September/Oktober 2011

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inHard | Bei Fußenkreuz 11 | D-66806 Ensdorf | Germany | Phone: ++49 6831-5095-30 | eMail

@@@@@@ ĂŒberragend
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@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

AIRRACE
Back To The Start
Frontiers/Soulfood
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Reunions und kein Ende beim feinen italienischen AOR-Label Frontiers Records. Auch die aus den 1980er Jahre stammenden Airrace wagen mit leicht verĂ€ndertem Line-Up und dem treffenden CD-Titel „Back To The Start“ einen Neuanfang, der ĂŒber weite Strecken zu ĂŒberzeugen weiß. Titel wie „Keep On Going“ und „Two Of A Kind“ gefallen durch ihre straighte Gangart schon gleich zu CD-Anfang, ansonsten gibt es eine Menge packender Refrains und erstklassige Mikroarbeit (Keith Murrell), die mich phasenweise an Foreigner und Treat erinnern. Hörenswerte Scheibe!
David Comtesse

ARMY OF THE UNIVERSE
Mother Ignorance
Metropolis/Alive
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Zusammen mit Produzent Chris Vrenna (u.a. Nine Inch Nails, Marilyn Manson) haben die MailĂ€nder Elektrorocker Army Of The Universe ihre Scheibe „Mother Ignorance“ fertig gestellt. Ergebnis ist ein ebenso kraftvoller wie ins Ohr gehender Elektrorock mit unverkennbarem Darkness-Faktor und ClubkompatibilitĂ€t.
Jörg Eifel

AVERAGE ENGINES
Battlesuits
Brutkasten/Broken Silence
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Leidenschaftlichen und lodernden Alternativerock servieren uns Average Engines auf ihrer DebĂŒtscheibe. So mĂŒssen Songs klingen, die ungebremsten Indiecharme versprĂŒhen und die jederzeit unberechenbar bleiben. Wie ein eruptierender Mahlstrom ziehen sich die  Riffs durch die einzelnen Kompositionen, spĂŒlen die Vocalfragmente in den Vordergrund, verdichten energetische Riffarbeit oder wagen einen eingeschobenen Abstecher in Prog-Gefilde.
Bernd Oppau

BLACK 'N BLUE
Hell Yeah!
Frontiers Records/Soulfood
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Auf eine Ă€ußerst ruhmreiche Rock-Biographie können die aus Portland stammenden Black 'n Blue zurĂŒckblicken. Die Band veröffentlichte in den 1980er Jahren eine Reihe von sehr erfolgreichen Alben, an die sie jetzt nach dem Comeback in der Besetzung mit SĂ€nger Jaime St. James wieder anknĂŒpfen. Bockstarker Hardrock, der mir nicht nur bei Nummern wie "Hail Hail" und dem mit schneidigem Bass/Drum eingeleiteten Opener "Monkey" ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.
Rainer Guérich

COVERLIRE
Just Another Damn Mixtape
Comude/Tonpool
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Wer immer schon mal wissen wollte, wie Lady Gaga‘s “Bad Romance”, “Last Unicorn” von America oder Udo JĂŒrgen‘s “Griechischer Wein” klingt, wenn man sie durch den Rock-Punk-Konverter schickt, der darf getrost zu der vorliegenden Scheibe der Kölner Punkrocker Coverlire greifen. FĂŒr sein Geld erhĂ€lt der beherzte KĂ€ufer dann nicht nur eine Ansammlung abgedrehter und stimmungsvoller Punk-Granaten, sondern auch eine ganze Ladung perfekter Partylaune. Fest steht, dass DJ Bobo, Roxette, Katy Perry und Konsorten noch nie besser geklungen haben. Selbst der „GummibĂ€rchensong“ geht voll in die Beine!
Frank Zöllner

CRABE
Ero Gaki
Signed By Forces/Cargo Records
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Tief im Übungskeller oder irgendwo in einer Hinterhof-Garage ist die Musik von Crabe, einem Duo aus Valleyfield, Quebec zuhause. Quebec liegt ja bekanntermaßen in Kanada. Wie gut, dass dieses Land so unendlich groß ist, denn so können die Jungs so richtig drauflos rocken und niemand muss sich ihren drittklassigen Lo-Fi-Rock, der irgendwo zwischen Core, Punk, Alternative und Collegerock angesiedelt ist, anhören. Ich hab‘ echt nix gegen wildes und atonales Rockgestampfe, aber wenn das Ganze auch noch absolut untalentiert, ideenlos und wie aus dem MĂŒlleimer gespielt daherkommt, ist auch bei mir die Schmerzgrenze erreicht.
Frank Zöllner

