Juni/Juli 2004

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@ schlecht

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4 Blackwoods
The Dream I Live In
Eat The Beat/Sony
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Wer auf Bands wie Helmet oder Nickelback abfährt, ist bei den 4 Jungs aus Köln genau an der richtigen Adresse. Ihr ungestümer Gitarrensound fräst sich vom ersten Song an direkt in die Gehörgänge. Dabei liegt ihre „goldene Mitte“ irgendwo zwischen epischer Härte mit fetten Druck-Gitarren und der perfekten Dosis Unbeschwertheit!
Frank Zöllner


Alabama Thunderpussy
Fulton Hill
Relapse
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Stoner Rock war, bis auf wenige Ausnahmen, noch nie mein Ding. Und mit so einem Album bleibt das auch so. Denn nette Instrumentierung trifft auf schwachen, teilweise nervigen Gesang, reicht halt nur für 2 Punkte. Spricht mich nicht an, aber wer mit Kyuss, Orange Goblin oder Monster Magnet etwas anfangen kann, sollte mal reinhören.
Christian Kissel


The Alarm
In The Poppyfields
Snapper/SPV
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Mit neuem Line-Up, aber immer noch typischen Sound, melden sich die englischen Post-Punk-Rocker zurück. Tatsächlich hat man den Eindruck, dass seit Songs wie „Marching On” oder „Spirit Of ‚76” keine 20 Jahre vergangen sind. The Alarm schaffen es immer noch, einen roughen Rocksong aus den Verstärkern zu kitzeln und dabei genau die richtige Dosis Balladenfeeling dazwischen zu streuen. 
David Comtesse


Annhilator
All For You
AFM/Soulfood
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Gelungener Einstand für den neuen Annhilator Sänger Dave Padden, der auf den 10 Tracks von „All For You“ gesangliche Akzente setzen kann. Insbesondere auf Songs wie „All For You“ und „The One“, die in speziellen Radio/Clubversionen auch auf der vorab veröffentlichten EP „The One“ zu finden waren. Die Band schickt neben experimentelleren Nummern wie „Dr. Psycho“ aber auch richtige Metalgranaten ins Feld, beispielsweise „Demon Dance“ und „Bled“. Und das kommt verdammt gut!
Conny A. Rettler


Anubis Gate
Purification
Locomotive
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Progressiver, an alte Crimson Glory erinnernder Power-Metal ist auf dem Debüt der Dänen zu finden. Man merkt der Band an, dass die Musiker schon auf Erfahrungen bei anderen Bands zurückgreifen können. So ausgereift und komplex schreibt (fast) kein Musiker sein erstes Material. Zwar benötigt man dadurch einige Zeit zum Reinhören, doch lohnt es sich, dieses musikalische Kleinod zu erforschen. Fans von Savatage, Fates Warning oder (alten) Queensryche werden bestens bedient.
Christian Kissel


Ayreon
The Human Equation
Insideout/SPV
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Beeindruckendes neues Meisterwerk des Holländers Arjen Lucassen, das gleich in 3 Formaten (Doppel-CD, Special Edition im Klappdeckelschuber, lim. Deluxe Edition in Buchformat mit DVD) erhältlich ist. Thematisch geht es in der Progressiv-Folk-Rock-Oper um einen rücksichtslosen Karrieremenschen, der nach einem Autounfall ins Wachkoma fällt und die verschiedensten psychischen Veränderungen durchleben muss. Musikalisch - wie bei dem Projekt AYREON gewohnt - sehr aufwendig aufbereitet mit solch hochkarätigen Gästen wie Ken Hensley, James LaBrie, Heather Findlay, Devin Townshend u.v.a. Auf einer Gesamtlänge von 103 Minuten entwickelt sich so ein ebenso reizvoller wie fesselnder Stilmix der Gegensätze und emotionsgeladenen Melodiebögen. Feenhafte Frauengesänge, Metal-Shouts, Rockgesang, spartanischer Akustiksound und epische Breitseite inklusive. Ein Gesamtkunstwerk, dessen wahre Größe sich einem erst nach mehrmaligen Hören ganz erschließt.
David Comtesse


Benuts
Sex Sells
Wolverine/Soulfood
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Die Münchener Skahelden BENUTS feiern ihr 10jähriges Bandjubiläum mit muskulöser „Blasmusik“, ähm Skamusik. Kraftvoll, variabel, augenzwinkernd, schlüpfrig („3 Condoms“, „Rocket In My Pocket“) und mit einer deutlichen Absage an Superstar-Denken und die hiesige Musiklandschaft („Turn Off Radio“). Vielzuoft sells Sex in Germany dünne musikalische Tütensuppe. Das kreidet die siebenköpfige Skafraktion völlig zurecht an und serviert dem tanzwütigen Volk eine CD der fetten Tunes. Third-Wave Ska, gerüttelt und geschüttelt mit Ragga, Punk und Rocksteady. Das macht Spaß und gute Laune, nicht nur auf Tracks wie „Slam“ und „Global Players Inc.“ Auf einer Strecke von über 56 Minuten steppt der Ska-Bär!
Rainer Guérich


Beyond The Void
Our Somewhere Else
Transformer Records/Rough Trade
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Neuzugang in der Gothic-Rock-Liga! Doch der „schnelle Schuss” liegt den sechs Jungs aus München und Umgebung nicht, ihnen geht es um konsequent ausgearbeitete Themen, mit Nachdruck in Szene gesetzt. „Wir machen nicht nur einfach Musik, wir leben Musik“, erklärt Frontmann Daniel. Ihr Silberdreher ist ein wahres Füllhorn an melancholisch-dicht gestricktem Gothic-Rock, der düster-morbide aus den Verstärkern kommt und genug Freiraum für die überaus melodischen Arrangements lässt. Eine Entdeckung wert!
Yasmin Schmidt


