Dezember/Januar 2012

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@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

 

 

A5 RICHTUNG WIR
FĂŒr immer diese Stadt
MP Rec./New Music Distribution
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Die musikalische Vita der knapp 21 jĂ€hrigen, die irgendwo an der A5 beheimatet sind, liest sich als Support fĂŒr die Toten Hosen, Rise Against oder Razorlight recht beeindruckend. Allerdings wollen die Tracks ihrer aktuellen CD auch nach mehrmaligem Anhören bei mir einfach keinen Eindruck hinterlassen. Ich kann mir nicht helfen, aber das Ganze wirkt konstruiert, aufgesetzt, steril und ohne Emotionen. Was mir in Erinnerung bleibt, ist das recht nett gemachte Gimmix-Digipack mit wechselnder Coveroptik...
Jörg Eifel

BEEN OBSCENE
Night O’Mine
Elektrohasch/Sonic Rendezvous
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Bisher noch nicht auf meiner Rechnung hatte ich die vier Salzburger BEEN OBSCENE, die mit „Night O’Mine“ ihr zweites Album vorstellen. Die Band serviert uns auf den insgesamt acht StĂŒcken einen vielseitigen, mystischen und verwobenen Psychedelicrock, der den Hörer nicht nur bei dem rapiden Tempowechsel auf „Snake Charme“ in ein regelrechtes Wechselbad der GefĂŒhle stĂŒrzt. Instrumental glĂŒhende Passagen wechseln mit atmosphĂ€rischen Melodielinien, ĂŒber die sich der ausdrucksstarke Gesang des Been Obcene-FrontsĂ€ngers legt. Wer auch nur etwas fĂŒr Psychedelicrock ĂŒbrig hat, zugreifen!
David Comtesse

BEGGARS & THIEVES
We Are The Brokenhearted
Frontiers Records/Soulfood
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Den grĂ¶ĂŸten Erfolg feierten Beggars & Thieves im Jahre 1990 mit ihrem selbstbetitelten DebĂŒtalbum. Danach folgte ein wenig beachtetes zweites Album und fortan herrschte Funkstille, bis Louis Merlino (vocals, guitars) und Ronnie Mancuso (guitars, keys, bass) im Jahre 2004 die gemeinsame kĂŒnstlerische Zusammenarbeit wieder aufnahmen. Das Ergebnis erscheint jetzt in Form dieser CD, die zwischen einigem musikalischen Leerlauf auch einige erstklassige AOR-Kost zu bieten hat. Kein großer Wurf, aber akzeptabel.
David Comtesse

BLOODSPOT
Embrace The End
Finest Noise/Radar
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Wer auf amtlichen Death/Thrash mit hoher Temposchraube steht, liegt bei Bloodspot und ihrer Scheibe „Embrace The End“ goldrichtig. Fieser, gurgelnder Gesang und coole Monsterriffs, die einem das Blut mit ihren immer wieder nach vorne preschenden Stakkato-Riffs gefrieren lassen. Man ziehe sich hierzu nur „Beaneth A Burning Sky“ rein.
Olaf Rominski

BOMBARD
Switch Off The Bitch
7Hard/New Music Distribution
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Bombard hatten sich 1989 bereits gegrĂŒndet, lösten sich aus privaten GrĂŒnden jedoch schon nach wenigen Jahren auf. Nun hat sich die Band um Gitarrist Tom Kretzschmer und Shouter Ralf „Chappy“ Geschke wieder reformiert, um mit „Switch Off The Bitch“ durchzustarten. Auf dem Spielplan stehen 11 unbĂ€ndige Tracks zwischen dreckigem Rock’n’Roll und Speed Metal. Unbedingt reinhören in dampfharte Knallersongs wie „Hate“ und „Raise Your Fist“.
Olaf Rominski

THE BURDEN REMAINS
Downfall Of Man
Fireantmusic
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Erster Longplayer der Schweizer Thrash Metaller The Burden Remains. 10 Tracks hĂ€lt die Rille bereit, wobei der Vierer um Thomas Schweizer (bass, vocals) neben progressiven EinflĂŒssen auch Stilingredenzien wie Post-Metal und Grind im Sound verarbeitet.
Olaf Rominski

CAN
Tago Mago
Spoon Records/Warner Music
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AnlĂ€sslich des 40jĂ€hrigen JubilĂ€ums erscheint von Can’s drittem Album „Tago Mago“ eine aufwĂ€ndige 2CD Neuedition inklusive 48minĂŒtiger Bonus-Live-CD (u.a. mit „Spoon“ in einer 30minĂŒtigen BĂŒhnenversion). Zur Klasse der Musik von Can muss man nicht mehr viele Worte verlieren, aber ĂŒber das Cover-Artwork, das ĂŒbrigens dem Originalcover der englischen Ausgabe entspricht.
Rainer Guérich

CRIMSON DELIGHT
Backyards Of My Soul
Antstreet/ New Music Distribution
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Nach ihrem DebĂŒt “Appetizer” haben die drei Damen (mit zwei Jungs als VerstĂ€rkung) aus Stuttgart wieder zugeschlagen und legen mit „Backyards of My Soul“ ihre neueste Einspielung vor. SelbstverstĂ€ndlich arbeitet die Band wieder mit ihrem  Rock & Balladen-Mix, wobei als unverkennbare Trademark  die ausdrucksstarke Stimme von Frontfrau Jutta Jasim zu nennen ist. FĂŒr die Produktion sorgte ĂŒbrigens der aus London stammende Produzent Glenn Keiles.
Jörg Eifel