CYMBALS EAT GUITARS
Lenses Alien
Memphis Industries/Indigo
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Cymbals Eat Guitars legen ihr zweites Album  vor. Bereits der 8minĂŒtige Opener „Rifle Eyesight“ ĂŒberzeugt vom Start weg und macht Lust auf mehr. Im Kern sind es wieder die Stimme von Joseph D‘Agostino und die intensiven Lyrics, die den Charme der Songs ausmachen. Ansonsten erinnert der Sound an 90er Jahre Indie-Rock mit starkem Prog- und Psychedelic-Einschlag. Unorthodox und experimentierfreudig machen sich Cymbals Eat Guitars auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Klangkosmos, der oft dark, strange und bisweilen gegen den Strich der Konventionen gebĂŒrstet daherkommt.
Frank Zöllner

JOANATHAN DAVIS And The SFA
Alone I Pay - Live At The Union Chapel
Music In Motion/Intergroove
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Ein edel aufgemachtes CD/DVD-Set vom Korn-SĂ€nger Jonathan Davis und seiner Band SFA. Zu hören und zu sehen gibt es spektakulĂ€res Livematerial, das am 16.06.2008 in der Londoner „Union Chapel“ mitgeschnitten wurde. Auf dem Spielplan standen selten gehörte Lieder von Korn, Songs aus dem Soundtrack des Films „Königin der Verdammten“ und noch einige weitere  erlesene „Faves“ von Jonathan. Der Live-Sound ist unheimlich wuchtig, prĂ€gnant und fesselnd!
Bernd Oppau

DOMINANZ
As I Shine
Rock N Growl/Cargo
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Aus Norwegen kommt das Trio um Fronter Roy Nordaas (Ex-Cult Of Deception), das auf „As I Shine“ einen ebenso energetischen wie atmosphĂ€rischen Black Metal mit Industrial Beats fusioniert. Ein darkes und riffbetones HörvergnĂŒgen, von dem gleich der Opner „Infinity“ als Anspieltipp dienen soll.
Jörg Eifel

EAT THE GUN
RUNNER
Metallville
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Drittes Album des Rocktrios aus MĂŒnster. Das Songmaterial lebt nach wie vor von dem untrĂŒglichen GespĂŒr der Band fĂŒr einen gut funktionierenden Rocksound. Markanttes Trademark ist selbstverstĂ€ndlich auch der markante Gesang des Fronters Hendrik, der Songs wie „Down In The Fire“ und „My Retribution“ seinen unverwechselbaren Stempel aufdrĂŒckt.
Bernd Oppau

EVERBLAME
Frantic
I Sold My Soul Rec./edel
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Everblame aus Ludwigshafen machen auf ihrer neuen Scheiblette „Frantic“ schon gleich im Opener „Pessimistic Poem Pirate“ ordentlich Druck. Doch die Band hat weit mehr als schnöden Hardcore auf der Pfanne, was schon gleich im nĂ€chsten StĂŒck „Psychco“ deutlich wird. Hier gibt’s einen sehr gelungenen und riffbetonten Alternative-Rock zu hören, der von flirrend-eruptierenden GitarrenlĂ€ufen und hochmelodischen Gesangsparts getragen wird. Das Gleiche trifft auch auf das nachfolgende „Firehead“ zu. Deshalb darf’s von meiner Seite aus gerne kĂŒnftig noch etwas mehr in diese Richtung gehen...
Rainer Guérich

FAKIR
We‘ll See When We Get There
Phénix Records/New Music Distr.
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Gothic und Dark Wave-Freunde werden an dem Erstlingswerk von Fakir aus der Schweiz ihre Freude haben. Die Gruppe um Mastermind Thierry Pache prĂ€sentiert auf „We‘ll See When We Get There” darke und dĂŒster abstrakte Soundlandschaften, aber  auch relaxte und gut abgehangene Groove-Tracks, die ihre Wurzeln tief im Underground haben. Die Texte der einzelnen StĂŒcke wurden inspiriert von  Momentaufnahmen, Assoziationsketten und  philosophischen Grundsatzfragen. Highlight des Albums ist zweifellos der Opener „To Where“, der die Soundphilosophie von Fakir auf den Punkt bringt. Die Jungs haben auf jeden Fall eine poetisch-sinnliche Art, die es zu entdecken gilt!
Rainer Guérich

