September/Oktober 2012

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@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

3 DAYZ WHIZKEY
The Devil And The Deep...
Timezone Records
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Bluesrockfreunde aufgepasst! 3 Dayz Whizkey aus Regensburg prĂ€sentieren hier ein verdammt heißes DebĂŒtalbum. Die Band um Gitarrist & Mastermind T.G. Copperfield eröffnet die Scheibe mit dem melodiösen Titeltrack, der im Midtempogroove wie geschmiert lĂ€uft und sich schon gleich in den GehörgĂ€ngen festsetzt. Etwas rougher und deutlich straighter rockend geht’s dann mit „Blood“ weiter. Sogar Sitar- artige Sounds haben 3 Dayz Whizkey“ in dieses ZwölftakthartgewĂ€chs verwoben. Besonderer Anspieltipp ist die Coverversion von Stevie Wonders „Superstition“, ein absolutes Groovemonster!
Rainer Guérich

AMITY IN FAME
Through
Graviton
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Aus Österreich kommen Amity In Fame, die mit „Through“ ihr zweites Album vorlegen. Musikalisch bietet die Band eine durchaus ansprechende Mischung aus aggressivem Rock, progressiven Klangzutaten und Akustikrock. Anspieltipps sind neben dem TitelstĂŒck, das gesanglich etwas an REM erinnert,  insbesondere auch das Bass Solo auf „Mirrordrops“.
Jörg Eifel

ASIA
XXX
Frontiers Records/Soulfood
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Bei Asia verhĂ€lt es sich wie mit gutem Wein: Je Ă€lter die Herren Geoffrey Downes, Steve Howe, John Wetton und Carl Palmer werden, desto besser werden ihre Werke. Das trifft auch auf die neue CD „XXX“ zu, die pĂŒnktlich zum 30jĂ€hrigen JubilĂ€um erscheint. Melodisch ausgefeilter Progrock, der schon gleich mit dem hymnischen „Tomorrow The World“ ins Ohr geht. Erstklassige Vocalarbeit von John Wetton, dazu Steve Howes außergewöhnliche Gitarrenarbeit, Geoffrey Downes pointierte Keyboardtupfer und Carl Palmers exzellente Drumarbeit. Ein progressives Meisterwerk fĂŒr die Endlosschleife!
Rainer Guérich

BACHMAN & TURNER
Live At The Roseland Ballroom, NYC
Eagle Records/edel
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Ein tolles Live-Konzert, das Randy Bachman und C.F. „Fred“ Turner bei ihrem 2010er Auftritt im New Yorker „Roseland Ballroom“ in toller Form zeigt. Die beiden Masterminds der ruhmrei Bachman Turner Overdrive hatten sich ein Jahr zuvor reformiert und geben hier neben Titeln ihres Reunion-Albums natĂŒrlich zahlreiche Bandklassiker zum Besten. Songs wie „Let It Ride“ und „Rock Is My Life“ transportieren die Message von Bachman & Turner reibungsfrei und machen einfach Spaß. Empfehlenswert!
David Comtesse

BIG BALLS COWGIRL
Bulletride
Timezone
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Der niedersĂ€chsische Vierer um die stimmgewaltige SĂ€ngerin Katharina legt mit „Bulletride“ ein Album scheinbarer GegensĂ€tze. Mal knallt einem Heavy Rock’n’Roll um die Ohren („Go For The Lead“, „Bulletride“), dann wird völlig unerwartet eine stimmige Countryballade („Upon My Oath“) oder ein wilder Southernrock-Ritt („Stick To Your Guns“) serviert. Diese musikalischen Überraschungen sorgen dafĂŒr, dass der Hördurchlauf spannend bleibt... 
Bernd Oppau

THE BLACKSCREEN
The Ghosts That Haunt Us
Finest Noise/Radar
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Quasi in Live-AtmosphĂ€re haben The Blackscreen die 7 Songs (inkl. Bonustrack „Dry Sand) ihrer neuen EP aufgenommen, um ihren emotionsgeladenen Noiserock so druckvoll wie möglich auf Silberspur zu bannen. Das Ergebnis darf als gelungen bezeichnet werden. Die Verbindung aus hiebigen Riffs und melodischen Gesangslinien geht auf StĂŒcken wie „Lullaby“ und „Embers“ gut ins Ohr.
Jörg Eifel

BLONDIE
Live
Eagle Rock/edel
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Ein packender Live-Mitschnitt von Blondie aus dem Jahre 1999, der in der New York Town Hall mitgeschnitten wurde. Debbie Harry und ihre Band prĂ€sentierten sich kurz nach ihrem Comeback-Album „No Exit“ auf der BĂŒhne in Bestform. NatĂŒrlich gab es auch famose Interpretationen ihrer großten Hits wie „Rip Her To Shreds“, „Heart Of Glass“ und „Rapture“. Als Bonustrack hat man der Live-CD erfreulicherweise noch das StĂŒck „One Way Of Another“ draufgepackt.
Yasmin Schmidt

CAMERA
Radiate!
Bureau B/Indigo
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Das Berliner Trio Camera legt mit „Radiate!“ ein Erstlingswerk vor, das jeden Krautrock-JĂŒnger jubilieren lassen dĂŒrfte. Erstaunlich, mit welch wenigen GerĂ€tschaften die Drei ihren organisch wabernden, riffigen und tuckernden Rocksound aufbauen: ein minimalistisches Schlagzeug (Snaredrum, Standtom, Becken, Schellenkranz), Gitarre und Keyboard. Ergebnis ist eine hallizogene Beschallung der Premiumklasse. Man höre hierzu nur den siebenminĂŒtigen Opner „E-Go“ und  das 11 minĂŒtige, bedrohlich verwobene „Lynch“, wohl eine Verbeugung an den genialen Fimregisseur gleichen Namens. Klasse!
Jörg Eifel

