Juli/August 2005

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@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

 

Agents Of Man
Count Your Blessings...
Century Media
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Agents Of Man kommen aus New Jersey und bieten auf dieser CD wutschnaubenden Hardcore, den sie sehr genial mit cleanem Gesang und ohrgängigen Melodien verbinden. Beispielsweise auf dem fett gringenden Opener „Death Of Me“, der den Hörer  verschiedene Gefühlszustände durchleben lässt oder auf dem Endzeit-Stomper „No Tomorrow“.
Olaf Rominski



The Agony Scene
The Darkest Red
Roadrunner
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Ein böses Soundmonster, das The Agony Scene hier loslassen. Disharmonien, vertrackte Breaks, Death und Crust-Punk wirbeln auf, zerfallen und werden mit der nötigen Wutkomponente aufgeputscht. Im Intro „Prelude“ könnt ihr noch einmal Luft holen, dann geht’s knüppelstraight zur Sache. „The Darkest Red“ und „Scars Of Your Disease“ sind die wahren Bastards!
Olaf Rominski


Artimus Pyledriver
Sit
Buzzville/Soulfood
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AC/DC spielen energetischen Southern Blues Rock mit brachialer Riffgewalt. So klingen Artimus Pyledriver auf „Sit“. Der Sänger scheint seine Stimmbänder jeden Morgen mit ‘ner Flasche Jack Daniels abzuschmieren. Ein verdammt heavy groovendes Brett, nicht nur auf „Dixie Fight Song“ und „Ride On“.
Jörg Eifel


Asia
Aqua
Anthology
Insideout/SPV
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Den Start einer fünfteiligen Reissue-Reihe von Asia bilden hier die edel aufgemachten Neuauflagen des 92er Albums “Aqua” (inkl. 3 Bonustracks) und die Best-Of Kopplung „Anthology“ (1997, Bonustrack: „Time Again“ als akustische Version). „Aqua“ ist ein wichtiges Werk in der Asia-Discographie, da Sänger und Bassist John Payne seinerzeit Gründungsmitglied John Wetton ablöste. Die „Anthology-Edition kann wohl eher nur Asia-Neueinsteigern empfohlen werden.
Bernd Oppau


Russell Allen’s Atomic Soul
Atomic Soul
Inside Out / SPV
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So etwas lobe ich mir: ein Soloalbum, bei dem man nicht unentwegt an die Hauptband des Akteurs erinnert wird. Nein, mit Symphony X hat das Ganze, trotz des Mitwirkens von Michael Pinella und Michael Romeo von selbiger Band, nichts zu tun, eher mit Black Sabbath, Alice in Chains oder auch Soundgarden. Wer also auf einen etwas düsteren und langsameren Sound kann, sollte mal reinhören, insbesondere in „Voodoo Hand“.
Peter Hanf


At War With Self
Torn Between Dimensions
Free Electric Sound
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Was nützt die beste Musik, obwohl gut gespielt, wenn man vergebens auf einen Sänger wartet und die Beine einschlafen? Nicht meine Baustelle, und wieso verlässt Mark Zonder dafür eine Band wie Fates Warning? 2 Punkte wegen der Fähigkeiten der Musiker.
Christian Kissel


Audrey Horne
No Hay Banda
Tubarec
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Ihr Debüt ist ein Bekenntnis für harte und straighte Rock-Mucke mit einer Mixtur aus Melodic-Core und Trash-Anleihen. Die norwegischen Newcomer erinnern dabei an Bands wie Queens Of The Stoneage, Foo Fighters oder Limp Bizkit, ohne diese allerdings auch nur annähernd zu erreichen.  Gerade noch Durchschnitt...
Tim Beldow


Axenstar
The Inquisition
Arise Records
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8 Songs und gerade mal knappe 39 Minuten Spielzeit hat der neue Silberling der Schweden zu bieten. In ihrem Bereich (Power-Metal) machen andere Bands da gerade mal eine (wesentlich billigere) Mini-CD draus. Das ist aber auch das einzige Manko der Schweden, die trotz Melodien nicht in den Schlager-Bereich abrutschen
und somit 4 Punkte erhalten.
Christian Kissel


BEECHER
Breaking the Fourth Wall
Erache /SPV
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Nach diversen Touren mit Bands wie Converge, Isis und Cult Of Luna legen die Engländer Beecher hier ein noisiges Hardcore Album vor. Hook-Potential, Eigenständigkeit und Ohrgängigkeit zeichnen die einzelnen Tracks aus.
Jörg Eifel


Ben Jackson Group
All Over You
Escapi Music/Soulfood
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Handgearbeitete Rockmusik, das haben sich Ben Jackson und seine Mannen von jeher aufs Banner geschrieben, ob nun bei Crimson Glory, Parish oder wie bei seinem neuesten Projekt, der Ben Jackson Group. Für die neue CD haben sich Ben und seine Crew ins Morrisound Studio in Tampa/Florida zurückgezogen, wo man den Songs eine fast organische Rockstruktur verleihen konnte. Hier sind „alte“ Rock-Veteranen am Werk, die ohne elektronische Spielereien auskommen und einen harten, unverwässerten und zum Teil sperrigen Rocksound aus den Verstärkern schwitzen. Dabei übernimmt Mr. Jackson, wie bereits auf seinem Soloalbum „Here I Come“, neben den Gitarrenparts auch die Arbeit am Mikro und outet sich erneut als durchaus passabler Frontshouter!
Frank Zöllner


Betzefer
Down Low
Roadrunner
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Betzefer kommen aus Israel und wurden bei ihrem Debüt hörbar von Pantera und Sepultura beeinflusst. Sänger Avital Tamir hat ein schön furchteinflößendes Stimmorgan, das schon  im Opener „Early Grave“ wie auf einer Reibekette läuft. Das Titelstück „Down Low“ ist variabel gehalten, „Fuckin’ Rock ‘n’ Roll“ steht für das Bandcredo der vier toughen Israelis. Sehr vielversprechend, dieser Hate-Hardcore-Metal.
Rainer Guérich


Black Majesty
Silent Company
Limb Music/SPV
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Black Majesty lassen auf ihrem neuen Meisterwerk keine Wünsche offen! Schließlich ist der Name der Australier ein Gütesiegel für hymnischen Melodicmetal, wobei Sänger John Cavaliere mit seiner göttlichen Stimme ganz klar die Stechkarte des Quartetts ist. Mit „Dragon Reborn“ und „Silent Company“ geht’s standesgemäß schneidig los, dann folgt ein sehr atmosphärisches Cover von John English („Six Ribbons“), mit schöner Frauenstimme, keltischen Einflüssen und Tempoverschärfung. Einfach Klasse, wie der Rest des Albums (u.a.  „Firestorm“, „Never Surrender“) natürlich auch.
Rainer Guérich


Black Oak Arkansas
The Wild Bunch
Music Avenue
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Ein Rock-Veteran ist wieder auferstanden, obwohl, genau genommen hat sich die Southern-Rock-Legende Black Oak Arkansas eigentlich nie zur Ruhe begeben. „The Wild Bunch“ ist  zwar ihr erstes neues Album in den letzten zehn Jahren, aber on stage waren die „Rock-Opis“ eigentlich immer. Auf der CD wird dem Southern-Rock noch immer in bester Südstaaten-Manier gehuldigt. Ihr aggressiver Rhythmus-Style und das sumpfige Country&Boogie-Flair wirken auch heutzutage weder antiquiert noch altmodisch.
Frank Zöllner


Blanc Faces
dto.
Frontiers/Soulfood
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Die Gebrüder Robbie und Brian La Blanc bieten hier mit ihrer Band blutleeren, weinerlichen Melodicrock, der selbst Anhängern von Michael Bolton übelst aufstoßen könnte.
David Comtesse



