September/Oktober 2007

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@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht


AMARAN‘S PLIGHT
Voice In The Light
ProgRockRecords/
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Amaran‘s Plight ist das neueste Projekt von DC Cooper und Gary Wehrkamp, die in der Vergangenheit schon mit einigen Acts für Furore sorgten. Hier haben sie sich mit Nick D‘Virgillio (drums) und Kurt Barabas (bass) zwei ausgewiesene Rockexperten ins Studio geholt, um ihre zwölf brandneuen Songs unter Dach und Fach zu bringen. „Voice In The Light“ ist ein Konzeptalbum, das die Lebensgeschichte eines Mannes erzählt, der als Junge ein Nahe-Tod-Erlebnis hatte und den diese mysteriöse Erfahrung sein gesamtes, weiteres Leben lang prägt. Nicht unbedingt ein Thema für jeden Geschmack, dafür überzeugen die Songs mit eingängigen Melodien und einer guten Struktur aus harten Rocklines, kantiger Drumarbeit und der richtigen Dosis Balladenfeeling.
David Comtesse


AMBER PACIFIC
Truth in Sincerity
Hopeless Records/Soulfood
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Einen großen Schritt nach vorne haben Amber Pacific mit diesem Album gemacht. Die Punkrocker aus Seattle können mit ausgereiftem Songwriting und der richtigen Dosis Emo/Punk begeistern. Das sollte auch live auf der Bühne richtig gut rüber kommen!
Enzo Bach


AN CAFE
Magnya Carta
Gan-Shin-Records/Universal
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Die Girlie-Band An Cafe wird in ihrer japanischen Heimat bereits als die punkigere Version der Spice-Girls gefeiert. Und obwohl ich bei Rock &Pop-Scheiben aus dem Reich der Sonne immer etwas skeptisch bin und eine Mischung aus „Godzilla trifft Frankenstein‘s Monster“ erwarte, ist „Magnya Carta“ ein kurzweiliges Pop-Album mit reichlich Rock-Attitüden. Dabei ziehen An Cafe durchaus eine harte Rockmucke aus den Amplifiern, dazu gibt’s fette Vibes, Acid-Style und japanischen Harakiri-Gesang. Keine Angst, für alle, die des Japanischen nicht mächtig sind, gibt‘s die Texte auch in englischer Sprache.
Yasmin Schmidt


ANGELHEART
Sing Me A Song
Firebird/DA Music
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Seit 2000 feste im Geschäft legen die drei Eidgenossen ihr neuestes Album vor und sind auch in den 13 neuen Songs ihrem pfiffigen Mix aus Pop&Rock-Rhythmen treu geblieben. Seit ihrem Debüt „If Ever“ haben sich Angelheart nicht nur in der Schweiz eine ständig wachsende Fangemeinde aufgebaut, sondern auch durch ihre Live-Gigs zusammen mit Thunder, Bon Jovi und Van Halen. Auf „Sing Me A Song“ wagen sich Thomas, Janine und Paul diesmal auch in Folk&Blues-Gefilde, inszenieren verträumte Akustik-Balladen oder überraschen mit harten Rocklines. Ein melodisch ausbalanciertes Album!
Frank Zöllner


ANTIGAMA
Resonance
MAN MUST DIE
The Human Condition
Relapse Rec./SPV
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Polens Avantgarde-Grinde-Noiser ANTIGAMA genießen in der Szene vollkommen zurecht Kultstatus. Das beweist auch ihre neue Scheibe "Resonance", die mit verzierten Grindattacken und Post-Industrial-Elementen bestückt ist. Sehr energetisch und versiert das Ganze! - Die schottischen MAN MUST DIE legen mit "The Human Condition" ein technisch versiertes Extreme-Metal-Album vor, das mit kraftvoller Gitarrenarbeit, Slayer-Zitaten und Brutal-Death überzeugen kann.
Conny A. Rettler


BESTIAL MOCKERY‘S
Slaying The Life
Season Of Mist
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Vorliegende Scheibe ist bereits das 4. Berserker-Werk der schwedischen Black Metaller, die sich in ihren Songs mit dem Ende der Welt, dem Anti-Christen oder sonstigen satanischen Machenschaften beschäftigen. Leider sind den Jungs dabei in den letzten Jahren die Ideen ausgegangen, so dass „Slaying The Life“ eigentlich genauso klingt wie ihre ähnlich gestalteten Vorgänger-Scheiben. Zwischen geprügelten Gitarrensaiten und Growl-Vocals also in Sachen Armageddon, Apokalypse oder der Rückkehr des Unheiligen auch aus Schweden nix Neues.
Jörg Eifel


BIG BOY
Hail the Big Boy
Mate In Germany
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Als schwedischer Marilyn Manson wird der etwas androgyn wirkende Big Boy gerne tituliert. Auf seiner CD „Hail The Big Boy“ bietet uns der Junge Glamrock mit Elektronik-Komponente. Das Ganze ist sehr tanzbar, macht beim Hören Spaß und bringt bestimmt jede Party in Schwung. Wer auf diese Art von Mucke kann, sollte in die CD schleunigst hineinhören.
David Comtesse


BIKERS PARADISE
Spec.Edition
Membran/H'Art Music
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Eine tolle Geschenkidee bzw. Selbstgeschenk ist dieses 3CD Box-Set, an dem alle Bikerrock-Fans und Biker ihre helle Freude haben werden. Thematisch sind die 3 CDs unterteilt in "The Best Of Heavy Rock" (CD1), "The Best Rock Ballads" (CD2) und "The Finest In Rock History" (CD3). Heavyrock satt, nicht nur zum Biken mit Bands wie ZZ Top, Deep Purple, Dree, Black Sabbath, Canned Heat, UFO, Kansas, Journey u.v.m. Genial ist auch die Biker-Gürteltasche, die es im Set dazu gibt.
Tim Beldow


