Juni/Juli 2011

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

ANDIOLIPHILIPP
Deutschpunk.com
I Like My Records/Tonpool
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Der Schlagzeuger heißt Andi, an der Gitarre spielt und singt Oli und am Bass und ebenfalls am Mikro ist Philipp. Ergibt in der Quersumme den Bandnamen  AndiOliPhilipp. Und was die Band so musikalisch macht, ergibt sich aus dem CD-Titel. Nicht meine Baustelle, aber wer auf Pop-Punk mit deutschsparchigen Texten steht, sollte reinhören.
Tim Beldow

ART BRUT
Brilliant!Tragic!
Cooking Vinyl/Indigo
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Da hat sich ja einiges getan bei den Jungs von Art Brut. Nach eigenen Angaben hat Frontman Eddie Argos nach vier Alben endlich singen gelernt, Gitarrist Ian hat ein neues Pedal bekommen, Fred darf die Backing Vocals singen und Jasper ein Gitarrensolo auf nur zwei Saiten spielen. Klasse! Leider haben sich Art Brut auf ihrem neuen Album soweit vom Punkrock entfernt wie nur irgend möglich. Klingt alles irgendwie nach College oder Alternative & Garagen-Sound, was nicht schlecht ist, aber schon 100mal gehört. Punkte gibt‘s auf jeden Fall fĂŒr die astreine Produktion, den erstklassigen Sound und die Arrangements.
Enzo Bach

ALPHA TIGER
Man Or Machine
Sonic Attack/Soulfood
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Klassischen 80er Jahre Old School Metal macht der aus Sachsen kommende FĂŒnfer Alpha Tiger. Die Band hat in Fronter Stephan Dietrich einen exzellenten SĂ€nger vorzuweisen, der den Gruppensound schon auf dem schneidigen Opener „Starriders“ in ungeahnten Höhen fĂŒhrt. Der textliche Anspruch kommt auf den weiteren 8 StĂŒcken auch nicht zu kurz, wobei es in den Lyrics u.a. um den zunehmenden Verlust der IndividualitĂ€t in der Massengesellschaft geht.
David Comtesse

BLACKMAIL
Anima Now!
45 Records/Soulfood
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Mit „Anima Now“ stellen die Indierocker von Blackmail ihr erstes Album mit dem neuen SĂ€nger Mathias Reetz vor, das mit großer Spannung erwartet wurde. Die Feuertaufe darf als gelungen bezeichnet werden, denn der variable und emotionsgeladene Gesang von Reetz passt sehr gut zu den vielschichtigen, tempo-variierenden und kraftvollen Rockrhythmen, die Blackmail im Laufe des Hördurchlaufs entwerfen. Ganz stark sind Nummern wie das ohrgĂ€ngige „Deborah“ und das Gitarren-gringende, fast flammende „Monographic Doll“, was die Klasse von Blackmail nachdrĂŒcklich unterstreicht.
Bernd Oppau

CURVED AIR
Air Conditioning
Second Album
Phantasmagoria
Repertoire Records
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Repertoire Records re-released die ersten drei Alben der legendĂ€ren britischen Progrocker CURVED AIR. Die Band um SĂ€ngerin Sonja Kristina und Darryl Way (elektrische Violine, Gesang) hat sich erst im vergangenen Jahr wieder reformiert und ist bekannt fĂŒr ihre einzigartige Mischung aus progressiven Elementen, Klassik und Folk. Ihr DebĂŒtalbum „Air Conditioning“ erschien 1970 und wird von den Fans insbesondere wegen Nummern wie dem grandiosen Opener „It Happened Today“ und dem siebenminĂŒtigen Opus „Vivaldi“ heiß geliebt. 1971 erschien das nicht minder erfolgreiche „Second Album“, das mit der Singleauskopplung „Back Street Luv“ auf Platz 4 der engliscchen Charts landen konnte. Auf „Phantasmagoria“ (1972) zeigten sich Curved Air von ihrer kreativsten Seite. Zusammen mit zahlreichen Gastmusikern lotete die Band so ziemlich alle EinflĂŒsse aus, die die Progressive-Szene zu jener Zeit zu bieten hat. Alle 3 CD-Ausgaben sind selbstverstĂ€ndlich remastered und erscheinen im Digipack. Dazu gibt es aufschlussreiche und detaillierte Liner Notes von Sonja Kristina.
David Comtesse

DALLAX
Heart Storming
Pork Pie
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Mit ihrer neuen Scheibe „Heart Storming“ holen die sechs Japaner von DALLAX zum nĂ€chsten Schlag aus. 7 kraftvoll marschierende Ska-Punk-Hymnen mit starker BlĂ€serpower hat das Sextett im GepĂ€ck, die einfac h gute Laune in der Bude verbreiten und Spaß machen. Als Anspieltipps empfehle ich euch auf jeden Fall das muntere „Glow Of Life“ und das schnippig marschierende „Double Faced“ mit beherzter Gitarrenfront.
Jörg Eifel

DEBAUCHERY
Germany’s Next Death Metal
AFM Records/Soulfood
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Auf dem bereits siebten Album öffnet sich die Band von Thomas Gurrath noch mehr dem Hardrocksound, was dem neuen Material ganz gut getan hat. Das Ergebnis kann sich hören lassen und ist eine recht gut schmeckende und sehr groovige Mischung aus Thrash, Heavyrock und Death Metal. Highlights der Scheibe  sind fĂŒr mich der ungezĂŒgelt nach vorne loslegende Opener „The Unbroken“, das TitelstĂŒck „Germany’s Next Death Metal“ und die gelungene Coverversion des immer wieder gerne gehörten Alice Cooper Klassikers „School’s Out“.
David Comtesse

DRIFT & DIE
Back To Paradise
7Music/New Music Distribution
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Rockmusik mit GĂ€nsehautfaktor, atmosphĂ€risch, kraftvoll, variabel und ins Ohr gehend. DafĂŒr bĂŒrgt der aus SchwĂ€bisch Hall kommende Vierer Drift & Die, der mich auf StĂŒcken wie „Part Of You“ an Nickelback erinnert. Doch das ist lediglich eine Facette des vielschichtigen Rocksounds, den die Band um den charismatischen SĂ€nger Sascha Breithaupt auf der CD verströmt. Denn Drift & Die können es auch richtig knarzen lassen, was man auf dem kernig-aggressiven „Nowhere“ und dem tiefergestimmten „Back Home“ unschwer erkennen kann.   Als Anspieltipp empfehle ich euch unbedingt das hochmelodische und hymnische „White Flag“, das reibungsfrei ins Ohr flutscht. Starkes DebĂŒt, starke Scheibe!
Rainer Guérich

ELIZIUM
Relief By The Sun
STF-Records/CMS
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Wer auf elegischen Dark-Rock mit Bombast-Phasen und gelegentlichen Anleihen aus Doom&Gothic abfĂ€hrt,wird bei Elizium genau den richtigen Stoff finden. Der FĂŒnfer um Gitarrist und Frontshouter Peter Berends liefert auf „Relief By The Sun“ fĂŒr die nĂ€chste Bottle-Fete auf dem Friedhof den passenden Soundtrack . Nebelverhangene und mondbeschienene Szenarien zwischen Werwolf-Feeling und Dracula-Style sind das Metier der hymnischen Hardliner. Dazwischen gibt es mit schwelgerisch-vertrĂ€umtem Core und cool-bizarren Soundcollagen eins auf die Ohren.
Frank Zöllner