CURVED AIR
Air Cut
Live
Midnight Wire
Airborne
Repertoire Records
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Von CURVED AIR, den einflussreichen Progrockern aus den 70iger Jahren, erscheinen ĂŒber Repertoire Records vier weitere, digital remasterte Alben im schicken Digipack plus neuen Liner Notes. Den Auftakt  macht die LP „Air Cut“ aus dem Jahre 1973, auf dem erstmals Geiger Eddie Jobson (damals 17 Jahre jung) und Gitarrist Kirby Gregory zu hören sind. Mit dem neuen Line-Up schwang sich die Band zu neuen kompositorischen Glanztaten auf, wie beispielweise auf dem tollen Opener „The Purple Speed Queen“ zu hören. - Ein Jahr SpĂ€ter, im Jahre 1974, war die Zeit dann reif fĂŒr ein 7 Songs umfassendes Livealbum. „Live“ zeigt die famosen BĂŒhnenfertigkeiten aller Bandmitglieder inklusive Sonja Kristinas einzigartiger Stimme. Highlight der Scheibe ist insbesondere die BĂŒhnenversion von „Vivaldi“. - Auf dem 1975er Album „Midnight Wire“ ist der spĂ€tere Police Drummer Stewart Coepeland zu hören, der sich hier seine erste Sporen verdiente. Musikalisch hĂ€lt die Scheibe Perlen wie „Day Breaks My Heart“ und „Pipe Of Dreams“ bereit. - Last but not least erscheint  auch noch „Airborne“ aus dem Jahre 1976 als schicker Re-Release. Dieses Album hatte mit „Desiree“ einen echten Smash-Hit. Erfreulich zudem, das sich auch noch eine Coverversion des alten R&B-Klassikers „Baby Please Don’t Go“ als Bonustrack auf der CD befindet.
Tim Beldow

DEEP PURPLE
The BBC Sessions 1968-1970
EMI
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Zum ersten Mal erscheinen die frĂŒhen BBC-Sessions von Deep Purple zwischen 1968 bis 1970 auf einer Doppel-CD. CD1 featured 15 Tracks, die in der „Mk1“-Besetzung eingespielt wurden und enthĂ€lt Session-Interpratationen von StĂŒcken wie „Hush“, „Help“ und „Hey Joe“. Die Session-Aufnahmen auf CD 2 entstanden zwischen 1969 bis 1970 in der „Mk2“-Besetzung und enthalten besonders interessante Songvariationen von Klassikern wie „Speed King“ und „Black Night“.
David Comtesse

DEEP PURPLE
Original Album Classics
Legacy/Sony Music
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In der „Original Album Classics“-Reihe von Sony Music erscheint eine 3 CD-Box mit drei prima Alben von Deep Purple aus den frĂŒhen 90iger Jahren. Wie gewohnt stecken die einzelnen CDs jeweils in hĂŒbschen Cardboardsleeves als Mini Vinyl Replicas mit Original-Artwork. Den Auftakt macht das strĂ€flich unterschĂ€tzte „Slaves And Masters“ Album aus dem Jahre 1990 mit Joe Lynn Turner am Mikro.  Doch schon auf „The Battle Rages On“ (1993) wechselten Deep Purple wieder zur MK2-BesetzurĂŒck, die durch den Weggang von Blackmore aber kurz darauf wieder platzte. Mit Steve Morse fanden Deep Purple aber einen mehr als adĂ€quaten Eratz. Seine herausragende Leistung auf den Gitarrensaiten ist bereits auf „Purpendicular“ (1996) zu hören, das mit dem starken „Vavoom: Ted The Mechanic“ eröffnet wird.
David Comtesse

DEFLATABLES
You Are Ok
Divine Records
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In der dĂ€nischen Indie-Szene sind die beiden Protagonisten schon seit einigen Jahren aktiv und haben in Projekten wie Passion Orange, Twoface oder Rod reichlich Stage-Erfahrung und Credibility gesammelt. Mit der vorliegenden Scheibe steht nun ihr DebĂŒt als Deflatables am Start und kredenzt uns einen lautstarken Elektro-Beat-Alternative-Sound, der in den GehörgĂ€ngen hĂ€ngenbleibt. SpĂ€testens nach Track Nr. 4 „You Wanna Get There“ wird klar, warum die Beiden David Bowie als ihre musikalische Leitfigur nennen. Weiter geht‘s mit einer Sammlung rationeller Gitarrenlicks, knietiefen Balladen und gut abgehangenem Brit-Pop. Ihre Songs sind oft melancholisch und gegen den Schönklang gebĂŒrstet, gleichzeitig aber unheimlich lebendig, anrĂŒhrend und kraftvoll.
Frank Zöllner