Bleibende Schäden
Hossa Mein Kleines Leben
Capitol East Road/CodeXPress
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Die Bleibenden Schäden sind zwar schon seit 2 Jahrzehnten in der Szene aktiv (lange Zeit als Agitpunkband „Gesocks), waren aus Kostengründen in Sachen CD-Veröffentlichung aber eher sparsam. Genauso wie beim Studioequipment, mit dem sie diese Platte aufgenommen haben: Billiggitarre, Kaufhauskeyboards, ein einziger Amp plus 20 Watt Transistorverstärker für gerade mal 100 EUR. Um so erstaunlicher, welch fetter Sound einem beim Hören der Platte entgegenschlägt. Dazu gibt’s aussagekräftige Texte, die insbesondere Ton Steine Scherben Fans gefallen dürfte. Ja, so einfach kann es oftmals sein, gute und ehrliche Musik zu machen und dabei auch noch ‘ne Message rüberzubringen.
Enzo Bach
 


Blind Stare
Symphony Of Delusions
Arise / SPV
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Merkwürdige Mischung aus Melodic-Death und progressiven Elementen, die zwar nicht schlecht klingt, aber auch keinen Pflichtkauf darstellt. Neutrale Wertung und die Hoffnung, dass die Band die zweifellos vorhandenen Stärken beim nächsten Mal besser einsetzt.
Christian Kissel


Tomas Bodin
I Am
Insideout/SPV
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In 3 Suiten hat Keyboarder Tomas Bodin seine kunstvoll aufgebaute Prog-Opera unterteilt, bei der es um die Entstehungsgeschichte des Menschen, aber auch um philosophische und religiöse Themen geht.  Unterstürtzt wird er bei dem komplexen Vorhaben natürlich von seinen Flower KIngs Kollegen Jonas Reingold und Marcus Liliequist. Für den Gesang sorgen Andres Jansson, Pernilla Bodin und Helene Schönning. Wer an den alten ELP und King Crimson Freude hat, sollte hier unbedingt zuschlagen. Es gibt eine Menge wunderbar zirpender Keys!
Jörg Eifel


Brand New Sin
Recipe For Disaster
Century Media
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Eine angenehme Überraschung stellt dieses Zweitwerk der Amis (das Debüt ist mir leider nicht bekannt) dar. Eine Mischung aus Hardrock mit Blues und Southern-Rock ergibt eine authentische CD, die vom Gesang Joe Altiers veredelt wird und mir 5 Punkte wert ist.
Christian Kissel


Broken Clown
Songs For Lonely Teartrops
Private Hell Records
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Neuer Krachstoff für eine im Umbruch befindliche Metal&Core-Szene kommt dieser Tage aus dem beschaulichen Brüssel, wo nach ungezählten Livegigs fünf Musiker im Oktober ‘94 ein Studio betraten und mit den Aufnahmen für „Songs For Lonely Teartrops“ begannen. Ergebnis ist ein straighter E.P.-Dreher mit sechs Metaltracks zwischen Core, Gothic, Melodic und Speed. Dabei finden Broken Clown auch noch Zugang zu sehr melancholischen Texten, die im Kontrast zu harten Riffattacken und Growlvocals stehen.
David Comtesse


CANDIRIA
What Doesn T Kill You
Erache /SPV
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Die New Yorker bieten auf dieser CD alles, was das Hardcore-Herz braucht: hypnotische Refrains, einfallsreicher Punch und Songstrukturen, die mächtig in Richtung Kleinhirn marschieren.
Bernd Oppau


Cannon
Back In The Business
Point Music
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Von den Fans heiß erwartet wurde das neue Album der legendären Hannover Hardrockern Cannon, die sich Ende  2003 überraschend reformiert hatten. Die hohe Erwartungshaltung wird voll erfüllt, die 13 Tracks setzen auf griffige Hooklines, charismatischen Gesang und Vorwärtsdrang. Und der Gesang von Mat Rein Jaehnke hat nichts von seiner  Anziehungskraft eingebüßt. Als Anspieltipps empfehle ich  das Titelstück, das inn typischer Cannon Manier vorgetragen wird und „Playing Games“, das die modernere Seite von Cannon zeigt.
Tim Beldow



Capharnaum
Fractured
Erache/SPV
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Derbes Death-Metal Brett in Florida Tradition von Trivium-Chef Matt Heavy und seiner Truppe, zu der auch Daniel Mongrain von Martyr gehört. Wer auf diese Art Mucke steht, sollte ruhig mal reinhören.
Jörg Eifel


Casus Belli
In The Name Of Rose
Limb Music/SPV
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Die Griechen um Goldkehlchen Panos Dedes (war 1997 mal als Nachfolger von Rob Halford bei Judas Priest im Gespräch) können sich hören lassen. Im Verbund mit den exzellenten Gitarrenlinien von Axtmann Arvanitis bedient die Band die ganze Klaviatur schneidenden Powermetals mit ordentlich melodischem Drang und festgezurrtem Gaspedal. „Vengeance Is My Law“ und „Diamond Crown“ packen euch am Nacken. Liegelord oder King Diamond-Anhänger werden sich nach diesem Teil die Finger lecken.
Conny A. Rettler


Chixdiggit!
Pink Razors
Bad Taste Records
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Wer auf imagefreien Garagenrock, Alternative-Sound und jede Menge Punk-Feeling abfährt, ist bei der US-Formation Chixdiggit! an der richtigen Adresse. Die Jungs um ihren Frontmann K.J. Jansen haben zwar unglaubliche 13 Jahre von ihren ersten Gigs bis zur vorliegenden Scheibe gebraucht. Aber die Zeit haben Chixdiggit! nicht zu Hause im Übungskeller verbracht, sondern waren fast immer auf Achse. Als Support für Bands wie The Presidents Of The U.S.A. oder Social Distortion wurde On Stage-Erfahrung getankt und sich der nötige musikalische Feinschliff erarbeitet. Dies ist jetzt alles auf „Pink Razors“ mit speedigem Gitarrengeschrammel, Punk-Krachstoff und voller Coolness nachzuhören. Prickelt selbst beim Geschirr spülen.
Enzo Bach


The Clerks
Planet Orange
Wolverine/Soulfood
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The Clerks sind eine Neun-Kopf-Ska-Combo aus Deutschland mit eingebautem Gute-Laune-Faktor. Seit 2000 im Geschäft, haben die Jungs schon so manchen Live-Gig absolviert und mit ihrem pulsierenden Mix aus Ska, 60er Jahre Rock, Reggae und Swing die Luft zum Brennen gebracht. Mit „Planet Orange“ steht ihr aktueller Dreher in den Regalen und präsentiert neben brandneuen Songs auch einige Klassiker wie „Skastadt“, das auf keiner Fete fehlen darf. Die Texte sind abwechselnd in Deutsch und Englisch gehalten. Ein locker groovendes Ska-Reggae-Album, das die Sonne scheinen lässt.
Enzo Bach


Contradiction
The Voice Of Hatred
Armageddon / Soulfood
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Immer etwas untergegangen sind die Wuppertaler Thrasher, die es jetzt noch einmal wissen wollen. Neben vielen Konzerten (u.a. als Support von Overkill) ist auch der neue Longplayer ein Zeichen für das Bestreben der Band weiter nach oben zu kommen. „The Voice Of Hatred“ bietet abwechslungsreiche Thrash-Kost irgendwo zwischen Kreator/Destruction und Nevermore/Mercenary. In dieser großen Schnittmenge sollten sich viele Käufer finden lassen...
Christian Kissel


Corvus Corax
Carmina Burana
Roadrunner
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Die Mittelalter-Band vertont hier die von Carl Orff bekannte “Carmina Burana”, wobei sie sich an die mittelalterliche Überlieferung hält. Neben der Band sorgt die orchestrale Unterstützung für ein volles Klangerlebnis. Gut gemacht, auch wenn ich mir die CD nicht immer anhören könnte.
Peter Hanf


