Juni/Juli 2010

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

ASIA
Omega
Frontiers Records/Soulfood
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Auf ihrem neuen Album „Omega“ wollen’s Asia nochmal wissen, denn sie prĂ€sentieren sich musikalisch in außergewöhnlich guter Form. Schon der Opener „Finger On The Trigger“ macht zum Start gute Laune mit hymnischer Vocalline von John Wetton, dezentem Chorgesang und durchdachtem Arrangement. Stark! Nicht minder schlecht ist das 6minĂŒtige „Holy War“ mit exzellenten Keyboards und Gitarren. Fast schon andĂ€chtig wird es auf dem besinnlichen „Ever Yours“ mit fragiler Akustikgitarre und prĂ€ziser Drumspur. Eine reife Leistung der Herren Downes, Howe, Palmer und Wetton. Verdiente 5 Punkte!
Tim Beldow

THE BULLFIGHT
Stranger Than The Night
Tocado Records/Radar Music
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Aus den Niederlanden kommt der FĂŒnfer The Bullfight, der nicht zuletzt wegen der dĂŒster-eklektischen KlangatmosphĂ€re und der Stimme von SĂ€nger Nick Verhoeven an den großartigen Nick Cave erinnert. „Stranger Than The Night“ ist bereits das zweite Album der Band und hat in dem mit wabernden Hammond-Sound und trippeligem Klangaufbau durchfluteten Opener „Bamboo Knife Woman“ seinen ersten Höhepunkt. Ganz großes Kino! Doch auch mit kratziger Rockgitarre aufgepumpt, weiß der Bullfight-Sound zu ĂŒberzeugen. Man höre hierzu nur mal das flirrende, mit wunderbarem Laut-Leise-Spiel in Szene gesetzte  “Desmond 8. Julia“. Wer auf darke Songwriter-Kunst und Nick Cave steht, liegt hier richtig. Ich find’ die Scheibe klasse und werde sie mir bestimmt noch öfter anhören.
Rainer Guérich

CANCER
Family, Music, Me
Fastball Music/Sony Music
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Cancer servieren uns auf "Family, Music, Me" melodischen und gut ins Ohr gehenden Punkrock, der nicht nur in StĂŒcken wie "Looking Back" und "I Felt Hope" zu gefallen weiß. Auf dem Track "Find Your Way Home" hat sich die Band um den Baseler Gitarristen und SĂ€nger Joel Bader (ex-Slimboy) noch zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung mit SĂ€nger Nathan Gray von Boysetfire ins Studio geholt.
Jörg Eifel

CONDUIT
Fear For Those Who Missed It
Whirlwind Records/CMS
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Alter Wein in neuen SchlĂ€uchen oder frei nach dem Motto “Tausendmal gehört...”. Genau das fĂ€llt mir ein, wenn ich mir die DebĂŒtrille der vier Briten reinziehe. Die ĂŒbliche Hardcore-Mucke mit der in dieser Szene ĂŒblichen Straßenlyrik, schrĂ€gen GitarrenwĂ€nden, harten Drums und einem krĂ€chzig-kehligen Wutgesang. Der alltĂ€gliche, aggressive Core-Matsch, aufgemotzt mit einem Schwung Melodie und fertig ist das Hans-Dampf-In-Allen-Gassen-Album.
Jörg Eifel

CONSTANTINE
Shredcore
7Hard/H’Art
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Hauptberuflich ist Constantine  Gitarrist bei Mystic Prophecy und Descendinh. Mit „Shredcore“ legt der außergewöhnlcihe Gitarrist nun sein 9gĂ€ngiges Soloalbum vor, das nicht nur Gitarrenfans begeistern dĂŒrfte. UnterstĂŒtzt wird Constantine von Drummer Frank Huber (Ex-Valley’s Eve) und Keyboarder Bob Katsionis (Firewind). Ergebnis ist eine moderne und stilistisch vielschichtige Metal-Rock-Scheibe.
David Comtesse

CRASHDIET
Generation Wild
TESLA
Alive In Europe
Frontiers Records/Soulfood
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Mit „Generation Wild“ legen die schwedischen Glamrocker CRASHDIET eine neue Kraftpille vor. Zum positiven Gesamteindruck trĂ€gt insbesondere auch der neue Mikromann Simon Cruz bei, der zu ĂŒberzeugen weiß. Durchaus empfehlenswertes Teil! -  Knapp 80 Minuten beste Liveunterhaltung auf höchstem Niveau bieten die Hardrocker TESLA auf einer CD,  welche die Highlights ihrer Europa-Tournee prĂ€sentiert. „Alive In Europe“ beinhaltet natĂŒrlcih auch zahlreiche Bandklassiker wie „Modern Day Cowboy“ und „Little Suzie“. Eine CD, die das Herz eines jeden Hardrockers höher schlagen lĂ€sst...
Tim Beldow

CRYSTAL TEARS
Generation X
7Hard/H’Art
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Die griechischen Power Metaller Crystal Tears prĂ€sentieren uns auf  „Generation X“ ihren neuen SĂ€nger Ian Parry, der vielen sicherlich als ehemaliger Elegy-Frontmann bekannt sein dĂŒrfte. FĂŒr die Band bedeutet es im Vergleich zum VorgĂ€nger  „Choirs Of Immortal“ einen enormen Schritt nach vorne, einen solch klasse SĂ€nger mit an Bord zu haben. Highlights der Scheibe sind der knallige Opener „Inner Spirit“ und das tempovariierende TitelstĂŒck, das sich in den GehörgĂ€ngen festhaken kann. Man darf gespannt sein, wie es mit Crystal Tears und ihrem neuen SĂ€nger nun weiter geht.
Rainer Guérich

DANKO JONES
Below The Belt
Bad Taste Records/Soulfood
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Auf diese Scheibe haben nicht wenige Fans der Hardwurst-Fraktion gewartet. Die Rede ist von dem Kanadier Danko Jones, der nach “Never Too Loud” endlich neuen Kraftstoff in die Szene pumpt. UnverwĂ€sserter und straighter Old School-Rock ist wie immer sein AushĂ€ngeschild und wird auf 11 Songs perfekt zelebriert. Da wird eine powerlastige Mucke wie aus dem Lehrbuch geboten und das alte Metalbrett herausgeholt. GewĂŒrzt wird das Ganze mit einem erstklassigen Songwriting und einer Vocalarbeit, die diesen Namen auch verdient. Sauber gespielter Hardrock ohne Haken und Ösen!
David Comtesse