CLOUDSCAPE
New Era
Roastinghouse/Sound Pollution
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Die schwedischen Melodic Progmetaller Cloudscape legen nach einigen Line-Up-Wechseln mit „New Era“ ihr viertes Album vor. Von den GrĂŒndungsmitgliedern aus dem Jahre 2001 sind noch SĂ€nger Mike Andersson und Gitarrist Patrik SvĂ€rd an Bord. Ergebnis ist ein abwechslungsreiches, kraftvolles und komplexes Metalwerk, das im Verlaufe des Hördurchlaufs einige Höhepunkte aufzuweisen hat, beispielsweise in dem progressiven „Kingdom Of Sand“ und der hymnischen Hardrock-Perle „Pull The Brake“, auf der Mike Andresson seine stimmliche Klasse eindrucksvoll demonstriert.
Rainer Guérich

DELILAHS
Greetings From Gardentown
Jazzhaus Records/in-akustik
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Aus dem schweizerischen Zug kommen die Delilahs, ein Quartett das paritĂ€stisch mit zwei Frauen und zwei MĂ€nnern besetzt ist. Ihr Zweitwerk „Greetings From Gardentown“ nimmt mit seiner frechen und charmant vielseitigen Alternative Rock-Mischung nun auch den deutschen Musikmarkt in Angriff. Auf StĂŒcken wie „Melting Gaze“ schimmern mitunter auch die 70er Jahre durch, der Vierer hat aber durchaus eine eigene musikalische Handschrift entwickelt, die mit FrontsĂ€ngerin und Texterin Muriel Rhyner einen verdammt starken Trumpf vorzuweisen hat.
Jörg Eifel

DIKTA
Trust Me
Smarten-Up/Rough Trade
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Mit Spannung erwartet habe ich das zweite Album der islĂ€ndischen Melancholic-Rocker Dikta, die mich schon auf ihrem Erstlingswerk „Get It Together“ begeistert haben. Nach dem etwas sperrigen Opener hat mich spĂ€testens auf „In Spite Of Me“ die melancholische Poesie und der grandiose Gesang von Haukur Hausksson wieder ergriffen. Dikta machen Musik zum emotionellen Abheben -  eine dicke Empfehlung!
Rainer Guérich

DREADNOUGHT
Measure Of Man
Brainstorm/Rough Trade
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Dreadnought sind ein Nu-Metal Vierer aus Postdam, der sich bereits im Jahre 2000 grĂŒndete und von Gruppen wie Machine Head und Korn spĂŒrbar beeinflusst wurde. Ihre Songs machen mit harten Riffs ordentlich Druck in der Rille, gesanglich wird zwischen cleanen Vocals und Growls variiert.
Tim Beldow

ECLIPSE
Bleed & Scream
Frontiers Records/Soulfood
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Das schwedische Hardrock-Quartett Eclipse lĂ€sst es auf seinem vierten Werk „Bleed & Scream“ mĂ€chtig knacken. „Wake Me Up“ heißt der aufrĂŒttelnde Opener, ĂŒber den sich die hymnischen Shouts von Frontmann Erik Martensson majestĂ€tisch legen. Der Junge hat stimmlich einiges drauf, was sich auch in den folgenden StĂŒcken „Bleed And Scream“ und  dem wie ein Tornado los fegendenen „Ain’t Dead Yet“ zeigt. Das macht Spaß, unbedingt laut hören!
Bernd Oppau

ESSENZ
Mundus Numen
Svart Records/Cargo
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"Mundus Numen" heißt das suggestive und empfehlenswerte zweite Album der Berliner Occult Metaller Essenz. FĂŒr Genre-Fans eine echte Entdeckung, unbedingt in "Extinguish Shapes: Innermediate" hineinhören ...
Olaf Rominski

GASMAC GILMORE
Dead Donkey
Monkey/Rough Trade
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Bereits der VorgĂ€nger “About Boys And Dogs” war eine wild-exaltierte Mischung aus osteuropĂ€ischen und asiatischen KlĂ€ngen, Metal und jĂŒdischen Klezmer-Akkorden. Jetzt steht der Nachfolger „Dead Monkey“ am Start und bietet diese Mixtur zum Quadrat. Was beim kurzen Reinskippen in den Silberling ungemein innovativ, ideenreich und unartig klingt, wirkt spĂ€testens zur Mitte der Scheibe nur noch nervig. Und dass im Studio Gastmusiker aus allen Ecken der Welt Platz genommen haben und mit exotischen Instrumenten und Rhythmen herumfideln, macht das Ganze nicht wirklich einfacher. Wie so oft wĂ€re auch hier weniger mehr gewesen...
Frank Zöllner

GODSMACK
Live & Inspired
Armoury Records/edel
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Live on Stage sind Godsmack am besten. Um so erfreulicher, dass nun ihr erstes Livealbum, ein 2007er Mitschnitt aus dem "Fox Theatre" in Detroit, erscheint. Darauf zu finden sind natĂŒrlich alle wichtigen Hits und Bandklassiker, u.a. "Straight Outta Line", "I Stand Alone" und das Drum-Gewitter "Batalla De Los Tambores". Auf der Bonus-CD finden sich zusĂ€tzlich noch vier neu eingespielte Cover-Interpretationen, darunter Metallicas "Nothing Else Matters" in einer sechseinhalbminĂŒtigen Version.
David Comtesse

