November/Dezember 2002

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ANVIL
Still Going Strong
Massacre/Soul Food
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Einen passenderen Titel für ihr neuestes Album hätte die kanadische Metal-Legende kaum finden können, denn mit "Sill Going Strong" zeigen Lips & Co. vielen Genrekollegen, wo der "wahre" Metal zuhause ist. Dabei hat sich der Vierer musikalisch wieder seinen Wurzeln genähert und präsentiert wie bereits auf dem Vorgänger "Plenty Of Power" melodisch-abgroovenden Rock zum gepflegten Abmoshen. Vielen Fans waren einige der '90er Alben einfach eine Spur zu hart, und Anvil tragen diesem Umstand mit den vorliegenden 10 brandneuen Rock-Granaten Rechnung. Ein metallischer Leckerbissen, der die Jungs in Bestform zeigt.
David Comtesse


TOBIAS SAMMET'S AVANTASIA
The Metal Opera Part 2
AFM/Sony
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Da der erste Teil ein so großer Erfolg war, bleibt sich der gute Tobias treu und schlägt mit dem zweiten Teil in die gleiche Kerbe. Mutig ist allerdings mit "The Seven Angel" einen über 14 minütigen Bombastsong (Rhapsody oder auch Meat Loaf lassen grüßen) als Opener zu wählen. Daneben gibt es auch einfachere Melodic-Speedies der Marke "No Return" oder (Halb-) Balladen wie " In Quest For", womit ein gelungenes, abwechslungsreiches Scheibchen abgerundet wird. Neben dem Edguy-Sänger sind mit Kai Hansen, Bob Catley, David De Feis und Sharon Den Adel wieder etliche prominente Gäste mit von der Partie.
Christian Kissel


BLACKMORE'S NIGHT
Past Times With Good Company
Steamhammer/SPV
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Eine Doppel-Live-CD mit 15 Tracks  von der letzten Tour. Beeindruckend ist einmal mehr Candices schöne Folkstimme, die zu dem akustischen Sound sehr gut passt.  Als Anspieltipps empfehlen sich insbesondere "Shadow Of The Moon", "Play Minstrel Play" und "Fires At Midnight". Auf "16th Century Greensleeves" und "Writing On The Wall" benutzt Richie sogar endlich mal wieder seine E-Gitarre. Könnte er ruhig öfters tun!
Bernd Oppau

 

BOHREN & DER CLUB OF GORE
Black Earth
Wonder/EFA
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Wer als eingefleischter Metal-Fan den Sound von Morten Gass, Thorsten Benning und Robin Rodenberg zum ersten Mal hört, der wird so seine Schwierigkeiten mit den düster-morbiden Klangwelten haben. In den Kompositionen von Bohren&der Club of Gore regiert die Stille des Todes und die Langsamkeit des über die Gräber dahinkriechenden Nebels. Und es ist gerade diese Permanenz der Stille, die sich mit aller Gewalt in unsere Gehörgänge arbeitet und dabei dunkle Gassen, stygische Abgründe und das bleiche Mondlicht heraufbeschwört. In den neun Kompositionen der deutschen "Horror-Jazz"-Band kondensiert die Stille zu einem lautlosen Schrei, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Jörg Eifel
 


BUFFALO SHRIMP
In Hot Dip
Southside Records/edel
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Der Stuttgarter Crosssover/Nu Metal-Fünfer Buffalo Shrimp überrascht auf dieser CD mit einer Menge ungewöhnlicher Soundideen: rückwärtslaufende Gitarrenlinien, gecuttete Riffs u.v.m. Angerichtet wird das Ganze in einem kraftvollen Groovecocktail, der die besten Ingredienzen aus Metal, HipHop, Funk, Alternative und Elektronik zusammenführt. Hört euch mal Songs wie "Get Naked" und "Hope" an, und ihr werdet wissen, was ich meine. Buffalo Shrimp sind die Meister des "In Hot Dip"-Sounds, auch beim sehr gelungenen Bronski Beat-Remake "Smalltown Boy".
Rainer Guérich