DENIGHT
Human Reflections
Echozone/Intergroove
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Einen ebenso vielschichtigen wie kraftvollen Gothic-Rock bieten DENIGHT auf ihrem zweiten Album "Human Reflections". Die sechsköpfige Band um Gitarrist/Composer Tim (Gitarre, Ex-Diary Of Dreams) und SĂ€nger/Texter Stephan serviert auf den 10 StĂŒcken eine gelungene Mischung aus melodischem Gothicrock und hĂ€rteren MetalschĂŒben. Als Warm-Up-Vorschlag emphiehlt sich das hymnische und epische "The Flame". Tipp!
Yasmin Schmidt

DIRTY SWEET
American Spirtual
Acetate Records/Cargo
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Wenn Musiker sich in den Kopf setzen, straubtrockenen Garagen-Gitarrensound mit reichlich straigthem Rock-Feeling zu kombinieren, kann so etwas wie die vorliegende Scheibe der Band aus San Diego herauskommen. Man muss schon lange im Veröffentlichungsdschungel suchen, um eine vergleichbare Scheibe mit soviel KreativitĂ€t, Deepness und dem Sinn fĂŒrs Wesentliche zu finden. Dirty Sweet kĂ€mpfen sich durch ein hochinteressantes Konzept aus Rhythmus und individueller solistischer Reflektion. Eine Scheibe, die durch ihren unglaublichen Drive und ihre VitalitĂ€t zu gefallen weiß.
Frank Zöllner

DRIVE SHE SAID
Dreams Will Come
AOR Heaven/Soulfood
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Ein 73minĂŒtiger Streifzug durch  die bisherigen 6 Alben der melodischen Hardrocker Drive She Said bietet diese Best Of-Kopplung, die Lust auf ein neues Album der Band um Al Fritsch und Mark Mangold machen soll. Mir gefĂ€llt der Sound und die Stimme von Al Fritsch, die sehr an Foreigner erinnern. Anspieltipp ist das hymnische „Fools Game“ aus der Feder von Michael Bolton, eines von 4 StĂŒcken, die noch auf keiner Drive She Said-Scheibe zu finden waren.
Rainer Guérich

EMPIRES OF EDEN
Reborn In Fire
7Hard/H’Art
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Eine Metal-All Star Truppe, diejedem Rockfan runter wie Öl gehen dĂŒrfte. Möglich gemacht hat dies der australische Gitarrist Stu Marshall mit seinem Bandprojekt Empires Of Eden und der Umsetzung eines melodischen Konzeptalbums. Auf den 9 Tracks von „Reborn In Fire“ sind gleich 8 SĂ€nger der Extraklasse zu hören, die ihre eigenen Lyrics beigesteuert haben: Zak Stevens (Savatage), Mike Vescara (Loudness), Steve Grimmett (Onlaught), Carlos Zema (Outworld), Sean Peck (Cage) u.a.. Man merkt der Platte an, dass alle Beteiligten großen Spaß an der Einspielung hatten und so ein Höchstmaß an Emotionen reibungsfrei transportiert werden konnte. Die orchestralen Parts, die in den anspruchsvollen Melodic Metal gelegentlich eingestreut wurden, tragen zum positiven Gesamteindruck bei. Als Anspieltipp empfiehlt sich natĂŒrlich „Prognatus Ut Obscurum“ mit Zak Stevens am Mikro.
Rainer Guérich

FANOE
Full Speed Ahead
Thexoomo/Broken Silence
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Das bereits dritte Album der Elektrorocker um Mastermind Klaus Fanoe (voc., guit.). Thematisch geht es auf den 13 Songs um die AbgrĂŒnde und Ängste der menschlichen Seele, die von Fanoe entsprechend rockig, mit elektronischer Komponente und aggressiven Gitarren umgesetzt wird. Der Gesang ist oftmals verzerrt, was den emotionalen Faktor aber nur noch nachhaltig verstĂ€rkt. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „All For Nothing“ und  „Falling“.
Conny A. Rettler

FROM CONSTANT VISIONS
Feast With The Beast
ASR/Soulfood
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Ihre Stageerfahrung haben die Jungs bereits bei unzĂ€hligen Live-Gigs gesammelt. Die Devise ist von Beginn an klar: Hier wird kein Akkord verschwendet und kein Lick zuviel gespielt. Den geneigten Hörer erwartet ein wahres Feuerwerk an Uptempo-Krachern alter Spielart. Wer sich in den 16 Songs an Iron Maiden oder Motörhead erinnert fĂŒhlt, liegt verdammt richtig. From Constant Visions fahren einen melodischen und knallharten Metal, auf dass es eine wahre Freude ist. Gitarren bis zum Anschlag und oberfette Grooves stehen auf dem Spielplan und machen bis zum letzten Track so richtig Power in der Rille.
David Comtesse

GOLDEN APES
Denying The Towers Our Words
Echozone/Intergroove
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Seit 10 Jahren ist die Band um den charismatischen Mastermind und SĂ€nger Peer Lebrecht in der Gothic- und Wave-Szene bereits aktiv. Mit "Denying The Towers Our Words" steht nun der sechste Longplayer an und weiß durch die dunkle AtmosphĂ€re und die spannungsvollen Arrangements zu gefallen. Eine Gothic-Scheibe mit großer EigenstĂ€ndigkeit und einem einzigartigen SĂ€nger.
Yasmin Schmidt

GRAND MAGUS
Hammer Of The North
Roadrunner
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Ein schillerndes, majestĂ€tisches und mĂ€chtiges Meisterwerk, das Grand Magus hier vorlegen. Schon der Opener „The Jury“ ist ein echter Knaller und könnte auch auf einer Black Sabbath-Platte zu finden sein. Und dann dieser grandiose Gesang von Grand Magus-SĂ€nger JB - erste Sahne. Die weiteren Highlights aufzuzĂ€hlen erspare ich mir, diese Scheibe ist schon jetzt ein Klassiker! Top-Empfehlung!
Rainer Guérich