CHRISTOPHER GOULD
Till Party Do Us Deaf
Finest Noise/Radar
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Zweites Album von Christopher Gould, der ein Ă€ußerst feines HĂ€ndchen fĂŒr einen komplexen und gut ins Ohr gehenden Songwriter-Prog-Pop hat. Beeindruckend und fesselnd ist dabei nicht nur Christophers sonore Leadstimme, sondern auch die  feingliedrigen Kompositionen , die instrumentale Vielfalt und der dramaturgische Songaufbau. Es ist Ă€ußerst schwer, sich der catchigen AtmosphĂ€re von Nummern wie „Tomorrow“ (unwiderstehlicher Refrain), „Some Things“ und dem progressiven „One Day“ zu widersetzen. Ein ganz besonderer Anspieltipp ist das rockige „Talk Too Much“ mit seiner tollen Hammond-Passage.
Rainer Guérich

THE HANGMEN
East Of Western
Acetate Records/Cargo
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Seit 25 Jahren sind The Hangmen aus Los Angeles nun schon im Musikbiz unterwegs. Mittlerweile hat die Band den Ex-Supersucker-Gitarristen Rontrose Heathman fest in ihr Line-Up integriert und einen neuen Longplayer fertig gestellt, der nun veröffentlicht wird. Entstanden ist mit "East Of Western" eine raue und gringende Desertrock-Scheibe, die auf StĂŒcken wie "Had A Girl" auch ein unverkennbares Country-Flair versprĂŒht. Als Anspieltipp empfiehlt sich gleich der Opener "Homesick Blues", der tempomĂ€ĂŸig ordentlich aufs Gaspedal tritt und die Klasse von The Hangmen unterstreicht.
Bernd Oppau

THE HELIO SEQUENCE
Negotiations
Sub Pop/Cargo Records
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Weil ihr Studio in Portland einer Überschwemmung zum Opfer viel, brauchten die Jungs nicht nur viel lĂ€nger als geplant fĂŒr ihre neue Scheibe, man musste fĂŒr die Aufnahmen auch in den alten Lagerraum einer CafĂ©teria ausweichen. Ein Umstand, der fĂŒr die Band natĂŒrlich nicht lustig war, der den neuen Songs allerdings nicht im Geringsten geschadet hat. Im Gegenteil, The Helio Sequence klingen auf dieser CD locker und aus der HĂŒfte wie schon lange nicht mehr. Zudem haben die Jungs ihren „Melancholie-Einsamkeit-Alles ist so schrecklich“-Faktor hörbar nach unten korrigiert. Klar stehen in den elf Songs  immer noch nachdenkliche und atmosphĂ€risch versponnene Tracks im Mittelpunkt, aber das wirkt zu keiner Zeit nervig, sondern ist fĂŒr den Hörer einfach nur sehr entspannend.
Yasmin Schmidt

HESS
Living In Yesterday
Frontiers Records/Soulfood
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Zweites Soloalbum des Ex-Harem Scarem SĂ€ngers Harry Hess, der sich mit Craighton Doane, Darren Smith und Pete Lesperance seine alten WeggefĂ€hrten ins Studio eingeladen hat. Es wundert also nicht, dass die 12 Songs mitunter an die glorreiche Harem Scarem-Zeit erinnern. Highlights sind fĂŒr mich das ins Ohr gehende „Reach For You“ und das wunderbar schmachtende „Don’t Leave Me“.
Tim Beldow

IDES OF GEMINI
Constantinople
Neurot Recordings/Cargo
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SĂ€ngerin und Bassistin Sera Timms spielt normalerweise bei den Dark-Psych-Alchemisten "Black Math Horseman". Mit ihrem Side-Projekt Ides Of Gemini serviert sie nun auf ganzer AlbenlĂ€nge einen psychedelischen und emotional lodernden "Dream Doom", der ganz auf AtmosphĂ€re setzt und durch den sirenenhaft-betörenden Gesang von Sera zu gefallen weiß. Hat den Charme von alten 4AD-Veröffentlichungen, nur eine Spur hĂ€rter. Als Anspieltipps empfehlen sich der Opener "The Vessel & The Stake" und "Resurrectionists". Halluzigen und suchterzeugend!
Rainer Guérich

IMPENDING DOOM
Baptized In Filth
Goldencore Records/ZYX
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Die Coreknaben aus Kalifornien schicken einen 10-gĂ€ngigen Horrorfilm aus den Boxen. „Baptized In Filth“ ist eine KriegserklĂ€rung an die Ohren und hĂ€lt wirklich alles parat, was eine Grindcore & Deathmetal-Scheibe heute so braucht. Knochenharte Gitarrengewitter, Drumattacken aus der Hölle und Growl-Vocals, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Eigentlich will ich gar nicht so genau wissen, welche Todesarten und Marterinstrumente Impending Doom in ihren Tracks besingen. Genre-Fans werden ihre helle Freude an dem Dreher haben, allen anderen kann ich nur raten: Finger weg!
David Comtesse

INSTRUMENT
Olympus Mons
Instrument Village/Broken Silence
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„Shut Up and play your instrument!“ So lautet die musikalische Devise des Alternative Rock-Trios „Instrument“, die den Hörer auf ihrem Zweitwerk „Olymus Mons“ mit allerlei verschachtelter Rhythmik, experimentellen Klangphasen, verzerrtem Rock, Breitwandgitarren u.v.m.  verzaubern. Klasse sind gleich die beiden ersten Songs „Olympus Mons“ und „Picks & Chips“. Damit es ncht zu langweilig wird, wird der „Instrument-Sound“ auf einigen StĂŒcken (u.a. „Firtst Tooth Dead“) mit Gesangslinien aufgehĂŒbscht.
Rainer Guérich