FOREIGNER
Acoustique
Ear Music/edel
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Foreigner goes Unplugged. Auf dieser CD gibt es die großen Foreigner-Hits wie „Cold As Ice“, „Double Vision“ und „Joke Box Hero“ in elektronisch unverstĂ€rkten, also akustischen Songversionen. Wie auch immer, Foreigner haben im Verlaufe ihrer langen Karriere eine Menge exzellenter Songs geschrieben, die keinem Verfalldatum unterliegen. Immer wieder hörenswert!
Rainer Guérich

FOZZY
Remains Alive & Chasing The Grail
Ear Music/edel
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Bis dato war das letztjĂ€hrige Studioalbum von Fozzy nur als Importware erhĂ€ltlich. Da die Metaller mit Ear Music nun aber endlich ein Label in Deutschland gefunden haben, wird die Scheibe nun mit dem 2005er Livemitschnitt „Remains Alive“ als Doppel-CD quasi re-released. Den Rockfan wird's freuen, denn auf der Livescheibe finden sich mit „Freewheel Burning'“ (Judas Priest) und „Eat The Rich“ (Krokus) auch zwei ganz famose Coverversionen.
David Comtesse

FRANZ K.
Rock In Deutsch
Sireena/Broken Silence
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ZurĂŒck ins Jahr 1973 heißt es bei dieser Wiederveröffentlichung der Deutschrocker Franz K. „Rock in Deutsch“ erschien 1973 und hatte den Leichenwagen auf der Frontoptik. Der Dreier aus Witten packte seinerzeit eine gehörige Portion Sozialkritik in seine Texte ĂŒber Bundeswehr, Konsumgier und Ungerechtigkeit. ZusĂ€tzlich findet sich mit „Blues aus der Pinte“ auch noch ein Bonustrack auf dem remasterten Album.
Tim Beldow

FUZZ MANTA
Opus II
Gateway
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Ein verdammt heißes Eisen kommt von den Kopenhagener Hippie Rockern Fuzz Manta. Die Band, die mit Frontfrau Lene eine stimmgewaltige SĂ€ngerin in ihren Reihen hat, wechselt gekonnt zwischen 70er Jahre Bluesrock, Psychedelic und Jam-Rock. Höhepunkt des Albums ist das elfeinhalbminĂŒtige „Let Me Walk“.
Bernd Oppau

TOBY HITCHCOCK
Mercury’s Down
Frontiers Rec./Soulfood
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Beeindruckendes Melodickrock-DebĂŒt von Toby Hitchcock, dem einen oder anderen vielleicht auch als SĂ€nger von Pride Of Lions bekannt. Auf den 12 Tracks von „Mercury’s Down“ zeigt er nun, was er so alles bei seinem Alleingang auf der Pfanne hat. Von zupackender Gangart bis zu langsameren Nummern ist so ziemlich die ganze Variationsbreite vertreten. Macht Spaß!
David Comtesse

HOWLING BELLS
The Loudest Machine
Cooking Vinyl/Indigo
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Howling Bells sind zurĂŒck und legen nach „Radio Wars“ (09) einen ebenbĂŒrtigen Nachfolger vor, der mit seinen weitgespannten Psychedelic-Phasen tief in die Gehirnwindungen dringt. Zusammen mit dem The Killers-Bassisten Mark Stoermer wurden die Songs in Las Vegas unter Dach und Fach gebracht. Vom ersten Akkord an klingt die Combo um Frontfrau Juanita Stein gereifter, intensiver und um einige Oktaven tiefer gelegt. Das tut dem Sound der australisch-englischen Band verdammt gut und die Repeat-Taste kommt vermehrt zum Einsatz. Mir gefĂ€llt das Quartett am besten, wenn ihr rauer Desert-Charme eine symbiotische Verbindung mit den seltenen Akustikphasen der Scheibe eingeht.
David Comtesse

IN BEAR COUNTRY
In Bear Country
Fond Of Life Records/New Music
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In Bear Country ist ein FĂŒnfer aus dem kanadischen Vancouver und legt hier seine selbstbetitelte DebĂŒt-CD vor. Erfrischender und munterer Punkrock fĂŒr Freunde von Bands wie Hot Water Music oder Jawbreaker.
Enzo Bach

