September/Oktober 2004

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Black Abyss
Angels Wear Black
Massacre/Soulfood
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Der zweite Streich der deutschen Dark  Metaller wurde von Dieter Roth (u.a. Die Allergie) produziert und huldigt klassischen Metal-Referenzen. Besondere Erwähnung verdient sich Oliver Hornung, der an Ozzy’s beste Zeiten bei Black Sabbath anknüpft. Als Warm-Up-Tipp empfehle ich das hymnische „Unholy War“. Macht Spaß, den Jungs zuzuhören!
Bernd Oppau

 


Caliban
The Opposite From Within
Roadrunner
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Caliban sind bereits seit ‘97 in der Szene aktiv, damals allerdings noch unter dem Namen Newer Again. Heute stehen Caliban für einen speedigen Mix aus brachial-wütenden Hardcore und Thrashelementen. Allerdings schafft es die Truppe um Stimmbandwunder Andy Dörner auch, immer wieder glasklare Melodien einzubauen und sogar in einigen Tracks geradewegs in Richtung Harmonie zu marschieren. Bei Caliban ist dies kein Widerspruch, im Gegenteil. Hier wird Stilvielfalt großgeschrieben!
Frank Zöllner


Danzig
Circle Of Snake
Regain Records
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Danzig waren mal wieder im Studio und legen mit „Circle Of Snake“ einen brandneuen Dreher vor, der den vorläufigen Höhepunkt an spannender Dark&Düsternis-Mucke darstellt. Für mich eines der kreativsten &geschmackvollsten Rockalben dieses Jahres!
Frank Zöllner


DISGROOVE
Down On My Self
N-GAGE PROD./ZYX
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Die beiden ehemaligen Gurd-Mitstreiter Philippe Strübin (voc., guit) und Tobias Roth (drums) haben mit Basser Philippe Gerber ein schlagfestes Power-Trio ins Leben gerufen. Dennoch setzen Disgroove sehr auf melodiöse Songstrukturen, die den Hördurchlauf sehr angenehm machen. Fiebrige Gitarrenriffs und fette Drums treffen auf ein variables Shooting, das eine enorme Bandbreite offenbart. Unbedingt reinhören in das kickende „Alright“ und das sich ganz langsam aufbauende „Upside Down“, das mit viel Atmo und einem wunderschönen Refrain anfängt, um dann die Gitarren fett braten zu lassen. Disgroove stehen für die perfekte Balance zwischen Melodie und Härte.
Rainer Guérich



Epica
We Will Take You With Us
Transmission Records
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Eine Einladung, die wörtlich zu verstehen ist. Nach ihrem grandiosen Debüt „The Phantom Agony“ holen Epica zum zweiten Schlag aus. Meisterhaft instrumentierter epischer Classic-Pop-Metal, ganz zugeschnitten auf die klassisch geschulte Stimme von Engel Simone Simons, die u.a. von einer fabelhaften String Section und markanten Chören begleitet wird, perfekt konterkariert durch hiebige Growlings. Das hält den Spannungsbogen schön aufrecht! Am Schluss der CD gibt es übrigens noch 3 akustische Tracks. Meisterwerk!
David Comtesse


Eternal Flight
Positive Rage
Cruiz Del Sur Music
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Eine französische Band, die aus der Gruppe Dream Child hervorgegangen  ist. Man hört den fünf Jungs um Sänger Gérard Fois auch sofort an, dass sie ihr Handwerk verstehen. Sirenengesang meets melodischen Metal, blitzsauber in Szene gesetzt. Als Anspieltipps gebe ich „Guardians“ und das atmosphärische „Secret Place“.
Rainer Guérich