BLESSTHEFALL
His Last Walk
Ferret/Soulfood
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Die Amis Blessthefall sind zwar noch recht jung an Jahren, räumen in ihrer Heimat aber schon ganz gut ab. Ihre CD „His Last Walk“ bietet hier eine abwechslungsreiche Mischung aus Hardcore und Rock-Komponente. Der Sänger wechselt gekonnt zwischen cleanen und aggressiven Shoots, wobei die Kompositionen eigentlich ganz gut ins Ohr gehen. Von dem Stück „Rise Up“ gibt es übrigens auch noch eine spezielle Akustiversion als Bonustrack auf dem Album. Gewissermaßen, um gegen CD-Ende emotional auf ein vernünfiges und gesundes Level herunterzukommen.
Enzo Bach


THE BREAKERS
Here For A Laugh
India Records/Rough Trade
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Es ist wohl wahr, dass noch keine Woche ins Land geht, ohne dass eine neue Band aus Skandinavien versucht, die internationalen Charts zu entern. Doch dazu gehört halt schon etwas mehr als ein paar Stunden im Übungskeller. Bestes Beispiel wie die Sache klappen kann, zeigen The Breakers mit ihrem neuesten Output „Here For A Laugh“, das in den Staaten bei den Independent-Radiostationen schon rauf und runter läuft. Gut gelaunter Spaßrock mit hoher Partytauglichkeit steht bei den Jungs auf dem Spielplan. Wer bei Songs wie dem Opener „Dance The Go-Go“ ruhig sitzen bleiben kann, ist entweder taub oder bereits tod. Also gleich mal reinchecken in die Scheibe, die ansonsten einen gesunden Mix aus Alternative, College, Rock und Happy-Punk parat hält.
Enzo Bach


CEPHALIC CARNAGE
Xenosapien
Relapse Rec./SPV
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"Xenosapien" heißt die neue Granate von CEPHALIC CARNAGE, die eindrucksvoll demonstriert, wie unberechenbarer Death Metal zu klingen hat. Blasts, Moshparts, pure Rock'n'Roll-Kicks, jazzige Parts meets Grind u.v.m. Ein höllenheißer Ritt!
Conny A. Rettler


CHALICE
Bare
KICKHUNTER
Little Monsters
Rockphone Rec./Soulfood
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Zwei Scheiben erscheinen über Rockphone Records. Mit „Bare“ bedanken sich die Hamburger Rocker CHALICE artig bei ihren Fans und legen eine 10gängige „Acoustic Session“ ihrer Songs vor. Dazu gibt’s dann auch noch 8 Original-Album-Versionen - Kraftvollen und knackigen Hardrock garantieren KICKHUNTER, die in ihre Songs auch schon mal eine wabernde Hammondorgel und Wah Wah-Riffs einbauen. Als Gäste mit von der Partie sind die beiden Masterplans Roland Grapow und Jan S. Eckert.
Bernd Oppau


THE CRACK WHORE SOCIETY
The Crack Whore Society
Angora Steel
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The Crack Whore Society kommen aus Berlin und haben ihre Wurzeln in der Punk/HC-Szene. Das hört man den ungeschliffenen, eckigen und fiebrigen Soundwänden auch an, die sich auf dieser Scheibe breit machen. Frontsau Patrick Schauer holt das Letzte aus sich raus und die Gitarrenfraktion plus Schießbude gibt ordentlich Gas. Wie eine Dampfwumme rocken Songs wie „Sickness Kills The Blues“ und „The Grindking“ nach vorne. Selten einen unbändigeren Rock’n’Roll gehört!
Bernd Oppau


CRASH MY DEVILLE
Please Glamour, Don’t Hurt ‘Em
Redfield/Cargo
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Nach ihrem Debütalbum „The Consequence Of Setting...“ holen die saarländischen Crash My Deville zum zweiten Nackenschlag aus. Ihr zweites Album macht bezüglich der Härtegrade keine Kompromisse und steht voll im Saft. 12 intensive und toughe Songs gibt’s auf die Ohren, wobei als Anspieltipps Tracks wie der Opener „Here Comes The Glamour“ und das munter abmoshende „Don’t Piss Down Our Backs And Tell Us It’s Raining“ empfohlen werden können. Emotionaler Hardcore mit deutlicher Power und Wut-Komponente, schonungslos auf den Punkt gebracht!
Olaf Rominski


DAMNATION A.D.
In This Life Or the Next
Victory Rec./Soulfood
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Nach 8 Jahren gibt es nun wieder ein neues Lebenszeichen von den amerikanischen  DAMNATION A.D. Ihr Metal Core auf „In This Life Or Next“ agiert überwiegend im Midtempobereich und eröffnet dem ausgeprägten Stimmorgan von "DC" McTernan ein weites Betätigungsfeld, das auch ausführlich genutzt wird. Gäste haben sich zur Einspielung der Platte im Studio natürlich auch eingefunden. So gibt es credits von John Henry (Darkest Hour), Karl Buechner (Earth Crisis, Freya), Wes Eisold (Give Up The Ghost) und Patrick Stump & Pete Wentz (Fall Out Boy).
Olaf Rominski


DEATH BY KITE
Death By Kite
Quartermain/Broken Silence
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Noisigen Indie-Pop mit angeschrägten Gitarrenriffs und jeder Menge Alternative-College-Feeling präsentieren uns die drei Dänen auf ihrer Debütrille. Zwar erst drei Jahre als Band unterwegs haben sich Death By Kite im Underground bereits eine recht beachtliche Credibility erspielt. Mit einer Mischung aus hypnotischen Grooves und sanften Soundwolken entwickelt der Dreier sein persönliches Destillat, das irgendwo zwischen Noise, Indie, Pop und Alternative angesiedelt ist. Dass dabei hier und da eine unterdrückt-lauernde Wildness zum Vorschein kommt, lockert die Songstruktur wohltuend auf.
Bernd Oppau


DECAPITATOR
The Storm Before The Calm
Relapse/SPV
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„Thrash til Death!“ ist das Motto von Dekapitator, die auf ihrer CD Old School Thrash Metal der fiesen Sorte spielen. Stakkato Riffs, Growls und Nackenbrecher-Geschwindigkeit  bis zur Schmerzgrenze pusten euch schonungslos an die Wand. Wehe, wenn sie losgelassen!
David Comtesse