HARMFUL
Cause
PIAS/Rough Trade
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Drei Jahre sind seit ihrem letzten Album ins Land gegangen und schon dachten nicht wenige, dass aus der Kreativpause von Harmful schnell das endgĂŒltige Aus folgen wĂŒrde. Aber wie so oft leben Totgeglaubte lĂ€nger und ĂŒberraschen nicht selten mit ihrem besten Album seit Jahren. So ist es auch im Fall von “Cause”, das so wild und ungestĂŒm aus den Boxen kommt, dass schon nach dem Opener “Ordinary People” die Marschrichtung klar sein dĂŒrfte. Auch 18 Jahre nach ihrer GrĂŒndung hat die Truppe nichts von ihrer Power und PrĂ€senz in der Szene eingebĂŒĂŸt. Hier wird Indie-Rock erster Klasse geboten, mit der richtigen Dosierung verzerrter Gitarrenlicks, Hochdruck-Drums und kehligen Vocals.
Frank Zöllner

IGGY & THE STOOGES
Raw Power
Columbia/Sony
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Mit "Raw Power" legten Iggy Pop und seine Stooges im Jahre 1973 ein wegweisendes Album vor, das die ganze Punk-Generation beeinflussen sollte. Die 2 CD-Legacy-Edition erscheint nun nicht nur mit dem remasterten Originalalbum (CD1), sondern serviert dem Fan auf CD 2 auch gleich noch ein bis dato unveröffentlichtes Konzert im Rock-Club "Richards" in Atlanta, das im Oktober 1973 aufgezeichnet wurde. Dazu gibt es mit "Doojiman" und "Head On" auch noch zwei unveröffentlichte Studio-Bonustracks. Ein liebevoll aufgemachtes und mit zahlreichen Liner-Notes und Fotos versehenes 24-seitiges Booklet rundet die Sache ab.
Enzo Bach

THE LOVECRAVE
Soul Saliva
Repo Records/Alive
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Die italienischen Prog-Rocker sind nach 3jĂ€hriger “Babypause” von Frontfrau Francesca Chiara zurĂŒck und haben ein solides Album mit gewohntem Soundmuster im GepĂ€ck. Wie auf dem VorgĂ€nger setzt das Quartett aus Mailand auf eine ausgewogene Mixtur aus harten Rockphasen und melodiebewussten Bombastelementen. The Lovecrave erfinden damit zwar das Genre nicht neu, aber ihre abwechslungsreichen Arrangements und treffsicheren Melodiebögen haben durchaus Ohrwurmcharakter.
Yasmin Schmidt

MACHINES OF GRACE
Machines Of Grace
SAOL/H'Art
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Bei Machines Of Grace handelt es sich um keine Newcomer, sondern um das neue Bandprojekt von Ex-SAVATAGE SĂ€nger Zak Stevens und seinen alten Kumpan Jeff Tate. Zusammen mit Gitarrist Matt Leff und Bassist Chris Rapoza gibt es hier kraftvollen Hardrock mit exzellenten Shouts und drĂŒckenden Gitarrenriffs zu hören.
David Comtesse

MAGICA
Dark Diary
AFM Records/Soulfood
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Auf ihrem fĂŒnften Album „Dark Diary“ geben sich die rumĂ€nischen Melodic Metaller mit ihrer charismatischen Frontfrau Ana weitaus kraftvoller als bei den VorgĂ€ngern. Power-Metal mit ohrgĂ€ngigen Melodien steht auf dem Spielplan, wobei mir die AusflĂŒge ins Gothic-Genre („Used To Be An Angel“ am besten gefallen. Klarer Pflichtkauf fĂŒr Fans von Bands wie Edenbridge und Within Temptation.
Bernd Oppau

MARILLION
The Official Bootleg Box Set, Vol. 2
EMI
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Die Progrock-Gemeinde kann sich diesen Monat ĂŒber diese hĂŒbsch aufgemachte 8CD-Box von Marillion freuen. Darauf zu finden sind vier bisher unveröffentlichte Konzerte aus den 1990er Jahren. Angefangen vom Auftritt in der De Montfort Hall in Leicester (24.04.1990, CD1+ CD2) ĂŒber die BBC-Rock Show  auf dem Cumbria Rock Festival in Workington (13.07.1991, CD3)) bis zum denkwĂŒrdigen Auftritt in der Wembley Arena in London (5.09.1992, CD4 + CD5). Abgerundet wird das Boxset durch das umjubelte Livekonzert in Warschau (15.06.1994, CD6 + CD7) und einer Bonus-CD mit diversen BBC-Sessions aus den Jahren 1992 und 1994 (CD8). FĂŒr den Marillion-Fan eine sichere Kaufempfehlung!
Tim Beldow

MASTERPLAN
Time To Be King
AFM Records/Soulfood
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Auf dem neuen Masterplan-Album „Time To Be King“ ist endlich wieder OriginalsĂ€nger Jorn Lande zu hören, der den Interims-Fronter Mike DiMeo abgelöst hat. Das musikalische Ergebnis kann sich hören lassen und sorgt schon gleich mit dem starken Opener „Fiddle Of Time“ fĂŒr gute Laune. Jorn prĂ€sentiert sich am Mikro in Bestform, wobei ich als Reinhörempfehlungen unbedingt StĂŒcke wie das emotionale „Lonely Winds Of War“ und das prĂ€chtig bombastische „The Black Moon“ mit wunderbarer Keyboard-Komponente empfehlen möchte.
Bernd Oppau

MANUEL NORMAL
De Wöd steht nimma laung
Hoanzl/Broken Silence
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"De Wöd steht nimma laung" heißt die neue CD des Oberösterreichers MANUEL NORMAL, der mit seinem schonungslosen Dialektrock schon auf dem DebĂŒtalbum "Frontal" die Kritiker begeistern konnte. Seine bissige Wortakrobatik trifft auch auf seiner neuen CD ins Ziel. Aufgeppt wird die Mischung aus Rock'n'Roll und Pop mit einem gehörigen Schuss HipHop.
Jörg Eifel