EXPLIZIT
Mach dich frei
Burnout-Records/Cargo
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Explizit sind eine fĂŒnfköpfige Deutschrock-Band aus Heidelberg, die sich durch vorwĂ€rts marschierende Gitarrenriffs, einen charismatischen Frontmann und direkte Texte auszeichnet. Mitunter fĂŒhlt man sich beim Hördurchlauf der 12 Songs an Mad Sin erinnert. Wer auf Gruppen wie KrawallbrĂŒder, KĂ€rbholz und Konsorten steht, sollte sich die CD unbedingt einverleiben!
Olaf Rominski

FATE
Ghosts From The Past
AOR Heaven/Soulfood
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Bereits 1984 in Kopenhagen gegrĂŒndet, wurden Fate schon recht frĂŒh von ihren Fans als dĂ€nische Version von Van Halen gefeiert. Nach einer Menge Line Up-VerĂ€nderungen und einigen Höhen und Tiefen sind Fate nun endlich in der Szene zurĂŒck und stellen mit „Ghosts From The Past“ ihren brandneuen Dreher vor. Und wie nicht anders zu erwarten, setzen die Jungs auf eine eingespielte Melange aus Bombast-Rock, Melodic-Rock und progressiven Touch. Damit erfinden Fate das Genre zwar nicht neu, haben aber eine Menge guter Songs (u.a. „Follow Your Heart“, „I Believe In Rock ‘n’ Roll“) am Start.
David Comtesse

FIONA
Unbroken
Life On The Moon/Cargo
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Nach 19 Jahren meldet sich die amerikanische SĂ€ngerin Fiona Flanagan mit einer neuen Scheibe zurĂŒck, die teils in Zusammenarbeit mit Robin Beck entstand, die auch auf dem Duett „This Heart“ zu hören ist. Musikalisch erwartet den geneigten Hörer auf dem neuen Songmaterial kraftvoller Rock , der auf die powerfule Stimme von Fiona zugeschnitten ist. Ein prima Reinhörtipp hierzu ist das StĂŒck „Broken“.
Tim Beldow

FREAKWAVE
Personal Thrill
7Hard/New Music Distribution
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Man kann es kaum glauben, aber Freakwave kommen aus Aachen und servieren uns auf ihrem Zweitling „Personal Thrill“ einen absolut druckvollen, aggressiven und melodischen Metal/Post-Hardcore, der es in sich hat. Wie schon beim Demo aus dem Jahre 2008 vertraute man wieder den ZauberhĂ€nden von Ramon Creutzer (Mediasound Design), der den knackigen Sound reibungsfrei auf die Silberspur brachte. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Band mit ihrem unwiderstehlichen Groovecore auch live on stage mĂ€chtig abrĂ€umen wird.
Rainer Guérich

FERGIE FREDERIKSEN
Happiness Is The Road
Frontiers Records/Soulfood
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SĂ€nger Fergie Frederiksen ist wohl jedem Toto-Fan bekannt. Schließlich wirkte er bei der Einspielung der grandiosen „Isolation“-LP mit. Mit „Happiness Is The Road“ veröffentlicht Fergie nun ein sehr empfehlenswertes 12gĂ€ngiges neues Album, das seiner facettenreichen Stimme sehr entgegenkommt. Ob in betont rockigen SphĂ€ren oder  in einer etwas langsameren Gangart: Der Hördurchlauf der CD macht Spaß! Als Anspieltipp empfehle ich das ohrgĂ€ngige „First To Cry“, das sich charmant und mit fordernder Emphasis  in den GehörgĂ€ngen festhakt.
David Comtesse

GRAVEYARD JOHNNYS
Songs From Better Days
Wolverine Rec./Soulfood
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Die Graveyard Johnnys kommen aus South Wales und sind eine der aktivsten Punk-A-Billy Bands auf der Insel. Den munteren Rockabilly-Sound vermengen sie mit Psychobilly-Anleihen und einer krĂ€ftigen Kerbe Punkness. Ergebnis sind pfeilschnelle und herrlich degenerierte Songs wie „Dancefloor Of Death“, bei dem das Clubpublikum ziemlich ausflippen dĂŒrfte.
Enzo Bach

JIMI HENDRIX Experience
Winterland
Hendrix In The West
Legacy/Sony Music
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2 CD-Veröffentlichungen aus der „Hendrix Family Edition“: Die „Winterland“ CD im Digipack beinhaltet gewissermaßen die Highlights der 4 CD-Deluxe Box. Das Songmaterial wurde vom 10. bis zum 12. Oktober 1968 im „Winterland Ballroom“ in San Francisco mitgeschnitten. Inklusive famoser Versionen von „Foxey Lady“, „Hey Joe“ und „Purple Haze“. - Das Livealbum  „Hendrix In The West“ war seit 20 Jahren nicht mehr im Handel erhĂ€ltlich. Nun erscheint die Livescheibe, die sich aus drei Hendrix-Auftritten im Berkeley Community Theatre, in  der San Diego Sports Arena und beim legendĂ€ren Isle Of Wight-Festival zusammensetzt, in einem hĂŒbsch aufgemachten Deluxe-Digipack.  Neben Expanded Booklet und remastertem Sound hat man der CD-Ausgabe erfreulicherweise auch noch fĂŒnf unveröffentlichte Tracks dazugepackt, darunter „Spanish Castle Magic“ und „I Don’t Live Today“.
Tim Beldow

