Juni/Juli 2012

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@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

24 PESOS
When The Ship Goes Down
Ourgate/Cadiz
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Cooler Hi-Energy-Uptempo-BluesFunk-Rock kommt von den 24 Pesos aus  Great Britain. Ihre 11 EigengewĂ€chse sind beeinflusst von GrĂ¶ĂŸen wie The Meters, Howlin Wolf, Hendrix und Captain Beefheart und werden mit den eigenen 24 Pesos im Shuffle-Shaker geschĂŒttelt. Das Ergebnis ĂŒberzeugt, wobei ich als Reinhörtipps den unwiderstehlich nach vorne groovenden Slide Guitar-Stomper „Melon Man“ und das funkige, mit Hammonds unterlegte „Leadbelly“ empfehlen möchte.
Rainer Guérich

2UGLY2DIE
Tiefenrausch
7Hard/New Music Distribution
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Ein vielversprechendes Punkrock-Trio  aus Berlin, das bereits im Jahre 2008 unter dem Namen „Fragglezzz“ gegrĂŒndet wurde, aber erst zwei Jahre spĂ€ter mit dem neuen Schlagzeuger Ralle auf professioneller Ebene richtig durchstarten konnte. Das musikalische Ergebnis des konsequenten Arbeitens und Songschreibens liegt jetzt vor und trĂ€gt den bedeutungsreichen  Namen „Tiefenrausch“. Ergebnis ist ein deutschsprachiger Punkrock, der schonungslos direkt aus den Boxen kommt. Man darf gespannt sein, wie es mit 2Ugly2Die weitergeht...
Jörg Eifel

ALAMAAILMAN VASARAT
Valta
Nordic Notes/Broken Silence
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„Wir sind eine finnische Band, die punkige Brass-Musik fĂŒr Geheimagenten spielt. Oder koscheren Kebab-Jazz mit Metal beeinflusster Filmmusik“, beschreiben Alamaailman Vasarat ihre Musik befragt. Alles klar soweit? FĂŒr weitere Fragen bitte die neue Scheibe der Finnen einfach kaufen und in den CD-Player einlegen. Bei dieser Art von Musik klemmt einfach jede Genreschublade. Hier treffen harte Gitarrenlicks auf Cello-Phasen, Heavy-Metal-Sound feiert munter mit arabischem Rhythmus-Flair und Tango-Feeling geht mit heißer Brass-Section und coolem Urban-Jazz auf Reisen.
Frank Zöllner

ATOMIC FLOWER
Destiny’s Call
7Hard/New Music Distribution
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Aus der Schweiz kommen Atomic Flower, die mit „Destiny’s Call“ eine sehr eigenstĂ€ndige Modern Metal-Scheibe mit Darkness-Faktor vorlegen. Die Texte sind sehr anspruchsvoll und handeln vom Versagen globaler Systeme, menschlichen AbgrĂŒnden und verlorenen Seelen. Von der musikalischen Seite her genĂŒgt die Scheibe höchsten AnsprĂŒchen. Es gibt ausgefeilte Songstrukturen, psychedelische Elemente , progressive Klangzutaten und eine Menge AtmosphĂ€re. Als Reinhörtipps empfehlen sich Songs wie„Battalion Of Saints“ und „Lost Emperor“. Metal mit Tiefgang!
Rainer Guérich

BIG BROTHER & THE HOLDING COMPANY FEAT. JANIS JOPLIN
Live At The Carousel Ballroom 1968
Columbia/Sony Music
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Janis Joplin bei einem tollen, bis dato unveröffentlichten Konzertmitschnitt, der am 23. Juni 1968 im San Franciscoer „Carousel Ballroom“ mitgeschnitten wurde. Eine flammende und authentische Bluesrock-Revue mit einer bestens aufgelegten Janis Joplin, die zusammen mit ihrer Band auf  Songs wie „I Need A Man To Love“ und „Flower In The Gun“ einer ganzen (Hippie) Generation aus der Seele sprach. Ein wichtiges, musikalisches Zeitdokument in bestmöglicher KlangqualitĂ€t und liebevoller Aufmachung.
Bernd Lorcher

BLACKBURN
Sonic Images
7Hard/New Music Distribution
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Die österreichischen Blackburn haben nach einigen LIne-Up Wechseln in Sachen Alternative Rock eine eigene Handschrift entwickelt. Dies zeigt sich auf ihrer neuen CD „Sonic Images“ ganz deutlich. Ihr Sound klingt emotional, kantig und frisch und wird mit ein wenig Prog, Psychedelic und 70iger Jahre Referenzen angereichert. Der Vierer um SĂ€nger Tobi Waltl hĂ€lt den Hörer bei der Stange und weiß in Songs wie „Broken Pieces“ und „Leave Your Shelf“ zu ĂŒberzeugen. Entdeckenswert!
Tim Beldow

BLACKBURNER
Feel The Burn
Cleopatra
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Eine völlig abgedrehte Electrorock-Scheibe, die  Skyla Talon hier eingespielt hat. Nach einem irre brutzelnden Noise-Industrial-E-Gitarrengewitter zu CD-Anfang wird es im Verlaufe der Einspielung richtig gut, denn die Elektronikrock-Bearbeitungen von AC/DC’s „Back In Black“ und Led Zeppelin’s „Kashmir“ machen richtig Spaß. Auf „Kashmir ist ĂŒbrigens auch Edgar Froese von Tangerine Dream zu hören. Ein weiterer namhafter Special Guest ist John Wesley von Porcupine Tree auf „Prometheus“. Klasse ist auch die Bonus-CD mit einem ganz speziellen „Non-Stop DJ Mix“.
Tim Beldow

BLACKLODGE
Machination
Season Of Mist
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Aus dem SĂŒdosten Frankreich kommt der Dreier Blacklodge, der stilistisch ins Genre Industrial Black Metal einzuordnen ist. 10 StĂŒcke finden sich auf der Scheibe, die durchaus zu ĂŒberzeugen weiß. Insbesondere Titel wie „Order Of The Baphomet“ und „The Other Side“ sind sehr gelungen. Wer auf Black Metal mit untrĂŒglicher Industrial-Komponente steht, sollte also zugreifen!
Olaf Rominski