MINUETUM
Haunted Spirit
7Hard/H’Art
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Ihr sehr gelungenes DebĂŒtalbum legen die griechischen Power Metaller Minuetum mit „Haunted Spirit“ vor. Die 10 Tracks offenbaren das kompositorische Potential der Band, die zusĂ€tzlich noch von Gitarrist Bob Katsionis (Firewind, Revolution Renaissance, Outloud) unterstĂŒtzt wird.  Skaninavische EinflĂŒsse und unĂŒberhörbare Keyboard-Komponente runden den positiven Gesamteindruck ab. FĂŒr den sauberen Album-Mix war niemand Geringeres als Timo Tolkki (Ex-Stratovarius) verantwortlich. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich „The Dark Half“ und „Time To Fly“. Verdiente 5 Punkte!
Tim Beldow

THE NIGHTCRAWLERS
...It’s The Devil In Me
Hellfest Records/Rough Trade
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Bluesrock ganz im Stile eines Rory Gallagher oder Paul Rodgers spielt das aus Irland stammende Quartett The Nightcrawlers. Markantes AushĂ€ngeschild der Band ist zweifellos SĂ€nger Paul Arnold, der auf Songs wie „Little Miss Lonely Heart“ und „Simple Man“ zu gefallen weiß.
Bernd Oppau

THE OTHER
New Blood
Steamhammer/SPV
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Die Horrorpunk-Kapelle The Other legt mit „New Blood“ bereits den vierten Longplayer vor, auf dem verstĂ€rkt auf MelodienfĂŒhrung und songwriterischen Aufbau geachtet wurde. Ergebnis ist eine variantenreiche und abwechslungsreiche Scheibe, die sich von vergleichbaren Genre-Veröffentlichungen abhebt. Musikalisch changiert die Truppe gekonnt mit Stilelementen wie Punkrock, Gothic und Metal und schĂŒttelt dabei starke Nummern wie „Transylavania“ und „Ghost Ride To Hell“ aus dem Ärmel.
Olaf Rominski

PINKSNOTRED
Remedy
Antstreet Records/New Music
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Ein spannendes und ehrliches Album ziehen die Jungs von Pinksnotred mit ihrem DebĂŒt aus dem Ärmel und zeigen damit der deutschen Alternative-Szene, was abgeht. Da wird in 12 Songs schonungslos vorwĂ€rtsgepushed und die volle Dröhnung geboten. Harte Gitarrenlicks, knarzig-kernige Drums und eine plastikfreie Vocalarbeit machen “Remedy” zu einem mehrheitsfĂ€higen Crossover-Album ohne AllĂŒren. Ich will nicht soweit gehen und behaupten, Pinksnotred leisteten einen Beitrag zur VölkerverstĂ€ndigung, aber ich bin sicher, dass ihr unkomplizierter und dynamischer Rocksound seine Fangemeinde finden wird.
Yasmin Schmidt

PLACEBO
Covers
EMI
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Seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 1994 hat sich die englische Band Placebo in der Alternative Rock-Szene einen Namen gemacht. Den charakteristischen Gitarrensound erreichte die Gruppe, indem sie die Gitarrensaiten um einen Halbtonschritt höher stimmte, was der Gesangsstimme ziemlich nahe kam. Mit „Covers“ erscheint nun endlich die Sammlung von Coverversionen von KĂŒnstlern wie Kate Bush, Robert Palmer, Depeche Mode u.v.a. als separate Einzel-CD. Bisher waren diese bemerkenswerten Interpretationen nur als diverses Bonusmaterial, u.a. im 10gĂ€ngigen Boxset aus dem letzten Jahr zu finden.
Jörg Eifel

PRETTY MAIDS
Pandemonium
Frontiers Records/Soulfood
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5 Jahre haben die DĂ€nen Pretty Maids ihre Fangemeinde auf ein neues Album warten lassen.  Keine Ahnung, warum das so lange dauern musste, denn „Pandemonium“ ist ein echtes Kracheralbum geworden. Melodischer Hardrock vom Feinsten mit Hammersongs wie dem tollen TitelstĂŒck, dem atmosphĂ€risch-rockigen „Little Drops Of Heaven“ (mit exzellentem Gesang von Ronnie Atkins) und dem Keyboard/Gitarrenriff-getrĂ€nkten „Final Day Of Innocence“, das durch seinen intelligenten Songaufbau und seine unterschwellige Heavyness zu gefallen weiß.
Tim Beldow

PSYCHO CHOKE
Unraveling Chaos
7Hard/H’Art
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Groovigen Metalcore serviert uns der griechische FĂŒnfer Psycho Choke auf seinem neuen Opus „Unraveling Chaos“. UnterstĂŒtzt wird die Band u.a. von Gus G (Ozzy Osbourne, Firewind - Solo auf dem StĂŒck „Get Down“) und Jacob Hansen (Invocator, Anubis Gate - Background-Vocals auf „Swamp“). Hansen sorgte in seinen dĂ€nischen Studios ĂŒbrigens auch fĂŒr die druckvolle Produktion der Scheibe.
Bernd Oppau

Q.AGE
Songs For Your Lonely Island
Bellaphon
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Man hat den Eindruck, dass sich die WĂŒrzburger Q.Age in jedem Song neu erfinden, denn selten hat man auf einer Scheibe eine Sammlung so wandlungsfĂ€higer und variationenreicher Songs gefunden. “Songs For Your Lonely Island” nennt die Band ihre Einspielung und liefert damit tatsĂ€chlich den Soundtrack fĂŒr die Insel. Mal vertrĂ€umte Rockballade oder gefĂ€llige Popnummer, dann entspannte Folkeinlage, Klassikanleihen oder Ethnoelemente. Alles wird zu einem ungemein vitalen und unglaublich lebendigen Album verarbeitet.
David Comtesse

QUEEN
Singles Collection Vol.3
EMI
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Die Queen-Singles-Box geht in die dritte Runde und dokumentiert nun den Zeitraum zwischen 1984 bis 1989 und damit eine der stĂ€rksten Phasen der Band. 13 remasterte und liebevoll aufgemachte Single-CDs mit teils raren B-Seiten finden sich in der Box, darunter Hammersongs wie „Hammer To Fall“, „One Vision“, „Friends Will Be Friends“, „Breakthru“, „Who Wants To Live Forever“ u.v.m. FĂŒr den Queen-Fan ein absoluter Must-Buy!
Tim Beldow