THE CREST
Vain City Chronicles
Season Of Mist
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Für alle Gothic-Freunde ist das Reinhören bei der neuen CD von The Crest Pflicht. Die Band mit der himmlisch singenden Frontfrau Nell (hat mittlerweile auch Liv Kristine bei Theatre Of Tragedy ersetzt) setzt bei der Gitarrenfraktion deutlich mehr auf Härte und dürfte somit auch Metal Fans gefallen. Unbedingt reinhören in Songs wie „Run Like Blazes“ und „Another Life“.
Bernd Oppau


Criterion
The Dominant
Morbid Records/Soulfood
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Für Freunde traditionellen Old School Death Metals sind die 4 Norweger immer eine sichere Bank. Da macht die neue Scheiblette keine Ausnahme, die mit „The Slayer“ und „Obliteration“ schön hiebige Nackenbrecher auffährt. Fronter Urbanski drückt euch mit seinen schweinegeilen Growls an die Wand. Den Rest besorgt die Rhythmusfraktion. Bitte recht schön laut hören, damit das Todeskommando seinen Schießbefehl auch ohne Reibungsverluste ausführen kann!
Olaf Rominski


Cryonic Temple
In Thy Power
Limb Music/SPV
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Überzeugende Vorstellung der Schweden, die hier in bester Tradition von Bands wie Grim Reaper, Manowar und Helloween ein echtes Pulverfass zünden. Das Titelstück und das hymnische „Eternal Flames Of Metal“ sind echte Juwelen!
Bernd Oppau


Death By Stereo
Death For Life
Epitaph/SPV
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Auf ihrem neuen Power-Dreher stehen die Jungs von Death By Stereo in allen Härtegraden zur Verfügung. Wie haben die guten alten Stones vor fast einer Ewigkeit mal treffend gesungen: „It‘s only Rock‘n‘Roll, but I like it!“ Stimmt aufs Haar und geht ohne weiteres als zweiter Titel für den neuen Dreher „Death For Life“ durch. Speedige Gitarrenlicks, tiefergelegte Drumfahrten, stachelige Growl-Rock-Vocals und dazwischen immer wieder eine romantische Ballade eingestreut.
Frank Zöllner


Demon
Better The Devil You Know
Space Out Music / Plastic Head
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Zwar kein Klassiker, aber ein gutklassiges Werk ist der neuste Streich der britischen Legende geworden. Höhepunkte sind das Eröffnungstrio mit dem Titeltrack, „Dead Of The Night“ und „Standing On The Edge“ sowie der Stampfer „Warriors“. Ich freue mich schon auf den Auftritt beim Bang-Your-Head-Festival, auch wegen der neuen Platte...
Christian Kissel


Destiny
Beyond All Sense 2005
GMR Music/SMIS
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Kein einfacher Re-Release des 84er Debütabums der Schweden, sondern  alle Songs von „Beyond All Sense“ wurden von Destiny neu eingespielt. Dazu gibt’s noch 2 Bonustracks: „Ode To You“ mit neuen Texten und „No Way Out“, das seinerzeit den Sprung auf das Erstlingswerk nicht schaffte. Und um die Fangemeinde restlos glücklich zu machen, findet sich als Dreingabe auch noch eine Bonus-DVD mit Video, Footage u.a. im Package. Das lob’ ich mir!
David Comtesse


Bruce Dickinson
Tyranny Of Souls
Sanctuary / Soulfood
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Die erste Aussage dieser Platte ist die Feststellung, wie schlecht doch Maiden’s „Dance Of Death“ ist. Für gute Musik muss man sich mittlerweile an die Dickinson’schen Solowerke halten, was ja auch kein Fehler ist. Die 10 Songs bieten einen guten Querschnitt durch alle bisherigen Alben des Maiden-Fronters, wobei die härtere Ausrichtung der letzten Werke „Accident Of Birth“ und „Chemical Wedding“ etwas im Vordergrund steht. Anspieltipps sind alle Tracks, weshalb hier die Höchstnote fällig ist, zumal der Gesang von Bruce seit Jahren nicht mehr so überzeugend war wie hier.
Christian Kissel


DISCIPLINE
Downfall of the Working Man
I Scream/Cargo
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Die holländischen Street-Punker präsentieren sich auf "Downfall Of The Working Man" in gewohnt guter Form. Hier findet sich alles, was das Herz begehrt: Killer-Hooks, prächtige Hymnen ("Red&White Army", "Hell Is For Heroes"), aber auch schon mal eine etwas bedächtigere Gangart ("Strength To Live").
Jörg Eifel


The Duke
My Kungfu Is Good
Eagle Rock/edel
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Gitarrist, Sänger & Songwriter Rich Ward dürfte den meisten Musikfans als Gründungsmitglied von Bands wie Stuck Mojo oder Fozzy  ein Begriff sein. Die Mischung aus Reggae, Rap und Metal hat in der Szene Maßstäbe gesetzt. Jetzt hat sich Mr. Ward mit The Duke ein neues Projekt gesucht und legt mit „My Kungfu Is Good“ seine erste Scheibe vor. Ergebnis ist eine straighte Rockscheibe, die mit sonnigen Melodien ebenso unbeschwert umgeht wie mit dem richtigen Gefühl für Dynamik. Im übrigen kommen Rich‘s Gitarreneinsätze nicht ganz so druckvoll aus den Amplifiern, was den knackig arrangierten Songs mehr Freiraum gibt. Aber keine Angst, The Duke sind immer noch eine druckvolle Rock-Combo mit reichlich Power unter der Haube.
Enzo Bach


Dust & Bones
Liberator
Metal Axe Records/Point Music
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Nach dem etwas zwiespältigen Opener bieten die deutschen Heavyrocker im Anschluss solide Hausmannskost. Mal mit tiefergestimmten Gitarren und darker Stimme wie auf „Breathing Fire“, mal schnell nach vorne treibender Heavy Rock’n’Roll („Liberator“). das ist zwar alles nicht besonders originell, was der Fünfer hier bietet, aber auch nicht grundverkehrt. Deshalb neutrale Wertung.
David Comtesse


Elwing
War
Black Lotus/Twilight
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Elwing gehen mit der neuen Scheibe ihren Weg als straighte Metalband mit Ambitionen im Bombast-Bereich konsequent weiter und präsentieren eine Sammlung erstklassiger Rock-Epen. Dabei scheinen die Jungs die Schwerkraft mitunter aufzuheben, wenn ihre speedigen Gitarrenläufe und rotzfrechen Krachdrums aus den Membranen schießen und die stoischen Bassläufe in deiner Magengrube wummern. Alles ehrliche, solide und handgemachte Powermucke, immer mit dem richtigen, pompösen Headbanger-Feeling.
David Comtesse


Epica
Consign To Oblivion
Transmission Records/Alive
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Begeistert bin ich von der neuen CD der Holländer nicht. Arschglattes symphonisches Bombast-Intro, kleinere Höhepunkte, Chorgesang, Songaufbau fast schon kistschmäßig mit einer Wagenladung Zuckerguss. Zu selten bildet der Growl-Gesang von Mark Jansen den bitter nötigen Kontrastpunkt zum Streichorchester und den Texten über Maya-Kultur. Das ermüdet schon sehr, einen zweiten Hördurchlauf halt’ ich echt nicht aus...
Rainer Guérich



THE FORECAST
Late Night Conversations
Victory Records/Soulfood
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Wenn es um Indie-Rock mit Emo-Einschlag geht, sind The Forecast eine gute Adresse. Besondere Trademarks sind hierbei insbesondere der zweistimmige Gesang von Bassistin Shannon Burns und Gitarrist Dustin Addis. Das rockt, hat Schmiss und geht ins Ohr.
David Comtesse