Blaze
Blood & Belief
Steamhammer / SPV
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Mit dem dritten Studioalbum gelingt es dem Ex-Wolfsbane und Ex-Maiden Sänger wieder an den sehr guten Erstling anzuknüpfen. Songs wie der Opener „Alive“, „Ten Seconds“, „Life And Death“, „Hollow Head“ und „Will To Win“ zeigen, dass mehr in Blaze steckt, als einige zu Maiden-Zeiten anerkennen wollten. Sehr gutes Teil!
Peter Hanf


BLUTENGEL
Demon Kiss
Out Of Line/SPV
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Chris Pohls neues Werk „Demon Kiss“  bietet dunkle Ohrwürmer der Extraklasse. Highlights der CD sind insbesondere „Angels Of The Dark“, „Love Killer“ und „Go To Hell“. Auf die Tanzbarkeit der Nummern wurde großer Wert gelegt, so dass der Kauf der CD allen Dark-Anhängern bedenkenlos empfohlen werden kann.
Olaf Rominski

 


The Bones
Straight Flush Ghetto
People Like You/SPV
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Auch ihre brandneue Scheibe „Straight Flush Ghetto“ ist wieder ein kräftiger Tritt gegen das Schienbein und lässt ohne Probleme den Gips von der Zimmerdecke rieseln. So sind The Bones nunmal! Hart, kompromisslos, speedig, rockig und immer voll die Punkmucke raushängen lassen. Der Vierer lässt in den 16 Powersongs die Luft brennnen und stößt dabei in rockig-punkige Gute-Laune-Gefilde vor.
Frank Zöllner


Bosco
Herzblut
Locomotive Music
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In diese Debüt-CD hat das deutsche Trio BOSCO wirklich eine Menge „Herzblut“ gesteckt. Emotionale deutschsprachige Texte verbinden sich mit mächtigen, fiebrigen Gitarrenwänden, modernen Sounds, Noise und fetter Metal-Breitseite. Texte wie „Nicht Allein“, „Verlieren“ und „Ohne Herz“ kehren das Innerste menschlicher Gefühlslagen nach außen und sind für jeden nachvollziehbar. Höhepunkte des durchwegs gelungenen Debüts sind das fast schon doomig dahinwalzende „Alles von mir“ und das atmosphärische mit  wuchtigen Tempokicks versehene „Zu viel“. Diese Band spricht den Leuten aus der Seele, Bosco hören!
Bernd Oppau


Broken Social Scene
You Forgot It In People
Arts & Crafts
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Broken Social Scene sind in der Alternative-Crossover-Szene von Toronto zuhause. Musikalisch bieten sie eine stark alternativhaltige Melange aus treibenden, oft psychedelisch anmutenden Gitarrenfahrten, melancholischen Seelentrips, harten Rockkanten und folkigen Gute-Laune-Songs. Also von allem etwas...
Yasmin Schmidt


Glen Burtnik
Welcome To Hollywood
Atenzia Records
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Einem größeren Hörerkreis bekannt geworden ist Sänger und Gitarrist Glen Burtnik durch seine Zugehörigkeit zu STYX. Seine Solo- und Songwriter-Qualitäten hat er aber schon auf einigen Platten unter Beweis stellen können. Seine neue CD „Welcome To Hollywood“ bringt sein Gefühl für ausgereifte Rock/Alternative-Kunst auf den Punkt. Balladen wechseln mit kraftvollem Rock und Nummern mit verschrobenem Charme und raffinierten Soundeinfällen. Und darüber legt sich ultracool Glen’s rüde Stimme. Anspieltipps: „Welcome To Hollywood“ und „Another“.
Jörg Eifel


Clanrock
Out Of Ashes
Nibelung Records/PKS
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Ein weiter Weg seit 1992 liegt hinter Clanrock, die sich bis vor kurzem noch Everyday Zulu nannten. Seit einigen Supports für In Extremo und einer immer stärkeren musikalischen Orientierung hin zu Celtic&Gothic-Rock, entschied man sich mit der neuen Scheibe ”Out Of Ashes” auch den Bandnamen in Clanrock umzubenennen. Ihr keltisch geprägter Sound ist im tiefsten Mittelalter verwurzelt, erlaubt aber auch Ausflüge in knackige Rocksounds à la Jethro Tull.
David Comtesse


Cock And Ball Torture
Egoleech
Morbid Records/Soulfood
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Mit Sicherheit nicht ganz jugendfrei, was der Grunzteufel hier auf Tracks wie „Another Arch Abraded“ und „Sharp And Slender“ gurgelt. Es würde mich also nicht wundern, wenn „Egoleech“ in Porn-Grind-Kreisen wieselflink über den Ladentisch huschen sollte. Ultratiefgetunter Porn-Panzer-Core!
Olaf Rominski


Diesel
Hear
Kick Music/Alive
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Um „Hear”, sein fünftes Album einzuspielen, ist Diesel von New York in seine australische Heimat zurückgekehrt. Diesel spielt auf „Hear” so locker und unkompliziert wie schon seit Jahren nicht mehr. Vom ersten Akkord an gehen die handgemachten Tracks mit puristischer Instrumentierung ins Ohr und schlagen ohne Probleme eine Brücke zwischen College, Crossover, Folk und Rock. Ab jetzt wird Diesel getankt!
Fabian Hauck


Disinter
As We Burn
Morbid Records/Soulfood
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Wow, die Chicagoer Totengräber wollen’s auf ihrer neuen Platte aber wissen. Hochgeschwindigkeits-Death, ungeheuer brutal serviert und mit Thrash-Einflüssen aufgemotzt, straight gegen die Glocke. Gewitter wie „As We Burn“ und „Murals Of Horror“ treiben dich durchs hochlodernde Fegefeuer in eine Welt aus verbrannter Erde. Extreme Brutalo Burning Metal!!!
Olaf Rominski


