Juni/Juli 2006

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@ schlecht

Age Of Orange
Atlantic
Goldene Zeiten/Edel
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Speedigen Alternative-Rock mit einer Prise Punk geben Age Of Orange auf ihrem Debüt-Dreher zum Besten. Entdeckt wurde die Gruppe von Ex-Tote Hosen-Drummer Wolfgang „Wölli“ Rohde, der den Erstling der Band nun auf seinem eigenen Label veröffentlicht. Die Mischung aus eingängigen Pop-Rock-Lines, harten Gitarrenlicks und krachenden Punk-Vocals macht Spaß und geht in die Beine.
Enzo Bach


ALIEN BLAKK
Modes Of Alienation
SPIRiTUS MORTIS
Fallen
beide CDs: Black Lotus
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Alien Blakk ist die Band um Joshua Craig , David Ellefson (Ex-MEGADETH) und Craig Nielsen (FLOTSAM & JETSAM). Die drei Herren bieten uns hier auf die Dauer einen etwas ermüdenden, aber doch hörbaren Instrumentalrock mit avantgardistischen Sprengseln. - Dann lob‘ ich mir schon eher die aus Finnland kommenden Doom-Metaler von Spiritus Mortis, die mit „Fallen“ an die glorreichen Black Sabbath erinnern. Schön tempovarierendes Riffing wird hier geboten, wobei ich als Reinhörtipps Nummern wie „The Dawn“ und „Divine Wind“ empfehlen möchte.
Bernd Oppau


Ancient Rites
Rvbicon
Season Of Mist
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Auch im 18. Jahr ihres Bestehens gehören Ancient Rites zur europäischen Black-Metal-Elite. „Rvbicon“ ist zum Teil als Konzeptalbum über die Geschichte des römischen Imperiums angelegt, darüber entwickelt die Crew um Frontmann & Bandgründer Gunther Theys einen spannenden und ungemein abrockenden Rhythmusteppich. Neben den obligatorischen Growl-Vocals gibt es aber auch den nötigen Freiraum für Texte auf hohem inhaltlichem Niveau.
Frank Zöllner


Anti-Flag
For Blood And Empire
Red Ink/Rough Trade
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Anti-Flag haben die Ochsentour durch verrauchte Kaschemmen und ungezählte Festival-Lige-Gigs hinter sich und sind trotzdem oder gerade deshalb immer noch ihrem straighten, unverfälschten Punkrock-Sound treu geblieben. Nach dem Motto „Mach das Maul auf und sag’ was dir stinkt!“ kombiniert das Quartett Punkrock, speedige Drumattacken und kritische Texte gegen Rassismus, Nationalismus und Gewalt zu einem explosionsartigen  Gemisch.
Frank Zöllner


Assailant
Nemesis Within
Dockyard 1/Soulfood
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Assailant haben ihre musikalischen Wurzeln im Norden Schwedens, genauer gesagt aus der Gegend um Umea, wo auch schon Bands wie Naglfar, Refused oder Nocturnal Rites das Tageslicht erblickt haben. Musikalisch agiert die Band im Spannungsfeld zwischen harten und schnellen Metal-Gitarren, growligen Speed-Vocals und düsteren Melodien. Durchaus mal einen Reinhörer wert...
David Comtesse


Beyond Fear
Beyond Fear
Steamhammer/SPV
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Als Nachfolger von Rob Halford bei Judas Priest hat Tim „Ripper“ Owens in den Jahren von 1998 bis 2003 die Mikrofon-Arbeit bei der Metal-Legende übernommen und mit seiner ausdrucksstarken Stimme einige echt starke Albein eingespielt. Doch von jeher war es ein besonderer Wunsch des Sängers, ein Soloalbum einzuspielen, um all die Sachen zu verwirklichen, die ihm schon seit Jahren im Kopf herumspuken. Mit dem Projekt Beyond Fear geht dieser Wunsch nun in Erfüllung und präsentiert den „Ripper“ und seine Crew im besten Heavy-Metal-Fahrwasser. Blitzsauber und mit stahlzerschneidenden Riffs kommen die 12 Tracks aus den Boxen und verpassen einem eine richtige Breitseite.
Jörg Eifel


BLIND SIGHT
The Tenderstrike Salvation
APOCALYPSE NOW
Confrontation With God
GSR/Cargo
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Zwei Scheiben auf GSR Records für den geneigten Metalcore-Fan. Die holländischen Blind Sight legen mit „The Tenderstrike Salvation“ eine Platte vor, die ziemlich genial zwischen brutaler Härte und einem feinen Gespür für Melodien pendelt.  Nicht nur der Titelsong ist großes Kino. - Die Franzosen von Apocalypse Now sind eher in der New Yorker Hardcore-Szene verwurzelt. Kraftvoller Thrash Metal paart sich mit  kehligen Shouts und Mosh-Parts. Das Stück „Blodd And Fire“ gibt die Marschrichtung ziemlich genau vor.
Conny A. Rettler


Bonfire
Double X
LZ Records/Sony BMG
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Tolle Schlachtplatte für alle Freunde des melodischen Hardrocks. Bonfire feiern ihr 20jähriges Bandjubiläum mit ihrem knackigen und druckvollen 10-ten Studioalbum.  „But We Still Rock“ heißt eines der besten Stücke auf dem Album und fängt das Bandcredo prächtig ein. Produktion und Songwriting sind gelungen, auf die nächsten 20 Jährchen!
Bernd Oppau