Facelift
Pictures
Pate Records/Alive
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Starkes zweites Album der Band aus dem österreichischen Graz, das seine größte Trumpfkarte in der lasziven bis sirenenhaften Stimme von Frontfrau Andrea Orso (raucht Zigarre, sympathisch!) hat. Der Opener „Groovy Sound“  und das wunderbar entspannt dahinwogende „End Of Now“  mit seinen explodierenden Gitarrenkicks gefallen mir am besten, aber auch der Rest des Materials ist hochkarätig. Wer auf der Suche nach einem echten Geheimtipp ist und auf Alternativ-Rock-Pop ohne falschen Schmusefaktor abfährt, wird an „Pictures“ seine helle Freude haben. Versprochen!
Rainer Guérich


Flogging Molly
Within A Mile Of Home
Sideonedummy/Cargo
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Bei den US-irischen Folk-Punkern Flogging Molly ist Partystimmung angesagt! Die Band um den aus Dublin stammenden Sänger und Gitarristen Dave King  versteht es mit ihrem Mix aus punkigen Elementen, Dudelsäcken und irischer Volksmusik gute Laune in die Bude zu zaubern. Schon der Opener „Screaming At The Wailing Wall“ ist aus diesem Holz geschnitzt. Auf „Factory Girls“ gibt Lucinda Williams ihr Gastspiel als zweite Gesangsstimme, „Tobacco Island“ ist ein ganz spartanisch gehaltenes Vocal-Intermezzo von Dave, das auf das hochtanzbare, Akkordeon-getränkte „The Wrong Company“ einstimmt. Daumen hoch für Flogging Molly!
Bernd Oppau


Flower Kings
Adam & Eve
Insideout/SPV
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Die schwedischen Prog-Rocker Flower Kings bieten mit „Adam & Eve“ ein sehr vielschichtiges Album, mit dem man sich schon eingehender beschäftigen muss, um seine gesamte Schönheit zu erkennen. Poppige Melodien wechseln mit avantgardistischen Tendenzen („Days Gone By), klassischen Elementen, Progparts u.a.
David Comtesse


Idaho
Vieux Carré
Kalinkaland/Nova
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Idaho kommen aus Kalifornien und machen unglaublich guten  Slow-Alternativerock mit unendlichem Tiefgang und dem Gespür für emotionelle Ausdruckskraft. Zu verdanken haben wir dies Sänger Jeff Martin, der mit seinem unterdrehtkehlig-flüsternden Stimmorgan beim Hörer wahre Gänsehautschauer auslöst. Der Rest der Band begleitet ihren charismatischen Kopf bravourös, spielt unaufdringliche, flirrende Melodien, treibt den Mikromann in höchste Höhen. Jede Nummer für sich genommen ist von einer unaufdringlicher Eleganz und doch nachhaltiger Vehemenz, hakt sich fest. Testet mal hierzu den starken Opener „Levitate“ und das großartige „Shoulder Back“. Diese CD bekommt mit Sicherheit einen Ehrenplatz in meinem CD-Zimmer, in Ehrfurcht...
Rainer Guérich


Kid Kilowatt
Guitar Method 1996-1999
Hydra Head/Indigo
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Die vorliegende Rille ist so etwas wie eine Retrospektive der letzten Jahre von Gitarren-Derwisch Kid Kilowatt und hält mit Powertracks wie „The Scope“ und „Ted Nugent“ die ganze Bandbreite von Kid parat. Wer auf abgedrehten Low-Fi-Garagen-Rock abfährt und etwas mit Bands wie Cave In, Converge oder Euclid anfangen kann, liegt hier richtig.
Yasmin Schmidt


Lifend
Innerscars
Cruz Del Sur Music
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Sehr intelligent gestrickter Black Metal mit lieblich-weiblichem Gesang und vehementem Growling. Hervorgegangen sind Lifend 1999 aus den beiden Bands Heternal und Mourningstar. Ihr Werk zeichnet sich durch melodische und avantgardistische Passagen und grundgutes Gitarrenriffing aus. Unter der Klangoberfläche lauert so manch interessantes Klangdetail.
Rainer Guérich