BOY ANDROID
Walk/Run/Flee
Stickman Records/Soulfood
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Die vier MĂŒnchener legen hier ein tolles Album vor und zeigen sich als ernstzunehmende Indierock-Band mit Ambitionen. Und die demonstrieren die Vier auf ihren neuen Tracks zur GenĂŒge. Nicht nur bittersĂŒĂŸe Wehmut-Lyrik und Endzeit-Szenarien erwarten den Hörer, sondern ein toller Sound mit elektronischen Sprengseln, eingestreuten Strings, spannenden Gitarrenphasen und emotional-lodernder Vocalarbeit.
Jörg Eifel

CIRCUS MAXIMUS
Nine
Frontiers/Soulfood
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FĂŒnf Jahre mussten die Fans der norwegischen Progressive Rocker  Circus Maximus auf ein neues musikalisches Lebenszeichen nach dem viel gelobten Konzeptalbum „Isolate“ warten. Nun steht das neue Werk „Nine“ ins Haus und kann mit einer ausgefeilten Mischung aus groovigen Hooks, hartem Riffing und progressiven Klangzutaten durch die Bank ĂŒberzeugen.  Nach dem sphĂ€rischen Intro „Forging“ gibt es mit „Architect Of Fortune“ einen der stĂ€rksten Songs des Albums zu hören. Das ausgeklĂŒgelte Wechselspiel zwischen Melodie, HĂ€rte und harten Rockriffs  bereitet hier den nahrhaften Boden fĂŒr die gesangliche Höchstleistung von Fronter Michael Eriksen. Großes Kino im „Circus Maximus“!
David Comtesse

CONSCIENCE
Your Frequency
Echozone/Bobmedia
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Kraftvoller Electro-Pop mit darker Note und treibenden Gitarrenlicks. Das erwartet den Hörer auf „Your Frequency“, der neuen Scheibe von Conscience. Und mit jedem Hördurchlauf bohren sich StĂŒcke wie „Obsession“ und „Say This“ tiefer in die Ohrmuskulatur. FĂŒr das langsame Tempo stehen Nummern wie „Collecting Memories“, das mich nicht zuletzt wegen Stian Shivers Gesang an die großartigen OMD erinnert.
Yasmin Schmidt

CRAZY LIXX
Riot Avenue
Frontiers/Soulfood
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Sleaze-Rock Freunde kommen bei der neuen Scheibe von Crazy Lixx voll auf ihre Kosten. „Riot Avenue“ kickt wie Hölle und nimmt schon gleich mit dem Opener „Whiskey Tango Foxtrot“ ordentlich Fahrt auf.  Weitere Highlights sind „Young Blood“ und der ohrgĂ€ngige Smasher „Fire It Up“. Sleaze Rock’n’Roll mit der richtigen Dosis Roughness, kann bedenkenlos empfohlen werden!
Bernd Oppau

CRIPPER
Antagonist
SAOL/H‘Art
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Mit ihrem dritten Release legen die Hannoveraner Thrash-JĂŒnger die Messlatte fĂŒr zukĂŒnftige Alben verdammt hoch und versorgen uns mit einem kompromisslosen und ultraharten GefrĂ€se der ausgefallenen Art. Die vier Jungs plus Frontfrau Britta servieren uns ein wuchtiges und stampfendes Death & Thrash-Gewitter der hĂ€rtesten Gangart. Das Teil hat auf mich eine Wirkung wie eine intravenöse Adrenalininjektion!
Jörg Eifel

CRYSTAL BREED
The Place Unknown
SAOL/H‘Art
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Progressive-Rock made in Hannover: Crystal Breed stellen auf ihrer brandneuen Einspielung ihre Liebe fĂŒr harte Riffattacken und Balladenkost unter Beweis. Die neun Songs wirken perfekt aufeinander abgestimmt und beziehen ihre Energie aus einer ausgefeilten Architektur zwischen Fetzgitarren, glatter GefĂ€lligkeit und erdverbundener Rockarbeit. Ein Teil mit Ambitionen!
Frank Zöllner

CUEROCK
Tales Of Future Passed
7Hard/New Music Distribution
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Feinster Progressive Rock aus deutschen Landen. Im Jahre 2010 wagten die westfĂ€lischen Cuerock (hervorgegangen aus den legendĂ€ren Cue) nach einer lĂ€ngeren Pause mit dem neuen SĂ€nger  Larry Lee-Lehmann den Restart. Klarer Fall, dass dabei nur Gutes herauskommen konnte, wie das Songmaterial auf „Tales Of Future Passed“ beweist. Moderner Progrock mit einem GespĂŒr fĂŒr ohrgĂ€ngige Melodien und tiefgrĂŒndigen Texte. Der Titeltrack ist ĂŒbrigens dem 2004 leider verstorbenen ehemaligen Bassisten Axel gewidmet.
Rainer Guérich

DEZPERADOZ
Dead Man’s Hand
Drakkar/Sony Music
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Nicht wirklich originell: Die Dezperadoz, die Truppe von Alex Kraft (u.a. Sodom, Onkel Tom) ziehen sich den alten Cowboy-Schlapphut an und fusionieren ein wenig Country mit böser Metal-Axt. So geschehen auf ihrer Single „Yippi Ya Yeah“. Das Ganze wird dann im Presseinfo auch noch vollmundig als „Ennio Morricone meets Metal“ und „Kreuzung aus Heavy Rock und Western Sounds“ angepriesen. Huuuahh, dann doch schon lieber die LangbĂ€rte ZZ Top...
Jörg Eifel

DRIVER
Countdown
Metal Heaven/Soulfood
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Die musikalischen Wurzeln von Driver fĂŒhren weit bis in die 80er Jahre zurĂŒck. Damals formierten sie sich aus der kurzlebigen Band M.A.R.S., zerbrachen dann aber  um 2008 nach einer Reformation das vielbeachtete DebĂŒt „Sons Of Thunder“ vorzulegen. Nun erscheint der Nachfolger, der ganz im Zeichen von Rob Rocks tollen Shouts und schneidigen Gitarrenriffs steht. Wer auf handgemachten Old School Metal und Rock abfĂ€hrt, liegt hier goldrichtig.
David Comtesse