JANE
Best Of Jane-So So Long
Brain/Universal
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Neben Grobschnitt, Guru Guru, Triumvirat, Karthago und Eloy zĂ€hlen insbesondere auch Jane zu meinen Krautrock-Lieblingen. Wer die Songs der legendĂ€ren Gruppe, die es seit Anfang der 1970er Jahre gibt, noch nicht in seinen Regalen stehen hat, sollte sich dieses 3CD-Set zulegen, das eine gute Auswahl aus den letzten 4 Jahrzehnten beinhaltet. Interessant sind neben den Studiotakes insbesondere auch die Liveaufnahmen, von denen es u.a. „Windows“ (19:11min) und „Fire (You Give Me)“ zu hören gibt.
Rainer Guérich

JUNGLE ROT
Kill On Command
RINGWORM
Scars
Victory/Soulfood
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Seit 16 Jahren bĂŒrgen die Amis von JUNGLE ROT nun schon fĂŒr einen unverwĂ€sserten und thrashigen Death Metal, der alles was sich in den Weg stellt, niederknĂŒppelt. NatĂŒrlich werden auch auf dem neuesten Werk „Kill On Command“ keine Kompromisse eingegangen, fĂŒr Genre-Freunde sicherlich ein Schlachtfest. -  Zu den wenigen Überlebenden des klassischen Cleveland-Styles zĂ€hlen RINGWORM aus Ohio, die ihr neues Langeisen „Scars“ getauft haben. Eine stĂ€hlerne Mixtur aus Metal und Hardcore, die gelegentlich auch das Songwriter-Potential der Band offenbart, beispielsweise auf StĂŒcken wie „Cleansing Of The Fall“.
Olaf Rominski

LES JUPES
Modern Myths
Instrument Village/Brokensilence
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Ein Geheimtipp fĂŒr alle Freunde eines dĂŒsteren und Depri-geprĂ€gten Indierocks kommt aus dem kanadischen Winnipeg. Die Formation um den charismatischen Frontmann Mike Petkau Falks (erinnert manchmal an Nick Cave) sorgt ein ums andere Mal fĂŒr wahre GĂ€nsehautschauer, kann den Basissound aber auch kurzerhand meterhoch auftĂŒrmen. Einfach mal in „A Caveman Returns...“ hineinhören.
Rainer Guérich

KRAUTSCHÄDL
Gemmagemma
FM Music/Indigo
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KrautschĂ€dl kommen aus Österreich und beweisen auf ihrer neuen (dritten) CD „Gemmagemma“, dass österreichische Mundart und funkiger Heavyrock durchaus sehr gut zusammen passen. Titel wie „Khoids Wossa“, „S'Woschbredl“ und „Winzerbua“ ließen das Album auf Anhieb in die österreichischen Charts steigen. Im November sind KrautschĂ€dl ĂŒbrigens als Tour-Support von J.B.O. in Deutschland unterwegs. Unbedingt hingehen, der österreichische „Gemmarock“ ist eine dicke Empfehlung wert!
Bernd Oppau

LEE JAY COP
Revolution Of The Dog
United/Revolver Distribution
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Kaum sind die Jungs aus dem Landkreis Oldenburg mit ihrem DebĂŒtdreher am Start, zeichnen sich bereits Deals in Skandinavien, England und den USA ab. Und das hat seinen Grund, denn Lee Jay Cop mit ihrem charismatischen SĂ€nger Christopher Been Jr. legen ein homogenes und perfekt arrangiertes Rock & Pop-Album vor, das sich nicht verstecken muss. Auf den 13 Tracks wird relaxed einer Mischung aus gigantischen Griffbrett-Verzierungen, Sub-Bass-Sounds und alternativen Crossover und Britpop-Vocals gehuldigt. Ein Album mit jeder Menge Potential, das die zornige RadikalitĂ€t ebenso predigt wie die harmonische Tradition. Empfehlenswert!
Frank Zöllner

MANRAZE
PunkFunkRootsRock
earMusic/edel
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Bei dem Londoner Rock-Trio Manraze hat sich im Jahre 2004 eine echte Allstar-Truppe zusammen gefunden: SĂ€nger und Gitarrist Phil Collen (Def Leppard), Drummer Paul Cook (Ex-Sex Pistols) und Bassist Simon Laffy (Ex-Girl). Klar, dass  solche HochkarĂ€ter fĂŒr gute Rockmusik bĂŒrgen, natĂŒrlich auch auf dem zweiten Album, welches nun erscheint. „PunkFunkRootsRock“  hievt noch besser als der VorgĂ€nger „Surreal“ (2007) die musikalische Biographie der Drei auf einen gemeinsamen Nenner. Als Anspieltipps empfehlen sich die dark angehauchte, aber markig zupackende Rockhymne „I C U In Everything“ und der smoothe Reggae-Schlenker „Closer To Me“. Eine Scheibe, die ĂŒber weite Strecken großen Spaß macht...
Rainer Guérich