KAMCHATKA
Bury Your Roots
GMR Music/H’Art
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Das schwedischer Power-Trio Kamchatka hat hierzulande schon live im Vorprogramm von The Brew und Clutch mĂ€chtig abgerĂ€umt. Nun steht ihr viertes Album ins Haus, auf dem Roger Öjersson (Gesang, Bass), Thomas „Juneor“ Andersson (Gitarre, Gesang) und Tobias Strandvik (Schlagzeug) ihr Können zeigen. „Bury Your Roots“ verbindet auf intelligente und packende Weise Stonerrock mit Progressiverock und Psychedelic-Fragmenten der 70er Jahre. Highlights der Scheibe sind insbesondere der „TV Blues“ und „Before Things Get Rough“, auf dem Per Wiberg von den Spiritual Beggars als Gast  zu hören ist.
Bernd Oppau

KARTHAGO
Karthago
MIG Music
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Ein Highlight fĂŒr alle Krautrock-Freunde ist diese liebevoll aufgemachte und remasterte Re-Edition des ersten Albums von Karthago aus dem Jahre 1971. Die Band erspielte sich damals mit Kompositionen  wie „String Rambler“, „I Don’t Live Tomorrow“ und „But I Know“ eine treue Fangemeinde. Wohl auch deshalb, weil die einzelnen StĂŒcke Jam-Feeling pur verbreiteten und ein Karthago-Livekonzert immer ein Erlebnis war. Die Limited Edition erscheint als detailgetreue Gimmix-Replik des Original-Vinyl-Covers mit allen Faltungen und Stanzungen. Also unbedingt schnell zugreifen, bevor vergriffen!
Tim Beldow

THE KDV DEVIATORS
Lost Contact!
Drunkabilly/Cargo Records
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Hinter The KDV Deviators steckt niemand geringeres als Koefte DeVille, der mit seinen fast schon legendĂ€r zu nennenden Mad Sin Musikgeschichte geschrieben hat. Und wie es im Leben manchmal so ist, will man hier und da mal was Neues ausprobieren. So oder doch so Ă€hnlich kann ich mir die GrĂŒndungsgeschichte der vorliegenden Rille vorstellen, die mit jeder Menge Dampf und Rock‘n‘Roll aufwartet. Also schnell das Haargel aus der Schublade und die Tanzschuhe aus dem Schrank geholt, denn jetzt ist Psychobilly, Tex-Mex und reichlich Rock Around The Clock angesagt.
Frank Zöllner

KUNG FU KITTY
Unleashed
Scorp Music/Hoanzl
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Das DebĂŒt steht am Start und es darf gerockt werden. Das ist schon mal klar nach dem ersten Reinskippen in die brandneue Scheibe von Kung Fu Kitty, die ihr erstes BĂŒhnenjahr und die obligate Ochsentour durch die Clubs von Österreich hinter sich gebracht haben. Jetzt also elfmal musikalischer ZĂŒndstoff zwischen Indie, Punk, Crossover und Rock. Die drei Heller-Geschwister und Andreas Fleckl bieten das volle Programm und ziehen so richtig vom Leder. Kernige Brecher, fricklige Gitarrenriffs und flirrende Harmonien werden wohldosiert verabreicht, wobei Lisi Heller am Mikro einfach phantastisch ist...
Yasmin Schmidt

KYLER
Swagger
7Hard/New Music Distribution
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Kyler sind eine fĂŒnfköpfige Truppe aus dem Schwarzwald und haben unter dem Namen „Past All Hope“ bereits im Jahre 2009 ein vielbeachtetes Demo veröffentlicht. Seit Ende 2011 firmiert man unter dem Logo „Kyler“, weil das zum brachialen Groove-Core und Thrashmetal mit seinen aggressiv-wĂŒtenden Vocal (Beiß)-Attacken und hiebigen Riffs besser passt. Ein voller Schlag ins Kontor mit dem Dampframmen- Anspieltipp „The Last In Line“.
Conny A. Rettler

MANU LANVIN
Mauvais Casting
Verycords/Soulfood
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Wenn auch nicht ganz ĂŒberzeugend, gibt’s hier selten gehörten, französischsprachigen Bluesrock , den der kleine Franzose Manu Lanvin eingespielt hat. „Mauvais Casting“ ist bereits sein viertes Album und setzt insbesondere im Slide-Gitarren-Opener „Sur la route Sixty One“ ein kĂŒnstlerisches Ausrufezeichen. Bluesfreunde sollten also ruhig mal reinhören...
Tim Beldow

ALVIN LEE
Still On The Road To...
Repertoire Records
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Mit „Still On The Road To Freedom“ veröffentlicht der einstige Ten Years After-Gitarrist Alvin Lee ein neues Soloalbum, das ein Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart darstellt. So ist der CD-Titel auch eine Anspielung an Lees erstes Soloalbum aus dem Jahre 1973. Auf einigen Tracks klingt Alvin ganz nach JJ Cale („Nice & Easy“), dann geht es in Richtung vorwĂ€rtsmarschierenden Rock’ n’Roll („I’m A Lucky Man“) oder erdverbundenen Blues („Blues Got Me So Bad“). Interessant ist auch „Listen To Your Radio Station“ mit wummerndem Dancegroove, toller Saitenarbeit und coolem Gesang. Top!
Rainer Guérich