DADA (Ante Portas)
Bound For Nowhere
Wea
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Die fünf Eidgenossen spielen seit 1997 in dieser Formation zusammen und können innerhalb der Schweiz bereits auf gut 30 Live-Gigs und mit "Playin' Hooky" auf einen beachtlichen Charterfolg verweisen. Jetzt steht der Nachfolger der Alternative-Rocker in den Startlöchern. DADA (Ante Portas) zeigen sich musikalisch gereift und bestens ausgestattet, um auch den Rest von Europa in Angriff zu nehmen. Dazu haben sie 14 Tracks im Gepäck, die den Bogen von harten College-Riffs über Pop- und Akustik-Momente bis hin zu gefühlvollen Balladen spannen. Der Fünfer hat das richtige Feeling für Timing und Rhythmus. Die Songs zeigen eine gewachsene Struktur, wie man sie bei perfekt aufeinander eingespielten Bands findet. Großes Lob und Bahn frei für DADA aus der Schweiz!
Jörg Eifel



THE DATSUNS
The Datsuns
V2 Records
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Die vier Jungs aus Neuseeland haben in ihrer Jugend jede Menge AC/DC, Rolling Stones und Deep Purple konsumiert. Ein Umstand, der sich jetzt in den Songs ihres Debüt-Albums niederschlägt. Bringen wir es auf den Punkt! The Datsuns stehen für einen rohen, ehrlichen, unverwässerten Stonerrock. Wer es also so richtig laut mag und dabei noch auf fetzig-wilde Gitarrenriffs abfährt, der wird die Datsuns nur zu gerne in seinen Player einladen. Dieser  Dampframmen-Sound erinnert mich in jedem Akkord an die guten alten 80er-Jahre-Feten!
Jörg Eifel


GENIUS
Episode 1-A Human Into Dreams' World
Frontiers/Point
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Wer auf bombastische Gitarrenfahrten und straighten Prog-Rock abfährt, ist beim ersten Teil von Daniele Liverani's Heavy Metal-Rock-Oper an der richtigen Adresse. Ja richtig gehört, der umtriebige italienische Rockmusiker legt den ersten Teil seiner auf 3 Akte ausgelegten Rock-Oper vor und greift dafür tief in die Trickkiste des Rock. Er lässt jede Menge bekannter Rockgrößen (wie Steve Walsh, Chris Boltendahl und John Wetton) aufmarschieren, die allesamt einen Charakter in seiner Oper darstellen. Musikalisch untermalt von ausufernden Rock-Arragements, speedigenGitarrenwänden, Drumexzessen und orchestralen Elementen. Sicher ein Tipp für alle Proggies!
David Comtesse


GHOULTOWN
Tales From The Dead West
Cora Zong Records
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Das Presse-Info nennt die 7köpfige Truppe um Frontshouter Count Lyle so etwas wie eine Mischung aus "Bonanza und Charles Manson". Tatsächlich haben sich Ghoultown einer besonderen Spielart des Tex-Mex-Sounds verschrieben. Denn neben den obligaten Tremoli-Gitarren, Trompetensoli und einem staubtrockenen Rock- & Blues-Style zelebrieren die "Ghostrider" einen morbiden Gothic- & Dark-Sound, der aufhorchen lässt. In diesem Gewand hat man Country- &Western-Songs garantiert noch nie gehört. Wenn Ghoultown von "Killer In Texas", "Pale Skin Diva" oder ihren "Boots From Hell" reden, ist dies wörtlich zu nehmen. Ich hab' mir beim Anhören der Scheibe ein Szenario zwischen Tarantinos "From Dusk Till Dawn" oder "Die Nacht der reitenden Leichen" vorgestellt, wo John Wayne als Skelett in den nächsten Saloon kommt und cool einen Whiskey bestellt! Heiß!
David Comtesse
 


HARDLINE
II
Frontiers/Point Music
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10 Jahre brauchten Hardline, um den Nachfolger ihres erfolgreichen Debüts auf den Markt zu bringen. Die 11 Songs sind ganz brauchbarer Hard-Rock, der von der Stimme Johnny Gioeli's (Sänger bei Axel Rudi Pell) veredelt wird. Ob das neue Werk noch so einschlagen kann wie der Erstling, wage ich zwar zu bezweifeln, gebe aber 4 Punkte für ein gutes, wenn auch nicht übermäßiges Album, dessen Nachfolger hoffentlich nicht wieder 10 Jahre auf sich warten lässt.
Christian Kissel