MY GLORIOUS
Inside My Head Is A Scary Place
G/Rough Trade
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SpĂ€testens seit ihrem 2010er DebĂŒt „Home Is Where The Heart Breaks“ ist der Begriff Alternative-Rock aus Österreich kein Anachronismus mehr. Die Kreativ-Schmiede in Sachen Garagenrock, College-Sound und New Stream lĂ€uft auch in unserem unmittelbaren Nachbarland auf Hochtouren. „Inside My Head Is A Scary Place“ predigt vom ersten Akkord an den Indie-Rock-Katechismus. Beunruhigende GerĂ€uschkulissen, impressionistische Sounds, unterbrochen von sirrenden Slide-Gitarren, radikalen Rock-Statements und meditativer Stille zeichnen die 13 Tracks aus. Keine Frage: Das österrreichische Trio agiert in Bestform.
Yasmin Schmidt

NEWMAN
Under Southern Skies
AOR Heaven/Soulfood
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Seit 1997 ist die Truppe um BandgrĂŒnder und Frontman Steve Newman mit wechselnder Besetzung in der Szene aktiv und hat in dieser Zeit einige bemerkenswerte Rockscheiben eingespielt. „Under Southern Skies“ heißt die neueste Prog-Arbeit und liefert auf elf Songs den typischen Newman-Sound. Der setzt sich aus melodischer Vocalarbeit, harten Riffattacken und einer unverwĂ€ssert-straighten Bass- und Drum-Line zusammen. Hier wird die gute alte Rockschiene bedient, natĂŒrlich mit der obligatorischen Feuerzeugballade.
David Comtesse

NIGHT RANGER
Somewhere In California
Frontiers Records/Soulfood
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Licht und Schatten hĂ€lt sich die Waage auf der neueseten Einspielung der glorreichen Night Ranger. Insbesondere die Songs in der zweiten HĂ€lfte der CD (u.a. „It’s Not Over“, „End Of The Day“) können mit ihrem unverkennbaren Westcoast-Touch  und den komplex arrangierten Gitarren ĂŒberzeugen. Ebenfalls sehr hörenswert sind Tracks wie „Lay It On Me“ und „Follow The Heart“.
David Comtesse

OUT OF SEASON
Kopfkino
7Hard/New Music Distribution
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Der Stuttgarter Vierer Out Of Season ist schon seit 17 Jahren im MusikgeschĂ€ft und hat ĂŒber die Jahre zu seinem eigenen und unverkennbaren Stil gefunden. Die Texte werden mittlerweile in deutscher Sprache intoniert, dazu gibt es einen kraftvollen und riffbetonten Soundmix aus Rock und Metal, der reibungsfrei auf den Hörer transportiert wird. Davon zeugt schon der mĂ€chtig nach vorne marschierende Opener „Überleben“, der das Bandcredo auf den Punkt bringt. Zu den weiteren Highlights der CD zĂ€hlen „Amnesie“ und „Heute Nacht“. Speziell diese beiden StĂŒcke kommen laut Bandaussagen auch auf der BĂŒhne beim Publikum am besten an. Wer also auf knackigen und frischen Modern Rock mit textlicher Botschaft steht, liegt bei Out Of Season goldrichtig.
Rainer Guérich

RUSTY PACEMAKER
Blackness And White Light
7Hard/New Music Distribution
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Aus Österreichkommt Rusty Pacemaker, der die Songs seines Erstlingswerks „Blackness And White Light“ praktisch im Alleingang eingespielt hat. Musikalisch gibt es progressiven Rock mit dĂŒster-melancholischer Komponente zu hören. Auch die Gesangsparts hat Rusty ĂŒbernommen, zur Auflockerung ist auch schon einmal eine SĂ€ngerin zu hören. Thematisch setzen sich die Texte kritisch mit sozialen Aspekten und der menschlichen Zivilisation auseinander. Ein Album, das mit jedem Hördurchlauf wĂ€chst.
David Comtesse