EMERSON LAKE & PALMER
From The Beginning
Legacy/Sony Music
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Was fĂŒr ein gelungenes und opulentes 5 CD Bookset in DVD HĂŒllengrĂ¶ĂŸe der Progrock-Legende ELP mit jeder Menge rarer Aufnahmen und reichhaltiger Bebilderung/ Anmerkungen der einzelnen Bandmitglieder! Schwerpunkt ist natĂŒrlich die frĂŒhe und höchst kreative Phase der richtungsweisenden Gruppe. CD 1 wird eröffnet von je einem Song von Atomic Rooster („Decline And Fall“) und The Nice („“Fantasia: Intermezzo Karelia Suite“), den ehemaligen Bands von Carl Palmer bzw. Keith Emerson. Danach folgen Klassiker wie „Lucky Man“, „Tank“, „Take A Pebble“ sowie diverse Livemitschnitte aus London von 1970. Auf den weiteren 4 CDs gibt es etliche Highlights mehr,, die sich in ihrer FĂŒlle gar nicht alle aufzĂ€hlen lassen: diverse „First Mixe“ & „Early Visions“, Liveaufnahmen, Single-B-Seiten u.v.m. Grandioser Schlusspunkt ist der fĂŒnfte Silberling mit einem Livemitschnitt vom „Mar Y Sol“-Festival in Puerto Rico, der am 4.01.1972 festgehalten wurde. Inklusive packenden BĂŒhnenversionen von „Tarkus“, „Pictues At An Exhibition“ und „Lucky Man“. Ein Must Buy!
Rainer Guérich

FAITHFUL BREATH
Rock Lions/Hard Breath
Sireena/Broken Silence
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Eine Entdeckung ist diese Wiederveröffentlichung der Ruhrpotthardrocker Faithful Breath. Ihre beiden LPs „Rock Lions“ (1980) und „Hard Breath“ (1982) finden sich nun vereint auf einer remasterten CD und zeigen die QualitĂ€ten der Band, die sie so beliebt bei den Fans machten. Schneidender und vorwartstreibender Hardrock, ein wenig Progeinschlag und Heinz Mikus unvergleichlicher Gesang. Charakteristisch waren auch die Wikinger-helme, mit denen Faithful Breath ihre Konzerte absolvierten.
Tim Beldow

FEEDBACK
No Lies
Transformer Rec./Membran
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Handgemachte und ehrliche Rock-Mucke mit reichlich GitarrenwĂ€nden und dem obligaten Balladenfeeling. Alles natĂŒrlich unter der „Oberaufsicht“ von Dr. Notker Wolf, dem obersten Benediktiner weltweit und bekennendem Rockfan. Gemeinsam mit seinen ehemaligen SchĂŒlern des Ordens-Gymnasiums hat der „rockende Abt“ bereits die 2. Scheibe eingespielt, die selbst internationalen Vergleichen stand hĂ€lt. Die 12 Songs transportieren alles, was eine ordentliche Rockscheibe braucht: knackige Gitarrenlicks, schwere Drumarbeit und eine wegweisende Vocalarbeit mit ansprechenden Texten. Heiliger alter Jesus, die Jungs wissen was ‘ne Harke ist!
Frank Zöllner

JOHNNY FLESH & THE REDNECK ZOMBIES
This Is Hellbilly Music
Wolverine Records/Soulfood
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Johnny Flesh und die Redneck Zombies lassen es auf dieser Scheibe richtig knacken und servieren einen Horror Psychobilly-Mix, der sich gewaschen hat. EinflĂŒsse von Mad Sin, Volbeat und den Misfits sind spĂŒrbar und werden zu einem kernigen, ins Bein gehenden „Billy-Eintopf“ verarbeitet. Als Reinhörtipp unbedingt mal „Broadway Of Dixie“ anchecken! Kommt richtig gut aus den Boxen!
Enzo Bach

HERMAN FRANK
Right In The Guns
Metal Heaven/Soulfood
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Herman Frank hat als langjĂ€hriges Mitglied der Formation Accept Rockgeschichte geschrieben. Mit „Right In The Guns“ wandelt er nun mal wieder auf Solopfaden. Dabei serviert der SĂ€nger & Gitarrist seinen Fans keine ĂŒberfrachtete Rockkost, sondern solide Hausmannskost, die keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Straighter und unverwĂ€sserter Metal und Hardrock stehen auf dem Spielplan und machen vom ersten Akkord an Lust auf mehr. Eine Scheibe, die Spaß macht!
Frank Zöllner

FRANZ K.
Unsterblich
Fastball/Neo
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Im Jahre 2009 gab es das erfolgreiche Comebackalbum von Franz K. Seitdem geht es Schlag auf Schlag, denn nun steht schon die dritte Scheibe seit dem Restart auf dem Programm. Ergebnis ist ein „unsterblich“ guter Deutschrock mit viel Leidenschaft, GlaubwĂŒrdigkeit und OhrgĂ€ngigkeit. Als Reinhörtipp möchste ich euch unbedingt mal   das hymnische „Wen, wenn nicht dich?“ empfehlen. Starke Nummer!
Yasmin Schmidt

THE FRIGHT
The Fright
Fiendforce/Cargo Records
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Horror-Punk made in ThĂŒringen, dafĂŒr stehn The Fright, die dieser Tage bereits ihr 10jĂ€hriges BandjubilĂ€um feiern. Mir ihrem selbstbetitelten Album geht bereits ihr dritter Release an den Start und macht die Sache vom ersten Song an klar: Harte Gitarrenlicks mit starkem Doom-Faktor dominieren die Scheibe. Dazu gesellt sich eine pechschwarze Metal-AtmosphĂ€re mit Anleihen aus Punk, Hardrock und Sleaze. Erfreulich dabei ist die Tatsache, dass die Jungs bewusst auf Growl-Attacken an den Mikros verzichten, was den Songs trotz metallener HĂ€rte und reichlich Speed in der Rille immer noch den Charakter von Old School gibt.
Frank Zöllner