Freedom Call
The Circle Of Life
Steamhammer/ SPV
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Auch das vierte Studiowerk der Melodic-Metaller ist ein gutes geworden. Allerdings mit der Einschränkung, dass der Terminus „Metal“ hier sehr klein geschrieben werden muss, da die zuckersüßen Melodien einfach die Oberhand haben. Wer  leichte Kost für die Sprittour im Cabrio sucht, ist gut beraten und wird an Songs der Marke „Starlight“, „Kings & Queens“ und „Hero Nation“ durchaus Gefallen finden.
Christian Kissel


Fulc
Embrace.Destroy
Stunted Records/Rough Trade
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In ihrer englischen Heimat gehören Fulc seit ihrer Gründung 2002 zu den angesagtesten Live-Acts. Umso erstaunlicher, dass es fast 3 Jahre gedauert hat, bis auch in deutschen Plattenläden mal eine Scheibe des Quartetts aus Leeds auftaucht. Fulc bieten eine heiße Mixtur aus Alternative-Sound, Punk, Noise und rockigen Metal-Elementen, die die Fans sicher in den Wahnsinn treiben wird. Mir zumindest hat es ihr brodelnder Energy-Sound angetan. Die Scheibe macht gerade Überstunden in meinem Player...
Frank Zöllner


Godiva
Call Me Under 666
Limb Music/SPV
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Zweites Album der Schweizer Melodic Heavy Metaller, die nun für das Mikro den Ex-Victory Sänger Fernando Garcia gewinnen konnten.  Solider, straighter Rock’n’Roll-Groove und Fernandos ausdrucksstarke Shouts machen „Call Me Under 666“ durchaus zu einem Gewinn fürs heimische CD-Regal.
Olaf Rominki


Grand Magus
Wolf’s Return
Rise Above / Soulfood
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Wer auf  Doom’n’Roll steht, sollte in das neue Werk der Schweden mal reinhören. Wie auch schon auf den beiden Vorgängern wird durchaus gefällig musiziert, auch wenn ein echter Smasher fehlt. Trotzdem sind 4 Punkte für ein homogenes Machwerk nicht zuviel.
Christian Kissel


Grind Inc.
Executed
Morbid Records/Soulfood
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Absolut hartes Brett, das die deutschen Extreme Deather Grind Inc. mir hier auftischen. Das hat Saft und Kraft und geht ordentlich ins Gebälk. Schön böse Growls, Knüppel-Thrash, aber auch elegante Tempovariationen, die die Schwere der Kompositionen mächtig wie eine Walze aus dem Untergrund hervorkriechen lassen. Man höre sich hierzu einmal „Non-Existence“ und „Defining The Art Of Pure Brutality“ an. Brachial-genial!
Olaf Rominski


Gwar
Live From Mt. Fuji
DRT Entertainment/Soulfood (VÖ:11.07.)
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Ein 14gängiger Livemitschnitt der abgedrehten und verrückt kostümierten Combo um Oderus Urungus. Das Konzert wurde in Japan mitgeschnitten und wirkt durch die zwangsläufig fehlende Bühnenoptik nur bedingt. Da lässt sich nur erahnen, was bei einer „War Party“ von Gwar abgeht. Für Fans aber sicherlich ‘ne Empfehlung wert.
Tim Beldow


Halifax
A Writer‘s Reference
Drive-Thru/Rough Trade
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Crossover/Alternative-Bands sprießen aus dem Boden wie Pilze nach dem Regen, aber nur wenige haben das Potential, die ersten Jahre zu überstehen. Hier bieten die vier Kalifornier von Halifax die rühmliche Ausnahme. Die Jungs haben sich die nötige Zeit genommen und legen nach jeder Menge Live-Events erst mal eine erstklassige EP „A Writer‘s Reference“ vor. Eine gelungene Mischung aus rockiger Kraftmeierei, noisigen Punkelementen und coolen Riffattacken, die einfach Spaß macht.
David Comtesse


Hank Davison Band
Hard Way
Firebird/DA Music
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Hank Davison und seine Band mussten die letzten 15 Jahre wirklich einen „Hard Way“ gehen, um endlich mit dieser CD eine Auswahl von Stücken ihres Liveprogramms vorlegen zu können. So viel Engagement verdient Unterstützung, denn die CD ist wirklich hörenswert! 8 Eigenkompositionen und 4 Coverversionen (u.a. „Free Man“, „Gamblers Roll“) fährt der Silberling auf. Für Freunde handgemachten Rocks mit whiskeygetränkter Reibeisenstimme und gelegentlichem Blues-Charme eine echte Empfehlung!
Rainer Guérich


Harem Scarem
Overload
Frontiers / Soulfood
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Wieder einmal haben die Kanadier ein erstklassiges Scheibchen in der Schnittmenge von Rock, Pop und Hardrock am Start, das durch seine feinen Melodien zeitlos wirkt. Einziger Nachteil ist, wie bei allen Alben, die viel zu kurze Spielzeit, was einen Punkt kostet, dafür ist die ganze CD als Anspieltipp geeignet.
Christian Kissel


Holy Moses
Strenght Power Will Passion
Armageddon / Soulfood
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Da rappelt es aber heftig im Karton. Die Thrasher um Frontfee (Gelächter) ähh Grunzerin Sabina Classen meldet sich mit einem fiesen Monster zurück. Insgesamt wirken die Songs etwas härter und sind an die Frühwerke der Marke „Queen Of Siam“ oder „Finished With The Dogs“ angelehnt, klingen aber natürlich trotzdem nicht altbacken. Für blutige Ohren solltet ihr „Angel Cry“, „End Of Time“ und „Lost Inside“ antesten. Warum man aber über eine Viertelstunde auf den Hidden-Track („Im Wagen vor mir“ mit Tom Angelripper eingegröhlt) warten muss, ist unverständlich, weniger wäre hier mehr.
Christian Kissel


Steve Howe
Spectrum
Insideout/SPV
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Anspruchsvolles, atmosphärisches Instrumental-Album von  Gitarrist Steve Howe, der in die 15 Kompositionen auch weltmusikalische Einflüsse einfließen lässt. Jetzt, da die Temperaturen mächtig nach oben schnellen, genau die richtige Musik, um mit einem kühlen Drink in der Hand auf dem Liegestuhl in der Sonne abzuhängen. Versucht diesbezüglich mal „Band Of Light“.
David Comtesse


INSANIA
Face Your Agony
STF Records/M-System
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Überzeugende Vorstellung der Rheinländer, die mit "Face Your Agony" ihren bereits siebten Longplayer vorlegen. Die 80er Melodic Metal-Wurzeln werden mit Grunz-Gesang und hiebiger Power gekreuzt. Unbedingt reinhören in "Common Ground" und die bemerkenswerte Nena Coverversion "i.i.i.". Empfehlenswert!
Bernd Oppau


Kaipa
Mindrevolutions
Insideout/SPV
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Neues Album der Band um Hans Lundin und Flower Kings-Gitarrist Roine Stolt. Geboten wird (manchmal etwas zu) ausschweifender Progressive-Rock. Wer auf frickeligen Prog steht, dürfte an der Platte seine Freude finden, obwohl der Gesang von Sänger Patrik Lundström etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Bernd Oppau


KEN
Stop! Look! Sing Songs For Revolutions!
I Am Thief
beide CDs: Strange Ways/Indigo
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KEN kommen aus Koblenz und stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass sich in diesem Land doch noch etwas bewegt, zumindest musikalisch. KEN haben sich um den Blackmail-Sänger Aydo Abay formiert und legen, nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit ihrem Debut, jetzt ihren 2. Dreher gleich im Doppelpack vor. Wie das zu verstehen ist? Nun KEN gehen einmal mit „Stop!Look! Sing Songs For Revolutions“ mit einem knalligen Crossover-Rock-Album an den Start und legen als Zugabe noch „I Am Thief“ vor, ein cooler Dreher vollgepackt mit geilen Coverversionen von Kim Wilde über Peter Gabriel bis Ton Steine Scherben. Hoch kreativ und voller Tatendrang präsentieren sich KEN und sorgen für reichlich Gesprächsstoff in der Szene. Jetzt kann der Sommer kommen!
Frank Zöllner