BULLET
Heading For  The Top
Black Lodge/Rough Trade
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Erstlingswerk der Skaninavier BULLET, die sich auf dem Coverartwork als Bikerfans zu erkennen geben. Musikalisch wird Heavy Metal der alten Schule geboten, der durch die Vocals des Sängers mitunter an AC/DC und Accept erinnert. Der Opener „Midnight Riders“ ist ein guter Warm-Up-Vorschlag.
Bernd Oppau


The Church
Uninvited, Like The Clouds
Cooking Vinyl/Indigo
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The Church haben immer ihr Ding abgezogen, ‘ne Menge Live-Gigs absolviert und hier und da auch mal ein Studio-Album abgeliefert. So sind die Jahre ins Land gegangen, und die Jungs haben es verstanden, ihren typischen Sound mit immer wieder neuen Strömungen zu fusionieren, ohne dabei in der Beliebigkeit zu versinken. „Uninvited, Like The Clouds“ zeigt Steve, Peter, Tim und Marty total relaxed in bester Spiellaune und mit jeder Menge herrlicher Gitarren-Impressionen. Garantiert Plastikfrei und alles in Handarbeit präsentieren The Church ein Folk-orientiertes Alternative-Rock-Album voller Ideen und Originalität.
Jörg Eifel


CONVICT
The Passion Flow
GREEN LIZARD
Las Armas Del Silencio
I Scream/Cargo
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Convict favorisieren einen vitalen Punkrock-Mix, der sich mit Emo-Vocals und klasse Hooklines paart. Wer Bands wie Blacktrain Jack oder Feeder mag, liegt hier richtig. - Etwas Neues gibt es auch von den Holländern Green Lizard, die mit „Las Armas Del Silencio“ ein ebenso fiebriges wie vielschichtiges Album am Start haben. 1a Gesang, grungige Melodien, einfach toller Gitarrenrock. Ich empfehle als Reinhörtipps mal die beiden wunderschönen Nummern „Save Ourselves“ und „Walk Over Water“.
Bernd Oppau


Death By Dawn
One Hand One Foot...
STF Records/M-System
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Death By Dawn haben sich um Shouter Martin van Drunen (Ex-Pestilence) formiert und bieten auf ihrem Erstlingswerk eine knüppelharte Mischung aus Punk, Thrash und Death’n’Roll. Das hat alles Saft und Kraft, klingt schön aggressiv und züngelt ungestüm nach vorne. Als Warm-Up-Vorschlag empfehle ich mal Songs wie „A Day Without The Band“ und das eruptive „Profit“.
Olaf Rominski


The Drips
The Drips
Cooperative Music/Rough Trade
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The Drips spielen seit dem Jahr 2000 zusammen, haben außer Auftritten bei Schulfesten schon einige Gigs hinter sich und auch etliche Stunden im Übungsbunker verbracht. Ihr harter Brachial-Sound ist irgendwo zwischen Speed, Metal, Punk und Alternative-Crossover angesiedelt. Dementsprechend dröhnt auch ihr selbstbetiteltes Debüt aus den Membranen. Und die Jungs sind vielseitig! Neben infernalischem Getrümmer und speedigem Neo-Trash haben die Geschwindigkeits-Fanatiker auch groovenden Punk-Core auf Lager. Cool!
Enzo Bach


Empire
The Raven Ride
Metal Heaven/Soulfood
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Für ihre neueste Studioarbeit haben sich Empire mit Tony Martin (Black Sabbath)einen neuen Mann ans Mikro geholt. Der Sound ist wieder irgendwo im weiten Feld zwischen Hardock, Metal, Speed und einigen Spritzern Black Metal angesiedelt. Die 10 neuen Songs sind gute und solide Hausmannskost, sauber gespielt, aber leider ohne Ecken und Kanten - etwas ermüdend.
Jörg Eifel


EVERGREY
Monday Morning Apocalypse
Insideout/SPV
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Sehr straight zu Werke gehen die schwedischen Progressive Metaller von Evergrey auf ihrem bereits sechsten Album. Kein Zufall, sondern eine Beschränkung auf das Wesentliche, wie Sänger Tom S. Englund erklärt: „Unsere neuen Stücke sind kürzer und wirken damit effektiver. Speziell auf der Bühne dürfte das ‘Apokalypse‘-Material dank seiner direkteren Stoßrichtung noch besser funktionieren als unsere bisher bekannten Songs.“ Damit hat Tom zweifellos recht, was Songs wie das Titelstück, „Unspeakable“ und „Lost“ auch ausdrücklich unterstreichen. Als Produzententeam fungierte Sanken Sandquist und Stefan Glaumann (u.a. Rammstein, Def Leppard).
Yasmin Schmidt


Fate
V
MTM Music/SPV
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Irgendwie haben die vier Jungs um Frontröhre Per Johnsson den Sprung ins nächste Jahrtausend verpasst. Zumindest ihr Sound auf ihrem neuesten Dreher „V“ ist total verstaubt/altmodisch und steckt bis zum Halsansatz in den 80ern fest. Wem‘s gefällt: bitte schön, wer allerdings auf zeitgemäßen und krachigen Hardrock abfährt, ist bei Fate an der falschen Adresse.
Frank Zöllner


