Juni/Juli 2009

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

AHKMED
Distance
Elektrohasch
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Immer wieder eine Empfehlung wert sind die Veröffentlichungen auf Elektrohasch Schallplatten. Ahkmed kommen aus dem australischen Melbourne und haben sich auf ihren fast bis zu 12minĂŒtigen Kompositionen flirrendem und ausuferndem Psychdelicrock verchrieben. Sehr organisch, atmosphĂ€risch und voll strahlender Aura. Das hat viel von frĂŒhen Pink Floyd, Hawkwind, prĂ€chtig!
David Comtesse

AMBERIAN DAWN
The Clouds Of Northland Thunder
Ascendance/Soulfood
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Auf das neue Album von Amberian Dawn dufte man nach dem starken Erstlingswerk „River Of Tuoni“ gespannt sein. Um es vorweg zu nehmen: ein echter Volltreffer! Das Sextett um die charismatische SĂ€ngerin Heidi Parviainen, die stimmlich in höchste Höhen entschwebt, serviert 12 Songs lang einen atmosphĂ€risch dichten, frickeligen und episch tiefen Symphonic-Metal, der eine Menge Highlights vorzuweisen hat. Beispielsweise das rasante „Incubus“ (mit konterkarierender mĂ€nnlicher Stimme), „Willow Of Tears“ und „He Sleeps In A Grove“. Daumen hoch fĂŒr Amberian Dawn.
David Comtesse

ANTIGAMA
Warning
Relapse/Rough Trade
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Die polnischen Extrem-Metaller Antigama legen mit "Warning" ihr neues Album vor. Im Soundkosmos der Band finden sich neben aggressivem Metal und Grindcore auch Post Industrial-AusflĂŒge und Avantgarde-Noise.
Conny A. Rettler

ARGENT
Original Album Classics
Epic/Sony
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Eine echte Wiederentdeckung ist der Progrock von Argent Anfang der 70iger Jahre. Die von Rod Argent 1969 gegrĂŒndete Band hatte eine Reihe von tollen Platten am Start. 5 Originalalben erscheinen nun digital remastered als „Cardboard-Sleeves“ in großer Schuberbox. Folgende Alben befinden sich in der Box: „Argent“, „Ring Of Hands“, „All Together Now“ (inkl. dem Hit „Hold Your Head Up“), „In Deep“ und „Nexus“.
Tim Beldow

AVA INFERI
Blood Of Bacchus
Season Of Mist
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Neues Album der Band um Gitarrist Rune Eriksen. Auf dem Spielplan steht eine ziemlich gelungene Mischung aus Black Metal und Gothic-EinflĂŒssen, die mitunter an Theatre Of Tragedy erinnert. Dies liegt nicht zuletzt an der Stimme von SĂ€ngerin Carmen Simoes, die auch schon mit Moonspell zusammen gearbeitet hat.
Olaf Rominski

AUFBRÜCHE
Die Umsonst & Draußen Festivals 1975-1978
Sireena/Broken Silence
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In den Jahren 1975 bis 1978 fanden in einem Steinbruch bei Vlotho und in Porta Westfalica diverse Krautrock-Happenings statt, die nicht nur gut besucht, sondern auch aus musikalischer Sicht sehr interessant waren. Sireena Records hat diese KonzertfundstĂŒcke nun digital remastered und auf einer 4 CD-Box versammelt. Zu den hörenswerten Bands dieser blĂŒhenden Ära   deutscher Rockmusik zĂ€hlen Gruppen wie Embryo, Hammerfest, Real Ax Band und Das Dritte Ohr.
Bernd Oppau

BAI BANG
Are You Ready
Metal Heaven/Soulfood
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Die schwedischen Rocker von Bai Bang machen mir auf ihrem sechsten Album doch ein bisschen zu sehr auf Melodie-getrimmten Stadion- und Poserrock. Eine Reinkarnation von Europe kriegt ihr leider nicht gebacken, dafĂŒr habt ihr das Format nicht!
David Comtesse

BIRDPEN
On/Off/Safety/Danger
Les Oreilles Bleues/Alive
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Birdpen sind eine britische Alternative Rock Band, bestehend aus Mike Bird, Dave Pen und James Livingston Seagull. Seit 2004 sind die Drei nun bereits „auf Tour“ und haben bis 2006 drei EP‘s veröffentlicht. Im Oktober 2008 kam dann mit der vorliegenden Rille ihr DebĂŒt auf den englischen Markt, das nun endlich auch den Weg in die deutschen LĂ€den geschafft hat. Serviert wird uns seine sehr abwechslungsreiche und experimentierfreudige Mixtur aus Alternative, Brit-Pop, Elektro und harten Rockphasen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass einzelne Passagen wie „außer Kontrolle“ klingen und Elemente aus Punk und ungefiltertem Garagenfeeling atmen.
Yasmin Schmidt

BLEIBENDE SCHÄDEN
Vintage Karma
Comet Records/Radar
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Handwerklich erstklassiger, deutschsprachiger Alternative-Rock mit viel AtmosphĂ€re, intelligenten Texten und emotionalem Tiefgang. DafĂŒr bĂŒrgen die Bleibenden SchĂ€den auf ihrer neuen Einspielung „Vintage Karma“, der man nur zu gerne lauscht. Die fĂŒnf Bandmitglieder haben viel Herzblut in die Produktion der Scheibe gesteckt, was schon beim surfig-slowen „Vintage Karma Intro“ zu Beginn der CD positiv auffĂ€llt. Dazu gibt es wie gewohnt die poetischen und zum genauer Hinhören verfĂŒhrenden Texte von Ton Steine Scherben-Fan Dietmar Schmeil. Unbedingt in das StĂŒck „Der Punk im Überraschungsei“ hineinlauschen.
Rainer Guérich

BURIED INSIDE
Spoils Of Failure
Relapse/Rough Trade
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Vier Jahre haben die kanadischen Buried Inside an ihrem neuen Werk "Spoils Of Failure" gearbeitet. Herausgekommen sind sehr vielschichtige, brachiale und epische Heavy-Riffmonster. Wer auf Bands wie Mastodon, Neurosis, Cult Of Luna und Mogwai steht, sollte unbedingt reinhören.
Conny A. Rettler

THE COATHANGERS
Scramble
Suicide Squeeze/Cargo Records
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Die vier Girls kommen aus der Garagen & Grunge-Szene von Altanta und haben ihren ungestĂŒmen und wilden Übungskeller-Sound auf einen eigenen Silberdreher gebannt. DafĂŒr benutzen The Coathangers einen Schubladen resistenten Lo-Fi-Mix aus Punk, Wave-Reminiszenzen, Rock und minimalistischer Vocalarbeit. Da werden bis zur letzten Konsequenz die Akkorde gegen den Strich gebĂŒrstet. Scheinbar möchte man auf Teufel komm raus nicht zum Establishment gehören. Gratulation, PrĂŒfung bestanden! Hier ist tatsĂ€chlich jeder Rhythmus Hinterhof und Übungskeller-geschwĂ€ngert. Allerdings wirkt das Ganze dadurch auf Dauer unfertig und dilettantisch.
Frank Zöllner

