SCOREFOR servieren auf ihrem Zweitling “Just Another Version Of Truth” ohrgängigen Punkrock in Reinkultur. inHard hatte das Vergnügen, den Bandmitgliedern Andreas “Andy” Rammler (Bass), Florian “Kropi” Kropius (Gesang, Gitarre), Stefan “Steve” Lachner (Gitarre) und Jens “Rik” Hoffmann (Schlagzeug) einige Fragen stellen zu dürfen.

 

inHard: Mit “Just Another Version Of Truth” legt ihr nun euer zweites Album vor. Euer Punkrock klingt meiner Meinung nach variabler als auf dem Erstlingswerk “Leaving The Birdcage”. Wie seht ihr das bzw. gibt es sonst noch Unterschiede in der Herangehensweise?

Kropi: Ich denke auch, dass die Platte im Vergleich zu ihrem Vorgänger variabler klingt. Wir haben uns jetzt aber nicht zusammengesetzt und gesagt: “Die neue Platte muss variabler klingen”! Ich denke einfach, das war ein ganz normaler Prozess, den eine Band über die Zeit durchläuft. Der Song steht immer im Vordergrund. Das war bei “Leaving the Birdcage” so und ist nun nicht anders. Das Spektrum an Möglichkeiten, sei es nun spieltechnisch, aufnahmetechnisch oder im kreativen Bereich, hat sich einfach vergrößert. Deshalb klingt die Scheibe wohl auch abwechslungsreicher...

inHard: Woher rührt eigentlich eure Vorliebe für ohrgängige Melodien und kraftvollen Punkrock?

Rik: Ich höre diese Art von Musik schon ewig. Mal mit mehr Melodien, mal mit mehr Punk!

Andy: Hmmh, gute Frage. Die erste Band, die ich richtig gut fand war “Bad Religion”. Vielleicht hat mich das so beeinflusst!?

Kropi: Also die Vorliebe für eingängige Melodien rührt bei mir mit Sicherheit von der Liebe zu den Melodien aus den 70er und 80er Jahren. Ich denke, dass in diesen zwei Jahrzehnten die besten Melodien entstanden sind. Das einzige, was ihnen fehlt, ist die gewisse Härte und Schnelligkeit, um darauf so richtig auszurasten. Darum ist für mich die Kombination von beidem die schönste Art von Musik.

inHard: Was könnt ihr mir über die Aufnahmen im Blubox-Studio erzählen?

Kropi: Im Nachhinein gesehen, war die Entscheidung, in die BluBox zu gehen, eine optimale. Soundtechnisch macht dem Thilo Schenk und dem Guido Lucas in diesem Genre niemand etwas vor. Thilo versteht es, das Letzte aus einem heraus zu holen. Er  hat immer einer super Idee parat, um einen Song noch interessanter zu machen.

Steve: Mir hat die Arbeit dort auch superviel Spaß gemacht. Alles sehr professionell, aber trotzdem eine klasse Stimmung.

inHard: Der Sound klingt sehr rough und authentisch, Absicht?

Andy: Ja klar. Unser Vorgänger “Leaving the birdcage” war uns einfach zu glatt und clean produziert. Dieser “brave” Sound repräsentierte nicht wirklich SCOREFOR. Mit der Abmischung von “Just another version of truth” sind wir nun sehr, sehr zufrieden.

inHard: Habt ihr bestimmte Songs auf der Platte, die ihr besonders mögt?

Andy: Also bei mir hat sich noch kein Lieblingssong rauskristallisiert.

Kropi: Mein Lieblingssong ist “Just be smart”, eine straighte Punkrocknummer mit der Aussage: “Realisiere, was in der Welt vorgeht, dann ist die halbe Miete schon bezahlt.”

Rik: Mir gefallen “Just be smart”, “Loose it all” und “Cover up” am besten.

Steve: Meine favourites: “That is not the peak” und “Where are the flowers”.

Rainer Guérich