EYES SHUT TIGHT
Fairground Zero
Danse Macabre/Alive
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Die Hamburger Industrial Metaller Eyes Shut Tight stellen mit „Fairground Zero“ ihr zweites Album vor. Der Sound der 12 Tracks wurde sehr abwechslungsreich in Szene gesetzt und reicht von kraftvoll rockender Gangart bis zu dĂŒsteren Grooves mit AtmosphĂ€re. EinflĂŒsse von Ministry, Manson und Krupps werden mit eigenem kreativen Tatendrang geschickt verarbeitet. Als Anspieltipps können Songs wie der gelungene Opener „Carousel“ und das Tempo-variierende „Forbidden“ empfohlen werden.
Jörg Eifel

THE FLYING EYES
Done So Wrong
Trip In Time/Rough Trade
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Wer auf eine heavy grundierte Mischung aus Psychedelic- und Spacerock steht, die ihre Wurzeln tief in den 70er Jahren hat, liegt bei dem aus Baltimore stammenden Vierer The Flying Eyes goldrichtig. Die Band hat wĂ€hrend ihrer letztjĂ€hrigen Europa Tour schon die BĂŒhne mit Jeff Beck und Hawkwind geteilt und das Publikum zu BegeisterungsstĂŒrmen hingerissen. Vollkommen zurecht, wie die 10 druckvollen und hypnotischen Kompositionen aus eigener Feder auf dem Zweitwerk „Done So Wrong“ beweisen. Mitunter lĂ€sst der SĂ€nger mit seiner Stimme auch den Geist der Doors auferstehen. Man höre hierzu nur mal „Nowhere To Run“ und „Clouded“.
Conny A. Rettler

FRIJID PINK
Frijid Pink Frijid Pink Frijid Pink
Repertoire Records
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Frijid Pink sind eine legendĂ€re Rockband aus Detroit, die 1967 gegrĂŒndet wurden und die mit dem Titel „House Of The Rising Sun“ im Jahre 1970 einen sehr erfolgreichen Hit hatte. Die Gruppe war bis zu ihrem Split 1975 bekannt fĂŒr ihre geniale Mischung aus Psychedelicrock, tollen Gitarrenlicks und bluesigem Leadgesang. Im Jahre 2006 reformierte Originaldrummer Rick Stevers die Band in der Besetzung mit Phil McIlvenna (Gitarre, Mundharmonika und Leadgesang), Ricky Houke (Gitarre und Leadgesan), Joe Gillis (Keyboards) und Brent Austin (Bass und Gesang). Ergebnis ist dieses hörenswerte neue Album mit 14 Titeln, gewissermaßen eine Mischung aus Ă€lterem und neuen Material. Anspieltipps sind Songs wie „Feelin' Down“ und das zeitlose „Tobacco Road“. Hörenswert!
Bernd Oppau

GALAXY SAFARI
Time For You To Leave
Granat Records/DFR
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Die schwedischen Galaxy Safari melden mit einer neuen Scheibe zurĂŒck. „Time For You To Leave“ setzt wie schon das DebĂŒt auf staubtrockenen und energetischen Stonerrock in Verbindung  mit einem guten GespĂŒr fĂŒr Songwriting und ins Ohr gehene Melodien. Mitunter prescht die Band auch in psychedelische Gefilde vor, was fĂŒr zusĂ€tzliche Abwechslung sorgt. Ein Extra-Lob hat sich zudem SĂ€nger Jesper Nyberg fĂŒr seine gesangliche Leistung verdient. Verdiente fĂŒnf Punkte!
David Comtesse

RORY GALLAGHER
Notes From San Francisco
Legacy/Sony Music
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Bei Sony Music hat man rares Material vom irischen Bluesgitarristen Rory Gallagher entdeckt, die nun in Form einer Doppel-CD ans Tageslicht kommt.  Bei CD1 handelt es sich um ein komplettes Studioalbum, das zwischen Nov. 1978-Jan. 1979 im San Franciscoer „His Master’s Wheels“-Studio entstand, aber nie veröffentlicht wurde. CD2 enthĂ€lt ein ebenfalls unveröffentlichtes Livekonzert, das im Dez. 1979 im „Old Waldorf“ in San Francisco festgehalten wurde. FĂŒr Gallagher-Fans ein Must-Buy!
Jörg Eifel

GUNS OF MOROPOLIS
In Dynamite We Trust
Recent Records/Alive
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Die Jungs nennen sich Guns Of Moropolis, kommen aus dem Schwabenland und knallen uns auf ihrem DebĂŒt einen speedigen Mix aus Metal und Rockabilly um die Ohren. Fertig ist Metalbilly und ab damit in die nĂ€chste Genreschublade. Das Trio zieht hart vom Leder, rockt straight aus der HĂŒfte und marschiert steinhart aus den Amplifieren. Dabei steht die Melodie immer im Vordergrund und die Jungs machen Druck ohne Ende - der Wahnsinn!
Frank Zöllner

HERPES
Symptome und Beschwerden
Tapete Records/Indigo
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Deutscher Punkrock Made in Berlin. Das sind Herpes, die mit der Hitsingle „Fette Muttis“ und dem Album „Das kommt vom KĂŒssen“ so richtig die Szene durcheinander gewirbelt haben. Nun wird der Nachfolger „Symptome und Beschwerden“ nachgeschoben. SelbstverstĂ€ndlich steht wieder ungestĂŒmer und derber Punk im Mittelpunkt des Geschehens, aber es gibt auch gut gemachte AusflĂŒge ins Psychedelic- und Krautrock-Genre.
Jörg Eifel

HOPE I DIE VIRGIN
Is Forever No Way
Fysisk Format/Cargo
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Aus Norwegen kommt der Vierer Hope I Die Virgin (kurz: HIDV), der sich der ganzen Pracht des „Shoegazings“ (der stilistische VorlĂ€ufer der Britpop- und Artrock welle in den 1980iger Jahren) bedient. Wunderbar schwelgerische und wabernde Keyboards, flirrende Gitarren und hymnische, teils mehrstimmige Vocallinien fĂŒhren den Hörer auf den 9 StĂŒcken in ein regelrechtes Wechselbad der GefĂŒhle. Ruhig mal das zweite StĂŒck „Panther Streams“ antesten und sich von dem melodisch verwobenen Sound von HIDV gefangen nehmen lassen. Es lohnt sich!
David Comtesse

HORE
Distortion
Artist Station Records/Soufood
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Wenn ich richtig mitgezĂ€hlt habe. ist „Distortion“ die zweite Scheibe von Hangover Rockexplosion, kurz „Hore“. Wieder steht ein Stimmung machender Sound aus Alternative-Rock, Progressive, Pychedelic und Southern-Style auf dem Spielplan. Alles nicht ganz neu höre ich die Kritiker schon sagen, allerdings haben sich die Jungs fĂŒr mich hörbar weiterentwickelt und dabei sĂ€mtlich vorhandene Übungskeller-AnhĂ€ngsel weit hinter sich gelassen. Hier werden uns 12 mit allen Wassern gewaschene Songs prĂ€sentiert, die eine groovige Coolness aus den Akkorden schwitzen. Dazu kommen die Riffs auf den Punkt, die BasslĂ€ufe sind schwer und fett und die Drums bis auf Graswurzelniveau heruntergetunt. Einfach eine geile Sache!
Frank Zöllner