COCHISE
Rolltreppe RĂŒckwĂ€rts
Sireena/Broken Silence
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Cochise war neben Ton Steine Scherben eine der wichtigsten politisch aktiven Rockbands in Deutschland. Die Gruppe kam aus Dortmund und existierte von 1979 bis 1988. Über Sireena Records erscheinen unter dem Namen "Rolltreppe RĂŒckwĂ€rts" nun unveröffentlichte Liveaufnahmen  und rare Demos. U.a. gibt es Songs wie "Schnee zu Ostern", "Das Anarchistenschwein" und "Gestern hamse den Wald gefegt" zu hören.
David Comtessse

CORRUPTED MELODY
Inner I
STF-Records/CMS
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AtmosphĂ€rischen Darkmetal bietet die aus der Slowakei stammende Mystic-Metal-Kapelle Corrupted Melody. Toll ist das Wechselspiel zwischen den mĂ€nnlichen Growls und der engelsgleichen Stimme von SĂ€ngerin Mima Kostrova. Die Band agiert musikalisch sehr variabel, wobei das Spektrum von harten Riffs ĂŒber symphonische Passagen bis hin zu orientalischen KlangeinflĂŒssen ("Heart Of Sphinx") reicht. Eine sehr beachtenswerte und empfehlenswerte CD!
Olaf Rominski

CRAYFISH
Keep On Keepin' On
Unformatted Records/Cargo
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Crayfish kommen aus Frankfurt und machen einfach super tolle Rockmusik mit exzellenten Gesangslinien und rasantem Drive. Songs wie "Searching" und "Bad Habits" gehen gut ins Ohr und machen schnell klar, warum die Band bei ihren zahlreichen Liveauftritten (u.a. mit Itchy Poopzkid, Revolverheld) die Fans begeistern konnte.
Yasmin Schmidt

CROWN THE LOST
Blind Faith Loyalty
CruzDelSur/Alive
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Überzeugendes zweites Album der amerikanischen US-Thrash Metaller Crown The Lost, die auf "Blind Faith Loyalty" trotz aller HĂ€rte die Melodiekomponente nicht vergessen und auch auf progressive EinschĂŒbe setzen.  Und das hĂ€lt das Spannungslevel der Scheibe auch bei mehrmaligem Hördurchlauf ziemlich hoch.  Wesentlichen Anteil daran hat auch das hervorragende Shooting von Chris Renaldi, der nicht nur auf Songs wie dem frickeligen "Drawing The Parallel" und dem proggigen "Bound To Wrath" eine verdammt gute Figur macht.  Man darf auf die weitere Entwicklung von Crown The Lost gespannt sein.
Conny A. Rettler

CRYPTACIZE
Mythomania
Asthmatic Kitty/Soulfood
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Quietschende GitarrenwĂ€nde, 70er Jahre Go-Go-Sound, filigrane Frauenstimmen, Grunge-Funk und gefĂŒhlsstarke Folk-Reminiszenzen zelebrieren Cryptacize auf ihrer neuesten Einspielung und widersetzen sich damit mal wieder jeglicher musikalischer Eingruppierung. Hier gibt es auch nicht eine Sekunde lang einen Mainstream-Akkord, statt dessen wirkt alles kreativgeschwĂ€ngert, intensiv und mit reichlich Jazz-Sprengseln versehen. Die elf Songs von „Mythomania“ bewegen sich meilenweit jenseits irgendwelcher Trends oder Traditionen. Hier muss alles neu erfunden werden, die Improvations-Werkstatt macht Überstunden und die Psychedelic-Rock-Schiene ist blank geputzt. Man sollte allerdings vor lauter Ambitionen nicht die Musik vergessen!
Frank Zöllner

CTA
Full Circle
7hard/H’Art
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Der einstige Chicago-Drummer Danny Seraphine hat mit CTA ein tolles Fusion-Jazz-Ensemble auf die Beine gestellt, das den Geist der Chicago Transit Authority in die Neuzeit hievt. Zur Besetzung zĂ€hlen u.a. Tower Of Power SĂ€nger Larry Braggs, Gitarrist Marc Bonilla und Keyboarder Peter Fish. Ergebnis sind verdammt groovige und BlĂ€serbetonte Jazzrock-Arrangements, die einen aus dem Stand mitreißen und große Spielfreude demonstrieren. Highlights sind der funkbetonte „Mississippi Delta Blues“, das smashige „Dreams“ und die Neueinspielungen von „I’m A Man“ und „25 Or 6 To 4“ (eine tolle Liveversion!).
Rainer Guérich

DISTEMPER
The World Is Yours
ANR Music/Brokensilence
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Distemper kommen aus Russland und servieren uns hier Ska-Punk mit fetten BlÀsersÀtzen, der in die Beine geht. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie "The World Is Yours" und "Pockets Full Of Happiness". Da kommt garantiert Stimmung in die Bude.
Enzo Bach

DRONE
Juggernaut
Wacken Records/SPV
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Hiebige Thrash Metal-Rille, die der norddeutsche Vierer DRONE hier als Zweitwerk raugehauen hat. Unheimlich energetisch und kraftvoll ergießen sich die 10 Tracks ĂŒber die Ohrmuskulatur des Hörers.  Fronter Moritz Hempel pendelt erstaunlich gewandt zwischen abgrundtiefen Growls und melodiösen EinwĂŒrfen. FĂŒr die Freunde harter Kost ist „Juggernaut“ sicherlich eine Empfehlung wert!
Tim Beldow

EAROTATION
Vanity Suits
Steroflex
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Aus Mainz kommen Earotation, die mit „Vanity Suits“ eine sechsgĂ€ngige EP veröffentlichen, die einen durch die tollen Gesangslinien und den rasant kickenden Hardcore-Sound durchaus gut drauf bringt.  Der Opener „Chased By Shadows“ geht gnadenlos gut ins Ohr, „Dare To Dance“ zeigt, dass die Band, die dieses Jahr ĂŒbrigens auch beim „Rock am Ring“ spielen wird, auch die schubweise Tempovariation gut beherrscht. Nicht schlecht!
Tim Beldow