Killer
Immortal
Mausoleum Records
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Schon 25 Jahre im Geschäft und immer noch jede Menge Power unter der Haube, so präsentieren sich die „Rocksaurier“ von Killer auf ihrem brandneuen Release . Vielen mag ihr Rocksound, der in Teilen an Bands wie Deep Purple, Rainbow oder Uriah Heap erinnert, antiquiert, eingestaubt und uralt erscheinen. Für alle Fans von Killer ist es aber ein Paradestück in Sachen handgemachter Rockmusik, wie man es heutzutage leider viel zu selten hört. Also einfach mal anchecken das Teil, es lohnt sich!
David Comtesse


Killing Joke
Pandemonium
Democracy
Cooking Vinyl/Indigo
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Killing Joke Fans können sich gleich über zwei in 48 Bit Technologie remasterte Alben aus den 90ern freuen. „Pandemonium“ wurde 1996 erstmals veröffentlicht und enthält je eine  Remix des Titeltracks und „Another Cult Goes Down“. „Democracy“ (1996) ist für Sammler insbesondere wegen des fast 18minütigen „Russian Tundra Mixes“ des Titelstücks als Bonusedit unverzichtbar. Ein neues Killing Joke Album soll übrigens im September diesen Jahres erscheinen. Man darf gespannt sein.
Tim Beldow
 


KILL THE THRILL
Tellurique
Season Of Mist
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In ihrer Heimat haben die drei Franzosen gerade Dillinger Escape Plan auf ihrer Tour unterstützt. Nun erscheint hierzulande „Tellurique“, ihr fünftes Album. Stilistisch irgendwo zwischen Metal, Industrial und New Wave angesiedelt. Wer damit etwas anfangen kann, sollte reinhören und sich selbst eine Meinung bilden. Ich find‘ die Scheibe ordentlich.
Bernd Oppau


Lacrimosa
Lichtgestalt
Hall Of Sermon/Warner
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Lacrimosa haben es mit ihren schwermütigen Songs aus Elementen von Metal & Gothic bis in die Media-Control-Charts geschafft. So standen Lacrimosa für eine ganz neue Stilrichtung aus deutschsprachigen Texten und düsteren Melodien, die nicht wenige Bands bis heute beeinflusste. Auch ihr neuestes Werk „Lichtgestalt“ geht diesen kreativen Weg konsequent weiter, wobei die Elemente aus dem Rockbereich hörbar abgenommen haben. Stattdessen dominieren poetische Stimmungen, dezent angereichert mit klassischer Instrumentierung. Leider muss ich mir die wunderbaren Melodien von Lacrimosa hier auf einer durch ständiges Piepen durchsetzten Promo anhören, was den Hörgenuss leider extrem schmälert.
Frank Zöllner


Lee Z
Shadowland
Escapi Music/Soulfood
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Nach 6 Jahren legen die unterbewerteten Münsteraner endlich mal wieder ein neues Album vor. Und das hat es in sich, sprudelt vor überraschenden Ideen und Wendungen nur so über. Sänger Peter Pauliks unterstreicht mit seiner Stimme die progressive Ausrichtung der Band. Unbedingt eine Entdeckung wert!
Tim Belodw
 


The Loner
A Tribute To Jeff Beck
ESC Records/Alive
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Bei diesem Jeff Beck-Tribute-Album werden alle Gitarrenfreaks leuchtende Augen bekommen. Die besten Fusion-Gitarristen wie Richie Kotzen, Steve Lukather, Greg Howe und Derek Sherinian intonieren die Klassiker Becks. Auf dem Spielplan stehen u.a. „Led Boots“ und „Brush With The Blues“. Frickeliger Gitarren-Fusion-Rock-Jazz, auf hohem Niveau serviert.
Tim Beldow


Mad Sin
Young, Dumb & Snotty
People Like You/SPV
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Fans des Psychobilly werden sich über die vorliegende Veröffentlichung sicher freuen. Erstmals präsentiert uns ein Silberling die Frühwerke der legendären Mad Sin und lässt dabei die Jahre 1988-1993 in insgesamt 24 Power-Songs Revue passieren. Dafür hat man tief in den Archiven gestöbert und Scheiben wie „Ticket To The Underground“, „Break The Rules“, „Distorted Dimensions“ und „Chills&Thrills“ zutage gefördert, von denen die hier präsentierten Songs stammen. Ein wildes Sammelsurium zwischen R‘n‘R, Rockabilly, Punk und Rock also, das so manche Bottle-Fete hörbar aufwerten dürfte.
Frank Zöllner


Midnight
Sakada
Black Lotus / Soulfood
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Wer mit Hinblick auf die ersten beiden Crimson Glory-Meisterwerke an dieses Album geht, wird eine derbe Enttäuschung erleben. Der Ausnahmesänger, um den es viel zu lange ruhig war, hat Material am Start, das eher mit dem dritten CG-Album („Strange And Beautiful“) oder der letzten Queensryche zu vergleichen wäre. Geiles Teil, das mit dem balladesken Titeltrack einen absoluten Höhepunkt hat.
Peter Hanf


MISERY INDEX & COMMIT SUICIDE
Split CD
Erache/SPV
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Bisher nur umständlich im Untergrund zu bekommen, waren die Aufnahmen dieser Split CD von Misery Index und Commit Suicide. Für Death-Grind-Freunde sind die Disrupt- und Death-Coverversionen allerdings wohl Pflicht!
David Comtesse


Molly Hatchet
Warriors Of The Rainbow Bridge
Steamhammer / SPV
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Das Beste bei den Südstaaten-Rockern bleiben die Cover, die sind jedesmal eine Augenweide. Aber auch die Musik kann durchaus überzeugen, obwohl zumindest bei mir keine Euphorie ausbrechen will. Kurz gesagt, die Lieder an und für sich sind gefällig bis gut, über die ganze Dauer aber etwas ermüdend. Daher 4 Punkte, wobei echte South-Rocker gerne einen hinzuzählen dürfen...
Christian Kissel


Morgana Lefay
Grand Materia
Black Mark / Soulfood
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Ob zuerst als Morgana Lefay, als Lefay oder wieder wie jetzt unter altem Namen, die Schweden standen und stehen unabhängig von der aktuellen Bandbesetzung für Qualität. Dies ändert sich auch auf „Grand Materia“ nicht. Schon der Opener „Grand Materia“ zeigt, wie Power-Metal zu klingen hat. Auch eine Ballade ist am Start: „Only Endless Time Remains“  zeigt, dass so etwas nicht peinlich sein muss. Schön, dass sie wieder zurück sind...
Peter Hanf


Mortal Love
I Have Lost
Massacre/Soulfood
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Natürlich kann man der norwegischen Gothic-Band mit ihrer (gelegentlich die Krallen ausfahrenden) Sängerin Cat nur eine sehr gute Wertung geben. Schöne Gesangslinien, atmosphärische Keyboards, Tempowechsel und schon mal deutlicher an die Songoberfläche vorlugende Gitarrenriffs machen den Hördurchlauf zu einer freudigen Angelegenheit. Und „Serenity“ und „Adoration“ (mit zweiter männlicher Gesangsstimme) sind schon richtige Smasher...
Jörg Eifel


MXPX
Panic
Sideonedummy/Cargo
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In Amerika verkaufen die Punkrocker MXPX ihre Platten wie blöde. Mittleweile hat die Band insgesamt mehr als 1.000.000 Scheiben verkauft. Um  die Messlatte noch ein wenig anzuheben, gibt’s nun auch gleich noch ein neues Album, das die drei Herren in bewährter Manier eingespielt haben. Freunde von Bands wie Blink 182 & Co. werden nicht nur an dem hymnischen „Young And Depressed“ ihre Freude haben.
Enzo Bach