INFINIGHT
Like Puppets
7Hard/New Music Distribution
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InfiNight ist ein vielversprechender Power FĂŒnfer aus SaarbrĂŒcken , der mit „Like Puppets“ sein neues Album vorstellt. 11 Titel finden sich auf der CD, wobei das stilistische Spektrum von thrashigem Power Metal bis hin zu melodiösem und wohlstrukturierten Heavyrock reicht.  Als Anspieltipps empfehle ich das gut ins Ohr gehende „A Future Never Born“ und das spannungsvoll in Szene gesetzte „To All The Fallen Heroes“. InfiNight sind auf jeden Fall eine Endeckung wert, ruhig mal reinhören!
Bernd Oppau

JAKSZYK, FRIPP & COLLINS
A Scarcity Of Miracles
DGM/Galileo MC
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Ein tolles King Crimson ProjeKct-Album haben die beiden Gitarristen Jakko M Jakszyk (auch Gesang) und Robert Fripp (King Crimson) zusammen mit Saxophonist Mel Collins, Bassist Tony Levin und Porcupine Tree Schlagzeuger Gavin Harrison eingespielt. Ergebnis sind 6 Songs, die an kĂŒnstlerischer, lyrischer und kreativer Energie kaum zu ĂŒberbieten sind und von den musikalischen Darbietungen aller Beteiligten getragen werden. Als Reinhörtipps unbedingt den starken Titeltrack und „The Price We Pay“ wĂ€hlen.  Unbedingt die CD/DVD-Ausgabe kaufen. Auf der Bonus-DVD gibt es dort das Album im 5.1. Mix plus alternative Songversionen, Improvisationen von den Sessions und Video.
David Comtesse

KÄRBHOLZ
100%
Asphalt Records/New Music Dist.
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Mit „100%“ prĂ€sentieren KĂ€rbholz ihr viertes Album, auf dem sie nicht nur ordentlich Gas, sondern wirklich alles geben. Intelligente, deutschsprachige Texte ohne falsches Pathos, mit wuchtigem Punkrock und kraftvoll marschierndem Power Rock 'n' Roll umgesetzt. Highlights der Scheibe sind „Nacht ohne Sterne“, „Timmi halt's Maul“ und das bereits schon vorab ausgekoppelte „Du bist König“. Wer auf eine musikalische Schnittmenge zwischen Onkelz, AC/DC und Motörhead steht, liegt bei KĂ€rbholz goldrichtig.
Jörg Eifel

KING KOBRA
King Kobra
Frontiers/Soulfood
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In den 1980er Jahren veröffentlichte die Band von Drummer Carmine Appice (Bruder von Vinnie Appice) bis zu ihrer Auflösung drei beachtenswerte Platten. Nach einem kurzen Comebackversuch Anfang des Jahrtausends gibt’s nun wieder einen Wiederbelebungsversuch der Band, der glĂŒcken könnte. Schließlich hat Carmine Appice mit Paul Shortino einen exzellenten Mikromann verpflichtet. Ergebnis sind 12 muntere Hardrockfeger, die live auf der BĂŒhne bestimmt auch bestens funktionieren werden. Man höre hierzu nur einmal „Tear Down The Walls“ und das bereits live mitgeschnittene „This Is How We Roll“.
Rainer Guérich

KITTY IN A CASKET
Back To Thrill
Wolverine Records/Soul Food
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Auf der brandneuen Scheibe von Kitty In A Casket ist jede Menge Fun drin, denn nach reichlich Livegigs (u.a. in Belgien, Spanien, Polen) war mal wieder die Zeit reif, um im Studio neuen Kraftstoff auf Platte zu bannen. Ergebnis ist „Back To Thrill“, eine spacige Mixtur aus Punk, Rock‘n‘Billy, Gothic-Rock und abgefahrenem Horror-Style. Da werden klassische Blackmetal-Rhythmen genauso bedient wie dezent gezupfte Hillbilly-Themen oder psychedelische Ska-Punk-Anleihen. Erstklassige Riffarbeit und hymnische Vocals mit Mitgröhl-Refrains machen die Sache rund.
Enzo Bach

THE KORDZ
Beauty & The East
SAOL/H'Art
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Aus dem Libanon kommen The Kordz, die auf ihrer CD „Beauty & The East“ Rock & Metal mit arabischer Instrumentierung und groovigen Synthieparts fusionieren. Das musikalische Ergebnis kann sich hören lassen und klingt wie ein arabischer Bastard aus Linkin Park und Metallica. Unbedingt reinhören sollte man in den starken Opener „Coma Nation“ und das mit Tabla-Sounds influenzierte „Insomnia Kid“. Ganz schön hörenswert, dieser Orient Metal!“
Bernd Oppau

LAKE OF TEARS
Illwill
AFM Records/Soulfood
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Vier Jahre musste der Lake Of Tears-Fan auf ein neues musikalisches Lebenszeichen der Schweden warten, die sich auf „Illwill“ in exzellenter Form prĂ€sentieren. Im Vergleich zum VorgĂ€nger  geht die Band noch hĂ€rter zu Werke, kombiniert psychedelische und hart riffende Passagen mit der obligaten Ladung Todesblei.- Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich das dĂŒstere TitelstĂŒck und das ultraharte „Midnight Madness“.
Bernd Oppau

LET‘S WRESTLE
Nursing Home
Full Time Hobby/Rough Trade
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„Nursing Home“ heißt die zweite Kraftrille der drei Garagenrocker aus Chicago. Ergebnis sind 12 homogen klingende Rocksongs irgendwo im Spannungsfeld zwischen Grunge, Crossover, College und Alternative-Rock. Die Jungs erfinden das Pulver keineswegs neu, machen die Mischung allerdings verdammt explosiver und kraftvoller.
Frank Zöllner

ANI LO. PROJEKT
Miracle
DOTT
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Wer auf symphonischen Hardrock in Verbindung mit Femme Vocals steht, liegt bei dieser Veröffentlichung der Berliner SĂ€ngerin Ani Lo. & ihrer Band goldrichtig. Musik und Lyrics stammen grĂ¶ĂŸtenteils von Ian Parry (Elegy, Crystal Tears), der den bombastischen Sound auch stimmungsvoll in Szene setzte. Die Nummern gehen allesamt gut ins Ohr, wobei sich als Anspieltipps schon gleich der epische Opener „A Miracle Is All We Need“ und die geniale Coverversion des Michael Jackson Hits „Give In To Me“ anbieten.
David Comtesse

DAVE MATTHEWS BAND
Lucca, Italy Brixton
Eagle Records/edel
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Eine vollbepackte 3 CD-Box mit dem Liveauftritt der Dave Matthews Band in der „Piazza Napoleone“ im italienischen Lucca in der Toskana am 05.07.2009. Einen Großteil der auf den CDs vertretenen Songs kommt natĂŒrlich vom „Big Whiskey And The Groogrux King“-Album, aber es gibt im Liveset auch Klassiker wie das StĂŒck „Two Step“, welches von Dave Matthews in einer knapp 20minĂŒtigen Longversion serviert wird. - Parallel zur 3 CD-Box erscheint unter dem Titel „Brixton“ auch eine Konzert-DVD, die am 26. Juni 2009 in der Londoner „Brixton Academy“ aufgezeichnet wurde. Knapp 3 Stunden beste Live-Unterhaltung - sehr fein!
Bernd Oppau