Hoven Droven
Turbo
Westpark Music
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Laut Info der Plattenfirma treffen bei Hoven Droven musikalisch die Chieftans auf Metallica! Ehrlich gesagt eine etwas abwegige Vorstellung, aber wer die fünf Jungs aus Schweden je auf der Bühne in Aktion gesehen hat, wird eines Besseren belehrt. Ihr Stilmix schlägt mühelos eine Brücke zwischen typisch schwedischer Folklore, harten Rocklines und modernen Elementen. So entsteht ein Sound, der vom ersten Akkord an nicht nur gute Laune verströmt und zum Tanzen einlädt, Hoven Droven sind mit ihrem Sound garantiert nicht nur beim schwedischen Mittsommerfest der Renner.
Jörg Eifel


IRON FIRE
Revenge
Napalm/SPV
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Die Dänen legen hier ein ebenso eigenständiges wie bombastisches Werk vor, das bei mir Entzücken hervorruft. Als Anspieltipps können alle 12 Songs empfohlen werden. Wer auf Helden wie Hammerfall oder Edguy steht, wird die Scheibe lieben.
Jörg Eifel


Akira Kajiyama & Joe Lynn Turner
Fire Without Flame
AOR Heaven/Soulfood
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Akira Kajiyama und Joe Lynn Turner stellen auf der vorliegenden Scheibe ihre Liebe zum Straight-Rock unter Beweis. Kennen tun sich der ehemalige Deep Purple-Sänger und Akira schon seit einigen Jahren durch ihre gemeinsame Zusammenarbeit auf einigen Joe Lynn Turner-Alben. Das Ergebnis kann sch hören lassen und ist Lichtjahre vom üblichen Hau-Drauf-Sound anderer Bands entfernt. Hier treffen handwerkliches Können, perfekte Instrumentalisierung und erstklassige Vocalarbeit zusammen und demonstrieren eine Symbiose aus Harmonie und Geschmetter. First Class!
Jörg Eifel


KILLING MACHINE
Metalmorphosis
Mausoleum Records
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Sauberen Old Fashioned Metal im Stile der 80iger Jahre bieten Killing Machine. Die Band um Gitarrist Peter Scheithauer hat sich mit James Rivera einen klasse Mann vors Mikro geholt, der zur musikalischen Ausrichtung (irgendwo zwischen Priest und Maiden) perfekt passt. Zu den stärksten Songs zählt insbesondere der Titeltrack. Gute Scheibe!
David Comtesse


Lambchop
The Decline Of The Country And Western
City Slang
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Wie rettet man eine Band vor dem Vergessen? Richtig, man veröffentlich in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder ältere Alben von ihnen oder füttert die Fans mit bisher unveröffentlichtem Material. Genau diese „Remember“-Offensive startet dieser Tage die Plattenfirma von Lambchop, um die Alternative&Garagenrocker mal wieder ins Gespäch zu bringen. Dazu gibt’s ein Potpourri von 17 Songs, die laut Plattenlabel aus rarem Material und B-Sides zusammengesetzt sind. Hört man die CD quer, so fragt man sich spontan, ob  diese Veröffentlichung sinnvoll gewesen ist, denn außer dem bekannten psychedelischem Gitarrengeschrammel in zum Teil miserabler Soundqualität gibt die Scheibe echt nix her.
Frank Zöllner


Magneta Lane
Dancing With Daggers
Paperbag Records/Cargo
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Mit allen verfügbaren Härtegraden irgendwo im Spannungsfeld zwischen Rock, Alternative, Crossover und Pop angesiedelt spielt das kanadische Trio Magneta Lane seinen ersten Longplayer ein. Die drei jungen Damen setzen dabei stark auf einen abgehangenen Garagenrock, den sie mit Alternative-Elementen und Psychedelic angereichtert haben. Dazu gibt‘s noch wohltemperierte Vocalarbeit, mal abgedreht, lässig, dramatisch oder mit lauwarmer Behäbigkeit. Und im Hintergrund tönen rauchzart-verzerrte Gitarrenakkorde.
Frank Zöllner


Paatos
Silence Of Another Kind
InsideOut Music/SPV
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Mit „Silence Of Another Kind“ legen Paatos ihren 4. Longplayer vor und wandern in den 9 Songs zwischen psychedelischer Kammermusik und spröden Rockmomenten. Die fünf Schweden um die Sängerin Petronella Nettermalm bezeichnen ihren Sound als „Melancholic Post Rock“ und haben davon auch auf ihrem neuesten Dreher jede Menge im Gepäck. Trotzdem scheint es, dass die Band zumindest in einigen Tracks ihren Sound etwas stärker in Richtung Rock getunt hätte. Ansonsten herrscht eine stimmige, zum Teil melancholische Mischung aus Folkelementen, jazzigem Sphärenklang, Alternative und nachdenklicher Balladenkost vor, die einen in ihren Bann zieht.
David Comtesse