ISIS CHILD
Strange Days
Yesterrock/Alive
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Die französischen ISIS CHILD legen mit „Strange Days“ ihr erstes englischsprachiges Album vor, nachdem der Erstling „Allieurs“ noch mit französischen Lyrics aufwarten konnte. Unverkennbares Trademark ist die Stimme von SĂ€ngerin Nathalie Pellissier, die mich mitunter sehr an Doro erinnert. Dazu gibt es stellenweise ein paar ProgbezĂŒge. Unterm Strich melodischer Hardrock, der durchaus zu gefallen weiß.
Bernd Oppau

JETHRO TULL
Aqualung
Chrysalis/EMI
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AnlĂ€sslich des 40jĂ€hrigen JubilĂ€ums erscheint Jethro Tull’s Meilenstein “Aqualung“ in einer Deluxe-Ausgabe mit Bonus-CD. Auf CD1 befindet sich der neue, bisher unveröffentlichte Stereo-Mix der Originalscheibe, auf CD 2 zusĂ€tzliche Aufnahmen aus den Jahren 1970 und 1971.
Tim Beldow

KIMBALL JAMISON
Kimball Jamison
Frontiers Records/Soulfood
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Ein tolles gemeinsames Projekt von Toto-SĂ€nger Bobby Kimball und Survivor-Frontmann Jimi Jamison! Die Beiden haben mit UnterstĂŒtzung von Mat Sinner (bass), Alex Beyrodt (guitar) und Jimmy Kresic (keys) 12 Songs in bester Melodicrock-Manier eingespielt. Unbedingt reinhören in Songs wie  den tollen Opener „Worth Fighting For“ und das hymnische „Kicking And Screaming“, auf dem die beiden alten Recken ihre Extraklasse am Mikro im perfekten Zusammenspiel zeigen.  Der Scheibe ist zusĂ€tzlich noch eine Bonus DVD mit 2 Videoclips und Making Of beigelegt. Empfehlung fĂŒr alle Toto/Survivor-Fans!
Rainer Guérich

LATE
Imagination Of An Angel
7Hard/New Music Distribution
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Progrock-Freunde werden an der neuesten Einspielung der Stuttgarter Formation um Gitarrist Walter Negele, Keyboarder Uli Frank und SĂ€nger JĂŒrgen Schneider ihre Freude haben. Frank und Negele haben ihr kĂŒnstlerisches Handwerkszeug in den 1980er Jahren bei der legendĂ€ren Baden-WĂŒrttembergischen Progformation Pancake erlernt und dieses ĂŒber die Jahrzehnte verfeinert. So zeichnen sich die 11 Tracks des Silberlings durch ausgeklĂŒgelte Arrangements, instrumentale Fertigkeit  und eine weit gefĂ€cherte stilistische Bandbreite aus. Als Anspieltipps empfehle ich Songs wie „Paradise“, „Ready For Take Off“ und „Fly Into A Rage“.
Rainer Guérich

THE MAGNIFICENT
The Magnificent
Frontiers Records/Soulfood
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Hochklassiges Melodicrock-Projekt von Circus Maximus-SĂ€nger Michael Eriksen und Leverage-Gitarrist Torsti Spoof. Die Beiden haben auf ihrer ersten gemeinsamen Scheibe ein Dutzend Songs eingespielt, die  irgendwo in der musikalischen Schnittmenge zwische Europe und Journey angesiedelt sind. OhrgĂ€ngige Vocals, knackige Gitarrenlicks und passende Keyboards (man höre nur „Satin & Lace“) machen den Hördurchlauf zum reinsten VergnĂŒgen. Ein absoluter Kaufbefehl fĂŒr alle AOR/Melodicrock-Freunde!
David Comtesse

MARTENS ARMY/THEKENPROMINENZ
Sing mein Sachse sing!
KB Records/Cargo
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Eine Split-CD von zwei der profiliertesten ostdeutschen Oi!-Punk-Bands aus Görlitz/Leipzig. Martens Army und Thekenprominenz haben fĂŒr diese Veröffentlichung jeweils sechs neue StĂŒcke eingespielt, dazu gibt es zum Schluss noch die gemeinsam eingespielte Nummer „Martensprominenz“. So muss gut gemachter Oi!-Punk mit aussagekrĂ€ftigen Texten aus deutschen Landen klingen!
Conny A. Rettler

MECCA
Undeniable
Frontiers Records/Soulfood
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Als im Jahre 2002 das erste Mecca-Album erschien, feierte die Melodicrock-Fangemeinde einen Meilenstein. 9 Jahre spĂ€ter schickt Joe Vana nun endlich den lange erwarteten Nachfolger ins Rennen. Und „Undeniable“,  auf dem auch GĂ€ste wie Pat Mastellotto und Tony Levin zu hören sind, ist ein Meisterwerk! OhrgĂ€ngige Nummern („Perfect World“) treffen auf eine vielschichtige Instrumentierung und durchdachtes Songwriting . Immer wieder ist man ĂŒberrascht durch die musikalischen Wendungen, die schließlich in prĂ€chtige Melodiebögen mit tollen Vocals mĂŒnden. Scheibe einlegen und den Mecca-Sound genießen!
Rainer Guérich