Distant Thunder
Welcome The End
Massacre/Soulfood
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Gelungener Einstand für die neue Band um den Ex-Helstar und Seven Witches Frontmann James Riviera und Basser Mike LePond (Symphony X) . Fans dieser Gruppen werden deshalb unbedingt ihre Freude an diesem Album haben. Schnörkelloser HM, der manchmal aus der Tiefe des Raums kommt (Titelstück!) und mit den irren Sirenen-Shoots von James Riviera jede Hürde problemlos nimmt. Am CD-Ende findet sich mit „Run With The Pack“ übrigens auch noch ein gelungenes Remake des Helstar-Klassikers.
Yasmin Schmidt


Dokken
Hell To Pay
T&T / Soulfood
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Ein amtliches Teil ist die neue Dokken geworden. Nach einem guten Einstieg mit „The Last Goodbye“ stehen mit „Don’t Bring Me Down“ und „Escape“ 2 Songs auf der Liste, die auch auf „Tooth And Nail“ oder „Under Look And Key“ hätten stehen können. „Haunted“ ist ein moderner Rocker, während „Prozac Nation“ etwas bluesig daherkommt. Die Ballade „Care For You“ ist ok, gefällt mir aber in der ebenfalls enthaltenen Akustik-Version besser. Nach diesem Ruhepol ist „Better Off Before“ wieder ein Mitreißer, die anschließenden „Still I’m Sad“, „I Surrender“, „Letter To Home“ und „Can You See“ sind typische Dokken-Songs, welche 5 Punkte gekonnt zu untermauern wissen. Kauftipp für alle Freunde melodiösen Hard-Rocks bzw. Metals.
Christian Kissel


Tim Donakue
Madmen & Sinners
Frontiers/Soulfood
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Über diesem Projekt steht klar der Name Dream Theater, was nicht nur am Mitwirken von dessen Sänger James La Brie liegt. Während beim Traumtheater mittlerweile die Technik im Vordergrund steht, gibt es hier Songs zu hören. Als Anspieltipps empfehle ich „Million Miles“, „Morte Et Dalo“ (mit gregorianischen Gesängen), die Ballade „Wildest Dreams“ sowie das knapp 16-minütige Titelstück.
Christian Kissel


Ed Random Band
Boxer
Wolverine/Soulfood
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Willkommen zum Heavy-Weight-World-Champion-Box-Fight um die Krone des rotzigsten Punk’n’Roll! Natürlich geht es über 12 Runden, wie bei einem WM-Kampf so üblich. Schon im Opener „Thumbs Up“ bekommt ihr mächtig einen auf die Glocke, werdet angeknockt und könnt euch bis zu Runde 5, der hymnischen Uptempo-Gröhlnummer „The Steps Of Descent“ retten. Der Kampf steht unentschieden, nach „Broken Hearted“ und „Beware“ aber mit kleinem Vorteil für Ed Random. Doch die unnachgiebigen Gitarrenhiebe in Runde 11 („Not Okay“) knabbern an eurer Kondition. Ihr kommt ins Wanken, geht zu Boden, gerade rechtzeitig um das hämische Schlussstück „Love’s A Whore“ der triumphierenden Ed Random Band zu hören. Tja, bei diesen schlagkräftigen Punkrockern wird nichts dem Zufall überlassen...
Rainer Guérich


Die Elenden
Elend Für Alle
Netmusiczone/Rough Trade
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„Elend für alle“ lautet nicht nur das Reformprogramm unserer derzeitigen Bundesregierung, sondern auch das zweite Album  dieser beachtenswerten Band. Laut Eigenverständnis machen DIE ELENDEN „Rumpelbeat und Hoppsmusik“, was die Musik auf dieser CD aber nur unzureichend charakterisiert. Alternative, Rock’n’Roll, Ska, Surfmusik und punkige Urgewalt paaren sich mit aussagekräftigen, deutschen Texten, die an schonungsloser Ehrlichkeit kaum zu überbieten sind. Die Elenden sagen, wie es im Leben ist, halten euch den Spiegel vor und lassen die Verstärker mit voller Energie hecheln (u.a. „Lächeln“). Als Anspieltipps empfehlen sich neben der Antihymne „Popstar“ insbesondere Tracks wie „Keep On Fuckin’ For A Free World“ und „Kugel im Kopf“. Doppelzüngige  Botschaften, die nachhaltig wirken, schnörkellos, kraftvoll, emotional und ehrlich intoniert!
Rainer Guérich


Elvenking
Wyrd
AFM/Soulfood
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Mit einem neuen Sänger legen die Italiener nun ihr Zweitwerk vor. Geboten wird wieder eine Mischung aus Skyclad (zu Martin Walkyier-Zeiten) und Rhapsody. Da eine gewaltige Steigerung im Songwriting zu erkennen ist, sind hier 5 dicke Punkte gerechtfertigt. Wer aus dem üblichen Metal-Gewand ausbrechen will, ohne den Pfad des Stahls zu verlassen, ist hier goldrichtig.
Christian Kissel


Ensiferum
Iron
Spinefarm
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Ein ganz heißes Eisen ist das Zweitwerk der Finnen Ensiferum geworden. Vom Opener „Ferrum Aeternum“ (folkiges Akustikstück) bis zum Abschluss „Tears“ (könnte auch auf einem Blackmore`s Night –Album stehen) wird hier alles geboten, was zu einem guten Metal-Album gehört. Vom (melodischen) Death-Metal der Marke Children Of Bodom über (alte) Blind Guardian ähnliche Strukturen bis hin zu Folk-Rock-Elementen wird hier ein Meisterwerk herausgehauen. Weitere Anspieltipps sind „Iron“ und „Lai Lai Hei“, das die ersten 3 Minuten in Richtung In Extremo tendiert, einen kurzen schwarzmetallischen Part enthält, um zu einer Blind Guardian-Hymne überzugehen. Die Höchstwertung ist hier ohne Frage angebracht.
Christian Kissel