GARBAGE
Not Your Kind Of People
Stunvolume/Cooperative Music
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Es ist verdammt ruhig geworden in den letzten Jahren um Shirley Manson. Nun legt ihre Post-Alternative-Rock Combo ihre erste Arbeit seit sieben Jahren vor. Anscheinend ist die musikalische Entwicklung des letzten Jahrzehnts aber spurlos an Mrs. Manson und ihrer Crew vorĂŒbergegangen, denn nur so lassen sich kreative Aussetzer wie „Control“ oder „I Hate Love“ erklĂ€ren, die tief im Beat & Techno-Sumpf der 90er Jahre festsitzen. Da hilft die kristallklare Vocalarbeit von Frontfrau Shirley auch nur noch am Rande.
Frank Zöllner

THE GO SET
The Go Set
Bad Dog/Cargo
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In Australien zĂ€hlen The Go Set seit Jahren zu den gefeiertesten Livebands. Ihr Sound ist eine Mischung aus Punk, Rock, Pop und irischem Folk, am ehesten zu vergleichen mit den Pogues oder den frĂŒhen Midnight Oil. Auf dem neuesten Dreher haben die Jungs ihre „Kelten-Roots“ zugunsten eingĂ€ngiger und schneller Rock & Pop-Melodien zurĂŒckgefahren und die Power & Speed-Komponente nach oben korrigiert.
Jörg Eifel

GREAT WHITE
Elation
Frontiers/Soulfood
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Sehr bluesrockig lassen es Great White auf ihrem mittlerweile zwölften Album angehen. „Elation“ ist gespickt mit ausgefeilten Songideen und nach vorne gehedem Rockdrive. Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich insbesondere „Feelin’ So Much Better“ und  die Blues-getrĂ€nkte Uptempo-Nummer „Love Train“. Eine erdverbundene, knackige und mĂ€chtig rollende Rockscheibe.
Tim Beldow

GUN
Break The Silence
Ear Music/Edel
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In ihrer BlĂŒtezeit gehörten die Schotten-Rocker zu den meist gebuchten Supports und standen mit GrĂ¶ĂŸen wie den Rolling Stones, Bon Jovi und Bryan Adams auf der BĂŒhne. Dann wurde es ruhiger um die Jungs, und 1998 löste die Band sich auf. 2008 wurde die Truppe um Frontmann Dante Gizzi sozusagen „posthum“ als beste Liveband Schottlands geehrt, was prompt eine Reunion der Band zufolge hatte. Mit „Break The Silence“ steht nach 14 Jahren Pause nun endlich wieder eine neue Scheibe von Gun am Start. Die elf neuen Songs zeigen, dass die Jungs nichts verlernt haben. Gute Rocksongs mit dem genau richtigen Mix aus Power und Nostalgie lassen die alten Zeiten wieder auferstehen und machen Lust auf mehr.
Frank Zöllner

HARDLINE
Danger Zone
Frontiers/Soulfood
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Mein persönliches Highlight der aktuellen Frontiers Records-Veröffentlichungen ist die neue CD von Hardline, der Band um SĂ€nger Johnny Gioeli und Keyboarder Alessandro Del Vecchio, der auch gleichzeitig fĂŒr die Kompositionen und die Produktion zustĂ€ndig war. Zusammen mit ihren Mitstreitern Thorsten Koehne (guit.), Anna Portalupi (bass) und Francesco Jovino (drums) entstand eine unwiderstehlich catchige AOR-Scheibe, die beim Hördurchlauf einfach Spaß macht und bei der man zwangslĂ€ufig den VerstĂ€rker etwas lauter stellt. Die Songs sind alle klasse, wobei ich  den atmosphĂ€risch tempovariierenden Titeltrack besonders hervorheben möchte. Hier kommt die wunderbare Stimme von Gioeli richtig schön zur Geltung.
Rainer Guérich

HEIMATAERDE
Gottgleich
Goldencore Records/ZYX
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Heimataerde ist ein vielschichtiges Projekt aus Musik, visueller Kunst, ErzĂ€hlung und Design, das sich als Hauptthema das Mittelalter, die Templer, DĂ€monen und Untote ausgesucht hat. Auf „Gottgleich“ zeichnen die Mannen um Ashlar von Megalon, dem Frontmann von Heimataerde, ein dĂŒsteres Bild des Mittelalters aus KreuzzĂŒgen, KĂ€mpfen und Templern. Vermischt mit Fantasy-Gestalten wie Zombies, Ungeheuern und DĂ€monen. Das Ganze wird musikalisch in einen sehr hypnotischen Mix aus EMB, Electro, Industrial, Drehleiern, Sackpfeifen und Zimbeln verpackt. Ein Klangtrip tief  zurĂŒck in unsere Vergangenheit.
Frank Zöllner

STEVE HOGARTH & RICHARD BARBIERI
Not The Weapon But The Hand
Kscope/edel
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Ein kleines Meisterwerk haben Marillion-SĂ€nger Steve Hogarth und Richard Barbieri von Porcupine Tree hier eingespielt. In audiophiler KlangqualitĂ€t entfaltet sich ein komplexes, fragiles und schwebendes Klangopus, bei dem es etliche Highlights zu bestaunen gibt, u.a. den Opener „Red Kite“ und das mit Glockenspiel verwobene „Your Beautiful Face“. Extrem starke Gesangsleistung von Hogarth, zusĂ€tzlich gibt es noch einige Gastperformances, u.a. von Ex-Porcupine Drummer Chris Maitland und Bassist Danny Thompson.
Rainer Guérich