DUFF MCKAGAN'S LOADED
The Taking
Armoury Records/edel
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Duff McKagan, seines Zeichens ehemaliger Bassist von Guns N' Roses, veröffentlicht mit „The Taking“ das dritte Album seiner eigenen Gruppe „Loaded“. Neuzugang in der Band ist Schlagzeuger Isaac Carpenter, der seine Sache auf den 11 Songs auch sehr gut macht.  Dampfender und rougher Hardrock mit meinem persönlichen Anspieltipp „Cocaine“, der dem Album ĂŒbrigens auch noch als rein akustischer Bonustrack draufgepackt wurde.
Tim Beldow

MOTHER MOTHER
Eureka
Last Gang Records/Warner
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In ihrer kanadischen Heimat hat sich der FĂŒnfer als Support fĂŒr Bands wie Weezer, Pearl Jam und Spoon schon reichlich Credibility erspielt. Nun steht mit „Eureka“ endlich ihr brandneuer Dreher auch in deutschen Landen zur VerfĂŒgung, wobei die Truppe um die Geschwister Ryan und Molly Guldemond sich von ihrer ruppig-kompromisslosen Seite zeigt. LĂ€rmender und unangepasster Indie-Rock mit reichlich Grunge-AttitĂŒden und handgemachter Rockmucke steht auf dem musikalischen Speiseplan...
Frank Zöllner

OHRENFEINDT
Schwarz auf Weiss
Hirnsturm/Soulfood
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Endlich haben die drei Hardliner aus Hamburg Zeit gefunden, um im Studio neues Kraftfutter einzuspielen. Klar, die Jungs sind halt lieber „on Stage“ und machen mit ihren Fans Party. Trotzdem steht jetzt „Schwarz auf Weiss“ am Start und gibt gleich mit dem AC/DC inspirierten Killer „‘N Job in ‘ner Bank“ so richtig Gummi. Weiter geht‘s mit einer LiebeserklĂ€rung an St. Pauli (den Stadtteil der Jungs) und natĂŒrlich auch an den besten Fußball-Club der Welt. Ansonsten wird richtig guter, handgemachter Old School-Hardrock,  abgeliefert der am besten mit aufgedrehtem VerstĂ€rker funktioniert. Anspieltipp ist insbesondere „Sie hat ihr Herz an St. Pauli verloren“, ein Boogie-Woogie-Stomper in bester Status Quo-Manier.
Frank Zöllner

PANAMA PICTURE
Oh, Machine
Brutkasten/Broken Silence
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Ist es zuviel gesagt, wenn ich ein organisch gewachsenes Album wie aus einem Guss ankĂŒndige? Ich glaube nicht, denn was den fĂŒnf Hamburgern auf ihrem DebĂŒtalbum „Oh, Machine“ gelingt, gibt es selten genug. Sieben weitgespannte Melodiebögen erwarten uns, die mit ihrer Transzendenz in unkonventionelle und außergewöhnliche Klangwelten entfĂŒhren. Hier klemmt zum GlĂŒck mal wieder jede Genreschublade. Ob Panama Picture nun Neo-Pop, Indie, Crossover, Progressive oder was auch immer zum Besten geben, ist eigentlich egal. Wichtig ist nur, dass die Melodien sĂŒchtig machen und sofort in den GehörgĂ€ngen bleiben. FĂŒr alle, die noch nie das GlĂŒck hatten, die muntere Truppe live zu erleben, ist „Oh, Machine“ viel mehr als nur eine Tonkonserve.
David Comtesse

PERLAINE
A Journey Into The Side Of...
Finest Noise/Radar
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UrsprĂŒnglich war diese Veröffentlichung noch unter dem alten Bandnamen „Sunburn“ geplant, doch dann beschloss die Gruppe im Laufe der Recordings einen musikalischen Neustart, der insbesondere auch durch den neuen Namen „Perlaine“ zum Ausdruck kommen sollte. Ergebnis sind 13 abwechslungsreiche und vielschichtige Songs, die ihre Spannungskraft aus Alternative, Rock und Progressive beziehen. Manchmal erinnert der Vierer auch an Ozeansize, unbedingt mal in Tracks wie den Opener „Aurelio“ und „Butterfly Effect“ hineinhören.
Tim Beldow

THE POODLES
Performacracy
Frontiers/Soulfood
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Nach ihrer Live-Scheibe im vergangenen Jahr beglĂŒcken uns die schwedischen Poodles nun mit ihrem vierten Studioalbum „Performacracy“. Auf dem Spielplan stehen 13 groovige und catchige Melodic-Hardrocknummern, die beim Hördurchlauf einfach Spaß machen. Und den spannungsvollen Songaufbau beherrscht der Vierer um Frontmann Jakob Samuel auch, was man auf dem atmosphĂ€risch-dramatischen „Cuts Like A Knife“ nachhören kann. Eine CD, die jede Melodicrock-Sammlung bereichert.
David Comtesse

RANDOM HERO
Lip Sync
Anstreet Records/New Music Dist.
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Mit „Lip Sync“ legen Random Hero ihr zweites Album vor, das an OhrgĂ€ngigkeit und musikalischer Vielfalt kaum zu bieten ist. Fette Synthie-Elemente, Metal, Punk, Pop, Indie-Pop, Emo-Core - der Vierer um Nick A. Andrade (guitar, voc.), Fabian Strangl (voc., guitar), Uwe Fritzkowsky (bass, voc.) und Jo Pressl (drums) nascht aus allen Stiltöpfen und gibt den Melodie- und Harmonie-Lip-Gloss gleich gratis dazu. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich der Synthie-Guitar-Melody-Crash „Don’t Call Me When Your Heart Breaks“ und die schwungvoll-hymnische Up-Tempo-Nummer „Cashmere Skin“ mit ihrer  ohrgĂ€ngigen Hookline. Der Hitfaktor von „Lip Sync“ ist betrĂ€chtlich!
Rainer Guérich

RAVENSCRY
One Way Out
Worm Hole Death/Soulfood
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Ravenscry haben sich im Jahre 2008 im italienischen Milan um die SĂ€ngerin Giulia Stefani zusammen gefunden, um ihre Vorstellungen eines elektronisch influenzierten Gothic Metals umzusetzen. 2009 erschien bereits eine selbstbetitelte EP, von der sich das StĂŒck „Calliope“ auch auf dieser CD befindet. Das Songmaterial kann als recht gelungen bezeichnet werden, wobei vor allem das dreigeteilte „Redemption“, eine Trilogie ĂŒber das Thema „Verdamnis“, auf der CD besondere Beachtung verdient.
Bernd Oppau