Nattefrost
Terrorist
Season Of Mist
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Eine hiebige Oldschool Black Metal Attacke gegen den Mainstream-Metal führt der Norweger Nattefrost (früher Lord Nosferatu) auf dieser Platte. Mit aggressiven Shouts und thrashigen Passagen sowie der Unterstützung von Dirge Rep (Ex-Enslaved) und Carl Michael (Dodheimsgard) werden keine Kompromisse gemacht und die Botschaft vehement verkündet!
Olaf Rominski


Necrophagia
Harvest Ritual Vol.1
Season Of Mist
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Im weiten Feld des Hardcore haben sich Necrophagia bereits vor Jahren ihren Platz erarbeitet und präsentieren sich auch auf ihrem brandneuen Silberdreher „Harvest Ritual“ Vol.1 von ihrer extremsten Seite. Growl-Vocals aus dem tiefsten Schlund der Hölle, speedige Saitentorturen und blasphemische Drumfahrten sind ihre Markenzeichen. Das verlangt von den Fans wahre Einzelkämpfer-Eigenschaften. Nichts für Weicheier, kompromissloser Core& Thrash-Metal aus der untersten Schublade.
Jörg Eifel


Negative
Sweet & Deceitful
Roadrunner
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In ihrer finnischen Heimat ist das Sextett um den Frontshouter Jonne Aaron schon seit Jahren kein Geheimtipp mehr und als umtriebiger Live-Act bei vielen Festivals ein gern gesehener Gast. Mit ihrer zweiten Scheibe versuchen Negative nun ihren melodieverliebten Chart-Rock auch im restlichen Europa zu etablieren und fahren dafür 12 Energy-Songs mit harten Gitarrenlicks und wilden Drumfahrten auf. Dass dabei nicht unbedingt die Rock-Mucke neu erfunden wird, tut den fetzig-krachenden Songs keinen Abbruch, die Jungs lassen nichts anbrennen und kombinieren hypnotische Harmoniewendungen mit knackigem Rock und der richtigen Prise Balladenfeeling.
Frank Zöllner


Nile
Annihilation of The Wicked
Relapse Records
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Die vorliegende Rille ist das erste Lebenszeichen der Extrem-Metaller seit gut zwei Jahren. Eine Zeit, die die Jungs anscheinend genutzt haben, um ihren Höllensound noch härter und unerbittlicher zu machen. Den Eindruck hat man zumindest. Es ist kaum vorstellbar, dass es in Zukunft noch eine Steigerung dieses speedigen Thrash-Extrem-Metals gibt, den Nile hier vom Stapel lassen. Hier stehen ultraharte Gitarrenwände und ein wildes Stakkato-Drumming im Vordergrund und kreieren so Songs, die durchaus dem Albtraum eines Hieronymus Bosch entsprungen sein könnten. Dazu gesellen sich noch Mörder-Growls, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Frank Zöllner


Obituary
Frozen In Time
Roadrunner
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Nach siebenjähriger Auszeit ein Comeback-Album mit noch nicht einmal 35 Min. durchschnittlichem Death-Metal auf den Markt zu werfen, finde ich dann doch etwas frech. Obwohl nicht schlecht, gibt es dafür doch nur 2 Punkte, zumal das erste Stück ein Instrumental ist...
Christian Kissel


Organic
Between The Lines
MMS/Alive
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Bereits seit 5 Jahren sind Organic eine der besten Adressen in Sachen Rock aus deutschen Landen. Eine Auflistung ihrer Supports für Acts wie Guano Apes, Sportfreunde Stiller und Tribute To Nothing sprechen eine klare Sprache. Nach dem Hören ihres  rockigen Melodie-Cocktails stellt sich mir unwillkürlich die Frage, wen Organic eigentlich dieses Jahr als Support für ihre Tour engagieren. Denn eines ist klar, für die Jungs sind die Jahre als „Unterstützungs-Band“ endgültig vorbei, hier präsentiert sich die Haupt-Band! Ihre neuen Songs atmen Raum und Tiefe, überraschen durch knarzige Schlichtheit, fette Rocksoli und eine wunderbare Melodienverliebtheit. Ihr Album ist keine gelackte Fließbandproduktion, sondern mit viel Liebe zum Detail handgemachte Rockmusik, die in ihren besten Momenten zwischen Unschuld und Theatralik wandelt.
David Comtesse


OVER IT
Silverstrand
Lobster Records/ Cargo
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Klasse EMO bietet der US-Vierer Over It auf seinem zweiten Album "Silverstrand“. Die Songs rocken gut nach vorne und sind sehr intelligent aufgebaut. Vielleicht hat der eine oder andere die Gruppe auch schon auf den vergangenen Vans Warped Touren gesehen.
Bernd Oppau


Pagan’s Mind
Enigmatic: Calling
Limb Music/SPV
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Sorgfältig vorbereitet haben Pagan’s Mind ihr neues Album. „Enigmatic: Calling“ bietet eine wohlschmeckende Mischung aus Melodic- und Progmetal. Variantenreich und schön hymnisch vorgetragen. „Supremacy, Our Kid“ und „Entrance To Infinity“ lauten meine Reinhörtipps.
David Comtesse


Pepper
In With The Old
Volcom Entertainment/Cargo
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Das kalifornische Trio Pepper legt hier ein sehr charmantes Album vor, das durch seinen unhektischen Songaufbau und seine unverkennbaren Reggaewurzeln gefällt. Dennoch ist für Abwechslung gesorgt: Beispielsweise durch eingestreute Tempoverschärfungen in Richtung Punkrock (u.a. „Ashes“), eine schöne Hawai-Gitarre („Border Town“) oder knarzende Keyboards, die den Sänger zum Emotions-Spagat beflügeln („Are You Down“). Unbedingt reinhören solltet ihr auch in den flinken Opener „Back Home“ und das wunderbar wogende Reggae-Highlight „Love Affair“.
Duklas Frisch


Presto Ballet
Peace Among The Ruins
Insideout/SPV
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Presto Ballet ist die neue Band von Metal Church Gitarrist Kurdt Vanderhoof, der hier seine Liebe für 70er Jahre Hardrock mit progressivem Einschlag auslebt.  Mit Sänger Scott Albright (war auch auf Vanderhoofs erstem Soloalbum vertreten) gibt’s kunstvoll mit Hammond, Keys und Mellotron verzierten Rock, der einfach Spaß macht. Highlight ist das Titelstück und das sich über eine Länge von über 7Minuten schön entwickelnde, fast schon spacige „Find The Time“.
Rainer Guérich


QNTAL IV
Ozymandias
Drakkar/Sony BMG
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Die musikalische Message ihrer Vorgänger-Alben konsequent fortsetzend, überzeugen QNTAL auch auf ihrem 4.Release mit ihrer stimmigen Melange aus Gothic, Metal und mittelalterlichem Liedgut. Zwischen gemurmelter Bizarr-Lyrik, in den verschiedenen Sprachen des mittelalterlichen Europas vorgetragen, filigranen Frauen-Vocals und düsteren Metal-Elementen entsteht ein Sound-Almanach, der den Hörer auf eine musikalische Zeitreise in eine längst vergangene Welt aus Burgen, Rittern, Gauklern und Minnesängern entführt.
Frank Zöllner


Raging Speedhorn
How The Great Have Fallen
Steamhammer/SPV
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„Dieses ist der Sound wütender Männer, die gewalttätige Musik für völlig verstörte Menschen machen.“ (PR-Info) Flirrende Gitarrenriffs, mächtiger Soundwall, teils Garagensound und ein brüllender Sänger, der nicht nur 2 Liter Wasser verliert, sondern auch stark Herzinfarkt-gefährdet ist.
Bernd Oppau


Runamok
Dance Of The Dead
Metal Axe Records/Point Music
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Das dritte Album der Band um den ehemaligenStormwitch-Gitarristen Fabian Schwarz wendet sich in erster Linie an alle Liebhaber guten, alten Old School Metals. Runamok lassen nichts anbrennen und haben mit Tracks wie „Invisble Man“ und „Fat And Dead“ ordentliches Kanonenfutter im Rohr.
Tim Beldow