JADED HEART
Common Destiny
Fastball Music/Soulfood
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Seit 20 Jahren bĂŒrgen Jaded Heart nun schon fĂŒr erstklassige Hardrockmusik. Seit einiger Zeit sind die beiden Schweden Johan Fahlberg (vocals) und Peter Oetros (guitar) in die Band integriert, was Jaded Heart deutlich nach vorne gebracht hat. Schneidende Gitarrenriffs, super Gesangslinien und spannungsvolle Arrangements halten den Kessel bei der neuen Meisterrille „Common Destiny“ am Dampfen. Unbedingt mal  das großartige „Into Tears“ und das frickelig-verwobene „Fire And Flames“ anhören!
David Comtesse

JORN
Bring Heavy Rock To The Land
Frontiers/Soulfood
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Jorn Lande ist ein Garant fĂŒr exzellente Hardrock/Metal-Kost. NatĂŒrlich auch auf seiner neuen CD, die er wieder zusammen mit Tommy Hansen in den dĂ€nischen Jailhouse Studios recorded hat. 10 ausgefeilte, wuchtige Songs wurden eingespielt, die von der außergewöhnlichen Vokalleistung Landes gekrönt werden. Ein ganz besonderer Anspieltipp ist „Ride Like The Wind“, der sehr gelungen ins Heavy-Rock-Genre transportierte Ohrwurm von Christopher Cross.
David Comtesse

THE JUNKTONES
American Paranoia
Finest Noise/Radar
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Aus Heidelberg kommt der mittleweile zu ViererstĂ€rke angewachsene Punkrock-Act The Junktones. Ihr Stil ist vom Punkrock der frĂŒhen 80iger Jahre, aber auch von Bands wie Motörhead beeinflusst. Das kann man bei den manchmal mĂ€chtig gringenden GitarrenwĂ€nden ganz gut heraushören. Punk Rock’n’Roll, der windungsfrei nach vorne marschiert und fĂŒr Stimmung in der Bude sorgt. Als Anspieltipp empfehle ich „Friday Night“.
Enzo Bach

KMPFSPRT
Das ist doch kein Name fĂŒr ‘ne Band
Redfield Records/Alive
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Erster gemeinsamer 6-Tracker der Truppe um Bassist Dennis Meyer, die ihre ersten Sporen bereits bei zahlreichen anderen Projekten gesammelt hat. Der Vierer mit dem unaussprechlichen Bandnamen ist mit einem energiereichen Mix aus straightem Indie-Rock, Crossover und harten Alternativ-Punk-Lines unterwegs. Und das alles mit ansprechenden Lyrics, gesungen in deutscher Sprache und voll ins Ohr gehend. Die EP gibt einigermaßen Gas und macht Lust auf mehr. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Enzo Bach

KISSIN’ BLACK
Ever Enough?
7Hard/New Music Distribution
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Die „SchwarzgekĂŒssten“ kommen aus der Schweiz und stellen mit „Ever Enough?“ ihre neue EP vor. Der Vierer um Frontmann G. Mastrogiacomo serviert einen spannungsvollen und emotionalen Akustikrock mit unverkennbarem Darkfaktor und sĂŒdlĂ€ndischem Temperament. Die einzelnen Tracks gehen gut ins Ohr, wobei ihr unbedingt in das wunderbare TitelstĂŒck „Ever Enough?“ hineinhören solltet.
Rainer Guérich

KOMMANDO ELEFANT
Scheitern als Show
Las Vegas Records/Broken Silence
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Gut zwei Jahre mussten ins Land gehen, bevor die österreichische Indierock-Band mit neuen Songs im GepĂ€ck endlich wieder den Weg ins Studio gefunden hat. „Diese 11 Songs sind sehr persönlich“, erzĂ€hlt Alf Peherstorfer, Kopf und SĂ€nger von Kommando Elefant. „Nicht nur thematisch, sondern auch bzgl. der Arrangements und Umsetzung.“ Zum einen ist die Band vom Duo zum Vierer gewachsen, zum anderen setzt man auf einfache und strukturierte Instrumentierung zugunsten eines popwĂ€rts gerichteten Sounds. Was allerdings Songs wie „Ich bin ein Arschloch“ und „Sternenmarie“ hörbar gut tut.
Jörg Eifel

THE KORDZ
Beauty & The East
Ear Music/Edel
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The Kordz kommen aus dem Libanon und servieren auf ihrem Erstling "Beauty & The East" eine ĂŒberzeugende Mischung aus zeitgenössischem Metal und orientalischem Touch. EinflĂŒsse von Bands wie Metallica und Linkin Park finden Eingang in den einzigartigen Sound von The Kordz. Empfehlenswerte Scheibe, fĂŒr die ich gerne 5 verdiente Punkte vergebe

Tim Beldow

LA VELA PUERCA
Piel Y Hueso
Mi Semilla Records/Alive
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Die 8köpfige Combo aus Uruguay stellt mit der vorliegenden Rille ihr fĂŒnftes Album vor. Die Jungs haben es in den letzten Jahren geschafft, ihren unverwechselbaren Rocksound noch weiter auszubauen und mit jeder Menge BlĂ€ser-Sections und Ska-Einlagen zu verfeinern. Bester Beweis dafĂŒr ist ihr neuester Release, der als Doppel-Dreher im hĂŒbsch aufgemachten Digipack daher kommt. Mit packender Dynamik und hochmelodischem Gute-Laune-Rock spielen sich die Acht in die Herzen ihrer Fans. Das ideale Mitbringsel fĂŒr die nĂ€chste Strandfete. Jetzt kann der Sommer kommen!
Frank Zöllner

THE MACHINE
Calmer Than You Are
Elektrohasch/Sonic Rendezvous
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Heavy Psychedelicrock mit hiebigen Stonerrock-Anteilen servieren uns die hollĂ€ndischen The Machine auf ihrem dritten Album „Calmer Than You Are“. Eine halluzinogene, mĂ€chtig gringende Scheibe fĂŒr alle Freunde von Meter-hohen GitarrenwĂ€nden und flirrenden Soundkonstellationen. Als Warm-Up Vorschlag empfehle ich euch diesbezĂŒglich nur mal das grandiose „Scooch“.
Jörg Eifel