HATEBREED
Perseverance
Universal
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Die US-Metaller sind definitiv eine Live-Band. Bereits über 200 Gigs haben Hatebreed hinter sich gebracht, und das Jahr ist ja bekanntermaßen noch nicht vorbei. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich die 5 Jungs um Frontshouter Jamey Jasta "On Stage" einfach zu Hause fühlen, ist der Umstand, dass Hatebreed in den 7 Jahren ihres Bestehens mit der vorliegenden Rille erst ihre zweite Arbeit vorlegen. Aber die hat es in sich und lässt in den16 Powergranaten keine einzige Sekunde Zeit zum Verschnaufen. Metal-Core ist angesagt, der dir mit kehligen Growl-Vocals, pfeilschnellen Riffattacken und schweren Drums einen Granatsplitter in die Seite rammt. Hatebreed machen keine Gefangenen!
Jörg Eifel
 


HATE ETERNAL
King of All Kings
Erache/SPV
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Schnell und brutal lassen es Hate Eternal auf "King Of All Kings" knacken. Wer auf souveränen, aggressiven Death Metal abfährt, dem werden die melodiösen Soli und die aggressiven Shouts mit Sicherheit gefallen. Eine deutliche Steigerung zum Vorgänger!
Olaf Rominski



THE HEROINES
Groupie
Woverine Records/Soulfood
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The Heroines servieren auf ihrem Erstling "Groupie" besten Glam-Punk'n'Roll. Markant ist insbesondere der girleske Frontgesang der beiden Damen in der Band, E.V.E und Galactica. Die melodischen Hymnen, satten Gitarren und das treibende Tempo dürften wohl bei allen Anhängern dieses Genres offene Türen einstoßen. Unbedingt reinhören solltet ihr in "Heartbreaker" und das auf einem sägenden Gitarren-Shuffle wogende Titelstück "Groupie". Vorsicht, dass ihr keine Entzugserscheinungen bekommt. Diese Scheibe macht definitiv süchtig!
David Comtesse


THE INCHTABOKATABLES
Ultimate Live
Strange Ways/Indigo
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Zu ihrer definitiven Auflösung verabschieden sich die Inchtabokatables mit einem Live-Album, das bezüglich der Songauswahl noch einmal die wichtigsten Songs der letzten Dekade Revue passieren lässt. Natürlich gibt es auch ein Wiederhören mit Bandklassikern wie "Hoywoi", "Das Beil" und "Tomatenfisch". Hörenswert ist auch die Nirvana-Coverversion "Come As You Are".
Tim Beldow


IRON MAIDEN
Edward the Great-the Greatest Hits
EMI
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Das hatten wir doch schon mal! Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft veröffentlichen Iron Maiden eine "Best Of" mit 16 Tracks, die wirklich nichts, aber auch rein gar nichts Neues zu bieten haben. Wer soll das kaufen? Jeder Fan hat die Titel doch eh' schon im Platten/CD-Regal stehen! Vorsicht, Abzocke!
David Comtesse
 


JACKPOT
Shiny Things
Surfdog/SMIS
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Crossover-Alternative-Gitarrensound ist auch am Ende des Jahres 2002 immer noch ein recht guter Kassenmagnet. Jackpot kommen aus dem Sonnenstaat Kalifornien und legen als Crossover-Streiter bereits ihren 3. Dreher vor. Allerdings wird "Shiny Things" ihre erste Scheibe sein, die ihren Weg auch in deutsche CD-Regale findet. 14 Songs hat der Vierer um Lead-Gitarrist und Sänger Rusty Miller auf den Dreher gepackt und dabei alle Register zwischen angestauten Emotionen, rauem Charme, kernig-knorrigen Riffs und sympathischer Radikalität gezogen. "Shiny Things" trifft mit relaxten Akustikphasen und chaotischem Rock zielsicher den musikalischen Zeitgeist.
Frank Zöllner


 


JETHRO TULL
Too Old to Rock'N'Roll
Ministrel In The Gallery
War Child
EMI
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Drei CDs werden von Jon Anderson und seinen Jethro Tull wiederveröffentlicht. Löblich ist neben dem sauber entstaubtem Digitalsound, dass man den Alben alle Texte im Booklet beigefügt hat. Einen weiteren Kaufanreiz bieten die obligatorischen Bonustracks. Auf "Too Old to Rock'N'Roll" sind dies "A Small Cigar" und "Strip Cartoon". "Ministrel In The Gallery" verfügt gleich über 5 Extratracks (u.a. die Livetakes des Titelstücks und "Cold Wind To Valhalla"), während "War Child" mit 7 Bonusstücken den Rekord hält. Schöne Sache für alle Tull-Fans!
Bernd Oppau
 


