Juni/Juli 2008

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@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

 

 

 

AMBERIAN DAWN
River Of Tuoni
Ascendance/Soulfood
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Ein Festschmaus für alle Freunde des epischen Symphonic Metal mit  engelsgleicher Frauenstimme ist die finnische Combo Amberian Dawn um die charismatische Sängerin Heidi Parviainen, die zweifellos eine klassische Stimmausbildung genossen hat. Songs wie „River Of Tuoni“ und „Wings Are My Eyes“ dürften Fans von Bands wie Edenbridge oder Nightwish mehr als zufrieden stellen.
David Comtesse


ASIA
Phoenix
Frontiers/Soulfood
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Neues Asia Album in der Besetzung mit Geoff Downes, Steve Howe, Carl Palmer und John Wetton. Als Gast zusätzlich noch dabei ist Hugh McDowell (EX-ELO) auf den Stücken "I Will Remember You" und "An Extraordinary Life". Die Tracks gehen wie bei Asia gewohnt ins Ohr und dürften die Asia-Fangemeinde nicht enttäuschen.
David Comtesse


ASSAILANT
Wicked Dream
Dockyard1/Soulfood
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Die zweite Scheibe der Newcomer aus Umea im Norden Schwedens setzt im Gegensatz zum Vorgänger noch deutlicher auf die ausgewogene Balance zwischen progressivem, kraftvollem Metal und Death Metal-Einschüben mit Melodic-Komponente. Unverkennbares Trademark ist zweifellsfrei das Stimmorgan von Fronter Peder Sundqvist, der zwischen cleanem Gesang und ultradeepen Growls variabel wechselt. Als Anspieltipp empfiehlt sich diesbezüglich unbedingt der Opener "A Day Tomorrow". Für diese respektable Leistung gebe ich den Schweden gerne 4 Punkte und hoffe die Band auch einmal live zu sehen.
Tim Beldow


BENUTS
Bavarian Ska Maniacs
ToTo Publishing/Broken Silence
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Die Benuts sind bereits seit gut 13 Jahren erfolgreich in Sachen schweißtreibendem Ska-Rock unterwegs und stellen mit „Bavarian Ska Maniacs“ ihr neuestes Studioalbum vor. Die Scheibe wird bereits seit November letzten Jahres überaus erfolgreich im Land der aufgehenden Sonne vertrieben. Aber auch in ihrer deutschen Heimat hat die Band schon mehr als 400 Konzerte absolviert und ihren quirligen Gute-Laune-Sound auf über 30 Samplern verewigt. Auch die neuen Songs stehen was Partyfeeling, Bottle-Fete und Plateausohlen-Kompatibilität angeht den Vorgängern in nichts nach. Hier ist eine Truppe von Energiebolzen am Werk, die ihre Underground-Hymnen locker-leicht aus der Hüfte schießt.
Frank Zöllner


BENZIN
Auf los geht's los
Global Records/Rough Trade
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Benzin gibt es als Band bereits seit dem Jahr 2000, wobei die Gruppe in der Vergangenheit mit Größen wie Bela B. und den Donots on the road war. Die Stärke der Band liegt in der Verbindung melodiöser Rockgitarren, eingängiger Hooks und intelligenter deutschsprachiger Texte. Anspieltipps der gelungenen Scheibe sind Nummern wie "Laut!", "So weit weg" und "Cottbus im Regen". Emotionen satt!
Minky Stein


BLACK LIGHTS BURNS
Cruel Melody
I Am: Wolfpack/edel
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Wes Borland dürfte den meisten Musikfans als Ex-Leadgitarrist der Band Limp Bizkit ein Begriff sein. Aber seit seinem Ausstieg vor gut fünf Jahren hat der Singer/Songwriter und Produzent in immer wieder neuen Projekten wie Big Dumb oder Eat The Day von sich und seiner experimentierfreudigen Musik reden gemacht. Mit Black Lights Burns steht sein neuestes Projekt am Start und überrascht wie nicht anders zu erwarten mit einer düster-exaltierten Soundauswahl. Hier erwarten den geneigten Hörer Ausflüge in tiefste Metalschluchten ebenso selbstverständlich wie Punk-Rock-Elemente, Folkeinlagen oder eingängiger Dark-Pop. Beim ersten Anhören etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach mehrmaligem Abspielen erschließt sich einem der Soundkosmos von Mr. Borland, und man kann die Scheibe voll genießen.
Frank Zöllner


THE BLAKES
The Blakes
Light In The Attic Records/Cargo
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The Blakes kommen aus Seattle und werden dort zurecht gehypt. Iggy Pop ist ein großer Fan der Band. Musikalisch gibt's Rock'n'Roll und Power Pop mit unverkennbaren Referenzen an Bands wie The Kinks und The Who.
Fabian Hauck


CHILDREN OF BODOM
Blooddrunk
Spinefarm Records/Universal
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Geniale neue Scheibe von Children Of Bodom. No Filler, only Killer! Alexi Laiho und seine Gefolgschaft präsentieren sich auf den 9 Stücken von "Blooddrunk" noch gnadenloser, härter und packender als je zuvor. Highlights sind Tracks wie der Opener "Hellhounds On My Trail", "Blooddrunk" und "Tie My Rope". Das ist mir doch respektable 5 Punkte wert!
Tim Beldow


CIVIL LIES
Fate
JAMIE & MAGIC TORCH SONG
Trink Jamie
Artist Station Records/Soulfood
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FATE kommen aus Hannover und legen mit "Fate" ihr Debütalbum vor. Auf dem Programm steht gefälliger Indierock, der durch die Stimme von Sängerin Sylvia und rockigen Gitarren geprägt wird. - Ebenfalls aus Hannover kommt der Exil-Brite Jamie Gray, der ein stilistisch offenes Werk vorlegt. "Trink Jamie" zeigt ihn als eigenständigen Songpoeten mit knackigem Basissound, vielleicht was für Fans von Roxy Music oder David Bowie.
Minky Stein