Magnum
Brand New Morning
Steamhammer/SPV
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Die Mannen um Frontshouter Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin halten bei Magnum immer noch “alle Karten” in Händen. “Brand New Morning” schließt nahtlos an den Vorgänger „Breath Of Life“ (2001) an und ist ein echter Leckerbissen für alle MelodicrockFreunde. Songs wie „It’s Time To Come Together“ und das Titelstück gehen ins Ohr und verfügen über den Magnum-typischen Bombast-Appeal.
David Comtesse

 


Moonlight Agony
Echoes Of A Nightmare
Massacre/Soulfood
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Romantisch verspielten, symphonischen Metal mit thrashigen Passagen bieten die schwedischen Frischlinge von Moonlight Agony. Wenngleich das Werk nicht schlecht ist, fehlt mir doch ein wenig die klare Linie, da wurde zuviel mit rein verbraten. Wenig Licht (Avalon Sängerin Chitral) und wenig Schatten, Durchschnittskost eben.
Yasmin Schmidt


Rhapsody
Symphony Of The Enchanted Lands II – The Dark Secret
Steamhammer / SPV
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Die italienische Bombast-Speed-Combo Nr. 1 ist mit einem weiteren Album zurück, das für einiges Aufsehen sorgen wird. Die engstirnigen Metalpuristen , welche natürlich nicht die Zielgruppe der Band sind bzw. waren, dürfen getrost weiterlästern, dass dies mit Heavy-Metal nichts zu tun hat, aufgeschlossenere Musikfreunde werden  dagegen mit einem Sahnealbum verwöhnt. Der Weg ist in etwa vergleichbar mit dem von Blind Guardian, die auch immer orchestraler werden.
Christian Kissel

 


Rotoskop
Meet: Dazerdoreal
Nois-O-Lution/Indigo
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Über die vorliegende Doppelrille könnte ich nun eine abendfüllende Geschichte erzählen, etwa über eine nie veröffentlichte Scheibe einer Elektro-Band und wie eine 2. Band zufällig bei Aufnahmen ihrer eigenen Scheibe im Studio auf diese Songs stieß, davon total begeistert war und sofort anfing ein paar Remix-Versionen zu basteln... So oder doch so ähnlich war die Entstehungsgeschichte von Rotoskop Meet: Dazerdoreal. Die nie veröffentlichte Scheibe „L‘Autiste“ der zweitgenannten Band liegt der Rille als Bonus bei und demonstriert recht eindrucksvoll das Kreativ-Potential dieser Band. Scheibe Nr.1 ist eine abgefahrene Mischung aus Industrial-Sound, Pop, Rock, Electro, Metal und Wave, die hinter jeder „Kurve“ eine musikalische Überraschung parat hält. Verdient ein pralles Lob!
Frank Zöllner


Saxon
Lionheart
Steamhammer / SPV
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Wie schafft es eine Band, die schon seit einem Vierteljahrhundert unter uns weilt, frischer und hungriger als etliche Newcomer zu klingen? Ich weiß es nicht, aber dafür Biff und seine Bande, die mit „Lionheart“ eine der besten CDs ihrer gesamten Karriere vorlegen. Vom Opener „Witchfinder General“ über den Titeltrack, „Beyond The Grave“, „English Man ‘o’ War“, „Searching For Atlantis“ bis zum Schlusssong „Flying On The Edge“ gibt es hier die volle Metalbreitseite. Da ich auch die anderen Tracks ohne Qualitätsabzüge hätte nennen können, bleibt hier nur die Höchstnote. Klassikeralarm !!!
Christian Kissel


Threshold
Subsurface
Inside Out/SPV
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So recht nach dem Geschmack aller Proggies ist die neue Threshold. Klasse Stimme, traumhafte Gitarrensolos, dazu natürlich epische Momente. Das geht superleicht ins Ohr und ordentlich ab. Unbedingt reinproggen in „Opium“. „Mission Profile“ und das intelligent von der Dramatik aufgebaute „The Art Of Reason“.
David Comtesse

 



NOCH MEHR CD’s:

Fans des trad. Death-Metals Ende 80’er Jahre werden bei Unleashed’s neuestem Rundling „Sworm Allegiance“ (Century Media) teilweise gut bedient. Meine Baustelle ist das zwar nur sehr bedingt und auch die Produktion dürfte etwas wuchtiger sein, aber 3 Punkte sind auch nicht zu verachten. (CK) @@@


Verspielte Zeit : Origineller Bandname! Tatsächlich hab’ ich in meinem Leben schon eine Menge Zeit verspielt, aber Zeit ist nach Albert Einstein ja relativ. Jedenfalls hat dieses traditionell mit Gitarre, Schlagzeug und Bass besetzte Rock-Psychdelic-Energieschub-Trio seinen Namen daher, weil es auf der Suche nach einem Bassisten  eine Menge Zeit verspielte. Jetzt ist Frank Diedrich am Bassbalken, um Roland Reimann (Gesang, Gitarre) und Detlef Ramb (Schlagzeug) bei weitschweifigen Rock-Exkursionen tatkräftig zu stützen. Die CD „Das ist die Frage (Quixote/Pängg)“ hat ihre besten Momente in den schweigsamen, jammigen Sessionparts. (RG) @@@@


Nach ihrer überaus erfolgreichen, in Eigenregie veröffentlichten Demo-CD, machten 10 Fold B-Low zusammen mit Bands wie Hate Squad, Knorkator und Crosscut einige Live-Bühnen unsicher und zeigten hier ihr gesamtes Potential. Auf „Low Tuned Output“ (Locomotive Music) lassen die Jungs auch ein Dutzend harter und speediger Metal-Granaten vom Stapel. Dabei ist es in erster Linie ihre gekonnte Synthese aus knüppelhartem Speed&Black-Metal mit geradezu feingliedrigen Vocal-Parts, die ihren Sound ausmacht. (DC) @@@@


Ihre Wurzeln haben Archie Bronson Outfit irgendwo in den unzähligen Clubs des South West von London, wo schon so manche Band das Licht der Welt erblickte. Hier haben die Herren Cleveland, Hobday und Windett den ungeschliffenen und harten Rocksound aufgesogen, der sich auf „Fur“ (Domino/Rough Trade) vom ersten Song an eine Bahn schlägt. Nicht hochgezüchtete Perfektion steht im Vordergrund, sondern harte, rockige Garagenrhythmen, gepaart mit einfachen Melodien und geballter Sprachwut. (FZ) @@@@


Bereits nach dem ersten Track „Suck Spit Shit“ wird klar, dass Raymond Watts seine Lebenskrise mit jeder Menge Heroin-Problemen und Depressionen hinter sich gelassen hat. Der ehemalige Sänger von KMFDM, auch unter dem Pseudonym Raymond Scaballero bekannt, hat sich zusammen mit Bassist&Producer Eden, einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Das Ergebnis liegt in Form der CD „Pigmartyr“ (Indigo) vor, die in düsteren Rocksphären, Riff-Massakern und einer knackig-kompakten Powermucke dem Darkwave in allen Spielarten huldigt. (FZ) @@@@


Weinhold : Nach dem Auseinanderbrechen von Zed Yago und den in kommerzieller Sicht nicht gerade erfolgreichen Projekten Velvet Viper und Jutta Weinhold Band, liegt nun mit „From Heaven Through The World To Hell“ (Armageddon/Soulfood) ein neues Lebenszeichen von einer der besten deutschen Sängerinnen vor. Geblieben sind neben der großartigen Stimme vor allem ihre Vorliebe für Klassiker der Literatur. (CK) @@@@


Zillion Gitarrist&Frontshouter Sandro Giampietro dürfte manch einer vielleicht noch aus seiner Zeit bei SUPARED kennen. Auch Bassist Jens Becker und Mike Terrana an den Drums sind „alte Hasen“ in der Rock-Liga und haben schon manchen Gig auf dem Buckel. Ihr selbstbetiteltes Debüt (Frontiers) steht ganz im Zeichen des Old-School-Metal, angereichert mit einem nicht alltäglichen Songwriting, das so manchen eingängigen Song zum Mitgröhlen bereit hält. (DC) @@@@