Evergrey
The Inner Circle
Insideout/SPV
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Ein außergewöhnlich vielschichtiges und tempovariierendes Album ist Evergrey hier gelungen. Power Metal, epische Breitseite, Shooting stand alone  - alles da! Unbedingt reinhören in das inbrünstige, balladeske „Waking Up Blind“ und den gurguesken Burner mit trippeligem Aufwärtsdrive, „Ambassador“. Der Name EVERGREY bürgt für Qualität!
Rainer Guérich


Finntroll
Nattfödd
Century Media
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Auch auf die Gefahr hin als Spielverderber zu gelten, aber ich kann diesem Misch aus Black-Metal und Humpa wenig und dem Grunzen von Neu-“Sänger“ Wilska nichts abgewinnen. 2 Punkte für das solide Handwerk, mehr sind hier nicht drin ...
Christian Kissel


Firewater
Songs We Should Have Written
Jet Set/Rough Trade
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Tod A und seine Firewater-Group haben es wieder einmal geschafft. Sie covern auf ihre ganz eigene Art eine Handvoll Alltime-Klassiker aus Rock, Pop, Country, Folk und Soul. Ohne mit der Wimper zu zucken, wird den teils doch schon recht angestaubten Songs (u.a. von Frank Sinatra, Tom Waits, Johnny Cash, Stones) ein rockig-punkiges Update verpasst, was in den besten Momenten, wie bei „Storm Warning”, einem‘69er Hit von Lyn Taitt&The Comets, mit einem Höllengroove aus den Boxen kommt.
Enzo Bach


Steve Fister
Between A Rock And A Blues Place
Provogue/Rough Trade
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Solides Bluesrock-Album vom Ex-Lita Ford Gitarristen Steve Fister. Instrumental können die Saitenlicks, die mitunter an B.B. King und Peter Green erinnern, überzeugen. Der Schwachpunkt liegt aber ganz klar in Steves ätzender Kreischstimme. Die versaut manches am sonst positiven Gesamteindruck (u.a. das wunderbare Slidegitarren-Stück „Change The Game“)!
Rainer Guérich


Flyswatter
Flyswatter
Eat The Beat Music/Sony
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Das dritte Album der süddeutschen Emorocker Flyswatter bietet leider nicht viel mehr als durchschnittliche Hausmannskost. Breite Gitarrenwände treffen auf emotionale Gesangslinien von Sänger Tony, die nur auf wenigen Songs wirklich überzeugen können. Die beste Figur macht er meiner Meinung nach noch auf „Breakdown“, der intelligentesten Nummer des Albums. Muss man nicht unbedingt haben.
Jörg Eifel


Freedom Call
Live Invasion
Steamhammer / SPV
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Mit den bisherigen 3 Alben „Stairway To Fairyland“, „Crystal Empire“ und „Eternity“ sowie div. Tourneen haben die fränkischen Melodic-Metaller sich einen festen Fankreis erspielt. Auf dem vorliegenden Doppeldecker gibt es die 66minütige Live-CD mit Songs eben dieser 3 Alben sowie eine CD mit 7 Studiosongs, darunter 3 Covers von Ultravox (Dancing With Tears In My Eyes), Wishful Thinking (Hiroshima) sowie Helloween (Dr. Stein). Eine feine Sache!
Christian Kissel


Jerry Gaskill
Come Somewhere
Insideout/SPV
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Die Bandmembers von KING’s X machen derzeit Soloalben, so auch Jerry Gaskill, der mit „Come Somewhere“ einen Alleingang ins Rennen schickt, bei dem King’s X-Fans stöhnen werden. Auf dem Spielplan stehen gefällige beatleske Vocalharmonien und austauschbarer Rock-Alternative-Sound, der mitunter den Biss eines altersschwachen Pferdes aufweist. Naja, jedenfalls schien dem 46jährigen King’s X-Schlagzeuger diese Scheibe, die aber auch rein gar nichts mit King’s X zu tun hat, ein wichtiges Bedürfnis zu sein.
Olaf Rominski


Genius
Episode 2 In Search Of The Little Prince
Frontiers
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Die zweite Rock-Oper von Daniele Liverani wartet neben den, im Verhältnis zum Erstling besser strukturierten, teilweise überlangen Stücken auch mit einer großen Liste an Gastsängern auf. Namen wie u. a. Mark Boals, Russell Allen, Rob Tyrant, Johnny Gioeli und Liv Kristine dürfen als bekannt anzusehen sein und bürgen für Qualität. Zwar wird an das Ayreon-Opus nicht herangekommen, knappe 5 Punkte sind aber noch vertretbar.
Christian Kissel


Haggard
Eppur Si Muove
Drakkar / BMG
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Die Münchner sind eine klassische Kultband, bei der es nur Liebe oder totale Ablehnung gibt. Seit der ersten Platte habe ich mich für ersteres entschieden und bin mit jeder Platte bestärkt worden, dass die Entscheidung richtig war. Auch auf dem dritten Longplayer wird Klassik und Metal in Vollendung vereint, sogar der Death-Metal-Gesang passt perfekt und ist nicht mehr wegzudenken. Ein Meisterwerk, das nur 6 Punkte bekommen kann.
Christian Kissel