DORO
All We Are-The Fight
AFM Records/Soulfood
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Diese Special-CD ist ein Geschenk von Doro an ihre Fans und beinhaltet die Neuaufnahme des Warlock Klassikers "All We Are", mittlerweile auch die Einzugshymne von Boxweltmeisterin Regina Halmich. Dazu gibt's auf 45 Minuten Länge noch die Tracks "Thunderspell", "Everything's Lost", "On My Own" (feat. Marc Storace & Luke Gasser), „Babe, I'm Gonna Leave You" plus 5 Videoclips. Für den Doro-Fan ein Muss!
Bernd Oppau
 

Double NB
Inside Your Head
Coast Rock/New Music
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Double NB sind ein hoffnungsvoller Zugang in der Alternative Rock-Szene. Die fünf Jungs kommen aus dem Hohen Norden, genauer gesagt aus Schleswig Holstein und präsentieren hier ihr durchweg gelungenes Erstlingswerk. 11 treibende und knackige Kompositionen stehen auf dem Programm, wobei die Kombination aus wuchtigen Riffs und eingängigen Vocals sehr gut ins Ohr geht. Als Warm-Up-Vorschlag empfehle ich euch mal Songs wie „1000 Voices“ und „Sick And „Cold“.
Tim Beldow


DOWN TO NOTHING
The Most
Revelation Records
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DOWN TO NOTHING aus Richmond sind Verfechter des Straight-Edge-Cores, was sie auf ihrem Album "The Most" auch unter Beweis stellen. An der Temposchraube wird munter gedreht, aggressive Riffs und fette Gitarren sind selbstverständlich. Produziert wurde die Scheibe übrigens von Jim Siegel (Outbreak, Blacklisted). Anspieltipps sind Songs wie "Along For The Ride" und "Running Out".
Rainer Guérich


THE DURANGO RIOT
Telemission
TRUCKFIGHTERS
Phi
Fuzzorama/Soulfood
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Der Vierer DURANGO RIOT bietet uns auf der CD „Telemission“ fuzzigen Stonerrock mit allerlei Wah Wah-Sounds und kehligem Gesang. Musikalisch sind die 10 Songs in den 70er Jahren verwurzelt. – Ebenfalls dem Fuzzrock zugewandt sind die schwedischen TRUCKFIGHTERS, die gerade erst mit Fu Manchu getourt haben. Ihr zweites Album sprüht nur so über vor unbändiger Energie. Als Anspieltipps können Songs wie „Fortyeight“ und „Kickdown“ empfohlen werden.
Bernd Oppau


EYES OF EDEN
Faith
Century Media/EMI
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Waldemar Sorychta, seines Zeichens umtriebiger Produzent&Gitarrist in Sachen Gothic-Dark-Metal, hatte mal wieder Lust ein neues Projekt mit markanten Frauen-Vocals ins Leben zu rufen. So schrieb er kurzerhand ein paar eingängige Rock-Pop-Hymnen, engagierte mit Gas Lipstick einen erstklassigen Drummer für die vorliegende Aufnahme und suchte sich ansonsten im breitgefächerten Angebot der Metal-Szene seine Mitstreiter. Ruckzuck war die neue Band mit Namen Eyes Of Eden wie aus der Retorte geklont. Und genauso langweilig und glattgebügelt, ohne jegliche Ecken und Kanten, klingen auch die zehn Songs. Schrott!
David Comtesse


FEAR OF FOURS
Never Heaven
Alery Records/Point Music
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Bei Fear Of Fours werden so manchem Metal-Puristen die Haare zu Berge stehen. Doch tatsächlich gruppieren die italienischen Kraftrocker auf ihrem Debüt ultraharte Metalphasen und Growlvocals zu flocker-lockigen Flamenco-Sprenkseln oder folkloristischen Elementen. Eine Mischung, vor der man nach pawlowschem Muster zuerst zurückschreckt, die sich aber später als durchaus hörbar, wenn nicht sogar überaus gehörgängig erweist. Darüber hinaus bieten Fear Of Fours mit knüppelharten Drumeinlagen, Gitarrenlicks und reinrassigen Rockvocals das gesamte Spektrum angesagter Kraftmucke.
Frank Zöllner


FIVE!FAST!!HITS!!!
Brothers From Different Mothers
Constant Mesh / Groove Attack
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Five!Fast!! Hits!!! kommen aus der Gegend von München und legen mit “Brothers From Different Mothers” ihr Debütalbum vor. Musikalisch bieten sie Indie-Rock mit Brit-Pop-Einflüssen. Wer auf Bands wie Libertines oder Kings Of Leon steht, sollte in Scheibe reinhören. Meine persönlichen Anspietipps sind „Do This Thing“ und das punkige „Dandy In The Din“.
Tim Beldow


THE FLOWER KINGS
The Road Back Home
Insideout/SPV
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Mit "The Road Back Home" blicken die Progrocker The Flower Kings auf ihre 13jährige Bandgeschichte zurück. Aus dem großen Fundus der Band wählte Roine Stolt für die 2 CDs insgesamt 27 Tracks aus und mischte sie neu ab. Kein leichtes Unterfangen also bei solch einer reichhaltigen Auswahl von Songs. Doch die Auswahl von Roine kann sich durchaus hören lassen. Mit dabei sind natürlich Stücke wie "Paradox Hotel", "A Kings Prayer" und "Stardust We Are", aber auch eine Version des Genesis-Klassikers "The Cinema Show", welche noch auf keinem Flower Kings-Album zu finden war.
Bernd Oppau


GIRUGÄMESH
13's Reborn
Gan-Shin Records/Universal
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Die japanischen Nipponrocker Girugämesh servieren hier das volle Hardcore/Metal-Brett. Kompromisslos und hart geht es auf den 12 Stücken zur Sache. Die Texte handeln von Themen wie Krieg, Lügen und Verrat.
Olaf Rominski


