer vor. Ihr neuester Release enthält die obligate Mixtur aus harten Pop-Lines, schnellem Rock, Ska-Anleihen und nur noch gelegentlichen Abstechern in wahre Punkgefilde. Deshalb bin ich mir auch nicht sicher, was ich von den 15 neuen Songs halten soll. "Baby, Blau" ist die Metamorphose einer Punkrock-Band zum massenkompatiblen Chartlieferanten, auch wenn Honolulu, Don, Raki und Türk noch so verzweifelt versuchen, die wilden Punker raushängen zu lassen.
Enzo Bach


ZSK
Riot Radio
Wolverine/SPV
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Lust auf ohrgängigen Skate-Punkrock, der auch noch 'ne Message transportiert? Dann hört "Riot Radio", die neue CD des ZSK. Straight, melodisch, direkt und korrekt lässt es der Vierer um Sänger und Gitarrist Joshi auf den 13 Tracks angehen. Die Jungs teilen aus und nehmen kein Blatt vor den Mund. Besonders leicht verständlich in den deutschsprachigen Tracks wie "Küsst die Faschisten" und "Wer?Wann?Wo?". Das gesprochene Intro im Titelstück stammt übrigens von keinem Geringeren als Roger Miret von Agnostic Front. Wer sich mit den Anliegen der Band näher auseinandersetzen möchte, findet im CD-ROM-Track zusätzliche Infos und Videomaterial.
Yasmin Schmidt



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