Hate Squad
H8 For The Masses
Swellcreek/Soulfood
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Nach längerer Album-Pause melden sich Hate Squad mit einem muskulösen und diffizil verwobenen Nackenbrecher zurück. „H8 For The Masses“ ist vom Titel nicht zu hoch gegriffen, denn Mann/ Frau findet auf dieser Scheibe von allem etwas und noch viel mehr: unbarmherzige, nach vorne walzende Nummern (Titeltrack, „Walls“, „Don’t Forget“),  tempovariierende Gitarrenriffs mit kehligem Gesang und Ruhephasen („Time For Revenge“), thrashige Parts („But The Fight Goes On“), natürlich auch schnörkelloser Straight-Ahead-Metal („Burn In Hell“). Und Shouter Burkhard Schmidt growlt, was das Zeug hält. Eine Energiepille, die bekommt!
Bernd Oppau


H-Blockx
No Excuses
XCell Records
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Melodischer Crossover-Rock ohne Höhen und Tiefen, tausendmal gehört und ohne größere Eigenständigkeit. Bis auf das Cover-Artwork ist hier nicht besonders viel originell. Für Hardcore-Fans und Allessammler.
Jörg Eifel


Hearse
Armageddon Mon Amour
Karmageddon
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Recht unspektakulär kommt der melodische Death-Metal dieses Zweitlings daher. Deshalb sind auch nicht mehr als 3 Punkte für die Band um Ex-Arch Enemy- Sänger Johan Liiva drin, denn es gibt in diesem Bereich einige Bands, die einfach mit besserem Material aufwarten können.
Christian Kissel


Highlord
Medusa‘s Coil
Arise Records/Point Music
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Auch auf ihrem schon 4. Longplayer huldigen die Italiener dem (epischen) Power-Metal, der aber eher an Stratovarius als an den Landsleuten von Rhapsody angelehnt ist. Zwar wird deren Niveau nicht ganz erreicht, aber gute Songs wissen auch die Südländer zu schreiben.
Christian Kissel



The Hobos
Walk All Night
Platforma Rec./edel
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The Hobos kommen aus Litauen. In ihrer Heimat ist das Quartett um Frontman Roland Udris nach drei Alben eigentlich schon kein Geheimtipp mehr. Musikalisch bietet die Band eine Mischung aus gefälligem Pop, harten Gitarrenlicks, angedeutetem Crossover und Melodienverliebtheit. Mir hat es besonders das speedig-gitarrenlastige „Born To Be Drunk” angetan, aber die Scheibe hält mit ihren 13 Songs und einem Videoclip einige musikalische Rosinen bereit.
David Comtesse



Iron Savior
Battering Ram
Noise/Sanctuary
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Ein ungemein frisches und erdiges  Heavy Metal-Album haben die Jungs von Iron Savior hier eingespielt. Befreit von allen Konzeptalben-Zwängen und verstärkt mit dem neuen Basser Yenz Leonhardt, hauen Piet Sielck & Co. eine Menge zeitlos guter Nummern aus dem Eisen: „Battering Ram“, „Tyranny Of Steel“,  „Time Will Tell“  und „Break The Curse“. Schwachpunkte sind wirklich nicht auszumachen. Unbedingt auch in den munter nach vorne lospreschenden Rocker „Starchaser“ und das intelligent aufgebaute „Machine World“ hineinhören. Hymnen ohne Ende! Die Akkus sind bis zum Anschlag geladen, da kann es nur die Höchstpunktzahl geben!
Bernd Oppau


IQ
Dark Matter
Insideout/SPV
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Eine CD für alle Freunde des klassischen Progrocks. Musikalisch exzellent und opulent in Szene gesetzt, schwankt einzig und alleine die Stimme von Frontmann Peter Nicholls, der im Opener „Sacred Sound“ nicht gerade seinen besten Moment erwischt hat.  In ruhigen Passagen (u.a. „Red Dust Shadow“) weiß er aber zu überzeugen. Daher gibt’s einen Punktabzug für die Band aus Southampton!
David Comtesse


Jorn
Out To Every Nation
AFM / Soulfood
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Auch mit seinem dritten Soloalbum schafft es der Masterplan-Sänger wieder, Freunde des melodischen Hardrocks bzw. Metals zur verstärkten Herztätigkeit zu treiben. Aus einem hochwertigen Album würde ich „Young Forever“, „Living With Wolves“, und „When Angel Wings Where White“ als Anspieltipps geben. Ist nur noch die Frage offen, wann die nächste Masterplan-CD kommt...
Christian Kissel


Bob Katsionis
Imaginary Force
Lion Music
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Der gute Bob kann prima Keyboards und Gitarre spielen, keine Frage. Die Stücke, welche er schreibt sind, jedes für sich, auch recht gut und anspruchsvoll, aber über 50 Minuten hinweg beginnt es zu langweilen und zu nerven. Daher nur 2 Punkte (handwerklich absolut korrekt) und der Hinweis, dass die CD nur für Musiker interessant sein dürfte. Meine „Triology Of Lust“ sieht anders aus...
Christian Kissel


Killswitch Engage
The End Of Heartache
Roadrunner
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Obwohl erst seit 2002 unter dem Namen Killswitch Engage im Geschäft, gehören die fünf Musiker schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der US-Metal-Szene. Mit „The End Of Heartache“ legen Howard Jones, der neue Mann am Mikro, und seine Crew eine atemberaubende Mixtur aus speedigen Gitarrenfahrten, ultrahartem Drumming und hochmelodischen Vocalparts vor. Unbedingt anchecken!
Frank Zöllner