REDEEM
999
Rockville/Soulfood
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Aus der Schweiz kommt das Rocktrio Redeem, das fĂŒr alle Freunde eines ohrgĂ€ngigen Stadion- und Arenarocks eine echte Empfehlung darstellt. Unverkennbares Trademark im hymnischen und treibenden Rocksound ist hierbei die Stimme von Frontmann Stefano „Saint“ Paolucci, der den einzelnen Nummern  einen gewissermaßen „majestĂ€tischen“ Glanz verleiht. Unbedingt reinhören in den starken Opener „Lost“ und die Singleauskopplung „Promises“, auf der auch H-Blockx-SĂ€nger Henning Wehland als Gast zu hören ist. Eine Rockscheibe, die sich mit ihren catchigen Melodien fest ins Ohr krallt und einen so schnell nicht wieder los lĂ€sst.
Rainer Guérich

RENAISSANCE
Dreams & Omens
Tuscany
In The Land Of The Rising Sun
Repertoire Records
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Wie Curved Air machten auch Renaissance in den 70iger Jahren sehr erfolgreichen Progstoff mit klassischen und folkigen EinflĂŒssen. Über Repertoire Records erscheinen diesen Monat drei empfehlenswerte remasterte Neuausgaben, auf denen sich die    Magie der Band um SĂ€ngerin Annie Haslam und Gitarrist Michael Dunford (kommt auch in den Liner Notes zu Wort) deutlich entfaltet. „Dreams & Omens“ stammt aus dem jahre 1978 und wird als der beste Livemitschnitt von Renaissance gehandelt. Das Konzert wurde im Tower Theatre von Philadelphia mitgeschnitten und enthĂ€lt grandiose Liveversionen von Songs wie „Carpet Of The Sun“ und „Northern Light“. Hörenswert ist auch das spektakulĂ€re Comebackalbum „Tuscany“, das Renaissance im Jahr 2000 einspielten und das Gastauftritte von Roy Wood und Rob Williams featured. Highlight der CD ist insbesonddere das orchestral instrumentierte StĂŒck „Dolphins Prayer“, das vom Schicksal gestrandeter Delphine handelt. Last But not least gibt es mit „In The Land Of The Rising Sun“ auch noch eine prall gefĂŒllte Live-Doppel-CD, die 2001 wĂ€hrend der Japan-Tournee mitgeschnitten wurde. Besonders packend ist hier das 20minĂŒtige Epos „Ashes Are Burning“. Renaissance sind eine Entdeckung wert!
David Comtesse

RESISTANCE OF YIELD
Towards The Apocalypse
STF Records/SMS
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Aus dem saarlĂ€ndischen Schiffweiler kommen die Death Metaller von Resistance Of Yield, die uns ihr neues Werk „Towards The Apocalypse“ um die Ohren hauen. GlĂŒcklicherweise setzt die Band nicht nur auf knĂŒppelnde Parts, sondern lĂ€sst auch groovige SoundflĂ€chen und melodische LinienfĂŒhrungen („Serpent Hill“) in ihren apokalyptischen Klangkosmos einfließen. FĂŒr Genrefans sicherlich nicht uninteressant...
Bernd Oppau

SANCHEZ
Run The Streets
7Hard/New Music Distribution
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Mit „Run The Streets“ legen die schwedischen Sanchez eine verdammt coole Melodic Hardrock-Scheibe vor, die an die glorreichen 80iger Jahre erinnert, aber auch ĂŒber eine unverwechselbare eigene Handschrift verfĂŒgt. Unverkennbares Trademark ist die Stimme von SĂ€nger und Mastermind Jose Sanchez, der nicht nur auf Nummern wie dem ohrgĂ€ngigen „Run The Streets“ und „Girls“ zu ĂŒberzeugen weiß. Die 10 StĂŒcke auf der Platte machen einfach Spaß und  stehen in der Tradition von Bands wie Firehouse, White Lion und Dokken. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

SKIP ROCK
Hit And Run
Streetdog Records/New Music
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Seit ihrer 2009er EP „Rough And Ready“ war die Metalgemeinde gespannt auf den jetzt endlich vorliegenden Longdreher. Wie bei dieser Besetzung (Ex-Mitglieder von Darkseed, Lacrimas, Spider Force und Iron Maiden) nicht anders zu erwarten, ziehen Skip Rock einen knochentrockenen und straighten Metal alter GĂŒteklasse aus den VerstĂ€rkern, dass es eine wahre Freude ist. Da macht jeder Song Lust auf mehr und jagt einem mit genau der richtigen Dosierung aus fetzigen GitarrenwĂ€nden, Drumlines und hochkarĂ€tiger Vocalarbeit angenehme Schauer ĂŒber den RĂŒcken.
Jörg Eifel

SUIDAKRA
Book Of Dowth
AFM Records/Soulfood
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Suidakra, die Heroen des deutschen Pagan Metals prĂ€sentieren voller Stolz ihr zehntes Album „Book Of Dowth“, auf dem sie sich musikalisch außerordentlich vielseitig geben. Dudelsack, wuchtiges Riffing, energetische Growls, epische Breitseite, cleaner Gesang, dunkle und emotionale AtmosphĂ€re bilden den schattierten NĂ€hrboden fĂŒr ein vielschichtiges und packendes Celtic Metal-Festival, bei dem es fĂŒr den Hörer einiges zu entdecken gibt.  Als Anspieltipps unbedingt das keltisch influenzierte „Mag Mel“ nehmen.
Bernd Oppau

SUN DOMINGO
Songs For End Times
Glassville/Alive
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Eine tolle Progscheibe legen die aus dem amerikanischen Atlanta stammenden Sun Domingo vor. BandgrĂŒnder und Mastermind Edgel Groves konnte als SĂ€nger & Gitarrist Kyle Corbett gewinnen, an den Drums macht nun Richie Torrance seine Sache mehr als gut. Ergebnis ist ein Album voll genialer Songwriting-Aspekte, epischen Monenten, frickeligem Progeinschlag, klassichen Parts und großartigen, melodischen Melodien. Als GĂ€ste mit an Bord sind zusĂ€tzlich noch Steve Hogarth (Marillion), Adran Belew (King Crimson), John Wesley (Porcupine Tree) und Bruce Soord (The Pineapple Thief). Ganz großes Kino mit meinem Reinhörvorschlag „For Only You“!
David Comtesse

ROBIN TROWER
The Playful Heart
Repertoire Records
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Bluesrock- und Hendrix-Fans werden an dem neuen Studioalbum von Robin Trower ihre helle Freude haben. Irre schwelende und dampfende Gitarrenriffs, dazu abwechselnd Trowers und Davey Pattisons Stimme. Dazu noch kongeniale Bass & Drums von Glenn Letsch und Pete Thompson. Unbedingt hineinhören in das famose „The Turning“, das den Geist von Jimi Hendrix ganz besonders atmet.
Rainer Guérich

ROBIN TROWER
20th Century Blues
Another Days Blues
What Lies Beneath
Repertoire Records
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Im Schlepptau des neues Robin Trowers-Albums veröffentlicht Repertoire Records 3 remasterte Neueditionen von Alben des einstigen Procul Harum Gitarristen. Den Auftakt macht „20th Century Blues“, auf dem sich Robin Trower 1994 in Bestform und ungemein energetisch und kraftvoll prĂ€sentierte. „Prisoner Of Love“ und „Extermination Blues“ sind nur zwei der vielen Highlights auf der Scheibe. - „Another Days Blues“ wurde im Jahre 2005 veröffentlicht und steht ganz im Zeichen von Trowers genialem Bluesgitarrenspiel. Die Vocalparts auf den meisten Tracks stammen von Davey Pattison, der zusĂ€tzlich von GastsĂ€nger Hazel Fernandez unterstĂŒtzt wird. Anspieltipp der CD ist „21st Century Blues“. - Last But not least  wird auch das 2009er Album „What Lies Beneath“ ĂŒber Repertoire Records re-released. Die 11 Songs  sind sehr slowly, hypnotisch und dennoch kraftvoll. Reinhörtipps der CD sind das zweigeteilte „As You Watch Each City Fall“ und die ebenso unterschwellige wie majestĂ€tische Ballade „Sleeping On The Moon“.
Rainer Guérich