THE DETECTORS
Twentyone Days
True Rebel/New Music
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Wer auf melodiösen Streetpunk steht, ist bei dem Trio aus Neumünster an der richtigen Adresse. 13 kompromisslos ehrliche und überzeugende Songs lassen The Detectors vom Stapel. Unbedingt reinhören solltet ihr in Songs wie "Puppet On A String", "Bombs Are Falling" und "Turn Up The Radio". Das Album featured zusätzlich noch den Videotrack "Tributary To Death".
Enzo Bach


DEVICE
Obstacles And Playgrounds
Lockjaw/Rough Trade
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Irgendwo zwischen Britpop und Alternative-Rock agieren DEVICE auf ihrer CD „Obstacles And Playgrounds“. Leidenschaftlicher Gesang und flammende Gitarrenlinien sorgen für emotionale Schübe auf Seiten des Hörers. Reinhörtipp hierzu ist das gelungene „Motion Sickness“, das mit ordentlich Drive nach vorne kickt.
Jörg Eifel
 


DOKKEN
Lightning Strikes Again
Frontiers/Soulfood
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Kraftvolle und gut aufgenommene Hardrock-Scheibe von Don Dokken und seiner Crew. Die Scheibe wurde von Wyn Davis (Great White, Dio) gemischt und bietet eine Reihe guter Songs, u.a. Nummern wie "Standing On The Outside" und "Heart To Stone".
David Comtesse


DUSTSUCKER
Diabolo Domination
Limb Music/SPV
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Seit 1993 sind die Dustsucker nun schon als Underdogs unterwegs und bringen ihren "King Size Rock 'n' Roll" unter die Leute. Ihr neues Album bietet die volle Breitseite kickenden Heavy-Rock'n'Roll, sehr knackig, spritzig und mit ungestümer Lebenskraft. Unverkennbares Trademark ist der rau-dreckige Gesang von Frontmann Max Count Framer, der Powersongs wie "Live In Sin" und "Land Of The King"  nachhaltige Schubkraft gibt.
Bernd Oppau


EBONY ARK
When The City Is Quiet
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PIN-UP WENT DOWN
2 Unlimited
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AKPHAEZYA
Anthology II
Ascendance/Soulfood
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Ebony Ark kommen aus Spanien und haben mit Frontfrau Beatriz Albert eine vielseitige Sängerin am Mikro. Musikalisch geht’s sehr energetisch zur Sache, wobei man den dampfenden Power Metal mit Goth- und Prog-Elemnenten auflockert. Durchaus empfehlenswert! - PIN-UP Went Down ist das abgedreht-verrückte Projekt von Carnival In Coal-Drummer Alexis Damien und Sängerin Asphodel. Den Hörer erwartet eine verquere Achterbahnfahrt durch Goth, Funk, Doom, Black Metal, Pop, Cabaret-Atmosphäre, Avantgarde - ziemlich anstrengend, aber nicht ohne Reiz. - Mehr in progressive Gefilde gehen AKPHAEZYA, die mit Frontsängerin Nehl auch eine formidable Stimme in ihren Reihen haben. Exzellente Keyboard-Arbeit, akustische Gimmicks, Tempowechsel und sonstige musikalische Überraschungsmomente halten den Hördurchlauf spannend.
Tim Beldow


EKOTREN
Light The Fire
Blind Prophecy/Soulfood
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EKOTREN kommen aus Florida und servieren hier einen sehr ins Ohr gehenden Mix aus Nu-Metal, Emo und Metalcore, cleanem mehrstimmigen Gesang und Growls. 
Jörg Eifel


ESOTERIC
The Maniacal Vale
Season Of Mist
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Gleich mit einer Doppel-CD warten die britischen Doomer von Esoteric auf, die hier die Fans des Extremen bedienen. Die Band experimiert mit unzähligen Samples und Effekten und erschafft so sehr hynotische Soundscapes, die nicht leicht zugänglich sind, sondern mit denen man sich schon näher auseinandersezten muss. Wer auf die emotionale Komponente im Doom steht, kann sich die Doppelrille einverleiben.
Olaf Rominski


EVANGELICALS
The Evening Descends
THROW ME THE STATUE
Moonbeams
Strictly Canadian/Cargo
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Auf ihrem Album "The Evening Descends" verarbeitet die US- Band EVANGELICALS Psychedelic, Indierock, proggige Synthieschübe und melodiöse Hooks. Die epischen Songs gewinnen durch die markante Falsett-Stimme von Sänger Josh Jones. - Aus Seattle kommen THROW ME THE STATUE, die mit "Moonbeams" ihre Debütscheibe vorlegen. Ihr psychedelischer Indierock ist sehr organisch aufgebaut und wird mit gekonnten Syntie/Electro-Fragmenten und epischen Vocalmelodien angereichert. Geheimtipp!
Bernd Oppau


EXCITER
Thrash Speed Burn
Massacre/Soulfood
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Die kanadischen Thrash Metal-Heroen haben ihre lang erwartete Scheibe mit dem neuen Fronter Kenny Winter eingespielt. Kenny macht mit seinen daimonischen Shouts seine Sache wirklich gut. Auf dem Spielplan stehen 10 abgehangene Nackenbrecher im bewährten Exciter-Stil. Die Fangemeinde wird’s freuen!
Conny A. Rettler
 


FIGURE OF SIX
Aion
Locomotive Records
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Die Italienier haben gleich mit ihrem First Release „Step One“ (2004) in der europäischen Metalszene reichlich Staub aufgewirbelt. Einige ihrer Debüt-Songs schafften es seinerzeit sogar in die Playlist der BBC Radio Show von Bruce Dickinson. Im September 2006 folgte dann eine ausgedehnte UK-Tour mit Bands wie Atomics Ants, Psyline und Losing Sun. Mit dieser Live-Dröhnung im Gepäck machten sich Figure Of Six auf den Weg ins Studio, um mit „Aion“ den 2.Dreher unter der Regie von Riccardo „Paso“ Pasini (Slowmotion Apocalypse, Ephel Duath) einzuspielen. Ergebnis ist ein knackig-frischer Metal-Hardcore-Death-Mix mit zum Teil epischen und hochmelodischen Vocalparts. Dazu kombiniert der Sechser steinharte Gitarrenwände, fetzige Drumeinlagen und Elektro-Sampling, das man so in der Metalszene selten zu hören bekommt.
David Comtesse


