Die Südafrikaner Groinchurn beweisen auf ihrer aktuellen CD “Whoami”, dass Grindcore nicht stumpfsinnig, sondern durchaus abwechslungsreich aus den Boxen preschen kann. Facettenreiche Growl-Vocals kreuzen sich mit feurigem Hardcore und anderen Einflüssen. Wir hatten Gelegenheit, den beiden Groinchurns Christo (b, voc.) und Mark (g/voc.) einige Fragen zu stellen.

 inHard: Was könnt ihr mir über euer neues Album erzählen?

Christo: Nun ja, “Whoami” ist unsere dritte Platte und wohl die stärkste, die wir je eingespielt haben.

Mark: Christo untertreibt, die Songs auf unserer neuen CD sind wohl der variabelste Grindcore, der Südafrika je verlassen hat.

inHard: Was hat es eigentlich mit dem CD-Titel “Whoami” auf sich, klingt irgendwie afrikanisch.

Christo: Haha, viele Leute haben uns gefragt, was dieser Titel zu bedeuten hat, dabei ist es eigentlich saublöd: “Whoami” steht für “Who am I?”

inHard: Hätt’ ich eigentlich selbst drauf kommen können. Was gibt es über die Studioarbeit zu berichten? Wie lange habt ihr gebraucht, bis alles im Kasten war?

Mark: Eigentlich waren wir nur wenige Tage im Studio. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, wie lange. Es hat alles irgendwie magisch zusammengepasst: An einem Tag haben wir die Drumspuren aufgenommen, dann noch einen Tag für Gitarren und Bass, und schließlich noch einen Tag für die Vocals. Dann haben wir uns im Studio nochmal hingesetzt und alles durchgemixt. Ich denke, am Ende ist das Ganze eine ziemlich coole Sache geworden.

inHard: Kann man wohl sagen. Der musikalische  Fortschritt gegenüber eurem letzten Album “Fink” ist überdeutlich...

Mark: Nun, das ist klar. Wir haben definitiv Fortschritte gemacht, was eine ganz natürliche Entwicklung für uns als Band ist. “Whoami” ist weitaus energetischer als “Fink”. Da steckt viel mehr Kraft drin. Zudem sind die einzelnen Songs weitaus eingängiger und von den Kompositionen her vielfältiger. Ich vermute, dass es darüber viele verschiedene Meinungen in der einschlägigen Presse geben wird, am besten prüft jeder für sich selbst, worin unsere Stärken liegen...

inHard: Um was geht es in groben Zügen in den Texten?

Christo: Um allen möglichen Bullshit: Marihuana, Selbstfindung, den Anti Consum usw.

inHard: Gibt es spezielle Lieblingssongs von euch auf dem Album?

Christo: Nein.

Mark: Ich stehe insbesondere auf “Quiet Please: Shut The Fuck Up” und “Coughin’”... allerdings mag ich auch die anderen Titel sehr.

inHard: Wie sieht euer Tourfahrplan aus? Wann kommt ihr nach Europa?

Mark: Wir werden dieses Jahr definitiv 6 Monate quer durch Europa touren und auf einigen wichtigen Festivals spielen. Wenn alles klappt, werden wir dann gegen Ende des Jahres hoffentlich auch in Richtung Vereinigte Staaten ziehen können.

inHard: Könnt ihr mir sagen, was gerade in eurem CD-Player liegt?

Mark: Long Beach Dub Allstars... Das klingt wie eine abgedrehte Kreuzung zwischen Fantomas, Mr. Bongle und Naked City...

inHard: Grüße nach Südafrika, wir sehen uns dann auf den Festivals!

Olaf Rominski