REMEMBER TWILIGHT
Musik ĂŒber Niedergang & Verderben
Echozone/Intergroove
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Remember Twilight, das ganz besondere Kammermusik-Core-Ensemble aus Stuttgart, hat wieder einmal eine sehr anspruchsvolle CD angespielt, die eine Menge DenkanstĂ¶ĂŸe liefert und sich thematisch inmitten einer zerrissenen Welt bewegt. Die Songs beziehen ihre Spannungsmomente natĂŒrlich wieder aus der unnachahmlichen Remember Twilight-Zone: AussagekrĂ€ftige deutsche Texte treffen auf Mittelalter-Folk, Kammermusik, Metal, Hardcore und schwarze Romantik. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich das wuchtig-lodernde „KĂŒnstler der Dekadenz“, das tempovariierende „Ich suche Gott“ und die gelungene Coverversion von „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertold Brecht. Eine empfehlenswerte Scheibe mit dem PrĂ€dikat „kĂŒnstlerisch wertvoll“.
Rainer Guérich

ROCKETCHIEF
Rise Of The Machine
Fastball Music/Sony Music
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Aus MĂŒnster kommen Rocketchief, die sich um den ehemaligen Misery Speaks-Gitarristen Stephan Gall formiert haben. Auf dem Spielplan steht schweißtreibender Hardrock mit Psychedelic-EinwĂŒrfen und tonnenschweren Riffs. Die 5 Bandmitglieder haben die EinflĂŒsse von Bands wie Black Sabbath, AC/DC und Wolfmother zu einem eigenen und ĂŒberzeugenden Rocketchief-Sound verarbeitet. Macht Spaß, wobei ich als Anspieltipp das fett bratende „White Death“ empfehlen möchte.
Bernd Oppau

THE RUMOURS
From The Corner Into Your Ear
Handmade/8 O‘clock
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Handgemachter, ehrlicher und unprĂ€tentiöser Garagenrock steht auf dem Spielplan der vier Jungs aus Dinslaken. Auf ihrer DebĂŒtscheibe prĂ€sentieren sich The Rumours als erfrischend kurzweilige Rockband mit einem Faible fĂŒr fingerflinke Gitarrrenlicks, erdige Drums und effektive Arrangements. Ihr rotziger Gassenrock macht von Beginn an Laune und arbeitet mit undogmatischem Straight-Rock-Feeling.
Frank Zöllner

THE SADIES
Darker Circles
Yep Roc/Cargo Records
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Einen sĂŒffigen Sound-Cocktail zwischen Rock, Dark, Surf, Tex-Mex und diversen Dissonanzen servieren The Sadies auf dem lang erwarteten Nachfolger von “New Seasons”. Die Crew um die beiden GitarrenbrĂŒder Dallas und Travis Good taucht in den elf Songs tief ein in eine dĂŒstere Rock&Pop-Stimmung, die einen musikalischen Spagat zwischen locker-lĂ€ssigen Country&Folk-Elementen und morbidem Psychedelic-Sound Marke The Doors hinbekommt. Ihre Garagenjahre haben The Sadies lĂ€ngst hinter sich, haben aber nie den Kontakt zum Underground verloren. Sicherlich ein Grund dafĂŒr, warum ihre Tracks immer noch authentisch und erdverbunden klingen.
David Comtesse

SAINTS OF RUIN
Nightmare
Echozone/Intergroove
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Saints Of Ruin kommen aus Kalifornien und setzen auf ihrer aktuellen CD „Nightmare“ auf kraftvollen, atmosphĂ€rischen  und melodischen Gothicrock, der ganz auf den ausdrucksstarken Gesang von SĂ€ngerin Ruby Ruin zugeschnitten ist. Unbedingt mal in StĂŒcke wie „Dying Time“ und „Bloodletting“ hineinhören. Empfehlenswert!
Jörg Eifel

SAVATAGE
Still The Orchestra Plays
Ear Music/edel
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Liebevoll aufgemachtes "Greatest Hits"-Set von Savatage, bei dem auf 2 CDs alle wichtigen Bandklassiker zu finden sind. Einen zusĂ€tzlichen Kaufanreiz fĂŒr die Fangemeinde bilden zusĂ€tzlich noch die 3 Akustik-Bonustracks (u.a. "Out On The Streets") und die Bonus-DVD, die einen Savatage-Livemitschnitt aus dem Jahre 1994 in Japan bereit hĂ€lt. Da schlĂ€gt das Fanherz höher...
David Comtesse

SKAFIELD
Memories In Melodies
Long Beach/Broken Silence
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Der gute alte Ska-Punk ist einfach nicht tot zukriegen und hat immer noch genug Power, um so manche langweilige Fete aufzupeppen. Auch die vorliegende Rille der 8köpfigen Combo Skafield eignet sich bestens fĂŒr diese Zwecke und hĂ€lt in 13 Krachern die obligate Floor-Beschallung parat. Dazu bedienen sich die Jungs einer Mixtur aus schweren Hornsections, Stakkato-Riffs und kreischenden Vocalparts, die vom ersten Akkord an die Trommelfelle zum Vibrieren bringen. Hier treffen Speed-Rekorde auf Roots-Reggae-Anleihen und Dubmomente auf wutschnaubende Punkattacken.
Frank Zöllner

SKULLBOOGEY
III
Finest Noise/Cargo
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Tolle Scheibe, die Skullboogey hier vorlegen. Die Band um SĂ€nger, Gitarrist und Mastermind Stefan Wendling hat im Gegensatz zu den beiden VorgĂ€ngern die Stoner-Komponente etwas zurĂŒckgefahren, was den Arrangements und der MelodiefĂŒhrung spĂŒrbar gut getan hat. 11 Songs stehen am Start, die das Skullboogey-Sendungsbewusstsein verdeutlichen. Schwere, ultracoole, hiebige und variantenreiche Gitarrenriffs machen dem Bandnamen alle Ehre und geben dem SĂ€nger ein weites BetĂ€tigungsfeld, das bravourös gemeistert wird.. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich zweifellos das Tempo-gringende "Unknown Kid" und das mit einem atmosphĂ€rischen und Funky Bass eingeleitete "Hell".  Außerdem gibt es mit "Breathe" auch noch eine sehr gelungene Akustikballade mit warmen Vocalflow zu hören. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