FIRES OF BABYLON
Fires Of Babylon
Metal Heaven/Soulfood
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FIRES OF BABYLON ist die neue Band von Winters Bane Gitarrist Lou St. Paul, der für die Gruppe auch Sänger Rob Rock (Impellitteri), Bassist Kelly Conlon (Death) und Drummer Robert Falzano (Annihilator) verpflichten konnte. Auf dem Spielplan stehen Metal-Songs in bester 80iger Jahre Tradition, die bei allen Metallern auf offene Ohren stoßen sollten. Anspieltipps sind Songs wie "When The Kingdom Comes" und "Lake Of Fire".
Bernd Oppau


THE FLAW
Different Kinds Of Truth
Yonah Records/Alive
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Eine Empfehlung im Bereich des Dark Metal/Gothicrock sind die aus dem Ruhrgebiet stammenden The Flaw, die mit Sängerin Alexandra Leu eine echte Ausnamekönnerin am Mikro vorzuweisen haben. Das musikalische Ergebnis, das uns auf „Different Kinds Of Truth“ erwartet, darf als gelungen bezeichnet werden. Dem Hörer bieten sich intensive und emotionale Klangsphären, mal druckvoll, düster oder mit einer poetischen Atmo umgesetzt. Die Band verfügt im Reiche der dunklen Klangwelten über eine unverkennbare Handschrift, was die Songs zu einem ganz besonderen Hörgenuss macht.
Tim Beldow


GENESIS
A Trick Of Tail
Wind And Wuthering
… And Then There Were Three
Duke
Abacab
Virgin/EMI Music
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Über Virgin/EMI erscheinen 5 sorgfältig remasterte Genesis CDs aus den Jahren 1976 bis 1982. Den Auftakt macht „A Trick Of Tail“ (1976), eine sehr progressive und geniale Scheibe, die nach dem Ausscheiden von Peter Gabriel entstand und Phil Collins als Leadsänger präsentiert. Schöne epische Stücke wie „Dance On A Volcano“ und „A Trick Of Tail“. – „Wind And Wuthering“ stammt aus dem Jahre 1977 und ist gleichzeitig die letzte Zusammenarbeit von Collins, Rutherford und Banks mit Steve Hackett. Hackett verließ die Band kurze Zeit später, zuvor gab es aber noch solch komplexe und ausschweifende Nummern wie „Wot Gorilla?“ und „Blood On The Rooftops“. Immer wieder einen Reinhörer wert! – Auf  „...And Then There Were Three“ (1978) waren Genesis dann nur noch zu dritt und läuteten ihre kommerziell erfolgreichste Phase ein. Die Kompositionen wurden zunehmend kürzer und charttauglicher, was man bei dem Smasher „Follow You Follow Me“ schon erahnen konnte. – „Duke“ erschien 1980 und ist zweifellos eine der genialsten Scheiben in der Genesis-Biographie. Was die Platte auch heute noch so hörenswert macht, ist die ausgewogene Balance zwischen epischen Nummern („Behind The Lines“, „Duches“) und Songs mit Hitpotential („Misunderstanding“, „Turn It On Again“). Eine echte Wiederentdeckung! – „Abacab“ aus dem Jahre 1982 ist stark geprägt vom musikalischen Soundcolorit der frühen 80iger Jahre. Die tolle Keyboard-Arbeit von Tony Banks verbindet sich mit funkig-flirrenden Grooves, Bläsersätzen und ohrgängigen Melodiestrukturen. Besonders gelungen sind Stücke wie „Anacab“ und „No Reply At All“.
Rainer Guérich


GREELEY ESTATES
Go West Young Man...
Ferret/Soulfood
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KRYPTOS
The Ark Of Gemini
Old School Metal/H’Art
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GREELEY ESTATES sind der Independent-Rock-Szene von Phoenix, Arizona entsprungen und zeigen auf „Go West Young Men“ ihr Können. Schubladenresistent wildern sie in verschiedenen Stiltöpfen und spielen mit den dieversen Emotions-Levels: doomige Parts wechseln mit Postcore, hartem Gitarrenriffing, experimentellen Parts... - Kryptos existieren als Band bereits seit 1998. Ihre CD „The Ark Of Gemini“ ist eine Hommage an die glorreiche Metal/Thrash-Ära der 80er Jahre. Die Einflüsse reichen von Iron Maiden, Judas Priest bis zu Coroner und Sodom.
Jörg Eifel


GREY MONDAY
Sharp
NonStopMusic/Twilight
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Grey Monday kommt aus dem Land der Eidgenossen und konnten seit Bandgründung im Jahre 2004 bereits eine Menge Live-Erfahrung sammeln. So spielte man u.a. auf dem Woodrock Open Air, dem Swiss Hardrock Festival, aber auch als Support für Bands wie Pure Inc., Felskinn und Lunatica. Stärkster Pluspunkt von Grey Monday ist der hymnisch-charismatische Gesang von Frontmann Pad Pfister, dessen Bruder Dömu bandintern die Gitarrenaxt schwingt. Musikalisch setzt die Band auf variable Nummern mit unterschiedlicher Gangart, hartem Metal-Riffing und  Alternative-Schüben. Empfehlenswert!
David Comtesse


GUN BARREL
Outlaw Invasion
Limb Music/SPV
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Gun Barrel gehören zweifellos zu den besten Metal-Bands aus deutschen Landen. Dies macht auch ihre neue Scheibe deutlich, die zwischen Abgehbrettern und obligatorischen Balladen gekonnt wechselt. Reinhörtipps auf „Outlaw Invasion“ sind Songs wie „“Front Killers“ und „Keep On Movin’“. Vielseitigkeit bleibt Trumpf!
Conny A. Rettler