PALACE
Black Sun
STF Records/M-System
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Eine richtig schön nach vorne marschierende Metal/Rock-Scheibe legt das Quartett um Sänger und Gitarrist HP Piller vor. „Black Sun“ ist der vierte Longplayer der Gruppe und dürfte insbesondere Fans der alten Schule gefallen. Direkt und schnörkellos kommen Songs wie „Women In Leather“ und „High Speed World“ aus den Boxen, während in „Rock Soldiers“ und „Rebellion“ auch die Atmosphäre nicht zu kurz kommt. Eine durch und durch empfehlenswerte CD, die richtig Gute Laune macht und bei der man problemlos eine Endlosschleife programmieren kann.
Olaf Rominski


Parachutes
Ant I Won‘t Stop Until You‘ve...
Lockjaw Records/Alive
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Ein vielversprechendes, wenn auch an manchen Stellen noch ausbaufähiges Erstlingswerk legen Parachutes aus Saarbrücken hier vor. Ihr Screamo-Sound wird mit der richtigen Dosis hartem Metal und Ausflügen in Death-Growl-Gefilde kombiniert und fährt einem bis tief ins Knochenmark. In ihren besten Momenten ist die Scheibe durchaus fetentauglich...
Frank Zöllner


Raised Fist
Sound Of The Republic
Burning Heart/SPV
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Harter Tobak kommt dieser Tage mal wieder aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Schweden. Raised Fist servieren einen ultraharten, straighten und handgemachten Rocksound, der keine Kompromisse kennt und nach vorne marschiert. Live on stage bestimmt noch packender...
Frank Zöllner


Saga
Trust
Insideout/SPV
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Super-Einstand von Saga bei ihrem neuen Label Insideout Music, das ja für feine Progrock-Musik bekannt ist. Dies scheint auch die Mannen um Michael Sadler beflügelt zu haben, denn so progressiv und frickelig habe ich die Band schon lange nicht mehr gehört. Irrwitzige, trippelige Keys, exzellente Gitarrenriffs und die hinlänglich bekannten, exzellenten Saga-Trademarks lassen keine Wünsche offen. Nebenbei bemerkt sind meine Favoriten auf der Scheibe das kickende Titelstück und „Time To Play“ (den Refrain kriegt man nicht mehr so leicht aus dem Kopf). Klasse!
Rainer Guérich


Satyricon
Now, Diabolical
Roadrunner
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Nach vierjähriger Abstinenz schlagen die norwegischen Meister des Black Metal ein neues Kapitel ihrer okkult-straighten Bandgeschichte auf. „Now, Diabolica“ growlen Satyricon ihren Fans mit ungestümer Metal-Kraft entgegen und entfachen ein verzehrendes Höllenfeuer aus aggressivem Rhythmus-Style, beatigen Drumattacken und wohldosierter Blackmetal-Dramaturgie. Hier sind keine geifernden Mikrofon-Killer am Werk, sondern eine Band, die mit dem Wechselbad der Emotionen perfekt umgehen kann. Eigenständigkeit und ein hoher Wiedererkennungswert sind die Trümpfe von Satyricon!
Frank Zöllner


Michael Schenker Group
Tales Of Rock‘n‘Roll-Twenty-Five Years Celebration
Armageddon Music
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Im vergangenen Winter feierte die Michael Schenker Group ihr 25jähriges Bühnenjubiläum. Deshalb gibt’s nun auch ein neues Album, das mit neuem Frontmann (Jari Tiura ) auch gleich bei einem neuen Label erscheint. Musikalisch bleibt jedoch alles beim Alten und so ziehen Michael &Crew einen gewohnt überzeugenden und unverwässerten Rock aus den Amplifiern. Besonderes Bonbon bei dieser Rille ist der Umstand, dass Michael alle bisherigen Sänger der MSG ins Studio holen konnte, um zusammen ein wahres Rock-Feuerwerk abzubrennen.
David Comtesse


Scoff
Reverse Universe
Daredevil Records/Point Music
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Mit „Reverse Universe“ legt das Münchener Rock-Trio SCOFF eine ebenso groovige wie riffbetonte Scheibe vor, die ein ziemlich breitgefächertes Publikum ansprechen dürfte. Das mächtige, fast schon doomige „Intro“ gibt dabei  nicht etwa die Marschrichtung des kompletten Albums vor, sondern zeigt nur eine Facette des variantenreichen SCOFF-Sounds.  Da ist nämlich auch Platz für zurückgefahrene Härte, Melodiengespür, charismatische Vocals und Tempovariationen. Besonders schön gelungen auf Stücken wie „Sickstill“ und dem aus der Stille des Raums explodierenden „Luna“.  Packend sind auch Stonerrock-Perlen wie „Stone Breed“ und „Something Strips The Silence“. Eine Scheibe, die einen packt, emotional aufwühlt und so schnell nicht mehr vom Haken lässt.
Rainer Guérich


Shelter
Eternal
Dockyard 1/Soulfood
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Die drei New Yorker Hardcore-Pioniere um Frontshouter Ray Cappo melden sich mit einem brandneuen Studioalbum in der Szene zurück. Auf dem Programm steht wie gewohnt eine vorwärts bretternde Mixtur aus riffbetonten Melodien, speedigen Rhythmen und ihrem besonderen „spirituellem Hardcore“. Dass Ray im Nebenberuf noch Yoga- und Ernährungslehrer ist, voll auf vegetarische Ernährung abfährt und hierbei seine spirituelle Berufung findet, hört man den elf zum Teil punkigen Power-Songs allerdings nicht an.
David Comtesse