KING CRIMSON
Earthbound
USA
Thrak
EMI
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Von King Crimson erscheinen drei Wiederveröffentlichungen, die von Robert Fripp überarbeitet wurden. "Earthbound" stammt aus dem Jahre 1972. Auf dem Stück "Peoria" zeigt sich die Band von ihrer bluesrockigen Seite, während in "Groon" der experimentelle Drang ungebrochen scheint. "USA" ist insbesondere wegen dem Track "Asbury Park" empfehlenswert, der King Crimson von ihrer ungewohnt funkigen Seite präsentiert. Auf "Thrak" aus dem Jahre 1993 kollabierte Robert Fripp mit Bill Bruford, Adrian Belew und Tony Levin. Die Drei steuerten zahlreiche Ideen bei, wodurch dieses Album zu einem echten Meisterwerk avancierte.
Bernd Oppau

 

LACUNA COIL
Comalies
Century Media
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Wer am Vorgänger "Unleashed Memories"  der italienischen Gothic-Metaller seine Freude hatte, kann sich blind "Comalies" in die heimischen 4 Wände holen. Die Band um Sanges-Beauty Cristina hat es geschafft, einen würdigen Nachfolger zu finden, der zwar alle Trendmarks und Ansprüche befriedigt, gleichsam aber auch keine plumpe Kopie darstellt. Bemerkenswert und mutig, daher 5 Punkte für eine einfach schöne Platte.
Christian Kissel


LOW
Trust
Rough Trade/Zomba
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Einen alternativen Rocksound der besonderen Art praktizieren Low jetzt bereits im 9.Jahr ihres Bestehens. "Trust" begeistert durch seine Mixtur aus sanft gestreichelten Gitarrensaiten, stämmigen Rocknummern und seinen langsam ins Ohr gehenden Sound jenseits aller handelsüblichen Formate. Dabei setzt das Trio um Sänger&Gitarrist Alan Sparhawk auf einen entrückten, fast düsteren Alternative-Sound, der im totalen Gegensatz zu dem dynamischen Harmoniegesang von Sparhawk und Parker steht. Die einschlägige Presse feiert ihr neuestes Werk verdientermaßen in den höchsten Tönen. Wer auf zeitgemäßen Gitarren-Poprock abfährt, kommt an diesem Album nicht vorbei.
Frank Zöllner

LUNARIS
...the Infinite
Erache/SPV
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Ein recht ordentliches Scheibchen legt das Projekt um den Hauptagitator M (ja, das ist der ganze Name!) vor, das mit Mitgliedern von Borknagar und Satyricon ergänzt wird. Der Black Metal kommt ziemlich vielschichtig aus den Boxen, wenngleich die eine oder andere Idee mehr auch nicht hätte schaden können. Wer Bands wie Emperor und Dimmu Borgir mag, darf diesen Herren gerne mal sein Ohr schenken...
Olaf Rominski
 


MANÁ
Revolución De Amor
Wea
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In ihrer mexikanischen Heimat gehören Maná seit Jahren zu den erfolgreichsten und beliebtesten Rockbands. In den 10 Jahren ihres Bestehens verkauften die Jungs bereits über 16 Millionen Scheiben, kassierten 4 Grammies, wobei ihre '98er Tour zusammen mit Santana sie durch 32 ausverkaufte Hallen führte. Nur in Germany fristen Maná noch ein Schattendasein, sieht man mal von ihrem letztjährigen Einzug in die Airplay-Charts mit dem Song "En El Muelle De San" ab. Dieser Umstand sollte sich mit der vorliegenden Scheibe ändern. Maná präsentieren eine stimmige Mixtur aus kräftigen Rocksongs, Balladen und politischen Statements. Die in spanischer Sprache gesungenen Songs haben in erster Linie immer noch die Liebe zum Leben, Freundschaft, Frauen und ähnlich bewegende Themen zum Inhalt.
Jörg Eifel