LOVERBOY
Rock’n’Roll Revival
Frontiers Records/Soulfood
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FĂŒr ihr neues Album haben Loverboy in ihrem Original-Line-Up ihre grĂ¶ĂŸten Hits wie „Turn Me Loose“, „Luck Ones“, „Always On My Mind“ und „Hot Girls in Love“ in neuen Versionen eingespielt.  Damit nicht genug gibt’s auch noch 3 brandneue StĂŒcke, welche die Scheibe auch gleich passend eröffnen: den Midtempo-Rocker „Rock’n’Roll Revival“, das balladeske „No Tomorrow“ und das munter nach vorne rockende „Heartbreaker“, das durch die Bank gute Laune verbreitet. Die Kanadier beherrschen ihr Handwerk immer noch perfekt und wissen auch nach drei Jahrzehnten, wie man die Rockfans begeistert...
Bernd Oppau

MARROK
Days Of Mercury
Brainstorm/Rough Trade
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Die österreichischen Marrok tischen uns auf ihrem dritten Werk recht anspruchsvollen und stilĂŒbergreifenden Modern Metal auf. Doppelte GitarrenlĂ€ufe, kraftvoller Bass und die Rockröhre von Fronter Brian Pearl sorgen fĂŒr einige Aha-Erlebnisse im druckvollen Heavysound, beispielsweise auf dem starken „Revolution Of Heroes“.  Also ruhig mal reinhören!
Olaf Rominski

MILLION DOLLAR RELOAD
A Sinner’s Saint!
Frontiers/Soulfood
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Million $ Reload haben sich bereits im Jahre 2005 in Nordirland gegrĂŒndet. Schon auf ihrem DebĂŒtwerk „Anthems Of A Degeneration“ aus dem Jahre 2008 war klar, wohin die musikalische Reise geht, nĂ€mlich in Richtung packendem Oldschool-Hardrock, der mit der rauen Reibeisenstimme von Frontmann Phil Conalane seinen grĂ¶ĂŸten Trumpf vorzuweisen hat. Deswegn dĂŒrfte das hart nach vorne marschierende Songmaterial auf „A Sinner’s Saint!“ insbesondere der AC/DC und Aerosmith-Fangemeinde gefallen. Man höre hierzu nur „Bullezs In The Sky“ und  „Headrush“. Yeah!
David Comtesse

THE OTHER
The Devils You Know
Steamhammer/SPV
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Der Horrorpunk von The Other geht in die fĂŒnfte Runde. „Mit „The Devils You Know“ haben die Jungs eine ĂŒberezugende Scheibe abgeliefert, die auch  von der kĂŒnstlerischen Seite mehr als die VorgĂ€nger zu bieten hat. Titel wie „Take You Down“, „Puppet On A String“ und „Where Is Your Saviour Now“ gehen gut ins Ohr und  sorgen fĂŒr beste Unterhaltung. FĂŒr die saubere Produktion war wieder mal Waldemar Sorychta verantwortlich.
Jörg Eifel

PROG ROCKS!
Volume Two
Inside Out/EMI
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Nachdem der erste Teil der „Prog Rocks!“-Reihe sehr erfolgreich lief, hat Jerry Ewing von der englischen Zeitschrift „Prog“ nun Teil 2 zusammengestellt. Auf 2 CDs verteilt finden sich 30 Meisterwerke aus Vergangenheit und Gegenwart. Besonders interessant ist CD1 mit seinen FundstĂŒcken aus den 70er Jahren, u.a. von Van der Graaf Generator („Theme One“), BJH („Galadriel“), Hawkwind („Lost Johnny“) und Gentle Giant („I’m Turning Around“). Die KĂŒnstlerauswahl auf dem zweiten Silberling reicht eher in die Gegenwart und serviert KĂŒnstler wie Spock’s Beard, Neal Morse, The Flower Kings und Arjen Anthony Lucassen. Eine schöne Zusammenstellung!
David Comtesse

THE PSYCHO ORCHESTRA X
Insanity I No Disgrace
Wolverine/Soulfood
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The Psycho Orchestra X (kurz: The P.O.X.) sind wahre Psychobilly-Veteranen. Im Jahre 1982 gegrĂŒndet, waren sie die erste Psychobilly-Band in Deutschland und die ersten, die einen Bass in ihren Sound integrierten. Textlich ging es bei P.O.X. nicht um Mutanten und Monster, sondern um Voodoo und echten Wahnsinn. Mit der neuen Scheibe lĂ€sst die Band nun ihren Fans das Blut wieder gefrieren. Man lausche hierzu nur dem großartigen TitelstĂŒck mit seiner schaurig schönen  Grundstimmung und dem rasant nach vorne stampfenden Rockabilly-Sound. Ja, das ist Psychobilly pur!
Enzo Bach

RADIO HAVANNA
Alerta
Uncle M Records/Cargo
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Neues Album der Berliner Punkrocker Radio Havanna, die schon mit Bands wie Flogging Molly, Anti Flag und Zebrahead auf der BĂŒhne gestanden haben. Das musikalische Ergebnis klingt höchst melodisch und wĂŒtend, die Texte sind wie gewohnt sehr engagiert. Im Opener "FlĂŒstern, Rufen, Schreien" ist ĂŒbrigens auch Anti-Flag SĂ€nger Justin Sane zu hören.
Jörg Eifel