Republic Of Loose gehen den Weg konsequent weiter, den sie mit ihrem 2003er Debüt eingeschlagen haben. „This Is The Tomb Of The Juice“ (Big Cat/Rough Trade) bietet zombie-lastiger Voodoo-Tex-Mex-Groove-Rock, der sich vom ersten Akkord an in den Gehörgängen festsetzt und süchtig macht. Die sparsam eingesetzten Grooves, in Verbindung mit Southern-Feeling, zersplitternden Blues-Resten und gelegentlichen, stampfenden Rock-Rhythmen machen die Scheibe zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, der man sich nur schwer entziehen kann. (FZ) @@@@@


Taking Back Sunday aus Florida zeigen sich wieder mal von ihrer Sonnenseite. „Where You Want To Be“ (Victory Records) bietet elf hochenergetische Songs, die trotz aller Power, Härte, Riffattacken und Drumgewitter auch Zeit für wundervoll verträumte Balladen wie „New American Classic“ lassen. Mit „This Photograph Is Proof“ steuern T.B.S. auch gleich noch einen Song zum diesjährigen Sommer-Kino-Smash „Spiderman 2“ bei. (YS) @@@@@


Saeko: „Above Heaven Below Heaven“ (Armageddon) . Wenn man die großen Werbesprüche, von wegen erste japanische Metal-Prinzessin, weglässt wird einem das Debüt gleich sympathischer. Geboten wird „normale“ Metalkost, teilweise mit fernöstlichen Einsprengseln versehen, sowie die obligatorischen (Frauen-) Balladen. Ein gutes Debüt, das aber sicherlich noch ausgebaut und origineller werden kann. (CK) @@@@


Die Schulbank drücken die vier weiblichen Rockröhren von Girlschool schon lange nicht mehr. Auf „Believe“ (Communique Records) legen sie neuen Powerstoff vor, der die Rockladies alles andere als alt aussehen lässt. Die Truppe hat es immer noch drauf und zeigt so mancher männlichen Konkurrenz, wo der Hammer hängt. (FZ) @@@@


Gut acht Jahre mussten ins Land gehen, bevor die Jungs von Dr. Pepper Family den Sprung aus ihrer belgischen Heimat bis nach Good Ol‘Germany schafften. Eigentlich verdammt lang, bedenkt man die Nähe der beiden Länder und die musikalischen Live-Aktivitäten von Jürgen, Sebastian und Jochen. Jetzt steht ihr Debüt-Album „Taco & Red Beans“ (Kinky Star/MMS) also auch in deutschen CD-Regalen. Musikalisch gibt’s einen ebenso coolen wie spannenden Low-Fi-Garagenrock zu hören.(YS) @@@@


In Sachen „Volle-Mucke-Rock“ gehören The Thrashmonkeys aus Bremen  seit einigen Jahren zum Besten, was die Szene zu bieten hat. Die neuen 15 Hot-Songs von „The Maker“ (L’Age D’Or) halten zwischen 60er Jahre-Garagen-Sound, Gitarren-Tremolies, Punk-Reminiszenzen und ausgewogenem Britpop alles parat. (FZ) @@@@


Das Ich sind böse, schröcklich böse. Nichts wirklich Neues hat die neue Scheibe „Lava (Glut)“ (Massacre/Soulfood) zu bieten, was man nicht schon vorher von Bruno Kramm & Co. gehört hätte. Deutschsprachige Krafttexte mit Industrial Symbolik und nervigem Riffing. (BO) @


Meliah Rage - Barely Human (Escapi/ Soulfood): Endlich ein neues Lebenszeichen von einer meiner Lieblingsbands im Bereich des Power- bzw. Thrashmetal. Ich dachte schon, sie hätten sich aufgelöst. Um so schöner dass „Barely Human“ mit Songs wie „Hate Machine“, dem Titeltrack, „Wrong Place, Right Time“ und „Bloodbath“ so zündet. Ob die remasterte Version des 95‘er Albums „Unfinished Business“ nur der Erstauflage oder allen CDs beiliegt, ist mir nicht bekannt, schnell zuschlagen solltet ihr deshalb auf jeden Fall. (CK) @@@@@