URIAH HEEP
Into The Wild
Frontiers/Soulfood
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Seit mehr als 4 Jahrzehnten bĂŒrgen Uriah Heep fĂŒr beste Hardrockunterhaltung. Auch bei ihrem neusten Streich „Into The Wild“ ist von ErmĂŒdungserscheinung keine Spur. Die Band agiert mit vollem Tatendrang.  Bernie Shaws toller Gesang  setzt dicke Ausrufezeichen und der  keyboardgetrĂ€nkte Rocksound der alten Schule wabert ungezĂŒgelt los. Mein persönlicher Anspieltipp ist ĂŒbrigens das hammergeile SchlussstĂŒck „Kiss Of Freedom“. Ein Album zum Niederknien, Empfehlung und Höchstpunktzahl!
Rainer Guérich

THE VAN JETS
Cat Fit Fury!
Belvedere/Cargo Records
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Aus Belgien kommt das Quartett The Van Jets, die uns auf den 11 Songs ihres aktuellen Longplayers „Cat Fit Fury!“ einen abwechslungsreichen und spannungsvollen Indie-Alternativerock bieten. EinflĂŒsse von Bands wie den Radiohead und den Strokes sind hörbar, aber die Gruppe um die beiden BrĂŒder Johannes & Michael Verschaeve entwickelt einen ganz eigenen intensiven Sound, der auf dem vorletzten StĂŒck „Matador“ richtig groß klingt.
Jörg Eifel

VICTORY
Don’t Talk Science
GoldenCore/Zyx Music
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Die ruhmreiche Hannoveraner Rocktruppe legt hier ihr definitiv letztes Album vor. Leider muss man sagen, denn Victory laufen auf den 13 Songs (inkl.  dem Spooky Tooth-Cover „Waiting For The Wind“ und dem Pointer Sisters-Remake „I’m So Excited“) noch einmal zu großer Form auf. Dynamisch und mit juveniler Frische agieren die beiden Gitarristen Herman Frank & Tommy Newton, das Rhythmus-Duo um Peter Knorn (bass) und Achim Keller (drums) macht ordentlich Druck. Nicht zu vergessen Frontmann Jioti Parcharidis, der sich auf  Nummern wie „Victim Of Lies“ die Seele aus dem Leib schreit. Ein engagierter und mehr als repektabler Abgang!
Rainer Guérich

VOGELFREI
Der DĂ€mmerung entgegen
Street Justice/Cargo
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Gute Hardrock-Bands, die ihre Songs in deutscher Sprache interpretieren, gibt es nicht allzu viele. Vogelfrei gehören zweifelsohne dazu , was ihre neueste Rille „Der DĂ€mmerung entgegen“ eindrucksvoll untermauert. 12 powervolle Rocksongs warten auf die Fans. Die Mischung aus harten Rockphasen, speedigem Metal und großartiger Vocalarbeit geht voll auf und harmoniert phantastisch mit einer ĂŒberaus anspruchsvollen Textur. Also die perfekte Gelegenheit mal wieder die Boxenmembranen zu entstauben und dabei noch ‘ne gute Rockscheibe zu hören.
Frank Zöllner

VOLXSTURM
Ein kleines bisschen Wut
Sunny Bastards/Broken Silence
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Auf eine 20jĂ€hrige Bandgeschichte kann die Schweriner Oi! und Streetpunk-Band Volxsturm zurĂŒckblicken. FĂŒr ihren fĂŒnften Longplayer hat sich die Band einiges ĂŒberlegt und serviert das neue Opus „Ein kleines bisschen Wut“ in opulenter DIN A5-Hardcover-Package Edition. Darin enthalten sind neben einer 12gĂ€ngigen CD mit neuem Punk-Krachstoff auch eine DVD (inkl. Kurzfilm + Videos) sowie ein 64seitiges Booklet, das die Bandgeschichte nochmal zusammen fasst. FĂŒr jeden Punk- und Oi!-Fan ein edles Mahl!
Enzo Bach

WHITESNAKE
Forevermore
Frontiers/Soulfood
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David Coverdale und Gefolgschaft legen mit „Forevermore“ ein riffbetontes, roughes und nach vorne marschierendes neues Album vor, das mit dem leicht Blues-getrĂ€nkten Opener „Steal Your Heart Away“ adĂ€quat startet. Als Singleauskopplung veröffentlicht wurde „Love Will Set You Free“, ein gringendes Hardrockmonster, das mit seinem Refrain sehr gut ins Ohr geht. Mein persönlicher Favorit auf der Scheibe ist ĂŒbrigens „Tell Me How“, das mit seiner ausgeklĂŒgelten Balance zwischen Melodie und HĂ€rte zu ĂŒberzeugen weiß. Whitesnake sind Anno 2011 verdammt gut unterwegs, play it loud!
Rainer Guérich

DIE WOHNRAUMHELDEN
Rock ‘n‘ Roll Puppentheater
La-La-Land/Indigo
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Wer gutgemachte, deutschsprachige Rockmusik mag und dazu noch seinen Sinn fĂŒr Humor nicht verloren hat, ist bei den  beiden Protagonisten C-Punkt Stein Schneider (die Stimme der Vernunft) und B-Mann Mayor (der Vulkan der Romantik) an der richtigen Adresse. „Rock‘n‘Roll Puppentheater“ heißt ihre neue Scheibe, die mal wieder vor handgemachter, bodenstĂ€ndiger und unkonventioneller Rockmusik ĂŒberquellt. Dazu gesellen sich die gewohnt bizarr-verrĂŒckten Texte ĂŒber den Wahnsinn des Lebens, Beziehungen, gute Freunde, Weltverbesserer, Einkaufsbummel und echte GefĂŒhle. Alles nicht ganz ernst gemeint oder vielleicht doch?
David Comtesse

NEUE CDs

Mit „Follow The White Line“ (Sireena/ Broken Silence) ist nun auch das dritte Album der legendĂ€ren Jazzrock-Band SNOWBALL auf CD erhĂ€ltlich. Die Band um Drummer Curt Cress spielte die Scheibe im Jahre 1980 mit dem neuen Gitarristen Roykey Wydh und Wally Warning am Bass  ein und gab sich im Vergleich zu den beiden VorgĂ€ngern deutlich rockbetonter. Highlight der Platte ist zweifellos das zweigeteilte progressive TitelstĂŒck, das es auf eine GesamtlĂ€nge von 12 Minuten bringt. +++Ebenfalls auf CD erscheint „Bock auf Rock - Live“ (Sireena/Broken Silence), das Livealbum der Deutschrocker FRANZ K. aus dem Jahre 1982. Das Wittener Trio um Mick Hannes und Peter & Stefan Josefus prĂ€sentierte auf ihrer damaligen Tour Titel wie „Vergiss es“, „Wir haben Bock auf Rock“ und „Bye Bye Johny“.  Hochinteressant und authentisch ist auch die neunminĂŒtige Kunstkopf-Liveaufnahme des bekannten „Peter Gunn“-Themas, das auf dem 1974er Festival in Erwitte mitgeschnitten wurde. +++