MOTHERLODE
Tomorrow Never Comes
Yesterrock/Alive
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Viele Scheiben haben die schwedischen Hardrocker von Motherlode seit ihrer BandgrĂŒndung im Jahre 1982 nicht veröffentlicht, aber ihre aktuelle Scheibe „Tomorrow Never Comes“ weiß durchaus zu gefallen.  Exzellenter Hardrock der alten Schule, der schon auf dem Opener „Predators“ fĂŒr ein erstes Aha-Erlebnis sorgt. Fronter Sonny Larsson weiß  mit seinen Shouts zu ĂŒberzeugen,  langsam schwĂŒlstige Nummern wie „Crying“ sollte man sich allerdings besser sparen.
Bernd Oppau

NEUROSIS
Sovereign
Neurot Recordings
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Eine Wiederveröffentlichung der 2000er EP von Neurosis, die auf ihrem eigenen Label „Neurot Recordings“ erscheint. Neben dem 13minĂŒtigen Titeltrack lohnt insbesondere der experimentelle Bonustrack „Misgiven“ den Kauf der Neuedition, die auch mit einem zusĂ€tzlichen, Ă€ußeren Pappschuber aufwarten kann.
Olaf Rominski

NIRVANA
Nevermind
Geffen/Universal
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20 Jahre ist es her, als die Grungerocker von NIRVANA mit „Nevermind“ einen echten Meilenstein veröffentlichten. Zeit fĂŒr eine schicke Deluxe Edition mit 2 CDs und insgesamt 40 Tracks. CD1 serviert das remasterte Original-Album plus 9 B-Sides, darunter Livetakes von „School“ und „Sliver“. Auf der zweiten Disc findet sich bis auf 3 Tracks vorwiegend unveröffentlichtes Material, u.a. von den Smart Studio Sessions und den Boombox Rehearsals.
Bernd Oppau

NORMAHL
Best - Punk ist keine Religion
Zounds
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NoRMAhl haben zur Punkbewegung in Deutschland einen nicht unwesentlichen und wichtigen Beitrag geleistet. Schließlich zĂ€hlt die Band um Lars Besa zu den GrĂŒndungsvĂ€tern der deutschen Punkbewegung und ist seit 1978 in der Szene aktiv. Deshalb ist es schön, dass das feine Label „Zounds“ die ruhmreiche Punkcombo mit einer liebevoll gestalteten Best Of-Zusammenstellung ehrt. Darauf zu finden sind natĂŒrlich alle wichtigen NoRMAhl Songs der vergangenen drei Jahrzehnte. Ein definitiver Pflichtkauf fĂŒr alle Punk-Freunde!
Rainer Guérich

OMAR & THE HOWLERS
Essential Collection
Ruf Records/in-akustik
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Eine Doppel-CD, die die lange Karriere von Omar Dykes und seinen Howlers mit tollem Live- und Studiomaterial Revue passieren lĂ€sst. 15 Tracks finden sich auf CD1, darunter auch Mitschnitte aus dem Amsterdamer Paradiso im Jahre 1991. Dazu gibt es noch erlesene Studiotracks wie „Bad Seed“, „Wall Of Pride“ und „Monkey Land“. Ebenfalls 15 Songs finden sich auch auf der zweiten CD, wo Omar seine ganz persönlichen Lieblingssongs zusammengestellt hat. Eines der vielen Highlights hierbei ist „Built For Comfort“, das 2008 zusammen mit Freunden wie Rock Nalle und Magic Slim entstand. Top-Kollektion fĂŒr alle Bluesrock-Fans!
Rainer Guérich

PARADISE INC.
Time
Avenue Of Allies/H’Art
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Starke DebĂŒtscheibe der deutsch-brasilianischen Paradise Inc., die sich um den ehemaligen Domain- und Evidence One-SĂ€nger Carsten „Lizard“ Schulz formiert haben. Die weiteren Positionen in der Band sind mit den Brasilianern De Grigo (guit.), Marcos Peres (guitars), Rick A. (bass) und Allan Juliano (drums) besetzt. Musikalisch erwartet den geneigten Hörer höchst unterhaltender Melodicrock im Stile von Rainbow und Jaded Heart. Da ließ es sich selbst Doogie White nicht nehmen, fĂŒr „Not In Paradise“ vor’s Mikro zu treten. Die Keyboards auf der Platte stammen ĂŒbrigens von Alessandro Del Vecchio.
David Comtesse

PENCILCASE
Kansas City Shuffle
Xochipilli Rec./New Music Distrib.
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Pencilcase, der Vierer aus Aachen,  serviert uns auf seinem Zweitling „Kansas City Shuffle“ einen flammend-fiebrigen Melodic-Rock-Core, bei dem nicht zuletzt Fronter Joscha Golzari vor der Mikrostange so ziemlich alles gibt. Die Band spielt einen authentischen und beherzten Rock’n’Roll, der nicht nur auf Tracks wie „Freaks“ und „Dig“ mĂ€chtig nach vorne kickt. Dazu gibt es breitwandige Gitarrenarbeit, eingestreute Tempovariationen und mitreißende Melodiebögen, die den Fans auf den Konzerten sicherlich alles abverlangen dĂŒrften. Solide Leistung!
Rainer Guérich