„Iron Blessings“ (Massacre/Soulfood) heißt das neue Album der True Metaller von Sacred Steel. Wie schon bei den Vorgängern erwartet den Fan kompromissloser, aggressiver Powermetal mit dem schneidigen Reinhörtipp „Your Darkest Saviour“. (OR) @@@@@


Dio - Master Of The Moon (Steamhammer/SPV): Mit der Klasse seines WOA-Auftritts kann das neue Studiowerk nicht mithalten, trotzdem ist Ronnie wieder ein gutes Werk gelungen. Insgesamt wirkt die Scheibe etwas düster, dezente Black Sabbath-Einflüsse scheinen sich ins Songwritting geschlichen zu haben. (CK) @@@@


Nichts für Weicheier ist die aktuelle CD der Franken Justice, die auf „The Descendant“ (Sonic Circus/Alive) eine hiebige Thrashwalze lostreten. Kompromisslos und hart wird alles niedergeknüppelt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Ein Glück, dass die Scheibe auch noch über einen gewissen Anteil Melodik verfügt. (DC) @@@


Devon Graves hat auch beim dritten Dead Soul Tribe Werk „The January Tree“ (Insideout/SPV) so ziemlich alle Fäden in der Hand gehabt und Instrumente wie Keyboards, Gitarre, Flöte, Gesang und Piano selbst gespielt. Nur beim Schlagzeug ließ er sich von Adel Moustafa helfen. Klar, dass unterm Strich ein sehr persönliches, emotionales und vielschichtiges Progrockalbum herausgekommen ist. Atmo pur! (RG) @@@@@


Lang erwartet und endlich da: das neue Meisterwerk von Steel Prophet. „Beware“ (Massacre/Soulfood) überzeugt auf der ganzen Linie und hat Kraft, Klasse und Frische. Einen Anspieltipp kann ich nicht geben, das Material ist einfach zu gut. (CR) @@@@@@


Abydos heißt das selbstbetitelte Solodebüt (Insideout/SPV) des einstigen Vanden Plas-Sängers Andy Kuntz, der hier sein selbstgeschriebenes Theaterstück vertont hat. Ein sehr episches Konzeptalbum über die Kult- und Begräbnisstätte Abydos im Tal der Könige mit leichten Durchstartschwierigkeiten. (DC) @@@


„Worlds Apart“ (Noise/Soulfood) heißt das neue Album von Silent Force. Es ist immer wieder eine Freude, den prächtigen Vcals von DC Cooper zu lauschen. So ganz nach meinem Geschmack mit den Anspieltipps „Ride The Storm“ und „Hold On“ (toller Songaufbau). (RG) @@@@@


Chastain - In An Outrage (Massacre/ Soulfood): Wartete der Gitarrist David T. Chastain früher teilweise mit 3 Alben im Jahr auf, so sind seit dem Vorgänger „In Dementia“ (1997) einige Tage mehr verstrichen. Gelohnt hat sich die Zeit, denn das vorliegende achte Werk verbindet klassischen 80’er Jahre Metal mit aktuellen Elementen ohne dabei antiquiert zu wirken. (CK) @@@@


Auf „One Who Points To Death“ (Black Lotus Records) thrashen die (nicht mehr ganz jungen) Herren von Infernal Majesty, dass es eine wahre Freude ist. Ein Pflichtkauf für alle Thrash-Maniacs, der 8 gleichwertige Songs bzw. Schädelspalter enthält. (CK) @@@@@


Das neue Lebenszeichen von James Rivera (Helstar,  Ex-Destiny’s End) heißt Distant Thunder (wer hat nicht den gleichnamigen Helstar-Klassiker in der Sammlung ?) und bietet gehobenen (Power-) Metal-Standard plus die einzigartige Stimme des Meisters. Neben den 9 Eigenkompositionen wartet „Welcome The End“ (Massacre/Soulfood) mit den Coverversionen von „Run With The Pack“ (Raven) und „Restless & Wild“ (Accept) auf. (CK) @@@@@