Saidian
For Those Who Walk The Path Forlorn
Metal Heaven/Soulfood
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Nach einigen Änderungen im Band-Setup hat sich die Esslinger Formation Aria in Saidian umbenannt und legt nun diese Scheiblette vor. Geboten wird handwerklich sauberer Melodic Metal, der ganz auf die exzellenten Sirenen Shouts von Fronter Markus Engelfried zugeschnitten ist. Unbedingt reinhören solltet ihr in den trippeligen, pfeilschnellen zweiten Track des Albums, „Burn Down The Night“. Eine echt schöne Hymne!
David Comtesse
 


THE SAINTS
Nothing Is Straight In My House
Cadiz Recording
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Ein gelungenes Comeback-Album von The Saints, die sich auf dieser Scheibe auf ihre Punk-Roots besinnen. Das Songwriting ist variabel, und es gibt eine Menge Highlights wie z.B. "Porno Movies" und "Nothing Is Straight In My House".
Jörg Eifel


Scumbucket
Kiss Than Kind
Nois-O-Lution/Indigo
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Scumbucket um Mastermind Kurt Ebelhäuser (vielen bekannt von Blackmail) legen 14 Songs in erstklassiger Indie-Rock-Tradition vor und breiten dabei ein wahres Kaleidoskop an Klangfarben aus. Keine lieblos hingedudelten Mainstreambeats, sondern eine sphärische, oft kantige Produktion mit mitreißender Dynamik und kreativen Querschlägern erwartet den Hörer. Dieses vielschichtige Geflecht aus symphonischen Soundscapes und rauem/kraftvollen Rock ist ein wahrer Kontrapunkt zum sonstigen Veröffentlichungs-Einerlei!
Frank Zöllner


Shadow Gallery
Room V
Insideout/SPV
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Tolle, sehr variantenreiche Prog-Metal-Scheibe der Amerikaner Shadow Gallery, die auf „Room V“ die Story ihres 98er Albums „Tyranny“ konsequent fortsetzen.  „Act III“ und „Act IV“ sind jeweils in 7 Einzelkapitel unterteilt und gefallen durch Mike Bakers nach wie vor grandiose Leadstimme. Es gibt epische Passagen, schnelles Tempo, ruhige Gangart, exzellente Keyboards, progressiver Songaufbau, eingestreute Soundeffekte. Unbedingt reinhören in das wunderbare Gesangsduett von Mike Baker und Laura Jaeger in „Comfort“.
David Comtesse


Sinisthra
Last Of The Stories Of Long Past Glories
Arise / Point Music
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Mehr als ein durchschnittliches Gothic-Metal-Album ist es leider nicht geworden, was die Finnen hier veröffentlichen. Hier stellen sich nur 2 Fragen: Warum haben Anathema, die wesentlich bessere Alben abliefern, keinen Plattenvertrag mehr, und wer soll das hier kaufen, wenn es noch Bands wie Amorphis, Katonia usw. gibt?
Christian Kissel


Slough Feg
Atavism
Cruz Del Sur / Alive
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Glücklicherweise bleibt, nach dem sich das “The Lord Weird” aus dem Bandnamen verabschiedet hat, wenigstens die Musik die gleiche. Das heißt klassischer Metal, der mit einigen Folk-Einflüssen aufgewertet wird und mit den aktuellen Trends nichts am Hut hat. Wer sein Herz an Außenseiterbands der Klasse Manilla Road, Cirith Ungol, Breaker, Satan oder Power’s Court gegeben hat, muss zugreifen!
Peter Hanf


Sons And Daughters
The Repulsion Box
Domino/Rough Trade
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Sons And Daughters geben auf ihrem ersten Longplayer richtig Vollgas. Dabei ist es ihre Mixtur aus fetzigen Rockabilly-Elementen, ziemlich frechen Punkanleihen, Folk und wilden Noise-Rhythmen, die dir einen gehörigen Vitamin-Stoß verpassen. Fest steht, dass man den Sound von Sons And Daughters schon beim ersten Anskippen nicht mehr aus den Ohren bekommt. Wer mir nicht glaubt, dem empfehle ich den Opener „Medicine“, der sich mit seinen Polka-artigen Stakkato-Riffs sofort in die Gehörwindungen brennt. Kann nur hoffen, dass die Schotten auch bald live bei uns aktiv werden.
Frank Zöllner


Spiritual Beggars
Demons
Insideout/SPV
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Mit ihrem neuen Sänger JB (von Grand Magus) laden die Spiritual Beggars zur reich gedeckten Hardrock-Tafel. Nach dem fett bratenden Intro „Inner Strength“ gibt’s mit dem straight vorpreschenden „Throwing Your Life Away“ und dem stählernen „Salt In Your Wounds“ zwei wohlschmeckende Amuse Gueuls, die uns auf den Hauptgang freudig einstimmen:. „One Man Army“ hat einen ungaublichen Drive und ein Hook, das einen nicht mehr loslässt. Starke Nummer! Ebenso wie das tempovariierende „Treading Water“ und das vor Wah-Wah-Gitarren übersprudelnde „Dying Every Day“. Highlights ohne Ende!
Rainer Guérich


Starfighter
Orion
Kinky Star/Alive VÖ: 18.07.
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Starfighter, der frische und unkomplizerte Vierer aus Gent ist zurück und legt mit „Orion“ ein Rockalbum vor, das wie ein Blick durch ein Kaleidoskop funktioniert, wann immer man hineinschaut, man sieht etwas anderes. So ähnlich verhält es sich mit den elf Songs , die zwischen straightem Rock, Brit-Pop, Harmoniegesang, Akustik und Punk wirklich jede Genreschublade durchwühlen. Ein speediges, charmantes und emotionales Rock-Pop-Destillat.
David Comtesse


STYX
Big Bang Theory
Frontiers/Soulfood
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Besonders gemocht habe ich die Styx-Platten eigentlich nie. Da macht „Big Bang Theory“ keine Ausnahme. Die Band legt ein reines Coveralbum vor und intoniert dabei ohne große eigene Handschrift Songs der 60er und 70er Jahre, u.a. von The Beatles („I Am The Walrus“), The Who („I Can See For Miles“) und Procul Harum („A Salty Dog“). Ach ja, und das 100. Remake von „Summer In The City“ (Lovin‘ Spoonful) gibt‘s zu allem Überfluss auch noch. Großartig! Da hör‘ ich mir lieber die Originale an und kram in meiner Plattensammlung!
Rainer Guérich


Talisman
Five Men Live
Frontiers/Soulfood
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So schön es ist, dass es von dieser geilen Band endlich eine Doppel-Live-CD gibt, das Ergebnis ist doch recht mager. Die kompletten Lieder der zweiten CD (Live At Sweden Rock 2003) sind auch schon auf der ersten CD verbraten worden.  Das riecht doch nach Abzocke, weshalb es auch nur 4 Punkte gibt, sowie den Hinweis auf die Doppel-DVD...
Christian Kissel


Thou Art Lord
Orgia Daemonicum
Black Lotus/Twilight
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Böse Scheiblette, die das Sonnenbebrillte griechische Duo Sakis und The Magus hier in den Ofen schmeißt. Tempomäßig eigentlich gar nicht immer im Knüppelgang, grunzt sich Brille 1 richtig aus, während Brille 2 im Hintergrund geifert. Und damit’s richtig gemütlich wird an der Mauer, wird die Gitarre und der Bassbalken schön malträtiert. Sehr charmant untermalt von Drummer Themis (Brille 3), der sich hinter der Schießbude breit gemacht hat. Und einen positiven Nebeneffekt hat die ganze Chose auch: Bei „An Apparition Of Vengeance“ hat mein Kater Cosmo auch brav sein Katzengras rausgewürgt
Rainer Guérich