SPIRITS OF THE DEAD
Spirits Of The Dead
Big Dipper/Cargo Records
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Die Norweger servieren uns auf ihrem DebĂŒt einen angenehm ungeschliffenen Psychedelic-Slow-Darkrock. Dabei steht ĂŒber weite Strecken eine melancholische Grundstimmung im Vordergrund, die geschickt  mit ĂŒppigen Fetzgitarren, verzerrten BasslĂ€ufen und dunkel-fragilen Vocals unterfĂŒttert wird. Einen herrlich-knarrenden Sound haben Spirits Of The Dead hier aufgefahren, der nie langweilig wird und die UnberĂŒhrtheit der norwegischen Landschaft mit seinen Fjörden und Bergen atmet.
Frank Zöllner

MARK SWEENEY
All In
Pie Music/Alive
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Zweites Soloalbum von Mark Sweeney, der in seinem Hauptjob SĂ€nger bei den schweizerischen Hardrockern Crystal Ball ist. Auf "All In" beweist er, dass er auch im Alleingang atmosphĂ€rische Rockscheiben einspielen kann. ErwĂ€hnenswert sind auch die hochkarĂ€tigen Gastmusiker wie Bruce Kulick (Ex-Kiss), Jörg Michael (u.a. Stratovarius) und SĂ€ngerin Robin Beck. Unbedingt reinhören in das melodische und gut ins Ohr gehende "Gimme A Sign". FĂŒr die saubere Produktion war niemand Geringeres als Michael Voss verantwortlich.
Bernd Oppau

TEARS OF MARTYR
Entrance
STF-Records/CMS
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Gothic Metal mit einer schönen, opernhaften LeadsĂ€ngerin bieten Tears Of Martyr auf ihrem Album "Entrance".  Die Scheibe setzt ganz auf dĂŒster-epische AtmosphĂ€re und harte Riffs, die perfekt zu den melodiösen Passagen passen. Als Anspieltipps empfehlen sich von meiner Seite aus StĂŒcke wie "Realm Of Pain" und "Violence In Red". Verdiente 4 Punkte!
Tim Beldow

THE TERROR PIGEON DANCE REVOLT
The Terror Pigeon Dance Revolt
Luaka Bop
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Bei oben genannter Formation mit dem ellenlangen Bandnamen ist man eigentlich auch nach dem Durchhören ihrer CD nicht ganz sicher, fĂŒr was die Truppe eigentlich steht. Aber vielleicht ist ja gerade dies ihr besonderes Konzept. Fest steht jedenfalls, dass TPDR so ziemlich alle Genres bedienen, die mir so spontan einfallen. Wer genau hinhört findet Anleihen aus Wordmusic, Pop, HipHop, Rock, Lounge&Clubsound, Soul und Jazz, was  zu einem quirligen und gute Laune verströmenden Mix zusammengedreht wird. Ein energetisch-pumpender Style, der bestens auf den TanzflĂ€chen aufgehoben ist .
Frank Zöllner

THUNDER AND LIGHTNING
Dimension
Hammersound/Intergroove
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Aus Berlin kommen THUNDER AND LIGHTNING, die ihren Heavy Metal-Sound auf ihrer dritten Scheibe "Dimension" mit vielschichtigen Arrangements und thrashigen Parts anreichern. Das kann sich hören lassen und macht schon gleich mit dem Opener "Nowhere To Hide" und "Taken To Rest" Spaß. Referenzen an die ruhmreiche Zeit des Hardrocks finden sich auch in dem schlicht mit "6:17" betitelten StĂŒck. Eine saubere Leistung mit einer Menge Potential - das ist mir doch glatt respektable 5 Punkte wert...
Tim Beldow

JOHN WAITE
In Real Time
Frontiers Records/Soulfood
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Leider nur knapp eine Dreiviertelstunde dauert das Livealbum von John Waite. Schade eigentlich, denn der SĂ€nger, der mitunter an eine rockigere Ausgabe von Bryan Adams erinnert, macht seine Sache auf den 12 StĂŒcken verdammt gut. Straightes, kerniges Rockflair und Melodien, die ins Ohr gehen gibt es haufenweise. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich „Back On My Feet Again“ (geht gut ins Ohr) und „When I See You Smile“, eine sehr atmosphĂ€rische  weitgehend akustisch gehaltene Coverversion von Diane Warren.
David Comtesse

Y&T
Facemelter
Frontiers Records/Soulfood
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Nach 13jĂ€hriger Pause gibt’s hier ein neues Studioalbum der kalifornischen Hardrocker Y&T.  Die beiden GrĂŒndungsmitglieder Dave Meniketti (Gesang, Gitarre) und Phil Kennemore (bass)  haben sich mit Gitarrist John Nymann (Eric Martin Band) und Schlagzeuger Mike Vanderhule (Soulmotor) profunde VerstĂ€rkung ins Boot geholt. Das Ergebnis kann sich hören lassen und rockt munter nach vorne. Als Anspieltipps empfehlen sich das nach vorne preschende „Blind Patriot“ und das ebenso melodische wie hymnische „How Long“.
David Comtese

ZELTINGER BAND
Die RĂŒckkehr des Retters
EMI Rhingtön
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Wer hĂ€tte das gedacht, dass JĂŒrgen Zeltinger mit seiner Band 15 Jahre nach dem letzten Studio-Release „Faktor Z“ wieder ins Musik-Biz zurĂŒckkehren wĂŒrde? Verlernt hat der mittlerweile 61jĂ€hrige Rocker jedenfalls nichts. Man höre hierzu nur unnachahmliche Rocker wie „Unvermittelbar“ und „Frittebud“. Der CD-Edition  ist ĂŒbrigens eine Bonus-Hörbuch-CD mit dem Titel „Die Zeltinger Story - Chronik einer Jagd“ beigelegt.
Jörg Eifel

 

KURZ & KNAPP

WHITE PULP legen mit "Lost Inc" (Echozone/Intergroove)  ihr zweites Album vor. Ergebnis ist ein packender Industrial-Rock mit EinflĂŒssen von GrĂ¶ĂŸen wie NIN und Marilyn Manson. ZusĂ€tzlich gibt's auch eine empfehlenswerte Coverversion des Tears For Fears-Klassikers "Mad World" plus 3 Akustikversionen des White Pulp-DebĂŒts "Ashamed Of Yourself". +++ Mit „The Road Less Travelled“ (AFM Records/Soulfood) knĂŒpfen die norwegischen Melodic Metaller TRIOSPHERE mit ihrer stimmgewaltigen Frontfrau Ida Haukland an das starke DebĂŒtalbum aus dem Jahre 2007 („Onwards“) an. Das Tempo wird immer wieder gekonnt varriiert und die Kompositionen spannungsvoll arrangiert. Anspieltipps sind Songs wie „Human Condition“ und „The Anger And The Silent Remorse“.