Solar Plexus
Strafe muss sein
STF Records/M-System
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Es gibt viele Bands, die in der Tradition von Rammstein stehen, diese aber mehr schlecht als recht kopieren. Solar Plexus haben zweifellos Rammstein gehört, gehen auf ihrem Erstlingswerk aber einen erfreulich eigenen Weg, was aller Ehren wert ist. Prägnante, ausdrucksstarke Texte fusionieren zwar mit elektronisch metallener Härte, lassen aber auch andere Stilelemente zu. Beispielsweise auf dem genialen „Wenn wir uns lieben“, das straight marschiert, aber dann urplötzlich von einem Klarinetten (Oboe)-Intermezzo durchbrochen wird. Solar Plexus spielen mit den Stimmungen, schlagen dem Hörer auch schon mal thrashige Knüppelbeats um die Ohren („Strafe muss sein“) oder setzen auf akustisch reduzierte Stimmungen mit motorischem Flow und lieblichem Frauengesang („Viator“). Eine abwechslungsreiche Scheibe, die dem Genre „deutschsprachiger Elektro-Metal“ eine ganze Menge Impulse gibt.
Rainer Guérich


The Spirit That Guides Us
We Are Under Reconstruction Part 1
Sally Forth Records/Alive
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Vorliegende Scheibe scheint mir bestens für alle geeignet zu sein, die bisher den wilden und heißen Party-Gute-Laune-Sound der Amerikaner noch nicht genossen haben. Dabei ist „We Are Under Reconstruction Part 1“ keine Best-Of-Scheibe im herkömmlichen Sinne. Hier gibt‘s eine gekonnte Mischung aus einigen neuen Songs, leckerer Remix-Arbeit, abgedrehten Live-Versionen sowie einigen Neubearbeitungen ihrer besten Songs. Also zugreifen solange der Vorrat reicht!
Enzo Bach


SURVIVOR
Reach
Frontiers/Soulfood
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Nach 7 Jahren melden sich Survivor mit genau dem Album zurück, das die Fans von ihnen erwartet haben. Der typische Leadgesang von Jimi Jamison verbindet sich mit ohrgängigem Melodicrock (Klasse ist z.B. „Fire Makes Steel“), aber auch mit unterdurchschnittlich schlechtem Material („Reach). Na ja...
David Comtesse


Temple Of Brutality
Lethal Agenda
Demolition Records
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Wer auf ideenlosen, dumpfen und gewaltverherrlichenden Rock-Metal steht, der ist bei dem Neuzugang Temple Of Brutality bestens aufgehoben. Was man auf den zehn Songs zu hören kriegt, ist eine sinnlose Aneinanderreihung von ins Mikro gegrölten Schreikrämpfen, zusammengebackenem Gitarrengeschrubbe und Drumfell-Attacken Marke Animal aus der Muppets-Show. Würg!
Frank Zöllner


The Traceelords
The Ali Of Rock
AFM Records/Soulfood
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Speediger Hardrock aus NRW, genauer gesagt aus Hagen, steht hier mit den Traceelords auf dem Programm und zeigt die vier Spaßprügler von ihrer experimentierfreudigsten Seite. „The Ali Of Rock“ ist vom ersten Akkord an eine wahre Fundgrube der unterschiedlichsten Stilrichtungen. The Traceelords waren nicht faul und schöpfen in den 14 brandneuen Rockkrachern aus dem Vollen, was übersetzt soviel heißt wie Metalrock trifft auf Punk, Hardrock auf Hillbilly, Speed auf Old Skool und gelegentliche, locker eingestreute Balladen runden das Ganze gekonnt ab.
David Comtesse


Pat Travers
Pt Power Trio II
Provogue Records/Rough Trade
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Ein Fest für alle Psychedelic- und Bluesrock-Fans ist der neuerliche Ausflug von Pat Travers und seinem Power Trio in die 70iger Jahre. Zusammen mit Schlagzeuger Jeff Martin (u.a. Racer X, Michael Schenker Group) und Bassist Steve Evans (Coco Montoya, Roy Rogers) stehen 13 edle Bearbeitungen von Klassikern auf dem Spielplan. Erwähnenswert sind hierbei insbesondere "I'm Yours, She's Mine" (Johnny Winter), "Stone Cold Fever" (Humble Pie), "Rock Me Baby" (BB King) und "Black Night" (Deep Purple). Klasse Stoff!
David Comtesse


VANDEN PLAS
Christ 0
Insideout/SPV
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Vier Jahre haben uns die pfälzischen Progressive-Metaller auf ein neues Album warten lassen. Nun ist es da und kann auf ganzer Linie überzeugen. Andy Kuntz & Co. setzen auf abwechslungsreiche Sounds, Keyboard-Atmo und hohen Melodikfaktor, mit dem sie den Dumas Roman „Der Graf von Monte Christo“ in eine passende musikalische Adaption gekleidet haben. Als Anspieltipps empfehle ich „Wish You Where Here“ und „Shadow I Am“. Klar ist auch, dass ich bei einer solchen Leistung nur die Höchstpunktzahl vergeben kann.
Tim Beldow