Die deutsche Thrash Kult Combo Necronomicon meldet sich endlich mit ihrem neuen Album „Construction Of Evil“ (Remedy Records) zurück. Nach wie vor hörenswert ist der straighte Thrash, der sich mit den Growls und punkigen Einschüben mischt. (CR) @@@@


Shadows Fall haben mit „The War Within (Century Media) ein ungeheuer vielseitiges Album eingespielt. Von brutal, thrashig bis kernigem Rock’n’Roll reicht die Bandbreite der Songs, von denen der Opener „The Light That Blinds“ und der hiebige Keulenschlag „Act Of Contrition“ besondere Erwähnung verdienen. (OR) @@@@@


Gelungen ist auch Jag Panzer’s neues Meisterwerk „Casting The Stones“ (Century Media), das sich nahtlos an die Vorgänger anfügt. Exzellentes Shooting, viel Dynamik im Sound und blitzsaubere Gitarren. „Feast Of Famine“ ist ein kleines episches Meisterwerk. (OR) @@@@@


„Reviviscence“ (Massacre/Soulfood), das neue Album der italienischen Prog-Metaller Time Machine, führt den Hörer in die Sphären gothic-artigen, symphonischen Metals. Die sorgfältig eingestreuten Gesangsparts unterstreichen das Anliegen der Band, Musik für den Kopf schreiben zu wollen. (BO) @@@@


Mercenary - 11 Dreams (Century Media): Oft habe ich diese Scheibe gehört und bin immer noch etwas ratlos, ob sie mir gefällt oder nicht. Die Musik klingt wie eine deathmetallastige Version von Nevermore mit dezenten Black Metal-Einschüben. Darunter könnt ihr euch nichts vorstellen ? Ging mir genauso, weshalb reinhören einmal mehr Pflicht ist. 4 knappe Punkte für die Dänen. (CK) @@@@


Ein etwas zwiespältiges Klangvergnügen ist „Classic Diamonds“ (AFM Records/Soulfood) von unserer guten Doro. Die immer noch verdammt gut aussehende Dame hat die besten Songs ihrer Solo- und Warlock-Karriere mit einem 40köpfigen Orchester plus Begleitband eingespielt. Klingt mir insgesamt zu maingestreamed und glatt, aber die Fans wird’s vielleicht freuen... (DC) @@@


Nachdem Gotthard zu Weicheiern verkommen sind, wollen nun Pure Inc. aus der Schweiz die etwas härtere Rockschiene vertreten. Die selbstbetitelte CD (AFM Records/ Soulfood) kann tatsächlich über weite Strecken überzeugen, was nicht zuletzt an der roughen Stimme des Sängers und dem variablem Songaufbau liegt. Ruhig mal antesten. (DC) @@@@


Bang Tango aus Los Angeles machen auf "Ready To Go"  (Mascot Records/Rough Trade) straight nach vorne marschierenden Hardrock, der mich mitunter an AC/DC erinnert. Hierzu unbedingt in das Titelstück „Ready To Go“ reinhören , ein Highlight auf der CD! (RG) @@@@


Guardians Of Time sind eine norwegische Epic/Melodic-Metal Band, die mit „Machines Of Mental Design“ (Massacre/Soulfood) ihr zweites Album veröffentlichen. Wer das überflüssige Geplänkel am Anfang übersteht, wird zumindestens musikalisch mit rasanten und trippigen Metal-Passagen belohnt. Der Sänger ist allerdings eher zweite Besetzung, also keine Empfehlung. (YS) @@


Gibby Haynes, der Frontmann der Butthole Surfers hat sein Soloalbum „Gibby Haynes & His Problem“ (Surfdog/Sony Neo) fertiggestellt. 11 Tracks lang spielt er einen verdammt coolen und sleazy Psychrock mit absurden Texten und einer fetten Portion Rock’n’Roll. Sehr cool! (RG) @@@@@