Unter dem Titel „The Collection“ (Sony Music) erscheint von den Crossover-Rockern RAGE AGAINST THE MACHINE eine Sammleredition mit 5 remasterten Originalalben. Zum Inhalt zĂ€hlen die CDs „Rage Against the Machine“ (1992), „Evil Empire“ (1996), „The Battle Of Los Angeles“ (1999), „Renegades“ (2000) sowie der Livemitschnitt „Live At The Grand Olympic Auditorium“ (2003). Die einzelnen CDs erscheinen als Vinyl Replica inklusive Booklets. +++ Das „British Steel“ Album von JUDAS PRIEST hat in meinem Vinyl-Regal einen Ehrenplatz und zĂ€hlt zu einer der besten Priest Scheiben, die veröffentlicht wurden. Zum 30jĂ€hrigen JubilĂ€um des Veröffentlichungstermins erscheint nun eine „Deluxe Edition“ (CD+DVD, Sony Music) sowie eine „Limited Deluxe Expanded Edition“ (CD+Live-CD+DVD, Sony Music). Bei der Live-CD bzw. der DVD handelt es sich um einen Liveauftritt aus dem Jahre 1989 wĂ€hrend der USA-Tour. Hier servierte die Band den Fans quasi live auf der BĂŒhne das komplette „British Steel“-Album. Die DVD featured zusĂ€tzlich noch eine Making Of und eine 30minĂŒtige Doku.

„Die Platte, von der alle reden“ (Klink/Rough Trade) hat die hessische Spaß-Rock-Kapelle ACTIONTEAM ihr Album großspurig genannt, Klar, dass hierbei der Mund etwas zu voll genommen wurde, aber Tracks wie „Pornohirsch“ und „Äktschn On Se Floor“ sollte auf jeder Party mit dem richtigen Alk-Level fĂŒr Stimmung sorgen. +++ Aus der Gegend um Frankfurt kommt der FĂŒnfer CRAYFISH, der in den vergangenen Jahren die Clubs der ganzen Republik mit seinem mehrstimmigen und gut ins Ohr gehenden Alternativerock beackert hat. Nun erscheint mit „Sticky Sweet Sins“ (Stereo Satellite Records/Cargo Records) der zweite Bandoutput, der Indierock-Freunden nur wĂ€rmstens ans Herz gelegt werden kann. Großartige Hymnen fĂŒr die Ewigekeit, man höre hierzu nur mal „Lovely Lies“. +++ „2000 Jahre J.B.O.“ (Megapress) heißt die bereits zweite Live-CD von J.B.O. Darauf zu finden sind natĂŒrlich eine Menge Mitgröhlnummern wie „Bimber Bumber Dödel Dei“, „Ein bisschen Frieden“ und „Ein guter Tag zum Sterben“. Hoher Spaß- und Unterhaltungsfaktor wird garantiert!

Mit „The Feast“ (Drakkar/Sony) legen die EMIL BULLS eine Live-CD vor, die es in sich hat. Mitgeschnitten wurde eine ĂŒber zweistĂŒndige Show im Backstage Werk in MĂŒnchen. Klar, dass die Band auf der BĂŒhne auch Titel wie „Here Comes The Fire“, „These Are The Days“ und „Smells Like Rock’n’Roll“ der begeisterten Fangemeinde servierte. In der Bonussection der DVD gibt es zusĂ€tzlich noch Ausschnitte der Akustiktour 2007, Backstage-Material u.v.m. zu sehen. Quasi obenauf gibt es dann noch einmal zusĂ€tzlich das komplette Konzert als Bonus-MP3 CD. +++

Aus Luxemburg kommen BLACK-OUT BEAUTY, die den Hörer auf ihrer EP gemĂ€ĂŸ des Titels auf einen „Horrortrip“ (Nörze Records/Radar) schicken. Musikalisch erwartet den Hörer voriwegend wutschnaubender Death-Grind-Core, den die Band selbst als „Psykecore“ bezeichnet und der zwischendurch auch schon mal das Tempo rausnimmt, so dass die Melodienfragmente und das Instrumentarium stĂ€rker durchschimmern. +++   Ebenfalls eine EP am Start haben STEELBONE, die auf „ Don’t Crush Your Head“ (FNR/Radar) 6 Tracks an den Start bringen. Der Vierer hat mit Frontfrau Ruth Engbroks eine stimmgewaltige Frau am Mikro, die tapfer gegen die mit Bass/Gitarre/Drums gespielte Hardcore-Front ankĂ€mpft. Ein mĂ€chtiger und glaubwĂŒrdiger Emotionsspagat. Anspieltipp ist „Best Friend“. +++ Melodischer wird’s auf der DebĂŒt-EP „So Overrated“ (FNR/Radar) des aus dem österreichischen Kirchberg stammenden Pop-Punk-Trios BLIND OF 69. Ihr Sound ist zwar von Bands wie Blink 182 und Fireworks beeinflusst, strahlt aber doch sehr viel EigenstĂ€ndigkeit aus. Man höre hierzu mal den toll verschachtelten mehrstimmigen Gesang auf „The World“ und das spacige Drumintro zu „Three Hearts, One Moment“. Man darf gespannt sein, wie’s bei den Jungs weitergeht. +++ Aus der Schweiz kommen FEATHERLIKE, die mit „Kings & Queens“ (Helium Records/Nonstop Music) eine wunderbar melancholisch-geprĂ€gte Indie-Pop-Rock-Scheibe vorlegen. Der Vierer um SĂ€nger und Gitarrist Chris Weber hat ein HĂ€ndchen fĂŒr spannungsvoll dramatischen Songaufbau und schwelgerische Harmoniebögen, in die man sich nur zu gerne fallen lĂ€sst. Eine wirklisch schöne Scheibe mit meinem persönlichen Favoriten „Undignified“. +++ Souligen Funk-Pop-Rock mit auch schon mal gegen den Strich gebĂŒrsteten Bass- und Gitarrenriffs machen MY NAME IS MUSIC auf ihrer CD „Revolution“ (Pate Records/edel). Hinter dem Bandnamen verbirgt sich das österreichische Frauenduo Phoebe Hall (Gesang) und Niki Altmann (Bass, Gitarre). Ihre Texte handeln mal von der Liebe, sind durchaus sozialkritisch und kommen auch schon mal mit einem Augenzwinkern wie in dem StĂŒck „Oh Shit, My Boyfriend Is Darth Vader“ daher. Nicht schlecht! +++  2ZUEINS! legen mit „Simsalaboom“ (FNR/Radar) ihr zweites Album vor, auf dem sich natĂŒrlich wieder ihr unverblĂŒmter und direkter Deutschrock wiederfindet. Dazu gibt’s auch noch gelungene Abstecher ins Reggae („Festnetztelefon“) und Funk-Genre („Leiden“). +++ Tolle Indie-Poprock-Platte, die LENNARD mit „First Breath“ (Finest Noise Releases/Radar) vorlegen. Musikalisch kann mich ihr Rock-Pop-Sound mit dem spannungsvollem Songaufbau und gelegentlichen epischen Abstechern voll ĂŒberzeugen. Dazu gibt es noch die charismatische Stimme von SĂ€nger Oliver Schmidt zu hören, die zu progressiven Momenten wie in dem StĂŒck „Phantasmagoric Gleam“ sehr gut passt.