MEDUZA
Now And Forever
Massacre/Soulfood
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Solides Handwerk, aber keinen besonderen künstlerischen Spirit, denke ich mir auch nach dem X-ten Anhören von "Now and Forever". Die Schweden spielen brav ihren Power-Metal, der sich an Bands wie Stratovarius oder Hammerfall orientiert, können sich aber insbesondere an erster Band nie messen lassen. Schlecht ist das Ganze nicht, haben muss es außer Genre-Freaks, Sammlern oder Superreichen eigentlich auch keiner. Wohlwollende 3 Punkte.
Christian Kissel
 


THE MIGHTY DESERT ROCK AVENGERS
V.A.
People Like You/SPV
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Das Label "People Like You" und "Stonerrock.com" präsentieren mit dieser Doppel-CD auf 120 Minuten die volle Ladung Desert Rock, Stoner und Doom. 32 Acts, vorwiegend aus Skandinavien und den USA, lassen es mit ihren größtenteils unveröffentlichten Tracks so richtig krachen. Low Vibes sind die Seltenheit, here comes the sound of hell! Hier ein kleiner Ausblick auf das erlesene Line-Up: Awesome, Backdraft, Stoner Kings, Abdullah, The Atomic Bitchwax, Lowrider, Spiritu, Zebulon u.v.a. Von manchen der beteiligten Bands habe ich bis dato noch nie etwas gehört. Eine echte Fundgrube!
Jörg Eifel


MOB RULES
Hollowed Be Thy Name
Steamhammer/SPV
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Moderner Power Metal mit all seinen Facetten ist das Metier der Norddeutschen Mob Rules, die hier mit ihrem 3. Longplayer aufwarten. Musikalisch dürfte eine Schnittmenge aus Virgin Steele, Savatage und (älteren) Helloween ein recht passabler Vergleich sein. Als Gäste konnten Roland Grapow (Ex-Helloween) und Peavy Wagner (Rage) gewonnen werden, sicherlich keine schlechte Sache. Nachteilig finde ich die Keyboards, welche oftmals zu vordergründig sind und dann störend wirken. Deshalb 4 Punkte und die Anspieltipps "Hollowed Be Thy Name" und "All Above The Atmosphere".
Christian Kissel
 


MORGENSTERN
Rausch
Napalm Records/SPV
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Das thüringische Sextett hat sich ähnlich wie Subway To Sally oder In Extremo einer Musik verschrieben, die ihre Wurzeln in der Tradition des Mittelalters hat. Gemixt mit schweren Rockphasen, die mal mit melodischen Elementen, mal mit harten Gothic-Rhythmen arbeiten, führt uns die Musik von Morgenstern in die Welt der Gaukler, Marktleute, Minnesänger und Schausteller vor vielen hundert Jahren. Der Sound auf "Rausch" begeistert vor allem durch die gelungene Synthese aus traditionellen Instrumenten und modernstem Equipment.
Frank Zöllner


MYSTIC CIRCLE
Damien
Massacre/Soul Food
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Mit Musikernamen wie Beelzebub, Ezpharess und Necrodemon ist eigentlich schon klar, welcher Musik sich das Trio aus Worms verschrieben hat! Harter, unerbittlicher Blackmetal steht auf den Fahnen von Mystic Circle. In den elf neuen Songs zelebrieren sie einen gewaltigen, grausamen und pechschwarzen Core-Metal, der dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Frank Zöllner
 


NILE
In Their Darkened Shrines
Relapse Records
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Bei der brandneuen Scheibe der Darkmetaller von Nile gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder man liebt die Jungs oder man wünscht sie zum Teufel. Letzteren beschwören Karl Sanders und seine Crew in den 9 Kompositionen ihres neuesten Outputs nicht nur einmal, denn was Nile hier an ultra-deepem Gegrunze, harten Gitarrenlicks und steinharten Drumfahrten zum Besten geben, ist ein morbider Sound aus höllischen Tiefen. Wie gesagt, kein Sound für Weicheier. Nur eins will mir nicht in den Kopf! Warum verdammt noch mal macht sich die Plattenfirma die Mühe und druckt sämtliche Songtexte ab? Versteht doch eh kein Schwein, was Nile da in die Mikros growlen!
Frank Zöllner