GUTTER DEMONS
Misery Madness & Murder Lullabies
Wolverine Records/Soulfood
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In ihrer kanadischen Heimat zählen die aus Montreal stammenden Gutter Demons zu den bekanntesten Psycho-Bands. Der Sound des Trios ist eine Mischung aus Psychobilly, Horrorpunk und Rockabilly. Anspieltipps sind Songs wie "Guilty", "House By The Cemetery" und "Snakepit".
Enzo Bach


HATE-SQUAD
Degüello Wartunes
Dockyard1/Soulfood
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15 Jahre sind die Jungs von Hate Squad nun schon im Geschäft und haben mit ihrem Sound zwischen Hardcore und Thrashmetal derMetalcore-Szene nachhaltig ihren Stempel aufgedrückt. Mit "Degüello Wartunes" steht nun die neueste Energiepille ins Haus und sorgt vom Start weg für Druck. 11 Granatensongs blasen vom Titelsong und Opener "Degüello Wartunes" zum Sturmangriff auf die Lauscher und lassen einem kaum Zeit zu Luft holen. Der Bandsound kommt mitreißend, aggressiv und melodisch aus den Boxen. Zu den Highlights der Scheibe zählen Stücke wie "My War" und "At The End Alone".
Jörg Eifel


HELLDRIVER
Mädchen mit Motorsägen
Wolverine Records/Soulfood
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Helldriver sind ein Vierer aus Hamburg, bei dem der Spaßfaktor ganz groß geschrieben wird. Dies macht alleine schon der geniale CD-Titel mehr als deutlich. Musikalisch gibt es gelungenen deutschsprachigen Boogie-Rock'n'Roll auf die Ohren, der zu überzeugen weiß. Anspieltipps sind neben dem Titeltrack Nummern wie "Du bist nicht allein" und "Mein pöbelhaftes Verhalten".
Enzo Bach


IMAGIKA
Feast For The Hated
Locomotive Records
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Trotz einiger einschneidender Line-up Veränderungen stehen die Kalifornier um Frontshouter Norman Skinner „gut im Futter“ und präsentieren mit der vorliegenden Kraftrille ihren 6. Release. Ihr Mix ist diesmal hörbar härter ausgefallen und bewegt sich stark Richtung klassischem Thrash, Speed und Metal, hält aber auch hier und da melodische Komponenten parat. Bei Imagika heißt es die Verstärker voll aufzudrehen, denn hier wird knüppelharter und abdonnernder Rock zum Besten gegeben. Bei Ausflügen in den Melodicpart ( wie bei „Feast For The Hated“) darf kurz durchgeatmet werden.
Frank Zöllner


INCRAVE
Dead End
Metal Heaven/Soulfood
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Die Schweden sind aus der Band Evergrace hervorgegangen und sind deutlich von Bands wie Morgana Lefay und Tad Morose beeinflusst worden. "Dead End" ist nach ihrem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 2006 bereits die zweite Scheibe und begeistert mit ordentlich druckvollem Melodic Metal und 80er Jahre-Bezügen. Starke Songs auf dem Album sind insbesondere "The Forgotten" und "Nevermore". Für das Mixing und das Mastering war übrigens Per Ryberg (u.a. Morgana Lefay, Tad Morose)  verantwortlich.
Bernd Oppau


IRON MAIDEN
Somewhere Back In Time
EMI
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Eine CD-Kollektion, die sich mit der ersten Schaffensdekade der Metall-Götter Iron Maiden von 1980-1989 beschäftigt. Auf einer Gesamtspielzeit von fast 71 Minuten gibt es die essentiellen Tracks der 7 Studioalben sowie eines Livealbums gewissermaßen in komprimierter Form zu hören. Natürlich inklusive Klassikern wie „2 Minutes To Midnight“ und „The Number Of The Beast“. Für Neueinsteiger, die Iron Maiden noch nicht kennen, vielleicht ein lohnenswerter Kauf...
Olaf Rominski



I WALK THE LINE
Black Wave Rising
Rookie Records
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Drittes Album der aus Helsinki stammenden Punkrock/New Wave-Formation I WALK THE LINE. Unverkennbares Trademark ist nach wie vor die Stimme von Ville Rönkkös, die zu den treibenden Smashern wie „Trouble Seeker“ und „Just A Number“ besonders gut passt.
Enzo Bach


JADED SUN
Gypsy Trip
Sian Records/New Music
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Dieses Album dreht sich gerade zum x-ten Male in meinem Player. Die Rede ist von der irischen Band Jaded Sun, die mit „Gypsy Trip“ ein tolles Debüt-Album vorlegen. Die Jungs um Singer/Songwriter John Maher setzen in den elf Songs auf handgemachten, straighten und unverwässerten Old School-Hardrock, bei dem mir als Rezensenten in den „Besten Jahren“ das Herz aufgeht. Ohne viel Schnickschnack und elektronische Spielereien gehen Jaded Sun die Sache direkt von vorne an und knallen einen göttlich-ratternden Rock mit der richtigen Dosis Blues aus den Amplifiern, der mächtig zündet.
Frank Zöllner


JEREMIHA
Where The Stars Scream Out Your Name
Dead Frog Music/Radar
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Jeremiah kommen aus dem schwedischen Malmö und haben mich mit dieser Scheibe (übrigens ihre zweite) richtig überrascht. Der Sänger erinnert trotz anderem Stimmtimbre sehr an Morten von A-Ha, musikalisch ist ihr Sound aber noch etwas epischer und diffiziler aufgebaut. Von der stilistischen Seite ein hochinteressanter Grenzgänger zwischen Pop, Rock, Prog und 90er Jahre Synthipop. Ich empfehle zum Reinhören mal das in höchste Sphären vorstoßende "Never Bee Down" mit tollen Keys, Gitarren und Mega-Stimme. Hymnen für die Ewigkeit - Geheimtipp!
Rainer Guérich