WALTARI
Blood Sample
Dockyard1/Soulfood
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Die Finnen von Waltari melden sich mit einem grandiosen neuen Album zurück, das mal wieder munter durch die Bereiche Metal, Rock und Elektro wildert. Der Opener „Helsinki“ ist eines der besten Stücke auf der Scheibe, hat hymnisches Flair und finnische Texte. Mit „Never“ knüpfen Waltari nahtlos an ihre ruhmreiche Vergangenheit an, während in „New York“ die Metal-Keule ausgepackt wird. Das ist mir doch respektable 5 Punkte wert.
Tim Beldow


Rob Zombie
Educated Horses
Geffen/Universal
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Wieder mal was Neues von Horror-Rock-Ikone, Filmemacher und  Songschreiber Rob Zombie, der seine Fans 5 Jahre auf ein neues musikalisches Nightmare-Lebenszeichen warten ließ. Mit einer feinen Band (u.a. ist Ex-Marilyn Manson John 5 am Start) geht es auf den 11 Tracks sehr abwechslungsreich zur Sache. Von der kraftvollen Metalattacke „Let It All Bleed Out“ über das verwoben darke „American Witch“ bis zur Akustiknummer „Death Of It All Ride“ reicht das vielfältige Spektrum.
Bernd Oppau

Noch mehr CDs

4Man Bob
Rock Star
Kickstart/Alive
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Aus Neuseeland schwappt hier schön druckvoller Ska-Punkrock herüber. 4ManBob heizen dem Hörer auf ihren 11 Tracks schön ein und bringen Stimmung in die Bude. Der Opener „Rock Stra“ und das flirrende „Lank“ sollten auf der derzeitigen Deutschlandtour von 4Man Bob mächtig was reißen können.
Enzo Bach


ASTRAL DOORS
Astralism
Locomotive Music
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Was für ein Hammeralbum! Auf ihrem dritten Album können mich die Mannen um Sänger Patrik Johansson, der von der Stimme ein wenig nach DIO klingt, restlos überzeugen. Ausgereiftes Songwriting, druckvolle Kompositionen (man höre nur den Opener „EVP“ oder „Black Rain“). Das hätten Rainbow und Deep Purple in den 80igern auch nicht besser gekonnt!
Jörg Eifel


Edenbridge
The Grand Design
Massacre Records
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Die Österreicher haben sich mit ihrem  Mix aus epischen Metal und der engelsgleichen Stimme von Sängerin Sabine Edelsbacher in den letzten Jahren einen respektablen Ruf erspielt. Nun steht das fünfte Album an, das an den grandiosen Vorgänger nahtlos anknüpfen kann. Von anmutiger Erhabenheit sind insbesondere die beiden längsten Stücke der Scheibe, „Terra Nova“ und „The Grand Design“.
 C. A. Rettler


HARDCORE SUPERSTAR
Hardcore Superstar
Gain/Cargo
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Die schwedischen Hardcore Superstar legen hier mal wieder eine amtliche Sleazy Rock Scheibe vor, die durchaus zu überzeugen weiß. Songs wie "We Don't Celebrate Sundays", "Wild Boys" und "Simple Man" verbreiten gute Laune und sind mir doch glatte 4 Punkte wert.
Tim Beldow


Narnia
Enter The Gate
Massacre Records
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Die schwedischen Melodic Metaller von Narnia legen hier wieder mal ein erstklassiges Album vor. „Enter The Gate“ ist gespickt mit packenden Melodien, schönen Keys und druckvoller Gitarrenarbeit. Und Shouter Christian Rivel singt sich die Seele aus dem Leib. Da kann ich nur die Höchstpunktzahl zücken und empfehle mal das superbe „People Of The Bloodred Cross“ .
Tim Beldow


JIM PETERIK
Above the Storm
Frontiers/Soulfood
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Neues Soloalbum von Jim Peterik (u.a. Gründungsmitglied von Survivor u. Pride Of Lions), der die Songs der Scheibe zusammen mit Johnny van Zant (Lynyrd Skynyrd) geschrieben hat. Herausgekommen sind sehr melodiestarke Kompositionen mit  rockigen Phasen und balladesken Momenten, wobei ich als Anspieltipps Songs wie „Live Life“ und „Burning With A Reason“ empfehlen möchte.
Bernd Oppau


Schattenreich
Vol. 3
E-Wave/Sony bMG
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Die beliebte Sampler-Reihe der schwarzen Szene geht in die dritte Runde und erscheint parallel zur Doppel-CD auch als DVD. Der geneigte Fan bekommt für sein Geld einiges geboten und findet hier insgesamt 38 Tracks mit Genre-Highlights von Bands wie Subway To Sally, DE/Vision, Lacrimosa, Skinny Puppy, Covenant, HIM u.v.a. Die volle Packung!
Bernd Oppau


SUMMONING
Oath Bound
Napalm/SPV
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Summoning beglücken ihre Fangemeinde wieder mal mit einem neuen Album, auf dem es natürlich um ihre Visionen zu Mittelerde geht. Musikalisch umgesetzt mit noch vordergründigeren Gitarrenriffs und dem Anspruch, das Stück „Mirdautas Vras“ gänzlich in der schwarzen Sprache der Orks zu intonieren. Ein Erlebnis!
Jörg Eifel