Kotipelto
Coldness
Century Media
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Nach dem mehr als unschönen Rauswurf bei Stratovarius muss der gute Timo nun seine Brötchen mit seinen Solo-Alben verdienen. Die Chancen, dass es auch noch für Marmelade reicht, stehen mit dem Zweitwerk recht gut, insbesondere da einige Stücke durchaus poppig ( höre ich einige Schlager-Metal schreien..) daherkommen. Dass sich gestandene und befreundete Musiker zum Einspielen bereit erklärten, ist Ehrensache, weshalb in instrumentaler Hinsicht auch nichts zu meckern ist.
Christian Kissel


L.A. Guns
Ripp The Covers Off
Mascot Rec./Rough Trade
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Ganz im Zeichen ruhmreicher Hardrocktage steht dieses Coveralbum der L.A. Guns um Sänger Phil Lewis. Ob solch ein Teil wirklich der Veröffentlichung bedarf, sei dahingestellt, immerhin bieten die 11 Tracks angenehme Kurzweil. Inkl. hörbaren Versionen von Led Zeppelin’s „Custard Pie“, Aerosmith’s „Nobody’s Fault“ und Queen’s „Tie Your Mother Down“. 
David Comtesse


Lake Of Tears
Greatest Tears Vol I & II
Black Mark
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Die Fanverarsche geht in die nächste Runde und nimmt immer absurdere Formen an. Lake Of Tears waren ungerechterweise nie eine Band der großen Verkaufszahlen, warum also 2 Best-Of’s mit Liedern, die von den Alben schon bekannt sind? Die Hoffnung auf Neukunden kann es doch wohl nicht sein, die kaufen sich besser die regulären Alben (warum nicht jeweils 2 als Doppel-CD veröffentlicht). Eingefleischte Fans wie ich bekommen bei so etwas nur Wut. Musikalisch wertvoll bleibt bei so etwas nur der Gnadenpunkt.
Peter Hanf


Leaves Eyes
Lovelorn
Napalm / SPV
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Was Liv Kristine hier abliefert, ist ein Meisterwerk in Sachen atmosphärischer Gothic-Rock bzw  -Metal. Hat mir bei ihrem Solo-Album die Härte gefehlt, so sorgt hier das aktuelle Atrocity-Line Up für den richtigen Rahmen, damit Liv’s Zauberstimme richtig zur Geltung kommt. Die Höchstnote für ein Album, das ihre Ex-Band Theatre Of Tragedy wohl nie mehr so hinbekommen wird...
Christian Kissel


Ligeia
Gloria
Iron Glory/Soulfood
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Frauen im HM-Genre sind spärlich gesät. Umso erfreulicher, dass dieser Vierer aus Ulm mit Sängerin Dani „Mistress“ Unglert eine stimmgewaltige Shouterin am Start hat. Klingt in ihren besten Momenten wie Doro Pesch in den frühen 80igern. Unbedingt reinhören in Melodic Metal-Granaten wie „Mistress Of The Night“ und „Gloria“.
Bernd Oppau


London Calling
You’re So Lucky
Atenzia Records
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Bescheuerter Bandname, aber durchaus hörbar ist der bunt gemischte Soundcocktail dieser 4 Jungs, die dem CD-Titel entsprechend eine recht flotte Platte eingespielt haben. Pop-Punk meets Rock’n’Roll und Alternative. Harmonische Backvocals, mehrstimmiger Gesang, (meistens) ungebremster Vorwärtsgang - kurzum: eine CD, die keinem Weh tut und gute Laune verbreitet. Wer Bands wie Sugarcult mag, ruhig mal reinhören.
Yasmin Schmidt


Maryslim
Split Vision
Wild Kingdom/Rough Trade
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Maryslim sind in ihrer nordischen Heimat längst so etwas wie ein Geheimtipp. Ihr Support für Bands wie The Nomads, Silverbullit oder Marky Ramone haben Mats, Kent, Urrke und Patrik die nötige Live-Erfahrung gebracht. Ihr neuer Silberling „Split Vision“ hält 12 handgemachte Rocksongs parat, die in ihren besten Momenten an eine Mischung aus 70er Jahre Rock, Crossover und Grunge erinnern.
Frank Zöllner


Mob Rules
Among The Gods
Steamhammer / SPV
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Konstant am Wachsen ist die Fangemeinde der Norddeutschen, die sich durch 4 Alben (in 5 Jahren) sowie etliche Konzerte und Tourneen einen Namen gemacht haben. Auf dem neusten Streich wurde die Härte zugunsten des Bombast bzw. der Melodien etwas zurückgefahren, was sich als durchaus vorteilhaft erweist. Songs wie „Black Rain“, „Hydrophobia“, der Titeltrack, „Ship Of Fools“ und der Rausschmeißer „Arabia“ zeigen das Potential der Gruppe. Unbedingt sich die limitierte Erstauflage mit Bonus-CD sichern!
Peter Hanf


Kevin Moore
Ghost Book
Insideout/SPV
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Leider kein neues Studioalbum, sondern nur ein Soundtrack von Ex-Dream Theater Keyboarder Kevin Moore. Kevin ließ sich hier den adäquaten Score zur türkischen Horror-Komödie „Okul“-einfallen. Für Fans von Dream Theater sicherlich nicht uninteressant.
Yasmin Schmidt


Mortician
House By The Cemetery / Mortal Massacre
Relapse Records
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Auf diesem 47 minütigen Re-Release kämpfen sich Mortician durch ihre ersten beiden Alben. Wie üblich bedienen sie dabei die Parole „Stumpf ist Trumpf“ und verzichten auf abwechslungsreiches Riffing oder anspruchsvolles Songwriting. An Bands wie bspw. Cannibal Corpse kommen sie damit natürlich nicht heran. Bei mir ist damit kein Blumentopf zu gewinnen.
Christian Kissel


Neoplastics
Plasticlove
Napalm/SPV
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Passable Schweizer Newcomer-Band mit einer Mischung aus Darkrock und Marilyn Manson-Einflüssen. Zu den Höhepunkten der CD zählen „Songs For Assholes“ und „Dance Another Day“, das übrigens in einer anderen Version von Lacrimosas Thilo Wolff remixed wurde.
Bernd Oppau