THE PERMS
Sofia Nights
R.D.S./Cargo Records
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Alternative Rock made In Kanada, genauer gesagt aus Winnipeg, serviert uns das Trio The Perms. Die neue Einspielung klingt dabei hörbar ausbalancierter und gereifter als noch auf dem VorgĂ€nger „Keeps You Up When You‘re Down“ DafĂŒr sorgen nicht nur die knalligen Drumfahrten, sondern auch das ausgeklĂŒgelte Riffing, das mit solidem Songwriting kombiniert wird.
Jörg Eifel

PITPONY
Greetings, Changeling!
Finest Noise/Radar
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Einen atmosphĂ€risch wabernden, hoch interessanten Sound aus Postrock, Noise und Psychedelic entwerfen die Berliner Pitpony auf ihrem zweiten Album „Greetings, Changeling“. Die Band hat Klasse, das beweisen die intelligenten, teilsweise flirrenden Songkonstrukte, ĂŒber die SĂ€nger und Drummer Steff seine flĂŒsternden bis emotional gringenden Gesangspassagen legt. Ein guter Anspieltipp hierzu ist „A Thought For Sore Minds“ mit seinem intelligenten Wechselspiel zwischen Fluß, schwelender Riffomania und leisen Passagen. Geheimtipp!
Rainer Guérich

POLAR BEAR CLUB
Clash Battle Guilt Pride
Bridge 9/Soulfood
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Da ist den Jungs von Polar Bear Club im Studio mal wieder jede Menge eingefallen. Die Fans dĂŒrfen sich auf ein speediges Alternative-Garagenrock-Album mit Wiedererkennungswert freuen. Dort, wo ihr VorgĂ€nger „Chasing Hamburg“ aufhörte, fĂ€ngt „Clash Battle Guilt Pride“ an und setzt auf einen hörbar raueren Post-Hardcore. Dazu trĂ€gt vor allem die straighte Vocalarbeit von Frontmann Jimmy Stadt bei. Ferner gesellen sich lupenreines Drumming, linientreue Basslines und thrashige GitarrenwĂ€nde hinzu. Die Jungs aus Syracuse haben‘s halt drauf und machen auf wilde Burschen und stimmgewaltige Rocker!
Frank Zöllner

PROG ROCKS!
V.A.
EMI
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Eine liebevoll gestaltete Doppel-CD, die Jerry Ewing, Redakteur des Prog Magazines fĂŒr EMI zusammengestellt hat. Und auf den insgesamt 27 Tracks gibt es sehr feine Sachen zu hören, die der eine oder andere Proggie vielleicht noch nicht auf der Scheibe hat: Van der Graaf Generator („Darkness“), Rare Bird („Sympathy“), Gong („I Never Glid Before“),  Eloy („Madhouse“), Gentle Giant („On Reflection“) u.v.a. Vielleicht auch ein schönes Geschenk zu Weihnachten...
Bernd Oppau

RENAISSANCE
Novella
A Song For All Seasons
Azure D’Or
Repertoire Records
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Die britische Progrock-Formation RENAISSANCE begeisterte ihre Fans vor allem in den 1970er Jahren mit einer erlesenen Mixtur aus klassischen Elementen, Folk, Jazz und Rock. Dazu gab es die unverkennbare Stimme von Annie Haslam, die zusammen mit Gitarrist Michael Dunford den kreativen Nukleus der Band bildete. Nachdem schon einige Renaissance-Scheiben ĂŒber Repertoire Records re-released wurden, steht nun ein neuer Schwung mit Platten zwischen 1977 bis 1979 an. Besonders empfehlenwert ist hierbei insbesondere der 1977er Release „Novella“ mit seinen ausschweifenden Arrangements. So dauert das wunderbare „Touching Once (Is So Hard To Keep“ alleine schon ĂŒber 10 Minuten. - Ebenfalls empfehlenswert ist das ein Jahr spĂ€ter erschienene Werk „A Song For All Seasons“, das die Zusammenarbeit von Renaissance mit dem Royal Philharmonic Orchestra dokumentiert. - Last but not least erscheint auch noch „Azure D’or“ aus dem Jahre 1979 in einer ansprechenden Digisleeve-Neuedition. Renaissance waren/sind eine absolut empfehlenswerte Band!
Jörg Eifel

ROTOR
Festsaal Kreuzberg
Elektrohasch/Sonic Rendezvous
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Live kommen die Berliner Space- und Stonerrocker ROTOR am besten rĂŒber. Deshalb ist es schön, dass Elektrohasch Schallplatten hier einen brodelnden und wabernden Livemitschnitt veröffentlichen, der am 14.11.2009 im Berliner Club „Festsaal Kreuzberg“ mitgeschnitten wurde. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Energie und Urgewalt Riffmonster wie „Hart am Wind“ und „3“ aus den Boxen kommen. Muss man gehört haben!
Conny A. Rettler