EIGENSINN
Die Wahrheit
Echozone/Sony Music
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Gothic, Metal und Alternative-Rock verbinden sich auf der DebĂŒtscheibe von „Eigensinn“ mit dem deutschsprachigen Gesang von Frontfrau SĂ€ngerin. Bei dem riffigen Basissound geht die Stimme von Nemesis, die mich etwas an Doro erinnert, allerdings ziemlich unter. Man höre hierzu das StĂŒck „Eiskalt“. Eigentlich schade, da die Texte auch ein gewisses Maß an GefĂŒhlen transportieren.
Yasmin Schmidt

ELA
Make My Day
RockUp/ZYX
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Mit der vorliegenden Rille prĂ€sentiert uns ELA bereits ihr zweites Machwerk und man muss aufs Schlimmste gefasst sein. Und genauso kommt es auch! Durch die Bank Möchtegern-Rock der untersten KajĂŒte! Das Positivste, was man „Make My Day“ noch abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass die Scheibe angemessen produziert wurde und somit ein mainstreamiges und unspektakulĂ€res Rockalbum abgibt. WĂ€ren da nicht die schauerlichen Gesangseinlagen von ELA, die stimmlich total ĂŒberfordert klingt und nicht selten von belanglos bis furchtbar pendelt.
Yasmin Schmidt

ELUVEITIE
Evocation I: The Arcane Dominion
Nuclear Blast
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Neues Album von Eluveitie, der achtköpfigen Schweizer Truppe, die sich in ihren Songs vorzugsweise der gallischen Mythologie annimmt. Dies ist natĂŒrlich auch auf „Evocation I...“ der Fall. Mit Drehleier, Fiddle, Flöten und den engelsgleichen GesĂ€ngen entsteht so eine akustische und authentische Folk-AtmosphĂ€re, der man sich nur schwer entziehen kann. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „A Girls Oath“ und „Within The Grove“.
Yasmin Schmidt

GALLERY
Welcome To Europe
7us/H’ Art
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„Welcome To Europe“ ist der offizielle Song zum „Gitarrenweltrekord 2009“, der am 10.5.2009 live in der ZDF-Sendung „Fernsehgarten“ statt fand. Mehr als 1803 Gitarristen formierten sich um Gallery Gitarrist Andreas Vockrodt zur grĂ¶ĂŸten Rockband der Welt, um sich ins Guinessbuch der Rekorde zu rocken. Am 21. Juni 2009 findet dann das große Finale des Festivals „Welcome To Europe“ im Europapark Rust statt. Alle weiteren Informationen gibt’s auf www.gitarrenweltrekord.de .
David Comtesse

THE GATHERING
The West Pole
Psychonaut Records/Soulfood
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Aha, The Gathering haben eine neue SĂ€ngerin: Silje Wergeland (Ex-Octavia Sperati). Davon merkt man bei dem schrammeligen und misslungenen Opener „When Trust Becomes Sound“ erstmal nichts, denn da ist kein wirklicher Gesang vernehmbar. Auf dem zweiten StĂŒck dann endlich wird der Gruppensound zurĂŒckgefahren und Silje kann ihre respektable Stimme zum Besten geben. Mit einer besseren Produktion wĂ€re „The West Pole“ vielleicht sogar noch ein richtig gutes Scheibchen geworden, so ist der Höreindruck irgendwie dann doch recht zwiespĂ€ltig. Kaufen wĂŒrde ich mir die CD nicht.
Yasmin Schmidt

GNOSTIC
Engineering The Rule
Season Of Mist
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Gnostic haben sich um drei ehemalige Bandmitglieder der US-Death Metaller „Atheist“ gegrĂŒndet. Womit eigentlich auch schon klar sein dĂŒrfte, was den geneigten Hörer auf den 10 StĂŒcken von „Engineering The Rule“ erwartet.  Allerdings agiert die Band um Frontgrowler Kevin Freeman  nicht nur knĂŒppelnd, sondern eher im Midtempo-Bereich, was den Hördurchlauf ertrĂ€glich macht und auch den Arrangements zu Gute kommt.
Conny A. Rettler

JEFF HEALEY BAND
Legacy: Volume One
Ear Music/edel
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Zu Ehren des leider viel zu frĂŒh verstorbenen Ausnahme-Gitarristen und SĂ€nger Jeff Healey erscheint hier ein 2CD/DVD-Set mit zahlreichen Singles, unveröffentlichten Live-Aufnahmen und Rarities. Besonders aufschlussreich ist die DVD, die die 18jĂ€hrige Karriere von Jeff Healey noch einmal Revue passieren lĂ€sst, mit seinen Kooperationen mit KĂŒnstlern wie Stevie Ray Vaughan, Eric Clapton und Tina Turner. Inklusive vieler Interviews und Einblicke hinter die Kulissen.
Bernd Oppau

HOODS
Pit Beast
I Scream Records/SPV
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15 Jahre befinden sich Mike Hood und seine Kollegen mittlerweile im Business, und nach wie vor dreht sich in ihrem Leben alles um DIE eine Szene. Und Mike Hood hat bereits mehrere Pitgenerationen ĂŒberlebt und ganz genaue Vorstellungen von einer Szene und vor allem, woran sie krankt. Und so bedient er sich auf „Pit Beast“ gewohnter Stilmittel zwischen metallischem Old School Hardcore der New Yorker Schule und einer nicht zu vernachlĂ€ssigenden Punk-AffinitĂ€t. Mit krachenden, aber leicht antizipierbaren Moshparts bereiten sie den Laufsteg fĂŒr die juvenilen TurnhosentĂ€nzer. Auch wenn HOODS zwischen Eckpfeilern wie Hatebreed, Agnostic Front und auch ein wenig Blood For Blood ihr Unwesen treiben, ist "Pit Beast" durchaus ein StĂŒck moderner produziert und liebĂ€ugelt ein wenig mehr mit dem sportlichen Nachwuchs.
Jörg Eifel

HYBRID CHILDREN
Fight As One
Wolverine/Soulfood
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Schon seit Anfang der 90er Jahre am Start ist die finnische Punk'n'Roll Kapelle Hybrid Children, die mit "Fight As One" nun endlich ihren neuen Longplayer vorlegt. Und das Warten auf die neuen Songs der Finnen hat sich gelohnt: Die 11 Tracks lassen es ordentlich knacken! Musikalisch gibt es neben ohrgĂ€ngigen Melodien auch Elemente aus Metal und Glamrock zu hören, was den Hördurchlauf durchweg positiv gestaltet. Zu den stĂ€rksten Songs der CD zĂ€hlen meiner Meinung nach der Titeltrack "Fight As One" und auf jeden Fall auch "Dancing On Roses". Eine Empfehlung fĂŒr den CD-Einkauf!
Enzo Bach