LUTZ RAHN
Solo Trip
MIG Music
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Eine Entdeckung fĂŒr alle Krautrock-Fans ist diese Wiederveröffentlichung  des Soloalbums von Novalis-Keyboarder Lutz Rahn aus dem Jahre 1979. Rahn nutzte seinerzeit zwischen den Novalis-Alben „Vielleicht bist du ein Clown?“ und „Flossenengel“ die Kreativpause, um seine eigenen kĂŒnstlerischen Ideen zu verwirklichen. Ergebnis sind weitschweifende Keyboardsequenzen atmosphĂ€rische Orgel-Schleifen („September“) und leicht spacige Nummern wie „Galaxi Taxi“. Hörenswert!
David Comtesse

RANDALE
Punkpanda Peter
Finest Noise/Radar
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Seit dem Jahre 2004 machen Randale Rockmusik fĂŒr Kinder, aber auch fĂŒr die „großen“ Rocker. Da klingt nichts gekĂŒnstelt, aufgesetzt oder platt, auch nicht auf der neuen CD “Punkpanda Peter“. Eine ausgeklĂŒgelte Mischung aus Rock, Punk und Pop mit Songs, die Kindern aus der Seele sprechen. Man höre hierzu nur einmal Titel wie „Schornsteinfeger“, „Wackelzahn“ und den Reggae-Schlenker „Marmelade“.
Enzo Bach

RE-MACHINED
A Tribute To Deep Purple’s Machine Head
Eagle Records/edel
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Deep Purple haben mit ihrer Rockmusik, insbesondere dem richtungsweisenden „Machine Head“-Album, das in diesem Jahr den 40. Geburtsag feiert, zahlreiche KĂŒnstler und Bands beeinflusst. Aus diesem Grunde, gewissermaßen als kleine Verbeugung, haben KĂŒnstler/ Bands wie Carlos Santana, Chickenfoot, Black Label Society, The Flaming Lips, Iron Maiden, Metallica u.v.a. ihre Lieblingsversion des Album in einer ganz speziellen neuen Version aufgenommen. Als Anspieltipps empfehlen sich „Space Truckin’“ von Iron Maiden und „When A Blind Man Cries“ von Metallica.
David Comtesse

SCAMS
Add And  Subtract
Devil Duck Records/Indigo
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Die Jungs aus Leeds zĂ€hlen nicht nur in Insiderkreisen zu den heißesten Live-Acts der Insel . Um so mehr freuen wir uns, dass sie es mal wieder geschafft haben, im Studio ein neues Album zusammen zustellen. „Add & Subtract“ heißt das Teil, das mit zehn ehrlich-erdigen Crossover-Tracks aufwartet und ein durchgehend hohes kĂŒnstlerisches Niveau hĂ€lt. Im Gegensatz zu ihrem DebĂŒt geben sich Scams diesmal mit „nur“ 10 Songs zufrieden, lassen diese allerdings zum Teil auf ĂŒber 4 Minuten „ausufern“. Ihr Sound ist eine fein gewĂŒrzte Mischung aus Pop-Schönklang, Softcore-Rock und einer freien Rhythmusbasis. Die richtige Dosis fĂŒr den Rocksong zwischendurch.
Frank Zöllner

SEX SLAVES
Call Of The Wild
SAOL/H‘Art
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Die Sex Slaves kommen aus dem Schmelztiegel New York City und gehören mit ĂŒber 1000 Gigs seit ihrer GrĂŒndung zu den umtriebigsten Bands der dortigen Szene ĂŒberhaupt. Umso erstaunlicher, dass sie es immer wieder schaffen, im Studio neuen Powerstoff einzuspielen. So auch ihren vierten Dreher „Call Of The Wild“, der wieder nur so strotzt vor harten und ungeschminkten GitarrenlĂ€ufen, derben Drumfahrten und harter Vocalarbeit. Da wird vom ersten Song an voll das Gaspedal durchgedrĂŒckt. Die Jungs kochen einen sehr schmackhaften Rockeintopf mit reichlich Metal und verschiedenen Dröhnereien.
Conny A. Rettler

SILVER HORSES
Silver Horses
7Hard/New Music Distribution
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Eine Rockband, die den Geist der 70er Jahre  wiederaufstehen lĂ€sst. Ins Leben gerufen wurden Silver Horses im Jahre 2011 vom italienischen Gitarristen Gianluca Galli (Mantra, Time Machine) und dem langjĂ€hrigen Ex-Black Sabbath-SĂ€nger Tony Martin. Komplettiert wurde das Line-Up von Bassist Andrea Castelli und Drummer Matteo „Bona“ Bonini. Musikalisch wissen  die 11 Songs sowohl von den Arrangements als auch von der exzellenten Vocalarbeit Martins zu ĂŒberzeugen. „Run“ fegt los wie ein Orkan, „Life And Soul“ beginnt mit Akustikgitarre und steigert sich dann im weiteren Verlauf zu einer zupackenden Rocknummer. Silver Horses erinnern hier und da an Led Zeppelin und die alten Whitesnake, haben aber eine ganz eigene musikalische Handschrift, was den Hördurchlauf zu einer freudigen Angelegenheit macht.
Rainer Guérich

SMOKE MOHAWK
Viva El Heavy Man
Noisolution/Indigo
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Nach “The Dogs Are Turning Red” legen die NordlĂ€nder mit “Viva El Heavy Man” ihren neuesten Geniestreich vor und ĂŒberzeugen auf der ganzen Linie. Wer auf eine  Mischung aus 60er Psychedelic, Old School Rock und Desert Blues Ă  la ZZ Top abfĂ€hrt, dĂŒrfte bei Smoke Mohawk fĂŒndig werden. Die Vier plus neuen Keyboarder erforschen das weite Feld des Gitarrensounds und „wildern“ dabei ungeniert durch 30 Jahre Rockgeschichte. Mal werden aufgebretzelte Riffattacken zum Besten gegeben, dann wieder entspannte Blues-Skizzen oder eine deftige Prise All-Time-Rock in die Landschaft gepfeffert. Neben bissigen Eigenkompositionen gibt es auch noch die brachiale Coverversion „Crazy Horses“ von The Osmonds.
David Comtesse