THE PIETASTERS
Turbo
Make My Day/Zomba
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Die neue Pietasters-CD ist wieder ein prall gefüllter Ideenpool, irgendwo im weiten Feld zwischen Ska-Punk, Rock, Pop, Soul und Motown-Sound angesiedelt. Dafür haben sich die acht Jungs nicht nur gut 3 Jahre Zeit gelassen, sondern auch gleich mal das Label gewechselt. Wie auch bei den Vorgängeralben, so wird auch hier wieder gute Laune und jede Menge Fun groß geschrieben. The Pietasters präsentieren die obligate Party-Scheibe. Ihr Mix aus relaxten Ska- & Reggae-Rhythmen, harten Rocklicks und souligem Chicago-Style ist von Anfang an genau die richtige Stimulation für alle Tanzbeine!
Frank Zöllner


PIG
Genuine American Monsters
Metropolis
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Wer sich mit der Elektro, Punk oder Industrial-Rock-Szene der letzten 15 Jahre näher beschäftigt hat, wird bei so unterschiedlichen Projekten wie KMFDM, Einstürzende Neubauten oder Psychic TV immer wieder auf einen Namen stoßen: Raymand Scaballero aka Raymond Watts. Es gibt wohl niemanden, der sich mit der Szene intensiver beschäftigt hat und auch immer wieder wichtige Impulse gegeben hat. Seine gesamten Projekte hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Nur soviel, Raymond Watts ist seit einigen Jahren äußerst erfolgreich mit seiner Band Pig unterwegs, und das nicht nur in Japan. Mit "Genuine American Monsters" legt er nun seine bereits 1999 in Japan veröffentlichte 6. Arbeit endlich auch in Deutschland vor. Seine Sammlung harter Industrial-Tracks ist ein wahrer Ideenpool, der stilübergreifend Genres wie Latin, Pop, Rock und Ambient verbindet.
Tim Beldow


PSYCHOPUNCH
The Pleasure Kill
White Jazz Records/Zomba
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Nach einer ausgedehnten Tour durch Skandinavien und das restliche Europa hatten sich die Hi-Speed-Rock'n'Roller mal wieder in den Sunlight Studios eingenistet, um ein brandneues Album aus der Taufe zu heben. Das Ergebnis heißt "The Pleasure Kill", dreht sich gerade in meinem Player und ist der 4.Output von Psychopunch. Die werden ihrem Ruf als "heißester" Rock-Export aus dem hohen Norden mal wieder mehr als gerecht und ziehen einen rauen und ungezähmten Rock vom Leder, der direkt die Magengrube anvisiert. Dabei lassen die Jungs nichts anbrennen und gehen in den elf neuen Powersongs so richtig in die Vollen. Die Stromgitarren hecheln, die Drumfelle kriegen eins übergebraten und Frontshouter JM holt das Letzte aus seinen Stimmbändern raus. Straight, ehrlich und so rauh wie das Wetter in Skandinavien!
Enzo Bach


RAGING SPEEDHORN
We Will Be Dead Tomorrow
Steamhammer/SPV
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"Wir gründeten Raging Speedhorn, um die lauteste Gruppe überhaupt zu sein und um die Leute zu ärgern", erzählte Frontshouter Frank Regan unlängst in einem Interview. Auch mal 'ne Idee, eine Band aus der Taufe zu heben. Ihre Wünsche haben sich nun mit dem 2. Dreher "We Will Be Dead Tomorrow" fast erfüllt. Ich bezweifle zwar, dass die sechs Engländer tatsächlich die lauteste Band der Welt sind, aber sicherlich kommen sie mit ihrem straighten und ultraspeedig gespielten Nu-Metal unter die ersten 10! Was den Wunsch angeht, einige Leute mit ihrem aggressiven und höllisch heißen Sound zu ärgern, sind die Jungs auch nicht schlecht dabei!
Conny A. Rettler
 


RAPTURE
Songs For The Withering
Spikefarm Records/Indigo
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Gut drei Jahre ließen Rapture ins Land gehen, bevor sie nach ihrem gefeierten Debüt "Futile" neues Material in die Läden brachten. "Song For The Withering" wartet mit neun Melodic-Rocksongs auf. Dabei setzt das Quintett aus Helsinki/Finnland nicht einfach auf altbekannte Melodic-Rock-Rhythmen, sondern demonstriert in seiner Songsammlung eine ausgefeilte Mixtur aus den bereits erwähnten Melodic-Parts und jeder Menge Gitarrenfeeling. Um diesen Soundtorso gruppiert die Band noch eine Auswahl Blackmetal- & Gothic-Elemente, die den Songs einen überaus hohen Wiedererkennungswert verleiht. Growl-Vocals meets Feuerzeugballade!
Conny A. Rettler