GREAT WHITE
Back To The Rhythm
Frontiers Records/Soulfood
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Sozusagen passend zum 25jährigen Bestehen legen Great White ihre erste Studioarbeit seit acht Jahren vor und zeigen auf insgesamt 12 Songs, dass bei Jack Russel & Co. noch nichts eingerostet ist. Absolut relaxed gehen die „Veteranen“ ihren Soundmix aus Southern-Rock, Blues&Folk-Elementen an und zaubern ein paar erstklassige Rock-Stomper aus den Amplifiern. Die Jungs wollen das Genre nicht neu erfinden, warum auch, was Great White abliefern, hat Hand und Fuß. Neben geschmeidigen Rock-Rhythmen auf Halbfettstufe gibt‘s Pop-Botschaften mit Folkhintergrund und die eine oder andere Ballade. Cool!
Frank Zöllner


H-BLOCKX
Open Letter To A Friend
X-Cell Records
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Auf ihrem sechsten Studioalbum können die H-Blockx restlos überzeugen. Mit emotionalen Texten und satten Gitarrenriffs geht es auf der Platte beherzt zur Sache. Der Opener „Cliché“ kickt schön nach vorne und bereitet den Weg für „Here I Go Again“, eine der stärksten Nummern des Albums, die vielleicht nur von „Leaving“, einer aus der Tiefe des Raumes wachsenden Up-Temponummer übertroffen wird. Nicht zu vergessen natürlich die Single „Countdown To Insanity“ mit ihrem unverkennbaren Ohrwurmpotential. Eine Opernsängerin ist auf dem Stück „Selfconversation“ übrigens auch noch zu hören...
Rainer Guérich


HEARTLAND
Mind Your Head
Escape Music/Point Music
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Mit „Mind For Head“ legen die beiden Briten Chris Ousey (vocals) und Steve Morris (guitar) bereits die 10. Scheibe ihres Heartland-Projektes vor. Die CD überzeugt vom ersten Akkord an mit ihrer Mixtur aus Old School-Rock, speedigen Gittarrenfahrten und harmonischem Melodiegut. So verwundert es auch wirklich nicht, dass die beiden vielbeschäftigten Musiker es geschafft haben über all die Jahre dieses Rock-Projekt am Leben zu erhalten. Die Produktion ist eine Ohrenweide für alle Fans der härteren Gangart, die unbedingt in Songs wie „A Mountain To Climb“ reinhören sollten. Empfehlenswert!
David Comtesse


HEY GRAVITY!
Risen
Dad Records/Neo Sony BMG
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Hinter der neuen britischen Band Hey Gravity! steckt die halbe Truppe der Underground Crew M.A.S.S., allen voran natürlich Frontfrau und Mastermind Justine Berry. Mit ihrer neuen Formation gelingt der exaltierten Rockröhre der Sprung aus der Vorstadt-Garage in die Charts, ohne dabei ihren rotzig-frechen Punksound über Bord zu werfen. Im Gegenteil, ich habe sogar den Eindruck, Hey Gravity! kommen noch druckvoller und mit mehr Spielfreude aus den Boxen. Was sich auf jeden Fall geändert hat, ist der nunmehr professionelle und lupenreine Sound, der ihren Mördersongs noch mehr Power und Direktheit verleiht.
Enzo Bach


I AM BONES
The Greater Good
Morningside Records/Cargo
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Die dänische Rock&Alternative-Szene wäre um einige Rhythmen ärmer, gäbe es die Truppe um Mastermind Johannes Gammelby nicht, die mit durchgetretenem Gaspedal ihre neueste Scheibe vorstellt. Griffige Kopfnickerbeats in Verbindung mit einprägsamen Gitarrenhooks und lässig groovendem Bass erwartet den Hörer auf „The Greater Good“ Und mit einer gehörigen Prise College&Garagensound klingt das Teil brandaktuell. Ihren Metal&Rock-Faktor haben die Jungs zu Gunsten fast zappaesker Klanginstallationen hörbar heruntergefahren, was den Songs einen gewissen Experimental-Status verleiht. Die Scheibe macht neugierig auf mehr!
Enzo Bach



JET TRAIL
Edge Of Existence
Escape Music/Point Music
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Mit „Edge Of Existence“ stellen Jet Trail ihre Debütrille vor und präsentieren sich vom ersten Akkord an als „Traditionalisten“ in Sachen gut abgehangenem Old School-Hardrock. Nicht selten denkt man beim Anskippen der 13 Songs an Bands wie Deep Purple, Black Sabbath oder AC/DC, natürlich ohne die charismatischen Vocals von Frontfrau Carolina Lindwall. Mit ihrer ausdrucksvollen Rockstimme hebt sie die Songs weit über das übliche Niveau gängiger Neuveröffentlichungen in der Hardwurst-Liga. Dazu gruppieren Jet Trail eine Mischung aus hart getunten Gitarrenläufen und melodieverliebten Harmonien.
Frank Zöllner



THE JUNIOR VARSITY
Cinematographic
Victory Rec./Soulfood
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Wer auf ohrgängigen Indie-Rock mit Emo-Komponente steht, sollte diese Scheibe von The Junior Varsity antesten. Die Band kommt aus Illinois und fährt eine ganz eigene musikalische Mischung mit Psychedelic, Prog und bittersüßem Pop. Großartige Momente gibt es nicht nur in dem wunderbaren Opener "I Went Blind", es gibt einiges zu entdecken!
Tim Beldow


LACRIMOSA
Lichtjahre
Hall Of Sermon/Sony BMG
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Die Gothrock-Formation Lacrimosa released mit „Lichtjahre“ gewissermaßen den Soundtrack zur gleichnamigen DVD. Auf der Doppel-CD sind Titel wie „Lichtgestalt“, „Letzte Ausfahrt: Leben“ und „The Party Is Over“ zu hören, aber auch rares wie die teils spanische Version von „Durch Nacht und Flut“. Die zweite CD beinhaltet diverse Livemitschnitte aus Bukkarest, Berlin, Shanghai und Madrid.
Bernd Oppau