PANS PARK
Tage wie diese
Busch Alternate Sound/Radar
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Die fĂŒnf Musiker von Pans Park sind keine Newcomer, sondern haben schon im Laufe der Jahre in den unterschiedlichsten Bands gespielt. Auf „Tage wie diese“,  ihrem zweiten Album, ist der geballte Erfahrungsschatz aller Bandmitglieder in nicht unbetrĂ€chtlichem Maße eingeflossen. Die Formation um ihren Vollblut-Frontmann und charismatischen FrontkĂ€mpfer Ralf Lorenzen-Klein prĂ€sentiert 11 knackige Nummern in deutscher Sprache, die sich einer breit gefĂ€cherten Stilklaviatur bedienen.  „Der Weg“ blitzt im metallenen Gewand und wird schon fast mit growligem Gesang intoniert. „Sternenstaub“ kommt sehr groove-orientiert daher, wĂ€hrend „Was fĂŒr ein Morgen“ einfach nur riffbetonten Alternative-Rock mit Alltags-Prosa geschickt kombiniert. Nicht schlecht!
Rainer Guérich

PINK FLOYD
Collector’s Box
Chrome Dreams/in-akustik
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Der Pink Floyd-Fan kann sich diesen Monat ĂŒber diese opulente 3CD-Box freuen, die die Karriere der berĂŒhmten Band dokumentiert. Schwerpunkt liegt insbesondere auf der psychedelischen FrĂŒhphase mit etlichem Interviewmaterial, Audiobiographie, Poster, Schuberbox u.v.m. Ein SammlerstĂŒck fĂŒr jeden Floydologen!
David Comtesse

POPA CHUBBY
Back To New York City
Provogue/Rough Troude
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Popa Chubby ist immer ein Garant fĂŒr erstklassigen Bluesrock. NatĂŒrlich auch auf seiner neuen Scheibe „Back To New York City“, auf der er sein vielseitiges Können unter Beweis stellt. Schwelender Blues, Rock’n’Roll, Bluesrock und ausdrucksstarker Gesang werden in unvergleichlicher Popa Chubby Machart gemicht und machen den Hördurchlauf zum reinsten VergnĂŒgen . Als Anspieltipps empfehlen sich das TitelstĂŒck und die inbrĂŒnstige Up-Tempo-Nummer „Pound Of Flesh“.
Tim Beldow

PRIME CIRCLE
Jekyll & Hyde
Syndora Records/Rough Trade
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Aus dem sĂŒdafrikanischen Witbank kommt der FĂŒnfer Prime Circle, der  in heimischen Gefilden schon richtig abrĂ€umen konnte und bereits als Vorgruppe von Metallica & Collective Soul gespielt hat. Vom Können der Band kann man sich nun auf der neuen CD „Jekyll & Hyde“ ausfĂŒhrlich ĂŒberzeugen. Auf dem Spielplan steht ehrliche und atmosphĂ€rische Rockmusik, die insbesondere wegen der charismatischen Stimme von SĂ€nger Ross Learmonth mitunter an Nickelback erinnert. Als Anspieltipps empfehlen sich das hymnische „Broken Promises“ und „Breathing“.
David Comtesse

RAMAZURI
Der Tragödie Àrgster Teil
Wolverine Records/Soulfood
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Eigentlich sind die Österreicher schon seit 2003 in der Ska-Punk-Szene aktiv, allerdings unter dem Namen Reckless und mit ausschließlich englischen Texten. Dann vor ungefĂ€hr zwei Jahren holte man sich einen neuen Frontmann an Bord, und der singt nun mal lieber in seiner Muttersprache Deutsch. Aus Reckless wurde Ramazuri, die Ska-Elemente blieben und die Texte waren nun auch fĂŒr alle, die des Englischen nicht mĂ€chtig sind, verstĂ€ndlich. Ergebnis ist diese Scheibe, die mitunter verdĂ€chtig stark nach den Ärzten klingt...
Enzo Bach

RISE TO REMAIN
City Of Vultures
EMI
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Endlich gute Nachrichten fĂŒr die dahin siechende englische Metal-Szene. Mit Rise To Remain gibt es endlich wieder frischen Wind fĂŒr die Hartwurst-Fraktion der Insel. Gerade mal ein Jahr ist es her, dass ihre EP „Brigdes Will Burn“ als kostenlose Beilage im UK-Metal Hammer den Fans wahre Freudenschreie entlockte. Jetzt steht wie gesagt der Longplayer am Start und zeigt auf  den elf Songgranaten, wie moderner Metal heute gespielt werden sollte. Die Jungs versöhnen schwere Metal- und Thrash-Traditionen mit einer jungen und frischen Textur, lockeren Arrangements und Vocalparts zwischen Melodic und Growl. Die deutschen Fans dĂŒrfen sich auf ihre Support-Tour mit In Flames und Trivium im November dieses Jahres freuen.
David Comtesse