Occult
Elegy For The Weak
Karmageddon/Soulfood
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Nach dem Abgang von Grunzfrau Rachel zu Sinister legen die Holländer nun ihr 5. und bisher bestes Album vor. Hier nützt keine Gesundheitsreform, hier wird gebangt und gemosht bis zum Schleudertrauma. Gefangene gibt es keine, höchstens Überlebende. So muß Thrash klingen. Scheiß auf die Praxisgebühr, ich leg sie gleich noch mal auf... Höchstnote!
Peter Hanf


Paatos
Kallocain
Insideout/SPV
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Ein melancholisches, hypnotisch schwebendes Album, das die Schweden Paatos hier vorlegen. Wenn man in der richtigen Stimmung ist, kann man sich dem folkig wirkenden, elfengleichen Gesang von Frontfrau Petronella Nettermalm nur schwer entziehen. Musikalisch sind die 9 Tracks sehr organisch gestrickt und wandeln im ultralangsamen Tempogang. Ein fast schon kammermusikalischer Alternative-Folk-Post-Rock-Sound mit schöner Frauenstimme, weltentrückt, ohne Bodenhaftung, aber faszinierend.
Olaf Rominski


Predator
Predator
Remedy Records
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Traditioneller 80’er Jahre Metal in der Schnittmenge von Priest und Helloween ist das Metier dieser norddeutschen Truppe. Erwartungsgemäß kann an deren Klasse (zu dieser Zeit) noch nicht gerüttelt werden, aber für ein Debüt kann eine gute Leistung bescheinigt werden. Anspieltipps sind „Predator“, „Addicted To Pain“, „Coming Home“ und „Dream Assassin“.
Christian Kissel


Rausch
Flashback 2004-1989
Pirate Records/Sony
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Wer auf unangepassten, eckigen und gegen den Strich gebürsteten Rocksound abfährt, der ist bei der Gruppe Rausch eigentlich immer auf der richtigen Seite. Wer die Band noch nicht kennt, hat mit diesem Doppeldreher die Möglichkeit, die Entwicklung der Band nachzuvollziehen. Dazu gibt es noch 6 neue Tracks.
Tim Beldow


Razorback
Animal Anger
Massacre/Soulfood
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Razorback sind keine Newcomer, sondern die legitime Nachfolgeband von Vanize, verstärkt um Sänger Stefan Berggren (Ex-Company Of Snakes, Snakes In Paradise). Die 10 Kompositionen agieren durchwegs auf sehr hohem Niveau, wobei die kraftvolle Stimme Beggrens wunderbar mit dem hiebigen Melodic-Metal harmoniert. Besonders hymnisch gerieten Songs wie „The Hymn“ (hat seinen Namen verdient) und „Eye Of The Storm“.
Jörg Eifel


Schandmaul
Wie Pech und Schwefel
FAME / BMG
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Wenn es eine Band verdient hat, vom Mittelalter-Boom zu profitieren ,sind es die Münchner, welche für mich in diesem Genre die Besten sind. Eine spitzenmäßige Instrumentierung, guter Gesang und mitreißende, zum Singen einladende Refrains sind auch auf diesem 4.Album ein Garant für hochverdiente 6 Punkte. Jeder Song ist ein Anspieltipp, mehr braucht nicht gesagt zu werden.
Christian Kissel


Michael Schenker & Davey Pattison
The Endless Jam
Mascot Rec./Rough Trade
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Ein echtes Leckerli sind die 11 Tracks dieser CD, die das perfekte Zusammenspiel von Gitarrist Michael Schenker und Sänger Davey Pattison zeigen. Stimmungsvoller Jam-Bluesrock steht auf dem Spielprogramm mit echten Klassikern wie „Hey Joe“, „A Whiter Shade Of Pale“ und „The Stealer“. Einfach genial und prächtig in Szene gesetzt von den Mitspielern Gunter Nezhoda (bass) und Aynsley Dunbar (drums) sowie zahlreichen Gästen wie Leslie West und Mark Robertson. Ganz heißer Kauftipp!
David Comtesse


The Shitheadz
Dirty Pounding Gasoline
Locomotive
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Für Freunde von Bands wie V8 Wankers, (teilweise) Motörhead bzw. Nashville Pussies sowie div. schwedische Rotz‘n’Roll-Bands bieten die Shitheadz eine Alternative in Sachen Rock (mehr) meets Metal. Die richtige Mucke, um Feten / Bikerpartys in Schwung zu bringen.
Christian Kissel


Smeer
Loud & Clear
Lion Music
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Netter (Hard-) Rock in der Art von Nickelback und Konsorten wird hier geboten. Könnte kommerziell gesehen ein richtiger Reißer werden, mir ist das aber zu poppig und nichtssagend. Mehr als 3 Punkte sind für solche Radiomucke nicht zu holen.
Christian Kissel


SPANNER
Wonderful World
Spanner Music
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Spanner sind eine sehr beachtenswerte holländische Band, die sich dem melodischen Alternative-Rock/Noise verschrieben hat. Markante Trademarks sind der sehr hymnische Gesang von Frontmann Syb van der Ploeg und die wunderbar bratenden Gitarrenwände.
Rainer Guérich


Spin Gallery
Standing Tall
Atenzia Records
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Schwungvollen Partyrock mit balladesken Momenten und dezenten Keys/Loops bietet das schwedische Trio Spin Gallery auf dieser CD. Ohrgängige Melodieführung stehen nicht nur auf Songs wie „Standing Tall“ (rockt richtig nach vorne) und „I Still Recall“ (verfügt über richtiges Hitpotential) im Vordergrund. Zwar nicht die Neuerfindung des Melodicrocks, aber durchaus hörenswert und positiv gestimmt. Wer Bands wie Jefferson Starship oder Foreigner mag, soll ruhig reinhören.
Frank Zöllner