LE GRAND GUIGNOL
The Great Maddening
Maddening Media
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Eine hochinteressante Platte legt der Fünfer Le Grand Guignol vor, der auf „The Great Maddening“ theatralische und klassische Elemnente mit dem Black Metal fusioniert. Man muss schon etwas Zeit mitbringen, um dieses eklektische und teils groteske Klangspektakel mit seinen zappaesken Wendungen und seiner Vielfalt erfassen zu können. Doch dann nimmt der genial morbide Charakter von Songs wie „Degenesis“ und „Dimension: Canvas“ den Hörer in vollen Beschlag. Bandmitglied Patrick Damiani ist übrigens auch Gitarrist bei Umbra Et Imago. Eine außergewöhnliche Produktion!
Tim Beldow


LITMUS
Planetfall
Rise Above/Soulfood
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Nach einer etwas längeren Pause melden sich die britischen Spacerocker Litmus mit einem neuen Album zurück. Wer auf Bands wie Hawkwind steht, sollte in Songs wie "Planetfall" und "Psychic Projection" reinhören.
David Comtesse


MADINA LAKE
From Them, Through Us...
Roadrunner
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Um ihre musikalischen Träume in die Tat umzusetzen, haben die Zwillinge Nathan und Matthew Leone an der amerikanischen Show „Fear Factor“ teilgenommen, sind dabei von einem Helikopter abgeseilt worden, haben Maden und gemahlenes Kuhfleisch gegessen und sich durch einen Schützengraben gekämpft. Als Belohnung gab‘s 50.000 $, das Startgeld sozusagen für ihre Karriere. Voller Körpereinsatz für Rock‘n‘Roll gibt‘s auch auf ihrem Debütdreher, den die Jungs zusammen mit ihren Freunden Mateo Camargo und Daniel Torelli eingespielt haben. Eine knallharte Studie in Sachen Alternative-Rock!
David Comtesse


MEHIDA
Blood & Water
Napalm Records/SPV
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Bandgründer Mikko Harkin hat mit Mehida, seinem neuesten Projekt, alles richtig gemacht und den eingängigen Mainstream-Rocksound seiner früheren Band Sonata Arctica gegen einen härteren und schnelleren Powersound eingetauscht. Dazu hat er sich längjährige Freunde wie den Drummer Markus Niemispelto oder Jarno Raitio (bass) an Bord geholt. Zusammen mit Frontshouter Thomas Vikström und Gitarrist Jani Stefanovic ziehen die Fünf einen kraftvollen und emotionsgeladenen Melodic-Metal aus den Verstärkern, der durchaus Ohrwurm-Qualitäten hat. Wenn die Jungs jetzt noch die Vocals zugunsten harter Gitarrenlicks etwas zurückfahren, wäre das Ganze perfekt.
David Comtesse


METALLICA
Rock Hard Hörbuch Edition Teil1
Rock Hard Hörbuch Edition Teil2
Rockphone Records/Soulfood
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Für den Metallica-Fan unverzichtbar sind die beiden von Michael Rensen (stellvertretender Chefredakteur des Rock Hard) geschriebenen Hörbuch-Dokus über Metallica. Teil 1 trägt den Titel “Thrash, Trauer & Triumphe” und erzählt die bewegte Bandgeschichte Metallicas vom ersten Gig 1982 bis zum Tod des Bassisten Cliff Burton. -Teil 2 („Durch die Hölle und zurück“) setzt die bewegte Bandgeschichte fort und dokumentiert den Aufstieg Metallicas hin zu einer der Supergruppen des Heavy Metal. Beide Hörbuch-CDs verfügen über eine Länge von ca. 73 Minuten und versorgen die große Fangemeinde mit wichtigen Backgroundfacts über ihre Gruppe.
Bernd Oppau


MINDFLOW
Mind Over Body
Unlock Your Mind/H'Art
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Anspruchsvoller Prog-Metal der brasilianischen Mindflow, die hier auf 80 Minuten ein tolles Konzeptalbum zum Besten geben. Reinhörtipps sind Songs wie "Thousand Miles From You" und "Crossing Enemy's Line". Zusätzlich fährt die edel aufgemachte CD-Edition auch noch ein 28seitiges Comic-Heft zum Stück "Follow Your Instinct" auf. Empfehlenswert!
Bernd Oppau


NELSON
Revolving Doors
Diamondtraxx/Rough Trade
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In ihrer französischen Heimat haben die Jungs fast schon so was wie Kultstatus, und die Presse feiert sie als „die beste französische Band seit zehn Jahren“. Musikalisch bewegen sich Nelson irgendwo im Spannungsfeld zwischen Joy Divison oder The Rapture und verpassen dir in ihren elf Songs nur zu gerne einen kräftigenTritt gegen das Schienbein. Auch wird ohne Berührungsängste mit melancholischer Grundstimmung und wilden Elektro-Clustern experimentiert, nur um im nächsten Akkord mit Garagenfeeling und College-Sound zu überraschen. Nelson starten einen Großangriff auf Ohren und Herzklappen und kombinieren wuchtige Rockslammer, voll aufgedrehte Amplifier und angeschrägte Übungskeller-Atmosphäre.
Frank Zöllner


OBSIDIAN
Emerging
MAGNACULT
Synore
Rusty Cage/H‘Art
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Zwei Veröffentlichungen auf Rusty Cage Records: OBSIDIAN bieten auf „Emerging“ progressiven Death Metal und präsentieren gleichzeitig ihren neuen Sänger Robbe K., der das Mikro von dem alten Fronter Serge Regoor übernommen hat. Das Ergebnis kann sich hören lassen und macht nicht nur auf Songs wie „Footprints“ und „Dogmatic“ Spaß. – Aggressiven modernen Metal favorisieren die fünf Jungs von MAGNACULT, die mit „Synore“ ihr Debütalbum veröffentlichen. Die Songs sollte man unbedingt laut hören!
Bernd Oppau