RICHARD MARX
Inside My Head
Frontiers/Soulfood
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Hola, das hĂ€tte ich Richard Marx gar nicht zugetraut. Auf seinem neuen Album „Inside My Head“ legt er mit der ohrgĂ€ngigen Midtempo-Nummer „Had Enough“ richtig gut los. Eine klasse AOR StĂŒck mit tollem Gesang. Ebenfalls klasse ist das folgende „Wouldn’t Let Me Love You“, wobei es mir bei „Like Heaven“ dann doch eine Spur zu schwĂŒlstig wird. Trotzdem hat mich Richard Marx mit dieser CD sehr positiv ĂŒberrascht. Und auf der Bonus-CD gibt es zusĂ€tzlich auch noch 12 Neueinspielungen , u.a. natĂŒrlich auch „Angelina“, „Right Here Waiting“ und „Keep Coming Back“. Durchaus eine Empfehlung wert!
Tim Beldow

MESSER
Im Schwindel
This Charming Man/Cargo
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An einem Newcomer aus MĂŒnster mit Namen Messer scheiden sich die Geister. Laut Presse-Info erinnern uns Messer an die frĂŒhen Blumfeld oder Fehlfarben und der Gesang an die besten Zeiten von Rio Reiser. Was den geneigten Hörer erwartet sind zehn Indie-Rock-Songs mit abstrakt-surrealem Text. Kleine, feine Melodien sucht man hier vergebens. Statt dessen wird ein minimalistischer Austausch zwischen Post-Punk der 80er/90er, expressionistischen Klangexperimenten und konsequent gegen den Strom gebĂŒrsteter Lyrik geboten. Eins ist klar: Die Songs von Messer wird man garantiert nie in irgendwelchen Charts wiederfinden, und das ist auch gut so.
Enzo Bach

MIRRORED IN SECRECY
Day Of Renewal
Echozone/Bob Media
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Wer auf eine Mischung zwischen Gothic Metal und Mittelalter steht, ist bei den aus Köln stammenden Mirrored In Secrecy an der richtigen Adresse. Das Sextett hat ein GespĂŒr fĂŒr ausdrucksstarke Arrangements, was sich in hochklassigen Tracks wie  „Shadow World“ und „Never Enough“ niederschlĂ€gt. Und „Raise The Flags“ ist ein dunkler Diamant, der gut ins Ohr geht.
Conny A. Rettler

MY BLOODY VALENTINE
EP’s 1988-1991
Sony Music
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Die Band aus Dublin gilt als eine der Hauptprotagonisten der Shoegazing- und NoisePop-Szene. Verschachtelte, diffizile und rockige Klangbilder mit unverkennbarem Drang zum Ausloten klanglicher Möglichkeiten. Dazu der abwechselnde Gesang von Kevin Shields und Belinda Butcher bescherten der Band eine treue Fangemeinde. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass man sich bei Sony Music daran gemacht hat, legendĂ€re MBV-Alben wie „Isn’t Anything“ (1988) und „Loveless“ (1991) wiederzuveröffentlichen. Daneben erscheint auch vorliegende Doppel-CD, deren Tracklisting sich aus den vier EP’s „Feed Me With Your Kiss“, „You Made Me Realise“, „Glider“ und „Tremolo“ zusammensetzt. Dazu finden sich noch 4 rare Single-B-Seiten und drei bis dato unveröffentlichte StĂŒcke, u.a. die flirrend schöne Indierock-Perle „Angel“ und das zwischen Britrock- und experimentellen Gitarrenphasen changierende „How Do You Do It“. Eine echte Entdeckung!
Yasmin Schmidt

NOTE TO AMY
Midnight Arsons/Morning Ghosts
Graviton/Rough Trade
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Das Quintett aus Holland serviert uns auf seinem Erstlingswerk eine dĂŒstere Mischung aus Punk, Metal und EMO. Wer auf eine musikalische Schnittmenge zwischen Bands wie Life Of Agony, Volbeat und Bad Religion steht, kann ruhig mal ein Ohr riskieren...
Olaf Rominski

NUMP
Eruption
Timezone
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Beim frĂ€nkischen FĂŒnfer Nump steht die Synthese aus harten Metalphasen und alternativem Rocksound auf dem Spielplan. TatsĂ€chlich schafft es die Band in ihre zehn Industrial-infizierten Tracks eine kompakte HĂ€rte zu packen, die ansteckend wirkt. Dazu servieren die FĂŒnf einen schnörkellosen Crossover-Sound, der es schafft, sinfonische Metalrhythmen mit lauthals gebrĂŒllten Shouter-Vocals zu versöhnen.
Frank Zöllner

OMEGA
Greatest Performances
edel kultur
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Das ist ja fast schon rekordverdĂ€chtig! Bereits im Jahre 1962 gegrĂŒndet, feiern die ungarischen Prog- und Spacerocker Omega bereits ihr 50jĂ€hriges BandjubilĂ€um. Und dies wird mit dieser prall gefĂŒllten Live-Doppel-CD zĂŒnftig gefeiert, die sich aus zwei Setlists ihrer denkwĂŒrdigen Auftritte im ungarischen Nep-Stadion im Jahre 1990 und 2000 zusammensetzt. Janos Kobor & Co. in Hochform, macht Spaß!
Bernd Oppau

THE ORDEAL
Descent From Hell
DOTT Music
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The Ordeal aus Hannover legen hier ihr zweites Album vor, das stilistisch irgendwo zwischen Progrock und traditionellem Heavy Metal angesiedelt ist. Wichtig ist der fĂŒnfköpfigen Truppe um Frontmann Oliver Oppermann insbesondere die Betonung der Melodic-Komponente. Das hört man den einzelnen Songs deutlich an. Als Anspieltipp empfehle ich euch einmal das  gelungene Peter Gabriel-Cover „Here Comes The Flood“.
David Comtesse