SLYTRACT
Existing Unreal
Noisehead/Twilight
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In ihrer ungarischen Heimat haben die drei Core-Knaben als Support fĂŒr Bands wie Hypocrisy, DevilDriver und God Forbid gespielt. Jetzt steht ihr neuer Dreher am Start und zeigt Slytract als Growl-Boten aus den SchlĂŒnden der Hölle. Ihr fieser Thrashmetal lĂ€sst kaum Zeit zum Luft holen und hĂ€mmert voll in die Birne. Bösartig und peitschend drĂ€ngen die zehn Songs nach vorne und haben die richtige Mischung aus Doom & Death im MarschgepĂ€ck. Dazu gibt es kohlrabenschwarzen Hardcore und Mikrophon-Massaker hĂ€rtester Machart.
Conny A. Rettler

SOLSTAFIR
Svartir Sandar
Season Of Mist
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Mit Spannung erwartet habe ich dieses Doppelalbum der islĂ€ndischen Black Metal/Viking-Band Solstafir. Die Vorfreude war nicht zu groß, denn das Album kann schon mit dem psychdelisch-atmosphĂ€rischen Intro begeistern, das schließlich in die dunkle Melancholie der NordmĂ€nner weiterleitet. Weitere Highlights sind Songs wie „Fjyra“ und „Aera“. Eine ebenso explosive wie kraftvolle Mischung aus Darkrock, Psychdelica und Metal, gerade richtig  fĂŒr nordische Winter!
Olaf Rominski

SOYLVYBE
Becoming The Phoenix
Riot Media/Bandcamp
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Soylvybe agieren auf ihrem aktuellen Album „Becoming The Phoenix im weitgefassten Spannungsfeld zwischen Metal, Hardrock und Punk.  12 grundsolide StĂŒcke hat das Quartett um FrontsĂ€nger Benedikt Gröschl rausgehauen, die mit allerlei melodischen Hooks, kraftvollen SchĂŒben und der nötigen AggressivitĂ€t versehen sind. Als Reinhörtipps empfehlen sich insbesondere StĂŒcke wie „The Waiting“ und „ Ultra-Violent Light.
Jörg Eifel

STARFISH PRIME
The Architect Wants To Know...
FinestNoise/Radar
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Mit ihrem Erstlingswerk setzt der Kölner Vierer StarfishPrime im Reich des Alternative Rock ein großes Ausrufezeichen. Die Band um die beiden Gitarristen Nick Novakovic (auch Gesang) und Gunni Hein hat sieben sehr komplexe und vielschichtige Songs entworfen, die gewissermaßen das fusionale Bindeglied zwischen 70iger Jahre Krautrock und modernem Rock bilden. Unberechenbare Improvisationspassagen treffen auf unbĂ€ndiges Jamfeeling und energetische Riffpassagen, ĂŒber die sich die melodische Stimme von Nick legt. Gute Anspieltipps hierzu finden sich in dem grandiosen „Below The Grey“ und dem energetisch lodernden „Stop ‘n’ Go Mantra“. Unbedingt reinhören auch in das sechseinhalbminĂŒtige psychedelisch wabernde TitelstĂŒck, welches den grandiosen Schlusspunkt auf der von Kurt EbelhĂ€user (Blackmail, Scumbucket) abgemischten Scheibe setzt.
Rainer Guérich

DUDLEY TAFT
Left For Dead
Dust On The Tracks/MIG
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In seiner Heimat ist der amerikanische Gitarrist schon seit vielen Jahren eine feste Institution. Ob gemeinsam mit seiner Band Sweet Water oder als Solist, Dudley Taft, Nachfahre des 27. US-PrĂ€sidenten, ist ein Bluesman erster KajĂŒte. Jetzt steht seine neueste Scheibe auch in deutschen CD-Regalen und lĂ€sst das Herz von so manchem Bluesfan höher schlagen. Taft gibt alles, war er hat und zeigt in den 13 Eigenkompositionen und Coverversionen die gesamte Bandbreite seines Können. Da gibt es staubigen Texas-Style oder harte Elektro-Vibes aus der Windy City. Dann wieder geht‘s ab ins tiefste Mississippi-Delta mit allem Drum und Dran. Extraklasse ist das Remake des Led Zeppelin-Klassikers „When The Levee Breaks“. Genial!
David Comtesse