OLD SKOÖL OF ROCK
V.A.
Universal
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Parallel zur Old Skoöl Of Rock-DVD (Review ebenfalls in diesem Heft) erscheint auch diese um etliche Gruppen erweiterte Doppel-Audio-CD, welche die ruhmreiche 80er Jahre Rockzeit wiederauferstehen lässt.  Da kommt wohl jeder Rockfan ins Schwärmen, wenn er wehmütig an die guten alten Zeiten denkt. Von Kiss ("Crazy Crazy Nights") über ZZ Top ("Gimme All Your Lovin'"), Whitesnake ("Here I Go Again") bis Judas Priest („Living After Midnight") reicht der musikalische Rahmen. Natürlich auch eine ideale Scheibe, um den Autoplayer für eine längere Fahrt zu bestücken, tanken nicht vergessen!
David Comtesse


PASSIONWORKS
Blue Play
ZYX Music
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Passionworks kommen aus dem nordischen Finnland und sind mit ihrer charismatischen Frontfrau Harriet Hägglund eine der Gothrock-Entdeckungen des Jahres. Die Kritiker vergleichen die Band zurecht mit Größen wie Evanescence und HIM, doch die Gruppe hat mit ihren tiefgründigen Texten und ihren hervorragenden Kompositionen eine eigene Nische gefunden. Unbedingt in Songs wie "Flying" und "The Swallow" reinhören. Für diese empfehlenswerte Leistung zaubere ich doch gerne verdiente 5 Punkte aus dem Hut und empfehle, dieser Band die nötige Beachtung und Aufmerksamkeit zu schenken.
Tim Beldow


DAVID READMAN
David Readmann
Frontiers Records/Soulfood
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Mit der Rock-Formation Pink Cream 69 hat David sieben überaus erfolgreiche Alben eingespielt. Jetzt wandelt die Rockröhre zur Abwechslung mal auf Solopfaden und stellt dieser Tage sein selbstbetiteltes Debütalbum vor. Die Ingredienzien sind altbekannt und schnell erzählt. Neben einer Handvoll ausgesuchter Studiocracks hantiert David mit einem Dutzend eingängiger und glattgeschliffener Melodien, die an einigen Stellen mal Rock-Luft schnuppern dürfen. Alles in allem wirkt die Scheibe zu zahm und kontrolliert. Was eindeutig auf der Scheibe fehlt, sind freche Rock-Rhythmen mit Überraschungseffekt.
Conny A. Rettler


PAUL SABU
Strange Messiah
AOR Heaven/Soulfood
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Paul Sabu hat in seiner wechselvollen Karriere schon mit allen Größen von Madonna bis Alice Cooper, von John Waite bis Robbie Neville zusammengearbeitet. Für seine aktuelle Scheibe hat Paul mal wieder die Lederstiefel aus dem Schrank geholt und die Rockröhre geölt. Harter und unkomplizierter Streetrock, eingespielt mit Michael Voss (guitar), Gereon Homann (drums) und Matthias Rethmann (bass) steht auf dem Spielplan. Dabei ist natürlich klar, dass Pauls voluminöse Rock-Vocals die Songs dominieren, ohne dabei allerdings der Crew die Luft zum Atmen zu nehmen. Gute & eingängige Hardrock-Rille!
Frank Zöllner


THE SETTING SON
The Setting Son
Bad Afro Records/Cargo Records
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Nachdem sich Sebastian T. W. Kristiansen in seiner Kopenhagener Wohnung mit ca. 50 Songs den Weltschmerz von der Seele geschrieben hatte, wurde es dem Einsiedler dann doch zu einsam. So gründete er zusammen mit einigen musikalischen Freunden kurzerhand The Setting Son. Hauptaufgabe der Band ist die musikalische Wiederauferstehung der 60er Jahre mit allem, was an Psychedelic, Bubble-Sound und Garagenfeeling dazugehört. So klingt ihr selbstbetiteltes Destillat tatsächlich authentischer als „echter“ 60er-Jahre-Sound und überzeugt darüberhinaus mit gefälligen Sound-Stories, Detail verliebter Tonkunst und sphärisch-groovendem Indie-Pop. Hörenswert!
Frank Zöllner


SIGNAL TO NOISE
Kodiak
THE NUMBER TWELVE LOOKS LIKE YOU
Mongrel
Eyeball Records /Cargo
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Zwei interessante Veröffentlichungen auf Eyeball Records: SIGNAL TO NOISE ist ein vielversprechendes Quartett aus Colorado, das auf seinem Erstlingswerk „Kodiak“ melodischen Indie und Alternativerock im Stile von Hot Water Music, Quicksand und The Alkaline Trio bietet. Ein Album voller bittersüßer Melodie, Ungeschliffenheit und Melancholie. – THE NUMBER TWELVE LOOKS LIKE YOU sind in New Jersey beheimatet und bieten auf „Mongrel“ einen ebenso gnadenlosen wie vielschichtigen Noise-Core, den man gehört haben sollte. Anspieltipps sind Stücke wie „Imagine Nation Express“ und „Paper Weight Pigs“.
Bernd Oppau


SLOUGH FEG
Hardworlder
Cruz Del Sur/Alive
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Die amerikanischen Slough Feg haben sich auf ihren bisherigen Alben immer erfolgreich gegen jede Trendanbiederung gestemmt. Das ist auch auf ihrem sechsten Album „Hardworlder“ der Fall. Straighter Rock und beherzte Gitarrenriffs garnieren die Scheibe, auf der solch außergewöhnliche Nummern wie „Frankfurt-Hahn Airport Blues“ und das betont atmosphärische „The Sea Wolf“ zu finden sind. Zudem haben sich Slough Feg auch an bemerkenswerte Coverbearbeitungen der Horslips („Dearg Doom“ und Manilla Road („Street Jammer“ herangewagt. Ein erfrischendes und abwechslungsreiches Rockalbum.
David Comtesse