JETHRO TULL
This Was-40th Anniversary
Chrysalis/EMI
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Eine tolle und remasterte Collectors Edition erscheint zum 40. Jubiläum von Jethro Tulls "This Was" Album. Darauf zu finden ist der bisher auf CD unveröffentlichte Mono-Mix des Original-Albums, zwei John Peel-Sessions aus dem Jahre 1968, das komplette Album im New Stereo Mix plus zahlreiche Bonustracks. Für den Jethro Tull-Fan ein Pflichtkauf!
Minky Stein
 


KILL THE YOUNG
Proud Sponsors Of Boredom
Discograph/Rough Trade
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Einen recht zwiespältigen Eindruck hinterlassen die Brüder von Kill The Young auf ihrer zweiten Scheibe. Den Jungs fehlt einfach die eigene Note, um im Bereich des Punkrocks  bestehen zu können. Gefällt mir nicht.
Enzo Bach


KING's X
XV
Insideout/SPV
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Ty Tabor und Konsorten melden sich mit einem amtlichen Album zurück, das auf den 12 Songs zu überzeugen weiß. Die Tracks sind von der Machart etwas knackiger als dies beim Vorgänger der Fall war.  Dadurch hat das Material  durchaus an Eingängigkeit gewonnen, was positiv zu vermerken ist und King’s X vielleicht sogar eine neue Hörerschaft erschließen könnte. Wer also auf einen treibenden Grooverock, harte Gitarrenlinien und packende Rhythmen steht, sollte sich die Scheibe ruhig einverleiben. Meine persönliche Favoriten auf der CD lauten "Pray" und "Rocket Ship".
David Comtesse


LACSON
In A World
ESP/da Music
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Chartstauglicher Poprock: Lacson, die aus einem Schweizer und 3 Österreichern bestehen, haben es geschafft, mit "Colorless" den offiziellen TV-Trailer-Song für das größte Snowboard-Event in Österreich zu schreiben. Wer auf ohrgängige Melodien und gelegentliche Tempobreaks zwischen Pop und Rock steht, liegt hier richtig.
David Comtesse


LAPKO
Young Desire
Fullsteam Rec./PIAS
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Aus Finnland ist dieser Tage eine Rockscheibe in meinen Player geflattert, die schon beim Opener aufhorchen lässt. Hier bieten drei Newcomer einen unter Hochstrom stehenden Mix aus herausragenden Metalrock, Psychedelic-Elementen, Wave und nostalgischem Balladenflair. Ganz ohne Berührungsängste agieren Lapko im weiten Spannungsfeld wütend verzerrter Krachorgien und zum Teil fast lyrisch zu nennenden Vocalpassagen. Trotzdem verstehen sie es, so richtig auf den Putz zu hauen und dem Hörer hammerharten Core in die Hirnwindungen zu schicken. So ist eine Scheibe mit gesunder Riffarbeit, metal-artigen Wutausbrüchen und herrlich sattem Sound entstanden, die wohltuend die internationale Hartwurstfraktion wachrüttelt.
David Comtesse


LONG WALK HOME
Youism
Dance Macabre/Alive
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Die Jungs kommen von weit her, genauer gesagt vom anderen Ende der Welt, auch Australien genannt. In ihrer Heimat ist ihre Debütscheibe “Youism” bereits seit 2006 in den CD-Läden und hat dort für nicht wenig Gesprächsstoff gesorgt. Nun wollen Long Walk Home auch in Europa Fuß fassen mit ihrer kreativen Mixtur aus Psychedelic, Modern-Pop, Dark& Düster-Mucke und angeschrägtem Urban-Style. Und genauso ungewöhnlich wie der Soundcheck ihrer 13 Songs sind auch ihre Texte, die kein Tabu kennen und im Spannungsfeld zwischen Liebe, Verlust, Gewalt, Selbstfindung und dem täglichen Wahnsinn angesiedelt sind. Man muss sich mit der eigenwilligen Musik der vier Australier erst anfreunden, aber dann wird es eine Freundschaft auf Dauer.
Jörg Eifel


LOS FUOCOS
Revolution
Go Down Records/Radar
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Was für eine schweinegeile Band! Los Fuocos sind ein furioses Trio aus Italien, das auf dieser CD einen heißen Mix aus Old School Rock'n'Roll mit Einflüssen von Bands wie Gluecifer und The Hellacopters geschickt verbindet. Mit rasantem Drive, unverkennbarer Gitarrenpower und jeder Menge ohrgängiger Hooks geht's klasse satt und riffbetont zur Sache. Highlights der Scheibe sind zweifellos der Opener "Suzanne", "Gonna Doing All Right" und das gelungene Beatles-Cover "Day Tripper", das zum Gitarrenbrett mutiert. Meine Wertschätzung für Los Fuocos, eine mehr als respektable Leistung!
Tim Beldow


MADRUGADA
Madrugada
Malabar Recording /Rough Trade
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Seit ihrem letzten Album “The Deep End” sind bereits über drei Jahre ins Land gegangen, und der Tod von Bandmitglied Robert Buras im Sommer vergangenen Jahres hat die Fertigstellung der neuen Scheibe auch nicht gerade beschleunigt. Aber Sivert Hoyem und Frode Jacobsen, die beiden verbliebenen Mitglieder von Madrugada, haben es doch geschafft, auch im Gedenken an ihren verstorbenen Freund und Kollegen die selbstbetitelte CD unter Dach und Fach zu bringen. Einmal mehr stellen die Jungs in den neuen Songs unter Beweis, dass sie zu den besten Rock-Formationen Norwegens gehören. Ihr musikalisches Repertoire ist weitgespannt und reicht von fiesem Psycho-Rock über Akustikphasen, Folk, Balladen bis hin zu düsteren New Wave-Anleihen. Ein verblüffendes Album, voll musikalischer Überraschungen!
Jörg Eifel