ROYAL HUNT
Show Me How To Live
Frontiers Records/Soulfood
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Wer hĂ€tte das gedacht? Nach 13 langen Jahren ist SĂ€nger D.C. Cooper wieder zu Royal Hunt zurĂŒckgekehrt. Die Heimkehr des verlorenen Sohnes scheint AndrĂ© Andersen & Gefolgschaft beflĂŒgelt zu haben, denn Royal Hunt geben sich auf dem neuen Songmaterial so frisch, schwungvoll und einfallsreich wie schon lange nicht mehr. Davon zeugt schon gleich der Opener „One More Day“ oder das facettenreiche und epische „Another Man Down“ mit additional femme vocals und beherztem Gitarrensolo von Jonas Larsen. Man darf gespannt sein, ob es bei Royal Hunt zukĂŒnftig so positiv weiter gehen wird...
Jörg Eifel

SAVOY BROWN
Voodoo Moon
Ruf Records/in-akustik
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Seit 45 Jahren sind die britischen Bluesrocker von Savoy Brown nun schon im Musikgeschift und zeigen keinerlei ErmĂŒdungserscheinungen. Im Gegenteil:  Mit einigen NeuzugĂ€ngen (u.a. der grandiose SĂ€nger & Saxophonist Joe Whiting) gibt die Band um Gitarrist Kim Simmonds nochmal richtig Gas, dass es eine Freude ist. Der prĂ€chtig groovende Bluesstomper „Shockwaves“ eröffnet die CD und agiert wie der Rest der Scheibe auf extrem hohen Niveau: urwĂŒchsige Grooves, perlendes Piano und Simmonds magische Bluesgitarre. Eine dampfende und schwelende Bluesrock-Scheibe ohne Leerlauf, top!
Bernd Oppau

DETLEV SCHMIDTCHEN
... Blaze The Trail
MIG Music
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Eloy Fans dĂŒrfte Ex-Mitglied Detlev Schmidtchen sicher bekannt sein. Mit „...Blaze The Trail“ veröffentlicht Schmidtchen nun nach lĂ€nger Zeit wieder mal ein Soloalbum, bei dem er so gut wie alles selbst eingespielt hat und das insbesondere durch die prĂ€gnante Keyboardarbeit zu gefallen weiß, ĂŒber die sich die teils verfremdete Stimme von Schmidtchen legt. Manchmal wird es allzu poppig, aber proggige Nummern wie der Opener „Fools“ ĂŒben fĂŒr mich als Eloy-Fan schon einen gewissen Reiz aus.
Tim Beldow

SMOKEY FINGERS
Columbus Way
Tanzan Music/Sony Music Neo
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„Old Jack” heißt der Opener ihrer DebĂŒtrille und ist ein echter Tribut an einen sumpfigen Southernrock. Bei keinem Song denkt man auch nur im entferntesten daran, dass die Jungs von Smokey Fingers aus Lodi in Italien stammen. Dort wurde der Vierer 2008 im Geiste ihrer Vorbilder wie   Lynyrd Skynyrd oder die Allman Brothers gegrĂŒndet. Heute ziehen die Jungs einen fetten Straight-Sound aus ihren Slide-Gitarren, ihre Songs atmen die Freiheit amerikanischer Highways.
David Comtesse

SOUL SELLER
Back To Life
Avenue Of Allies/H’Art
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Die italienischen Rocker Soul Seller haben seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 1999 einen ganz eigenen catchy Melodicrock-Sound entwickelt, der ganz auf die schneidigen Vocals von Frontmann Michael Carrata zugeschnitten ist. Als GĂ€ste hat sich die Band diesmal auch noch White Skull’s Danilo Bar („Change Your Heart Tonight“) und Ex-At Vance/Avantasia SĂ€nger Oliver Hartmann („Keep On Moving“) eingeladen.
David Comtesse

SPARROW AND THE WORKSHOP
Spitting Daggers
Distiller Records/Soulfood
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Aus Schottland kommt das Trio Sparrow And The Workshop, das auf seiner Scheibe „Spitting Daggers“ zu ĂŒberzeugen weiß. Unverkennbares Trademark ist die Stimme von SĂ€ngerin Jill O'Sullivan, die im Verbund mit den komplexen Postrockstrukturen der einzelnen Nummern immer wieder an Jefferson Airplane erinnert. Hörenswert!
Bernd Lorcher

STYX
Regeneration
Eagle Rock/edel
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Styx, die ruhmreiche amerikanische Rockband der 1980er Jahre, legt auf der Doppel-CD „Regeneration“ sehr empfehlenswerte Neueinspielungen ihrer großen Hits wie „Renegade“, „Too Much Time On My Hands“ und „Fooling Yourself“ vor. Dazu gibt es auch noch das bis dato unveröffentlichte „Difference In The World“ plus 2 StĂŒcke von Tommy Shaw aus seiner „Damn Yankees“-Zeit, die nun mit dem Styx-Sound upgedated wurden.
Conny A. Rettler

TRILLIUM
Alloy
Frontiers Records/Soulfood
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SĂ€ngerin Amanda Somerville stellt mit Trillium ihr eigenes Bandprojekt vor. 12 Tracks finden sich auf der ansprechenden Scheibe, die musikalisch irgendwo in der Schnittmenge zwischen Gothic und melodischem Metal liegt. Unbedingt reinhören in das StĂŒck „Scream It“, auf dem Amanda von Jorn Lande stimmlich unterstĂŒtzt wird. Wer auf Bands wie After Forever und Epica steht, wird an der CD sicher seine helle Freude haben.
Bernd Oppau