Die Coreknaben von GROBER KNÜPPEL stellen ihre viergĂ€ngige EP  "Mit Liebe" (Asphalt Records/New Music Distribution) vor. Deutschsprachigen Hardcore vom Feinsten lassen die vier Jungs auf Songs wie „Baby“ und „Deine Lippen“ vom Stapel. Da freut man sich doch schon aufs nĂ€chste Album... +++ Mit der CD „Gegen die Masse“ (Rebellion/New Music Distribution) haben die hollĂ€ndischen Streetrocker von RAZORBLADE erstmals ein Album komplett in deutscher Sprache eingespielt. Neben brachial-ruppigem Gesang und messerscharfen Gitarrensalven gibt es mit dem StĂŒck „Stiefeljungs“ auch eine Coverversion von Razorblade’s Lieblingsband „Vogelfrei“. +++ Der Rocksound der dĂ€nischen HIGHWAY CHILD ist tief in den 70iger Jahren verwurzelt. Das macht ihr drittes  und selbstbetiteltes Album (Slow Shark Records/VME) sehr deutlich. Toll sind insbesondere ihre bluesigen („Real Love“) und countryesken KlangausflĂŒge („Copenhagen Bye Bye“). Auf dem harpverzierten und flirrenden „Play For Soul“ erinnert SĂ€nger Patrick Heinsoe an Robert Plant. Tolles Teil! +++ Die kalifornischen DEFEATER stellen mit "Empty Days & Sleepless Nights" (Bridge 9/Soulfood) ihr neues Album vor. Auf dem Spielplan steht ein ebenso abwechslungsreicher wie energetischer Hardcore-Sound, der durchaus zu begeistern weiß. Anspieltipps sind StĂŒcke wie "Waves Crash“, „Clouds Roll" und "White Knuckles". +++ Die DarmstĂ€dter Punk-Kapelle THE SUICIDE KINGS haben mit "Menticide" (KB Records/Cargo) ein neues Langeisen am Start. Musikalisch wird ihr Streetpunk auf den 10 Tracks mit zusĂ€tzlichen Metal-Attacken verschĂ€rft, was der Band sicherlich noch einen grĂ¶ĂŸeren Hörerkreis bescheren dĂŒrfte. +++ 

Von MITCH RYDER erscheint unter dem Titel "Live Talkies/Easter in Berlin 1980" (Repertoire Records) eine weitere Wiederveröffentlichung. Besonderer Clou dabei ist, dass der Quasi-Livestudioaufnahme "Live Talkies" aus dem Jahre 1981 auch noch ein bis dato unveröffentlichtes Livekonzert von 1980 in der West Berliner "Oper Halle" als Bonus-CD hinzugefĂŒgt wurde. +++ Als opulent aufgemachte Collector’s Edition mit 2 CDs und DVD erscheint MEATLOAF’s  siebtes Album „Welcome To The Neighbourhood“ (Virgin/EMI), das 1995 erschien. Auf CD1 findet sich das remasterte Originalalbum, dem noch 3 Bonustracks draufgepackt wurden (u.a. „Is Nothing Sacred“ feat. Patti Russo). CD2 beinhaltet einen hörenswerten Livemitschnitt, der 1995 im New Yorker „Beacon Theatre“ mitgeschnitten wurde. Auf der Bonus-DVD schleißlich finden sich neben 2 Promovideos („I’d Lie For You“, „Not A Dry Eye In The House“) auch noch ein BBC Top of The Pops-Auftritt plus ein Interview mit dem „Fleischklops“. +++ Über Epic/Legacy (Sony Music) erscheinen aufwĂ€ndig gestaltete Expanded-Neueditionen von zwei PEARL JAM Alben: „Vs“ (Epic/Sony Music) war das zweite Alben der Grunge-Heroen und wurde 1993 veröffentlicht. Die Platte, die ĂŒber 950.000mal ĂŒber die Ladentische ging, war eines der erfolgreichsten Pearl Jam-Alben und enthielt Hits wie „Go“ und „Daughter“. Die remasterte Neuedition wartet mit 3 Bonustracks auf, darunter das bisher unveröffentlichte „Cready Stomp“. - Auf ihrer nur ein Jahr spĂ€ter erschienenen Scheibe „Vitalogy“ (Epic/Sony Music) prĂ€sentierte sich die Band vom Sound her weitaus dunkler, rauer und abwechslungsreicher. Highlights der Platte sind zweifellos StĂŒcke wie „Spin The Black Circle“ und „Not For You“. Von den 3 Bonustracks lohnt insbesondere die rein mit Gitarre/ Organ-Sound eingespielte Version von „Better Man“. +++ Auch von OZZY OSBOURNE startet eine Reissues-Reihe. Den Auftakt macht das 1980er Album „Blizzard Of Ozz“ (Legacy/ Sony Music), das von George Martino sorgfĂ€ltig remastered wurde und drei Bonustracks enthĂ€lt, darunter eine ‘2010 Guitar & Vocal Mix’-Version von „Goodbye To Romance“. - Noch opulenter erscheint die 2 CD Legacy-Edition von Ozzys Meisterwerk „Diary Of A Madman“ (Legacy/Sony Music) aus dem Jahre 1981. CD 1 beinhaltet das komplette Originalalbum wĂ€hrend CD2 ein 11gĂ€ngiges Livekonzert auffĂ€hrt, das wĂ€hrend der „Blizzard Of Ozz“-Tour mitgeschnitten wurde. Auf der BĂŒhne standen seinerzeit neben Randy Rhoads noch Basser Rudy Sarzo und Drummer Tommy Aldridge. +++

Leider viel zu frĂŒh verstarb Rock- und Bluesgitarrist GARY MOORE im Februar diesen Jahres. Seine Plattenfirma ehrt sein Andenken mit einem Special CD/DVD-Set seiner Compilation „Ballads & Blues“ (Virgin/ EMI). Auf der CD finden sich tolle Singleversionen von Titeln wie „Still Got The Blues“ und „Empty Rooms“, auf der DVD gibt’s ein bis dato unveröffentlichtes Interview mit Gary plus 10 Original- und LIve-Videos. +++ Schöne Idee, in der „Original Album Classics“-Serie (Legacy/Sony Music) ein 3CD Set mit Livealben von EMERSON LAKE & PALMER zu veröffentlichen. Die CDs stecken jeweils im Papersleeve mit Cover-Artwork. Folgende Livescheiben sind in der Box: „Live At The Royal Albert Hall“ (1993), „Live At The Isle Of Wight Festival 1970“ (1997) und „Live In Poland“ (2002). +++ In den Privatarchiven von JEFF HEALEY schlummern scheinbar noch so einige SchĂ€tze. Dies wird mit dem Konzertfund „Live At Grossmans - 1994“ (Eagle Records/edel) deutlich, der am 22. und 23.04.1994 im „Grossmans Tavern“ im kanadischen Toronto mitgeschnitten wurde. Zu hören gibt’s  u.a. eine ganz famose Liveversion von Hendrix „Voodoo Child“. +++