PEE WEE BLUESGANG
Boudoir De Luxe
Sireena/Broken Silence
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Nach einem 4jĂ€hrigen Split meldet sich die Pee Wee Bluesgang wieder mit einem tollen Album zurĂŒck. Ergebnis ist ein abwechslungsreicher 10gĂ€ngiger Bluesrock-Streifzug mit allen möglichen Tempovariationen, eingestreuten Saxophon- und Keyboard-lines und (natĂŒrlich) Richard Hagels bĂ€rbeisiigem Bluesgesang.
Tim Beldow

PRETTY MAIDS
It Comes Alive
Frontiers/Soulfood
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Die Pretty Maids feiern ihr 30jĂ€hriges BandjubilĂ€um zĂŒnftig  mit einem prall gefĂŒllten Livemitschnitt (2 CDs+DVD), den sie im schweizerischen Pratteln im Oktober letzten Jahres mitgeschnitten haben. Sound, Interpretation und Spielfreude lasssen auuf der umfangreichen Tracklist keine WĂŒnsche offen, womit ich allen Freunden der dĂ€nischen Hardrocker den Kauf dieses opulenten Sets sehr ans Herz legen möchte.
Tim Beldow

TREVOR RABIN
Jacaranda
VarĂšse-Colosseum/Alive
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1989 hat der ehemalige YES-Gitarrist Trevor Rabin sein letztes Soloalbum veröffentlicht. Nun gibt’s einen neuerlichen Alleingang, bei dem Rabin seinem persönlichen Musikgeschmack nach Herzenslust frönt und bis auf die Schlagzeug-Parts (kommen u.a. von Vinnie Colaiuta und Sohnemann Ryan) alle Instrumente selbst eingespielt hat. Sehr interessant sind die Slidegitarren-Fusion-Rock StĂŒcke zu Beginn der CD, wobei mich Rabin mitunter auch an Ry Cooder erinnert. Ansonsten reicht das Spektrum von Rock ĂŒber Prog bis hin zu Country und klassischer Musik. Gelungen ist insbesondere auch das schwebende, mit orchestralen Arrangements versehene StĂŒck „Rescue“, das mit dem Gesang von Liz Constantine in Richtung Enya geht. Feines Scheibchen!
Rainer Guérich

ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD
Royal Southern Brotherhood
Ruf Records/in-akustik
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Da hat sich ja eine echte Allstar-Truppe um GrĂ¶ĂŸen wie Cyril Neville, Devon Allman und Mike Zito zusammen getan. Das Ergebnis ist ebenso spektakulĂ€r wie hörenswert: flirrender und vielschichtiger Bluesrock mit erstklassigem Gesang , tollen Soloexkursen und viel Jam-AtmosphĂ€re. Man höre hierzu nur das fast sechsminĂŒtige „Fired Up!“. Produced by Jim Gaines.
Tim Beldow

SCEPTOR
Take Command
7Hard/New Music Distribution
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Erstlingswerk der Mannheimer Metal-Formation Sceptor, die mit ihrer doppelten Gitarrenfront auf einen druckvollen und schneidigen Rocksound setzen. Die Songs gehen trotz aller Wucht und geradlinigen Riffs reibungsfrei in die GehörgĂ€nge. Ein besonderes Lob hat sich auch die stimmliche Leistung von SĂ€nger Tim verdient, der nebenbei auch noch die Saiten seiner Gitarre maltrĂ€tieren darf... 
David Comtesse

SISTERKINGKONG
She Sees Wolves
VierSieben Re,/Finestunes
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Mit einer sehr gefĂŒhlvollen Akustiknummer, in die auch der Klang einer Klarinette huscht, eröffnen Sisterkingkong ihren Longplayer. Der ideale musikalische NĂ€hrboden fĂŒr den emotionalen Gesang von Dirk Geisler, der in dieser verspielten Klangkulisse seine melancholischen Geschichten erzĂ€hlen kann. Auf der nĂ€chsten Nummer „The Port That We Like“ zeigen die Dortmunder dann, dass sie auch HĂ€rtegrade zulegen können. Indierock, tempovariierend und mit viel Herzblut ins rechte Licht gerĂŒckt. Besonders stark ist auch das mit einem flirrenden Gitarrenhook eingeleitete „Miss Brown“, das von zirpenden Organ-Sounds  zersetzt und mit leicht lakonischer Stimme intoniert wird. Eine Scheibe, auf der es viele Feinheiten zu entdecken gibt!
Rainer Guérich

SONS OF SOUNDS
S.O.S.
7Hard/New Music Distribution
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Drei BrĂŒder aus Karlsruhe servieren in klassischer Trio-Konstellation einen straight marschierenden Heavy-Rock'n'Roll. Die Tracks kommen auf den Punkt, klingen melodisch, energetisch und aggressiv. Highlights der Scheibe sind Nummern wie "Wolf In The Cage" und "Spirit Of Time". Eine Ausnahmestellung auf der CD nimmt die Schlussballade "No Way Back" ein, der ideale Gegenpart zur sonst vorherrschenden harten Gangart der anderen Titel. In dem Gesangsduett zwischen S.O.S.-Fronter Roman und SĂ€ngerin Casey geht es darum, aus dem Tief einer gescheiterten Beziehung zu kommen und wieder nach vorne zu blicken. Ein sehr gelungener und melodischer Abschluss einer ansonsten knackigen Hard'n’Heavy-CD.
Rainer Guérich

JEFF SCOTT SOTO
Damage Control
Frontiers/Soulfood
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Auf Jeff Scott Soto ist Verlass! Seit Jahren ist er ein Garant fĂŒr melodiösen Hardrock mit exzellenten Gesangslinien und ausgefeilten Arrangements. Das ist natĂŒrlich auch auf seiner neuesten Scheiblette „Damage Control“ der Fall, auf dem als GĂ€ste u.a. auch Nalley Pahlsson (Treat) und Joel Hoekstra (Night Ranger) im Studio vorbeischauten. Eine gelungene Balance aus Melodie und HĂ€rte, sehr catchy und mit Durchschlagskraft!
Rainer Guérich