IMPELLITTERI
Wicked Maiden
Metal Heaven/Soulfood
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Auf diesem neuerlichen Streich von Guitarrero Chris Impellitteri konnte eigentlich nicht viel schief gehen. Schließlich konnte er auf die stimmliche PrĂ€zenz von Rob Rock vertrauen, der dem versierten Gitarristen gesanglich unter die Arme griff. Ergebnis ist ein starker melodicmetal, der sowohl gesanglich als auch an der Gitarrenfront einiges zu bieten hat. Als Warm Up-Vorschlag bietet sich gleich der schneidige Opener und Titelsong „Wicked Maiden“ an.
Bernd Oppau

IRON AND WINE
Around The Well
Sub Pop/Cargo Records
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Iron & Wine veröffentlichen hier ein Doppelalbum voller RaritĂ€ten. „Around The Well“ ist eine Sammlung von exklusiven Tracks sowie bislang unveröffentlichtem Material der Band. Die Songs reichen von frĂŒhen Aufnahmen (aus dem DebĂŒt „The Creek Drank The Cradle“, 2002) bis hin zu Material, das fĂŒr das 2007er Album „The Shepherd‘s Dog“ aufgenommen wurde. WĂ€hrend die erste CD unbearbeitete Homerecordings von SĂ€nger Samuel Beam enthĂ€lt, sind auf der zweiten CD  neue Studioaufnahmen zu entdecken. Auch Coverversionen von „Love Vigilantes“ (New Order) und „Waiting For A Superman“ (Flaming Lips) sind zu hören. Ein absolutes Muss fĂŒr jeden Samuel Beam-Fan und solche, die es werden wollen.
Frank Zöllner

KANSAS
Original Album Classics
Epic/Sony
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Wer seine Sammlung an Kansas-Scheiben komplettieren möchte, hat mit dieser von Sony Music veröffentlichten 5 CD-Box eine gute Möglichkeit dazu. Die Kansas-Alben „Kansas“, „Song For America“, „Pont Of No Return“, „Leftoverture“ und „Masque“ finden sich in fĂŒnf einzelnen „Cardboard-Sleeves“, die sich dann schön und staubsicher in die große Schuberbox stecken lassen. Die AufnahmequalitĂ€t der einzelnen CD ist aus digitaler Sicht  natĂŒrlich auf den neuesten Stand gebracht worden. ZusĂ€tzlich finden sich auf den einzelnen Kansas-Platten noch diverse Bonustracks. Kansas-Fan, was willst du mehr?
Tim Beldow

KEBNEKAJSE
Kebnekajse
Sublimal Sounds/Broken Silence
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Die schwedischen Progressive und Psychedelic-Folkrocker Kebnekajse bestehen als Band schon seit den frĂŒhen 70iger Jahren. Nun prĂ€sententieren die sechs skandinavischen KĂŒnstler ihre neue CD, die an ihre legendĂ€ren Einspielungen wie das 1971er DebĂŒt "Resa Mot OkĂ€nt Mal" anknĂŒpfen kann. Anspieltipp ist das ĂŒber achtminĂŒtige "Polska Fran Alfta".
Bernd Oppau

KINGS OF BELGIUM
Unchained Melodies
Stilll - Off/Broken Silence
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Auch beim dem neuesten Projekt von Pierre Vervloesem heißt es Augen zu und durch, oder wohl eher Ohren zu und durch. Denn bei den Kings Of Belgium ist alles auf Disharmonie, AtonalitĂ€t und aberwitzige Rhythmusstrukturen gestimmt. Hier wird Experimentierfreude und Improvisation zur PflichtĂŒbung. Wer bisher den Begriff „Krachmusik“ noch nicht nachvollziehen konnte, dĂŒrfte auf „Unchained Melodies“ fĂŒndig werden. Das kraftvolle Trio serviert in den acht locker gestrickten Kompositionen einen Mix aus Jazz, Punk, Rock, Disco, Reggae und Pop-Trash, der unter die Haut geht und endgĂŒltig mit der MĂ€r aufrĂ€umt, Musik mĂŒsste Spaß machen.
Yasmin Schmidt

KORITNI
Game Of Fools
Bad Reputation/Soulfood
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Die australischen Hardrocker um SĂ€nger und Namensgeber Lex Koritni haben mir beim Hördurchlauf richtige Freude gemacht. Schöne Tempovariationen, marschierender Straight Rock, bluesige  Momente („Stab In The Back“) - alles da. Endlich mal keine Hardcore-Kacke, sondern handwerklich exzellent in Szene gesetzter Rock mit exzellenten Vocals. Ideal um beim Autofahren das Gaspedal mal richtig durchzutreten, yeah!
Tim Beldow

LENNY KRAVITZ
Let Love Rule-20th Anniversary
Virgin/EMI
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20th Anniversary-Neuausgabe von Lenny Kravitz' famosem Erstlingswerk aus dem Jahre 1989, das nicht nur digital entstaubt, sondern auch mit etlichen BonusstĂŒcken und unveröffentlichten Titeln ergĂ€nzt wurde. So findet sich auf der ersten CD u.a. das Lennon-Cover "Cold Turkey". Auf der zweiten CD gibt es grĂ¶ĂŸtenteils unveröffentlichtes Livematerial aus den Jahren 1989 und 1990. 10 Tracks stammen aus dem Bostoner "Paradise" (mitgeschnitten 1990)  und 2 Tracks aus dem "Paradiso" in Amsterdam (1989).
David Comtesse

 

LAAZ ROCKIT
Know Your Enemy
Annihilation Principle
Massacre/Soulfood
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Von den amerikanischen Thrash Metal Heroen LAAZ ROCKIT erscheinen zwei aufwĂ€ndige Re-Releases mit Bonus-DVD, remastertem Sound und ĂŒberarbeitetem Booklet. „Know Your Enemy“ ist das dritte Album der Band und erschien 1987. die Bonus-DVD featured einen Liveauftritt im Aardschokdag in Eindhoven, der 1986 mitgeschnitten wurde. – 1989 erschien mit „Annihilation Principle“ die nĂ€chste Laaz Rockit-Scheibe. Das von der Presse und Kritik hochgelobte Album beinhaltet in der Neuedition einen Livegig vom Dynamo Open Air 1988. Thrash Metal-Fans können bei beiden Editionen bedenkenlos zuschlagen.
Conny A. Rettler

LACRIMOSA
Sehnsucht
Hall Of Sermon/Sony Music
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Wieder mal ein gelungenes neues Album von Lacrimosa, die bei Longplayer No.10 angelangt sind. Seit 19 Jahren bĂŒrgt die Gruppe von Tilo Wolff nun schon fĂŒr QualitĂ€t. Auffallend ist, dass Lacrimosa bei dem neuen Material im Gegensatz zu den eher orchestraleren VorgĂ€ngern wieder verstĂ€rkt auf einen treibenden und wuchtigen Sound setzen. Das gefĂ€llt mir sehr gut, insbesondere auf dem sehr eingĂ€ngigen „I Lost My Star“. Aber auch die spannungsgeladene Ballade „Die Taube“ ist eine wirklich starke Nummer. Deshalb ergeht von mir aus der Kaufbefehl an euch fĂŒr diese schöne Platte!
Yasmin Schmidt