SPLINTER X
The Sound Of Revelation
NEO-Sony BMG
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Brandneu, sozusagen gerade dem Underground entkommen, präsentieren Splinter X ihren ersten Release mit einer Mischung aus druckvoll-beschwingtem Lärmpop und einer gehörigen Ecke Alternativ-Sound. Dazu packen die fünf Berliner den charismatischen Gesang von Frontshouter Ben Ivory in einen abwechslungsreichen Stilmix, der zwischen New Wave-Anwandlungen, puristischen Balladen, ausgewogenen Stilübungen und harten Rockpassagen ein weites Spektrum abdeckt. So kommt auf „The Sound Of Revelation“ auch keine Sekunde Langeweile auf. Wer hinter perlenden Pianofahrten die volle Dröhnung Hardrock erwartet, liegt bei Splinter X genau richtig.
Frank Zöllner


STORMAGE
Sudden Awakening
STF Records/M-System
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Die Power Metaller von Stormage treten auf ihrem zweiten Album “Sudden Awakening" in die Fußstapfen von Bands wie Vicious Rumors und Metal Church. Ihre Songs verfügen über Power und mitreißenden Melodien, wobei sich Frontshouter Heiko Heseler ein ganz besonderes Lob verdient hat. Highlights der Scheibe gibt es viele, erwähnenswert sind auf jeden Fall der starke Opener "The Betrayal", "Hiding The Damned" und "Kingdom Of Heaven". Eine beachtenswerte Band aus deutschen Landen, bei der das Zuhören durchaus Freude macht!
David Comtesse


THE STUDS
Studs
Gan-Shin Records/Universal
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Neues Lebenszeichen des Ex-Kagerou Gründers Daisuke, der hier mit seiner neues Band The Studs wieder einmal japanische Alternative-Kost zum Besten gibt. Frontmann Daisuke und seine Mitstreiter präsentieren auf ihrem 6-Tracker eine dynamische Mischung, die stark in Punk&Crossover-Gefilde driftet und dabei mit harten und schnellen Gitarrenlicks und dröhnender Drumarbeit agiert. Besonderes Flair bieten dabei die in japanisch gesungenen Rockkracher, die für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen. Für Fans ein Muss!
Enzo Bach


THE TANGENT
Going Off On One
Insideout/SPV
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In England mitgeschnittene Live-Doppel-CD von den Progrockern The Tangent, die gleichzeitig auch als DVD erscheint. Kaufargument für die DVD sind die Bonus-Liveaufnahmen von Andy Tillisons (vocals, keys) erster Band; auf der Doppel-CD finden sich 4 Bonustracks, darunter auch die King Crimson-Bearbeitung "21st Century Schizoid Man".
Bernd Oppau


TOKYO DRAGONS
Hot Nuts
Escapi/edel
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Nach allem was man über die britischen Krachmacher schon gelesen hat, darf man sich auf die für Herbst/Winter geplante Europatour freuen. Bis dahin trösten wir uns doch einfach mit „Hot Nuts“, dem langersehnten Nachfolger ihres Power-Debüts. Wer auf den Sound von AC/DC oder Motörhead abfährt, ist bei Tokyo Dragons genau an der richtigen Adresse und kann seine Luftgitarren-Kenntnisse unter Beweis stellen. Altmodischer, handgemachter Hardrock steht auf dem Spielplan, bei bem man so richtig schön ins Schwärmen kommt. Ach, was waren das damals noch für wilde Zeiten...
David Comtesse


TORCHE
Torche
Pias
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Nach eigenen Angaben fühlen sich die Jungs von Torche musikalisch in der Linie von Bands wie Black Sabbath oder Queens Of The Stone Age. Wer sich die ersten Songs von ihrem Debütalbum reinzieht, weiß, was die Vier damit meinen. Ohne Rücksicht auf die Ohren zieht der Vierer aus Miami/Florida einen hart- aggressiven und bissigen Garagensound mit jeder Menge Alternative-Appeal aus dem Ärmel. Dazu setzen sie gekonnt hier und da auf einen abgehangen-wabernden Sound der 70er, nur um im nächsten Moment mit Stakkato-Punkrhythmen die Wände zum Vibrieren zu bringen.
Jörg Eifel


TUMBLIN DICE
Free Ride
ESP/DA Music
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Tumblin Dice kommen aus der Schweiz und bieten hier einen kraftvollen und zuweilen funkigen Rock-Mix. Ein besonderes Lob verdient sich Frontsängerin Denise Pfyl. Anspieltipps der gelungenen Scheibe sind das funkige "Masquerade" und das straight nach vorne rockende "NME". Empfehlenswert!
David Comtesse


TURBONEGRO
Retox
edel
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Eine der interessantesten und innovativsten Rockbands aus dem Hohen Norden, genauer gesagt aus Norwegen, meldet sich nach intensivem Touring mit einer neuen Kraftrille zurück und verweist die Konkurrenz auf die Plätze. Harter und unverwässerter Rock mit ruppigen Riffattacken und einem wild-fiebrigen Gesang stehen in den elf Songs klar im Vordergrund und machen die Nacht zum Tag. Turbonegro sind wirklich keine Meister der leisen Töne, dafür steht ihnen klassischer Old-School-Rock genauso gut zu Gesicht wie Ausflüge in sperrige Punkphasen oder waschechter Deathmetal. Echt geile Scheibe!
Frank Zöllner


VANISHING POINT
The Fourth Season
Dockyard 1/Soulfood
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Mit viel Getöse und Tamtam (wie es sich für anständige Bombast-Rocker gehört) eröffnen Vanishing Point ihren neuesten Dreher und zeigen vom ersten Akkord an, was Sache ist. „The Fourth Season“ schmiegt sich nahtlos in den Sound ihrer drei Vorgängeralben ein und wartet auch nicht mit einer einzigen neuen Idee auf. Ausgelatschte Rockpfade stehen für die fünf Australier auf dem Spielplan. Dazu gibt’s jede Menge Gitarrenwände, harter Drum-Phasen, harmonischer Vocaleinsatz und gelegentliche Ausflüge in Düster&Dark-Gefilde. Alles schon hundertmal gehört und stinklangweilig.
Frank Zöllner