Ein regelrechtes Dark-Folk Meisterwerk legen ELANE mit ihrer vierten Scheibe „Arcane“ (Curzweyhl/Rough Trade) vor. Die ausdrucksstarke und charismatische Stimme von SĂ€ngerin Joran Elane ist der ideale Conterpart zu den atmosphĂ€rischen KlĂ€ngen, Akustik- und Orchester-Arrangements, die diesmal die Geschichten des deutschen Schriftstellers Kai Meyer zum Inhalt haben. Ganz stark! +++ Aus dem englischen Leicestershire kommen I AM IN LOVE, die mit „Of Regard And Affection“ (Velocity Sounds Rec./Rough Trade) ihr tolles DebĂŒtalbum vorstellen. Die fĂŒnfköpfige Band (4 Jungs plus 1 MĂ€del) servieren uns auf den 8 Tracks anspruchsvollen elektronischen Indie-Pop, leicht dĂŒster und atmosphĂ€risch. EinflĂŒsse von The Cure, David Bowie und OMD sind spĂŒrbar. +++ Die Heavy Metaller von KILMARA kommen zwar aus Spanien, intonieren ihre Texte aber inzwischen auf Englisch. Ihr gerade veröffentlichtes zweites Album „Don’t Fear The Wolf“ (Rising Records/Cargo) wurde von niemand Geringerem als Roland Grapow (Ex-Helloween) produziert. +++ Wer auf brutalen Death-Metalcore steht, ist bei den belgischen CRIMSON FALLS an der richtigen Adresse. Ihre neue Scheibe „Fragments Of Awareness“ (Rising Records/Cargo) ist voll von aggressiven Riffs, brutalen Mosh-Breakdowns, Blistering Blasts und komplexen und melancholischen Melodien. +++ Rough und hungrig gibt sich der Metalcore-FĂŒnfer CONFINED WITHIN auf dem Erstlingswerk „Ashes Of A Fallen Kingdom“ (Rising Records/ Cargo). Die Band um Fronter Tom Ashton verfolgt auf den 12 Tracks nur eine einzige Mission: „To make really good metalcore...!“ Wer darauf steht, sollte hineinhören! +++ Eine interessante Scheibe legen die aus Florenz stammenden 81 DB mit „Impressions“ (Rising Records/Cargo) vor. Die Band um den aus Griechenland stammenden Gitarristen Kostas Ladopoulos vermengt ihren Progmetal mit griechischer Folklore, komplexen Gitarrenriffs und Bouzouki-KlĂ€ngen. +++ „Anomie“ (Dependent/ Alive) heißt das neue Solowerk des schwedischen Gitarristen TIM SKOLD (Marilyn Manson). Metallastiger Industrial-Gothic-Rock mit einigen SchwĂ€chephasen. +++ Deutschsprachigen Metal   mit plakativen Texten wie „Das Volk“,  „Schmiede, schmiede!“ und „Dein Herz“ servieren uns DIE VORBOTEN auf ihrer CD „Aufschrei“ (Sonic Attack/Soulfood). Texte und Musik passen zur lieblos aufgemachten Promo-CD! +++ Gerade mal 2 Tage hat der norwegische Hardcore-Vierer  ARISTILLUS gebraucht, um die 10 Tracks von „Crystal Skies“ (Cargo) aufzunehmen und einzuspielen. Interessant am Sound der Band ist die Tatsache, dass auch Instrumentalparts und melodische Gitarren & Gesang in den Hardcore-Sound eingewoben werden. Mitunter wird man gar an Bands wie HĂŒsker DĂŒ und Sonic Youth erinnert... +++

Aus Schweden kommt die SĂ€ngerin & Songwriterin MONA NYLIN, die mit „Presence“ (MN Records/Radar) ihr neues Album im GepĂ€ck hat. Was bei den 11 Songs auffĂ€llt, ist ihre tolle Rock- und Soul-Stimme, die an die 1970iger Jahre erinnert. TatsĂ€chlich wurde Mona stark von Neil Young beeinflusst und hat auf der CD so gut wie alle Instrumente im Alleingang eingespielt. +++ „This Age Of Entitelment“ (Pate Records/edel) heißt die neue Einspielung des Vierers DEFCON, die ihre Musik selbst als „21st Century Rock’n’Roll bezeichnen. Das ist sicher ein wenig zu hoch gegriffen,  aber die Band weiß mit ihren rockigem Hardcore-Sound und den immer wieder eingestreuten Synthies schon zu gefallen. Insbesondere das bereits vorab als Single ausgekoppelte „Dance, Narcissist! Dance!“ ist ein hymnischer Smasher, der fĂŒr Stimmung in der Bude sorgt! +++ Aus dem sĂŒdafrikanischen Johannesburg kommt das Quartett DANCE, YOU’RE ON FIRE, das mit „Secret Chiefs“ (Southern Pulse/Broken Silence) ein sehr hörenswertes Indierock-Album vorstellt. 11 Tracks finden sich auf der auch mit progressiven BezĂŒgen aufwartenden CD. +++ Wer auf Alternative Country Pop steht, sollte unbedingt in den neuen Longplayer von BUDDY AND THE HUDDLE hineinhören. Auf „Farrago“ (Beste! Unterhaltung/ Broken Silence) hat sich die Band den Antihelden „Homer Idlewild“ (aus dem Buch von Yann Appery) als Inspirationsquelle vorgenommen. Rootsiger Country-Blues und Folk vermischt sich sehr gekonnt mit Instrumentalmusik und Kammerpop. +++ Auf ihrer CD „Zeitmaschine“ (Echozone) laden LEICHENWETTER den Hörer auf eine musikalische Zeitreise ein. So hat sich die Band Werke von lĂ€ngst verstorbeneen Dichtern wie Heinrich Heine, Hermann Hesse und Friedrich Schiller angenommen und diese mit einer ansprechenden musikalischen Mischung aus Gothic, Metal und Klassik-Elementen umgesetzt. +++ Auf eine bereits 17jĂ€hrige Bandgeschichte kann die Euskirchener Progrock-Formation FAIRYTALE zurĂŒckblicken. Mit „Anywhere From Here“ (Fastball/Sony Music) veröffentlicht die Band zwar erst ihren vierten Longplayer, was Proggies allerdings nicht stören sollte, denn ihr in den 70er Jahren verwurzelter Progstoff ist hörenswert. +++ Gothic-Freunde werden sich ĂŒber „One In A Million“ (Echozone/Sony Music), die neue Veröffentlichung von VENDEMMIAN freuen. Die Band ist schon lange in der Szene aktiv und kann auf den 10 Songs ihrer CD begeistern. Kraftvoller und atmosphĂ€rischer DĂŒsterrock und ins Ohr gehenden Melodien wecken Erinnerungen an Bands wie The Mission und All About Eve. +++ Mit seiner All-Star-Band BUCKET & CO hat der langjĂ€hrige Bad Company Gitarrist Dave „Bucket“ Colwell ein empfehlenswertes Album eingespielt. „Guitars, Beer & Tears“ (AAO Music/ H’Art) bietet durchwegs hochkarĂ€tige Melodicrock-Kost und erstklassiges Songwriting. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie „Girl Of My Dreams“, „Why Can’t It Be“ und „Somebody To Love“.

 

 

 

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