Spitfire
Thrills And Kills
Vielklang/EFA
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Wer Anfang dieses Jahres das Glück hatte, den „Russen-Export“ anlässlich ihrer Deutschlandtour live zu erleben, dem wird sicherlich das gewachsene Stil-Spektrum der sieben Punk&Ska-Experten aufgefallen sein. Denn seit ihrer letzten Scheibe, die auch schon 4 Jahre zurückliegt, haben sich Spitfire hörbar weiterentwickelt und ihrem Fun-geprägten Ska& Punk-Sound ein Update in Form jazziger Anleihen, grooviger Tunes und melodie-verliebtem Pop verpasst.
Frank Zöllner


Stormhammer
Lord Of Darkness
Mausoleum / Soulfood
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Klassischen Metal mit 80‘er Jahre Schlagseite ist das Ding von Stormhammer. So auch auf Album Nr. 3, das mit einigen herausragenden Stücken wie „Ace In The Hole“, dem Titeltrack, „Metal Heart“ und „Stormhammer“ (die neue Bandhymne ?) aufwarten kann. Zwar sind auch einige durchschnittliche Songs am Start, aber 4 Punkte sind locker drin.
Christian Kissel


Sylvan
X-Rayed
Point Music
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Ein beachtenswertes Album der Hamburger Progressive-Rocker SYLVAN. Schöne epische Nummern wie „So Easy“ (8:19min) und „Given-Used-Forgotten“ (12:55min), viel Atmosphäre, guter Gesang und tiefgründige Texte machen das Scheibchen zu einer echten Entdeckung für alle Proggies. Gefällt ausgezeichnet, weiter so!
Rainer Guérich


Tiles
Window Dressing
Insideout/SPV
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Viertes Studioalbum des Detroiter Rock-Vierers TILES, der gerne progressive Parts in seine Songs einbaut. Das Ergebnis kann sich hören lassen, denn die Jungs haben handwerklich einiges auf der Pfanne. Der über 17minütige Opener „Window Sressing“ ist ein genial konstruiertes Sahnestück aus diesem Holz. „Capture The Flag“ lässt die Rock-Fahne mächtig wehen und „Unicornicopia“ zeigt, dass die Band auch sehr sicher instrumentale, fast Kammermusik-artige Nummern in Szene setzen kann. Wer sich beeilt, bekommt noch die limitierte Specialedition mit zusätzlicher Bonus-Disc und ausgewählten Liveaufnahmen der 99er Tour.
Bernd Oppau


Time Requiem
The Inner Circle Of Reality
Regain / Soulfood
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War für Mastermind Richard Andersson früher Malmsteen das Maß der Dinge, hat sich die Priorität nun in Richtung Dream Theater verschoben. So muss man auch damit leben, dass zündende Melodien gegenüber technischen Spielereien in den Hintergrund treten, was sich letztendlich in „nur“ 4 Punkten ausdrückt. Trotzdem sollten Freunde des neoklassischen Hardrocks bzw. Metals mal reinhören.
Christian Kissel


TOC
Loss Angeles
Insideout/SPV
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Hinter den 3 Buchstaben verbergen sich die Finnen Throne Of Chaos, die auf ihrem dritten Longplayer eine erstaunliche Entwicklung vollzogen haben. Melodischer Rock mit progressiven Einschüben stehen im Vordergrund, wunderbar zugeschnitten auf den hervorragenden Gesang  von Tuomas Nieminen, der mitunter von growligen Parts konterkariert wird. Besonders gelungen auf dem pfeilschnellen Deep Purple-Cover „Smoke On The Water“. Das toct!
Bernd Oppau


Ray Wilson
The Next Best Thing
Insideout/SPV
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Selbstbewusstes Singer/Songwriter-Album des Ex-Genesis und Stiltskin-Sängers, welches das große Talent des Mannes mit der rauen Stimme einmal mehr offenbart. Kraftvolle Rocknummern (das Stiltskin-Cover „Inside“), Folk-Atmosphäre („How High“), pianeske Momente („Sometimes“) und unglaublich gefühlvolle Slowrider wie „Alone“ werden von Ray sicher intoniert und in Szene gesetzt. Zweifelos einer der ganz großen Sänger und Songschreiber, die es derzeit gibt. Unbedingt reinhören!
Yasmin Schmidt


Wind Wraith
The Fortune Teller’s Gaze
Iron Glory/Soulfood
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Back to Old School Metal! Mit Sänger Scott Olivia (Ex-Inner Strength) und neuem Basser sowie Drummer haben WIND WRAITH ihr bereits 2001 in Eigenregie veröffentlichtes Debüt neu eingespielt. Gesanglich setzt Scott Olivia eine Menge Akzente. Songs wie „War In The Sun“, das Titelstück und „Dragon Riders“ sind wirkliche Glanzleistungen. Nur die musikalische Basis hätte ich mir etwas fetter abgemischt gewünscht, dann wär’s die Höchstnote geworden!
David Comtesse


Within Y
Extended Mental Dimensions
Karmageddon / Soulfood
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Man nehme Riffs à la In Flames, würze dies mit etwas Soilwork, gebe eine Portion Groove der Marke Six Feet Under hinzu und heraus kommt ein zwar nettes, aber auch kalkuliert wirkendes, grooviges Modern-Death-Metal-Album. Nicht schlecht, einige Ansätze sind sogar recht gut, aber letztendlich doch nur Durchschnitt. Diese Band hat aber noch Steigerungspotential...
Christian Kissel



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