VANS Warped 2007
Tour Compilation
SideOneDummy Records
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Die amtliche Doppel-CD zur Vans Warped Tour bietet auch dieses Jahr wieder auf zwei prall gefüllten CDs die angesagtesten Bands aus den Bereichen Punk, EMO und Hardcore. 50 Bands präsentiert der Doppeldecker, der Namen wie Bad Religion, The Used, Bayside, The Casualties und My American Heart auffährt. Und Alkaline Trio steuern mit "Fire Down Below" auch noch einen speziellen Exklusivtrack zur Veröffentlichung bei.
Enzo Bach


VENDETTA
Hate
Go And Live...
Brain Damage
Metal Axe Records/ZYX
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Die deutschen Thrash-Metaller Vendetta sorgten Ende der 80iger Jahre mit ihren Alben „Go And Live... Stay And Die“ (1987) und „Brain Damage“ (1988) auch international für Aufsehen. Beide Scheiben wurden nun in remasterter Version neu aufgelegt und mit je einem Bonuslivetrack („War“ bzw. „Brain Damage“) ergänzt. Im Schlepptau der beiden Wiederveröffentlichungen erscheint unter dem Namen „Hate“ ein brandneues Album der Truppe, das an die glorreichen alten Zeiten anknüpfen kann. Kraftvoll und straight marschieren Thrash-Granaten wie „Lying Society“ gnadenlos nach vorne.
Olaf Rominski


V-PUNK
Total kaputt
Keller Records
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Punk-Fans werden sicherlich diese Band kennen, die schon seit mehr als 10 Jahren musikalisch unterwegs ist und die diversen Clubs bearbeitet. Die Rede ist von V-Punk, die mit "Total kaputt" ihre bereits siebte Scheibe vorlegen. Die Band kommt direkt auf den Punkt und verabreicht der Punkgemeindemit ihren direkten und schonungslosen Texten  einen kräftigen Asskick. Zusätzlich werden auch noch gleich 4 Ramones-Songs (u.a. "Susy Is Headbanger", "Blitzkrieg Pop") in V-Punk-typischer Manier umgearbeitet. Da schlägt das Herz des Punkers doch gleich schneller, unbedingt zulegen!
Enzo Bach


WIDOW
Nightlife
Cruz Del Sur
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Im Old School Hardrock und Heavy Metal der 80er Jahre ist die Band um Shouter Chris Bennett verwurzelt. Deshalb dürften alle Old School-Freunde auch an den 11 Power-Granaten auf „Nightlife“ ihre Freude haben, die schön schneidig aus den Boxen flitzen. Richtig schön Vollgas gibt die Band auf Stücken wie „We Will Meet Again“ und „Beware The Night“. Gelungen und unbedingt hörenswert sind aber auch die Widow-Coverversionen von Van Halen („Ain’t Talking Bout Love“) und Kiss („I Stole Your Love“). Das ist mir doch saubere 4 Punkte wert, vielleicht sieht man sich ja mal on stage!
Tim Beldow


NOCH MEHR CDs:


Gleich vier Neuheiten erscheinen über I Scream Records/SPV:
BEOWÜLF aus Kailfornien legen mit „Westminster & 5th“ ihr neues Album vor und zeigen, wie man aggressive Rockparts mit eigenständigen Salven verbindet. Unbedingt reinhören in Tracks wie „Soaked“ und „Ghetto Billy“ - Hinter dem New Yorker Punk-Trio SPOILER NYC verbirgt sich niemand Geringeres als Life Of Agony Bassist Alan Robert, der hier seine Liebe zum Old School Punk auslebt. Die CD heißt „Grease Fire In Hells Kitchen“ und hält für den Punker eine Menge obercooler Nummern bereit. - Bei GÜAJIRO haben sich verschiedene Spießgesellen aus Kuba, Puerto Rico und Long Beach zusammengefunden, um die Energie des Punkrock mit lateinamerikanischen Einflüssen zu kreuzen. Das Ergebnis auf „Material Subversivo“ kann sich hören lassen und verfügt durch den Einsatz von englischen bzw. spanischen Texten auch über genügend Eigenständigkeit. - Hinter FABULOUS DISASTER stecken vier Ami-Frauen, die auf ihrer CD „Love At First Fight“ die Punk-Axt schwingen. Da kommt Stimmung in die Bude, gegen CD-Ende gibt’s noch ein saucooles „20th Century Boy“-Cover.


DRIVER SIDE IMPACT aus Cleveland werden musikalisch gerne mit Killers und Panic! At The Disco verglichen. Ihre Scheibe “The Very Air We Breathe” (Victory/Soulfood) geht gut ins Ohr und dürfte allen Freunden eines Progressive-Post-Rocks gefallen - WILL HAVEN kommen aus Scaramento und haben sich Mitte der 90er Jahre gegründet. Mittlerweile gab es einige Neubesetzungen innerhalb der Band, so dass ihre CD „The Hierophant” (Bieler Bros Records/Rough Trade) zunehmend modernen Hardcore mit starker emotionaler Komponente bietet. Neuveröffentlichungen auf Bad Reputation (Point Music): KORITNI kommen aus Down Under und gehen auf ihrem Silberdiskus „Lady Luck“ in Richtung Old School Hardrock. Musikalisch irgendwo zwischen Jimmy Barnes, AC/DC und Aerosmith. – Eher in Richtung Songwriter geht‘s auf „Let‘s Die Forever... Together“, der Scheibe von ERIC MCFADDEN. Eric ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und hat sich zudem hochkarätige Gäste wie Sam Bass, James Whiton, Pat Mc Donald u.v.a. ins Studio eingeladen. – AMERICAN DOG aus Ohio sind bekannt für ihren hochenergetischen Hardrock, der gerne als eine Kreuzung zwischen Ted Nugent und Motörhead bezeichnet wird. 12 Songs hat die Band am Start;reinhören solltet ihr in den Opener „Bock“ und „Rock‘n‘Roll Dog“.
 


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