UNEARTHLY TRANCE
The Trident
FACEDOWNINSHIT
Nothing Positive, Only Negative
Relapse Records
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Die New Yorker Unearthly Trance überschütten den Hörer „The Trident“ mit zähflüssigem Doom-Metal, der einfach alles wegreißt. Wer auf Bands wie Bathory und Neurosis steht, liegt bei Songs wie Decrepitude“ und „Firebrand“ richtig. - Krank und beklemmend klingen Facedowninshit auf ihrem Player "NPON". Geboten wird fiesester Doom-Sludge-Core im Stile von Corrosion Of Conformity, Eyehategod und anderen Konsorten.
Olaf Rominski


VALENTINE
Most Beautiful Pain
Frontiers/Soulfood
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Wer die Musik von Queen mag, sollte sich die Scheibe von Robby Valentine zulegen, der auf Stücken wie “I Should Have Known Better” und dem epischen „Everyday Hero“ ganz offen seiner Liebe zur einstigen Supergruppe huldigt. Durchaus empfehlenswert!
David Comtesse


Aka Profound
Energy Is A Wild Flower
Eigenvertrieb:
www.akaprofound.com
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Einen sehr hörenswerten Gothrock mit starker elektronischer Basis, hymnischen Vocalmelodien und harter Gitarrenarbeit spielen die aus der italienischen Schweiz stammenden Aka Profound. Die Texte handeln von Verlangen, Sehnsüchten und verborgenen Träumen. Zum Reinhören lohnen sich insbesondere der furiose Opener „Lucy“ und das Heroes Del Silencio-Cover „Entre 2 Tierras“.
Rainer Guérich


Catastrophe Ballet
... All Beauty Dies
Spirit Prod./Indigo
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Ausgesprochen experimentierfreudig und vielseitig geben sich die Mannen um Sänger Eric Burton auf ihrem siebten Album. Die 13 Tracks bieten eine Menge treibender Riffs, subtiler Electronics und genialem Songwriting. Als Reinhörer empfehlenswert sind insbesondere das deutschsprachige „Licht in meinen Träumen“ und das Gänsehautschauer erzeugende „You Stole The Thing That Means...“.
Jörg Eifel


DEAD TO FALL
The Phoenix Throne
Victory/Soulfood
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Die Jungs aus Chicago können auf ihrem dritten Album überzeugen und bieten satten Thrash, atmosphärische Parts , aber auch vertracktes Songwriting. Wer auf Bands wie Meshuggah & Consorten steht, wird an den Tracks seine Freude haben.
Jörg Eifel


Emergency Gate
Nightly Ray
GSA/Alive
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Vielversprechendes Debüt des Fünfers Emergency Gate, der mit Fabian „Cem“ Kießling einen guten Sänger in den Reihen hat. Musikalisch bietet die Band einen durchaus schmackhaften Melodic Metal mit leichten Nu Metal-Einschlag und einigen progressiven Ideen. Gelungen ist   auch die Bearbeitung des Falco-Klassikers „Rock Me Amadeus“, dem das Soundgerüst aus fiebrigen Gitarrenriffs gut zu Gesicht steht.
Olaf Rominski


THE FLOWER KINGS
Paradox Hotel
Insideout/SPV
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140 minütige neue Doppel-CD der Flower Kings, die keine Wünsche offen lässt. Die Schweden bieten besten Progstoff mit tollen Highlights wie „Jealousy“, „Pioneers Of Aviation“ und „Lucy Had A Dream“. Für alle Proggies ein Pflichtkauf!
David Comtesse


Give Em The Boot Vol.5
V.A.
Hellcat/SPV
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Auf Hellcat erscheint mit „Give Em The Boot Vol. 5“ ein Sampler für alle Punk, Ska und Psychobilly-Freunde, der durchweg unveröffentlichtes Material enthält. Mit dabei sind Helden wie Rancid und Dropkick Murphys - eine lohnende Investition!
Enzo Bach


LOST IN RHONE
Beloved Be The Ones Who Sit Down
VANISHING POINT
In Thought
Dockyard1/Soulfood
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Die Belgier Lost In Rhone bieten auf ihrem Erstlingswerk eine Mischung aus melodischem Emo, Post-Hardcore und Metal. Sänger Steve Vandersmissen variiert auf den einzelnen Stücken zwischen cleanem Gesang und Growls. Die Produktion ist recht druckvoll geraten, wobei Genrefreunde ruhig mal ein Ohr riskieren können. – Bei „In Thought“ der australischen Vanishing Point handelt es sich um eine remasterte Wiederveröffentlichung aus dem Jahre 1999. Die Band war seinerzeit zwar noch nicht so hart wie bei ihrem 2005er Album „Embrace The Storm“, zeigte aber doch schon Klasse und Eigenständigkeit.
Bernd Oppau


The Popzillas
The Incredible Adventures Of Pandorra Pop
Wolverine/Soulfood
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Den munteren GirlPopMagaPunk der Popzillas muss man einfach gehört haben. Rasant und mit einer girlesken Frauenstimme vorgetragen, liefert das Quartett hier den fulminanten Soundtrack für ihre Mangastory um die geheimnisvolle Superheldin Pandorra Pop.
Enzo Bach


Saga
Remember When-The Very Best Of Saga
Steamhammer/SPV
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Eine überflüssige Doppel-Best-Of CD der alten Plattenfirma von Saga, gewissermaßen als Resteverwertung und Fan-Abzocke gedacht. Das Geld ist besser angelegt in der neuen Studio-CD von Saga bei Insideout Music, dem neuen Label.
Rainer Guérich