TBC
The Rise
STF Records/CMS
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Die neue Scheibe der österreichischen Metaller wird wieder dominiert vom gesanglichen Fight zwischen Frontröhre Natascha und dem Mann am Mikro Steve. Und es ist genau dieses spezielle Aufeinandertreffen der klassisch ausgebildeten Frauenstimme und dem harten Metalsound, der TBC ĂŒber die ĂŒblichen Genre-Veröffentlichungen hebt. Dazu gesellen sich die textlich anspruchsvollen Songs, zum Teil auch in deutscher Sprache interpretiert und eine einzigartige Mischung aus gefĂŒhlvollem Rock, harten Metalphasen und dĂŒster-morbidem Gothic.
David Comtesse

THIRTEEN DAYS
Love Fear And Fire
Pate Records/Rough Trade
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Ihr 2008er DebĂŒt “Start It Now” machte die Jungs  auch international bekannt. Bei jeder Menge Live-Gigs als Support fĂŒr Acts wie Blink 182, Limp Bizkit oder NOFX konnten Thirteen Days auch die nötige Live-Credibility tanken. Die Band ist bekannt fĂŒr einen unvergleichlichen und unverwechselbaren Mix aus Pop, Rock und Punk im melodischen Gewand.  SelbstverstĂ€ndlich steht auch der nun anstehende  Nachfolger „Love Fear And Fire“ ganz im Zeichen dieser Kreativ-Message. Sanfte Harmonien und sĂŒffige Refrains bilden den Kontrast zu harter Drumarbeit, Bassattacken und energiegeladenem Riffing. Also eine spannungsgeladene Mixtur, die man sich unbedingt anhören sollte!
Frank Zöllner

THIS APRIL SCENERY
Absence Makes The Heart Grow Fonder
Finest Noise/Radar
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Der Vierer um Songwriter und Mastermind Nico Vetter setzt seit BandgrĂŒndung im Jahre 2009 auf einen ganz eigenen Klangkosmos aus frickeliger SongatmosphĂ€re, Shoegaze und eruptiven Riffs, die den Hörer immer wieder mitreißen. Live on stage sollten Songs wie „Stay The Course“ und das  wavig-eruptierende „Jesus Christ Lizard“ bestimmt ordentlich was daher machen.
Jörg Eifel

TOO TANGLED
Where The Echoes Die
Popup-Records/Cargo
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Witzige Short-Stories, verpackt in einem Konglomerat aus Trash, Rock, Pop, Elektro und Trance serviert uns das belgische Duo Too Tangled auf seinem zweiten Dreher. Die Belgier beweisen erneut Stiloffenheit und KreativitĂ€t, indem sie Free-Noiserock und grimmige Schrammel-Akkorde mit lockerer Session-AtmosphĂ€re kombinieren und so einen eigenwilligen und schrĂ€gen Sound aus dem Amplifier entlassen. Dabei scheren sich die Urban-Guerillas einen Dreck um angesagte Trends und jagen einem stattdessen lieber angenehme Schauer ĂŒber den RĂŒcken.
Frank Zöllner

TRADEMARK
Future Analogue
G-Records/Rough Trade
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Moderne Rocklines mit der richtigen Dosis angesagter Nostalgie und einer Ecke Klassik-Rock ist das AushĂ€ngeschild der israelischen Newcomer-Band Trademark. Ihre DebĂŒt-Scheibe serviert von Beginn an einen Mix aus alternativem Gitarrensound und großstĂ€dtischer Vocalarbeit. Dazu gruppiert der Vierer deftigen College & Garagen-Sound, dem man die musikalische Begeisterung fĂŒr die Sache anhört. Die betont ungeschliffene Produktion ist ein wahrer Ohrenschmaus und die Kombi aus harten Gitarrenlicks und wortgewaltigen Vocals nicht nur fĂŒr Rock-Spezialisten ein Genuss.
Frank Zöllner

TRIUMPH
Live At Sweden Rock Festival
Frontiers Records/Soulfood
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Schon lange im Rock-GeschĂ€ft sind die kanadischen Triumph, von denen es hier ein CD/DVD-Set eines Liveauftritts auf dem „Sweden Rock“-Festival im Juni 2008 gibt. Rik Emmett (guit., voc.), Mike Levine (bass, keys), Gil Moore (drums) und Tourgitarrist Dave Dunlop prĂ€sentierten sich vor begeistertem Publikum in bestechender Form und servierten in der Set-List natĂŒrlich auch Bandklassiker wie „Blinding Light Show“ und „Rock & Roll Machine“.
Bernd Oppau

UNDERCROFT
Ruins Of Gomorrah
Season Of Mist
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Über fĂŒnf Jahre mussten ins Land gehen, bevor die US-Grindcore-Rocker endlich wieder den Weg ins Studio gefunden haben. Jetzt liegt der lang erwartete Nachfolger von „Lethaly Growing“ vor und der Albumtitel sagt eigentlich schon alles: Hier wird tiefster Höllen-Thrash und dĂŒsterster Darkmetal aus den Boxen geprĂŒgelt, bis die Trommelfelle bluten. Dazu fahren die Chilenen ein Feuerwerk aus ultrahartem Gitarrenriffing und wahre Mörderdrums vom Stapel. Wie Frontröhre Alvaro Lillo seine Growl-Vocals bis zum Ende der Scheibe durchhĂ€lt, ist mir immer noch ein RĂ€tsel.
Conny A. Rettler