LA-VENTURA
A New Beginning
Renaissance/Dr. Music
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Ein neues DĂŒster-Destillat erreicht uns dieser Tage wieder einmal aus Holland und entpuppt sich bereits beim ersten Reinskippen als echte Perle. Die Rede ist von La-Ventura, einer Combo um den Ex-Orphanage-Drummer Erwin Polderman und Frontdame Carla Douw. La-Ventura spielen auf ihrem DebĂŒt einen recht seelenvollen und dynamischen Gothic-Rock ein, der auch mit reichlich Melodic-Core aufwarten kann. Dabei bedienen La-Ventura erfreulicherweise nicht die ĂŒblichen Monster-Macke-Klischees, sondern zeichnen sich durch viel AtmosphĂ€re und einen hohen Wiedererkennungswert aus. Coole Sache!
Frank Zöllner

LUDE
La Troisdorf
BluNoise Rec./Alive
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Auf seiner fĂŒnften Veröffentlichung unter dem Banner bzw. Alter Ego "Lude" agiert Guido Lucas ganz im Geiste von großen Psychedelic und Krautrock-Bands der 70er Jahre. Bei Kompositionen wie "Tomzack" denkt man unwillkĂŒrlich an den kreativen Schaffensgeist von Gruppen wie Popul Vuh oder Amon DĂŒĂŒl. "Morgenrot erinnert mit seinem sphĂ€rischen Elektronikgeist ganz stark an die FrĂŒhwerke der Elektronikpioniere Tangerine Dream. Der CD-Titel "La Troisdorf" ist ĂŒbrigens eine galante Verbeugung von Guido Lucas an die kultigen "La DĂŒsseldorf", auch eine ganz legendĂ€re Formation.
David Comtesse

M.A.D.
For Crown And Ring
7hard/H’Art
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M.A.D. (Maniacal Area Damage) kommen aus Ingolstadt und servieren uns mit „For Crown And Ring“ eine richtig schöne Hardrockscheibe, die von Anfang bis Ende Spaß macht. GrĂ¶ĂŸter Trumpf in der Band ist Mikromann Jochen S.Bach, der mit seiner rauen Stimme an GrĂ¶ĂŸen wie Bon Scott und Udo Dirkschneider erinnert.   Als Warm-Up-VorschlĂ€ge empfehlen sich der Opener „Don’t Sell Your Soul“, das munter losrockende „Movin’ On (Through Time)“ und die geniale Coverversion von „Nutbush City Limits“. Wer auf ehrlichen und handgemachten Hardrock steht: Zugreifen!
David Comtesse

THE MIGHTY STEF
The Sins Of Sainte Catherine
Tonetoaster/Alive
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Das DebĂŒtalbum von dem aus Dublin stammenden Iren Stefan Murphy &The Mighty Stef erschien in seiner Heimat bereits im Jahre 2006 und ist jetzt auch in Deutschland mit etwas VerspĂ€tung erhĂ€ltlich. Zum GlĂŒck muss man sagen, denn die Geschichten, die Stefan Mursphy ĂŒber Liebe, SĂŒnde und Abenteuer intoniert, sind das Hören wert. Und seine tiefe und darke Stimme dĂŒrfte auch der AnhĂ€ngerschaft von Nick Cave und Tom Waits gefallen. Anspieltipps sind die StĂŒcke „Down At The Radiotron“ und das Harp-verzierte „Lord Knows There’s A Mountain To Climb“.
Yasmin Schmidt

MOB RESEARCH
Holy City Zoo
Echozone/Sony Music
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Durch den Tod von Paul Raven Ende 2007 gerĂ€t dieses Album von Mob Research zu seinem definitiven VermĂ€chtnis. Die Aufnahmen entstanden noch kurz vor seinem Tod  und bieten ungeschliffenen und rauen Industrialrock, der auf Nummern wie „Tribe“ und „Wambulance“ zu gefallen weiß. ZusĂ€tzlich finden sich auf der Scheibe auch noch 7 Bonustracks mit diversen Remixen.
Bernd Oppau

MOONBOUND
Confession And Release
Unsung Records/Galileo Music
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Moonbound ist das Soloprojekt des Produzenten und Bassisten Fabio Trentini. Trentini produzierte u.a. Alben von den Donots und den Guano Apes und war als Musiker fĂŒr Bands wie H-Blockx und Subway To Sally tĂ€tig. FĂŒr sein SolodebĂŒt "Confession And Release" hat Fabio die meisten Instrumente (u.a. auch Gitarren und Keyboards) selbst gespielt. Das Beste ist aber seine Stimme, die zu dem ohrgĂ€ngigen Rock-Pop im Stile von Peter Gabriel, Phil Collins und The Police bestens passt. Highlights der Scheibe sind das TitelstĂŒck "Confession And Release" und "Future After You". Empfehlenswerte CD!
David Comtesse

MUMBLE RUMBLE
Tredici
Latlantide/Radar Music
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Seit ziemlich genau 15 Jahren ist dieser italienische Damenvierer in Sachen Alternativerock unterwegs. Die Band um SĂ€ngerin Simona De Sanctis hat schon mit Gruppen wie NoFx, Fugazi und Motörhead auf der BĂŒhne gestanden. Ihre Nummern wie "Clematis" und "Dedicata" gehen straight nach vorne. Gelegentliche EinflĂŒsse aus Punk und Core lockern den Bandsound auf.
Enzo Bach

MUTINY ON THE BOUNTY
Danger Mouth
Redfield Records/Cargo
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Ein sehr komplexes, hiebiges, energetisches und vielschichtiges Werk kommt von dem Vierer Mutiny On The Bounty, der seine Homebase in Luxemburg hat. 11 Songs finden sich auf dem Album, das mit gegen den Strich gebĂŒrsteten Riffs ĂŒbersĂ€t ist, was den Hördurchlauf leider auch nicht gerade erleichtert. Dennoch hat die Band einen sehr eigenen Stil entwickelt, der sie zumindest aus der Masse vergleichbarer Rock- und Hardcore-Bands abhebt. Und der Bounty-Fronter hat stimmlich und in Sachen emotionaler Ausdruckskraft einiges auf der Pfanne. Einfach mal selbst reinhören und sich eine eigene Meinung bilden.
Jörg Eifel