MAFUBA
Nothing Comes To The End
7Hard
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Die Kieler wussten mit ihrem ins Ohr gehenden Nu-Rock schon auf ihrem Erstlingswerk aus dem Jahre 2005 zu gefallen. Mit „Nothing Comes To The End“ steht nun der zweite Longplayer ins Haus und zeigt die Band vom Songwriting her noch gereifter. 11 abwechslungsreiche Tracks finden sich auf der Scheibe, angefangen vom kernigen Opener „4/18“ über das punkrockige „Get Away (Plan#2)“bis hin zum emotionalen Alternative-Rock in „Down“. Empfehlenswert sind auch die über siebenminütigen Tracks „Germs“ und „Beyoncé“, die an die glorreichen 80er Jahre Hardrock erinnern.
David Comtesse


MERCENARY
Architect Of Lies
Century Media/EMI
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Ein echtes Hammeralbum legen Mercenary mit dieser Scheibe vor, die in der Limited Edition auch noch eine Bonus.-DVD mit 9 Live-Tracks enthalten wird."Architect Of Lies" ist gespickt mit exzellenten Vocals, harten Riffs und gelungener melodic-Komponente. Zum Reinhören empfehlen sich Songs wie "New Desire", "This Black And Endless Never" und "I Am Lies".
Bernd Oppau


MILLION
Thrill Of The Chase
Metal Heaven/Soulfood
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Seit Ende der ‚80er Jahre dicke im Geschäft, legen die Schweden mit “Thrill Of The Chase” ihre neueste Kraftrille vor und zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Die Truppe um Fronter Ulrich Carlssson hat es immer noch drauf und zieht eine Sammlung von Powermetal-Songs aus der Hüfte, dass es nur so kracht. Die Mischung aus kraftvollen Gitarrenriffs und erdiger Drumarbeit wechselt mit gefälliger Balladenkost und Harmonie-Vocals. Ok, die Jungs erfinden das Pulver nicht neu, aber ihr griffiger Sound kommt ohne kopfloses Mikrophon-Gegröhle aus.
David Comtesse


MOONSPELL
Night Eternal
Steamhammer/SPV
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Die Portugiesen beglücken uns mit ihrem grandiosen neunten Album, das schon mit dem atmosphärisch-orientalischen Opener „At Tragic Heights“ den Hörer gefangen nimmt. Das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten bestimmt die Dramatik der gesamten Einspielung, die natürlich auch zupackende Nummern wie das Titelstück im Gefolge hat. In „Shadow Sun“ wechselt die Flüsterstimme von Frontmann Fernando Ribeiro  mit markigen Zornausbrüchen, den thrashige Mosh-Parts wie ein Donner folgen. Moonspell beherrschen die Klaviatur emotionaler Klänge. Eine Scheibe, bei der es auch noch nach dem x-ten Hördurchlauf vieles zu entdecken gibt.
Olaf Rominski


THE MYSTERY
Soulcatcher
Limited Access/Rough Trade
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The Mystery setzen bei ihrem handgemachten Heavyrock zur Abwechslung mal nicht auf eine opernhafte Frauenstimme, sondern eine Frontfrau (Korry Schadwell), die vom Gesang her schon ziemlich nahe an „Doro“ herankommt. Somit ist klar, dass die Songs von „Soulcatcher“ der Pesch-Fraktion empfohlen werden können. Einfach mal den Tracks „Take Me To The Light“ antesten und feststellen, ob’s gefällt. Ich find’s gut.
Yasmin Schmidt


MY UNCLE THE WOLF
My Uncle The Wolf
Cargo
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MY UNCLE THE WOLF kommen aus Brooklyn, New York und liefern auf dieser Scheibe variantenreichen Stonerrock ab. Variables Tempo, Psychedelic-Elemente und beherzte Gitarrenarbeit machen den Hördurchlauf zu einer unterhaltsamen Angelegenheit. Aus diesem Holz sind echte Klassiker geschnitzt!
Conny A. Rettler
 


MY RUIN
Throat Full Of Heart
Rovenga Recordings/Cargo
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Tairrie B. und ihre Band servieren ihrer Fangemeinde ihr neues Album, das in Los Angeles aufgenommen wurde und von My Ruin Gitarrist Mick Murphy co-produziert wurde. Ergebnis ist eine kickende Mixtur aus Rock, Thrash und Hardcore. Die neue Scheibe beinhaltet zusätzlich noch eine Bonus-DVD mit Videos zu "Ready For Blood" und "Religiosity"; dazu gibt’s noch ein Mini Movie rund um die Band, Behind The Scene-Material, footage u.v.m. Der Fan bekommt hier sozusagen die komplette Vollbedienung in Form eines proppevollen Packages.
Jörg Eifel


NACHTGESCHREI
Hoffnungsschimmer
Massacre
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Nachtgeschrei sind keine reine MIttelalterband, sondern haben sich auch dem Gothic-Metal verschrieben. Durch diese intelligente Kombination dürften sie sich neben den einschlägig bekannten Bands sicherlich schnell einen festen Platz im Herzen der Fans erkämpfen. Als Warm-Up-Vorschlag bieten sich meiner Ansicht nach Stücke wie „Räuber der Nacht“ und „Der Meister“ an.
Olaf Rominski
 

NO-MAN
Schoolyard Ghosts
Snapper/SPV
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Eine Scheibe für alle Freunde des atmosphärischen Prog- und Art-Rocks. No-Man, die Band um das instrumentale Allround-Genie Steven Wilson (Porcupine Tree, Blackfield) und Sänger Tim Browness, legen mit „Schoolyard Ghosts“ nach fünfjähriger Pause das sechste Album vor. Schwebend-fließende Melodiearrangements treffen auf eine großartige Stimme und (gelegentlich) experimentellere Soundexkursionen (beispielsweise in „Pigeon Drummer“).
Bernd Oppau