TRI STATE CORNER
Historia
Fastball Music/Sony Music
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Die neueste Scheibe von Tri State Corner ist fĂŒr alle Liebhaber anspruchsvoller Rockmusik eine Ohrenweide. Wie bereits auf ihren drei VorgĂ€ngeralben entwickelt die Combo auch auf „Historia“ einen stimmigen Rocksound aus Pop, Metal, Blues und Folk. Einzigartig dabei ist der Einsatz der Bouzouki, einem traditionellen, griechischen Instrument. „Historia“ ist ein Konzeptalbum ĂŒber die Geschichte eines Immigranten, der sich aufmacht, seine Heimat zu verlassen und dabei in einen Strudel aus Trauer, Angst, Wut und Liebe gerĂ€t. Ein Album voller Emotionen, speediger Gitarrenriffs und straighter Vocalarbeit.
Frank Zöllner

UNEXPECT
Fables Of The Sleepless Empire
Factor
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FĂŒnf Jahre nach ihrer DebĂŒtscheibe legen die Kanadier ihr zweites Album vor, auf dem sie sich durchaus gereifter geben. 11 Tracks zwischen Black Metal-SchĂŒben, Prog-Metal und avantgardistischen AusflĂŒgen.  Auch gesanglich wird zwischen Grunzgesang, cleanem Vocals und opernhaften Einlagen  eine Menge geboten.
Olaf Rominski

U2
Achtung Baby
Universal
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Eine edel aufgemachte 2 CD-Deluxe-Edition von U2’s „Achtung Baby“-Album, das zweifellos ein Meilenstein ist und im Jahre 1991 erschien. CD1 beinhaltet das remasterte Originalalbum, auf CD2 finden sich zahlreiche B-Sides und Bonustracks. Empfehlenswert ist hier insbesondere der ĂŒber siebenminĂŒtige Perfecto Mix von „Mysterious Ways“.
Jörg Eifel

WALTARI
Covers All!
Nordic Notes/Broken Silence
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In den 25 Jahren ihres Bestehens waren Waltari immer fĂŒr eine Überraschung gut. Nun hat die Truppe um Frontshouter KĂ€rtsy eine CD mit zehn Coverversionen eingespielt, wobei ich jede Wette eingehe, dass man die Songs von Madonna, Midnight Oil oder David Bowie noch nie so gehört hat. Waltari haben die bekannten Tracks durch ihren ganz persönlichen Rock & Punk-Konverter gejagt und so den Melodien ein speediges Update verpasst. Auf den 70 Minuten  dominieren sperrige Riffs, messerscharfe Akkorde, Chaos, Trash und Wildness. Das Teil fetzt und der Noize-Faktor steht auf Angriff!
Frank Zöllner

WILD FLAG
Wild Flag
Witchita/Rough Trade
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Mit Wild Flag beglĂŒckt uns mal wieder ein Neuzugang in der immer weiter wachsenden Alternative-Crossover-Szene. Diesmal ist es ein Quartett von der WestkĂŒste der Vereinigten Staaten, das sein musikalisches Augenmerk auf einen unbehandelten Mix aus straighter Gitarrenarbeit, harten Basslines und ungeschönten Vocaleinlagen legt. Das klingt an vielen Stellen recht rockig und zuweilen punkig, was dem Sound einen gewissen Wiedererkennungswert verleiht. Ansonsten dominiert der ĂŒbliche Stilmix und bietet kaum Freiraum fĂŒr Überraschungen.
David Comtesse

YES
In The Present - Live From Lyon
Frontiers Records/Soulfood
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Ein Highlight fĂŒr alle Progrock-Freunde ist dieses Doppel-CD+DVD-Set von Yes aus dem Jahre 2009. Die Band hatte seinerzeit ihre vielumjubelte Comeback-Tour gestartet und prĂ€sentierte sich mit ihrem neuen SĂ€nger David Benoit auf der vielumjubelten Comeback-Tournee im französischen Lyon in bester Spiellaune. Bis auf „Owner Of A Lonely Heart“ standen hauptsĂ€chlich StĂŒcke aus der Prog-Phase zwischen 1970-1980 auf dem Programm. Auf der Bonus-DVD finden sich neben Ausschnitten aus der Show auch noch Interviewmaterial.
David Comtesse

ZANTHROPYA EX
Notlösung Kopfschuss
SAOL/H‘Art
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Ich habe selten einen Albumtitel gelesen, der besser zu der dargebotenen Musik passt wie „Notlösung Kopfschuss“ der Thrashmetal-Recken von Zanthropya EX. Denn wer es schafft, die Scheibe bis zum Schluss zu hören, dem bleibt eigentlich nur die Kugel. Frontshouter Schinder Papst brĂŒllt und schreit seinen ultraharten und derben PrĂŒgel-Metal in die Mikros. Dazu gibt es Songtitel wie „Blutbad“, „Endzeit“ oder „Kranker Wichser“, die zwischen Mord, Totschlag und Zerstörung die ganze Palette sinnloser Gewaltverherrlichung bedienen, was man eigentlich nur zutiefst ablehnen kann.
Frank Zöllner 

 

 

 

 

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