PARITY BOOT
Into Nothing
SOAL/H‘Art
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Seit Mitte der 90er sind die Hamburger jetzt bereits in der Meal/Crossover-Szene aktiv und hauen ihren Fans jede Menge Powerstoff um die Ohren. Nach zwei Demo-CDs und einem Live-Album, welches von der Band selbst vertrieben wurde, kam im Jahre 2004 die erste EP heraus, mit welcher die Band durchweg positive Reviews ernten konnte. Beim Wacken Metal Battle 2005 spielten sie sich aus 400 Bands an die Spitze und gewannen auch den niedersĂ€chsischen Vorentscheid. Sie durften somit in der Wacken Hall of Metal gegen die Finalisten der anderen BundeslĂ€nder antreten. Parity Boot können also mit reichlich Credibility und Street-Erfahrung aufwarten, wobei ihr brandneues Album ganz im Zeichen straighter Rockphasen steht. „Into Nothing“ heißt das Teil und lĂ€sst einen Stakkato-Sound aus coolen Industrial-KlĂ€ngen, Thrash-Attacken und growligen Gesangsparts vom Stapel.
David Comtesse

QUEEN
Singles Collection Vol. 2
EMI
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Über EMI erscheint der zweite Teil der Singleveröffentlichungen von Queen. 13 CD-Singles finden sich in der edel aufgemachten Box, welche die Smash-Hits zwischen 1979 bis 1984 prĂ€sentiert. Keine Spur von Patina angesetzt hat der Bassknaller "Another One Bites The Dust", "Flash' Theme" aus dem „Flash Gordon“-Streifen und das wunderbare "Under Pressure", dem tollen Duett von Mercury und David Bowie. Noch mit dabei sind Single-Hits wie "Radio Ga Ga" und "I Want To Break Free".
David Comtesse

 

R.B.C.
R.B.C.
Kartini-Music
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Prince Robinson hat in Berlin eine neue Heimat gefunden, und das vorliegende Album wurde auch dort aufgenommen. Der versierte Gitarrist serviert uns zusammen mit Colin Bass (bass) und Denis Clement (drums) eine Mischung aus Blues&Rock der Sonderklasse. Diesen drei Musikern kann man so schnell nichts vormachen. Das Spektrum ihres musikalischen Schaffens reicht von dynamischen Improvisationen ĂŒber Desert-Blues-AusflĂŒge und Folkanleihen bis hin zu ruhigen Akkustik-Passagen. So ist ein Album enstanden, das ein perfektes Zusammenspiel dreier Musiker zelebriert und ihre Lust an sphĂ€rischen Improvisationen offenbart.
Yasmin Schmidt

RHINO BUCKET
The Hardest Town
Acetate Rec./Cargo Records
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Wer hatte keine Karte mehr fĂŒr AC/DC bekommen? Hier haben wir fĂŒr euch Rhino Bucket, die seit Anfang der 90er fĂŒr klassischen Hard Rock der Marke AC/DC und Rose Tattoo stehen. Die Amis haben dazu u.a. mit dem Ex-AC/DC und Heaven&Hell-Schlagzeuger Simon Wright an der Schießbude einen richtigen Spezialisten sitzen. Dazu kommt an der Lead-Guitar auch noch Brian Forsythe. Und wenn man dann auch noch die Stimme des SĂ€ngers Georg Dolivo vernimmt, meint man Bon Scott hĂ€tte uns alle nur verarscht und lediglich die letzten Jahre pausiert. Das Ganze ist so unglaublich nahe an den AC/DC der 70er, dass es einem wahre Schauer ĂŒber den RĂŒcken jagt. Richtig geiler Old School-Rock von Vollprofi-Muckern, die es einfach nochmal wissen wollen.
Jörg Eifel

THE RIVERBOAT GAMBLERS
Underneath The Owl
Volcom/Rough Trade
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Die Jungs kommen aus Texas und bezeichnen sich selbst als Punk Rock Band. Auf ihrer neuesten Einspielung ist allerdings vom Punk wenig ĂŒbrig geblieben. The Riverboat Gamblers frönen ungeniert dem Rock, wobei die Combo auch stimmlich voll ĂŒberzeugt. Die Jungs schreiben gute Melodien, die sich sehr schnell im Kleinhirn festsetzen, allerdings dort nicht besonders lange hĂ€ngen bleiben. DafĂŒr fehlt die Einzigartigkeit, irgendein besonderes Element, das die Gamblers von der breiten Masse an Punk Rock- oder Garagensound-Gruppen abhebt. Wer aber auf diese Art von schneller und hart gespielter Musik steht, der macht mit diesem Album sicherlich nichts falsch.
Jörg Eifel

SAGA
The Human Condition
Insideout/SPV
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Saga ohne Michael Sadler, jetzt mit neuem SĂ€nger Rob Moratti? Ich hab’ mich auf das Schlimmste vorbereitet und lege die neue CD mutig ein. Nach vier Minuten weiß ich immer noch nicht, ob der neue Mikromann singen kann, bis dahin  dominiert der typische Saga-Sound und leichte Chorlinien. Mal hören, wie das nĂ€chste StĂŒck „Avalon“ klingt? Ah ja, nun ist die Stimme von Rob Moratti deutlich zu hören. Das klingt nicht schlecht: dunklere Stimmlage, die aber durchaus auch  höhere Lagen beherrscht. Mmmmh,   das könnte wirklich funktionieren. Besser, als ich erwartet habe, wenngleich Michael Sadler einfach unersetzlich ist. Ich muss mir die Scheibe noch ein paar Mal anhören und darĂŒber schlafen. Vielleicht kehrt Michael Sadler bis dahin ja auch wieder zu meiner Lieblingsgruppe zurĂŒck. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich gebe mal 4 Punkte und rate jedem, sich die CD selbst zwecks eigener Meinungsbildung anzuhören.
Rainer Guérich

SAIDIAN
Evercircle
Blistering Records/edel
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Bereits die ersten Takte vom Opener „Out Of The Shadows“geben die Marschrichtung vor. Auf ihrem neuesten Release serviert die 2004 gegrĂŒndete Formation Saidian pfeilschnellen Prog-Rock der gehobenen Art. Wem der VorgĂ€nger „Phoenix“ gefallen hat, wird auch bei „Evercircle“ die Ohren spitzen. Markus, Rod, Bernd und Mikro-Mann Engel greifen in den 10 Songs ganz tief in die Metalrock-Kiste und geben echt alles. Da wird gerockt, was die Gitarrensaiten und die Drumfelle her geben und die StimmbĂ€nder mĂŒssen Überstunden schieben. Luft anhalten heißt es bei der Traumballade „Once In My Dreams“!
Yasmin Schmidt

SARKE
Vorunah
Indie Recordings/Soulfood
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Packende DebĂŒtscheibe der norwegischen Blackmetaller Sarke, die die 8 Songs auf "Vorunah" in bester Old School-Manier aufgenommen haben. Ein darker und brutal zupackender Soundfloor in Tradition von Bands wie Mayhem, Candlemass und Darkthrone. Als Co-Producer fungierte ĂŒbrigens Lars-Erik Westby. Im Sommer werden Sarke  ĂŒbrigens auch auf dem Wacken-Festival spielen, man darf also ducrhaus gespannt sein, was die Gruppe live so alles drauf hat!
Olaf Rominski