Timeless Miracle
Into The Enchanted Chamber
Massacre/Soulfood
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Selten haben Cover, Songtitel (u.a. Curse Of The Werewolf, Witches Of Black Magic, The Devil, The Gates Of Hell) und die Musik so weit auseinander gelegen. Wer nämlich ein Thrash/Death/Black-Album erwartet, liegt hier völlig falsch. Keyboarddominierter Power-Metal der Schlagerkategorie wird hier geboten, leider nicht mal allzu überzeugend. Auch die Versuche eine folkige Note einzubauen, was ja zur Zeit sehr in ist, kommen eher lächerlich daher. 
Peter Hanf


Trail Of Tears
Free Fall Into Fear
Napalm / SPV
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Eigentlich hatte ich die Band etwas besser in Erinnerung, aber hier dominiert eindeutig der Durchschnitt. Musikalisch in Nähe von Tristania, After Forever, The Sins Of Thy Beloved oder Theatre Of Tragedy angesiedelt, reicht es nicht, mit deren besten Momenten mitzuhalten. Reinhören kann natürlich nichts schaden, aber mehr als Durchschnitt ist hier nicht drin, eigentlich schade.
Christian Kissel


Treibhaus
Unsterblich
Kneeve Records/Alive
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Treibhaus bezeichnen sich selbst als Hart-Pop-Band, wobei mich ihr Debüt „Unsterblich“ ganz stark an Arbeiten von Rammstein erinnert. Die Jungs um Frontmann Curt Doernberg sind noch brandneu in der Szene und haben keine nennenswerten Spuren hinterlassen. Ihr Sound ist hart, schnell, kompromisslos, aber nie wütend oder offen aggressiv. Dabei bedienen sich Treibhaus einem Mix aus Industrial, Metal, Pop und aufwühlenden Texten in deutscher Sprache, was in der richtigen Dosierung wie ein explosiver Treibsatz wirkt.
Jörg Eifel


TYLER
Don' Play
FreierRaum/edel
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Tyler sind eine junge Alternative-Band aus Wien, die hier ein grandioses Album aufgenommen hat. Emotionaler Indiepop trifft auf psychedelische Sounds, Unbeschwertheit und grungige Melodiebögen. Highlight ist zweifellos "Once".
David Comtesse


V8 Wankers
The Demon Tweak
Rude Records / Soulfood
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Von Uwe Lulis (Ex-Grave Digger, Rebellion) fett produzierter Kick Ass-Rock’n’Roll der Offenbacher (Glückwunsch ans „Erwin“ zum Aufstieg) Kult-Combo. Wer ein Herz für Bands wie Rose Tattoo, Motörhead, Nashville Pussy oder Turbonegro hat, sollte zur (mit einer DVD noch aufgewerteten) Erstauflage greifen. Warum die Release-Party aber in Frankfurt stattfindet, wissen wohl nur die Götter...
Christian Kissel


Velcra
Between Force And Fate
Sony BMG
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Bereits ihr Debüt „Consequences Of Disobience“ sorgte in der Hardrock-Szene für einige Aufregung, und bei dem Nachfolger des skandinavischen Fünfers wird diese garantiert nicht geringer ausfallen. Frontlady Jessi Frey und ihre Mannen haben ihrem Hardcore-Industrial-Sound ein speediges Update verpasst und kommen noch härter und unerbittlicher aus den Membranen. Hier treffen feinster Krachstoff und Ambitionen aufeinander.
Tim Beldow


VENEREA
One Louder
Bad Taste Records
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Über die neue CD der schwedischen Punkrocker von Venerea freut sich bestimmt so manch einer. Musikalisch ist die Gangart noch etwas härter geworden, wobei Bassist und Gitarrist das Mikro gewechselt haben. Zu den Highlights der CD zählen insbesondere "Calling Card", "Guantanamo" und "Small Town Romance". Für alle Punkrock-Fans eine sichere Empfehlung!
Enzo Bach


Steve Walsh
Shadowman
Frontiers/Soulfood
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Kansas-Fans (zu denen ich mich zähle) werden auch von dem neuen Alleingang von Steve Walsh restlos begeistert sein. 8 Hammertracks, keine Füller, von vorne bis hinten Spitze, starker Songaufbau, tolle Keys und eine Stimme, die ich mir nicht oft genug reinziehen kann. Klassiker!
Rainer Guérich



WATCHMAKER
Kill.Fuck.Everyone
Erache/SPV
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Nur was für Freunde doomiger Soundwälle ist die neue Watchmaker. Ultraböser Hate-Noise-Grind für alle, die sich die Kugel geben wollen...
David Comtesse


Ray Wilson
Live
Insideout/SPV
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Dass der ehemalige Stiltskin und Genesis-Sänger eine Klasse für sich ist, braucht hier wohl nicht groß erwähnt zu werden. Vorliegende Live-Doppel-CD wurde während der letztjährigen „The Next Best Thing“-Tour im deutschen Worpswede mitgeschnitten und zeigt den Barden mit der schön rauen Stimme in Bestform. Da neben den hervorragenden Wilson-Kompositionen auch Stücke von Genesis (u.a. „The Lamb Lies Down On Broadway“), Phil Collins („In The Air Tonight“) und Peter Gabriel („Biko“) auf dem Spielplan stehen, gibt’s an dieser Stelle einen ganz klaren Kaufbefehl!
David Comtesse


Wizard
Magic Circle
Limb Music/SPV
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Solide Leistung der vier True Metaller aus dem Ruhrpott. Die Leadstimme von Fronter Sven D’Anna schwingt sich ein ums andere Mal in neue Höhen auf, während die Restcrew mit der Präzision einer Schweizer Uhr workt und den Metalmantel mit harschen Speedattacken explosionsartig durchbricht. Das sorgt für Abwechslung und verführt nicht nur auf „Death Is My Life“ zum heftigsten Headbanger. Deshalb vier Finger aus der Schreinerei...
Olaf Rominski


Wolf
Wolf
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Black Wings
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Massacre/Soulfood


Ob es sinnvoll ist, von noch neuen Aufnahmen wie den beiden ersten Wolf-CD’s schon Re-Releases zu machen, weiß ich nicht, musikalisch haben sie ihre Berechtigung. Wer hat noch das Debüt von „No Fashion Records“ mit dem selten hässlichen Cover ? Okay ich, und auf die 2 Bonustracks von „Electric Raga“ in einer Demo-Version und „Moonlight“ in einer Radioversion könnte ich auch gut verzichten, weshalb ich auch „nur“ 4 Punkte für die gute Musik vergebe. Das Zweitwerk „Black Wings“ lockt mit dem Video von „Moonlight“ und erreicht 5 Punkte. Wer die Werke schon besitzt, kann aber gut auf einen Neukauf verzichten, das sind die neuen Artworks und Booklets einfach nicht wert; unabhängig von der Güte der Musik.
Christian Kissel


Zan Clan
We Are Zan Clan... Who The F**k Are You?
GMR Music/Sony
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Zinny Zan, seines Zeichens Frontshouter der Rockformation Zan Clan, ist ein Rock-Veteran im besten Sinne des Wortes. Bereits in den 80ern war der umtriebige Mikro-Man mit Bands wie Easy Action oder Kingpin groß im Geschäft und gründete Mitte der 90er Zan Clan. Danach beschritt Zinny Solopfade, veröfftenlichte mit „Citizen Of Wasteland“ ein cooles Album und nahm danach erstmal eine Auszeit. Jetzt, gut 10 Jahre später, ist der Frontmann mit Zan Clan wieder zurück und zeigt sich gestählt wie nach einer Frischzellenkur. Der Sound ist straight, voll und kommt fett aus den Boxen. Ein Rockalbum wie aus dem Bilderbuch, vorausgesetzt, man steht auf den Stil der 80er.
David Comtesse
 


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