THESE HEARTS
Forever Ended Yesterday
Victory/Soulfood
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Wie auch schon Taking Back Sunday und A Day To Remember haben sich auch die fĂŒnf Jungs von These Hearts einer gefĂ€lligen Mischung aus Pop, Punk und Metalcore verschrieben. Die 10 Nummern gehen gut ins Ohr und dĂŒrften Fans besagter Bands sicherlich gefallen. Als Reinhörtipps bieten sich insbesondere Nummern wie „Denial Is Not Just A River In Egypt“ und „She’d Like To Wear The Pants, But She Can’t Fit Into Mine“ an.
Conny A. Rettler

TROMPE LE MONDE
All In
Phénix Records/New Music Distrib.
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Das Platteninfo kĂŒndigt das französische Trio  als „Missing Link“ zwischen The Pixies und Daft Punk an. TatsĂ€chlich schaffen es Trompe Le Monde auf  „All In“ einen wild-exaltierten Underground-Sound den Amplifiern zu entlocken, der zu begeistern weiß. Mit ihren hypnotischen Riffs, entschwebten Synthies und anziehenden Melodien liefert die Band einen herrlich inspirierenden Rock ab, der beim Hörer ein positives GefĂŒhl hinterlĂ€sst. Unbedingt anchecken!
Yasmin Schmidt

TSJUDER
Legion Helvete
Season Of Mist
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Die norwegischen Black Metaller haben ihre Fans doch glatt 5 Jahre auf ein neues Lebenzeichen warten lassen. Nun ist es da und packt den Hörer schon beim Hispeed-Opener „The Daemon Throne“ mĂ€chtig an den Hörner. Die Norweger lassen es mĂ€chtig knacken, servieren Tempiwechsel ohne Ende und sorgen so dafĂŒr, dass  in keinem der 8 Songs auch nur eine Spur von Langeweile aufkommt.
Olaf Romminski

WHITE WIDOW
Serenade
AOR Heaven/Soulfood
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Der FĂŒnfer aus Australien ist erst seit knapp drei Jahren in der Melodicrock-Szene aktiv, hat aber mit dem 2010 erschienenen selbstbetitelten DebĂŒt fĂŒr großes Aufsehen gesorgt. Ihr an den 80er Jahre Bombast-Rock erinnernder Sound verfĂŒgt ĂŒber einen extrem hohen Wiedererkennungswert. Wie auch schon der VorgĂ€nger setzt auch â€žSerenade“ auf eine gelungene Mischung aus phantastischen Vocal-Harmonien und rockigem Sound. Empfehlenswert!
David Comtesse

XORIGIN
State Of The Art
WORK OF ART
In Prozess
Frontiers Records/Soulfood
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Aus Norwegen kommt die AOR-Kapelle XORIGIN um SĂ€nger Johannes Stole und Gitarrist Daniel Palmqvist. Musikalisch hat sich die Band einer hitverdĂ€chtigen und ins Ohr gehenden Rockmischung verschrieben, die sich durch exzellente Gesangspassagen, Refrains, Keys und 80er Jahre Touch auszeichnet. Anspieltipp hierzu ist das smashige „In The Blink Of An Eye“. - Die schwedischen Melodicrocker WORK OF ART wurden bereits 1992 von Rober SĂ€ll (guitar) und Herman Furin (drums) gegrĂŒndet. Nach dem respektablem DebĂŒtalbum „At Work“ (2008) folgt nun der Nachfolger, auf dem SĂ€nger Lars SĂ€fsund seine ganze stimmliche Klasse ausspielen kann.
David Comtesse

YES
Fly From Here
Frontiers Records/Soulfood
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Vorneweg: Ein Meisterwerk von Yes!  David Benoit als Ersatz von Jon Anderson klingt diesem mitunter zum Verwechseln Ă€hnlich, von der Stimmlage nicht ganz so hoch. Dazu haben Chris Squire, Steve Howe, Alan White und Geoff Downes einen vielschichtigen und komplexen Progrock gewoben, der mit Detailreichtum und klanglicher Vielfalt zu ĂŒberzeugen weiß. Man höre hierzu nur die fĂŒnfteilige, durch eine OuverĂŒre eingeleitete „Fly From Here“-Suite. Doch nicht nur musikalisch, sondern auch unter klanglichen Aspekten ist die CD erste Sahne. Trevor Horn hat von der Produktionsseite her alles richtig gemacht. Pflichtkauf fĂŒr jeden Proggie!
Rainer Guérich

 

 

 

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