SCHENKER BARDEN ACOUSTIC PROJECT
Gipsy Lady
in-akustik
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Akustische Rockscheibe von Michael Schenker, SĂ€nger Gary Barden und Gitarrist Michael Voss. Auf dem Spielplan stehen sehr stimmungsvolle und gefĂŒhlvolle Nummern. Das stilistische Spektrum reicht von Blues ("Can't Live On Love Alone") ĂŒber Flamenco-Touch ("Dance Lady Gipsy") bis hin zu irischen EinflĂŒssen ("Fight For Freedom"). Eine CD mit viel Herzblut und Seele.
David Comtesse

THE SEA
Get It Back
Popup-Records/Cargo
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Erstaunlich, was fĂŒr einen packenden Sound das Londoner Duo um die beiden BrĂŒder Alex und Peter Chisholm  auf „Get It Back“ entfaltet. Pfeilschneller Rock’n’Roll meets Punkriffs und catchy Vocallines. Irgendwo zwischen The Who, The White Stripes und MC5 agieren Songgranaten wie „Love Love Love“ und „Say It Again“. Ruhig einmal reinhören!
Enzo Bach

SHENANIGANZ
Open Your Eyes Or Cover Your Head
Silverwolf/SPV
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Shenaniganz ist eine noch sehr junge Band aus Niederbayern, die mit "Open Your Eyes..." ihr zweites Album veröffentlicht. Wie bereits auf ihrem Erstlingswerk, das vor einem Jahr erschien, steht mĂ€chtig nach vorne marschierender 70er Jahre Rock'n'Roll auf dem Spielplan, wobei es auf "Bavaria" auch noch zu einer sehr ungewöhnlichen bajuwarischen Kooperation mit den "Biermoesl Blosn" kommt. Arschkickender Rock, der sehr cool rĂŒberkommt.
Bernd Oppau

AMANDA SOMERVILLE
Windows
HYA! SAOL/H‘Art
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Die amerikanische SĂ€ngerin Amanda Somerville war in den letzten Jahren als Gesangscoach, Chorleiterin und Texterin fĂŒr viele KĂŒnstler aktiv. Nun veröffentlicht sie ihr Soloalbum "Windows". Die Songs hat die SĂ€ngerin in den letzten sechs Jahren aufgenommen. Aber "Windows" ist kein Gothic oder Symphonic-Metal-Album, wie vielleicht viele Fans erwartet haben, sondern ein richtig gutes Rockalbum mit dezenten Stromgitarren. Eine Mischung aus Anastacia, Enya und Ă€hnlichen SĂ€ngerinnen. Sie ĂŒberzeugt mit richtigen OhrwĂŒrmern. Egal ob wunderschöne Balladen, rockige Midtemposongs oder Popnummern, Amanda Somerville hat alles im Griff. Wer mal ĂŒber den Tellerrand des Metals schauen kann, sollte hier ein Ohr riskieren!
Frank Zöllner

STOCKHOLM STONER
Stockholm Stoner
7hard/H’Art
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In den schwedischen Charts hat sich die ohrgĂ€ngige und schmissige Mixtur der sechs Stockholm Stoner bereits festgesetzt. Nun prĂ€sentieren sie auch hierzulande ihre sehr ins Ohr gehende Kombination aus AOR, poppigen Vocal-Melodien und relaxtem West Coast-Flair. Reinhörtipps der CD sind der Harp-getrĂ€nkte Opener „The Bridge“ und die funky wogende Ballade „Would You“.  Stockholm Stoner Gitarrist Mats Ronander hat ĂŒbrigens schon mit den schwedischen Glam-Poppern Abba zusammen gearbeitet.
Jörg Eifel

STONE LAKE
Shades Of Eternity
7hard/H’Art
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Stone Lake ist eine neue schwedische Heavy Metal-Formation, die sich aus Mitgliedern von Bands wie Solna Eurameric, Allen Lande, Last Tribe und Grand Illusion formiert hat. Masterminds der Band sind SĂ€nger Peter Grundström und Keyboarder/Gitarrist Jan Akesson, der auch fĂŒr die saubere Produktion und den Mix verantwortlich war. Auf dem Spielplan steht Old School Metal der 80er Jahre, mit modernen Zugaben aufgepeppt und mit den tollen Gesangslinien von Peter Grundström veredelt. Unbedingt reinhören in das schneidige „Raise Your Hands“ und das epische „End Of The World“.
Bernd Oppau

SWITCHTENSE
Confrontation Of Souls
Rastilho Records/Cargo
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Die Portugiesen von Switchtense legen mit "Confrontation Of Souls" ihr zweites Album vor, auf dem sie sehr geschickt und packend Thrash-Metal mit Hardcore-EinflĂŒssen verbinden. Wer auf Bands wie Hatebreed, Pantera und Slayer steht, dĂŒrfte an Knallersongs wie "The Descent" seine Freude haben. Zudem ist die Verpackung im edel aufgemachten Digipack mit klasse Artwork auch sehr schön gelungen.
Bernd Oppau

TENSIDE
Tear Down Your Fears
Hellfest/Universal
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Drittes Album von Tenside, die auf „Tear Down Your Fears“ eine mĂ€chtige Walze nach vorne schieben. Fronter Kuhlemann growlt/brĂŒllt den riffbetonten Thrash/Metalcore unbarmherzig nach vorne, ohne RĂŒcksicht auf Verluste. Es gibt einen mĂ€chtig auf die Zwölf, und das nicht nur bei Songs wie „Flag Of Destiny“ und „Tear Down Your Fears“. Tenside unter Volldampf!
Conny A. Rettler

THOMSEN
Let’s Get Ruthless
Artist Station Records/Soulfood
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Eine richtige Supergroup hat Gitarrist RenĂ© Thomsen hier zusammengestellt. Noch mit dabei sind Herman Frank (Accept, Victory), Nibbs Carter, Neil Murray und Bobby Jarzombek. Am Mikro ist SĂ€nger JĂŒrgen Wulfes, der dafĂŒr sorgt, dass der abwechslunngsreiche Metal gut ins Ohr geht.
David Comtesse

 

THUNDER
The EP Sessions 2007-2008
Metal Heaven/Soulfood
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Leider haben sich die britischen Hardrocker Thunder mittlerweile aufgelöst. Als Abschiedsgeschenk gibt’s hier nochmal eine RaritĂ€tensammlung, die sich aus Titeln ihrer drei EPs zwischen 2007-2008, 4 Livetracks  und Neueinspielungen alter Hits zusammensetzt. Vor allem der erste Teil der CD mit den rockigen Nummern wie „Survivor“, „Yesterday’s News“ und „Midlife Crisis“ ist stark.
Bernd Oppau