OVERLAND
Break Away
Escape Music/Point Music
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Steve Overland ist ein “alter Hase” in der internationalen Rockszene und hat mit seinen Bands Windlife und FM Rockgeschichte geschrieben. Auch mit seinem neuesten Projekt The Ladder feierte der Singer/Songwriter nicht nur in seiner Heimat England unlängst Erfolge. Nun steht sein neuestes Album am Start und zeigt den Oldie alles andere als verstaubt. Mit Anders Rydholm, dem Ex-Gitarristen der schwedischen Formation Grand Illusion, hat sich Overland erstklassige Verstärkung ins Studio geholt. Und so klingt “Break Away” auch vom ersten Akkord an wie aus einem Guss. Fans des erdverbundenen Prog-Rockmetal kommen hier voll auf ihre Kosten und werden an Riff-dominierten Tracks wie “Alive And Kicking” oder getragener Balladenkost wie in “Look Into Your Eyes” ihre wahre Freude haben.
David Comtesse


PALACE
Divine Intervention
STF Records/M-System
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Seit 10 Jahren ist die Band um Harald HP Piller nun schon (vorwiegend im Underground) im Geschäft und setzt auf einen ehrlichen Old School Metal, der mit moderneren Einflüssen kombiniert wird. Aggressive Shouts, jede Menge hartes Riffing und eingängige Hooklines werden von einer Band geboten, die wirklich alles gibt. Und das kann man nur von wenigen Bands behaupten.
Olaf Rominski


PHARAOH
Be Gone
Cruz Del Sur/Alive
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Leider immer noch ein unterbewerteter beziehungsweise unbeachteter Geheimtipp sind Pharaoh, denen vielleicht mit dieser CD in besten Iron Maiden-Tradition mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden wird. Verdient hätten die Jungs es auf jeden Fall. Die Songs auf "Be Gone" überzeugen nicht zuletzt durch die tolle Vocalarbeit von Fronter Tim Aymar und den genialen Gitarrenriffs von Matt Johnsen. Highlights der Scheibe sind Songs wie "Dark New Life", "No Remains" und "Telepath". Wer auf Old-School-Metal der Güteklasse eins steht, wird hier voll bedient. Verdiente Höchstnote!
David Comtesse


PLEASE.ME
Souvenirs
Popup Records
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Pop infizierter Indie-Sound steht auf dem Spielplan, wenn die Jungs aus Buxtehude mächtig in die Saiten greifen. Ihre zweite EP ist ein unbeschwert knackiger Ausflug mit Garagenflair und Crossover-Feeling. Dabei verstehen es Please.Me sanfte Soundflows mit harten Gitarrenlicks und heftigen Rock-Vocals zu verzieren. So gelingt in den sechs Songs ein nicht uninteressanter Spagat zwischen Rock, Pop und Indie-Pionierarbeit.
Jörg Eifel


PRISMA
Collusion
Galileo Records/Pängg
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Aus der Schweiz kommen die Progrocker von Prisma, die auf ihrem Album "Collusion" überzeugen können. Variabler Gesang von Sänger Michael Luginbühl passt hervorragend zu dem progressiv-atmosphärischen Songaufbau und der prickelnden Atmosphäre, die durch gelungene Wechsel zwischen laut und leise zu gefallen weiß. Gemastert wurde die Platte übrigens in New York von Howie Weinberg.
David Comtesse


PSYKUP
We Love You All
Season Of Mist
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Dass Psykup von Bands wie Strapping Young Lad, Primus und Alice In Chains beeinflusst worden sind, kann man an manchen Stellen von ihrem neuen Langeisen heraushören. Ein unberechenbarer Crossover-Metal-Mix mit verrückt-ungezügelten Klangideen und manchmal nur knüppelnder Walze. Könnte ich mir partiell auch zur Untermalung einer neuen South Park-Folge vorstellen.
Olaf Rominski


REKORDER
Revolution
Muscon Records/Intergroove
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Alternative-Rock mit gesellschaftkritischen Texten und einer geballten Leidenschaft. Die vier Rekorder-Jungs kommen aus Frankfurt und treten mit dieser Scheibe das legitime Erbe von Rio Reiser an. Ein ganz besonderer Reinhörtipp ist ihr Remake des NDW-Klassikers „Eisbär“.
Enzo Bach


SAVAGE CROW
Way Of The Cross
STF Records/M-System
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Wer auf kraftvollen und satten Melodic Metal steht, liegt bei Savage Crow richtig. Die Band, die auf eine Sängerin (Betty) und einen Sänger (Pini) zurückgreifen kann, setzt ihre musikalischen Trümpfe geschickt ein. Das Songwriting ist variabel, es gibt ohrgängige Riffs, aber auch Nackenbrechersongs wie beispielsweise "No Return". Den Namen Savage Crow sollte man sich also merken!
Olaf Rominski


SOUL DOCTOR
That‘s Live!
Metal Heaven/Soulfood
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In Sachen Metal-infiziertem Southern-Blues sind die Berliner Jungs von Soul Doctor aus der europäischen Rockszene nicht mehr wegzudenken. Nach ihrem 4. Studio-Release „Blood Runs Cold“ fragten die Fans nicht zum ersten Mal nach einer Live-Rille. Die liegt mit „That‘s Live“ nun vor und zeigt den Vierer um Frontshouter Tommy Heart von ihrer „Schokoladenseite“. In 13 Tracks aus ihren letzten vier Alben zelebrieren Soul Doctor einen Heavy-Mix aus groovendem Rocksound, Balladenfeeling und coolem Blues-Statement. Ohne plumpe Geschwindigkeitsbolzerei gelingt den „Seelenärzten“ eine Power-Live-Scheibe mit gewitterschweren Riffs und sauberen Vocalparts.
Frank Zöllner


SPITZBART
Spitzbart
Comet Records/Radar
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Spitzbart ist das instrumentale Rock-Trio um den Gitarristen Björn Müller, der u.a. auch bei der Kölner Band Frameless gespielt hat. Zusammen mit Basser und Drummer gibt es in den Spitzbart-Songs quasi Rock'n'Roll pur: instrumental groovende und packende Mucke. Die Titel wurden sehr treffend und einfallsreich gewählt: "Schweben im Zustand des Schümli", "Crazy Spitzbart" und "Ein Spionagehai tanzt Polka".
Conny A. Rettler