THE SUNPILOTS
King Of The Sugarcoated Tongues
Honeytrap Records/Rough Trade
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Aus Australien kommen The Sunpilots, die mit "King Of The Sugarcoated Tongues" ein sehr gelungenes Konzeptalbum eingespielt haben. Unverkennbare Trademark des Vierers ist der ausdrucksstarke Leadgesang von Frontmann Raj Siva-Rajah, der den spannungsvollen Arrangements den unverkennbaren Stempel aufdrĂŒckt. EinflĂŒsse des 70iger Jahre Hardrocks sind spĂŒrbar, dazu frĂŒhe Marillion, Genesis und Muse. Man höre hierzu mal das geniale TitelstĂŒck. Empfehlenswert!
Tim Beldow

 JAY TAMKIN
Alibi
Rokoko Records/Bob Media
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Der 25jĂ€hrige Brite Jay Tamkin zĂ€hlt zur Garde der jungen Wilden der Bluesrockszene. Auf seinem zweiten Album "Alibi" zeigt der Gitarrist und SĂ€nger, der schon zusammen mit Eric Burdon, Robin Trower und Poppa Chubby auf der BĂŒhne gestanden hat, was er so alles drauf hat. Von ohrgĂ€ngigen Nummern ("Dancing In The Rain") ĂŒber Gospel ("You've Got The Heart") bis hin zu erdigem Blues ("You've Changed") reicht das breite Spektrum einer Ă€ußerst vielschichtigen und unterhaltenden Platte.
Rainer Guérich

TRIXTER
New Audio Machine
TYKETTO
Dig In Deep
Frontiers/Soulfood
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TRIXTER gab es schon mal in den 1980er Jahren. Nun hat sich die Band um den ganz vorzĂŒglichen SĂ€nger Pete Loran reformiert. Ergebnis ist „New Audio Machine“, eine Hardrockscheibe, die ĂŒber weite Strecken sehr gut zu gefallen weiß. Und Loran’s raue Stimme entfaltet auch auf langsameren Nummern wie „Live For The Day“ ein ganz eigenes Aroma. - Ebenfalls aus der Versunkung aufgetaucht sind TYKETTO, die mit ihrer DebĂŒtscheibe „Don’t Come Easy“ Anfang der 1990er Jahre einen ganz respektablen Song einfahren konnten. Starker Pluspunkt bei Tyketto ist die Stimme von SĂ€nger Danny Vaughn, der mich nicht nur auf „Faithless“ an Survivour erinnert.  Eine schöne und durchaus  beachtenswerte Melodicrock-Veröffentlichung.
Rainer Guérich

UFO
The Decca Years 1970-1973
Repertoire Records
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Die frĂŒhen UFO mag ich sehr. Insbesondere das „Live in Japan“-Album aus dem Jahre 1972 ist klasse. Hier erscheint ein schönes 2CD-Set, das den Focus auf die Decca-Jahre zwischen 1970-1973 legt. Boogie und Psychedelicrock vom Feinsten inkl. dem flirrenden „Timothy“, „Prince Kajuku“, „C’mon Everybody“ u.v.a. FĂŒr Sammler interessant ist die zweite CD, auf der es vier Extended-Mammut-Versionen der UFO-Klassiker „Star Storm“, „Flying“ (26:29min!), „Who Do You LOve“ und „Boogie For George“ gibt. Digitally Remastered!
Rainer Guérich

VELVETCUT
Electric Tree
G-Records/Rough Trade
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Velvetcut, die finnische Gruppe um SĂ€nger Tomi legt mit „Electric Tree“ bereits das dritte Album vor. Ergebnis ist ein melancholischer bis kraftvoller Alternative-Rock mit epischer Breite, aber auch ohrgĂ€ngigen Hooks. Als Anspieltipps empfehlen sich StĂŒcke wie „Farewell And Goodbye“ und „N.O.G.“. Nicht schlecht!
Jörg Eifel

VIBRAVOID
Gravity Zero
Sulatron Records/Cargo
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Wer auch nur etwas fĂŒr Psychedelicrock ĂŒbrig hat, wird das sechste Album der DĂŒsseldorfer VIBRAVOID heiß und innig lieben. Ein flirrender, spaciger, hallizogener Psych- und Acidrock mit zum Teil monströs mutierenden Klangtrips. Erinnerungen an die frĂŒhen Siebziger Jahre und die Hippie-Zeit werden in meiner Matschbirne wachgerufen bei tollen Songs wie „No Silver Bird“ und „Travelling Without Moving“.
Tim Beldow

VINYL FLOOR
Peninsula
Karmanian Records/Broken Silence
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Opulenten und epischen Breitwand-Alternative-Rock legt das dĂ€nische Trio Vinyl Floor auf „Peninsula“ vor. Bei der CD handelt es sich um ein Konzeptalbum, das sich mit den Begriffen „Utopia“ und „Dystopia“ auseinander setzt. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das als gelungen bezeichnet werden kann und zu dessen musikalischer Umsetzung auch ein Streichquartett zum Einsatz gebracht wurde.
David Comtesse

WIG WAM
Wall Street
Frontiers/Soulfood
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Abwechslung wird bei dem neuesten Werk der norwegischen Glamrocker WIG WAM groß geschrieben.  Angefangen von der ohrgĂ€ngigen ersten Single „Wall Street“ ĂŒber balladeske Töne mit Stringarrangements auf „Tides Will Turn“ bis hin zu dem fast schon fast epischen „Victory Is Sweet“ wird sehr auf Abwechslung gesetzt. Das macht die CD zu einer spannenden und unterhaltsamen Angelegenheit.
David Comtesse

ZODIAC
A Bit Of Devil
Honest Hound Rec./Cargo
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Aus deutschen Landen kommen Zodiac, die mit „A Bit Of Devil“ ihr erstes Full Length-Album vorlegen. Auf dem Programm steht ein riffbetonter und schwelender Bluesrock, angereichert mit ein wenig Psychedelic und Doom. Stark sind das tolle TitelstĂŒck und das ganz im Slowtempo gespielte „Blue Jean Blues“, zu dem die Reibeisenstimme von SĂ€nger Nick  besonders gut passt.
Bernd Oppau 

 

 

 

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