THY FINAL PAIN
Of Life And Death
INNTRANCE
The Basis Of Trancetherapy
STF-Records/CMS
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Knapp ein Jahr nach ihrem Erstlingswerk "Epitaph" schieben die aus dem sĂŒddeutschen Raum stammenden Deathmetaller THY FINAL PAIN nun ihr zweites Album nach. Markige Growls verbinden sich mit mĂ€chtigen und druckvollen Mid-Tempo-Parts. Ein gelungener Spagat zwischen Oldschool-Death, moderneren EinflĂŒssen und markigen Walzen. – Aus Spanien kommen INNTRANCE, die den Dark Moor Bassisten Dany FernĂĄndez in ihren Reihen haben. Auf dem Spielplan steht ein kraftvoller und mit seinen Vocallinien gut ins Ohr gehender Mix aus Metalcore und Nu-Metal-EinflĂŒssen. Anspieltipp ist „Own Strength“.
Bernd Oppau

TRACY GANG PUSSY
Number 4
Apokalypse Rec./Radar Music
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Rohen, harten Punk’n’Roll bietet die  französische Tracy Pussy Gang, die sich bereits 2002 in Paris grĂŒndete. 12 Songs finden sich auf der Scheibe, wobei insbesodnre Songs wie „No Escape“ und „Wide Open To The World“ als Anspieltipps herhalten sollen.
Enzo Bach

TRIBE
Pray For Calm - Need The Chaos
SAOL/H‘Art
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Der britische Vierer um Frontshouter Paul Kettley hat sich eigentlich nur eine Devise aufs Banner gepinselt, nĂ€mlich sich nie irgendwelchen Genre-Begrenzungen zu beugen. Dieser Devise folgt das von Sacha Paeth aufgenommene DebĂŒtalbum. Es enthĂ€lt 13 Knallersongs zwischen Prog, Alternative, Melodic und handgemachtem Old School-Rock, der keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Aber egal wie „up to date“ man auch ist, es gibt immer Dinge, die Ă€ndern sich nie. Und das wĂ€ren harte und spannende Gitarrenlicks, fette Bassattacken, Drumgewitter und hartgesottene Vocals.
Frank Zöllner

DEVIN TOWNSEND
Ki
InsideOut/SPV
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Devin Townsend, mal als SolokĂŒnstler, Produzent oder Mitglied der mittlerweile aufgelösten Strapping Young Lad unterwegs, entwickelt bei allem, was er anfasst, Charisma und Tiefe. So auch bei seinem neuesten Projekt mit dem Namen „Ki“, das als erstes einer Reihe von insgesamt vier Alben an den Start geht. Die 13 Songs pendeln zwischen Rock, Pop, Folk und einem ausgeklĂŒgelten, harmonischen Schwung, dem man sich nur schwer entziehen kann. So ist ein fast perfektes Poppuzzle entstanden, das durch seine phantastische Rhythmus-Magie und die inspirierenden Momente zu gefallen weiß.
David Comtesse

TYPHOON MOTOR DUDES
Stranded In Hell
ANR Music/Broken Silence
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Die Jungs aus dem Hohen Norden gehen auf ihrem neuesten Dreher keinerlei Kompromisse ein, hier wird vom ersten Akkord an mit Überschalltempo abgerockt, dass einem der Kopf dröhnt. Seit Beginn ihrer Karriere stehen die Typhoon Motor Dudes fĂŒr einen knallharten Punkrock, und darauf dĂŒrfen sich die Fans auch auf „Stranded In Hell“ freuen. Auf 12 Tracks bieten die Vier ein Nackenbrecher-Gedresche der Extraklasse, gespickt mit Stakkato-Riffs und „Voll-in-die-Fresse-Street-Punk“ der hĂ€rtesten Art. Hier werden keine Gefangenen gemacht und nur die HĂ€rtesten kommen durch!
Conny A. Rettler

WILLIE TANNER
How To Be A Complete Bastard
Jump Start Music
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Treibend, schnörkellos und kraftvoll marschierend kommt der fett bratende Rock'n'Roll der NĂŒrnberger Formation "Willie Tanner" aus den Boxen. Dazu gibt es den soulig-rockenden Frontgesang von SĂ€ngerin Kate T., die von ihren vier mĂ€nnlichen Mitstreitern alles abverlangt. Willie Tanner machen keine faulen Kompromisse und rocken straight nach vorne. Empfehlenswertes Scheibchen!
David Comtesse

 

RAY WILSON
Propaganda Man
Sandport Ltd./Soulfood
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Ray Wilson ist einfach Klasse! Der ehemalige Genesis-SĂ€nger liefert mit „Propaganda Man“ ein Soloalbum ab, wie es nicht besser hĂ€tte ausfallen können. Vielschichtigkeit und AtmosphĂ€re wird auf den 11 Songs groß geschrieben, was in Verbindung mit Rays wunderbarer Stimme exzellent klingt. Beispielsweise in dem fast schon schwebenden „Lately“ oder dem epischen TitelstĂŒck „Propaganda Man“. Einen Ausfall sucht man bei den StĂŒcken von Ray Wilson vergebens. Eine Scheibe, die mit jedem Hördurchlauf an StĂ€rke gewinnt und die Extraklasse des SĂ€ngers nachdrĂŒcklich unterstreicht!
Tim Beldow

ERIC WOOLFSON
Sings The Alan Parsons Project That Never Was
Limelight/Soulfood
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Schön war die Zeit beim Alan Parsons Project!, Das dachte sich wohl  der einstige SĂ€nger Eric Woolfson, der hier ein Album mit Songideen veröffentlicht, die wĂ€hrend der Aufnahmesessions zu Platten wie „Eye In The Sky“, „Tales Of Mystery And Imagination“ und „Ammonia Avenue“ entstanden, aber dann wieder verworfen wurden. Ergebnis ist eine vollkommen ĂŒberflĂŒssige und uninspirierte Scheibe, die nicht nur den Zorn von Alan Parsons ernten, sondern auch schon bald in der Ramschkiste landen dĂŒrfte...
Tim Beldow

WUMPSCUT
Fuckit
Betonkopfmedia/Soulfood
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Wieder mal eine neue Scheibe von WUMPSCUT:, welche durch bedrohliche AtmosphĂ€re, Dark-Electro-Feeling und poppige Songs ("Broken") zu gefallen weiß. Keine Frage: Rudy Ratzinger zeigt bei den 12 StĂŒcken auf „Fuckit“, dass er‘s immer noch drauf hat.
Jörg Eifel

 

 

 

 

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