Die MĂŒnsteraner Folkpunker MR. IRISH BASTARD veröffentlichen mit „A Fistful Of Dirt“ (Reedo Records/Rough Trade) ihr neues Album, das allen Freunden dieser Musikrichtung gefallen dĂŒrfte. Anleihen an Shane MacGowan („Ghosttrain“), Partynummern zum Mitfeiern („Bite The Trust“) und Gitarren-lastige Tracks („I Smell The Blood“) zeigen, das Mr. Irish Bastard ihr Handwerk verstehen. Durchaus eine Empfehlung wert! +++

Krautrock-Fans können sich diesen Monat ĂŒber eine tolle Veröffentlichung freuen: SAMETI, das Bandprojekt des ehemailgen Amon DĂŒĂŒl II-GrĂŒndungsmitglieds Shrat alias Christian Thiele, spielte 1974 in der Besetzung mit Gitarrist Jörg Evers (Embryo, 18 Karat Gold) ihr tolles zweites Album ein. „Hungry For Love“ (Sireena/Broken Silence) erscheint nun erstmals auf CD und fĂ€ngt den großartigen Spirit dieser Zeit prĂ€chtig ein. Man höre hierzu nur das weitschweifende „Sweet Angel“ mit tollem Bluesgitarren-Solo. +++ Ebenfalls Kult war die aus Hannover stammende Band MYTHEN IN TÜTEN, die im Jahre 1979 von SĂ€nger Emilio Winschetti ins Leben gerufen wurde. Ihr DebĂŒtalbum „Die neue Kollektion“ (Sireena/Broken Silence) erschien 1981 und war musikalisch ein Hybrid aus punkiger Energie und NDW-Charme. Highlights dieser raren LP sind StĂŒcke wie „Hochkant“, „MĂ€zen“ und „Der Tortellini“ (eine Paraodie auf DAFs „Der Mussolini“). +++ Im Jahre 2007 verstarb mit Rainer Baumann (u.a. Frumpy) einer der außergewöhnlichsten Gitarristen der deutschen Blues- und Rockszene. Um sein Andenken zu ehren, erscheinen nun von der RAINER BAUMANN BAND die beiden Scheiben “Fooling Around“ (1982) und „Adoring Jimmy Reed“ (1983) zusammen auf einer CD (Sireena/Broken Silence) . Besonders gelungen sind die StĂŒcke der Bluesscheibe „Adoring Jimmy Reed“, die unter Mitwirkung von Roger Chapman entstanden. +++ HILLS sind ein bemerkenswertes Spacerock/Psychedelicrock-Trio, welches nun seine selbstbetitelte Scheibe „Hills“ (Sulatron Records/ Cargo Records) veröffentlicht. Den Hörer erwarten weitschweifende, rhythmische Exkurse, flirrende Gitarrenexperimente, Flöten, Krautrock u.v.m. Sehr empfehlenswert!

Die französischen Progmetaller KLONE veröffentlichen mit „Black Days“ (Season Of Mist) ihr viertes Album. Ein ganz außergewöhnliches Klangwerk mit atmosphĂ€rischen Gitarren, eruptiven Klanglandschaften und tollen Gesangslinien +++ Neues gibt es auch von den belgischen Grindcore-Helden LENG TCH’E, die ihr neues Werk „Hypomanic“ (Season Of Mist) getauft haben. Fettes Teil mit fiesen Double-Bass-Gewittern. +++ UNDERDOG zĂ€hlten in den 80iger Jahren zur Speerspitze der New Yorker Skate Punk-Szene, lösten sich dann aber nach nur vier Jahren auf. Mittlerweile hat sich die Band wieder reformiert und veröffentlicht mit „Matchless“ (Bridge 9/Soulfood) eine Retrospektive ihrer alten Songs, eine neue CD soll dann demnĂ€chst folgen. +++ „A Forlorn Throne“ (Whirlwind/CMS) heißt die neue Schlachtplatte der niederlĂ€ndischen Black Viking Metaller SLECHTVALK. Mit dabei als Gast am Mikro ist Erik Grwasiö von Manegarm. +++ Melodiösen Indierock bietet das New Yorker Quartett THIEVES & VILLAINS auf „South America“ (Victory/Soulfood). Ihre Songs und Melodien gehen gut ins Ohr und verbreiten gute Laune. +++ Wer auf melodiösen und kraftvollen Alternative Rock steht, ist bei der Formation KJU an der richtigen Adresse. Seit 10 Jahren existiert die Band nun schon und hat auf ihrer vierten Scheibe „Neon Lights Carve Shadows“ (Swell Creek Records/ Soulfood) durch Hinzunahme eines zweiten Gitarristen den Sound noch wuchtiger gestaltet. Am besten gefĂ€llt mir die Gruppe allerdings immer dann, wenn der Druck aus den Songs etwas zurĂŒckgefahren wird, beispielsweise in „An Opposite Emergency“. Eine durchaus empfehlenswerte Scheibe, ruhig einmal anchecken...

 

 

 

 

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