SMOKING POPES
At Metro
BAYSIDE
Acoustic
Victory/Soulfood
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Reunion-Live CD/DVD Package aus dem Chicagoer Metro, wo die Smoking Popes 2005 nach 7jährigem Split ihr Comeback feierten. Gitarrenrock paart sich mit dem unvergleichlichen Gesang von Josh Caterer, der mir insbesondere in den balladeskeren Nummern sehr gut gefällt. – Auch von Bayside gibt‘s ein Akustik-Live CD/DVD-Set, das eine tragische Vorgeschichte hat. Im Oktober letzten Jahres wurden die Jungs in einen Unfall verwickelt, beim dem Drummer John Holohan verstarb und Bassist Nick schwer verletzt wurde. Da die Tour noch am Laufen war, entschied man sich schweren Herzens, die restlichen Gigs als Akustik-Duo weiterzuspielen. Das Ergebnis ist ebenso ergreifens- wie hörenswert und zeigt eine ganz neue Seite von Bayside.
Jörg Eifel


Stigmatized
Live In Despair
Yonah Records
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Das neue Album der deutschen Death Metaller kann durchaus überzeugen und bietet neben perfekt aufgenommenen Sound exzellente Skills, variables Riffing und brutale Growls. Zu den besten Songs der Platte zählen „Terror Age“ und „Obedience Through Ignorance“. Solide 4 Punkte.
Tim Beldow


STREETLIGHT MANIFESTO
Keasbey Nights
Victory/Soulfood
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Streetlight Manifesto haben ihr noch unter dem Namen Catch 22” eingespieltes Meisterwerk „ Keasbey Nights“ aus dem Jahre 1998 komplett neu eingespielt. Selbstverständlich liegt die Messlatte ziemlich hoch, trotzdem ist diese Einspielung für alle Ska-Punk-Fans ein Muss, nicht zuletzt wegen des druckvollen Sounds und der prägnanten Bläsersections.
Fabian Hauck


Surveillance
Angelstation
Escapi/Point Muisc
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Debütwerk der Band um Sänger Lee Small, dessen Vocalkünste bereits auf den unlängst erschienenen Phenomena Psycho Fantasy Album zu hören waren. Viele der Songs sind leider keine Offenbarung, nur gelegentlich blitzt Lee‘s Können auf (u.a. in „Reflections“). Das Potential ist da, kann aber noch deutlich gesteigert werden.
David Comtesse


THEE EXIT WOUNDS
Bad Day
FROM PUNK TO SKA VOL. 3
V.A.
Wolverine/Soulfood
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Thee Exit Wounds bestehen aus 2 Mitgliedern der englischen Psychobilly Legende Demented Are Go und dem amerikanischen Sänger Johnny X, der über ein ausgesprochen roughes Stimmorgan verfügt. Musikalisch geht es nicht nur auf „Headshot“ sehr schmissig zu Werke. Eine beinharte Mixtur aus Punk, Psychobilly und Rock‘n‘Roll. – Ska-Punk satt bietet die dritte Doppel-CD aus der „From Punk To Ska“-Reihe. Darauf vertreten sind 54 Bands wie The Busters, Suicide Machine, Skatoons, Skunk Allstars u.v.m. 160 MInuten, die sich lohnen!
Enzo Bach


UMPHREY'S McGEE
Safety In Numbers
Insideout/SPV
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Doch etwas enttäuscht bin ich von den Jamrockern aus Chicago, die auf „Safety In Numbers” nicht die Klasse ihres Vorgängers „Anchor Drops” halten können. Die progressiven Elemente sind kaum noch auszumachen und die Country-Nummer „Rocker“ scheint mir auch fehl am Platze. Macht unterm Strich nur drei magere Punkte.
Tim Beldow


Winters Bane
Redivius
Metal Heaven/Soulfood
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Exzellenter Einstand von Alexander Koch (Ex-Spiral Tower, Powergod) als Sänger bei den US-Power Metallern Winters Bane. Das neue Werk ist voll gespickt mit klasse Songs wie beispeilweise „Seal The Light“, „Spark To Flame“ und das vom Tempo einen Gang runter schaltende „The World“. Verdiente 5 Points!
Tim Beldow


Coen Wolters Band
As The Crow Flies
Crying Tone/Fenn Music
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Wunderbar rollenden Bluesrock bietet das Trio um Sänger und Gitarristen Coen Wolters auf ihrem zweiten Album „As The Crow Flies“. Das Gitarrenspiel von Coen erinnert nicht nur auf „The Day I Died“ an den unvergessenen Stevie Ray Vaughan. Gehört in jede Bluessammlung!
Rainer Guérich


Zeraphine
Still
Phonyx Records/Soulfood
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Die 5 Berliner um ihren Sänger Sven Friedrich veröffentlichen ihr neues Album auf ihrem neu gegründeten Label. Musikalisch haben sie sich diesmal stärker auf Alternative Rock denn ihre eigentliche Goth-Wurzeln konzentriert. Im Vordergrund stehen emotionaler Gesang und ausgereiftes Songwriting. Eine Kombinatiom, die auf Nummern wie „Niemand kann es sehen“ und „Gib mir dein Gift“ besonders gut funktioniert.
Jörg Eifel


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