„First Class“ (Lion Music) ist das vierte Studioalbum der schwedischen Hardrocker House Of Shakira und kann allen Fans dieses Genres nur empfohlen werden. Ausgereiftes Songwriting, guter Gesang, ideal zum Autofahren und Gaspedal durchtreten. (RG) @@@@@


Von bedrohlich symphonischer Machart ist „Still Alive“ (Lion Music) der schwedischen Tears Of Anger. Sehr flexibel und intelligent inszeniert findet Sänger Björn Jansson ein weitreichendes Betätigungsfeld für seine erstklassige Stimme, gefällt mir sehr. (RG) @@@@@


Ja, ist denn schon Weihnachten? Dahin würde „Beyond The Sunset - The Romantic Collection“ (Steamhammer/SPV), will heißen  die schmalzigsten Lovesongs von Ritchie Blackmore’s unseligem Projekt Blackmore’s Night passen. Am besten unter brennende Kerzen, unerträglicher Schmalz! (RG) @


A Guitar Supreme - Giant Steps In Fusion Guitar (Mascot Records/Rough Trade): Diese CD ist eine Empfehlung für alle Fusion-Gitarrenrock-Freunde, denn hier gibt sich die Elite der Griffbrettzauberer ein Stelldichein: Mike Stern, Greg Howe, Eric Johnson, Steve Lukather, Jeff Richman, Frank Gambale... Tolles Line-Up, tolle CD. (BO) @@@@@


RAINERs Krabbelkiste:

Shape Of Despair - Illusion’s Play (Spikefarm): Finnen mit sehr atmosphärischem Intro, klug aufgebauten Kompositionen und einer weiblichen (Natalie Koskinen) und männlichen Stimme (vorwiegend growlig, Pasi Koskinen). Was für Freunde von Amorphis und Ajattara +++ Mortiis - The Grudge (Erache/SPV): Der norwegische Darklord mit hartem Electro-Industrial , riffigen Gitarrenschüben und seiner markigen Stimme, rasche Tempowechsel +++ 100 Demons-100 Demons (Deathwish Inc./Indigo): brutaler Connecticut Hardcore, vielleicht was für Freunde von Hatebreed +++ Solitaire - Extremely Flammable (Iron Glory/Soulfood): zweites Album der finnischen Old School Speed-Metal Band, kommt gut und frisst sich unbarmherzig ins Hirn, so muss das sein! Guter Sänger +++ Therapy ? - Never Apologise, Never Explain (Spitfire/ Eagle): etwas zwiespältig beim Opener “Rise Up“, dann eigentlich ganz ok, Fans werden das Teil sicher mögen +++ Ritual - Superb Birth (Insideout/SPV): Wiederveröffentlichung des zweiten Albums der schwedischen Prog-Folk-Rocker aus dem Jahre 1999, die hier einen ungeheuren Kreativitätsdrang an den Tag legen. Irgendwo zwischen frühen Yes, Gentle Giant und Led Zeppelin +++  Cult Of Luna - Salvation (Erache): schwedische Band mit sehr düsteren Noises, ausgedehnten Klangflächen und behende gröhlendem Sänger, muss man nicht unbedingt haben +++ Daysend - Severance (Locomotive, VÖ: 25.10.): thrashiger Sound mit gelegentlichen Ruhepausen. Wer auf Bands wie Entombed und Skinlab steht, kann ruhig mal reinhören +++ Misery Signals - Of Malice And The Magnum Heart (Ferret Music): brutaler, zupackender Hardcore mit einem Gefühl für Stimmungen und trotzdem melodiös, produziert von Devin Townshend +++ Scream Silence-Elegy (Soulfood): neues Album der Berliner Gothicrocker, nicht schlecht +++ W.A.S.P. - The Neon God: Part 2-The Demise (Noise/Soulfood) gelungene Fortsetzung von Blackies Rockoper

 

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