SILVER
Dream Machines
Point Music
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Die Liste der Bands, in denen die Musiker aktiv waren bzw. es noch sind, ist beeindruckender als die Mucke auf ihrem Zweitling. Denn der Mischmasch aus Hard-Rock und (wenig) Metal-Klängen gibt mir nicht viel. Belanglos plätschern die Songs an mir vorbei, ohne dass sich Spannung oder gar ein Höhepunkt aufbauen würden. Wer schon so lange im Geschäft ist wie die Herren Gary Barden, Bernie Torne, Don Airley, Michael Voss und Marco Minnemann und an etlichen Klassikern beteiligt war, sollte deutlich mehr an Leistung bringen können.
Christian Kissel
 


SPOCK'S BEARD
Snow
Inside Out/SPV
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Der erste Höreindruck ließ es erahnen, die nachfolgenden bestätigten es: Mit "Snow" ist es der Band um Mastermind Neal Morse wieder einmal gelungen, einen echten Klassiker zu erschaffen. Das Konzept-Album erstreckt sich gleich über 2 CDs und wartet mit einer riesigen Menge an unterschiedlichen Sounds auf. Trotz dieser Vielfalt bleibt die CD aber immer nachvollziehbar. Nicht weniger als 26 Songs finden sich auf dem Diskus, der stilistisch die Bereiche Jazz, Rock, Blues, Folk und teilweise sogar Pop zusammenbringt. Selten habe ich ein Album gehört, bei dem die einzelnen Songs so unterschiedlich klingen und dennoch eine homogene Einheit bilden. Die 5 Musiker von Spock's Beard haben einfach eine kompetente Arbeit bei der Einspielung geleistet und dürfen sich daher auch vollkommen verdient über die unausweichliche Höchstnote freuen. Ein Meisterwerk, das in jede gut sortierte Sammlung gehört!
Christian Kissel


STONE THE CROW
Reduce To The Max
Southside Rec./edel
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Stone The Crow legen mit "Reduce To The Max" ihr drittes Album vor. Line-Up-mäßig ist die Band um Sänger Marc Zin vorübergehend auch auf Drei geschrumpft, da man sich im Studio und auf der Bühne derzeit mit einem Session-Drummer behilft. Den Songs des erstmals selbstproduzierten Albums hat das aber keinesfalls geschadet. Stone The Crow haben die Elektronik-Komponente etwas zurückgenommen und setzen nun deutlich mehr auf Roughness. Das bekommt Tracks wie dem ultrahymnischen Opener "Secret" und dem tempovariierenden "Missunderstood" extrem gut. Wenn Samples und Loops in die Melodiclines integriert werden, geschieht dies nicht zum Selbstzweck, sondern  um sparsam Akzente zu setzen.
Bernd Oppau


SULPHER
Spray
Dependent/SPV
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Auf ihrem Debüt lassen die vier Engländer aus dem Underground einen explosiven Industrial-Metal-Mix vom Stapel. Dabei orientieren sie sich zwar an bekannten Bands wie Nine Inch Nails oder Massive Attack, legen aber auch eine rockige Eigenständigkeit an den Tag, der ihren zehn Songs einen enormen Wiedererkennungswert verschafft. Es ist die pulsierende Mixtur aus düsterer Atmosphäre, harter Gitarrenarbeit und elektronisch verfremdeten Vocals, die die Ohren mächtig zum Vibrieren bringt und durchaus eine gewisse Berechtigung für die Floors mitbringt.
David Comtesse
 


TENEBRE
Electric Hellfire Kiss
Regain Records
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Vorliegende Rille ist bereits der 4. Output der Gothic-Metaller, die nach einem Line-Up-Wechsel auch gleich einen grundlegenden Soundcheck vorgenommen haben. Mit Sänger Victor, vormals bei der schwedischen Gothicband Dawn of Oblivation sowie Ex-Embraced-Gitarrist Peter haben Tenebre 2 Mitstreiter an Bord, die ihren Sound offener, schneller und rockiger gestalten. Waren die Wurzeln der Fünf bisher tief im Horror-Metal angesiedelt, so sind ihre 10 brandneuen Songs ein wahres Bekenntnis an speedigen Metal-Rock, der vom ersten Akkord an ins Ohr geht. Auf jeden Fall eine Bereicherung für die Eisenliga.
Conny A. Rettler
 