SPYDER BABY
Let Us Prey
Ascendance/Soulfood
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Einen astreinen Blutsauger-Metal, kohlrabenschwarz und aus den tiefsten Untiefen der Hölle direkt zu uns in den Player, präsentiert der Detroiter Krawallbruder Spyder Baby auf seinem neusten Release. Seine Mischung aus finsterem Hardcore, Punk und Gothic-Ghoul-Sound setzt sich vom ersten Riff an in den Gehirnwindungen fest und verpasst dir eine unverwässerte Purmetal-Dröhnung. Bleibt noch zu erwähnen, dass Szenepapst Al “Ministry” Jourgensen dem Newcomer bei der Produktion nur zu gerne unter die Arme griff.
Conny A. Rettler


STIGMA
When Midnight Strikes!
Pivotal Alliance/Twilight
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Die Italiener von Stigma setzen auf dieser Scheibe auf eine spannungsgeladene Mixtur aus melodischen Death Metal-Parts, unglaublicher Energie, gelegentlichen Synthies und hymnischen Refrains. Wer auf Bands wie In Flames oder Dark Tranquility steht, sollte das Teil anchecken.
Olaf Rominski



SUPERNICHTS
Fixpunkte & Bojen
Impact/Broken Silence
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Die neue Langrille des Punkrockvierers aus Köln kann auf den 18 neuen Songs überzeugen. Hier geht’s erfrischend bös’ bis ironisch augenzwinkernd zur Sache, ohne das die Chose peinlich wird. Anspieltipps sind Songs wie „Müde Durst Revolution“ und „Fett, faul, chronisch unschuldig“.
Enzo Bach


TEN YEARS AFTER
Watt
Chrysalis/EMI
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Sorgsam remasterte Neuausgabe von Ten Years After legendärem "Watt"-Album aus dem Jahre 1970. Klasse ist auch das live auf dem "Isle Of Wight"-Festival mitgeschnittene "Sweet Little Sixteen". Alvin Lee und Gefolgschaft sind hier auf dem Höhepunkt ihres Schaffens!
Tim Beldow


THEE OH SEES
The Master's Bedroom Is Worth Spending A Night In
Tomlab/Indigo
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Auch das zweite Album der Kalifornier weiß zu überzeugen. Zwischen allen möglichen Alternative- und Psychedelic-Elementen hat die Gruppe mittlerweile eine eigene musikalische Handschrift entwickelt, der man sich nur schwer entziehen kann. Reinhörtipps sind Songs wie  "Block Of Ice"  und "You Will See This Dog Before You Die". Die Aufnahmen fanden übrigens in San Francisco und New York statt.
Enzo Bach


TRIBUTE TO NOTHING
Breathe How You Want To Breathe
Ass-Card/Flight 13
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Sehr erfrischende Scheibe der englischen Punkrocker Tribute To Nothing, die bereits beim sechsten Album angelangt sind. Ihre Songs kommen hymnisch und knackig aus den Boxen und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle. Intelligenter Songaufbau trifft auf vehement-ungezügelte Spielfreude.
Enzo Bach
 


TRINACRIA
Travel Now Journey Infinitely
Indie Recordings/Soulfood
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Die Norweger von Trinacria bestehen aus Bandmitgliedern von Enslaved, Fe-mail sowie Iver Sandoy (Emmerhoff) und Espen Lien. Musikalisch erwartet den Hörer Norwegian Extreme Metal kombiniert mit Düsterfaktor.
Olaf Rominski


TYR
Land
Napalm/SPV
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Auf ihrer neuen Scheibe sind sich die Viking-Metaller von TYR treu geblieben. Traditionelle Chöre vermischen sich mit metallischer Härte und skandinavischer Folklore. Sänger Heri Joensen verfügt zweifellos über einen einzigartigen Songwriter-Stil, der Genre-Fans mit Sicherheit gefallen dürfte.
Conny A. Rettler


VAN DER GRAAF GENERATOR
Trisector
Virgin/EMI
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Je oller, desto toller! Mit ihrem bereits 10. Album legen Van der Graaf Generator, die mittlerweile in Trio-Konstellation mit Peter Hamill (vox, guitar, piano), Hugh Banton (organ) und Guy Evans (drums) spielen, ein wirkliches Spitzenalbum vor. Die 9 Songs brauchen den Vergleich mit den älteren Platten aus der Bandbiographie nicht zu scheuen und wissen zu begeistern. Angefangen vom prächtigen, instrumentalen Opener "The Hurlyburly" über das rockige "Drop Dead" bis zum fast 13 (!) minütigen Prog-Highlight "Over The Hill". Hier bleiben keine Wünsche offen!
Bernd Oppau


VICTIMS
Killer
Combat Rock/Broken Silence
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Victims zählen zu den besten Crust'n'Roll-Bands von Schweden. Mit "Killer" haben sie eine abwechslungsreiche, abgehangene und bissig-aggressive Scheibe im Gepäck, die in der Hardcore/Punk-Szene für Aufsehen sorgen sollte. Wer auf Bands wie Rawside, Entombed oder Smoke Blow steht, liegt hier richtig.
Conny A. Rettler


ZERO HOUR
Dark Deceiver
Sensory/Alive
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Die Prog-Metaller von Zero Hour legen mit "Dark Deceiver" ihr bereits fünftes Album vor. Natürlich war klar, dass die Band das gewohnt hohe Niveau der Vorgänger ohne Probleme halten werden könnte. Musikalisch bietet die Scheibe neben handwerklichem Feinschliff alles, was das Herz eines jeden Proggies höher schlagen lässt: gekonnt aufgebaute Spannungswechsel, intelligente Laut-leise-Variationen, Tempiwechsel par excellence, instrumentale Parts... Zum Reinhören empfehle ich euch, gleich den Opener "Power To Believe" zu nehmen. Fünf verdiente Punkte für eine saubere Leistung!
Tim Beldow

 

 

 

 

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