STEVE VAI
The Story Of Light
Favored Nations/Rough Trade
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Neues Soloalbum des ehemaligen Zappa-Gitarristen Steve Vai, der diesmal nicht nur reine Instrumentalnummern serviert. So hat u.a. auch SĂ€ngerin Aimee Mann auf „No More Amsterdam“ einen Gastauftritt. Als Anspieltipp empfehle ich das tempovariierende „Velorum“, das zwischen aller Heyvy-Wucht auch den melodiösen Klangaspekt nicht zu kurz kommen lĂ€sst. Steve Vai ist einfach ein Gitarrist der Extraklasse, der’s einfach drauf hat!
Jörg Eifel

VISION DIVINE
Destination Set To Nowhere
earMusic/Edel
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Die international erfolgreichen Italiener bleiben auf dem 7. Studioalbum ihrer musikalischen Richtung treu. Und das ist eine Mischung aus Old-School-Bombast-Rock mit harten Riffattacken und fetziger Vocalarbeit. Diesmal ist ein komplexes Konzeptalbum entstanden, das den Hörer mit einer epischen Saga in die fernen Gestade des Weltalls entfĂŒhrt. Verpackt ist die Geschichte in einen klugen Aufbau aus toughen Rockphasen, harten Drumphasen und wildem Riffing, wobei natĂŒrlich auch  das obligatorische Balladenfeeling nicht fehlen darf.  Vision Divine Fans können also bedenkenlos zugreifen...
Frank Zöllner

WIGELIUS
Reinventions
Frontiers Records/Soulfood
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Ein junger AOR-Schwedenvierer um das Gesangstalent Anders Wigelius, der auf einer Castingshow entdeckt wurde. Auf dem Programm steht ziemlich kraftvoller Melodicrock, der variantenreich und mit einigen Soundgimmicks (u.a. auf „Piece Of The Action“) intoniert wird. Keine Neuerfindung des Genres, aber durchaus hörenswert.
David Comtesse

WILDE, SMITH & FISH
Girls With Guitars Live
Ruf Records/in-akustik
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Die Blues Caravan Tournee im letzten Jahr war wieder einmal ein echter Knaller. Unter dem Motto „Girls With Guitars“ gingen drei der besten Bluesgitarristinnen diesseits und jenseits des Atlantiks auf große Tour: die bereits renommierte Dani Wilde und die beiden Neuentdeckungen Samanta Fish aus Kansas City sowie Victoria Smith aus Brighton. Wer nicht live dabei sein konnte, bekommt hier ein tolles CD+DVD Paket mit einem fesselnden Livemitschnitt aus der Music Hall im deutschen Worpswede, der am 11. Februar diesen Jahres mitgeschnitten wurde. Anspieltipp ist das flammende „Money To Burn“.
Tim Beldow

 

NEUES VINYL

THE SPIRITSPIDERS
A Voice In The Sky
Spiritspiders/Radar UMV
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Nachdem neuere Vinylausgaben oftmals ziemlich lieblos hergestellt werden, erst einmal Lob fĂŒr die separate Textbeilage, die gefĂŒtterte InnenhĂŒlle und das sauber gepresste 180g Vinyl. SĂ€nger und Mastermind Frank M. Reeve und seine fĂŒnf Spiritspiders haben im DĂŒsseldorfer „Propeller Studio“ eine Scheibe eingespielt, die den Geist der frĂŒhen 70iger Jahre deutlich atmet und Gitarrenorientierten Heavy Rock mit psychedelischem Flair, folkigen Parts und melodiösem Gesang vermischt. Als Anspieltipp empfiehlt sich das tempovariierende „Dog-Headed Priest“, das den Hörer auf eine Wechselfahrt der GefĂŒhle mitnimmt und die wunderbare Depriballade „Melancholiae“.
Rainer Guérich

YES
Open Your Eyes
Sireena/Broken Silence
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Bis dato war das 97er Album von Yes noch nie auf Vinyl veröffentlicht worden. Dies holt das rĂŒhrige Sireena-Label nun mit dieser Doppel-LP-Ausgabe nach . Mit Keyboarder Billy Sherwood als Ersatz fĂŒr Rick Wakeman liefen Yes auf Titeln wie „New State Of MInd“ und „Open Your  Eyes“ zu großer Form auf. Ein  ganz besonderes Highlight ist das mit 24 Minuten LĂ€nge episch ausgewachsene „The Solution“, das auf der 4. LP zu finden ist. Prog-Fans bitte zugreifen!
Rainer Guérich

ZZEBRA
Zzebra
Sireena/Broken Silence
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Die britischen Progrocker Zzebra grĂŒndeten sich im Jahre 1974 aus Mitgliedern der Jazzrockband „If“, der Multi-Kulti-Truppe Osibisa und der Popband Love Affair. Ergebnis war eine sehr interessante musikalische Schnittmene, die man spĂ€ter auch „Afro Prog“ bezeichnete und die auf dem selbstbetitelten DebĂŒtalbum von 1974 zu hören war. Das hypnotisch-magische Jamfeeling von Zzebra hat auch 38 Jahre nach Erstveröffentlichung nichts von sinem Reiz verloren. Die 180g Vinyl-Neuedition wurde von Marlon Klein (Dissidenten) sauber gemastert.
Rainer Guérich

 

 

 

 

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