THRESHOLD
Critical Mass
Inside Out / SPV
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Progressiv-Metal-Fans dürfen sich neben Spock's Beard auch auf den neusten Streich der Briten Threshold freuen. Die 8 Kompositionen besitzen die richtige Mischung aus Härte und Anspruch sowie Melodie und Nachvollziehbarkeit. Als Anspieltipp gebe ich euch "Echoes Of Life" (geiler Instrumentalpart!), "Round And Round" sowie den zauberhaften Titelsong (allerdings recht abruptes Ende). An der Höchstnote sieht man, dass mir auch jeder andere Song mehr als zusagt...
Christian Kissel
 


TRIUMVIRAT
Illusions on a Double Dimple
Pompeji
Mediterranean Tales
Russian Roulette
A la Carte
Spartacus
Old Loves die Hard
EMI
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Lange hat's gedauert mit den digital remasterten Ausgaben von Triumvirat. Jener deutschen Band, die in den 70er Jahren ruhmreiche Progrock-Geschichte schrieb. Alle 7 Alben wurden klanglich in bester Form aufbereitet und mit einer Vielzahl von Rarities und Singles bestückt. Höhepunkte sind zweifellos "Pompeji", das fünfte Triumvirat-Album, das sich konzeptionell mit dem Untergang von "Pompeji" befasst. Auch das oftmals unterbewertete Abschiedsalbum "Russian Roulette" (1978) mit der Guestperformance der Herren Lukather und Pocaro von Toto ist einen Reinhörer wert. Wer sich auch nur ein bisschen für deutsche Rockgeschichte interessiert, wird diese Wiederveröffentlichungen lieben. Löblich sind auch die mit zahlreichen Linernotes versehenen Booklets.
Tim Beldow
 


WHITE SKULL
The Dark Age
Frontiers/Point Music
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Musikalisch hat sich bei den Italienern glücklicherweise nichts geändert. Ihr Power-Metal kommt immer noch frisch und knackig bzw. auch balladesk daher. So weit so gut, aber der Verlust von Sängerin Frederica De Boni hat der Band viel von ihrer Eigenständigkeit genommen. Der neue Mann hinter dem Mikro, Gustavo Adrian Gabano, ist sicherlich kein Schlechter, ganz im Gegenteil, vermag aber trotzdem die Lücke nicht ganz zu schließen. Reinhören und sich eine eigene Meinung bilden ist hier mehr als angebracht, denn White Skull sind besser als die Vielzahl der anderen italienischen Combos.       
Christian Kissel

 

THE WICKED
...For Theirs Is The Flesh
Spikefarm Records/Indigo
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Die drei Jungs von The Wicked heißen Mr. Fistoffeles, Necrotron und Erzebeath Meggadeath und kommen irgendwo aus den Weiten des skandinavischen Nordens. Wie eine Meute wilder Höllenhunde fallen die Drei gleich mit ihrem Debüt über alle Metalfans her und schlagen einem ihre Mischung aus geilem Gurgelgesang, tollwütigem Abknüppeln und konstantem Bass- & Drum-Wummern um die Ohren. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als "Chemical Perversion Metal. Ich hab nicht den leisesten Schimmer, was zur Hölle das sein soll. Doch was ich weiß ist, dass ihr infernalisches Geholze so richtig bis ins Mark geht und die gelegentlichen Gothic- & Black-Elemente dem Sound verdammt gut tun.
David Comtesse


ZONATA
Buried Alive
Century Media
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Die Abteilung "Newcomer" hält doch immer wieder interessante Bands parat, auf die man auch in Zukunft ein Auge haben sollte. Bestes Beispiel hierfür ist der skandinavische Neuzugang Zonata, der mit "Buried Alive" seinen dritten Power-Player eingespielt hat. Die CD erinnert in Phasen an die frühen Judas Priest, Helloween oder Iron Maiden. Zudem mit einigen der heißesten Gitarrenlicks, die ich seit langem gehört habe.
Frank Zöllner


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